Hat XT3 klassisches Chrome?

Fujifilm X-T3: Ein Klassiker im Fokus

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Die Welt der digitalen Fotografie entwickelt sich rasant, doch einige Kameras hinterlassen einen bleibenden Eindruck und behaupten ihren Platz auch Jahre nach ihrer Einführung. Eine solche Kamera ist zweifellos die Fujifilm X-T3. Sie markierte einen wichtigen Schritt in Fujifilms spiegellosem System und wurde schnell zu einem Favoriten vieler Fotografen weltweit. Aber wann genau kam diese bemerkenswerte Kamera auf den Markt und was macht sie bis heute so relevant? Tauchen wir ein in die Details, die die X-T3 zu einem echten Highlight machen.

Wann kam die Fujifilm X-T3 heraus?

Die Fujifilm X-T3 wurde offiziell am 6. September 2018 angekündigt. Sie trat in die Fußstapfen der beliebten Fujifilm X-T2, die im Jahr 2016 vorgestellt wurde. Als spiegellose Systemkamera mit Wechselobjektiven im SLR-Stil baute die X-T3 auf den Stärken ihres Vorgängers auf und brachte eine Reihe signifikanter Verbesserungen mit sich, die sie für viele Fotografen äußerst attraktiv machten.

Wann kam die Fuji XT3 heraus?
Die Fujifilm X-T3 ist eine spiegellose Digitalkamera mit Wechselobjektiv, die am 6. September 2018 angekündigt wurde.

Obwohl die X-T4 am 26. Februar 2020 als ihr Nachfolger vorgestellt wurde, stellte Fujifilm die X-T3 weiterhin her und bot sie parallel an. Dies unterstreicht die Beliebtheit und die anhaltende Relevanz des Modells. Später, am 2. September 2021, kündigte Fujifilm sogar eine Variante namens X-T3 WW (Worldwide) an. Diese Version wurde optimiert, um Lieferketten zu vereinfachen und konnte zu einem niedrigeren Preis verkauft werden, da sie beispielsweise ohne Akkuladegerät ausgeliefert wurde.

Design, Verarbeitung und Haptik

Die Fujifilm X-T3 besticht durch ihr klassisches Design, das stark an traditionelle Spiegelreflexkameras erinnert. Mit ihren Maßen von 132,5 mm x 92,8 mm x 58,8 mm ist sie eine kompakte spiegellose Kamera, die sich gut in der Hand liegt, auch wenn der Griff für einige Nutzer etwas klein ausfallen mag – ein charakteristisches Merkmal der X-T-Serie. Viele Nutzer ergänzen daher eine kleine Griffverlängerung oder eine Halb-Lederhülle, um den Halt zu verbessern.

Die Verarbeitungsqualität der X-T3 wird oft gelobt. Sie fühlt sich robust an und ist dank ihrer wetterfesten Konstruktion auch für den Einsatz unter weniger idealen Bedingungen geeignet. Mit einem Gewicht von 539g (inklusive Akku und Speicherkarte) hat sie ein angenehmes Gewicht – nicht zu schwer, aber auch nicht so leicht, dass sie sich zerbrechlich anfühlt.

Ein Highlight der X-T-Serie, und somit auch der X-T3, ist die Vielzahl an Einstellrädern und Knöpfen. Dies ermöglicht es Fotografen, wichtige Einstellungen wie Belichtungszeit, ISO und Belichtungskorrektur direkt über physische Bedienelemente anzupassen, ohne tief in Menüs eintauchen zu müssen. Die Knöpfe und Rädchen haben einen angenehmen Druckpunkt und Klick, was die Bedienung sehr taktil und intuitiv macht. Fast alle Bedienelemente sind zudem vollständig anpassbar, was eine individuelle Konfiguration der Kamera erlaubt.

Sensor und Bildqualität

Im Herzen der X-T3 schlägt ein 26,1 Megapixel APS-C X-Trans CMOS 4 Sensor mit rückwärtiger Belichtung (BSI). Dies war ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem 24-Megapixel X-Trans III Sensor der X-T2. Gekoppelt ist der Sensor mit dem leistungsstarken X-Processor 4 Quad-Core-Prozessor, der für schnelle Verarbeitung und Leistung sorgt.

Die Bildqualität, die der X-Trans 4 Sensor liefert, ist exzellent. Die Farben sind, wie von Fujifilm gewohnt, sehr ansprechend und detailreich, auch wenn einige Nutzer einen leichten Unterschied zur Farbgebung der X-T2 bemerken. Der Sensor bietet einen Dynamikumfang von über 12 Blendenstufen in den RAW-Dateien, was viel Spielraum bei der Nachbearbeitung lässt. Die RAW-Dateien haben typischerweise eine Größe von etwa 24 MB (bei verlustfreier Komprimierung).

Hinsichtlich der Leistung bei wenig Licht gibt es interessante Beobachtungen. Während die X-T2 als Spitzenreiter bei hoher ISO-Empfindlichkeit galt, liegt die X-T3 in diesem Punkt minimal dahinter. Neuere Modelle wie die X-T4 und X-T5 (mit 40MP X-Trans V Sensor) zeigen tendenziell eine leicht abnehmende Leistung bei sehr hohen ISO-Werten, was die X-T3 zu einem guten Kompromiss in diesem Bereich macht. Das Rauschmuster der X-Trans Sensoren ist einzigartig und unterscheidet sich von dem anderer Hersteller.

Autofokus-System

Das Autofokus-System von Fujifilm wird manchmal kritisiert, oft aber aufgrund von Missverständnissen. Anders als bei Kameras anderer Marken, wo man oft einfach nur zielen und abdrücken muss, erfordert das Fujifilm-System oft eine Anpassung der Einstellungen und Modi, um die beste Leistung für spezifische Situationen zu erzielen. Wenn man das System jedoch versteht und die richtigen Modi wählt, ist es sehr leistungsfähig.

Die X-T3 brachte deutliche Verbesserungen im Autofokus im Vergleich zu den X-Trans III Kameras (wie der X-T2). Besonders die Augenerkennung wurde spürbar verbessert. Die X-T4 nutzte dasselbe AF-System, während die X-T5 eine weitere Verbesserung in diesem Bereich brachte. Für alltägliche Aufnahmen funktioniert der Autofokus der X-T3 tadellos. Für anspruchsvollere Aufgaben wie die Verfolgung von sich schnell bewegenden Objekten (z. B. Vögel im Flug) ist ein Verständnis der verschiedenen AF-Modi und Einstellungen unerlässlich.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass die Leistung des Autofokus stark vom verwendeten Objektiv abhängt. Moderne Fujifilm XF-Objektive sind für eine schnelle und präzise Fokussierung optimiert.

Film-Simulationen: Hat die X-T3 Klassisches Chrome?

Ein Markenzeichen von Fujifilm sind die eingebauten Film-Simulationen, die den Look analoger Filme nachahmen. Die X-T3 ist reichlich mit diesen Simulationen ausgestattet. Und ja, die Fujifilm X-T3 verfügt über die beliebte Simulation Klassisches Chrome (Classic Chrome).

Die verfügbaren Film-Simulationen auf der X-T3 umfassen:

  • Provia (Standard)
  • Velvia (Lebhaft)
  • Astia (Sanft)
  • Classic Chrome (Klassisches Chrome)
  • Pro Neg Hi
  • Pro Neg Std
  • Eterna (Kino)
  • Acros (Monochrom mit feiner Gradation)
  • Monochrome

Zusätzlich können Anwender Parameter wie Körnigkeit, Farbeffekt oder Schärfe anpassen und eigene "Rezepte" erstellen, um personalisierte Looks direkt in der Kamera zu erzeugen. Obwohl einige Nutzer argumentieren, dass die Simulationen der X-Trans III Kameras (wie der X-T2) einen etwas anderen, vielleicht für sie schöneren Look hatten, sind die Simulationen der X-T3 nach wie vor von sehr hoher Qualität und ein wichtiger Grund, sich für eine Fujifilm-Kamera zu entscheiden.

Die Möglichkeit, so viele verschiedene Looks direkt als JPEG aus der Kamera zu erhalten, ist ein großer Vorteil, der den Nachbearbeitungsaufwand reduzieren kann. Die JPEGs der X-T3 sind sehr flexibel und erlauben auch später noch Anpassungen in der Software.

Video-Funktionen

Die X-T3 war auch im Videobereich sehr leistungsfähig für ihre Zeit. Sie ist in der Lage, Videos in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufzuzeichnen. Dies machte sie zu einer attraktiven Option nicht nur für Fotografen, sondern auch für Videografen oder Hybrid-Shooter.

Wann kam die Fuji XT3 heraus?
Die Fujifilm X-T3 ist eine spiegellose Digitalkamera mit Wechselobjektiv, die am 6. September 2018 angekündigt wurde.

Display und elektronischer Sucher

Die X-T3 verfügt über einen hochwertigen elektronischen Sucher (EVF) mit 3,69 Millionen Bildpunkten, der eine klare und detailreiche Anzeige bietet. Die Verzögerung des Sucherbildes ist mit nur 0,005 Sekunden kaum wahrnehmbar. Im Boost-Modus arbeitet der EVF mit einer Bildrate von 100 Bildern pro Sekunde, was eine sehr flüssige Darstellung ermöglicht.

Das rückseitige Display ist ein 3 Zoll großer Touchscreen mit 1,04 Millionen Bildpunkten. Er ist hell genug für die Nutzung im Freien (auf höchster Helligkeitsstufe) und zeigt Farben naturgetreu an. Das Display ist neigbar, was Aufnahmen aus niedrigen oder hohen Blickwinkeln erleichtert. Eine Besonderheit ist, dass sich der Bildschirm auch für Hochformataufnahmen neigen lässt, was bei vielen Kameras nicht der Fall ist und die Flexibilität erhöht.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist bei spiegellosen Kameras oft ein Thema. Die X-T3 verwendet den NP-W126S Akku. Die Laufzeit wird von Fujifilm oft konservativ angegeben, aber in der Praxis ist sie vollkommen ausreichend für einen Tag intensiven Fotografierens. Mit einem Akku sind problemlos 500 bis 700 Aufnahmen möglich (etwas weniger bei Drittanbieter-Akkus), solange man die Kamera nicht ständig eingeschaltet lässt. Das ständige Eingeschaltetlassen ist der größte Stromfresser. Die Akkus sind klein und leicht, sodass man problemlos Ersatzakkus in der Tasche mitführen kann. Viele Nutzer berichten, dass sie selten mehr als einen Akku pro Tag benötigen, es sei denn, sie nutzen intensiv Serienbildaufnahmen oder Video.

Die X-T3 heute: Immer noch eine Empfehlung?

Auch einige Jahre nach ihrer Markteinführung bleibt die Fujifilm X-T3 eine äußerst attraktive Kamera. Sie bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere auf dem Gebrauchtmarkt, seitdem neuere Modelle wie die X-T4 und X-T5 verfügbar sind.

Ihre Stärken liegen in der robusten und wetterfesten Verarbeitung, der intuitiven Bedienung über zahlreiche Rädchen, dem leistungsfähigen X-Trans CMOS 4 Sensor, den vielseitigen Film-Simulationen (einschließlich Klassisches Chrome) und einem soliden Autofokus-System, das bei korrekter Anwendung sehr zuverlässig ist. Die Möglichkeit, 4K-Videos mit 60p aufzunehmen, macht sie auch für hybride Nutzer interessant.

Viele langjährige X-T3 Nutzer schwören auf ihre Zuverlässigkeit. Während es Berichte über Probleme bei anderen Modellen gab, hat sich die X-T3 als äußerst robust und zuverlässig erwiesen. Für viele Fotografen ist die X-T3 die beste Kamera der X-T-Serie, da sie die X-T2 verfeinerte und wichtige Verbesserungen einführte, ohne einige der Änderungen der Nachfolgemodelle (wie der X-T4) zu übernehmen, die nicht jedem gefielen (z. B. das voll schwenkbare Display).

Wer eine leistungsstarke, gut gebaute und bedienungsfreundliche Kamera im klassischen Stil sucht, die exzellente Bildqualität liefert und eine breite Palette an kreativen Optionen (wie die Film-Simulationen) bietet, der sollte die Fujifilm X-T3 definitiv in Betracht ziehen. Sie ist mehr als fähig, auch im Jahr 2024 und darüber hinaus professionelle Ergebnisse zu liefern.

Häufig gestellte Fragen zur Fujifilm X-T3

Wann wurde die Fujifilm X-T3 veröffentlicht?

Die Fujifilm X-T3 wurde am 6. September 2018 angekündigt und kam kurz darauf auf den Markt.

Verfügt die X-T3 über die Classic Chrome Film-Simulation?

Ja, die Fujifilm X-T3 beinhaltet die beliebte Classic Chrome Film-Simulation neben vielen anderen.

Welchen Sensor hat die X-T3?

Die X-T3 ist mit einem 26,1 Megapixel APS-C X-Trans CMOS 4 Sensor ausgestattet.

Kann die X-T3 4K-Videos aufnehmen?

Ja, die X-T3 kann 4K-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen.

Ist die Fujifilm X-T3 wetterfest abgedichtet?

Ja, die X-T3 verfügt über eine wetterfeste Konstruktion und ist gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt.

Welches ist der Nachfolger der X-T3?

Der direkte Nachfolger der X-T3 ist die Fujifilm X-T4, die im Februar 2020 vorgestellt wurde. Allerdings wurde die X-T3 noch längere Zeit parallel zur X-T4 angeboten.

Vergleich: X-T2 vs. X-T3 vs. X-T5 (Sensor/AF)

Um die Entwicklung innerhalb der X-T-Serie zu verdeutlichen, hier ein kurzer Vergleich der Sensoren und des Autofokus-Systems der X-T2, X-T3 und X-T5:

KameraSensorAuflösung (MP)Autofokus
Fujifilm X-T2X-Trans CMOS III24,3Gut, aber Augenerkennung weniger fortgeschritten
Fujifilm X-T3X-Trans CMOS 426,1Verbessert, gute Augenerkennung
Fujifilm X-T5X-Trans CMOS 5 HR40,2Weiter verbessert, mit Motiverkennung

Wie die Tabelle zeigt, brachte die X-T3 signifikante Upgrades bei Sensor und Autofokus im Vergleich zur X-T2, während die X-T5 vor allem bei der Auflösung und den neuesten AF-Algorithmen einen Sprung machte.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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