Ist 20 mm eine gute Brennweite?

Die 20mm Brennweite und Festbrennweiten im Fokus

Rating: 4.75 (4280 votes)

Die 20mm Brennweite wird von vielen Fotografen intuitiv mit der Landschaftsfotografie in Verbindung gebracht. Man stellt sich vor, sie aus der Tasche zu holen, um eine weite, beeindruckende Szene einzufangen. Doch diese Brennweite ist weitaus vielseitiger, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Oft findet man sich in Situationen mit begrenztem Raum wieder – sei es hinter den Kulissen in Künstlergarderoben, in einem kleinen Fotostudio oder eingeklemmt zwischen einem Schlagzeuger und einer Bühnenkulisse. In solchen Umgebungen, die nach einem weiten Blickwinkel verlangen, zeigt eine 20mm Festbrennweite ihr wahres Potenzial. Anders als schwere, lichtschwächere Ultraweitwinkel-Zoomobjektive kann eine lichtstarke 20mm Festbrennweite ein inspirierendes Werkzeug sein, das zum kreativen „Spielen“ einlädt.

Warum ist Festbrennweite besser?
Festbrennweiten haben konstruktionsbedingt oft eine größere Anfangsblende/Blendenöffnung, beispielsweise f/1,4, wodurch mehr Licht auf den Sensor fallen kann. Das ist besonders bei schwierigen Lichtbedingungen von Vorteil, da so ohne Blitz fotografiert werden kann und ISO sowie Belichtungszeit reduziert werden können.

Nehmen wir zum Beispiel ein Objektiv wie das SIGMA 20mm F1.4 DG DN | Art. Es vereint viele wünschenswerte Eigenschaften: Es ist leicht, fühlt sich aber dennoch robust und vertrauenswürdig an. Auf einer Kamera wie der Leica SL2 ist es gut ausbalanciert. Die Autofokus-Leistung ist zuverlässig, es eignet sich gut für Videoaufnahmen und auch manuell fokussierte Bilder gelingen mühelos. Die Qualität des Glases ist beeindruckend, mit einer Schärfe, die oft bis in die Bildecken reicht. Das Bokeh, also die Qualität der Hintergrundunschärfe, ist ansprechend – ruhig und nicht zu unruhig. Auch wenn viele Fotografen, die eine solche lichtstarke Festbrennweite wählen, gerne mit offener Blende fotografieren, ist es beruhigend zu wissen, dass das Objektiv auch abgeblendet eine hervorragende Leistung liefert.

Festbrennweiten vs. Zoomobjektive: Der Grundlegende Unterschied

Bevor wir tiefer in die Materie eintauchen, ist es wichtig, den Unterschied zwischen Festbrennweiten und Zoomobjektiven zu verstehen. Eine Festbrennweite ist ein Objektiv mit nur einer einzigen, fixen Brennweite (z.B. 35 mm oder eben 20 mm). Möchte man den Bildausschnitt oder den Bildwinkel ändern, muss der Fotograf sich physisch bewegen – näher ans Motiv heran oder sich davon entfernen. Ein Zoomobjektiv hingegen bietet einen variablen Brennweitenbereich (z.B. 24-70 mm), innerhalb dessen man flexibel zoomen kann, ohne seinen Standort wechseln zu müssen. Dieser grundlegende Unterschied beeinflusst maßgeblich die Arbeitsweise und die Einsatzmöglichkeiten.

Die Stärken von Festbrennweiten: Warum sie Fotografen begeistern

Festbrennweiten erfreuen sich aus gutem Grund großer Beliebtheit bei vielen Fotografen. Ihre Konstruktion bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, die wir im Folgenden detailliert betrachten werden.

Hohe Lichtstärke (Größere Blendenöffnung)

Einer der größten Vorteile von Festbrennweiten ist ihre oft sehr hohe Lichtstärke. Das bedeutet, sie verfügen über eine große maximale Blendenöffnung (z.B. f/1.4, f/1.8 oder f/2.8), die deutlich größer sein kann als bei vielen Zoomobjektiven. Eine größere Blendenöffnung lässt mehr Licht auf den Kamerasensor fallen. Dies ist besonders in Situationen mit wenig Licht von unschätzbarem Wert, da man oft ohne Blitz fotografieren kann und gleichzeitig die ISO-Empfindlichkeit und die Belichtungszeit reduzieren kann. Mehr Licht bedeutet auch, dass das Bild in kürzerer Zeit korrekt belichtet werden kann.

Geringere Tiefenschärfe für kreative Effekte

Da Festbrennweiten häufig eine größere Anfangsblende besitzen, ermöglichen sie eine geringere Tiefenschärfe. Die Tiefenschärfe beschreibt den Bereich im Bild, der scharf abgebildet wird. Eine geringe Tiefenschärfe führt dazu, dass das Hauptmotiv scharf ist, während der Vorder- und Hintergrund in Unschärfe verschwimmen. Dieser Effekt, oft als Bokeh bezeichnet, ist besonders in der Portraitfotografie beliebt, um das Motiv vom Hintergrund abzuheben. Die Tiefenschärfe wird zwar von Blende, Abstand zum Motiv, Brennweite und Sensorgröße beeinflusst, aber die Blende spielt dabei eine zentrale Rolle.

Kürzere Verschlusszeiten und geringere ISO

Der Vorteil der hohen Lichtstärke wirkt sich direkt auf die Belichtungseinstellungen aus. Mit einer größeren Blendenöffnung kann man bei gegebenen Lichtverhältnissen entweder eine kürzere Verschlusszeit wählen oder eine geringere ISO-Empfindlichkeit einstellen. Das richtige Belichtungsdreieck aus Blende, Verschlusszeit und ISO ist entscheidend. Ein Beispiel: Ein Zoomobjektiv mit einer maximalen Blende von f/4 benötigt möglicherweise eine Belichtungszeit von 1/50 Sekunde. Eine lichtstarke Festbrennweite mit f/2 könnte unter denselben Bedingungen eine Belichtungszeit von 1/200 Sekunde ermöglichen. Dieser Unterschied ist immens, besonders wenn man bei schlechtem Licht aus der Hand fotografiert oder schnelle Bewegungen einfangen möchte.

Überragende Abbildungsleistung

Festbrennweiten haben oft eine einfachere optische Konstruktion als Zoomobjektive. Sie müssen nur für eine einzige Brennweite optimiert werden, während ein Zoomobjektiv über einen ganzen Bereich hinweg gute Leistung liefern muss. Diese einfachere Konstruktion und der Einsatz von meist weniger Linsen führen dazu, dass viele Festbrennweiten eine bessere Abbildungsleistung aufweisen. Optische Fehler wie Verzeichnungen, chromatische Aberrationen (Farbsäume) oder Unschärfe in den Ecken können minimiert werden. Die Lichtstrahlen treffen präziser auf den Sensor, was zu schärferen und detailreicheren Bildern führt.

Leichtgewicht für mehr Mobilität

Obwohl es auch sehr große und schwere Festbrennweiten gibt (insbesondere im Telebereich oder mit extrem hoher Lichtstärke), sind viele gängige Festbrennweiten im Vergleich zu professionellen Zoomobjektiven oft deutlich leichter und kompakter. Ein professionelles Zoomobjektiv wie ein 24-70mm f/2.8 kann gut und gerne 900 Gramm wiegen, ein 70-200mm f/2.8 sogar über 1400 Gramm. Eine vergleichbare Festbrennweite im Normalbereich, wie ein 50mm f/1.4, wiegt oft nur um die 400 Gramm. Wenn man stundenlang fotografiert, vielleicht sogar mit mehreren Kameras, macht sich dieser Gewichtsunterschied deutlich bemerkbar.

Der Preisvorteil

Generell sind Festbrennweiten, insbesondere im Normal- und Weitwinkelbereich mit moderater Lichtstärke, oft günstiger in der Anschaffung als hochwertige Zoomobjektive. Das liegt an der weniger komplexen Konstruktion und der einfacheren Fertigung. Natürlich gibt es auch extrem teure Festbrennweiten, vor allem im Bereich der Superteleobjektive oder mit extrem hoher Lichtstärke (z.B. f/1.2). Aber wenn man eine bestimmte Brennweite benötigt, ist die Festbrennweite oft die preiswertere Option im Vergleich zu einem Zoomobjektiv, das diesen Brennweitenbereich abdeckt.

Bewusster fotografieren lernen

Das Fehlen eines Zooms zwingt den Fotografen, sich mehr mit seinem Motiv, dem Hintergrund und der Gesamtsituation auseinanderzusetzen. Um den gewünschten Bildausschnitt zu erhalten, muss man seinen Standort ändern – näher herangehen, zurücktreten, seitlich verschieben. Dieses bewusste Bewegen und Komponieren schärft den Blick für Details, verbessert das Verständnis für Perspektive und führt oft zu durchdachteren Bildkompositionen. Man wird gezwungen, über das Bild nachzudenken, bevor man abdrückt.

Wofür wird ein 20-mm-Festbrennweitenobjektiv verwendet?
Festbrennweitenobjektive gibt es in vielen verschiedenen Brennweiten. Für die Landschaftsfotografie eignen sich Weitwinkelobjektive mit Brennweiten von beispielsweise 20 mm oder 24 mm gut, um einen großen Bereich einer Szene einzufangen .

Das magische Bokeh

Wie bereits erwähnt, tragen Festbrennweiten oft zu einem besonders schönen Bokeh bei. Dies liegt nicht nur an der meist größeren Blendenöffnung, sondern auch an der Qualität der Linsen und der Anzahl und Form der Blendenlamellen. Das Ergebnis sind oft weichere, harmonischere Unschärfekreise im Hintergrund, die das Hauptmotiv sanft hervorheben und dem Bild eine besondere Tiefe und Ästhetik verleihen.

Unauffälligkeit in der Praxis

Festbrennweiten sind oft kleiner und unauffälliger als große, imposante Zoomobjektive. In Situationen, in denen man nicht auffallen möchte – sei es bei der Street Photography, bei Reportagen oder bei der Peoplefotografie – kann eine kompakte Festbrennweite ein großer Vorteil sein. Sie wirkt weniger bedrohlich oder aufdringlich und hilft dem Fotografen, sich besser unter die Menschen zu mischen.

Die Kehrseite der Medaille: Nachteile von Festbrennweiten

Trotz all dieser Vorteile haben Festbrennweiten auch Einschränkungen. Der offensichtlichste Nachteil ergibt sich direkt aus ihrer Definition:

Kein variabler Bildwinkel

Der größte Nachteil ist, dass man mit einer Festbrennweite auf eine einzige Brennweite festgelegt ist. Dies kann in Situationen, die schnelle Reaktionen und wechselnde Bildausschnitte erfordern, problematisch sein. Bei Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Konzerten, wo sich die Szene schnell ändert, kann es mühsam sein, ständig den Standort wechseln zu müssen oder auf nur eine Perspektive beschränkt zu sein.

Langsameres Agieren erfordert Planung

Da man sich physisch bewegen muss, um den Bildausschnitt anzupassen, ist das Agieren mit einer Festbrennweite oft langsamer als mit einem Zoomobjektiv. Spontane Schnappschüsse von sich schnell bewegenden Motiven oder unerwarteten Momenten können dadurch erschwert werden.

Häufiger Objektivwechsel

Um verschiedene Bildwinkel abzudecken – zum Beispiel ein Weitwinkel für eine Gesamtansicht und ein leichtes Tele für ein Detail – muss man bei der Arbeit mit Festbrennweiten häufig das Objektiv wechseln. Dies kostet Zeit, birgt das Risiko, Staub oder Schmutz auf den Sensor zu bekommen, und kann dazu führen, dass man wichtige Momente verpasst.

Meist ohne Bildstabilisator

Während viele moderne Zoomobjektive über integrierte Bildstabilisatoren verfügen, ist dies bei Festbrennweiten, insbesondere bei lichtstarken Modellen, seltener der Fall (obwohl sich das ändert). Ein Bildstabilisator hilft, Verwacklungen auszugleichen, was besonders bei längeren Belichtungszeiten oder im Telebereich nützlich ist. Bei Festbrennweiten ist man hier oft stärker auf eine ruhige Hand oder höhere ISO-Werte angewiesen.

Festbrennweite oder Zoom: Wann wähle ich was?

Die Entscheidung zwischen einer Festbrennweite und einem Zoomobjektiv hängt stark von der Art der Fotografie und den persönlichen Vorlieben ab. Hier ist ein Vergleich einiger wichtiger Punkte:

MerkmalFestbrennweiteZoomobjektiv
BrennweiteFixiert (z.B. 20mm)Variabel (z.B. 24-70mm)
Lichtstärke (max. Blende)Oft sehr hoch (z.B. f/1.4)Variabel, oft geringer als bei Festbrennweiten (z.B. f/2.8, f/4)
TiefenschärfeErmöglicht oft geringere Tiefenschärfe (schönes Bokeh)Oft größere Tiefenschärfe bei offener Blende möglich
Belichtung (Verschlusszeit/ISO)Ermöglicht kürzere Verschlusszeiten oder geringere ISO bei wenig LichtBenötigt oft längere Verschlusszeiten oder höhere ISO bei wenig Licht
AbbildungsleistungOft sehr hoch, für eine Brennweite optimiertGute Leistung über den Bereich, aber oft Kompromisse im Vergleich zu Festbrennweiten
Gewicht & GrößeOft kompakter und leichter (im Vergleich zu Profi-Zooms)Oft größer und schwerer
PreisKann günstiger sein (pro Brennweite)Kann teurer sein (für den Bereich)
FlexibilitätGering (erfordert Bewegung)Hoch (schneller Bildausschnitt-Wechsel)
BildstabilisatorSeltener integriertOft integriert

Für Fotografiearten, bei denen schnelle Anpassungen der Brennweite entscheidend sind, um auf sich ändernde Motive oder Bedingungen zu reagieren, ist ein Zoomobjektiv oft die bessere Wahl. Denken Sie an Eventfotografie, Hochzeiten, Sport oder Tierfotografie, wo sich die Distanz zum Motiv ständig ändert. Ein vielseitiges 24-70mm Zoomobjektiv kann in vielen Situationen glänzen und ist ein wahrer Allrounder.

Festbrennweiten eignen sich hervorragend, wenn Qualität, Lichtstärke, kompakte Größe oder das bewusste Komponieren im Vordergrund stehen. Sie sind ideal für Porträts (z.B. 85mm, 50mm), Street Photography (z.B. 35mm, 50mm, 28mm), Landschaftsfotografie (z.B. 20mm, 24mm) oder Fotografie bei wenig Licht.

Spezifische Anwendungen für die 20mm Festbrennweite

Die 20mm Festbrennweite ist ein Weitwinkelobjektiv. Wie eingangs erwähnt, ist sie klassisch für die Landschaftsfotografie, um weite Panoramen oder Szenen einzufangen. Ihre Stärke zeigt sie aber auch in unerwarteten Bereichen. In engen Innenräumen ermöglicht sie, viel von der Umgebung einzufangen, selbst wenn man wenig Platz hat, um sich zu bewegen. Sie eignet sich auch hervorragend für die Fotografie von Pflanzen und Blumen. Dank der hohen Abbildungsleistung vieler Festbrennweiten können selbst zarte Details von Blütenblättern scharf abgebildet werden. Wenn man nahe genug an das Motiv herangeht, lässt sich zudem ein wunderschönes Hintergrund-Bokeh erzeugen, das das Motiv hervorhebt. Für extreme Nahaufnahmen von Pflanzen sollte man allerdings auch Makro-Objektive in Betracht ziehen.

Die Wahl der richtigen Festbrennweite: Worauf Sie achten sollten

Angesichts der großen Auswahl an Festbrennweiten kann die Entscheidung schwerfallen. Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie bei der Auswahl berücksichtigen sollten:

Die maximale Blendenöffnung

Wenn Sie oft bei wenig Licht fotografieren möchten oder Wert auf ein starkes Bokeh legen, ist die maximale Blendenöffnung (der kleinste f-Wert) ein entscheidendes Kriterium. Je größer die maximale Blendenöffnung, desto mehr Licht gelangt auf den Sensor und desto ausgeprägter sind die Bokeh-Effekte.

Ist ein Objektiv mit höherer mm-Zahl besser?
Je länger die Brennweite oder je höher der mm-Wert des Objektivs, desto kleiner ist der Bildwinkel und desto größer ist die Bildvergrößerung . Je kürzer die Brennweite oder je niedriger der mm-Wert des Objektivs, desto größer ist der Bildwinkel und desto geringer ist die Bildvergrößerung.

Gewicht und Größe

Das Gewicht und die Größe des Objektivs sind wichtig, besonders wenn Sie planen, mehrere Objektive mit sich zu führen. Ein kleines und leichtes Objektiv ist bequemer auf Reisen oder bei langen Fotosessions. Es lohnt sich, Produktkataloge zu studieren oder Objektive in die Hand zu nehmen, um ein Gefühl für Größe und Gewicht zu bekommen.

Die passende Brennweite finden

Wählen Sie die Brennweite, die am besten zu Ihren Motiven und Ihrem fotografischen Stil passt. Für die Landschaftsfotografie eignen sich Weitwinkel wie 20mm oder 24mm, um weite Bereiche zu erfassen. Ultra-Weitwinkel (17mm und kürzer) erfassen noch mehr. Für vielseitige Anwendungen wie Porträts, Schnappschüsse oder Street Photography sind Brennweiten um 35mm oder 50mm sehr beliebt, da sie einen Blickwinkel bieten, der dem menschlichen Sehen nahekommt. Überlegen Sie, welche Art von Bildern Sie hauptsächlich machen möchten, und wählen Sie entsprechend.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Hier beantworten wir einige häufige Fragen rund um die 20mm Brennweite und Festbrennweiten:

Ist 20mm eine gute Brennweite für Landschaftsfotografie?
Ja, 20mm ist eine klassische Weitwinkel-Brennweite, die sich hervorragend eignet, um weite Landschaften und Szenen einzufangen. Sie ermöglicht es, viel Kontext in das Bild einzubeziehen.

Sind Festbrennweiten immer schärfer als Zoomobjektive?
Oft bieten Festbrennweiten eine bessere Abbildungsleistung und Schärfe, insbesondere bei offener Blende, da ihre optische Konstruktion einfacher ist und für eine einzige Brennweite optimiert wurde. Es gibt jedoch auch sehr hochwertige Zoomobjektive, die eine exzellente Leistung liefern.

Warum sind Festbrennweiten oft lichtstärker?
Die einfachere Konstruktion von Festbrennweiten ermöglicht es den Herstellern, größere Blendenöffnungen zu realisieren, ohne die Komplexität und die Kosten so stark zu erhöhen wie bei einem Zoomobjektiv, das über einen variablen Brennweitenbereich lichtstark sein muss.

Ist eine 20mm Festbrennweite nur für Landschaften geeignet?
Nein, wie im Artikel beschrieben, ist eine 20mm Brennweite auch sehr nützlich in engen Räumen, für Architekturfotografie, Street Photography und sogar für kreative Nahaufnahmen von Pflanzen mit schönem Bokeh.

Was sind die Hauptnachteile einer Festbrennweite?
Der größte Nachteil ist die fehlende Flexibilität des Zooms. Man muss seinen Standort ändern, um den Bildausschnitt zu verändern, was in schnelllebigen Situationen oder wenn man den Standort nicht ändern kann, einschränkend sein kann. Auch häufigere Objektivwechsel sind oft nötig.

Lohnt sich eine Festbrennweite, wenn ich bereits ein Zoomobjektiv habe, das diesen Bereich abdeckt?
Das hängt von Ihren Prioritäten ab. Eine lichtstarke Festbrennweite bietet oft Vorteile in puncto Lichtstärke, Schärfe, Bokeh und Größe, die ein Zoomobjektiv im selben Brennweitenbereich möglicherweise nicht bietet. Wenn diese Punkte für Sie wichtig sind, kann sich die Anschaffung lohnen.

Fazit: Die Entscheidung liegt bei Ihnen

Die 20mm Brennweite ist weit mehr als nur ein Werkzeug für die Landschaftsfotografie. Sie ist eine vielseitige Weitwinkeloption, die sich auch in beengten Verhältnissen bewährt und kreative Möglichkeiten eröffnet. Festbrennweiten generell bieten signifikante Vorteile in Bezug auf Lichtstärke, Abbildungsleistung, Größe und oft auch den Preis im Vergleich zu Zoomobjektiven. Sie fördern zudem eine bewusstere Herangehensweise an die Fotografie.

Allerdings erfordern sie auch Kompromisse in Bezug auf Flexibilität und Geschwindigkeit. Die Wahl zwischen einer Festbrennweite und einem Zoomobjektiv, oder ob eine 20mm Festbrennweite die richtige Ergänzung für Ihre Ausrüstung ist, hängt letztlich von Ihren individuellen Bedürfnissen, Ihrem fotografischen Stil und den Situationen ab, in denen Sie am häufigsten fotografieren. Beide Objektivtypen haben ihre Berechtigung und ihre Stärken. Viele Fotografen entscheiden sich daher, sowohl Zoomobjektive für Flexibilität als auch ausgewählte Festbrennweiten für spezifische Zwecke und maximale Bildqualität in ihrer Ausrüstung zu haben.

Hat dich der Artikel Die 20mm Brennweite und Festbrennweiten im Fokus interessiert? Schau auch in die Kategorie Fotografie rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!

Avatar photo

Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

Go up