Die Suche nach der passenden Fotozeitschrift kann eine Herausforderung sein. Der Markt bietet viele Titel, doch oft dominieren seitenlange Tests neuester Kameras, Objektive oder Software. Für viele Fotografen, die sich primär für das Bild selbst, die kreativen Prozesse und die Geschichten hinter den Aufnahmen interessieren, sind solche Publikationen weniger relevant. Glücklicherweise gibt es im deutschsprachigen Raum eine Reihe von Zeitschriften und Magazinen, die einen anderen Weg gehen und den Fokus auf die Fotografie als Kunstform, als Medium der Dokumentation oder als Ausdruck von Ideen legen.

Fotozeitschriften: Der Blick aufs Bild
Unter dem Begriff „Fotozeitschrift“ finden sich oft Publikationen, die eine breitere Mischung aus Inhalten bieten, aber dennoch versuchen, den reinen Technikfokus zu vermeiden. Sie können für Amateure wie auch für Profis interessant sein und unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Photo Presse (PP)
Die Photo Presse, oft abgekürzt als PP, ist eine Zeitschrift, die sich primär an in der Fotobranche Tätige richtet. Sie bietet jedoch auch für ambitionierte Amateure viele interessante Beiträge. Besonders hervorzuheben ist hier der gute Geschmack bei der Auswahl der abgedruckten Fotografien. Wer kitschige oder überstrapazierte Motive wie 'Bäumchen im Schnee' oder 'Wasserfall als Langzeitbelichtung' meidet, wird hier fündig. Die PP beschäftigt sich unter anderem mit Themen rund ums Geld verdienen mit Fotografie, sei es als Kunst oder im angewandten Bereich. Dies macht sie zu einer wertvollen Lektüre für all jene, die einen professionellen Bezug zur Fotografie haben oder anstreben.
Photonews
Die Photonews gilt als eine der bekanntesten deutschen Fotozeitschriften mit einem klaren Fokus auf die bildende Kunst. Technische Aspekte spielen hier eine untergeordnete Rolle und werden meist nur am Rande behandelt, oft in Form von Interviews, in denen bekannte Fotografen über ihre Arbeitsweise sprechen. Ein zentraler Bestandteil der Photonews ist die Information über Preise, Stipendien und Ausstellungen im Bereich der Fotografie. Sie ist ein unverzichtbares Magazin, um sich über aktuelle Tendenzen in der zeitgenössischen künstlerischen Fotografie auf dem Laufenden zu halten, insbesondere für Studierende oder solche, die Einblicke in den Kunstmarkt suchen. Hier geht es um fundierte Informationen, nicht um den schnellen Konsum von Bildern wie auf Online-Plattformen.
Fotogeschichte
Die Zeitschrift Fotogeschichte erscheint viermal im Jahr und ist sehr textlastig. Sie besteht aus ausführlichen Essays und Abhandlungen, die den politischen, kulturellen und sozialen Hintergrund der Fotografie beleuchten. Es geht weniger darum, aktuelle Fotografien zu zeigen, als vielmehr die Geschichte und den Kontext des Mediums zu ergründen. Themen können beispielsweise der Exotismus im 19. Jahrhundert oder die Punkbewegung der 1980er Jahre in Westberlin sein, immer im Bezug zur Fotografie. Dieses Magazin richtet sich an Leser mit einem akademischen oder beruflichen Interesse an Medienwissenschaften, Fotografiegeschichte und Kulturwissenschaften.
Schwarzweiss Magazin
Wie der Name schon sagt, konzentriert sich das Schwarzweiss Magazin auf die Fotografie in Schwarz-Weiß. Es erscheint jeden zweiten Monat und hat sich über viele Jahre etabliert. Dieses Magazin legt großen Wert auf Inhalte und präsentiert Künstler und ihre Arbeiten in ausführlichen Bildstrecken und Interviews. Auch wenn der Fokus klar auf Schwarz-Weiß liegt, werden sowohl analoge als auch digitale Techniken behandelt. Ein wiederkehrendes Thema ist der Bereich Fine-Art-Print, also hochwertige Drucktechniken für Ausstellungsbilder. Obwohl die Beschränkung auf Schwarz-Weiß nicht jedermanns Sache ist, bietet das Heft eine deutlich höhere Qualität der Auseinandersetzung mit dem Medium als viele Monatsmagazine, die sich primär mit Megapixeln und Beautyretusche beschäftigen.
Fotoforum
Fotoforum kann man als eine „Mainstream-Zeitschrift“ bezeichnen, die sich an den breiteren, „normalen“ Fotointeressierten wendet. Hier findet man Fotowettbewerbe mit massentauglichen Gewinnerfotos und einen Fokus auf traditionelle, ästhetisch ansprechende Bilder. Im Gegensatz zu vielen anderen Zeitschriften verzichtet auch Fotoforum auf seitenlange Techniktests. Stattdessen werden Fotografen, Fotobücher oder Fotobörsen vorgestellt. Technische Neuheiten werden zwar behandelt, nehmen aber erfreulicherweise keinen übermäßigen Raum ein. Die Zeitschrift ist recht bildlastig und enthält oft auch Reiseberichte oder Reportagen, die mit Fotografien illustriert sind.
Fotomagazine: Das Bild im Mittelpunkt
Fotomagazine legen den alleinigen Fokus auf das fotografische Bild. Technische Themen sind kaum vorhanden. Es geht um Bildserien, Hintergründe und Texte, die das Verständnis oder die Wirkung der (künstlerischen) Fotografie vertiefen. Dieser Bereich ist vielfältig und umfasst sowohl etablierte als auch junge, manchmal experimentelle Publikationen.
SWAN Magazine
Das SWAN Fine Art Magazine aus der Schweiz erscheint vierteljährlich und ist gänzlich werbefrei. Es präsentiert großformatige, sehr hochwertige Fotografien, oft von Profis. Ein wichtiger Bestandteil sind Interviews mit den Fotografen, in denen es um ihre Arbeit, ihre Bilder und interessante Anekdoten geht – technische Details stehen hier nicht im Vordergrund. Das Magazin widmet sich überwiegend der Peoplefotografie, oft aus den Bereichen Beauty und Akt, und veröffentlicht ausschließlich Schwarz-Weiß-Fotografien. Mit über 230 Seiten pro Ausgabe ist es eher ein Buch als ein klassisches Heft und bietet lange Lese- und Betrachtungszeit. Es ist nicht im regulären Handel erhältlich, sondern über die Website.
exxposed magazine
Ähnlich wie SWAN ist auch das exxposed magazine ästhetisch sehr hochwertig produziert, werbefrei und technikfrei. Großformatige, sorgfältig ausgewählte Fotografien dominieren den Inhalt. Es gibt Interviews und kleine Kolumnen, aber der Schwerpunkt liegt eindeutig auf den Bildern. Oft werden nur Serien von wenigen Fotografen pro Ausgabe gezeigt, was einer gewissen Beliebigkeit entgegenwirkt. exxposed positioniert sich als Produkt für Liebhaber und Sammler und ist ebenfalls nicht über den regulären Zeitschriftenhandel beziehbar. Der Herausgeber betont den Wert des gedruckten Bildes als das vom Urheber vorgesehene Medium.
Camera Austria International
Die Camera Austria International, herausgegeben von einem Verein seit 1980, erscheint vierteljährlich und ist zweisprachig (Deutsch und Englisch). Sie richtet sich an Leser, die ein tiefes Interesse an zeitgenössischer Fotografie und deren theoretischem Kontext haben, vergleichbar mit Besuchern von Kunstmuseen, die auch Katalogtexte lesen. Das Magazin ist recht textlastig, mit Beiträgen von Kunstkritikern. Zwar werden viele Fotografien und Serien veröffentlicht, diese sind aber oft kleiner abgedruckt und dem Text zugeordnet, nicht auf Hochglanz heischend. Es werden sowohl Arbeiten junger, unbekannter Fotografen als auch ältere Serien präsentiert.

Der Greif
Der Greif hat in den letzten Jahren große Popularität erlangt und ist international bekannt. Ein besonderes Merkmal ist, dass jeder Fotograf eigene Arbeiten für die nächste Ausgabe einreichen kann. Das Magazin besteht hauptsächlich aus Bildern, ergänzt durch etwas Lyrik. Kunsttexte fehlen hier. Das Niveau der kuratierten Fotografien ist hoch, Kitsch wird meist vermieden. Allerdings wird die Mischung aus Bildern und Lyrik von manchen Lesern als etwas chaotisch empfunden. Das Konzept, ähnliche Fotografien zu montieren, führt für einige nicht zu harmonischen Serien, sondern eher zu einer „bunten“ Mischung.
Soulful Photography
Soulful Photography ist ein Fotomagazin, das sich ausschließlich dem fotografischen Bild widmet und keiner kommerziellen Linie folgt. Es scheint im Selbstvertrieb vertrieben zu werden. Jede Ausgabe widmet sich einem bestimmten Thema, wie zum Beispiel „Malta“ oder „Trees“. Dieses Konzept der thematischen Fokussierung hilft, beliebige oder belanglose Inhalte zu vermeiden. Jeder Fotograf kann sich für das nächste Thema bewerben. Das Magazin und die Website sind englischsprachig, obwohl es aus der Schweiz kommt.
Auslöser
Der Auslöser, erstmals im Frühjahr 2019 erschienen und aus Österreich stammend, bietet eine gute Mischung aus Texten und Fotografien. Der Schwerpunkt liegt auf Interviews mit Fotokünstlern, ergänzt durch Bilder aus ihren Serien. Die Texte sind oft als Dialoge gestaltet und vermitteln Einblicke in die Sicht- und Denkweise der Künstler, ohne übermäßig akademisch zu sein. Das Magazin präsentiert moderne Farbfotografie ebenso wie ältere Arbeiten etablierter Künstler. Besondere Rubriken sind das Porträt einer außergewöhnlichen Kamera pro Ausgabe (z.B. die »Susse Frères Daguerréotype«) und ein Besuch bei einem Unternehmen der Fotobranche. Der Auslöser ist sowohl zum schnellen Durchblättern als auch für vertiefende Hintergrundinfos geeignet und wirkt minimalistisch und seriös.
Die Nacht
Die Nacht ist ein weiteres Magazin, das Einblicke in die aktuelle Fotografie von jungen Studierenden oder Autodidakten mit künstlerischem Anspruch bietet. Obwohl auf der Website Einreichungen aufgerufen werden, wählt der Herausgeber primär selbst die zu veröffentlichenden Bilder und Serien aus. Die Website ist englischsprachig, das Magazin stammt aber aus Deutschland.
GUP Magazin
Das GUP Magazin aus Amsterdam ist ein internationales Magazin und daher hauptsächlich in englischer Sprache. Es widmet sich der zeitgenössischen Fotokunst, insbesondere der jungen Fotografie. Themen sind Fotobücher, Essays, Ausstellungen und natürlich das Präsentieren fotografischer Serien. GUP ist in gut sortierten Buchhandlungen, auch in Deutschland, erhältlich.
European Photography (EP)
European Photography ist eines der ältesten Magazine dieser Art, erschienen bereits seit 1980. EP legt großen Wert auf das fotografische Konzept und widmet sich oft einem bestimmten Motto pro Ausgabe. Der Fokus liegt auf zeitgenössischer Fotografie; man wird hier keine klischeehaften Motive finden. Obwohl der Titel englisch ist, ist die Sprache des Magazins primär Deutsch, wobei manchmal englischsprachige Originaltexte unübersetzt übernommen werden.
Eingestellte oder integrierte Magazine
Der Markt für Printpublikationen ist dynamisch, und einige interessante Titel wurden in der Vergangenheit eingestellt oder in andere Magazine integriert.
Photo International
Photo International war ein Magazin, das im regulären Zeitschriftenhandel erhältlich war. Auch hier wurde auf endlose Techniktests zugunsten relevanter Artikel und veröffentlichter Fotoserien verzichtet. Die Inhalte von Photo International sind mittlerweile offenbar in der Zeitschrift ProfiFoto integriert.
Brennpunkt
Das Fotomagazin Brennpunkt aus Berlin existierte 40 Jahre lang und erschien vierteljährlich. Sein Fokus lag auf einer etablierten visuellen Fotografie-Kultur, die manche als „altbacken“, andere als solide und gut empfanden. Primär wurden Schwarz-Weiß-Fotografien veröffentlicht, oft mit dem Menschen im Mittelpunkt. Auch ältere Fotografien und Serien wurden abgedruckt. Die letzte Ausgabe erschien 2024.
HANT
Das Magazin HANT entstand ursprünglich aus einer studentischen Arbeit und hat mehrere Ausgaben hervorgebracht. Es galt als recht „junges“ Fotomagazin. Auch hier konnten Fotografien und Texte eingereicht werden. Für manche wirkte HANT etwas „verspielt“, bot aber Einblicke in aktuelle westliche Fotografie. Wert wurde auf Konzepte und Serien gelegt, und jede Ausgabe hatte ein Motto. Ob das Projekt noch aktiv ist, ist unklar, da die Website mittlerweile von einem anderen Betreiber genutzt wird.

Was zahlen Magazine für Fotos?
Für Fotografen, die ihre Arbeiten in Magazinen veröffentlichen möchten, stellt sich oft die Frage nach der Bezahlung. Die Praxis variiert, aber es gibt gängige Modelle. Magazine zahlen Fotografen, die im Auftrag arbeiten (auf „Assignment“), oft auf zwei Arten:
- Tagespauschale (Day Rate): Hier erhält der Fotograf einen festen Betrag pro Tag, oft mit reduzierten Sätzen für An- und Abreisetage. Für Top-Magazine mit hoher Auflage (über 500.000) kann eine Tagespauschale zwischen 600 und 1.000 US-Dollar liegen, abhängig von Erfahrung und bisheriger Zusammenarbeit. Bei diesem Modell kann das Magazin eine unbegrenzte Anzahl von Bildern aus dem Shooting für diesen einen Auftrag verwenden, unabhängig von der Größe. Der Fotograf behält das Urheberrecht und kann die Bilder (meist nach 90 Tagen) an andere Kunden verkaufen. Es ist wichtig, genügend Tage für den Auftrag zu verhandeln.
- Stock-Pauschale (Stock Rate): Hier wird der Fotograf pro veröffentlichtem Bild bezahlt, wobei der Preis von der Größe abhängt, in der das Bild im Magazin erscheint. Übliche Kategorien sind Cover, Doppelseite, ganze Seite, halbe Seite, viertel Seite und Spot (kleiner als viertel Seite). Bei größeren Magazinen (Auflage über 250.000) können die Raten etwa bei 1.000 US-Dollar für das Cover, 600 US-Dollar für eine ganze Seite, 350 US-Dollar für eine halbe Seite usw. liegen. Diese Raten gelten typischerweise für eine einmalige Nutzung. Für die Nutzung online wird oft ein zusätzlicher Betrag berechnet.
Bei kleineren oder Nischenmagazinen sind die Raten entsprechend geringer, können aber immer noch bei 50 US-Dollar pro Foto oder 200 US-Dollar für ein Paket liegen. Es gibt keine festen Regeln, aber Verhandlungsbereitschaft ist wichtig. Auch wenn die Raten manchmal bescheiden erscheinen, ist es ratsam, auch für kleine Nutzungen eine Gebühr zu verlangen. Das Finden, Vorbereiten und Senden eines Bildes erfordert Zeit, und die Publikation erhält einen Wert durch Ihre Arbeit. Indem Sie Ihre Arbeit wertschätzen, wird auch der Kunde sie wertschätzen.
Welche Zeitschrift passt zu mir? Ein Vergleich
Die Wahl der „besten“ Fotozeitschrift hängt stark von Ihren persönlichen Interessen ab. Hier ist eine kleine Entscheidungshilfe:
| Magazin | Schwerpunkt | Zielgruppe | Frequenz | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Photo Presse (PP) | Fotografie als Beruf/Kunst, gute Bilder | Profis, ambitionierte Amateure | Regelmäßig (genau Frequenz nicht genannt) | Fokus auf Geld verdienen mit Fotografie |
| Photonews | Zeitgenössische Kunstfotografie | Kunstinteressierte, Studierende, Profis | Regelmäßig (genau Frequenz nicht genannt) | Infos zu Preisen, Stipendien, Ausstellungen; minimal Technik |
| Fotogeschichte | Geschichte, Kultur, Soziales der Fotografie | Akademiker, Historiker, Medieninteressierte | Vierteljährlich | Sehr textlastig, Essays |
| Schwarzweiss Magazin | Schwarz-Weiß Fotografie, Künstlerporträts, Fine Art Print | Liebhaber der S/W-Fotografie | Zweimonatlich | Technik (analog/digital) auch Thema |
| Fotoforum | Mainstream-Fotografie, schöne Bilder, Wettbewerbe | Breite Masse der Fotointeressierten | Regelmäßig (genau Frequenz nicht genannt) | Bildlastig, Reiseberichte, wenig Techniktests |
| SWAN Magazine | Fine Art Fotografie (B&W People/Beauty/Akt) | Liebhaber hochwertiger gedruckter Bilder | Vierteljährlich | Werbefrei, Interviews, über Website beziehbar |
| exxposed magazine | Ästhetisch hochwertige Fotografie | Liebhaber gedruckter Bilder, Sammler | Regelmäßig (genau Frequenz nicht genannt) | Werbefrei, keine Technik, über Website beziehbar |
| Camera Austria International | Zeitgenössische Fotokunst, Theorie | Kunstinteressierte, Akademiker | Vierteljährlich | Sehr textlastig, zweisprachig (DE/EN) |
| Der Greif | Kurierte Fotografie (oft jung), Experimentell | Fotografen, Kunstinteressierte | Regelmäßig (genau Frequenz nicht genannt) | Jeder kann einreichen, Mischung Bild & Lyrik |
| Soulful Photography | Thematische Fotografie (Bild-fokussiert) | Fotografen, Liebhaber spezifischer Themen | Regelmäßig (genau Frequenz nicht genannt) | Englischsprachig, Themenausgaben, Einreichungen möglich |
| Auslöser | Fotokunst, Interviews, Hintergründe | Fotografieliebhaber | Regelmäßig seit 2019 (genau Frequenz nicht genannt) | Interviews, Kamera-Porträt, Unternehmensbesuch, DE/EN Infos |
| Die Nacht | Junge künstlerische Fotografie | Kunstinteressierte, Fotografen | Regelmäßig (genau Frequenz nicht genannt) | Herausgeber wählt aus, Website Englisch |
| GUP Magazin | Zeitgenössische Fotokunst (jung), International | International Interessierte, Kunstliebhaber | Regelmäßig (genau Frequenz nicht genannt) | Englischsprachig, aus Amsterdam |
| European Photography (EP) | Zeitgenössische Fotografie, Konzepte | Kunstinteressierte, Historisch Interessierte | Regelmäßig (genau Frequenz nicht genannt) | Sehr etabliert, Themenausgaben, primär Deutsch, teils EN |
Häufig gestellte Fragen
Einige Fragen tauchen im Zusammenhang mit Fotozeitschriften und -magazinen immer wieder auf:
Was ist der Unterschied zwischen einer Fotozeitschrift und einem Fotomagazin?
Oft werden die Begriffe synonym verwendet, aber im Kontext der hier vorgestellten Publikationen lässt sich eine Unterscheidung treffen: Fotozeitschriften (wie PP, Photonews, Fotogeschichte, Schwarzweiss, Fotoforum) bieten oft eine breitere Mischung aus Inhalten, die neben Bildern auch Texte über Technik (wenn auch reduziert), den Markt oder die Geschichte umfassen können. Fotomagazine (wie SWAN, exxposed, Camera Austria, Der Greif, Soulful Photography, Auslöser, Die Nacht, GUP, EP) konzentrieren sich fast ausschließlich auf das fotografische Bild selbst und die dazugehörigen konzeptionellen oder künstlerischen Hintergründe. Technische Aspekte spielen hier so gut wie keine Rolle.
Welche Magazine eignen sich besonders für Kunstfotografie?
Wenn Ihr Interesse der künstlerischen Fotografie gilt, sind Magazine wie Photonews, Camera Austria International, SWAN Magazine, exxposed magazine, GUP Magazin, European Photography, Der Greif, Die Nacht und Auslöser besonders empfehlenswert. Sie stellen Künstler vor, zeigen anspruchsvolle Serien und beleuchten oft die theoretischen oder konzeptionellen Hintergründe der Arbeiten.
Gibt es Magazine für Anfänger oder Leser mit breiteren Interessen?
Ja, das Fotoforum richtet sich beispielsweise an den breiteren, sogenannten „normalen“ Fotointeressierten. Es zeigt schöne, zugängliche Bilder und behandelt Themen, die für eine breitere Leserschaft relevant sind, ohne zu sehr ins Detail technischer oder theoretischer Debatten zu gehen.
Welche Magazine konzentrieren sich auf Schwarz-Weiß-Fotografie?
Das Schwarzweiss Magazin hat sich explizit der Schwarz-Weiß-Fotografie verschrieben. Auch das SWAN Magazine und das exxposed magazine veröffentlichen einen Großteil ihrer Inhalte in Schwarz-Weiß, oft im Bereich der People-Fotografie oder Fine Art.
Wo finde ich Magazine über die Geschichte der Fotografie?
Die Zeitschrift Fotogeschichte ist die erste Anlaufstelle für alle, die sich für die historische, kulturelle und soziale Dimension der Fotografie interessieren. Sie bietet fundierte wissenschaftliche Aufsätze zu diesen Themen.
Enthalten diese empfohlenen Magazine Technik-Tests?
Nein, genau das ist das Hauptkriterium für die hier vorgestellten Publikationen. Sie wurden ausgewählt, weil sie eben nicht von Technik-Tests dominiert werden. Einige haben minimale Technik-Abschnitte (z.B. Photonews, Schwarzweiss), oft im Kontext von Interviews oder Drucktechniken, aber der Fokus liegt klar auf dem Bild.
Kann ich meine eigenen Fotos in diesen Magazinen veröffentlichen?
Einige Magazine wie Der Greif und Soulful Photography rufen explizit zur Einreichung von Arbeiten auf. Bei Die Nacht wählt der Herausgeber primär selbst aus. Bei anderen (z.B. SWAN, exxposed, Camera Austria, EP) werden eher bereits etablierte oder von den Herausgebern entdeckte Künstler vorgestellt. Es lohnt sich, die Websites der Magazine zu prüfen.
Wie viel kann ich verdienen, wenn ein Magazin meine Fotos kauft?
Die Bezahlung hängt stark von der Art des Auftrags (Assignment vs. Stock), der Größe des Magazins und der Nutzung (Print, Online) ab. Für Aufträge können Tagespauschalen zwischen wenigen Hundert bis über Tausend Dollar liegen. Für einzelne Bilder (Stock) zahlen größere Magazine Raten basierend auf der Bildgröße, von vielleicht 150 Dollar für ein kleines Bild bis zu 1.000 Dollar für ein Cover. Kleinere Magazine zahlen entsprechend weniger. Wichtig ist, immer eine faire Bezahlung zu verhandeln, die den Wert Ihrer Arbeit widerspiegelt.
Die Welt der Fotozeitschriften und -magazine abseits des reinen Technikfokus ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack etwas. Ob Sie sich für Kunst, Geschichte, Ästhetik oder einfach nur für inspirierende Bilder interessieren, es gibt eine Publikation, die Ihre Leidenschaft teilt. Es lohnt sich, einige dieser Titel zu erkunden und herauszufinden, welche Sie am meisten ansprechen.
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