Wie formuliere ich meine Motivation in einem Motivationsschreiben?

Motivationsschreiben Praktikum: Dein Wegweiser

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In der Welt der Fotografie ist das erste Bild entscheidend. Es muss die Aufmerksamkeit fesseln, eine Geschichte erzählen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ähnlich verhält es sich mit deiner Bewerbung um ein Praktikum, insbesondere mit dem Motivationsschreiben. Es ist deine Chance, dich von der Masse abzuheben und zu zeigen, warum gerade du die perfekte Besetzung für diese spezielle Rolle bist. Ein Praktikum ist oft der erste Schritt in die berufliche Laufbahn und ein überzeugendes Motivationsschreiben kann die Tür zu wertvollen Erfahrungen und Kontakten öffnen. Es geht darum, mehr zu sagen als nur 'Ich möchte ein Praktikum machen'. Es geht darum, deine Leidenschaft, deine relevanten Fähigkeiten und dein Verständnis für das Unternehmen und die Praktikumsstelle klar und überzeugend zu kommunizieren.

Was gehört in eine Portfolio-Bewerbung?
In ein Portfolio für eine Bewerbung gehören ein professioneller Lebenslauf, relevante Zeugnisse und Zertifikate, ein Anschreiben, Arbeitsproben oder Projekte (wenn zutreffend), sowie manchmal auch persönliche Empfehlungsschreiben.

Das Motivationsschreiben unterscheidet sich vom Anschreiben. Während das Anschreiben oft formeller ist und die grundlegenden Fakten (wer bewirbt sich auf welche Stelle wann) abdeckt, geht das Motivationsschreiben tiefer. Es beleuchtet das 'Warum'. Warum möchtest du genau dieses Praktikum bei genau diesem Unternehmen? Welche spezifischen Aspekte der Stelle oder der Firma begeistern dich? Und vor allem: Was bringst du mit, das einen echten Mehrwert für das Unternehmen darstellt? Es ist deine Gelegenheit, deine Persönlichkeit und deine Motivation auf eine Weise zu präsentieren, die dein Lebenslauf allein nicht leisten kann. Betrachte es als das Titelbild deines Portfolios – es muss neugierig machen und zum Weiterlesen anregen.

Was ist ein Motivationsschreiben für ein Praktikum?

Ein Motivationsschreiben für ein Praktikum ist ein essenzieller Bestandteil deiner Bewerbungsunterlagen, der über die bloße Aufzählung deiner Qualifikationen hinausgeht. Es ist ein persönliches Dokument, das deine Beweggründe, deine Begeisterung und deine Eignung für die spezifische Praktikumsstelle darlegt. Im Gegensatz zum klassischen Anschreiben, das oft standardisierte Formulierungen enthält, bietet das Motivationsschreiben Raum für mehr Persönlichkeit und eine tiefere Argumentation. Es wird oft zusätzlich zum Anschreiben verlangt, insbesondere bei sehr begehrten Praktika oder in Branchen, in denen kreative oder persönliche Eignung eine große Rolle spielt.

Der Hauptzweck eines solchen Schreibens ist es, dem potenziellen Arbeitgeber zu vermitteln, dass du nicht nur die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse besitzt (die aus deinem Lebenslauf und Zeugnissen hervorgehen), sondern auch die richtige Einstellung und Motivation mitbringst. Du zeigst, dass du dich intensiv mit dem Unternehmen und der Praktikumsstelle auseinandergesetzt hast. Du erklärst, wie deine bisherigen Erfahrungen – sei es aus Studium, früheren Praktika, Projekten oder ehrenamtlicher Arbeit – dich auf diese spezifische Herausforderung vorbereitet haben. Es ist deine Chance, eine Geschichte zu erzählen, die deine Eignung untermauert und dich als motivierten und engagierten Kandidaten darstellt.

Ein gut geschriebenes Motivationsschreiben kann den entscheidenden Unterschied ausmachen, besonders wenn viele Bewerber ähnliche formale Qualifikationen aufweisen. Es zeigt Initiative, Sorgfalt und die Fähigkeit, Gedanken klar und strukturiert zu formulieren. Es ist ein Ausdruck deiner professionellen Kommunikation und deiner ernsthaften Absicht, das Praktikum zu absolvieren und zum Erfolg des Unternehmens beizutragen.

Struktur eines überzeugenden Motivationsschreibens

Wie bei einer guten Komposition in der Fotografie braucht auch ein Motivationsschreiben eine klare Struktur, um seine volle Wirkung zu entfalten. Eine logische Abfolge hilft dem Leser, deinen Argumenten leicht zu folgen und die wichtigsten Informationen schnell zu erfassen. Typischerweise folgt ein Motivationsschreiben einer ähnlichen Grundstruktur wie ein Anschreiben, jedoch mit einem stärkeren Fokus auf die persönlichen Beweggründe und die Passung.

Der Briefkopf: Deine Kontaktdaten, das Datum und die vollständigen Kontaktdaten des Unternehmens, idealerweise mit dem Namen des richtigen Ansprechpartners. Sorgfalt bei diesen Details zeigt Professionalität.

Der Betreff: Klar und präzise. Er muss sofort erkennen lassen, worum es geht. Beispiel: „Motivationsschreiben für ein Praktikum im Bereich [Bereich des Praktikums]“ oder „Bewerbung um ein Praktikum als [Bezeichnung des Praktikums]“.

Die Anrede: Immer persönlich, wenn möglich. „Sehr geehrte/r Herr/Frau [Name des Ansprechpartners]“ ist der Standard. Eine unpersönliche Anrede wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ sollte vermieden werden, da sie Desinteresse an der Recherche des richtigen Ansprechpartners signalisiert.

Die Einleitung: Der erste Absatz ist entscheidend. Hier musst du die Aufmerksamkeit des Lesers sofort gewinnen. Vermeide klischeehafte Formulierungen wie „Mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen…“. Beginne stattdessen mit einem Satz, der deine starke Motivation oder einen relevanten Bezug zum Unternehmen oder der Stelle herstellt. Zeige sofort, warum du dich bewirbst und was dich besonders an dieser Stelle reizt.

Der Hauptteil: Dies ist das Herzstück deines Schreibens. Hier entfaltest du deine Argumentation in mehreren Absätzen.

  • Absatz 1: Warum dieses Unternehmen? Zeige, dass du dich mit dem Unternehmen beschäftigt hast. Was fasziniert dich an seiner Arbeit, seinen Werten, seinen Projekten oder seiner Kultur? Nenne spezifische Gründe, die über allgemeine Floskeln hinausgehen.
  • Absatz 2: Warum dieses Praktikum? Erkläre, welche konkreten Aufgaben und Herausforderungen der Praktikumsstelle dich ansprechen. Wie passen sie zu deinen Lernzielen und Karrierevorstellungen?
  • Absatz 3: Warum du? Verbinde deine Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen mit den Anforderungen der Praktikumsstelle. Gib konkrete Beispiele für Projekte, Kurse oder Tätigkeiten, bei denen du relevante Kompetenzen erworben und angewendet hast. Gehe auf deine Soft Skills ein, wie z.B. Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke oder Organisationsgeschick, und belege diese mit Beispielen.

Der Schluss: Fasse deine Motivation und Eignung kurz zusammen. Bekräftige dein starkes Interesse an einem persönlichen Gespräch. Bedanke dich für die Zeit und Mühe des Lesers. Formuliere einen positiven und zuversichtlichen Schlusssatz.

Die Grußformel: „Mit freundlichen Grüßen“ ist Standard.

Die Unterschrift: Bei einer Online-Bewerbung fügst du deinen eingescannten Namenszug ein.

Anlagen: Füge einen Hinweis auf die beigefügten Dokumente wie Lebenslauf, Zeugnisse etc. an (z.B. „Anlagen: Lebenslauf, Zeugnisse“).

Die Einhaltung dieser Struktur stellt sicher, dass dein Schreiben logisch aufgebaut ist und alle wichtigen Aspekte abdeckt. Jeder Teil hat seine spezifische Funktion und trägt zum Gesamteindruck bei, ähnlich wie die Elemente eines Bildes zusammenwirken müssen, um eine Geschichte zu erzählen.

Wichtige Inhalte und Argumentation

Der Inhalt ist das, was dein Motivationsschreiben zum Leben erweckt. Es reicht nicht, die Struktur zu kennen; du musst sie mit überzeugenden Argumenten füllen. Hier sind die Schlüsselelemente, die du hervorheben solltest:

Deine spezifische Motivation: Warum möchtest du *genau* dieses Praktikum? Was sind deine persönlichen Beweggründe? Geht es um das Sammeln praktischer Erfahrungen in einem bestimmten Bereich, das Kennenlernen einer spezifischen Branche, die Anwendung theoretischen Wissens oder die Mitarbeit an spannenden Projekten? Sei ehrlich und präzise.

Deine Begeisterung für das Unternehmen: Zeige, dass du dich informiert hast. Was gefällt dir besonders an der Unternehmenskultur, den Produkten/Dienstleistungen, der Unternehmensphilosophie oder aktuellen Projekten? Nenne konkrete Beispiele, die zeigen, dass du dich nicht zufällig bewirbst, sondern eine bewusste Entscheidung getroffen hast.

Deine relevanten Fähigkeiten und Kenntnisse: Gehe über die reine Auflistung hinaus. Beschreibe, wie du deine Fähigkeiten (Hard Skills wie Softwarekenntnisse, Fremdsprachen, Fachwissen und Soft Skills wie Teamarbeit, Kommunikationsfähigkeit, Belastbarkeit) in der Vergangenheit eingesetzt hast und wie sie dir im Praktikum nützlich sein werden. Nutze die STAR-Methode (Situation, Task, Action, Result) im Kopf, um Beispiele zu strukturieren, auch wenn du sie nicht so detailliert im Schreiben ausführst. Denke daran: Es geht darum, einen Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen.

Deine bisherigen Erfahrungen: Egal ob aus Studium, Nebenjobs, Projekten, Initiativen oder früheren Praktika – zeige, was du gelernt hast und wie diese Erfahrungen dich auf das angestrebte Praktikum vorbereitet haben. Verbinde deine Erfahrungen direkt mit den Anforderungen der Stelle. Wenn du dich z.B. für ein Praktikum im Marketing bewirbst und einen Blog betreibst, erwähne dies als Beispiel für deine Kommunikations- und Content-Erstellungsfähigkeiten.

Deine Lernbereitschaft und Entwicklungsziele: Ein Praktikum ist auch eine Lernphase. Zeige, dass du bereit bist, neue Dinge zu lernen, dich weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Erkläre, welche spezifischen Fähigkeiten oder Einblicke du dir während des Praktikums erhoffst zu gewinnen.

Proaktivität und Eigeninitiative: Unternehmen suchen Praktikanten, die mitdenken und eigene Ideen einbringen. Beschreibe Situationen, in denen du Initiative gezeigt hast oder wie du im Praktikum proaktiv vorgehen würdest.

Ein starkes Motivationsschreiben fokussiert sich auf die Passung zwischen dir, der Stelle und dem Unternehmen. Es ist ein Dialog, in dem du dem Unternehmen erklärst, warum eure Zusammenarbeit für beide Seiten von Vorteil wäre. Vermeide es, einfach deinen Lebenslauf in Prosaform zu wiederholen. Wähle stattdessen die relevantesten Punkte aus und verknüpfe sie mit deiner Motivation und den Anforderungen der Stelle.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Selbst das beste Motivationsschreiben kann durch einfache Fehler seine Wirkung verlieren. Achte auf die Details, denn sie zeigen Sorgfalt und Professionalität. Hier sind einige Stolpersteine, die du umgehen solltest:

Generische Formulierungen: Ein Standardschreiben, das du an viele Unternehmen schickst, wird selten überzeugen. Personalisierung ist entscheidend. Jedes Schreiben muss auf das spezifische Unternehmen und die spezifische Stelle zugeschnitten sein.

Rechtschreib- und Grammatikfehler: Diese signalisieren mangelnde Sorgfalt. Lass dein Schreiben unbedingt von jemand anderem Korrektur lesen, idealerweise von mehreren Personen. Vier Augen sehen mehr als zwei.

Fokus auf dich statt auf das Unternehmen: Es geht nicht nur darum, was du vom Praktikum erwartest, sondern vor allem darum, was du dem Unternehmen bieten kannst. Stelle den Nutzen für das Unternehmen in den Vordergrund.

Zu lange oder zu kurze Sätze/Absätze: Achte auf einen guten Lesefluss. Vermeide Bandwurmsätze ebenso wie eine Aneinanderreihung sehr kurzer Sätze. Strukturiere deine Argumente in übersichtlichen Absätzen.

Unklare oder schwammige Aussagen: Sei konkret. Statt „Ich bin teamfähig“ schreibe „In Projekt X arbeitete ich eng mit Y Kollegen zusammen und wir erreichten Z Ergebnis“. Belege deine Aussagen mit Beispielen.

Unprofessionelle Sprache oder Ton: Auch wenn du Persönlichkeit zeigst, bleibe professionell. Vermeide Umgangssprache oder informelle Ausdrücke.

Die falsche Anrede oder falsche Unternehmensname: Ein fataler Fehler, der sofort zeigt, dass das Schreiben nicht personalisiert wurde.

Zu viele Informationen auf einmal: Konzentriere dich auf die wichtigsten Argumente. Das Schreiben sollte idealerweise nicht länger als eine DIN A4-Seite sein.

Keine klare Struktur: Ein unübersichtliches Schreiben, bei dem der rote Faden fehlt, ist schwer zu lesen und zu verstehen.

Die Vermeidung dieser Fehler erfordert Aufmerksamkeit und sorgfältige Überprüfung. Es lohnt sich, Zeit in das Feintuning zu investieren, denn ein makelloses Schreiben unterstreicht deine Professionalität.

Tipps für den Erfolg

Um dein Motivationsschreiben wirklich herausragend zu machen, beachte folgende Tipps:

Recherchiere gründlich: Informiere dich detailliert über das Unternehmen, seine Werte, Projekte und die spezifische Abteilung oder das Team, in dem das Praktikum stattfindet. Nutze die Unternehmenswebsite, soziale Medien, Pressemitteilungen und Artikel.

Formuliere aktiv und prägnant: Nutze starke Verben und vermeide passive Konstruktionen. Bringe deine Punkte klar und auf den Punkt.

Zeige Persönlichkeit (im professionellen Rahmen): Lass deine Begeisterung und deine individuelle Note durchscheinen, aber bleibe dabei stets professionell. Erzähle deine Geschichte auf eine authentische Weise.

Lasse dein Schreiben Korrektur lesen: Wie bereits erwähnt, ist dies unerlässlich, um Fehler zu vermeiden und den Textfluss zu optimieren.

Passe jedes Schreiben an: Wiederholung ist wichtig: Jede Bewerbung erfordert ein individuell zugeschnittenes Motivationsschreiben. Das kostet zwar Zeit, zahlt sich aber aus.

Konzentriere dich auf den Mehrwert: Denke immer daran, was du dem Unternehmen bieten kannst, nicht nur, was du vom Praktikum erwartest.

Referenziere die Stellenanzeige: Greife Schlüsselwörter und Anforderungen aus der Stellenanzeige auf und zeige, wie du diese erfüllst.

Bleibe bei einer Seite: Halte das Schreiben kurz und prägnant. Personaler haben oft wenig Zeit.

Speichere im richtigen Format: Versende das Schreiben und die anderen Dokumente als PDF. Benenne die Dateien professionell (z.B. „Motivationsschreiben_DeinName.pdf“).

Ein erfolgreiches Motivationsschreiben ist wie ein gut inszeniertes Foto: Es hat einen klaren Fokus, eine ansprechende Komposition und erzählt eine überzeugende Geschichte. Es zeigt nicht nur, was du kannst, sondern auch, wer du bist und warum du an dieser Stelle genau richtig bist.

Vergleich: Anschreiben vs. Motivationsschreiben Praktikum

Obwohl die Begriffe manchmal synonym verwendet werden, gibt es wichtige Unterschiede zwischen einem klassischen Anschreiben und einem spezifischen Motivationsschreiben für ein Praktikum. Die folgende Tabelle verdeutlicht die Schwerpunkte:

MerkmalKlassisches AnschreibenMotivationsschreiben Praktikum
ZweckFormelle Bewerbung, Nennung der Stelle, kurzer Überblick über Eignung.Vertiefte Darstellung der persönlichen Motivation und Eignung, Fokus auf das „Warum“.
FokusFormale Qualifikationen, Passung mit Stellenprofil (Hard Skills).Persönliche Beweggründe, Begeisterung, Soft Skills, kulturelle Passung, Zukunftspläne im Kontext des Praktikums.
InhaltWer bewirbt sich, worauf, warum passend (kurz).Warum dieses Unternehmen, warum diese Stelle, warum ich (detailliert und persönlich).
LängeMeist eine Seite.Meist eine Seite, oft etwas ausführlicher in der Begründung der Motivation.
StilFormell, sachlich.Formell, kann aber mehr Persönlichkeit und Enthusiasmus zeigen.
Wann benötigt?Standard bei den meisten Bewerbungen.Oft zusätzlich oder anstelle des Anschreibens verlangt, besonders bei anspruchsvollen Praktika.

Ein Motivationsschreiben erlaubt es dir, deine Geschichte zu erzählen und deine Persönlichkeit stärker einzubringen. Es ist dein Raum, um zu zeigen, dass du mehr bist als die Summe deiner Qualifikationen im Lebenslauf.

Häufig gestellte Fragen zum Motivationsschreiben für ein Praktikum

Hier beantworten wir einige der am häufigsten gestellten Fragen, die bei der Erstellung eines Motivationsschreibens für ein Praktikum aufkommen:

Wie lang sollte das Motivationsschreiben sein?
Idealerweise nicht länger als eine DIN A4-Seite. Personalverantwortliche lesen viele Bewerbungen und schätzen prägnante Schreiben. Konzentriere dich auf die stärksten Argumente.

Soll ich meine Noten erwähnen?
Nur wenn sie besonders gut sind oder wenn sie für das Praktikum relevant sind (z.B. sehr gute Noten in spezifischen Fächern, die direkt mit den Aufgaben des Praktikums zusammenhängen). Dein Fokus sollte auf deinen Fähigkeiten, Erfahrungen und deiner Motivation liegen, nicht primär auf deinen Noten, es sei denn, die Stellenanzeige fordert explizit die Nennung von Noten.

Was, wenn ich noch wenig praktische Erfahrung habe?
Das ist bei Praktika oft der Fall! Betone stattdessen deine Motivation, deine Lernbereitschaft, relevante Fähigkeiten aus dem Studium (Projekte, Seminararbeiten, relevante Kurse), ehrenamtliches Engagement oder relevante Nebenjobs. Zeige, dass du das theoretische Wissen hast und begierig darauf bist, es in der Praxis anzuwenden.

Ist ein Motivationsschreiben immer notwendig?
Nicht immer, aber sehr oft. Wenn in der Stellenanzeige explizit ein „Motivationsschreiben“ oder „Erklärung der Motivation“ verlangt wird, ist es unbedingt erforderlich. Auch wenn nur ein „Anschreiben“ gefordert ist, kann ein starkes, motiviertes Schreiben deine Chancen verbessern, besonders in wettbewerbsintensiven Bereichen.

Kann ich dasselbe Motivationsschreiben für verschiedene Unternehmen verwenden?
Nein, auf keinen Fall. Das ist einer der größten Fehler. Jedes Motivationsschreiben muss individuell auf das spezifische Unternehmen und die spezifische Stelle zugeschnitten sein. Standardisierte Schreiben wirken unpersönlich und desinteressiert.

Wie zeige ich meine Begeisterung glaubwürdig?
Sei spezifisch! Erkläre *warum* du begeistert bist. Beziehe dich auf konkrete Aspekte des Unternehmens oder der Stelle. Vermeide allgemeine Floskeln. Deine Begeisterung sollte aus deiner fundierten Recherche und der klaren Verbindung zwischen dir und der Stelle hervorgehen.

Soll ich Gehaltsvorstellungen nennen?
Für Praktika ist dies in der Regel nicht üblich, es sei denn, es wird explizit in der Stellenanzeige gefordert. Wenn doch, recherchiere übliche Praktikumsgehälter in der Branche und Region oder nenne eine Spanne.

Wie beginne ich den ersten Satz überzeugend?
Vermeide den Standard „Hiermit bewerbe ich mich…“. Beginne stattdessen mit einem Satz, der deine Motivation, einen relevanten Bezug oder eine spannende Frage aufgreift, die du im Schreiben beantwortest. Beispiel: „Meine Faszination für [spezifisches Thema des Praktikums] und Ihre innovativen Ansätze in diesem Bereich haben mich dazu bewogen, mich um das Praktikum bei Ihnen zu bewerben.“

Die Beantwortung dieser Fragen im Vorfeld hilft dir, ein klareres Bild davon zu bekommen, was in dein Schreiben gehört und worauf du achten musst.

Ein überzeugendes Motivationsschreiben für ein Praktikum zu verfassen, mag zunächst entmutigend erscheinen, aber mit der richtigen Vorbereitung und Struktur ist es absolut machbar. Es ist deine Gelegenheit, deine Geschichte zu erzählen, deine Motivation zu zeigen und dich als den idealen Kandidaten zu präsentieren. Nimm dir Zeit für die Recherche, sei ehrlich in deiner Begründung und achte auf jedes Detail. Ein gut geschriebenes Motivationsschreiben kann der Schlüssel sein, der dir die Tür zu deinem Wunschpraktikum öffnet und den Grundstein für deine zukünftige Karriere legt. Betrachte es als die Komposition deines beruflichen Selbstporträts – es sollte authentisch, überzeugend und unvergesslich sein.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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