Die Canon EOS M50 Mark II hat sich über Jahre hinweg als Favorit für Vlogging, Content Creation, Alltags- und Reisefotografie etabliert. Zusammen mit dem gesamten EOS M System wurde die Kamera, die in ihren Grundzügen bereits seit fünf Jahren auf dem Markt war (inklusive Mark I), letztes Jahr eingestellt. Mehr noch, die Canon EOS M50 Mark II wurde quasi durch die Canon EOS R50 ersetzt – eine fortschrittlichere Kamera, die das neuere und für Canon strategisch wichtigere RF-Bajonett nutzt.

Bedeutet das also, dass die M50 nur noch auf den Müll gehört? Ganz klar: Nein! Auch wenn das System eingestellt wurde und keine neuen Objektive mehr erscheinen werden, hat die M50 Mark II (und auch die ursprüngliche M50) immer noch viel zu bieten. Man sollte 'keine neuen Objektive' nicht mit 'nicht mehr nutzbar' verwechseln. Schließlich kaufen Menschen immer noch alte Spiegelreflexkameras, für die seit Jahrzehnten keine neuen Objektive mehr hergestellt werden!
Ein 'totes' System? Das EOS M System und die Objektivfrage
Zugegeben, das EOS M System ist ein sogenanntes 'totes' System. Das bedeutet, es wird keine neuen Kameras und vor allem keine neuen Objektive mehr dafür geben. Das ist die offizielle Realität. Aber ist das wirklich ein Problem für den Nutzer?
Ich glaube nicht, dass es unbedingt neue Objektive braucht, denn das vorhandene EF-M Ökosystem ist bereits recht gut bestückt. Es gibt eine solide Auswahl an kompakten und guten EF-M Objektiven, die speziell für die M-Kameras entwickelt wurden. Von Weitwinkel über Standardzooms bis hin zu Teleobjektiven ist das Nötigste abgedeckt.

Der entscheidende Punkt ist jedoch die einfache Adaptierbarkeit von EF- und EF-S-Objektiven aus dem Spiegelreflex-System. Über einen einfachen und oft günstigen Adapter haben Sie Zugriff auf buchstäblich Hunderte weiterer Optiken. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, fast jedes benötigte Glas zu verwenden, auch wenn es kein natives EF-M Objektiv ist. Die Auswahl ist dadurch riesig.
Ja, die besten Canon RF Objektive sind auf dem neuesten Stand der Technik und für viele die besten Objektive auf dem Markt. Aber das RF-Bajonett ist physisch deutlich größer als das EF-M-Bajonett. Das bedeutet, selbst die kompaktesten RF-S Optiken (die für APS-C Kameras wie die R50 entwickelt wurden) werden nie so klein und leicht sein wie die besten nativen Canon EF-M Objektive.
Kompaktheit als Trumpf: Größe ist entscheidend
Hier liegt ein entscheidender Vorteil der Canon EOS M50 Mark II: Ihre winzige Größe. Das ist ein massiver Gewinn für diese Kamera, deren Hauptverkaufsargument von Anfang an ihre Kompaktheit war. Die Canon EOS R50 ist technisch gesehen eine bessere Kamera – neuerer Sensor, fortschrittlicherer AF, ungeschnittenes 4K. Aber sie ist keine bessere Kamera, wenn Ihr Hauptziel ein möglichst kleines und leichtes Setup ist. Gerade weil es für das RF-S System noch eine begrenzte Anzahl vergleichbar kompakter Objektive gibt.
Die Zielgruppe, die eine möglichst kompakte Kamera-Objektiv-Kombination für das Handschuhfach, die Sling Bag oder die Handtasche sucht, mag eine Nische sein. Aber es ist auch eine Zielgruppe, die sich wahrscheinlich nicht so sehr um 4K-Video (insbesondere mit Crop, dazu später mehr), mehr AF-Punkte oder 0,1 MP zusätzliche Auflösung schert. Für diese Nutzer ist die Größe und das Gewicht oft wichtiger als die allerneueste Technologie.
Kernfunktionen im Detail: Sensor, Prozessor und Video
Die Canon EOS M50 (und M50 Mark II) verfügt über einen beeindruckenden 24,1 MP APS-C CMOS Sensor. Canon gibt an, dass es derselbe Sensor ist, der auch in Kameras wie der M5, M6, 100D und mehreren Canon DSLRs verwendet wurde. Diese Sensorgröße ist hervorragend für spiegellose Einsteigerkameras, da sie eine großartige Leistung bietet, ohne das Budget zu sprengen. Ein größerer Sensor bedeutet in der Regel bessere Bildqualität, mehr Detail und einen besseren Dynamikbereich.
Dieser APS-C Sensor ist exzellent für Landschafts-, Street- oder Reisefotografie sowie für Familien- und Lifestyle-Aufnahmen. Auch für die Erstellung von Videoinhalten für Plattformen wie YouTube ist er eine großartige Wahl. Er liefert sehr schöne und scharfe Videos, und Canons Farbwissenschaft ist bekanntermaßen fantastisch.
Die M50 war die erste Kamera, in der Canon den hauseigenen DIGIC 8 Prozessor einsetzte. Dieser Prozessor verbessert die Geschwindigkeit und Leistung sowie die Bildqualität im Vergleich zu früheren Modellen. In Kombination mit dem Sensor liefert er schärfere Bilder und Videos und eine bessere Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen. Der DIGIC 8 macht die Kamera auch sehr schnell in der Bedienung. Die M50 ist reaktionsschnell bei Fotos und Videos.
Die allgemeine Menübedienung ist schnell, der Startvorgang sehr zügig, und die Bildvorschau sowie die Videowiedergabe sind ebenfalls sehr flott. Für die Fotografie ermöglicht der DIGIC 8 Serienaufnahmen mit bis zu 7,4 Bildern pro Sekunde bei kontinuierlichem Autofokus. Bei Einzelbild-AF sind sogar bis zu 10 Bilder pro Sekunde möglich. Der Unterschied liegt darin, dass der kontinuierliche AF für jede Aufnahme neu fokussiert, während der Einzelbild-AF den Fokus vom ersten Bild für alle folgenden Aufnahmen beibehält. Für sich schnell bewegende Motive wie spielende Kinder oder Sport ist der kontinuierliche AF meist die bessere Wahl.
Aus Sicht des Videos ermöglicht der DIGIC 8 der M50 die Aufnahme von 4K-Video mit 24 Bildern pro Sekunde sowie Full HD (1080p) mit 24, 30 und 60 Bildern pro Sekunde. Die Wahl der Bildrate hängt davon ab, welchen Look Sie bevorzugen. 24fps wirkt oft filmischer, während 60fps für einen schärferen, flüssigeren Look sorgt oder für Zeitlupen (wenn das Video in 30fps geschnitten wird, können 60fps auf 50% verlangsamt werden).
Für noch stärkere Zeitlupen gibt es eine HD (720p) Option mit 120 Bildern pro Sekunde. Das ermöglicht eine noch stärkere Verlangsamung, allerdings auf Kosten der Auflösung.
Die 4K-Funktion der M50 hat jedoch eine wichtige Einschränkung, die besonders für Vlogger relevant ist: Sie nutzt nicht den gesamten Sensor. Stattdessen wird nur ein beschnittener Bereich des Sensors verwendet. Das bedeutet, es gibt einen zusätzlichen 1,6-fachen Crop-Faktor beim Filmen in 4K. Dieser kommt zum bereits vorhandenen 1,6-fachen Crop des APS-C Sensors hinzu (im Vergleich zu Vollformat). Ein 15-45mm Kit-Objektiv, das an APS-C einer Brennweite von 24-72mm (äquivalent Kleinbild) entspricht, wird in 4K auf ca. 38,4-115,2mm beschnitten. Das ist großartig für Porträts oder Nahaufnahmen, aber nicht ideal, wenn man die Kamera auf Armlänge hält oder in engen Räumen filmt. Man muss sich fragen, ob man 4K wirklich braucht und ob der zusätzliche Crop akzeptabel ist.
Der Autofokus: Dual Pixel AF Stärken und Schwächen
Der kontinuierliche Autofokus ist ein Feature, das man bei der Wahl einer Kamera nicht übersehen sollte. Die gute Nachricht ist, dass die M50 Canons Dual Pixel AF System verwendet, das weithin gelobt wird. Dies ist ein Bereich, in dem Canon große Fortschritte gemacht hat. Während die M5 noch 49 AF-Punkte hatte, verfügt die M50 über 143 AF-Punkte, die einen viel größeren Bereich des Sensors abdecken.
Dieses System gehört zu den besten Autofokus-Systemen auf dem Markt, unabhängig vom Preis. Mit Augen-Erkennung identifiziert und verfolgt es Gesichter hervorragend, selbst wenn sich Personen im Bild bewegen oder sich der Abstand zur Kamera ändert. Für Vlogging, bei dem man die Kamera oft in der Hand hält und sich bewegt, ist dies extrem wichtig. Man kann den Fokus manuell einstellen und fixieren, aber die kleinen Bewegungen beim Gehen oder Ändern der Armposition können den Fokus leicht verändern. Der Dual Pixel AF meistert solche Situationen mühelos.

Man kann sich mit diesem System oft komplett auf den Inhalt konzentrieren und den Fokus der Kamera überlassen. Durch Antippen auf dem Touchscreen kann man auch schnell den Fokuspunkt ändern, um beispielsweise die Aufmerksamkeit des Betrachters auf ein anderes Objekt im Bild zu lenken. Dies ermöglicht sanfte und schnelle Fokusübergänge ohne 'Focus Hunting' (ständiges Hin- und Herpumpen des Fokus).
Eine Enttäuschung ist jedoch, dass der Dual Pixel AF nicht funktioniert, wenn man in 4K filmt. Stattdessen verwendet die M50 in 4K eine Kontrast-basierte Autofokus-Methode. Diese funktioniert nicht schlecht, ist aber deutlich langsamer und weniger zuverlässig als der Dual Pixel AF.
Für die Fotografie kann der Dual Pixel AF sowohl bei Verwendung des LCD-Displays als auch bei Verwendung des elektronischen Suchers genutzt werden. Besonders praktisch ist die 'Touch & Drag AF' Funktion: Während man durch den Sucher blickt, kann man mit dem Daumen auf dem Touchscreen den Fokuspunkt verschieben. So kann man den Fokuspunkt schnell anpassen, ohne die Kamera vom Auge nehmen zu müssen, was besonders nützlich ist, wenn man mit der Drittelregel arbeitet und das Hauptmotiv nicht in der Mitte platzieren möchte.
Flexibilität für Content Creator: Bildschirm, Sucher und Audio
Ein weiteres Highlight der M50, insbesondere für Video-Content-Creator, ist der 3 Zoll große, voll schwenk- und drehbare Touchscreen, von Canon als Vari-Angle-Display bezeichnet. Diese Art von Display ist ein absolutes Muss für Vlogger und YouTuber, da man sich selbst beim Filmen sehen kann. Es ist aber auch für Fotografen sehr nützlich, da es Aufnahmen aus ungewöhnlichen Winkeln (bodennahe Perspektiven, Überkopfaufnahmen) erheblich erleichtert.
Der Bildschirm ist zudem ein vollwertiger Touchscreen, über den das Menü bedient und Einstellungen geändert werden können. Und wie erwähnt, dient er als Schnittstelle für den Dual Pixel AF durch einfaches Antippen des gewünschten Fokusbereichs. Der Bildschirm ist hell genug, um sowohl drinnen als auch draußen gut sichtbar zu sein.
Ein großer Vorteil des seitlich ausklappbaren Displays im Vergleich zu Displays, die nur nach oben klappen, ist, dass es die Nutzung des Blitzschuhs (Hotshoe) nicht blockiert. Man kann also problemlos ein externes Mikrofon auf dem Blitzschuh montieren, ohne dass das Display verdeckt wird – ideal für ein kompaktes Vlogging-Setup.
Apropos Audio: Die M50 verfügt über einen 3,5mm Mikrofoneingang. Dies ist eine großartige Funktion, um die Audioqualität zu verbessern. Statt des internen Mikrofons kann man ein externes Richtmikrofon (Shotgun Mic) oder ein kabelgebundenes/drahtloses Lavalier-Mikrofon anschließen. Das ist entscheidend für hochwertigen Video-Content.
Die M50 hat auch einen eingebauten OLED-Sucher (EVF). Dieser ist besonders bei hellem Sonnenlicht nützlich, wenn der Bildschirm schwer zu sehen ist. Er bietet eine gute Auflösung und hilft bei der Bildkomposition.
Konnektivität und Bedienung: Drahtlos und App-Steuerung
In Sachen Konnektivität hat Canon bei der M50 ein großes Upgrade vorgenommen. Sie verfügt über integriertes WLAN mit NFC (Near Field Communication) und Bluetooth. Dies ermöglicht die drahtlose Übertragung von Bildern und Videos auf ein Smartphone oder Tablet über die Canon Camera Connect App. Das ist praktisch, um Fotos schnell in sozialen Medien zu teilen.
Das wirklich große Upgrade ist jedoch die volle Fernsteuerungsfunktion über die App, sowohl für Fotos als auch für Videos. Bei früheren Modellen war die Videosteuerung oft eingeschränkt. Mit der M50 kann man nun alle wichtigen Einstellungen (Auflösung, Bildrate, Fokusmodus, Blende, Belichtungszeit, ISO, Weißabgleich, Audioeinstellungen) über das Smartphone steuern. Für Einzelpersonen, die sich selbst filmen (z.B. beim Vlogging), ist das extrem nützlich, da das Smartphone als Fernmonitor und Fernbedienung dient.
Für wen ist die M50 noch geeignet?
Auch wenn die M50 als Einsteigerkamera konzipiert wurde, bietet sie viele Funktionen, die sie auch für fortgeschrittenere Benutzer interessant machen. Sie bietet umfangreiche manuelle Steuerungsmöglichkeiten für Foto und Video.
Für Anfänger ist sie ideal, da man mit den Automatikmodi beginnen und sich dann schrittweise mit den manuellen Einstellungen vertraut machen kann. So wächst die Kamera quasi mit dem Nutzer mit.
Sie ist eine hervorragende Wahl für Vlogger und YouTuber, die ein leichtes, portables Setup mit gutem Autofokus (in HD), schwenkbarem Bildschirm und Mikrofoneingang suchen. Auch Reisefotografen oder Gelegenheitsfotografen, die eine leistungsfähige, aber kompakte Kamera für den Alltag suchen, finden in der M50 eine gute Option.

Die Kamera verfügt über eine Kombination aus integrierter 5-Achsen digitaler Bildstabilisierung und optischer, Objektiv-basierter Stabilisierung, um Verwacklungen bei Aufnahmen aus der Hand zu minimieren. Dies ersetzt zwar keinen Gimbal, hilft aber spürbar.
Weitere nützliche Funktionen sind der einfache Timelapse-Modus mit voreingestellten Szenarien und benutzerdefinierten Optionen sowie ein integrierter Aufklappblitz, der für eine Kamera dieser Größe durchaus brauchbar ist.
Lohnt sich der Kauf, besonders gebraucht?
Angesichts der Tatsache, dass das System eingestellt wurde und es eine Nachfolgerin (R50) gibt, ist der Neupreis der M50 Mark II oft gesunken oder die Kameras sind schwer neu zu finden. Der wirkliche Wert der M50 zeigt sich heute oft auf dem Gebrauchtmarkt. Plattformen wie MPB oder KEH bieten die M50 (und M50 Mark II) zu sehr attraktiven Preisen an.
Man kann enorme Einsparungen erzielen, indem man sich für eine gebrauchte M50 Mark II entscheidet – und noch mehr, wenn man eine gebrauchte M50 (ohne Mark II) wählt, die in vielen Kernfunktionen sehr ähnlich ist. Es ist eine Kamera, die ich immer noch gerne benutze und manchmal sogar der R50 vorziehe, gerade weil sie weniger Platz in meiner Tasche beansprucht und immer noch großartige Fotos und Videos liefert (solange man die 4K-Einschränkung akzeptiert).
Hier ist ein kurzer Vergleich einiger Punkte, die in den Informationen genannt wurden:
| Merkmal | Canon EOS M50/M50 Mark II | Canon EOS R50 |
|---|---|---|
| Systemstatus | Eingestellt (totes System) | Aktuell (RF-System) |
| Objektivsystem | EF-M (Adapter für EF/EF-S) | RF-S/RF |
| Kompaktheit | Sehr hoch (mit EF-M Linsen) | Hoch (aber RF-S oft größer als EF-M) |
| Sensor | 24.1 MP APS-C | Neuerer Sensor (auch APS-C) |
| Prozessor | DIGIC 8 | Fortschrittlicher (nicht explizit genannt, aber impliziert) |
| Autofokus | Dual Pixel AF | Fortschrittlicher AF |
| Dual Pixel AF in 4K | Nein (Kontrast-AF) | Ja (ungeschnittenes 4K) |
| 4K Video Crop | Ja (zusätzlicher 1.6x Crop) | Nein (ungeschnitten) |
Dieser Vergleich zeigt, dass die R50 technisch in einigen Bereichen überlegen ist, insbesondere bei 4K-Video und Autofokus. Aber die M50 punktet eindeutig bei der Größe mit nativen Objektiven und dem Preis, besonders auf dem Gebrauchtmarkt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie alt ist die Canon EOS M50?
Die ursprüngliche Canon EOS M50 kam im März 2018 auf den Markt. Die M50 Mark II ist eine Weiterentwicklung, die später erschien, aber auf derselben Basis aufbaut.
Kann man mit der Canon M50 fotografieren?
Ja, absolut! Die Canon M50 ist eine voll funktionsfähige spiegellose Systemkamera, die hervorragend zum Fotografieren geeignet ist. Sie verfügt über einen 24,1 MP APS-C Sensor, einen schnellen Autofokus (Dual Pixel AF für Fotos) und bietet sowohl Automatik- als auch umfangreiche manuelle Modi, was sie für Anfänger und Fortgeschrittene attraktiv macht.
Was bedeutet der 4K Crop bei der M50?
Wenn die Canon M50 in 4K-Auflösung filmt, nutzt sie nicht die gesamte Breite des Bildsensors. Stattdessen wird ein kleinerer Bereich in der Mitte des Sensors ausgelesen. Dies führt zu einem zusätzlichen Beschnitt des Bildes (einem zusätzlichen Crop-Faktor von 1,6x), zusätzlich zum Crop, der bereits durch den APS-C Sensor im Vergleich zum Vollformat entsteht. Das Ergebnis ist ein engerer Bildausschnitt, was bedeutet, dass Weitwinkelobjektive in 4K deutlich weniger weitwinklig wirken.
Fazit: Immer noch eine Überlegung wert?
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ja, die Canon EOS M50 (und M50 Mark II) kann sich immer noch lohnen, auch im Jahr 2024 und darüber hinaus. Sie ist vielleicht nicht die technisch fortschrittlichste Kamera auf dem Markt oder Teil von Canons Zukunftsstrategie (dem RF-System), aber sie bietet ein überzeugendes Paket für bestimmte Nutzer.
Wenn Sie eine kompakte, leichte Kamera mit einem hervorragenden und zuverlässigen Autofokus-System (für Fotos und HD-Video), einem flexiblen schwenkbaren Bildschirm und der Möglichkeit, externe Mikrofone anzuschließen, suchen – und dabei nicht unbedingt das allerneueste und teuerste Equipment benötigen – dann ist die M50 eine ernsthafte Option.
Besonders für Einsteiger, Vlogger mit Fokus auf HD-Qualität oder Reisende, bei denen Packmaß und Gewicht oberste Priorität haben, kann die M50, insbesondere zu den attraktiven Preisen auf dem Gebrauchtmarkt, ein echtes Schnäppchen sein. Die umfangreiche Objektivauswahl durch die Adapterfähigkeit von EF- und EF-S-Objektiven mildert den Nachteil des eingestellten EF-M Systems erheblich ab.
Die M50 beweist, dass eine Kamera auch nach dem Ende ihrer Produktionslinie und dem Erscheinen eines Nachfolgers dank ihrer Stärken und des verfügbaren Ökosystems (Objektive, Adapter) eine sinnvolle Investition sein kann. Sie ist vielleicht kein 'Fashion-Statement' mehr, aber ein solides Werkzeug für viele fotografische und videografische Zwecke.
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