Die Welt der Fotografie aus der Luft hat sich rasant entwickelt und bietet heute Möglichkeiten, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Drohnen sind zu unverzichtbaren Werkzeugen für Fotografen, Videografen und sogar für industrielle Anwendungen geworden. Doch mit der zunehmenden Spezialisierung tauchen auch neue Anforderungen auf, insbesondere im Hinblick auf die Nutzung von Inhalten auf Social-Media-Plattformen, wo das vertikale Format dominiert.

Die DJI Mini 3: Pionierin der vertikalen Aufnahme
Eine der bemerkenswertesten Innovationen, die auf die Bedürfnisse von Social-Media-Erstellern zugeschnitten ist, ist die Fähigkeit vieler moderner Drohnen, native vertikale Videos aufzunehmen. Die DJI Mini 3 ist ein herausragendes Beispiel für eine Drohne, die diese Funktion bietet. Als kompakte und ultraleichte Kameradrohne wurde sie speziell für Abenteuer und alltägliche Momente entwickelt. Sie zeichnet sich durch eine erweiterte Akkulaufzeit, detailreiche 4K HDR-Videos und lustige Funktionen wie das „True Vertical Shooting“ aus.

Diese Funktion ermöglicht es der Kamera, sich physisch zu drehen, um Aufnahmen im Hochformat zu machen, ohne dass man später im Schnittprogramm zuschneiden muss und dabei wertvolle Pixel verliert. Ob Sie einen epischen Roadtrip dokumentieren oder einfach nur einen Tag in Ihrem eigenen Garten festhalten, die Mini 3 ist dank ihrer Fähigkeit zu vertikalen Aufnahmen bereit für den Moment. Diese native Unterstützung für das Hochformat ist ein großer Vorteil für alle, die Inhalte für Plattformen wie TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts erstellen, wo vertikale Videos bevorzugt oder sogar erforderlich sind.
Die Kombination aus kompakter Größe, geringem Gewicht (oft unter 250 Gramm, was in vielen Regionen die Registrierung erleichtert), hoher Bildqualität (4K HDR) und spezialisierten Funktionen wie dem True Vertical Shooting macht die DJI Mini 3 zu einem beliebten Werkzeug für Content Creator, die Wert auf hochwertige, sofort teilbare vertikale Inhalte legen.
Warum vertikale Aufnahmen an Drohnen immer wichtiger werden
Der Konsum von Medien hat sich stark in Richtung mobiler Geräte verschoben. Die meisten Menschen halten ihr Smartphone im Hochformat, und Social-Media-Plattformen haben sich darauf eingestellt. Videos, die im vertikalen Format aufgenommen und präsentiert werden, füllen den gesamten Bildschirm des Telefons aus und bieten so ein immersiveres Seherlebnis. Das Zuschneiden eines horizontalen Videos auf ein vertikales Format führt oft zu einem Verlust an Bildinformationen und kann die Komposition des ursprünglichen Bildes zerstören.
Drohnen mit einer vertikal schwenkbaren Kamera oder einer speziellen Funktion wie dem True Vertical Shooting lösen dieses Problem, indem sie das Bild direkt im gewünschten Format aufnehmen. Dies spart nicht nur Zeit bei der Nachbearbeitung, sondern stellt auch sicher, dass die gesamte Auflösung und der volle Dynamikumfang der Kamera für das vertikale Bild genutzt werden. Es ist eine direkte Reaktion auf die sich ändernden Sehgewohnheiten und Plattformanforderungen und unterstreicht die Anpassungsfähigkeit der Drohnentechnologie an den modernen Medienkonsum.
Die dominierende Stellung von DJI im Drohnenmarkt
DJI ist der mit Abstand größte Drohnenhersteller der Welt und dominiert den Markt, insbesondere im Consumer- und Prosumer-Segment. Ihre Drohnen, von der Mini-Serie über die Air-Serie bis hin zu den professionellen Mavic- und Inspire-Modellen, sind bekannt für ihre Innovation, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit. Diese Marktbeherrschung hat DJI zu einem Synonym für Drohnen gemacht und ihre Produkte sind in nahezu allen Bereichen der Drohnenanwendung zu finden, von der Fotografie und Videografie über Inspektionen bis hin zur öffentlichen Sicherheit.
Diese globale Präsenz und Marktdominanz bringen jedoch auch Herausforderungen und Kontroversen mit sich, insbesondere im Hinblick auf geopolitische Spannungen und Sicherheitsbedenken.
Herausforderungen und Kontroversen: Warum DJI in den Schlagzeilen steht
Trotz ihrer Beliebtheit und technischen Führerschaft steht DJI, ein chinesisches Unternehmen, in einigen Ländern, insbesondere in den USA, unter Beobachtung. Es gibt Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und möglicher Verbindungen zu Regionen, in denen Zwangsarbeit vermutet wird.
Ein formaler, umfassender Bann von DJI-Drohnen in den USA steht bisher aus, aber die Situation ist komplex und entwickelt sich ständig weiter. Eine der aktuellen Herausforderungen ist, dass die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) bereits eine bestimmte Anzahl von DJI-Drohnen an der Grenze anhält. Die CBP beruft sich dabei auf den Uyghur Forced Labor Prevention Act (ULFPA), der Produkte verbietet, von denen die Regierung annimmt, dass sie ganz oder teilweise in Chinas Autonomer Region Xinjiang Uyghur unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden.
Es gibt keine genauen Zahlen darüber, wie viele DJI-Drohnen vorübergehend von der CBP zurückgehalten oder nicht zur Einreise zugelassen werden, aber sowohl DJI als auch US-amerikanische kommerzielle Drohnenbetreiber machen auf das Problem aufmerksam. Es betrifft nicht nur Drohnen selbst, sondern in einigen Fällen auch anderes Zubehör wie Ladeakkus.
Der aktuelle Stand der Dinge im US-Markt
Diese Praxis der CBP, einige DJI-Drohnen an der Grenze anzuhalten, reicht bis in die Biden-Administration zurück. Die Auswirkungen auf US-Drohnenbetreiber und Einzelhändler werden als erheblich beschrieben. Unternehmen erhalten ihre bestellten Drohnen nicht, was zu Geschäftsverlusten und sogar Entlassungen führen kann, da die Händler keine Produkte zum Verkauf haben.
Es ist wichtig zu betonen, dass DJI nicht auf der offiziellen UFLPA-Liste von Unternehmen steht, deren Produkte von der Einreise ausgeschlossen sind. Die CBP äußert sich nicht spezifisch zu DJI, verweist aber auf die extensive Liste von Unternehmen auf der UFLPA-Liste.
Parallel zu den Zollproblemen gibt es weitere Bemühungen innerhalb der US-Regierung, die zu erheblichen Einschränkungen oder einem Bann zukünftiger Verkäufe von DJI-Drohnen im US-Markt führen könnten. Ein Beispiel ist Abschnitt 1709 des National Defense Authorization Act (NDAA) für das Fiskaljahr 2025. Dieser Abschnitt, der am 23. Dezember 2024 in Kraft trat, schreibt eine Überprüfung chinesischer Drohnen durch eine nicht näher bezeichnete nationale Sicherheitsbehörde vor.
Sollte diese Überprüfung nicht bis zum 23. Dezember 2025 abgeschlossen sein, würden DJI-Drohnen automatisch auf die „Covered List“ der Federal Communications Commission (FCC) gesetzt. Dies würde verhindern, dass neue DJI-Drohnen Bandbreiten nutzen dürfen, die von der FCC reguliert werden. Dies hätte zur Folge, dass der Betrieb von DJI-Drohnen in den USA in Zukunft wahrscheinlich unmöglich wäre.
Ein weiteres potenzielles Risiko ergibt sich aus einem vorgeschlagenen Regelwerk des US-Handelsministeriums (DOC), für das im März eine öffentliche Kommentierungsphase endete. Das DOC warnte in seiner Ankündigung vor „bösartigem Fernzugriff auf UAS [Unmanned Aircraft Systems]“, der genutzt werden könnte, um physische Infrastruktur durch absichtliche Kollisionen oder die Lieferung kinematischer Nutzlasten zu beschädigen, oder der zu veränderten empfindlichen Messwerten bei kritischen Infrastrukturdaten führen könnte.
Das DOC prüft, ob Drohnen, die „entworfen, entwickelt, hergestellt oder geliefert werden von Personen, die im Besitz, unter Kontrolle oder unter der Gerichtsbarkeit oder Weisung eines ausländischen Gegners stehen“, die nationale Sicherheit gefährden könnten. Dies zielt klar auf Unternehmen wie DJI ab.

DJI's Stellungnahme und die Auswirkungen auf den Markt
DJI hat sich zu den Vorwürfen und Herausforderungen geäußert. Adam Welsh, Leiter der globalen Politik bei DJI, bezeichnet Behauptungen über Produktionsbindungen zur Autonomen Region Xinjiang Uyghur als „grundlos und eindeutig falsch“. Er erklärt, es gebe keine Rechtfertigung für die Inhaftierung von DJI-Drohnen durch die CBP, und das Unternehmen sei aktiv im Gespräch mit der Behörde, um die Einhaltung bestehender Gesetze zu dokumentieren.
Auf dem DJI-Blog wird die Situation als „zollbezogenes Missverständnis“ beschrieben, das derzeit die Fähigkeit von DJI beeinträchtigt, ausgewählte Drohnen in die USA zu importieren. Das Unternehmen stellt klar: „Dies ist eine Zollangelegenheit, und die Beweise zeigen eindeutig die Einhaltung geltender Gesetze durch DJI. Es ist wichtig zu beachten, dass dies kein Bann ist.“
DJI betont, keine Produktionsstätten in Xinjiang zu haben und auch keine Materialien aus dieser Region zu beziehen. Die gesamte Produktion sei in Shenzhen, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat, oder in Malaysia angesiedelt. Bezüglich der Sicherheitsbedenken verweist DJI auf seine Bemühungen um Datensicherheit und Datenschutz. Das Unternehmen habe seit 2017 die Datenschutzkontrollen in seinen Flug-Apps kontinuierlich erweitert und biete ein Bug Bounty-Programm an, um Schwachstellen zu finden und zu beheben.
Die potenziellen negativen Folgen eines DJI-Banns für kommerzielle und öffentliche Sicherheitsdrohnenbetreiber in den USA werden als gravierend eingeschätzt. Experten warnen, dass die Branche innerhalb weniger Jahre zum Erliegen kommen könnte, da Drohnen keine unbegrenzte Lebensdauer haben und gewartet werden müssen. Wenn keine neuen Drohnen oder Ersatzteile von DJI verfügbar wären, würden die derzeit genutzten Drohnen irgendwann das Ende ihrer sicheren Betriebszeit erreichen.
Das größte Problem wäre der Mangel an Alternativen. Der US-Markt wird von DJI dominiert, und es gibt derzeit kaum vergleichbare Produkte von nicht-chinesischen Herstellern, die in Qualität, Funktionalität und Preis mithalten könnten. US-Firmen haben ganze Geschäftsmodelle auf DJI-Produkten aufgebaut, und Dienstleister, Landwirte, Versorgungsunternehmen und Rettungsdienste sind täglich auf sie angewiesen.
Insbesondere für die öffentliche Sicherheit hätten Einschränkungen der DJI-Präsenz negative Auswirkungen. Schätzungen zufolge werden über 90 % der von Polizei und Feuerwehren in den USA genutzten Drohnen von DJI hergestellt. Ein Bann würde die Fähigkeiten dieser Dienste erheblich einschränken.
Was bedeutet das für Drohnen-Enthusiasten und professionelle Anwender?
Die aktuelle Situation schafft Unsicherheit für bestehende und potenzielle DJI-Kunden in den USA. Obwohl kein sofortiger, flächendeckender Bann in Kraft ist, deuten die Verzögerungen an der Grenze und die laufenden Regierungsüberprüfungen darauf hin, dass die Verfügbarkeit von DJI-Produkten in Zukunft eingeschränkt sein könnte. Für Anwender außerhalb der USA ist die Situation derzeit weniger direkt betroffen, aber die globale Vernetzung des Marktes bedeutet, dass Entwicklungen in einem wichtigen Markt wie den USA langfristig Auswirkungen haben könnten.
Für Drohnen-Enthusiasten, die sich für Modelle mit speziellen Funktionen wie der vertikalen Kamera der DJI Mini 3 interessieren, bleibt dieses Modell eine attraktive Option, solange es verfügbar ist. Die Unsicherheit im Markt könnte jedoch dazu führen, dass sich Anwender nach Alternativen umsehen oder ihre Kaufentscheidungen überdenken, insbesondere wenn sie auf die langfristige Verfügbarkeit von Geräten und Ersatzteilen angewiesen sind.
Häufig gestellte Fragen
Welche Drohne hat eine vertikale Kamera?
Die DJI Mini 3 ist ein bekanntes Beispiel für eine Drohne mit einer vertikalen Kamerafunktion, bekannt als „True Vertical Shooting“. Diese ermöglicht native Aufnahmen im Hochformat.
Warum ist vertikale Aufnahme bei Drohnen wichtig?
Vertikale Aufnahmen sind wichtig, um Inhalte für Social-Media-Plattformen wie TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts zu erstellen, die für die Darstellung auf Smartphones optimiert sind. Es verhindert den Verlust von Bildinformationen durch nachträgliches Zuschneiden.
Ist DJI in den USA verboten?
Nein, es gibt derzeit keinen formalen, umfassenden Bann von DJI-Drohnen in den USA. Allerdings werden einige DJI-Drohnen an der Grenze angehalten, und es laufen verschiedene Regierungsüberprüfungen, die in Zukunft zu Einschränkungen oder einem Bann führen könnten.
Warum gibt es Bedenken bezüglich DJI-Drohnen in den USA?
Die Bedenken beziehen sich auf angebliche Verbindungen zur Zwangsarbeit in bestimmten Regionen Chinas (ULFPA) und auf nationale Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit Datensicherheit und potenziellen Fernzugriffen auf die Drohnen.
Wo produziert DJI seine Drohnen?
Laut DJI hat das Unternehmen keine Produktionsstätten in Xinjiang. Die Fertigung sei in Shenzhen (China) und Malaysia angesiedelt.
Was wären die Folgen eines DJI-Banns in den USA?
Ein Bann hätte schwerwiegende Folgen für US-Unternehmen, die auf DJI-Drohnen basieren, für professionelle Drohnenbetreiber, die ihre Ausrüstung nicht ersetzen könnten, und für Dienste der öffentlichen Sicherheit, die stark auf DJI-Drohnen angewiesen sind. Es fehlen derzeit wettbewerbsfähige Alternativen auf dem Markt.
Zusammenfassung
Die Drohnenlandschaft ist geprägt von technologischen Fortschritten wie der Fähigkeit zur nativen vertikalen Aufnahme, die durch Modelle wie die DJI Mini 3 populär gemacht wird, um den Anforderungen moderner Medien gerecht zu werden. Gleichzeitig steht der Marktführer DJI in wichtigen Regionen wie den USA vor erheblichen Herausforderungen, die sich aus geopolitischen Spannungen, Sicherheitsbedenken und Handelsvorschriften ergeben. Die Situation ist fließend und hat das Potenzial, den Markt für Drohnen erheblich zu beeinflussen, sowohl für professionelle Anwender als auch für Hobbyisten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die laufenden Überprüfungen und Verhandlungen auf die Verfügbarkeit und Nutzung von DJI-Drohnen in Zukunft auswirken werden.
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