Wie lange wird Linux Mint 19 unterstützt?

Linux Mint: Der Einsteiger-Weg

Rating: 3.97 (6604 votes)

Viele Computerbenutzer zögern beim Gedanken an Linux, oft befeuert von Vorurteilen wie „Auf Linux läuft keine gescheite Software. Und mit Spielen braucht man gar nicht erst anzufangen.“ Doch für rund 95% der PC-Anwender ist Linux tatsächlich sehr gut geeignet. Zwar mag es im Softwarebereich Umstellungen geben, besonders wenn man auf spezifische, proprietäre Programme wie die Adobe-Reihe angewiesen ist. Aber grundsätzlich ist unter Linux so ziemlich alles machbar. Viele Programme laufen nativ, und für andere gibt es ausgereifte Alternativen.

Welches Linux Mint für Anfänger?
Wir von Linux Guides empfehlen jedem Anfänger Linux Mint Cinnamon. Das System ist unserer Meinung nach einfach zu bedienen und stabil.

Auch das Thema Spiele ist oft ein Missverständnis. Viele moderne Spiele, darunter Titel wie Elden Ring, GTA 5, The Witcher, Overwatch und Battlefield, laufen auch unter Linux. Zwar gibt es immer noch AAA-Spiele, die nicht direkt unterstützt werden, aber hier bieten sich Lösungen wie Cloud-Gaming an, das unter Linux wunderbar funktioniert. Wer auf sein Lieblingsspiel partout nicht verzichten kann, kann auch eine Dual-Boot-Installation in Betracht ziehen, bei der Windows und Linux parallel auf dem Rechner existieren.

Für Windows-Software, die keine hohe 3D-Leistung benötigt, gibt es zudem eine Kompatibilitätsschicht – oft als gekapseltes Windows in Linux beschrieben – die das Ausführen ermöglicht. Diese und weitere Konzepte rund um Linux für den Arbeitsplatz werden oft diskutiert und zeigen die Vielseitigkeit des Systems.

Warum Linux Mint so beliebt ist

Angesichts der riesigen Auswahl an Linux-Distributionen, die oft zur Qual der Wahl führt, sticht Linux Mint hervor. Es hat sich über die Jahre eine große Beliebtheit erworben, besonders unter Umsteigern von Windows oder macOS.

Für wen eignet sich Linux Mint?

Wer frisch auf Linux umsteigen möchte, sollte nicht „irgendein System“ nehmen, sondern eine Distribution wählen, die sich bewährt hat und langfristig unterstützt wird. Sogenannte „Linux-Exoten“, deren Weiterentwicklung oder langfristige Unterstützung ungewiss ist, sind für Anfänger weniger geeignet. Die Webseite Distrowatch bietet übrigens allgemeine Informationen, Neuigkeiten und ein Beliebtheitsranking zu verschiedenen Linux-Distributionen, was eine gute erste Anlaufstelle sein kann.

Linux Mint ist speziell für PCs konzipiert und basiert auf Ubuntu, einer der bekanntesten Linux-Distributionen überhaupt. Es gilt bei seinen Verwendern als sehr schick und war vor einigen Jahren auf Desktop-Rechnern sogar weiter verbreitet als Ubuntu selbst. Ein Hauptgrund für seine Beliebtheit, insbesondere bei Einsteigern, ist seine Ausrichtung. Neben quelloffener freier Software legt Mint Wert darauf, auch die Nutzung proprietärer, nicht-freier, aber beliebter Software zu ermöglichen. Das System setzt stark auf eigens entwickelte Desktop-Umgebungen, wie die vielgelobte Cinnamon-Oberfläche, die für ihre Benutzerfreundlichkeit und ihr modernes Aussehen bekannt ist.

Wie lange wird Linux Mint 19 unterstützt?
Die Linux Mint 19-Serie ermöglicht ein komfortables und leistungsfähiges Desktop-Betriebserlebnis. Die Linux Mint 19-Serie wird bis 2023 unterstützt.

Linux Mint wird oft als besonders einsteigerfreundlich hervorgehoben. Dies liegt an seiner intuitiven Bedienung, der Ähnlichkeit zu bekannten Betriebssystemen wie Windows (insbesondere mit der Cinnamon-Oberfläche) und einer guten Softwareausstattung direkt nach der Installation. Es versucht, den Umstieg so einfach wie möglich zu gestalten und bietet viele Funktionen, die man von einem modernen Desktop erwartet, ohne dass man tief in die Konfiguration eingreifen muss.

Eine Auswahl beliebter Linux-Distributionen im Vergleich

Neben Linux Mint gibt es zahlreiche andere Distributionen, jede mit ihren eigenen Stärken und Zielgruppen. Es lohnt sich, einige der bekanntesten näher zu betrachten, um die Vielfalt zu verstehen und die Entscheidung für das passende System zu erleichtern. Letztendlich muss jeder Nutzer für sich selbst herausfinden, womit er am besten zurechtkommt. Bevor man ein System fest installiert, empfiehlt es sich dringend, ein Live-System zu testen. Dabei wird das Betriebssystem von einem USB-Stick oder einer DVD gestartet, ohne Änderungen an der Festplatte vorzunehmen. So kann man einen ersten Eindruck gewinnen, ohne das aktuelle System zu überschreiben.

Hier ist eine Auswahl beliebter Distributionen, basierend auf online und in Fachmagazinen recherchierten Informationen:

  • Ubuntu: Oft als Synonym für Linux verwendet, mit rund 25 Millionen Nutzern sehr verbreitet. Basiert selbst auf Debian. Gilt als benutzerfreundlich, unterstützt Multimedia gut und läuft meist stabil. Die Meinungen über die Stabilität gehen hier aber auseinander. Dient als Basis für viele andere Distributionen, einschließlich Linux Mint.
  • elementary OS: Basiert auf Ubuntu und erinnert optisch stark an macOS. Ein schlankes System mit schicker Oberfläche. Ziel ist es, einfache Standardprogramme anzubieten und die Nutzung des Terminals zu minimieren. Im Netz wird es manchmal als nur bedingt für Anfänger geeignet beschrieben, was wohl auch an persönlichen Vorlieben und der Verfügbarkeit bestimmter Programme liegt.
  • Linux Mint: Wie ausführlich beschrieben, basiert auf Ubuntu, gilt als sehr schick und besonders einsteigerfreundlich. Nutzt eigene Desktop-Umgebungen wie Cinnamon und unterstützt proprietäre Software gut.
  • Fedora: Eine Distribution von Red Hat, sehr fortschrittlich und Community-basiert. Nutzt standardmäßig Gnome. Für Server und Desktops entwickelt. Bietet tagesaktuelle Sicherheitsupdates und neueste Software. Die Eignung für Einsteiger wird unterschiedlich beurteilt; oft muss manuell nachinstalliert werden, um alle gewünschten Funktionen zu erhalten.
  • openSUSE: Besonders in Deutschland bekannt. Merkmal ist das umfangreiche Konfigurationswerkzeug YAST. Nutzt standardmäßig KDE, aber Gnome ist installierbar. Fokus liegt auf Stabilität und Benutzerfreundlichkeit für Arbeitsplatzrechner und Server.
  • Debian: Eine der ältesten, einflussreichsten und am weitesten verbreiteten Distributionen. Dient als Basis für viele andere (wie Ubuntu und damit auch Mint). Erste Wahl für professionelle Serversysteme. Bekannt für seine Paketverwaltung dpkg und das Frontend APT, die einfache Updates und Installationen ermöglichen.
  • MX Linux: Basiert auf Debian und antiX. Eignet sich auch für ältere PCs, da die Hardwareanforderungen gering sind. Gilt als elegant, effizient, stabil und performant. Eine leichtgewichtige Distribution mit einem sehr ausführlichen integrierten Handbuch.
  • Solus: Basiert ebenfalls auf Debian. Entwickelte die eigene Desktop-Oberfläche „Budgie“. Als für jedermann designt beworben, aber nur für 64-bit Systeme. Unterstützt Touchscreens, bietet viele Funktionen und ist einfach zu bedienen. Setzt optisch auf Flat-Design.
  • Arch: Verzichtet zugunsten der Einfachheit auf grafische Installations- und Konfigurationshilfen und ist daher eher für fortgeschrittene Benutzer gedacht. Nutzt ein Rolling-Release-System, bei dem das System fortlaufend aktualisiert wird und keine Neuinstallationen ganzer Versionen nötig sind. Ziel ist ein einfaches, selbst gestaltbares Linux mit vielen Freiheiten.
  • Manjaro: Basiert auf Arch Linux, wurde in Deutschland, Frankreich und Österreich entwickelt. Gilt als schnell, benutzerfreundlich und Desktop-orientiert. Profitiert vom Rolling Release von Arch, ist aber benutzerfreundlicher gestaltet. Richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene. Bietet einfachen Zugang zu den Arch User Repositories (AUR) für viele zusätzliche Programme.

Diese Liste ist nur eine kleine Auswahl; es gibt noch viele weitere Distributionen wie KDE neon, Knoppix, CentOS, Gentoo, Bhodi Linux, True OS, Mageia, Parrot OS und viele mehr.

Vergleichstabelle beliebter Linux-Distributionen

DistributionBasisDesktop (Standard/Fokus)Einsteigerfreundlich (laut Text)Besondere Merkmale (laut Text)
UbuntuDebianVariiert (oft GNOME)Ja (benutzerfreundlich)Sehr bekannt, weit verbreitet, Basis für viele andere
elementary OSUbuntuPantheon (eigen)BedingtmacOS-ähnliche Optik, schlank, einfache Standardprogramme
Linux MintUbuntuCinnamon (eigen)Ja (besonders)Schick, unterstützt proprietäre Software gut
FedoraRed Hat/CommunityGNOMEUnterschiedliche MeinungenSehr fortschrittlich, neueste Software, tägliche Updates
openSUSEEigenständigKDE (GNOME installierbar)Ja (benutzerfreundlich)Umfangreiches Konfigurationswerkzeug YAST, stabil
DebianEigenständigVariiert (kein strikter Standard)Eher für Fortgeschrittene (Basis vieler Systeme)Sehr alt, stabil, einflussreich, starke Paketverwaltung (APT)
MX LinuxDebian, antiXXFCE (hauptsächlich)JaLeichtgewichtig, gut für ältere PCs, stabil, ausführliches Handbuch
SolusEigenständig (basiert aber auf Debian-Paketen?)Budgie (eigen)JaNur 64-bit, unterstützt Touchscreens, einfach zu bedienen, Flat-Design
ArchEigenständigKein StandardNein (für fortgeschrittene Benutzer)Einfach (prinzipiell), selbst gestaltbar, Rolling Release
ManjaroArchVariiert (XFCE, KDE, GNOME)Ja (für Anfänger & Fortgeschrittene)Schnell, benutzerfreundlich, Rolling Release (von Arch), AUR-Zugang

Das richtige System finden

Die Auswahl ist enorm und bietet für jeden Geschmack und jede Fähigkeit etwas. Man kann sich überlegen, ob man ein „Leichtgewicht“ für ältere Hardware sucht, einen der „Klassiker“ oder eine maßgeschneiderte Version für spezielle Aufgaben wie Videoschnitt oder Grafikdesign. Die Recherche mag umfangreich sein, aber sie lohnt sich, um ein Linux-System zu finden, mit dem man sehr gut arbeiten kann.

Um die Suche zu erleichtern, gibt es Hilfsmittel wie den Distrochooser. Dieser Webservice bietet einen Test an, bei dem man Fragen beantwortet (oder überspringt) und Eigenschaften gewichten kann, um am Ende eine Distributionsempfehlung zu erhalten. Das kann ein guter Startpunkt sein, um die Auswahl einzugrenzen.

Welches Linux für Fotobearbeitung?
Krita ist eine der besten und meistgenutzten Software zum Malen und Bearbeiten von Fotos für Linux und ist auch für Windows und Mac verfügbar. Zu den jüngsten Ergänzungen gehören Renderanimationsfunktionen, volle Unterstützung für OSX, verbesserte Farbauswahl und vieles mehr.21. Juni 2024

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Linux Mint wirklich für Anfänger geeignet?

Ja, laut den vorliegenden Informationen gilt Linux Mint als besonders einsteigerfreundlich und wird oft Umsteigern empfohlen, nicht zuletzt wegen seiner intuitiven Bedienung und der Ähnlichkeit zu bekannten Betriebssystemen wie Windows.

Kann ich meine Windows-Programme unter Linux nutzen?

Viele Programme können unter Linux laufen, entweder nativ oder über eine sogenannte Kompatibilitätsschicht. Für proprietäre Software wie die Adobe-Reihe kann der Umstieg schwierig sein, da oft keine nativen Linux-Versionen existieren und Alternativen gesucht werden müssen. Für moderate 3D-Leistung oder weniger ist die Kompatibilitätsschicht oft eine Lösung.

Laufen Spiele unter Linux?

Ja, viele Spiele, auch neuere Titel, laufen unter Linux. Nicht alle AAA-Spiele werden nativ unterstützt, aber es gibt Kompatibilitätsschichten, die viele Spiele lauffähig machen. Cloud-Gaming funktioniert ebenfalls wunderbar. Für Spiele, die gar nicht laufen, kann eine Dual-Boot-Installation mit Windows eine Option sein.

Wie kann ich Linux testen, bevor ich es installiere?

Die meisten anfängerfreundlichen Distributionen bieten sogenannte Live-Systeme. Dabei wird das Betriebssystem von einem externen Medium (USB-Stick, DVD) gestartet, ohne dass eine Installation auf der Festplatte nötig ist. So können Sie das System ausprobieren und sehen, ob es Ihnen gefällt und Ihre Hardware unterstützt wird, bevor Sie sich für eine Installation entscheiden.

Warum gibt es so viele verschiedene Linux-Distributionen?

Die große Auswahl ergibt sich aus unterschiedlichen Philosophien, Zielen, Zielgruppen, Basis-Systemen und bevorzugten Desktop-Umgebungen. Jede Distribution hat ihre eigenen Schwerpunkte, sei es Benutzerfreundlichkeit, Stabilität, Aktualität, geringe Hardwareanforderungen oder spezielle Anwendungszwecke. Das ermöglicht es Nutzern, ein System zu finden, das sehr genau ihren Bedürfnissen entspricht.

Hat dich der Artikel Linux Mint: Der Einsteiger-Weg interessiert? Schau auch in die Kategorie Ogólny rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!

Avatar photo

Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

Go up