Was ist die beste Drohne für unter 100 Euro?

Drohnen unter 100€: Der ultimative Guide

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Die Welt der Drohnen ist faszinierend und hat in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung durchgemacht. Während professionelle Kameradrohnen oft mehrere tausend Euro kosten, gibt es auch eine große Auswahl an Modellen im unteren Preissegment. Viele Einsteiger fragen sich: Kann man für unter 100 Euro eine gute Drohne bekommen, die Spaß macht und vielleicht sogar schon erste Flugerfahrungen ermöglicht? Die Antwort ist Ja, aber mit klaren Erwartungen. Drohnen in dieser Preisklasse sind in erster Linie Spielzeug oder Lernwerkzeuge und weniger für ernsthafte Foto- oder Videoaufnahmen gedacht. Dennoch bieten sie oft erstaunlich nützliche Funktionen, die den Einstieg erleichtern.

In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der günstigen Drohnen ein. Wir beleuchten, welche Features Sie erwarten können, welche besonders wichtig für Anfänger sind und worauf Sie unbedingt achten sollten, um keine Enttäuschung zu erleben. Das Ziel ist, Ihnen zu helfen, die potenziell beste Drohne für Ihre Bedürfnisse unter 100 Euro zu finden.

Was braucht man, um eine Drohne mit Kamera zu fliegen?
DIE DROHNENKATEGORIENAbschluss einer Haftpflichtversicherung.Mindestalter 16 Jahre.Flughöhe maximal 120 Meter über Grund.Höchstzulässige Startmasse unter 25 Kilogramm.Direkter Sichtkontakt zwischen Pilot und Flugobjekt.Grünes Blinklicht bei Nacht.Keine Flüge über Menschenansammlungen.

Wichtige Funktionen bei Drohnen unter 100€

Auch wenn das Budget begrenzt ist, verfügen viele Drohnen unter 100 Euro über Funktionen, die das Fliegen erleichtern und sicherer machen. Diese sind besonders für Anfänger von unschätzbarem Wert.

Altitude-Hold (Höhenhaltung): Stabilität für Anfänger

Der sogenannte Altitude-Hold, auf Deutsch Höhenhaltung, ist eine der wichtigsten Funktionen, die eine gute Drohne unter 100 € mitbringen sollte. Diese Funktion sorgt dafür, dass die Drohne automatisch ihre aktuelle Flughöhe beibehält, ohne dass der Pilot ständig manuell nachjustieren muss. Dies wird in der Regel durch einen eingebauten Barometer-Sensor ermöglicht, der den Luftdruck misst und so die Höhe über dem Startpunkt erkennen kann.

Für Einsteiger ist dies ein riesiger Vorteil. Das Steuern einer Drohne erfordert Koordination auf mehreren Achsen (vorwärts/rückwärts, links/rechts, hoch/runter, Gier). Wenn die Drohne ihre Höhe von selbst hält, muss sich der Anfänger nur auf die horizontale Bewegung konzentrieren. Das reduziert die Komplexität erheblich und beugt Frustration vor. Man muss sich keine Sorgen machen, dass die Drohne unkontrolliert zur Decke fliegt oder zu schnell zu Boden sinkt.

Verfügt die Drohne in dieser Preisklasse über eine Kamera – auch wenn die Kameraqualität meist sehr einfach ist –, hilft die Höhenhaltung bei stabileren Aufnahmen. Zwar ersetzt sie keine optische oder elektronische Bildstabilisierung, aber sie verhindert starke vertikale Schwankungen, die Videos unansehnlich machen würden. So können Sie ruhigere Schnappschüsse oder kurze Videoclips erstellen, die zumindest erkennbar sind.

Hinderniserkennung: Zusätzliche Sicherheit im Flug

Eine weitere sehr nützliche Funktion, die man bei einigen Modellen unter 100 Euro finden kann, ist die Hinderniserkennung. Diese wird oft durch Infrarotsensoren an der Vorderseite (manchmal auch an den Seiten oder unten) realisiert. Die Sensoren scannen die Umgebung und warnen den Piloten, wenn sich die Drohne einem Objekt (Wand, Möbelstück, Baum etc.) nähert. In manchen Fällen stoppt die Drohne sogar automatisch vor dem Hindernis oder weicht ihm aus.

Diese Funktion ist besonders wertvoll, wenn Sie planen, drinnen zu fliegen oder in Umgebungen mit vielen Objekten. Sie hilft, Kollisionen zu vermeiden, die bei günstigen Drohnen schnell zu Beschädigungen führen können. Auch wenn die Implementierung bei sehr preiswerten Modellen nicht immer perfekt ist und von der Software abhängt (manchmal werden dünne Äste oder Glas nicht erkannt), bietet sie dennoch eine zusätzliche Sicherheitsebene.

Die Hinderniserkennung kann bei manchen Modellen auch einfachere autonome Flugfunktionen ermöglichen, wie z.B. einen automatischen Rückflug zum Startpunkt (oft sehr unpräzise in dieser Preisklasse) oder das Umfliegen einfacher Objekte. Wie bei der Höhenhaltung macht diese Funktion das Fliegen für Neulinge zugänglicher und verzeiht kleinere Steuerfehler.

Was Sie von Drohnen unter 100€ erwarten können – und was nicht

Es ist entscheidend, realistische Erwartungen an Drohnen in dieser Preisklasse zu haben. Sie sind keine Mini-Versionen von High-End-Modellen, sondern haben klare Einschränkungen.

Die Kamera: Spielzeug für Schnappschüsse

Wie bereits erwähnt, ist die Kameraqualität meist sehr bescheiden. Erwarten Sie keine gestochen scharfen 4K-Videos oder hochauflösenden Fotos. Oft handelt es sich um Kameras mit Auflösungen von 720p oder sogar noch darunter. Die Bildrate kann niedrig sein, was zu ruckeligen Videos führt. Bei schlechten Lichtverhältnissen sind die Aufnahmen oft verrauscht und kaum brauchbar. Eine optische Stabilisierung fehlt komplett, und die digitale Stabilisierung ist, wenn überhaupt vorhanden, sehr einfach. Die Kameras sind eher für den Spaß gedacht, um eine andere Perspektive zu sehen oder schnelle Schnappschüsse zu machen, die man vielleicht in sozialen Medien teilt, ohne hohe Ansprüche zu haben.

Flugzeit und Reichweite: Kurzes Vergnügen

Die Flugzeit ist einer der größten Kompromisse bei günstigen Drohnen. Aufgrund kleiner Akkus und oft ineffizienter Motoren beträgt die Flugdauer pro Akkuladung selten mehr als 5 bis 10 Minuten. Das mag kurz erscheinen, reicht aber oft aus, um erste Flugmanöver zu üben und Spaß zu haben. Die Ladezeit für den Akku ist dabei oft deutlich länger als die Flugzeit. Es kann sich lohnen, nach Modellen zu suchen, die austauschbare Akkus verwenden und gleich mehrere Akkus mitliefern oder anbieten, zusätzliche zu kaufen.

Auch die Reichweite ist begrenzt. Die Funkverbindung zwischen Controller und Drohne ist selten für große Distanzen ausgelegt. Rechnen Sie mit einer maximalen Reichweite von 30 bis 50 Metern, manchmal sogar weniger. Fliegen Sie zu weit weg, verlieren Sie die Kontrolle, und die Drohne landet unkontrolliert oder stürzt ab. Diese Drohnen sind ideal für das Fliegen in kleineren Gärten, Parks oder eben drinnen.

Material und Haltbarkeit: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Drohnen unter 100 Euro bestehen meist aus leichtem, einfachem Kunststoff. Das macht sie zwar wendig und unempfindlicher gegenüber leichten Stößen, aber bei stärkeren Kollisionen kann es schnell zu Brüchen kommen. Propeller sind oft das Erste, was kaputtgeht, weshalb Ersatzpropeller unbedingt zum Lieferumfang gehören sollten. Die Motoren sind in der Regel einfache Bürstenmotoren, die eine begrenzte Lebensdauer haben. Diese Drohnen sind nicht für harte Landungen oder Abstürze aus großer Höhe konzipiert.

Steuerung: Einfach und intuitiv

Die Steuerung erfolgt meist über einen mitgelieferten Controller, der einem Gamepad ähnelt. Manchmal gibt es auch die Möglichkeit, die Drohne über eine Smartphone-App zu steuern (oft für die Kameraübertragung benötigt). Die Steuerung ist in der Regel bewusst einfach gehalten, um Anfängern den Einstieg zu erleichtern. Fortgeschrittene Flugmodi wie GPS-Stabilisierung, Follow-Me, Wegpunkte oder automatische Rückkehr sind in dieser Preisklasse nicht vorhanden.

Für wen eignen sich Drohnen unter 100€?

Drohnen unter 100 Euro sind perfekt für:

  • Einsteiger, die das Drohnenfliegen ausprobieren möchten, ohne viel Geld auszugeben.
  • Kinder und Jugendliche (unter Aufsicht), die ein spannendes neues Spielzeug suchen.
  • Personen, die hauptsächlich drinnen fliegen wollen.
  • Das Üben grundlegender Flugmanöver und das Kennenlernen der Steuerung.
  • Einfachen Spaß und Unterhaltung.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Um die "beste" Drohne unter 100 Euro für *Sie* zu finden, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Funktionen: Achten Sie auf das Vorhandensein von Höhenhaltung und idealerweise Hinderniserkennung. Diese machen den Einstieg erheblich einfacher.
  • Bewertungen: Lesen Sie Kundenrezensionen. Diese geben oft Aufschluss darüber, wie gut die beworbenen Funktionen in der Praxis funktionieren und wie haltbar die Drohne ist.
  • Lieferumfang: Sind Ersatzpropeller dabei? Werden zusätzliche Akkus mitgeliefert oder sind sie separat erhältlich?
  • Ladezeit vs. Flugzeit: Seien Sie sich des Verhältnisses bewusst. Kurze Flugzeit ist normal, aber eine extrem lange Ladezeit kann nerven.
  • Größe und Gewicht: Planen Sie hauptsächlich drinnen zu fliegen, ist ein kleineres, leichtes Modell besser geeignet. Viele Modelle unter 100€ wiegen unter 250g, was in vielen Ländern rechtliche Vorteile hat (oft keine Registrierung nötig).
  • Steuerung: Liegt ein vernünftiger Controller bei? Ist die App-Steuerung optional oder notwendig?

Vorteile und Nachteile von Drohnen unter 100€

Hier ist ein kompakter Überblick, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern:

VorteileNachteile
Günstiger Einstieg ins HobbyKurze Flugzeit (oft unter 10 Min pro Akku)
Leicht zu fliegen für Einsteiger (oft mit Höhenhaltung)Geringe Reichweite
Spaß für drinnen und draußen (bei Windstille)Kameraqualität meist sehr schlecht
Viele Modelle mit nützlichen Funktionen (Hinderniserkennung)Materialien oft weniger robust
Geringes Gewicht, oft keine Registrierung nötig (unter 250g)Keine fortschrittlichen Flugmodi (GPS, Follow-Me etc.)
Ideal zum Üben und Kennenlernen der SteuerungErsatzteile können schwer erhältlich sein

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich eine Drohne unter 100€ registrieren?

In Deutschland und vielen anderen Ländern hängt die Registrierungspflicht vom Gewicht ab. Drohnen unter 250 Gramm müssen in der Regel nicht registriert werden. Viele Drohnen unter 100€ fallen in diese Kategorie. Prüfen Sie aber immer die genauen Bestimmungen für Ihr Land und das spezifische Modell auf dessen Gewicht.

Kann ich mit einer Drohne unter 100€ gute Fotos oder Videos machen?

Die Kameraqualität ist bei Drohnen in dieser Preisklasse meist sehr einfach. Sie ist eher für den Spaß oder eine grobe Orientierung gedacht. Für hochwertige Luftaufnahmen benötigen Sie deutlich teurere Modelle mit besseren Sensoren und Stabilisierungssystemen.

Wie lange kann ich mit so einer Drohne fliegen?

Die Flugzeit ist stark begrenzt, oft nur zwischen 5 und 10 Minuten pro Akku. Es ist ratsam, zusätzliche Akkus zu kaufen, falls verfügbar, um die Flugzeit zu verlängern.

Ist eine Drohne unter 100€ für Kinder geeignet?

Ja, viele Modelle sind speziell für Kinder und Einsteiger konzipiert. Funktionen wie Höhenhaltung und Hinderniserkennung machen den Einstieg leichter und sicherer. Dennoch sollten Kinder immer unter Aufsicht eines Erwachsenen fliegen.

Funktioniert die Hinderniserkennung immer zuverlässig?

Nein, bei sehr günstigen Modellen ist die Hinderniserkennung oft einfach und kann unzuverlässig sein, besonders bei bestimmten Oberflächen (z.B. Glas) oder Lichtverhältnissen. Sie ist eher als zusätzliche Hilfe zu sehen, nicht als Garant für unfallfreies Fliegen. Verlassen Sie sich nie ausschließlich auf diese Funktion.

Sind Ersatzteile für Drohnen unter 100€ leicht zu finden?

Für gängige Modelle, insbesondere von bekannten Herstellern im Spielzeugbereich, findet man oft Ersatzpropeller. Für andere Teile wie Motoren oder Gehäuseteile kann es schwieriger sein. Achten Sie beim Kauf auf die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, insbesondere Propellern.

Fazit

Eine Drohne unter 100 Euro kann ein fantastischer Weg sein, um in das Hobby des Drohnenfliegens hineinzuschnuppern. Sie bietet viel Spaß für wenig Geld und ist ideal für Einsteiger und das Fliegen in begrenzten Bereichen. Wichtige Funktionen wie Höhenhaltung und Hinderniserkennung erleichtern den Lernprozess erheblich. Seien Sie sich jedoch der Einschränkungen bewusst, insbesondere hinsichtlich Flugzeit, Reichweite und Kameraqualität. Wenn Sie realistische Erwartungen haben und wissen, worauf Sie beim Kauf achten müssen, können Sie durchaus ein passendes Modell finden, das Ihnen viel Freude bereitet.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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