Wie kann man beim Kauf von Kameraobjektiven Geld sparen?

Bokeh-Duell: f/1.4 vs. f/2.8 Objektive

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Die Wahl des richtigen Objektivs ist für viele Fotografen eine ständige Herausforderung. Mit der Zeit wächst die Ausrüstung, und die Frage, welches Werkzeug für den gewünschten Look am besten geeignet ist, wird immer präsenter. Besonders im Bereich der Porträtfotografie spielt die Hintergrundunschärfe, das sogenannte Bokeh, eine entscheidende Rolle für die Bildästhetik. Oft stellt sich die Frage: Ist ein Objektiv mit einer maximalen Blende von f/1.4 wirklich so viel besser als eines mit f/2.8, um dieses cremige, weiche Bokeh zu erzielen?

Über viele Jahre hinweg setzten viele Profis auf die Flexibilität von Zoomobjektiven wie einem 24–70 mm f/2.8 und einem 70–200 mm f/2.8. Diese Objektive boten und bieten immer noch eine hervorragende optische Qualität und den Komfort, verschiedene Brennweiten schnell abdecken zu können. Doch bei der Durchsicht von Bildern, insbesondere Porträts, keimte oft der Wunsch nach dieser speziellen, samtigen Unschärfe auf, die man von sehr lichtstarken Festbrennweiten kennt. Würden die f/2.8 Zooms eine ähnliche Bokeh-Qualität liefern wie f/1.4 Primes? Würde ein schnelles Prime-Objektiv ein Porträt wirklich verbessern?

Es ist klar, dass es neben der maximalen Blendenöffnung viele weitere Unterschiede zwischen Zoom- und Festbrennweiten gibt. Größe, Gewicht, Kosten, Schärfeleistung und der abgedeckte Brennweitenbereich sind wichtige Faktoren bei der Objektivwahl. Doch ein Fakt bleibt bestehen: Viele lichtstarke Festbrennweiten sind zwei volle Blendenstufen schneller als typische f/2.8 Zooms. Dies hat unweigerlich Auswirkungen auf die Hintergrundqualität und die Trennung des Motivs vom Hintergrund. Aber wie groß ist dieser Unterschied in der Praxis?

Was ist Bokeh und warum ist es wichtig?

Bevor wir uns dem direkten Vergleich widmen, ist es hilfreich zu verstehen, was Bokeh eigentlich ist. Bokeh beschreibt die Qualität der unscharfen Bereiche eines Bildes, insbesondere der Lichterkreise im Hintergrund. Es ist nicht einfach nur die Unschärfe an sich, sondern die Art und Weise, wie diese Unschärfe dargestellt wird – wie weich, cremig oder auch unruhig sie erscheint. Ein angenehmes Bokeh hilft dabei, das Hauptmotiv hervorzuheben, indem es den Hintergrund beruhigt und ablenkende Details verschwinden lässt. Besonders bei Porträts kann ein schönes Bokeh dem Bild eine malerische, verträumte Qualität verleihen und den Blick des Betrachters gezielt auf das Gesicht lenken.

Die Stärke der Hintergrundunschärfe wird hauptsächlich von drei Faktoren beeinflusst:

  • Blendenöffnung: Eine größere Blendenöffnung (kleinere Blendenzahl wie f/1.4 oder f/2.8) führt zu einer geringeren Schärfentiefe und somit zu stärkerer Unschärfe.
  • Brennweite: Längere Brennweiten erzeugen bei gleicher Blende und gleichem Aufnahmeabstand eine stärkere Kompression und somit eine stärkere Unschärfe des Hintergrunds.
  • Abstand: Der Abstand zwischen Kamera und Motiv sowie der Abstand zwischen Motiv und Hintergrund sind entscheidend. Je näher das Motiv an der Kamera und je weiter der Hintergrund vom Motiv entfernt ist, desto stärker wird die Unschärfe.

Die Qualität des Bokehs (wie die Unschärfe aussieht) hängt zusätzlich von der Konstruktion des Objektivs ab, insbesondere von der Anzahl und Form der Blendenlamellen und der optischen Korrektur.

Ist ein 1,4- oder 2,8-Objektiv besser?
Zweifellos waren Stimmung, Qualität und Trennung von f/1.4 besser als f/5.6 . Aber beim Vergleich von f/1.4 mit f/2.8 war der Unterschied geringer. Die f/2.8-Version hatte etwas mehr Details, aber was mir wirklich auffiel, war die Bokeh-Qualität. Das f/1.4-Bild sah weicher aus und war die bessere Wahl für ein schmeichelhaftes Porträt.

Der direkte Vergleich: f/1.4 gegen f/2.8

Um den Unterschied zwischen f/1.4 und f/2.8 in Bezug auf Bokeh und Bildwirkung praxisnah zu untersuchen, wurden verschiedene Szenarien getestet. Das Ziel war, die Bokeh-Qualität bei unterschiedlichen Blendenöffnungen zu vergleichen und weitere Vor- oder Nachteile herauszufinden.

Szenario 1: Natürliches Licht und Diffusion

Für den ersten Test wurde ein Motiv (eine Person) in einer Gasse positioniert, die ausreichend Tiefe bot, um die Unterschiede im Bokeh deutlich zu machen. Geschossen wurde bei hellem Vormittagslicht. Um das harte Sonnenlicht abzumildern und weiches, diffuses Licht zu erzeugen, wurde ein großer Diffusor (ein Sun-Swatter) über dem Motiv platziert. Dies sorgte für optimale Lichtbedingungen für ein Porträt, trotz der ungünstigen Tageszeit.

Als Objektiv kam ein 85 mm f/1.4 Festbrennweite zum Einsatz, ein beliebtes Objektiv für Porträts. Die Aufnahmen begannen bei f/1.4. Schon auf dem Kameradisplay zeigte sich die malerische Qualität des Hintergrunds bei dieser offenen Blende. Anschließend wurden Aufnahmen bei f/2.8, f/4 und f/5.6 gemacht, um den Effekt der Blendenänderung zu dokumentieren. Die Kamera war im Zeitautomatik-Modus eingestellt, sodass sich die Belichtungszeit automatisch an die gewählte Blende anpasste.

Der Unterschied zwischen f/1.4 und f/5.6 war deutlich. Die Aufnahme bei f/1.4 zeigte eine viel stärkere Trennung des Motivs vom Hintergrund und ein deutlich weicheres Bokeh. Der Unterschied zwischen f/1.4 und f/2.8 war weniger gravierend, aber immer noch erkennbar. Bei f/2.8 war der Hintergrund etwas detaillierter, aber das Bokeh bei f/1.4 wirkte insgesamt sanfter und schmeichelhafter für ein Porträt. Die Belichtungszeiten bei f/1.4 waren sehr kurz (um 1/3200 Sekunde), was den Einsatz von Blitzlicht ohne spezielle Techniken erschwert hätte.

Szenario 2: Aufhellen mit Speedlights und Softbox

Das Fotografieren bei offener Blende wie f/1.4 im Freien kann, insbesondere bei hellem Sonnenlicht, Herausforderungen beim Blitzen mit sich bringen. Herkömmliche Blitzsynchronzeiten sind oft viel länger als die benötigten Belichtungszeiten. Zwar erlauben moderne Speedlights die High-Speed-Synchronisation (HSS), bei der der Blitz über die gesamte Belichtungszeit hinweg pulsiert, was sehr kurze Verschlusszeiten ermöglicht. Allerdings geht dies oft mit einem erheblichen Leistungsverlust einher.

Um diese Herausforderung zu meistern und gleichzeitig die Prime-Objektiv-Frage weiter zu untersuchen, wurde ein Szenario mit Blitzlicht aufgebaut. Verwendet wurde eine 50 mm f/1.8 Festbrennweite und eine Softbox (ein 30 Zoll FourSquare), die mit drei Speedlights bestückt war. Die Softbox sorgte für weiches Licht, und die Kombination mehrerer Blitze half, den Leistungsverlust im HSS-Modus auszugleichen. Die Auslösung erfolgte drahtlos per Funksignal, was bei hellem Sonnenlicht zuverlässiger ist als optische Auslöser.

Auch in diesem Szenario wurde mit verschiedenen Blenden fotografiert. Der Vergleich zwischen f/1.8 (der größten Blendenöffnung dieses Objektivs) und f/2.8 zeigte erneut einen spürbaren Unterschied. Obwohl es sich nur um etwas mehr als eine Blendenstufe handelte, wirkte der Hintergrund bei f/1.8 offener und das Bokeh angenehmer. Dies bestätigte die Tendenz, dass offenere Blenden zu einem schöneren Bokeh führen.

Szenario 3: High-Sync Blitz und Weitwinkel

Um noch mehr Leistung für größere Lichtformer und die Möglichkeit, das Umgebungslicht stärker zu unterbelichten, zu haben, wurde für das dritte Szenario ein portabler Studioblitz (Elinchrom ELB 400 mit Quadra HS Kopf) verwendet. Dieses System unterstützt Elinchroms Hi-Sync-Technologie, die im Gegensatz zu HSS den Blitzimpuls zeitlich so abstimmt, dass er mit sehr kurzen Verschlusszeiten (bis zu 1/4000 Sekunde) perfekt synchronisiert. Dies ermöglicht eine hohe Blitzleistung auch bei schnellen Verschlusszeiten.

Als Objektiv kam diesmal eine 35 mm f/1.4 Festbrennweite zum Einsatz, ein Weitwinkelobjektiv mit sehr hoher Lichtstärke. Die Aufnahmen fanden an einem anderen Ort statt, einer Gasse mit charakteristischen Ziegelwänden im Hintergrund, um die Darstellung des Bokehs auf einer anderen Textur zu sehen. Verwendet wurde eine größere Softbox (eine 39 Zoll Elinchrom Rotalux Octa) für noch weicheres Licht. Zusätzlich wurde das Umgebungslicht bewusst um eine Blendenstufe unterbelichtet, um die Trennung des Motivs vom Hintergrund weiter zu betonen.

Wieder wurden Aufnahmen bei verschiedenen Blenden von f/1.4 bis f/5.6 gemacht. Eine interessante Entdeckung bei diesem Szenario war, dass der Unterschied zwischen f/1.4 und f/5.6 bei der Weitwinkel-Festbrennweite noch deutlicher ausfiel als bei den anderen getesteten Objektiven. Warum? Weil bei einem Weitwinkelobjektiv ein größerer Teil des Hintergrunds im Bild zu sehen ist, was Veränderungen der Schärfentiefe und des Bokehs offensichtlicher macht. Die Bilder bei f/1.4 gefielen in diesem Szenario deutlich besser als die bei f/5.6.

Ein weiterer Punkt, der bei diesen Tests offensichtlich wurde: Das Fotografieren bei sehr offenen Blenden wie f/1.4 erfordert eine extrem präzise Fokusstechnik. Der Fokuspunkt muss exakt auf dem Auge des Modells liegen, sonst wird das Bild schnell unscharf. Selbst bei leicht gedrehtem Kopf kann es sein, dass ein Auge scharf ist, das andere aber aufgrund der extrem geringen Schärfentiefe bereits unscharf wird. Bei einem 85 mm Objektiv, das für engere Kopfporträts verwendet wurde, waren bei f/1.4 die Augen gestochen scharf, während Nase und Ohren bereits leicht unscharf waren.

Ist ein schnelles Prime-Objektiv die Investition wert?

Nach diesen Tests stellt sich erneut die Frage: Braucht man wirklich ein f/1.4 Festbrennweite für das beste Porträt-Bokeh? Die Antwort lautet, wie so oft in der Fotografie: „Es kommt darauf an.“

Basierend auf den Tests zeigte sich, dass das Bokeh bei der 35 mm Weitwinkel-Festbrennweite bei f/1.4 im Vergleich zu f/5.6 eindeutig bevorzugt wurde. Bei der 85 mm Festbrennweite gab es ebenfalls einen Bokeh-Unterschied zwischen f/1.4 und f/5.6, aber da bei 85 mm und engen Kopfporträts ohnehin weniger Hintergrund sichtbar ist, könnte ein gutes 70–200 mm f/2.8 Zoom für viele Zwecke bereits ausreichend sein. Ja, das Bokeh bei 85 mm f/1.4 ist schöner als bei f/2.8, aber die Investition in diese Festbrennweite, wenn man bereits ein 70–200 mm f/2.8 besitzt, sollte gut überlegt sein.

Was ist der Unterschied zwischen Zoomobjektiv und Teleobjektiv?
Die lockere Definition von Teleobjektiv, die die meisten Menschen heute verwenden, ist einfach jedes Objektiv mit längerer Brennweite, also länger als der mittlere "normale" Bereich. Ein Zoomobjektiv ist ein Objektiv, dessen Brennweite verändert werden kann.

Wenn man jedoch gerne Umweltporträts fotografiert, bei denen das Motiv in seiner Umgebung gezeigt wird, ist der Effekt der geringen Schärfentiefe bei einer Weitwinkel-Festbrennweite wie der 35 mm f/1.4 besonders eindrucksvoll und die Kaufentscheidung für ein solches Objektiv fällt leichter.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Kosten. f/1.8 Festbrennweiten sind oft deutlich günstiger als ihre f/1.4 Gegenstücke – manchmal fast 1.000 Euro Unterschied. Der Unterschied in der Lichtstärke beträgt nur etwa 2/3 Blendenstufen, was bedeutet, dass der Unterschied in der Schärfentiefe und der maximalen Hintergrundunschärfe nicht riesig ist. Allerdings ist nicht jedes Bokeh gleich; die Qualität des Bokehs kann von Objektiv zu Objektiv variieren, selbst bei gleicher Blendenöffnung.

Zusammenfassung der Unterschiede

Um die Entscheidung zu erleichtern, hier eine vereinfachte Gegenüberstellung der typischen Eigenschaften:

EigenschaftLichtstarke Festbrennweite (z.B. f/1.4, f/1.8)Lichtstarkes Zoomobjektiv (z.B. f/2.8)
Maximale BlendeSehr groß (kleine Zahl)Groß (aber kleiner als bei sehr schnellen Primes)
Schärfentiefe bei OffenblendeSehr geringGeringer als bei Primes, aber immer noch gering
Bokeh QualitätOft sehr weich und cremig (abhängig vom Design)Gut, aber oft nicht so weich wie bei den besten Primes bei Offenblende
LichtstärkeErmöglicht Aufnahmen bei sehr wenig LichtErmöglicht Aufnahmen bei wenig Licht, aber weniger als Primes
Flexibilität (Brennweite)Fixe BrennweiteVariabler Brennweitenbereich
Größe & GewichtVariabel, aber oft kompakter als Zooms (pro Brennweite)Oft größer und schwerer
KostenSchnelle Primes (f/1.4) sind oft teuer; f/1.8 Primes sind günstigerTeuer, da sie einen weiten Brennweitenbereich abdecken
Fokusgenauigkeit bei OffenblendeExtrem kritischKritisch, aber weniger fehleranfällig als bei f/1.4

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier beantworten wir einige gängige Fragen rund um lichtstarke Objektive und Bokeh:

F: Erzeugt jedes f/1.4 Objektiv ein schönes Bokeh?
A: Nein. Während die offene Blende eine geringe Schärfentiefe ermöglicht, hängt die Qualität des Bokehs stark von der optischen Konstruktion des Objektivs ab. Manche Objektive erzeugen ein cremiges, weiches Bokeh, andere ein unruhigeres oder 'nervöses' Bokeh.

F: Kann ich mit einem f/2.8 Zoom auch ein gutes Bokeh erzielen?
A: Ja, absolut. Besonders bei längeren Brennweiten (z.B. 200 mm) und geringem Abstand zum Motiv kann ein f/2.8 Zoom eine sehr gute Hintergrundunschärfe und ein ansprechendes Bokeh liefern. Der Effekt ist möglicherweise nicht ganz so extrem wie bei einem f/1.4 Prime bei gleicher Brennweite, aber für viele Zwecke mehr als ausreichend.

F: Ist f/1.8 eine gute Alternative zu f/1.4?
A: Oft ja. f/1.8 Objektive sind deutlich lichtstärker als f/2.8 und bieten eine merkbar geringere Schärfentiefe und ein besseres Bokeh als Zooms. Der Unterschied zu f/1.4 ist vorhanden, aber oft nicht so groß, dass der deutlich höhere Preis für f/1.4 Objektive für jeden gerechtfertigt ist. Für viele Fotografen stellen f/1.8 Primes einen hervorragenden Kompromiss dar.

F: Warum ist das Fokussieren bei f/1.4 so schwierig?
A: Bei f/1.4 ist die Schärfentiefe extrem gering, oft nur wenige Millimeter oder Zentimeter. Selbst kleinste Bewegungen des Motivs oder leichte Ungenauigkeiten im Fokuspunkt können dazu führen, dass wichtige Bereiche (wie die Augen in einem Porträt) unscharf werden. Eine präzise Autofokus-Einstellung oder manuelles Fokussieren mit Vergrößerung sind unerlässlich.

F: Brauche ich unbedingt eine Festbrennweite für Porträts?
A: Nein. Viele professionelle Porträts werden mit Zoomobjektiven wie einem 70–200 mm f/2.8 aufgenommen. Festbrennweiten bieten oft eine etwas höhere Schärfe (insbesondere bei Offenblende) und die Möglichkeit für noch geringere Schärfentiefe und weicheres Bokeh. Sie zwingen den Fotografen auch, sich mehr zu bewegen, was die Bildkomposition verbessern kann. Aber ein Zoom ist keineswegs eine schlechte Wahl.

Fazit

Ob ein f/1.4 oder ein f/2.8 Objektiv „besser“ ist, hängt stark von der individuellen Situation, den fotografischen Vorlieben und dem Budget ab. Lichtstarke Festbrennweiten mit f/1.4 oder f/1.8 bieten das Potenzial für extrem geringe Schärfentiefe und ein besonders weiches, oft als „cremig“ beschriebenes Bokeh, das sich hervorragend zur Freistellung des Motivs eignet. Besonders bei Weitwinkelbrennweiten und Umweltporträts kann der Effekt bei f/1.4 sehr eindrucksvoll sein.

f/2.8 Zoomobjektive sind unglaublich vielseitig, bieten eine sehr gute Bildqualität und ausreichend geringe Schärfentiefe für die meisten Porträtanwendungen, insbesondere bei längeren Brennweiten. Sie sind oft die praktischere Wahl für Fotografen, die Flexibilität benötigen.

Die Entscheidung für oder gegen ein schnelles Prime-Objektiv sollte auf den eigenen Bedürfnissen basieren. Wer das ultimative Bokeh und die maximale Lichtstärke sucht und bereit ist, den höheren Preis und die geringere Flexibilität in Kauf zu nehmen, wird die Vorteile einer f/1.4 oder f/1.8 Festbrennweite schätzen. Wer bereits ein hochwertiges f/2.8 Zoom besitzt und hauptsächlich Porträts macht, bei denen der Hintergrund nicht extrem unscharf sein muss, kommt damit wahrscheinlich bestens zurecht.

Letztendlich sind Kamera, Objektive und Blitz nur Werkzeuge. Ein großartiges Porträt entsteht durch viele Faktoren: das Motiv, den Ort, die Beziehung zum Modell und die Emotionen, die eingefangen werden. Die Wahl des Objektivs kann die Bildwirkung beeinflussen, aber sie ist nur ein Teil des Puzzles. Mit dem Wissen um die Unterschiede zwischen f/1.4 und f/2.8 können Sie nun eine fundiertere Entscheidung treffen, welches Werkzeug Ihnen hilft, Ihre fotografische Vision zu verwirklichen.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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