Warum trug Karl Lagerfeld immer eine Brille?

Karl Lagerfelds verborgene Welt: Geheimnisse

Rating: 4.9 (6123 votes)

Karl Lagerfeld war weit mehr als nur ein Modeschöpfer; er war eine globale Ikone, ein Phänomen, dessen Einfluss die Welt der Mode über Jahrzehnte prägte. Sein plötzlicher Tod im Alter von 85 Jahren hinterließ eine immense Lücke und zog weltweite Trauer nach sich. Während Lagerfeld auf den großen Bühnen der Mode zu Hause war und eine unverkennbare öffentliche Präsenz hatte, hütete er sein Privatleben sorgfältig. Details über den Menschen hinter der Sonnenbrille und dem weißen Zopf waren rar gesät. Doch im Laufe der Jahre und insbesondere nach seinem Tod traten einige faszinierende Geheimnisse und persönliche Einblicke ans Licht, die ein vollständigeres Bild dieser komplexen Persönlichkeit zeichnen.

Welche Sexualität hatte Karl Lagerfeld?
Das Liebesleben und die Rolle von Jacques de Bascher Sehr selten sprach Karl Lagerfeld über sein Liebesleben. Doch in einem Interview mit Metro World News sagen er auf die Frage, ob er einen starken Sexualtrieb habe: „Nein, daran bin ich nicht sehr interessiert.

Musen: Die Inspirationen eines Genies

Karl Lagerfeld besaß einen bemerkenswerten Instinkt für Frauen. Es ging ihm nicht nur um äußere Schönheit, sondern um eine besondere Aura, etwas Außergewöhnliches, das oft seiner Zeit voraus war. Diese Frauen, seine Musen, spielten eine zentrale Rolle in seinem kreativen Prozess und inspirierten unzählige Kollektionen. Sie waren nicht nur Modelle, sondern Partnerinnen im Geiste, die seine Visionen verkörperten und mit Leben füllten. Ihre Beziehung war oft tief und von gegenseitigem Respekt geprägt.

Eine seiner berühmtesten Musen war zweifellos Claudia Schiffer. Das deutsche Supermodel verkörperte für Lagerfeld eine bestimmte Form von Schönheit und Eleganz, die perfekt zum Haus Chanel passte. Schiffer selbst beschrieb die transformative Wirkung Lagerfelds auf ihr Leben mit bewegenden Worten: „Karl war mein Feenstaub, er verwandelte mich von einem schüchternen deutschen Mädchen in ein Supermodel.“ Sie nannte ihn den Warhol der Modewelt, eine unersetzliche Figur. Diese Aussage unterstreicht die Tiefe und Bedeutung der Beziehung zwischen Designer und Muse.

Neben Claudia Schiffer gab es viele weitere Frauen – und auch Männer –, die Lagerfeld inspirierten und mit denen er enge berufliche und oft auch persönliche Bande knüpfte. Die Liste seiner Musen ist lang und illustriert die Vielfalt der Persönlichkeiten, die ihn anzogen und herausforderten. Dazu gehörten unter anderem:

  • Claudia Schiffer
  • Inès de la Fressange
  • Stella Tennant
  • Baptiste Giaboconi
  • Cara Delevingne
  • Lily Allen
  • Beth Ditto

Jede einzelne von ihnen brachte eine einzigartige Facette in Lagerfelds Arbeit ein und half ihm, die ständig neuen Interpretationen von Stil und Eleganz zu schaffen, die seine Karriere prägten.

Choupette: Die Katze als Lebenspartnerin

Vielleicht das ungewöhnlichste, aber gleichzeitig rührendste Geheimnis Karl Lagerfelds war die zentrale Stellung seiner Birma-Katze Choupette in seinem Leben. Choupette war nicht einfach nur ein Haustier; sie war eine Gefährtin, eine Inspirationsquelle und für Lagerfeld offenbar von unschätzbarem Wert. Die Katze führte ein Leben im Luxus, hatte eigenes Personal und sogar ein eigenes Social-Media-Profil, über das Einblicke in ihr – und damit auch in Lagerfelds – Leben geteilt wurden.

Die Tiefe seiner Zuneigung zu Choupette wird besonders deutlich in einem Zitat aus dem Jahr 2018, als er über seine Vorstellungen für seine eigene Beerdigung sprach. Auf die Frage nach seinen Wünschen antwortete er, er wolle verbrannt werden und seine Asche solle zusammen mit der seiner Mutter verstreut werden. Und dann fügte er hinzu, was viele überraschte: „...und mit der von Choupette, wenn sie vor mir stirbt.“ Diese Aussage zeigt eindrucksvoll, welchen Stellenwert die Katze in Lagerfelds emotionalem Kosmos einnahm – auf einer Stufe mit seiner Mutter.

Hat Karl Lagerfeld Cola getrunken?
Karl Lagerfeld trank niemals warme Getränke. Von morgens bis abends stand bei ihm Cola light auf dem Tisch. Davon trank er zehn Dosen. Dem Getränk schrieb er auch seinen Diäterfolg zu.

Das Liebesleben: Jacques de Bascher, die große Liebe

Das Thema Liebe und Sexualität war ein Bereich, über den Karl Lagerfeld nur äußerst selten sprach. In der Öffentlichkeit gab er sich oft reserviert, wenn es um private Beziehungen ging. Umso aufschlussreicher sind die wenigen Aussagen, die er dazu machte. In einem Interview mit Metro World News wurde er direkt nach seinem Sexualtrieb gefragt. Seine Antwort war verblüffend direkt und für viele unerwartet: „Nein, daran bin ich nicht sehr interessiert.“ Er fügte hinzu, dass er Sex für ein „überbewertetes Thema“ halte.

Diese scheinbare Desinteresse an Sexualität kontrastiert stark mit der Tatsache, dass es eine Person gab, die Karl Lagerfeld in einem Interview als „die Liebe meines Lebens“ bezeichnete: Jacques de Bascher. De Bascher war ein französischer Dandy, der in den 1970er und 1980er Jahren eine wichtige Figur in der Pariser High Society war. Er und Lagerfeld führten über viele Jahre eine Beziehung, die offenbar von tiefer Zuneigung und Verbundenheit geprägt war, auch wenn die genaue Natur ihrer Beziehung und die Frage, ob sie ausschließlich monogam war, Gegenstand von Spekulationen blieben.

Jacques de Bascher starb 1989 im Alter von nur 38 Jahren an den Folgen von AIDS. Sein Tod war ein schwerer Schlag für Karl Lagerfeld und markierte einen Wendepunkt in dessen Leben. Dass Lagerfeld, der so sparsam mit persönlichen Bekenntnissen war, de Bascher öffentlich als „die Liebe meines Lebens“ bezeichnete, unterstreicht die immense Bedeutung dieser Beziehung für ihn, unabhängig von seinen Ansichten über Sexualität im Allgemeinen. Es war offenbar eine tiefe, emotionale und intellektuelle Verbindung, die über physische Aspekte hinausging und sein Leben nachhaltig prägte.

Der Workaholic, der keiner sein wollte

Trotz seiner enormen Produktivität und der schier endlosen Anzahl an Projekten, an denen er gleichzeitig arbeitete, lehnte Karl Lagerfeld die Bezeichnung „Workaholic“ ab. „Bitte sagen Sie nicht, dass ich hart arbeite“, zitierte ihn der britische Independent. Für ihn war es offenbar keine Last, sondern eine Leidenschaft, der er mit Hingabe nachging. Er argumentierte, dass ihn niemand dazu zwinge und dass die Menschen Kleider kauften, um glücklich zu sein, nicht um zu hören, wie jemand für ein Stück Stoff gelitten habe. Diese Aussage zeigt seine professionelle Distanzierung vom Klischee des leidenden Künstlers; für ihn stand das Ergebnis, die Freude des Kunden, im Vordergrund.

Doch ungeachtet seiner Worte war Lagerfeld zweifellos einer der fleißigsten und umtriebigsten Menschen in der Modewelt. Er arbeitete an zahlreichen Kollektionen für verschiedene Häuser gleichzeitig, entwarf Kostüme für Theater und Film, fotografierte Kampagnen und veröffentlichte Bücher. Ein Bild, das über Choupettes Instagram-Account geteilt wurde, illustriert dieses kreative Chaos perfekt: Es zeigt Lagerfeld an seinem Schreibtisch, der fast vollständig unter einem Berg von Briefen, Skizzen und Papieren verschwindet. Nur sein Kopf ragt aus dem Stapel hervor – und Choupette sitzt seelenruhig mitten darauf. Dieses Bild spricht Bände über die Arbeitsweise des Designers und die ständige Flut von Ideen und Aufgaben, die sein Leben bestimmten.

Warum gibt es kein Lagerfeld Photo mehr?
Ein Parfum von Karl Lagerfeld für Herren, erschienen im Jahr 1990. Der Duft ist holzig-würzig. Die Produktion wurde offenbar eingestellt.

Die eiserne Disziplin: Ernährung und Gewichtsverlust

Nach dem Tod seines langjährigen Partners Jacques de Bascher im Jahr 1989 nahm Karl Lagerfeld zu. Anfang der 2000er Jahre entschied er sich jedoch zu einer radikalen Veränderung. In nur 18 Monaten verlor er beeindruckende 42 Kilogramm. Dieser drastische Gewichtsverlust war nicht nur eine persönliche Entscheidung, sondern auch ein Statement. Er wollte in die schmal geschnittenen Anzüge von Hedi Slimane passen, dem damaligen Designer von Dior Homme. Dies zeigt, wie Mode und persönliche Entscheidungen bei Lagerfeld oft Hand in Hand gingen.

Sein Arzt, Dr. Jean-Claude Houdret, beschrieb 2017 in einem Interview Lagerfelds Willenskraft als „eisern“. Der Designer folgte einer von Houdret entwickelten Diät, die auf einer Liste von erlaubten und verbotenen Lebensmitteln basierte, ohne strikt auf Trennkost zu setzen. Lagerfeld selbst enthüllte in einem Interview mit Harpers’ Bazaar ein weiteres Detail seiner Ernährungsweise, das für Gesprächsstoff sorgte: „Ich trinke von morgens bis abends ausschließlich Diät-Cola. Ich trinke sie sogar nachts.“ Dieser extreme Konsum von Diät-Limonade wurde zu einem weiteren seiner bekannten – und oft diskutierten – Gewohnheiten.

Die Brille: Mehr als nur ein Accessoire

Die schwarz getönte Sonnenbrille war neben dem weißen Zopf vielleicht das markanteste Erkennungszeichen Karl Lagerfelds. Sie war so untrennbar mit seinem Image verbunden, dass man ihn sich kaum ohne vorstellen konnte. Doch die Brille war nicht nur ein modisches Statement oder ein Mittel, sich vor neugierigen Blicken zu schützen, obwohl Lagerfeld zugab, sich ohne sie „nackt“ zu fühlen. Es gab einen konkreten, lebensverändernden Grund, warum er sie seit 1967 ununterbrochen trug.

In einem Interview mit „ZEITmann“ erzählte Lagerfeld die Geschichte hinter der Brille. Er war mit einer Bekannten in einem Nachtclub, als ein Mann, mit dem sie früher liiert war, versuchte, ihr ein Glas an den Kopf zu werfen. Der Wurf verfehlte die Frau, traf aber Lagerfelds Auge. Zufälligerweise trug er an diesem Abend eine Brille, da er leicht kurzsichtig war. Das Gestell der Brille fing die Wucht des Glases ab und verhinderte eine schwere Verletzung. Lagerfeld wurde bewusst: „An dem Tag hatte ich zufällig eine Brille auf... Das Gestell hat die Wucht abgefangen, sonst hätte ich jetzt ein Auge weniger.“ Dieses Erlebnis führte dazu, dass er seitdem nie mehr ohne Brille aus dem Haus ging. Was als Schutz begann, wurde zu einem integralen Bestandteil seiner Identität.

Häufig gestellte Fragen zu Karl Lagerfelds Leben

Die Person Karl Lagerfeld wirft viele Fragen auf, insbesondere wenn es um sein Privatleben geht. Hier sind Antworten auf einige der häufigsten:

Welche Sexualität hatte Karl Lagerfeld?

Karl Lagerfeld sprach selten über seine Sexualität. Er bezeichnete Sex als „überbewertetes Thema“ und zeigte öffentlich wenig Interesse daran. Allerdings nannte er seinen langjährigen Partner Jacques de Bascher, der 1989 an AIDS starb, „die Liebe meines Lebens“. Dies deutet auf eine tiefe emotionale und romantische Beziehung hin, unabhängig von seinen allgemeinen Ansichten über Sexualität.

Welche Sexualität hatte Karl Lagerfeld?
Das Liebesleben und die Rolle von Jacques de Bascher Sehr selten sprach Karl Lagerfeld über sein Liebesleben. Doch in einem Interview mit Metro World News sagen er auf die Frage, ob er einen starken Sexualtrieb habe: „Nein, daran bin ich nicht sehr interessiert.

Warum trug Karl Lagerfeld immer eine Brille?

Karl Lagerfeld trug seine Sonnenbrille seit 1967. Der Grund war ein Vorfall in einem Nachtclub, bei dem er von einem geworfenen Glas am Auge getroffen wurde. Seine Brille fing die Wucht ab und verhinderte eine schwere Verletzung. Seitdem trug er sie als Schutz und fühlte sich ohne sie unwohl.

Hatte Karl Lagerfeld Haustiere?

Ja, Karl Lagerfeld hatte eine sehr berühmte und geliebte Birma-Katze namens Choupette. Sie war ihm extrem wichtig und nahm eine zentrale Stellung in seinem Leben ein.

War Karl Lagerfeld ein Workaholic?

Obwohl er die Bezeichnung ablehnte, war Karl Lagerfeld für seine außergewöhnliche Arbeitsmoral und Produktivität bekannt. Er arbeitete an zahlreichen Projekten gleichzeitig und war bis ins hohe Alter aktiv.

Trank Karl Lagerfeld Cola?

Ja, Karl Lagerfeld war bekannt dafür, große Mengen Diät-Cola zu trinken. Er sagte, er trinke sie von morgens bis abends und sogar nachts.

Karl Lagerfeld war ein Meister der Inszenierung, auch seiner eigenen Person. Die wenigen Einblicke in sein Privatleben, die er gewährte oder die nach seinem Tod bekannt wurden, zeichnen das Bild eines Mannes, der ebenso komplex wie brillant war. Seine Beziehungen zu seinen Musen, die ungewöhnliche, aber tiefe Bindung zu seiner Katze Choupette, die tragische Liebe zu Jacques de Bascher, seine unermüdliche Arbeitsmoral und die Geschichten hinter seinen Markenzeichen – all dies sind Puzzleteile, die helfen, die Ikone Karl Lagerfeld besser zu verstehen.

Hat dich der Artikel Karl Lagerfelds verborgene Welt: Geheimnisse interessiert? Schau auch in die Kategorie Ogólny rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!

Avatar photo

Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

Go up