Welche Katzenklappen sind die besten?

Flappie: KI-Katzenklappe stoppt unerwünschte Beute

Rating: 4.45 (8524 votes)

Katzen sind geliebte Familienmitglieder in Millionen von Haushalten. Doch so sehr wir unsere schnurrenden Freunde auch lieben, es gibt eine Sache, die fast alle Katzenbesitzer hassen: die unliebsamen „Geschenke“, die sie uns in Form von erbeuteten Tieren mit nach Hause bringen. Ob Mäuse, Vögel oder andere Kleintiere – die zerfledderten Überreste auf dem Teppich oder im Flur sind nicht nur unappetitlich, sondern auch ein Problem für die lokale Artenvielfalt. Allein in der Schweiz sollen Katzen jährlich Millionen von Vögeln töten. Ein Schweizer Start-up namens Flappie hat sich diesem Problem nun angenommen und eine innovative Lösung entwickelt: eine Katzenklappe, die auf Künstlicher Intelligenz basiert.

Wie funktioniert eine Katzenklappe mit Beuteerkennung?
Die Klappe ist mit Bewegungsmelder, Infrarotkamera und Infrarotbeleuchtung ausgestattet und wird über einen Algorithmus gesteuert, der ähnlich wie eine Gesichtserkennungssoftware funktioniert. Erkennt die KI eine lebende oder tote Beute im Katzenmaul, wird die Klappe gesperrt.

Die Idee ist so einfach wie genial: Eine smarte Katzenklappe, die erkennt, ob die Katze etwas im Maul trägt, und ihr in diesem Fall den Zutritt ins Haus verweigert. Das verspricht nicht nur ein saubereres Zuhause, sondern könnte auch dazu beitragen, die Anzahl der von Hauskatzen erbeuteten Wildtiere zu reduzieren. Hinter Flappie stehen die Zwillingsbrüder Oliver und Denis Widler, Absolventen der ETH Zürich, die selbst Katzenbesitzer sind und das Problem aus eigener Erfahrung kennen.

Was genau ist Flappie und wie funktioniert es?

Flappie ist nicht einfach nur eine weitere Katzenklappe. Es ist ein Hightech-Gerät, das modernste Technologie nutzt, um eine der größten Herausforderungen für Katzenbesitzer zu lösen. Im Kern von Flappie steckt eine Künstliche Intelligenz (KI), die darauf trainiert wurde, Beute im Maul einer Katze zu erkennen. Wenn sich eine Katze der Klappe nähert, kommt eine Kombination aus Bewegungsmelder, Infrarotkamera und Infrarotbeleuchtung zum Einsatz. Die Kamera nimmt Bilder auf, die dann von einem intelligenten Algorithmus analysiert werden.

Dieser Algorithmus funktioniert ähnlich wie eine Gesichtserkennungssoftware, ist aber speziell darauf ausgelegt, Formen und Muster zu identifizieren, die auf Beute hindeuten. Erkennt die KI eine Maus, einen Vogel oder ein anderes Tier im Maul der Katze, bleibt die Klappe verriegelt. Erst wenn die Katze ihre Beute fallen lässt, gewährt Flappie wieder Einlass. Laut den Entwicklern hat die Beuteerkennung mittlerweile eine Erfolgsquote von über 90 Prozent erreicht.

Die Entwicklung: Von der Idee zum intelligenten Prototyp

Die Idee zu Flappie entstand 2019 am Küchentisch, inspiriert von einem unerwünschten „Geschenk“ der eigenen Katze. Was als einfacher Prototyp und das Training einer ersten KI mit Daten der eigenen Katzen begann, stieß schnell an seine Grenzen. Die cleveren Katzen fanden Wege, die frühe Version der Klappe auszutricksen. Um die KI robuster und zuverlässiger zu machen, starteten die Widler-Brüder das „Flappie Innovator Program“. Dabei wurden Prototypen zu einem reduzierten Preis an interessierte Katzenbesitzer verschickt. Die von diesen Testern gesammelten Daten – inklusive lustiger Zwischenfälle wie dem Versuch, Raclette-Käse ins Haus zu schmuggeln – halfen maßgeblich dabei, die KI weiter zu trainieren und die Erkennungsrate zu verbessern.

Die Auswertung der Daten aus diesem Programm war nicht nur technisch wertvoll, sondern lieferte auch unterhaltsame Einblicke in das Verhalten der Tiere. Es zeigte sich, dass Katzen tatsächlich schlauer sind als oft angenommen und schnell lernen, wie der Mechanismus funktioniert. Sie verstehen, dass sie die Beute vor der Klappe ablegen müssen, um ins Haus zu gelangen.

Wann wird Flappie auf den Markt kommen?
«Flappie» kostet 370 Franken Im Frühjahr 2024 soll die Katzentür auf den Markt kommen.

Mehr als nur Beuteerkennung: Zusätzliche Features von Flappie

Flappie konzentriert sich zwar stark auf die Beuteerkennung als Hauptmerkmal (der sogenannte USP), bietet aber auch weitere nützliche Funktionen, die über die Fähigkeiten herkömmlicher Katzenklappen hinausgehen:

  • Mikrochip-Erkennung: Wie viele moderne Katzenklappen kann auch Flappie die hauseigene Katze anhand ihres implantierten Mikrochips erkennen. Dies stellt sicher, dass nur Ihre eigenen Katzen Zutritt erhalten und fremde Tiere draußen bleiben.
  • App-Konnektivität: Flappie lässt sich mit einer Smartphone-App verbinden. Über die App erhalten Besitzer Informationen über die Nutzung der Katzenklappe, zum Beispiel wann die Katze das Haus verlassen oder betreten hat. Die App liefert sogar Fotos und Videos vom Geschehen vor der Klappe – oft inklusive der Versuche der Katze, mit Beute hineinzukommen.
  • Statistiken: Nutzer können über die App zur Datenerfassung beitragen und Statistiken über die von ihrer Katze gefangenen Tiere sammeln (sofern sie dies wünschen).
  • Tierarztmodus: Ein praktisches Feature ist der Tierarztmodus, der über die App eingestellt werden kann. Wenn eine Katze krank oder verletzt ist und nicht nach draußen darf, kann der Zutritt individuell für dieses Tier gesperrt werden.
  • Smart Home Integration: Flappie soll in Smart Home Systeme integrierbar sein. Dies ermöglicht erweiterte Automatisierungen, wie beispielsweise das automatische Sperren der Klappe in bestimmten Situationen.
  • Datensicherheit: Die Entwickler legen Wert auf Datensicherheit. Die gesamte Berechnung für die Beuteerkennung findet direkt auf der Klappe statt und nicht auf externen Servern, was die Privatsphäre der Nutzer schützt.

Wann kommt Flappie auf den Markt?

Die Frage, die viele Katzenbesitzer brennend interessiert, ist natürlich: Wann kann ich diese smarte Katzenklappe kaufen? Nach erfolgreichen Tests und der Erreichung einer hohen Erkennungsrate ist Flappie bereit für die Markteinführung.

Laut den Gründern soll Flappie im Frühjahr 2024 auf den Markt kommen. Ein genaueres Datum kann und möchte man derzeit noch nicht nennen, da dies von Faktoren wie dem Zertifizierungsprozess und anderen externen Einflüssen abhängt. Es wird jedoch erwartet, dass die Markteinführung eher gegen Ende Frühling 2024 erfolgen wird.

Die Vorbereitungen für die industrielle Fertigung laufen bereits. Während die ersten Prototypen noch mit 3D-Druckern hergestellt wurden, testet das Team nun gängige Spritzgussverfahren für die Massenproduktion. Die Serienfertigung soll voraussichtlich ab Herbst 2023 beginnen, um die Klappen für den geplanten Verkaufsstart im Frühjahr 2024 verfügbar zu haben.

Was wird Flappie kosten?

Der Preis für die Flappie Katzenklappe im Vorverkauf liegt aktuell bei 370 Schweizer Franken. Es ist möglich, dass der endgültige Preis bei der offiziellen Markteinführung leicht variieren kann, aber dies gibt einen guten Anhaltspunkt für die Investition, die für diese intelligente Lösung erforderlich ist.

Flappie im Vergleich zu herkömmlichen Katzenklappen

Um den Mehrwert von Flappie zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Arten von Katzenklappen, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind:

MerkmalFlappie (KI-Klappe)Klassische FreilauftürMagnetklappeMikrochip-KlappeInfrarot-Klappe
BeuteerkennungJa (KI-basiert)NeinNeinNeinNein
Zutrittskontrolle (nur eigene Katze)Ja (per Mikrochip)NeinJa (per Magnethalsband)Ja (per Mikrochip oder Anhänger)Ja (per Infrarot-Halsband)
App / Smart HomeJaNeinNeinTeilweise bei teureren ModellenNein
Stromversorgung nötig?Ja (für KI & Chip)NeinNein (oft, nur für Verriegelung)Ja (für Chip-Erkennung)Ja
Halsband nötig?Nein (wenn Katze gechippt)NeinJa (mit Magnet)Nein (wenn Katze gechippt)Ja (mit Infrarot-Schlüssel)
Preis (ungefähr)Hoch (ca. 370 CHF)Sehr niedrigNiedrig bis mittelMittel bis hochMittel
VorteileStoppt Beute, nur eigene Katze rein, App-Features, Smart Home, DatensicherheitEinfach, günstig, keine TechnikGünstige ZutrittskontrolleSehr zuverlässige Zutrittskontrolle, kein Halsband nötig bei ChipZutrittskontrolle
NachteileTeuer, Strom nötig, Markteinführung steht bevorJedes Tier kommt rein, keine KontrolleHalsband nötig, andere Katzen mit Magnet kommen rein, Katze muss Klappe berührenTeuer, Strom/Batterien nötigHalsband nötig, Schlüssel kann stören/verloren gehen, Strom nötig

Wie die Tabelle zeigt, ist Flappie die einzige auf dem Markt (bzw. kurz vor der Markteinführung) befindliche Lösung, die das Problem der mitgebrachten Beute direkt adressiert. Während Mikrochip-Klappen bereits eine hervorragende Zutrittskontrolle bieten, fehlte bislang die Intelligenz, den Inhalt im Maul der Katze zu prüfen.

Die Bedeutung der Beuteerkennung

Die Fähigkeit, Beute zu erkennen und den Zutritt zu verweigern, ist der entscheidende Unterschied von Flappie. Für Tierbesitzer bedeutet dies weniger Aufräumarbeit und das Ende der unangenehmen Überraschungen am Morgen. Aus ökologischer Sicht ist dies potenziell noch wichtiger. Hauskatzen sind effektive Jäger und stellen eine Bedrohung für lokale Wildtierpopulationen dar, insbesondere für Vögel und Kleinsäuger. Eine Katze kann im Jahr über hundert Tiere erbeuten, wovon ein beträchtlicher Teil mit nach Hause gebracht wird. Wenn Flappie dazu beitragen kann, diese Zahl zu reduzieren, leistet die Technologie einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt in Wohngebieten.

Was kostet die Kitty Flap?
Zum Beispiel das ebenfalls in der Schweiz beheimatete Unternehmen die KittyFlap.ch GmbH. Etwas 400 bis 500 Euro kosten die Hochleistungs-Katzenklappen.20. Feb. 2024

Installation und mietrechtliche Aspekte

Die Installation einer Katzenklappe erfordert in der Regel eine bauliche Veränderung (z. B. ein Loch in einer Tür oder Wand). Wenn Sie in einer Mietwohnung leben, ist es unerlässlich, die Genehmigung Ihres Vermieters einzuholen, bevor Sie eine Katzenklappe einbauen. Eine schriftliche Zustimmung ist ratsam, um spätere Probleme zu vermeiden. Es kann sein, dass Sie beim Auszug verpflichtet sind, den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, was bedeutet, dass Sie die Tür oder Wand reparieren oder ersetzen müssen.

Gibt es Alternativen zu Flappie mit Beuteerkennung?

Die Idee einer intelligenten Katzenklappe mit Beuteerkennung ist so naheliegend wie schwierig umzusetzen. Neben Flappie gibt es mindestens ein weiteres Projekt aus der Schweiz, das sich ebenfalls in der Entwicklung befindet: Pawly. Auch dieses Team besteht aus Absolventen der ETH Zürich und stellte bereits 2021 einen Prototyp vor. Die Realisierung von Pawly soll über eine Crowdfunding-Kampagne erfolgen. Es scheint also, dass Flappie und Pawly die ersten Produkte dieser Art sein werden, die auf den Markt kommen.

Häufig gestellte Fragen zu Flappie

Hier beantworten wir einige Fragen, die im Zusammenhang mit Flappie oft gestellt werden:

Wann genau kann ich Flappie kaufen?

Derzeit ist Flappie noch nicht im Handel erhältlich. Die Markteinführung ist für das Frühjahr 2024 geplant, voraussichtlich eher gegen Ende Frühling.

Was kostet die Flappie Katzenklappe?

Im Vorverkauf wird Flappie für 370 Schweizer Franken angeboten. Der endgültige Verkaufspreis nach der offiziellen Markteinführung könnte leicht abweichen.

Erkennt die KI jede Art von Beute?

Die KI ist darauf trainiert, zu erkennen, dass die Katze *etwas* im Maul hat, das als Beute klassifiziert wird. Sie liefert derzeit keine Informationen darüber, um welche spezifische Tierart es sich handelt (Maus, Vogel etc.). Die Erkennungsrate für das Vorhandensein von Beute liegt aber bei über 90 Prozent.

Braucht meine Katze ein Halsband für Flappie?

Nein, für die Beuteerkennung oder die Erkennung Ihrer Katze per Mikrochip ist kein Halsband erforderlich. Wenn Ihre Katze gechippt ist, kann Flappie sie anhand dieses Chips erkennen und den Zutritt nur für Ihre Tiere erlauben, auch wenn sie keine Beute tragen.

Wann wird Flappie auf den Markt kommen?
«Flappie» kostet 370 Franken Im Frühjahr 2024 soll die Katzentür auf den Markt kommen.

Funktioniert Flappie auch ohne Strom?

Die intelligenten Funktionen von Flappie, insbesondere die KI-basierte Beuteerkennung und die Chip-Erkennung, benötigen Strom. Bei einem Stromausfall oder leeren Batterien (falls Batterien als Notstromquelle dienen, was bei Chip-Klappen oft der Fall ist) würde die Klappe wahrscheinlich in einen einfachen, mechanischen Modus wechseln, bei dem die intelligenten Funktionen nicht verfügbar sind. Die Beuteerkennung würde dann nicht mehr funktionieren.

Ist die Nutzung von Flappie sicher in Bezug auf Daten?

Ja, die Entwickler betonen, dass die gesamte Verarbeitung der Kameradaten zur Beuteerkennung direkt auf der Klappe stattfindet. Es werden keine Bilder oder Videos zur Analyse an externe Server gesendet, was die Datensicherheit gewährleistet.

Kann Flappie auch andere Tiere wie Waschbären aussperren?

Die Haupterkennung basiert auf der Identifizierung der eigenen Katze per Chip und der Beuteerkennung. Für die geplante Markteinführung in den USA wird die Klappe laut den Gründern auch auf die Abwehr von Waschbären getestet, was zeigt, dass die Sicherheit gegen unerwünschte Eindringlinge ein wichtiger Aspekt ist.

Fazit

Flappie stellt eine spannende und dringend benötigte Innovation im Bereich der Haustier-Technologie dar. Indem es das Problem der mitgebrachten Beute direkt angeht, löst es nicht nur ein alltägliches Ärgernis für Katzenbesitzer, sondern hat auch das Potenzial, einen positiven Einfluss auf die lokale Tierwelt zu nehmen. Die Kombination aus intelligenter Beuteerkennung, Zutrittskontrolle per Mikrochip und App-Integration macht Flappie zu einer der fortschrittlichsten Katzenklappen auf dem Markt.

Auch wenn der Preis von 370 CHF eine beträchtliche Investition darstellt, könnte der Komfort eines beutefreien Zuhauses und der Beitrag zum Umweltschutz für viele Katzenbesitzer den Ausschlag geben. Die Markteinführung im Frühjahr 2024 wird mit Spannung erwartet und könnte die Art und Weise, wie wir mit dem Jagdverhalten unserer Katzen umgehen, nachhaltig verändern.

Hat dich der Artikel Flappie: KI-Katzenklappe stoppt unerwünschte Beute interessiert? Schau auch in die Kategorie Ogólny rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!

Avatar photo

Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

Go up