Minolta war in der Welt der Fotografie oft ein Vorreiter, bekannt dafür, bestehende Konzepte zu überdenken und innovative Lösungen zu präsentieren. Anstatt einfach nur den Status quo zu akzeptieren, suchten die Ingenieure des Unternehmens nach Wegen, die Handhabung von Kameras und Zubehör zu verbessern und neue Kameratypen zu schaffen, die sich deutlich von der Masse abhoben. Zwei bemerkenswerte Beispiele für diesen Ansatz sind die Entwicklung eines stark verbesserten Blitzschuhs und die Einführung einer einzigartigen Kameraserie im 110er Format.

Ein oft unterschätztes, aber im praktischen Gebrauch äußerst wichtiges Detail ist der sogenannte „Hot Shoe“ oder Blitzschuh auf der Kamera. Das traditionelle Design, das bei den meisten Kameras zu finden ist und bis mindestens in die 1940er Jahre zurückreicht, wurde im Laufe der Zeit durch zusätzliche elektrische Kontakte erweitert, um die Blitzautomatik zu ermöglichen. Dieses Design brachte jedoch zwei Hauptprobleme mit sich. Erstens dauerte das Anbringen oder Abnehmen eines Blitzes oft zwischen 5 und 10 Sekunden, da eine Sicherungsmutter festgeschraubt werden musste. Zweitens konnte der Blitz, selbst wenn er vermeintlich sicher befestigt war, bei schneller Bewegung oder unter Druck verrutschen. Dies führte in der Filmära, als man das Ergebnis erst nach der Entwicklung sah, nicht selten zu komplett fehlenden Blitzauslösungen oder hoffnungslos überbelichteten Bildern. Dieses Problem war für viele Fotografen, insbesondere Hochzeitsfotografen, eine reale Schwierigkeit.
Während nur wenige andere Hersteller dieses Problem als gravierend erkannten, sahen die Ingenieure bei Minolta Handlungsbedarf. Sie gingen das Problem radikal an und entwickelten den Blitzschuh komplett neu. Das Ergebnis war ein Design, bei dem der Blitz in weniger als einer Sekunde einfach und sicher aufgeschoben und wieder abgenommen werden konnte. Dieses verbesserte System eliminierte das Problem des Verrutschens und sorgte für eine zuverlässige Verbindung, was die Arbeit unter Zeitdruck erheblich erleichterte. Diese Art der durchdachten, benutzerorientierten Innovation war charakteristisch für Minolta.
Eine Revolution im Taschenformat: Die Minolta 110 Zoom SLR (Das „Mark I“)
Im Jahr 1976 bewies Minolta erneut seine Innovationskraft, indem das Unternehmen etwas präsentierte, das zuvor niemand gewagt hatte: eine Spiegelreflexkamera (SLR) im Taschenformat, ausgestattet mit einem Zoomobjektiv. Dieses Konzept war nicht nur neuartig, sondern wurde auch in einer einzigartigen und auffälligen Verpackung präsentiert. Die Neuheit bestand also aus zwei Teilen: einer echten SLR-Funktion und einem Zoomobjektiv, beides verpackt in einem Gehäuse, das fast so klein war wie eine herkömmliche Pocket-Kamera. Die Form der Kamera war ebenfalls ungewöhnlich und unterschied sich von anderen SLRs der Zeit. Man könnte argumentieren, dass dies ein Versuch war, das vertraute Format von Pocket-Kameras beizubehalten, anstatt ein völlig neues SLR-Design zu entwickeln. Unabhängig vom Hintergrund war diese Kamera Ende der 1970er Jahre definitiv ein Blickfang und sorgt auch heute noch auf Kamerabörsen für neugierige Blicke.
Obwohl die Minolta 110 Zoom SLR ungewöhnlich ist, ist sie nicht selten. Während ihrer vierjährigen Produktionszeit wurden viele Exemplare verkauft, sodass sie heute häufig auf Kameramärkten oder auf Online-Auktionsplattformen zu finden sind. Dennoch sollte jeder Sammler von Minolta-Kameras oder Kameras für Filme unter 35 mm eine besitzen, da sie eine wegweisende Kamera darstellt.
Die Minolta 110 Zoom SLR wurde oft in einem Paket angeboten, das neben der Kamera selbst auch Zubehör enthielt. Die Bedienungsanleitung erwähnte einen Satz von neun (!) Augenkorrekturlinsen (von -4 bis +3 Dioptrien) und ein Paar Filter (UV und Gelb), die speziell für diese Kamera gefertigt wurden. Der Filterdurchmesser beträgt 40,5 mm. Mit diesen Artikeln war das Angebot an optionalem Zubehör erschöpft. Allerdings benötigte man für die Art von Schnappschüssen, für die diese Kamera am besten geeignet war, auch nicht viele weitere Gadgets.
Technische Besonderheiten des Mark I
Der Brennweitenbereich des Zoomobjektivs von 25-50 mm (entspricht ca. 50-100 mm bei einer 35-mm-Kamera) bot ein gewisses Maß an Flexibilität. Weitwinkel war nicht vorhanden, aber bei einem Bildformat von nur 13x17 mm dachte man ohnehin nicht daran, weitläufige Landschaften aufzunehmen. Es gibt einfach eine Grenze dafür, wie viele Details man in ein so kleines Bildfeld packen kann. Andererseits wäre ein Weitwinkelobjektiv für viele Besitzer, die die Kamera auf Reisen mitnahmen, in engen Räumen wie schmalen Gassen und in historischen Gebäuden nützlich gewesen. Die kürzeste Fokussierungsdistanz beträgt einen Meter, es gab jedoch auch einen Makromodus.
Betrachten wir nun die technischen Details und wie diese Kamera funktioniert. Zunächst einmal ist die Kamera, was die Messung des verfügbaren Lichts und die Steuerung der Belichtung betrifft, automatisch. Man musste lediglich die passende Blende auswählen und diese am Wahlrad neben dem Objektiv einstellen. Die Kamera stellte dann automatisch die passende Belichtungszeit ein. Diese konnte stufenlos von 1/1000 Sekunde bis zu erstaunlichen 10 Sekunden reichen. Der CdS-Belichtungsmesser befand sich hinter dem Wahlrad. Offensichtlich benötigten der Belichtungsmesser und der elektronisch gesteuerte Verschluss Batterien für den Betrieb. Die beiden 1,5-Volt-Knopfzellen (Eveready S-76 Silver-Oxide oder gleichwertig) befanden sich in einer Aussparung an einer Seite der Kamera. Zum Glück waren sie nicht im Filmfach untergebracht, wie zum Beispiel bei der Pentax Auto 110, sodass sie bei einem Ausfall mitten im Film einfach ausgetauscht werden konnten. Auf der Oberseite der Kamera gab es einen roten Batterietestknopf. Drückte man diesen, und eine rote Leuchte erschien im Sucher, waren die Batterien funktionstüchtig. Ein frischer Satz Batterien sollte unter normalen Bedingungen etwa ein Jahr halten.
Die Blendeneinstellungen reichten von f/4.5 bis f/16. Das machte das Objektiv nicht besonders lichtstark, aber das war der Preis für die Zoomfähigkeit. Man beachte, dass dieses Objektiv aus 10 Elementen in 10 Gruppen bestand, es handelte sich also nicht um eine einfache Konstruktion. Das einzige Problem war, dass der Sucher ein Porro-Spiegel-Typ war, der ebenfalls nicht besonders hell war. Die Kombination beider Faktoren führte dazu, dass das Sucherbild eher dunkel ausfiel. Was jedoch beim Fokussieren half, war die Möglichkeit, bei der 50-mm-Brennweite zu fokussieren und dann auf die gewünschte Vergrößerung zurückzuzoomen, ohne dabei die Schärfe zu verlieren. Als Fokussierhilfe diente ein zentraler Mikroprismenring.
Der Sucherrahmen zeigte nur etwa 85 % des tatsächlich aufgenommenen Bildes an, was nicht wirklich hilfreich war, wenn man versuchte, die winzige Filmfläche optimal zu nutzen. Im Sucher gab es nur wenige Informationen. Grundsätzlich gab es zwei pfeilförmige Lichter am rechten Rand des Sucherbildes. Der obere, rote Pfeil leuchtete auf, wenn der Batterietestknopf gedrückt wurde oder wenn die Gefahr der Überbelichtung bestand. Der Pfeil zeigte an, in welche Richtung das Blendenwahlrad gedreht werden sollte, um das Problem zu beheben. Die untere, gelbe Leuchte ging an, wenn die Belichtungszeit unter 1/60 Sekunde fiel, um zu warnen, dass eine Kamerastütze ratsam war, es sei denn, eine größere Blende wurde verwendet. Das Stativgewinde befand sich an der Seite und nicht am Boden der Kamera. Wenn die Kamera in vertikaler Ausrichtung auf die Seite gestellt wurde, ähnelte sie einer Filmkamera.
Die automatische Belichtung wurde auf dem Moduswahlrad durch Ausrichten des A-Symbols mit der Indexmarkierung ausgewählt. In Situationen, in denen der Belichtungsmesser wahrscheinlich falsche Werte lieferte (z. B. Gegenlichtaufnahmen oder wenn das Motiv vor einem dunklen Hintergrund stand), konnte man die Belichtungskorrektur auf der Oberseite rechts an der Kamera verwenden, um die Belichtung innerhalb eines Bereichs von +2 bis -2 EV zu ändern. Das Moduswahlrad verfügte auch über ein X- und ein B-Symbol. Diese waren für Blitz- bzw. Langzeitbelichtungen. Bei beiden Einstellungen arbeitete die Kamera im manuellen Modus, für den keine Batterien erforderlich waren. (Bevor man das Moduswahlrad drehte, musste man die Sicherheitssperre durch Drücken des weißen Knopfes an der Seite lösen.) Die Blitzsynchronisationszeit betrug 1/50 Sekunde. Es war nur ein Blitzschuh vorhanden, es gab keine PC-Buchse für den Blitz. Minolta empfahl die Verwendung des Blitzes Auto 25. Es sollte auch beachtet werden, dass bei Aufnahmen mit langen Belichtungszeiten der Auslöser gedrückt gehalten werden musste, bis der Verschluss schloss und der Spiegel in seine normale Position zurückkehrte. Ein zu frühes Loslassen des Auslösers führte zu falschen Belichtungen.
Die 110 Zoom SLR war auch in der Lage, Nahaufnahmen (oder 'Makro') zu machen. Dies funktionierte im Entfernungsbereich von 28,6 bis 30,7 cm (gemessen von der Filmebene). Dies entsprach Motivgrößen von etwa 11,3 bis 14,9 cm. Um die Kamera in den Makromodus zu versetzen, musste man zuerst den orangefarbenen Pfeil am Zoomring mit der orangefarbenen Indexmarkierung ausrichten, dann den Zoomring eindrücken und nach links drehen, sodass das M an der orangefarbenen Indexmarkierung stand. Intern wurde dadurch ein weiteres Linsenelement in Position gebracht, das die Brennweite des Objektivs reduzierte.
Um die Kamera mit Film zu laden, öffnete man die Rückwand, indem man den kleinen Riegel neben dem Sucherfenster nach rechts schob. Die Kamera erkannte angeblich zwei Filmempfindlichkeiten: 100 und 400 ASA. (Die Filmkassette hatte eine Rille an einer Seite, und die Länge dieser Rille zeigte die Filmempfindlichkeit an.) Eine einfache Lösung, um einen Film mit einer anderen Empfindlichkeit zu verwenden, war die Nutzung der Belichtungskorrekturfunktion der Kamera.
Es dauerte etwa drei volle Hübe mit dem Filmtransporthebel, um den Film bis zum ersten Bild vorzuspulen. Durch das Fenster auf der Rückseite sah man ein paar Einsen, und der Filmtransporthebel verriegelte ebenfalls. Als Sicherheitsmaßnahme war der Auslöser erst funktionsfähig, wenn der Film richtig transportiert war. Die Position des Filmtransporthebels war eher unkonventionell. Aber das sollte nach all den anderen ungewöhnlichen Merkmalen keine Überraschung sein. Die Minolta 110 Zoom SLR war eine wirklich bemerkenswerte Kamera.
Die Weiterentwicklung: Minolta 110 Zoom SLR Mark II
Im Jahr 1979 ersetzte Minolta das ursprüngliche Modell 110 Zoom SLR durch ein weiterentwickeltes Modell, die Mark II. Diese Kamera hatte ein konventionelleres Design. Sie wurde von einem riesigen Zoomobjektiv dominiert, das einen etwas größeren Telebereich hatte als das ihres Vorgängers. Sie wurde auch mit einem abnehmbaren Handgriff geliefert. Die Bedienungsanleitung, die der Autor mit seiner Kamera erhielt, war in vier verschiedenen Sprachen verfasst, die fast Absatz für Absatz miteinander vermischt waren. Eine neuartige Idee, die das Lesen jedoch sehr erschwerte.

Die Mark II dehnte das Konzept der Kamera im Taschenformat etwas aus. Man sollte eher an die Tasche eines Wintermantels denken als an eine Jackentasche. Mit nur 485 Gramm war sie jedoch immer noch leicht zu transportieren.
Technische Unterschiede der Mark II
Die Mark II funktionierte ähnlich wie das Vorgängermodell. Die Betriebsmodi waren die gleichen, allerdings wurde die langsamste Belichtungszeit auf 1/4 Sekunde reduziert. Der Autor fragt sich, ob dies an der Platzierung des CdS-Belichtungssensors lag; er befand sich nun hinter dem Objektiv im Pentaprismengehäuse. Nachdem das Licht mehrere optische Elemente durchlaufen hatte, war die Intensität des Lichts möglicherweise nicht mehr ausreichend, um das System bei schlechten Lichtverhältnissen zu betreiben. (Man erinnere sich, wie Canon separate Belichtungsmesser-Booster-Sucher für ihre Modelle Canon FT, Pellix und F1 entwickelte.) Als Pluspunkt hatte das Objektiv nun eine größere maximale Blende – f/3.5 – und der Zoom reichte bis zu 67 mm. Und natürlich wurde die Makrofunktion beibehalten.
Die Kamera verwendete die gleichen 1,5-Volt-Knopfzellen wie das Vorgängermodell. Die LED-Anzeigen im Sucher waren etwas ausgefeilter. Entlang der linken Seite befand sich eine Liste diskreter Belichtungszeiten von 1/1000 bis 1/60, und eine LED leuchtete neben der vom Automatikmodus gewählten Zeit auf. Unter der 60 befand sich auch eine Zahl 4, die für 1/4 Sekunde stand. Wenn die Belichtungszeit zwischen 1/60 und 1/4 Sekunde lag, leuchtete eine längliche LED in der Nähe dieser Zahlen auf, aber man wusste natürlich nicht, wie die genaue Belichtungszeit sein würde.
Im Automatikmodus funktionierte die Kamera ohne eingelegte Filmkassette nicht richtig. Beim Testen der Kamera ohne Film konnte man diese Schwierigkeit überwinden, indem man einen Metallstift im Filmfach auf der rechten Seite eindrückte. (Dies musste geschehen, bevor der Verschluss gespannt wurde.)
Der Pentaprismensucher war heller als der frühere Porro-Spiegel-Typ. Es gab nun eine Schnittbild-Entfernungsmesser-Fokussierhilfe, nicht den Mikroprismenring, den wir bei der ursprünglichen 110 Auto SLR sahen. Ob dies besser war oder nicht, hing von der persönlichen Vorliebe ab. Der Sucher verfügte auch über einen Schieberegler zur Augenkorrektur. Er reichte nur von -1,1 bis +0,8 Dioptrien, aber aufsteckbare Korrekturlinsen waren ebenfalls erhältlich. Vielleicht noch wichtiger ist, dass der Rahmen des Sucherfensters so geformt war, dass er die Zubehörteile Vn-Vergrößerung und V-Winkelucher aufnehmen konnte. Diese Zubehörteile waren in der Makrofotografie äußerst nützlich. Der Sucher hatte einen eingebauten Verschluss. Interessanterweise schloss sich dieser Verschluss kurz, wenn eine Aufnahme gemacht wurde.
Neu bei diesem Modell war ein Selbstauslöser. Der Schalter dafür befand sich vor dem Moduswähler. Die Batterieprüfung wurde mit demselben Schalter durch Drücken in die andere Richtung durchgeführt. Die Batterien waren in Ordnung, wenn die rote LED vor dem Schalter aufleuchtete. Dieselbe LED blinkte während des Countdowns, wenn eine Aufnahme mit verzögerter Auslösung gemacht wurde.
Der passende Blitz für diese Kamera war der AUTO 118X. Minolta fertigte auch eine Kunstledertasche für die Mark II an.
Vergleich: Minolta 110 Zoom SLR (Mark I) vs. Mark II
| Merkmal | Minolta 110 Zoom SLR (Mark I) | Minolta 110 Zoom SLR Mark II |
|---|---|---|
| Erscheinungsjahr | 1976 | 1979 |
| Design | Ungewöhnlich, dem Pocket-Format ähnlich | Konventioneller, dominiert von großem Objektiv |
| Objektiv (Brennweite) | 25-50 mm (ca. 50-100 mm Kleinbild-Äquivalent) | 25-67 mm |
| Objektiv (maximale Blende) | f/4.5 | f/3.5 |
| Sucher-Typ | Porro-Spiegel | Pentaprisma |
| Sucher-Helligkeit | Eher dunkel | Heller |
| Fokussierhilfe im Sucher | Mikroprismenring | Schnittbild-Entfernungsmesser |
| Sucher-Info | Pfeile für Belichtungskorrektur, gelbes Licht für langsame Zeit | LED-Liste von Belichtungszeiten (1/1000-1/60, 1/4) |
| Kürzeste Belichtungszeit (Auto) | 10 Sekunden | 1/4 Sekunde |
| Belichtungsmesser (Typ/Position) | CdS / Hinter dem Wahlrad | CdS / Hinter dem Objektiv (Pentaprisma) |
| Belichtungskorrektur | +/- 2 EV | +/- 2 EV |
| Makro-Funktion | Ja (28.6-30.7 cm) | Ja |
| Selbstauslöser | Nein | Ja |
| Blitzschuh | Ja | Ja |
| Batterien | 2x 1.5V Knopfzellen (z.B. S-76) | 2x 1.5V Knopfzellen (z.B. S-76) |
| Filmtransporthebel | Unkonventionell | Unkonventionell |
| Gewicht | Nicht explizit genannt | 485 Gramm |
Welches Modell ist besser, die „Mark I“ oder die Mark II? Der Autor persönlich findet das ursprüngliche Modell aufgrund seiner ungewöhnlichen Form und der unkonventionellen Anordnung der Bedienelemente interessanter. Die neuere Version ist jedoch im Gebrauch benutzerfreundlicher. Angesichts der derzeit niedrigen Preise ist man jedoch nicht gezwungen, eine Wahl zu treffen – man kann sich einfach beide besorgen!
Häufig gestellte Fragen zu den Minolta 110 Zoom SLR Kameras
Was ist das Besondere an der Minolta 110 Zoom SLR (Mark I)?
Sie war eine der ersten echten Spiegelreflexkameras im sehr kompakten 110er Pocket-Format, die zudem über ein eingebautes Zoomobjektiv verfügte – eine einzigartige Kombination zur damaligen Zeit.
Wann kam die Minolta 110 Zoom SLR Mark II heraus?
Die Minolta 110 Zoom SLR Mark II wurde 1979 als Weiterentwicklung des ursprünglichen Modells von 1976 vorgestellt.
Welche Art von Film verwenden die Minolta 110 Zoom SLR Kameras?
Diese Kameras verwenden 110er Filmkassetten. Die Kamera erkennt automatisch die Filmempfindlichkeit (100 oder 400 ASA) anhand einer Rille an der Kassette.
Benötigen diese Kameras Batterien für den Betrieb?
Ja, die Kameras benötigen zwei 1,5-Volt-Knopfzellen (wie z.B. Eveready S-76) für den automatischen Belichtungsmesser und den elektronisch gesteuerten Verschluss. Im manuellen Modus (X und B) sind keine Batterien nötig.
Kann ich die Belichtung an diesen Kameras manuell anpassen?
Ja, beide Modelle verfügen über eine Belichtungskorrekturfunktion, mit der Sie die Belichtung im Bereich von +/- 2 EV anpassen können, besonders nützlich bei schwierigen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht.
Haben die Minolta 110 Zoom SLR Kameras eine Makro-Funktion?
Ja, sowohl die Mark I als auch die Mark II verfügen über einen Makromodus, der Nahaufnahmen aus sehr geringer Entfernung ermöglicht.
Gibt es Unterschiede im Sucher zwischen der Mark I und der Mark II?
Ja, die Mark II verwendet einen helleren Pentaprismensucher mit Schnittbild-Entfernungsmesser als Fokussierhilfe, während die Mark I einen Porro-Spiegel-Sucher mit Mikroprismenring hat. Die Sucherinformationen sind bei der Mark II ebenfalls detaillierter.
Ein Fund auf der Kamerabörse
Am letzten Wochenende auf einer Kamerabörse beendete der Autor seine übliche Runde um die Tische früher als sonst. Da er den Tag noch nicht beenden wollte, beschloss er, noch einmal herumzuschlendern, diesmal aber unter die Tische zu schauen, wo einige Verkäufer ihre weniger wertvollen überschüssigen Sachen untergebracht hatten. Hier, in einer Ramschkiste, fand er diese Minolta 110 Mark II. Der Verkäufer sagte: „Machen Sie mir ein Angebot“, der Autor sagte: „Zehn Dollar“, und der Verkäufer winkte zustimmend. Sie kam in einer Tasche und hatte auch einen Riemen und eine Gegenlichtblende dabei. Das Beste daran war, dass sie zu Hause, als er sie ausprobierte, perfekt funktionierte.
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