Jedes Jahr zieht der Fotowettbewerb von National Geographic Fotografen aus aller Welt an, die ihre besten Aufnahmen einreichen, in der Hoffnung, Anerkennung zu finden und den begehrten Titel "Foto des Jahres" zu gewinnen. Im Jahr 2015 gab es ein Bild, das die Jury besonders beeindruckte und die Aufmerksamkeit weltweit auf sich zog: die Aufnahme eines seltenen Naturphänomens, festgehalten in einem Moment dramatischer Schönheit und roher Kraft.

Diese Auszeichnung ist nicht nur eine Anerkennung für den Fotografen, sondern auch eine Würdigung der Fähigkeit, die Wunder und Herausforderungen unserer Welt in einem einzigen Rahmen zu erfassen. Das Foto des Jahres wird aus den Siegern verschiedener Kategorien ausgewählt und repräsentiert das Beste der eingereichten Werke in Bezug auf Wirkung, Komposition und Geschichte.

Das Foto des Jahres 2015: Ein seltener Tornado
Das herausragende Foto des Jahres 2015 wurde von James Smart aufgenommen. Es zeigt einen seltenen antizyklonischen Tornado, der über offenes Farmland in der Nähe von Simla, Colorado, zieht. Das Bild ist besonders eindrucksvoll, da der Wirbelsturm nur knapp ein Wohnhaus verfehlt und die immense Kraft der Natur in einem einzigen Bild bündelt. Die Szene wirkt fast unwirklich in ihrer Dramatik, mit dem gewaltigen Wirbel, der sich gegen den Himmel abhebt und Staub und Erde aufwirbelt.
Solche antizyklonischen Tornados sind ungewöhnlich; die meisten Tornados drehen sich gegen den Uhrzeigersinn. Die Aufnahme dieses seltenen Phänomens in dieser Klarheit und Komposition machte es zu einem sofortigen Favoriten.
Die Geschichte hinter der Aufnahme
James Smart schilderte den Moment der Aufnahme wie folgt: Der Tornado wurde langsam größer, als er Staub und Erde vom Farmland aufwirbelte. Er bewegte sich nicht sehr schnell, sodass wir näher herankamen, während er sich neben dem Haus fortbewegte, wie man auf dem Bild sehen kann. Dieses langsame Vorankommen gab ihnen die Möglichkeit, die Szene genau zu beobachten und den richtigen Zeitpunkt für die Aufnahme zu wählen.
Ein glücklicher Umstand war ihre Position. Als sie auf einer unbefestigten Straße in Colorado fuhren, befanden sie sich zufälligerweise westlich des Tornados. Dies bedeutete, dass das Motiv von vorne beleuchtet wurde (front-lit). Diese Beleuchtung half maßgeblich dabei, großartige Details im Bild einzufangen und sorgte für das perfekte Licht sowohl für den Himmel als auch für den Vordergrund. Die Frontalbeleuchtung hob die Textur des Tornados und des aufgewirbelten Materials hervor und verlieh dem Bild eine zusätzliche Tiefe und Klarheit, die bei anderer Beleuchtung vielleicht verloren gegangen wäre.
Anerkennung und Preis
Für seine außergewöhnliche Aufnahme erhielt James Smart ein Preisgeld von 10.000 US-Dollar. Zusätzlich wurde er zu einer Reise nach Washington, D.C. eingeladen, um am angesehenen National Geographic Photography Seminar im Hauptquartier von National Geographic teilzunehmen. Diese Auszeichnung würdigte nicht nur die technische Fähigkeit, sondern auch den Mut und das richtige Timing, um ein solch dramatisches Ereignis festzuhalten. Die Teilnahme an einem solchen Seminar bietet unschätzbare Möglichkeiten zum Austausch und zur Weiterbildung für professionelle Fotografen.
Sieger in der Kategorie "Places"
Neben dem Hauptpreis wurde auch die Kategorie "Places" (Orte) ausgezeichnet. Der erste Platz in dieser Kategorie ging an Francisco Mingorance für sein Foto von Phosphogips-Teichen in Spanien. Mingorance erklärte, dass er bei der Vorbereitung eines Berichts über den Rio Tinto in Spanien aus der Luft beschloss, die Phosphogips-Teiche einzubeziehen, die sich in den roten Marschgebieten befinden und deren radioaktive Einleitungen einen Teil des Marschlandes zerstört haben.
Als Umweltfotojournalist sah er es als seine Pflicht an, über diese Geschichte zu berichten, aber er wollte dies mit einem Bild tun, das allein durch seine Ästhetik die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zieht. Er suchte nach einer Möglichkeit, die Umweltproblematik visuell eindringlich darzustellen, ohne auf schockierende Bilder angewiesen zu sein. Während eines Trainingsfluges in geringer Höhe fiel ihm dieses Bild wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Einschlag eines Asteroiden auf dem grünen Wasser auf. Diese ungewöhnliche Perspektive und die leuchtenden, doch beunruhigenden Farben machten das Bild zu einem starken Statement.

Was die Jury suchte
Jessie Wender, eine der Jurymitglieder, gab Einblicke in den Auswahlprozess. Sie suchte nach Bildern, die sie überraschten und fesselten, die eine kreative Vision demonstrierten und sich wirklich von den anderen Einreichungen abhoben. Für die Jury war es wichtig, Fotos zu finden, die nicht nur technisch gut waren, sondern auch eine Geschichte erzählten oder eine neue Perspektive auf ein bekanntes Thema boten.
Die Jury suchte nach Aufnahmen, die sowohl in Bezug auf Ästhetik als auch auf das Thema überzeugend waren und gleichzeitig originell und einzigartig wirkten. Das bedeutet, dass die Bilder nicht nur schön anzusehen sein sollten, sondern auch eine tiefere Bedeutung hatten oder auf eine Weise aufgenommen wurden, die man so noch nicht gesehen hatte. Die Kombination aus einem seltenen Naturphänomen, der dramatischen Szene und der perfekten technischen Ausführung machte James Smarts Tornadofoto zu einem klaren Favoriten, der all diese Kriterien erfüllte.
Vergleich der Siegerbeiträge
Obwohl das Tornadofoto der Gesamtsieger war und Mingorances Bild in einer Kategorie gewann, zeigen beide die Vielfalt dessen, was National Geographic in der Fotografie schätzt: sowohl dramatische Naturphänomene als auch wichtige Geschichten über unseren Planeten und die Auswirkungen menschlichen Handelns.
| Fotograf | Auszeichnung | Motiv | Ort | Preis | Besonderheit laut Text |
|---|---|---|---|---|---|
| James Smart | Foto des Jahres 2015 | Antizyklonischer Tornado | Simla, Colorado, USA | 10.000 USD + Reise nach D.C. | Seltener Tornado, Frontalbeleuchtung, Nähe zum Haus |
| Francisco Mingorance | 1. Platz Kategorie "Places" | Phosphogips-Teiche | Spanien (nahe Rio Tinto) | Nicht im Text genannt | Umweltbotschaft, Ähnlichkeit mit Asteroideneinschlag |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hier beantworten wir einige der häufigsten Fragen zum National Geographic Foto des Jahres 2015, basierend auf den uns vorliegenden Informationen:
Welches war das Foto des Jahres im National Geographic 2015?
Laut den uns vorliegenden Informationen war das Foto des Jahres 2015 im National Geographic der seltene antizyklonische Tornado in der Nähe von Simla, Colorado, aufgenommen von James Smart.
Wie wird man Nat-Geo-Fotograf?
Die bereitgestellten Informationen geben keine Auskunft darüber, wie man Fotograf für National Geographic wird. Der Text konzentriert sich ausschließlich auf den Fotowettbewerb des Jahres 2015 und die ausgezeichneten Bilder sowie die Kriterien der Jury.
Der National Geographic Fotowettbewerb zeigt jedes Jahr aufs Neue die beeindruckende Vielfalt und das Talent von Fotografen weltweit. Das Foto des Jahres 2015 von James Smart ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie ein einzelnes Bild sowohl die rohe Kraft der Natur als auch die Fähigkeit des Fotografen, den entscheidenden Moment festzuhalten, dokumentieren kann. Die Geschichten hinter den Bildern, wie die von Smart und Mingorance, bieten faszinierende Einblicke in die Motivation und die Umstände, unter denen solche preisgekrönten Aufnahmen entstehen.
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