Es ist ein häufiges Problem: Sie bereiten ein Bild in Adobe Photoshop oder Photoshop Elements vor und möchten es drucken, nur um festzustellen, dass die gewünschten Druckabmessungen nicht ganz mit den Abmessungen Ihres Bildes übereinstimmen. Dies liegt oft am Unterschied zwischen dem Seitenverhältnis des Bildes und dem Seitenverhältnis des Drucks. Während einige Bestellsysteme eine Online-Anpassung ermöglichen, bietet die Vorbereitung Ihres Bildes direkt in Photoshop oft mehr Kontrolle. Wenn Sie wie viele Profis die Dimensionen lieber selbst festlegen, sind die folgenden Tipps für Sie gedacht.

Bildgröße und Auflösung prüfen
Der erste Schritt zur Behebung von Größenproblemen beim Drucken ist die Sicherstellung, dass Ihre Datei eine geeignete Auflösung für den Druck aufweist. Gehen Sie dazu in Photoshop zu „Bild > Bildgröße“. Hier finden Sie die „Dokumentgröße“ Ihres Bildes. Stellen Sie sicher, dass das Kästchen „Bild neu berechnen“ (oder „Resample Image“) deaktiviert ist. Dies ist sehr wichtig, da das Deaktivieren verhindert, dass Photoshop Pixel hinzufügt oder entfernt, was die Bildqualität beeinträchtigen könnte, wenn Sie die Größe ändern. Stellen Sie die Größe so nah wie möglich an die gewünschte endgültige Druckgröße ein, ohne dass die Auflösung unter ein akzeptables Niveau fällt.

Im selben Dialogfeld wird auch die Auflösung angezeigt, normalerweise in Pixel pro Zoll (dpi). Für eine professionelle Qualität sollte die Auflösung zwischen 150 und 300 dpi liegen. Viele Profis arbeiten mit etwa 200 dpi, da die Datei bei dieser Auflösung etwas kleiner bleibt als bei 300 dpi, ohne dass ein merklicher Qualitätsverlust auftritt. Aus Erfahrung zeigt sich, dass bei Drucken auf einer texturierten Oberfläche jenseits von 150 dpi und auf einer glatten Oberfläche jenseits von 200 dpi kaum ein Unterschied in der Druckqualität wahrnehmbar ist.
Das Zuschneidewerkzeug nutzen
Wenn die Abmessungen Ihres Bildes nicht genau mit den gewünschten Druckabmessungen übereinstimmen, bietet Photoshop ein einfaches, aber effektives Zuschneidewerkzeug. Suchen Sie das Zuschneidesymbol in der Werkzeugleiste. Nachdem Sie es ausgewählt haben, können Sie die gewünschten Abmessungen für Ihr zugeschnittenes Bild eingeben. Anschließend ziehen Sie einfach mit der Maus über Ihr Bild, um den Bereich auszuwählen, den Sie behalten möchten. Alles außerhalb des ausgewählten Bereichs wird entfernt. Dies ist eine schnelle Methode, um das Seitenverhältnis Ihres Bildes an das des Druckformats anzupassen.
Vorbereitung für Leinwanddrucke: Farbige oder dekorative Seiten
Wenn Sie planen, dass die Seiten Ihrer Leinwand eine andere Farbe als schlichtes Weiß haben oder ein dekoratives Design aufweisen sollen, müssen Sie einen Rand um Ihr Bild erstellen, der Ihren Inhalt umgibt. Die Breite dieses Randes sollte der gewählten Dicke der Keilrahmen entsprechen. Wenn Sie beispielsweise einen dünnen Keilrahmen mit einer Tiefe von 0,75 Zoll wählen, sollten Sie einen 0,75 Zoll breiten Rand um Ihr gesamtes Bild hinzufügen. Für einen dicken Keilrahmen mit einer Tiefe von 1,5 Zoll sollten Sie einen 1,5 Zoll breiten Rand hinzufügen.
Sehr wichtig: Wenn Sie die Seiten einfach weiß lassen möchten, müssen Sie keinen solchen farbigen oder dekorativen Rand erstellen. Unser System ist darauf programmiert, dies automatisch zu tun.
Vorbereitung für Leinwanddrucke: Bildumschlag (Gallery Wrap)
Dies wird oft als Leinwandumschlag oder Gallery Wrap bezeichnet. Bei dieser Methode wird ein Teil des Bildes um die Seiten des Keilrahmens gewickelt. Für einen dünnen Keilrahmen (0,75 Zoll dick) müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Bild groß genug ist, um den Umschlag zu berücksichtigen, ohne dass Ihr Hauptmotiv, das auf der Vorderseite der Leinwand zu sehen sein soll, abgeschnitten wird. Sie benötigen 0,75 Zoll zusätzlichen Bildbereich auf jeder Seite.
Das bedeutet, wenn Sie einen Druck im Format 16x20 Zoll bestellen möchten, sollten die Abmessungen Ihres Bildes 17,5x21,5 Zoll betragen (0,75 + 16 + 0,75 Zoll in der Breite und 0,75 + 20 + 0,75 Zoll in der Höhe). Für einen dicken Keilrahmen (1,5 Zoll tief) würden Sie 1,5 Zoll zu jeder Seite des Bildes hinzufügen. Für einen 16x20 Zoll Druck wäre das Bild dann 19x23 Zoll groß (1,5 + 16 + 1,5 Zoll in der Breite und 1,5 + 20 + 1,5 Zoll in der Höhe). Planen Sie diesen zusätzlichen Bereich immer ein, wenn Sie einen Bildumschlag wünschen.
Vorbereitung für Papierdrucke: Mit Rändern
Versuchen Sie nicht, vor dem Hochladen Ihres Bildes selbst einen Rand hinzuzufügen, es sei denn, Sie sind sich Ihrer Sache absolut sicher und wissen genau, was Sie tun. Viele Druckdienste bieten die Möglichkeit, aus verschiedenen Randgrößen zu wählen. Das bedeutet, wenn Ihr gedrucktes Bild 11x14 Zoll groß sein soll, aber das Blattformat 13x16 Zoll, dann wählen Sie einfach die Option für einen 1-Zoll-Rand und bestellen einen Druck im Format 11x14 Zoll. Der Rand wird dann automatisch hinzugefügt.
Vorbereitung für Papierdrucke: Eigene benutzerdefinierte Ränder
Wenn Sie sehr erfahren im Umgang mit Bildgrößen in Photoshop sind und Ihre eigenen benutzerdefinierten Ränder um Ihr Bild erstellen möchten, können Sie das tun. Beachten Sie dabei jedoch, dass jeder Rand, den Sie erstellen, von unserem System als Teil des Bildes betrachtet wird. Exakte Messungen sind hierbei extrem wichtig. Stellen Sie sicher, dass Ihre Dokumentgröße in Photoshop auf die Größe eingestellt ist, die Sie bestellen möchten (also die Gesamtgröße inklusive Rand). Andernfalls werden Sie möglicherweise aufgefordert, den Zoom und die Platzierung des Bildes in der Druckvorschau anzupassen, was die von Ihnen erstellten Ränder beeinflussen könnte. Wählen Sie abschließend die Option „randlos“ für das Papier aus. Andernfalls wird zusätzlich zu Ihrem benutzerdefinierten Rand noch ein weiterer schlichter weißer Rand hinzugefügt.
Wichtige Hinweise beim Drucken
Hier sind noch ein paar Dinge, die Sie beim Drucken Ihrer Werke beachten sollten:
- Versuchen Sie nicht, Ihrem Bild zusätzlichen Beschnitt (Bleed) hinzuzufügen. Auch wenn Sie Photoshop verwenden, durchlaufen Sie immer noch den Bestellprozess des Druckdienstleisters und richten Ihren Druck dort ein. Jeder von Ihnen hinzugefügte Beschnitt wird die Abmessungen verändern und könnte dazu führen, dass Sie kein exaktes Ergebnis erhalten.
- Beim Drucken auf Leinwand ist zu beachten, dass sich Leinwand dehnt. Daher wird sich ein Bruchteil eines Zolls Ihres Bildes immer über die Seiten hinaus dehnen. Dies ist unvermeidlich. Versuchen Sie nicht, dies zu korrigieren, indem Sie Ihrem Bild einen Bruchteil eines Zolls Rand hinzufügen. Das Spannen und Montieren wird maschinell durchgeführt und ist möglicherweise nicht präzise genug. Zudem ist die natürliche Elastizität der Leinwand schwer vorherzusagen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Auflösung ist für professionelle Drucke am besten?
Eine Auflösung zwischen 150 und 300 dpi wird für professionelle Qualität empfohlen. Viele Profis arbeiten mit 200 dpi als guten Kompromiss zwischen Dateigröße und Qualität.
Muss ich für Leinwanddrucke mit weißen Seiten einen Rand in Photoshop hinzufügen?
Nein, wenn Sie die Seiten einfach weiß lassen möchten, müssen Sie keinen Rand hinzufügen. Das System des Druckdienstleisters ist darauf programmiert, dies automatisch zu tun.
Wie berechne ich die Bildgröße für einen Leinwanddruck mit Bildumschlag (Gallery Wrap)?
Sie müssen die Dicke des Keilrahmens zur Breite und Höhe Ihres gewünschten Druckformats addieren, und zwar auf jeder Seite. Für einen 0,75 Zoll dicken Keilrahmen addieren Sie insgesamt 1,5 Zoll (0,75 links + 0,75 rechts) zur Breite und 1,5 Zoll zur Höhe. Für einen 1,5 Zoll dicken Keilrahmen addieren Sie insgesamt 3 Zoll (1,5 links + 1,5 rechts) zur Breite und 3 Zoll zur Höhe des gewünschten Druckformats.
Kann ich meine eigenen Ränder für Papierdrucke in Photoshop erstellen?
Ja, das können Sie, aber es erfordert exakte Messungen. Stellen Sie sicher, dass die Dokumentgröße in Photoshop die Gesamtgröße des Blattes (Bild plus Rand) ist und wählen Sie beim Bestellen die Option „randlos“.
Warum sollte ich keinen zusätzlichen Beschnitt (Bleed) hinzufügen?
Zusätzlicher Beschnitt, der manuell in Photoshop hinzugefügt wird, kann die Abmessungen verändern und zu Ungenauigkeiten im Enddruck führen, insbesondere da das Bestellsystem des Druckdienstleisters eigene Einstellungen hat.
Indem Sie diese Schritte befolgen und die Besonderheiten von Auflösung, Zuschnitt und den Anforderungen für Leinwand- sowie Papierdrucke berücksichtigen, können Sie sicherstellen, dass die Druckgröße Ihrer Bilder aus Photoshop genau Ihren Vorstellungen entspricht und Sie ein optimales Druckergebnis erhalten.
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