Wie erstelle ich in Photoshop Stapelaktionen?

Stapelverarbeitung in Photoshop Elements

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Als Fotograf verbringen Sie oft Stunden damit, Ihre Bilder zu perfektionieren. Doch was, wenn Sie einen ganzen Ordner voller Fotos auf die gleiche Weise bearbeiten müssen? Vielleicht möchten Sie alle Bilder für das Web verkleinern, ein Wasserzeichen hinzufügen oder das Format ändern. Jede Datei einzeln zu öffnen und zu bearbeiten, kann unglaublich zeitaufwändig sein. Glücklicherweise bietet Photoshop Elements eine leistungsstarke Funktion, um genau diese Aufgabe zu bewältigen: die Stapelverarbeitung mit dem Werkzeug „Mehrere Dateien verarbeiten“. Dieses Feature ermöglicht es Ihnen, wiederkehrende Aufgaben auf eine große Anzahl von Bildern gleichzeitig anzuwenden und so Ihren Workflow erheblich zu beschleunigen.

Der Einstieg: Die Funktion „Mehrere Dateien verarbeiten“ finden

Der Zugriff auf das Stapelverarbeitungs-Werkzeug in Photoshop Elements ist einfach. Öffnen Sie den Photoshop Elements Editor. Navigieren Sie dann im Menü zu Datei und wählen Sie dort den Eintrag Mehrere Dateien verarbeiten. Dies öffnet ein Dialogfenster, in dem Sie alle Einstellungen für Ihre Stapelverarbeitung vornehmen können.

Wie verarbeitet man mehrere Dateien in Photoshop Elements?
1 Wählen Sie im Photoshop Elements Editor „Datei“ > „Mehrere Dateien verarbeiten“ . Wählen Sie im Dropdown-Menü „Dateien verarbeiten aus“ die zu verarbeitenden Dateien aus: Ordner: Verarbeitet Dateien in einem von Ihnen angegebenen Ordner. Importieren: Verarbeitet Bilder von einer Digitalkamera oder einem Scanner, die/der aktuell an Ihren Computer angeschlossen ist.

Im oberen Bereich des Dialogfensters finden Sie die Option „Dateien verarbeiten aus“. Hier legen Sie fest, welche Bilder Elements bearbeiten soll. Ihnen stehen in der Regel drei Optionen zur Verfügung:

  • Ordner: Dies ist oft die praktischste Methode. Sie wählen einen bestimmten Ordner auf Ihrer Festplatte aus, der alle Bilder enthält, die Sie verarbeiten möchten. Alle Dateien in diesem Ordner (oder optional auch in Unterordnern, wenn Sie die entsprechende Option aktivieren) werden in den Verarbeitungsprozess einbezogen. Es empfiehlt sich, die zu bearbeitenden Bilder vorab in einem eigenen Ordner zu sammeln.
  • Geöffnete Dateien: Wenn Sie bereits mehrere Bilder im Photoshop Elements Editor geöffnet haben, können Sie diese Option wählen, um nur die aktuell geöffneten Dateien zu verarbeiten.
  • Importieren: Diese Option ermöglicht es Ihnen, Bilder direkt von einer angeschlossenen Digitalkamera oder einem Scanner zu importieren und sofort zu verarbeiten.

Für die meisten Stapelverarbeitungsaufgaben ist die Auswahl eines Ordners die flexibelste und übersichtlichste Methode. Stellen Sie sicher, dass nur die gewünschten Dateien im ausgewählten Ordner liegen.

Ziel und Benennung festlegen: Wohin mit den bearbeiteten Bildern?

Nachdem Sie die Quelldateien ausgewählt haben, müssen Sie Elements mitteilen, wo die bearbeiteten Bilder gespeichert werden sollen. Im Bereich „Ziel“ können Sie dies festlegen:

  • Ordner: Wählen Sie einen Zielordner, in dem die verarbeiteten Dateien gespeichert werden sollen. Es ist ratsam, einen neuen, leeren Ordner als Ziel zu erstellen, um die bearbeiteten Bilder von den Originalen getrennt zu halten. So vermeiden Sie versehentliches Überschreiben Ihrer Originaldateien.
  • Gleicher Ordner wie Quelle: Wählen Sie diese Option, wenn die bearbeiteten Dateien im selben Ordner wie die Originale gespeichert werden sollen. Seien Sie bei dieser Option vorsichtig, insbesondere wenn Sie die Dateinamen nicht ändern, da die Originale überschrieben werden könnten.

Im Bereich „Dateien benennen“ können Sie festlegen, ob und wie die bearbeiteten Dateien umbenannt werden sollen. Dies ist besonders nützlich, um Ordnung zu halten oder um Konflikte zu vermeiden, wenn Sie im selben Ordner wie die Quelle speichern. Sie können ein Basiselement wie den Dokumentnamen oder ein Datum wählen und dies mit einer fortlaufenden Nummerierung kombinieren. Eine sinnvolle Benennungsstrategie hilft Ihnen, Ihre Bilder später leicht wiederzufinden.

Stapelweise Größenänderung: Bilder für Web oder Druck vorbereiten

Eine der häufigsten Anwendungen der Stapelverarbeitung ist die Größenänderung von Bildern. Dies ist ideal, um Fotos für das Web zu optimieren, E-Mails zu versenden oder Vorschaubilder zu erstellen. Aktivieren Sie im Bereich „Bildergröße ändern“ die entsprechende Option.

Hier können Sie die gewünschten Abmessungen festlegen. Ein wichtiger Punkt in Photoshop Elements ist, dass Sie entweder die `Breite` oder die `Höhe` festlegen können, aber nicht beide gleichzeitig. Das Programm behält automatisch das Seitenverhältnis bei, basierend auf dem von Ihnen eingegebenen Wert. Dies wird durch die Option Seitenverhältnis beibehalten sichergestellt, die standardmäßig aktiviert ist und auch aktiviert bleiben sollte, um Verzerrungen zu vermeiden.

Wenn Sie beispielsweise eine Breite von 800 Pixeln eingeben, skaliert Elements jedes Bild so, dass seine Breite genau 800 Pixel beträgt. Die Höhe wird proportional dazu angepasst. Wenn Sie stattdessen eine Höhe von 600 Pixeln eingeben, skaliert Elements jedes Bild so, dass seine Höhe 600 Pixel beträgt, und die Breite wird proportional angepasst.

Diese Methode unterscheidet sich von den Größenänderungsoptionen in der Vollversion von Photoshop oder Lightroom, wo Sie oft die längere oder kürzere Kante definieren können. In Elements müssen Sie sich entscheiden, ob Sie die Breite oder die Höhe als primären Skalierungsfaktor verwenden möchten.

Neben den Abmessungen können Sie hier auch die Auflösung festlegen. Die Auflösung wird in Pixel pro Zoll (dpi) oder Pixel pro Zentimeter (dpc) gemessen und ist wichtig für die Druckqualität oder die Anzeige auf bestimmten Medien. Für die Anzeige im Web oder auf Bildschirmen ist eine Auflösung von 72 dpi oder 96 dpi üblich und ausreichend. Für den Druck benötigen Sie in der Regel eine höhere Auflösung, oft 240 dpi oder 300 dpi, abhängig von der gewünschten Druckgröße und der Qualität des Druckers.

Dateiformat und Komprimierung: Das richtige Format wählen

Im Bereich „Dateityp“ können Sie das Format auswählen, in dem die bearbeiteten Bilder gespeichert werden sollen. Dies ist nützlich, um beispielsweise RAW-Dateien in JPEGs oder TIFFs umzuwandeln oder um sicherzustellen, dass alle Bilder in einem einheitlichen Format vorliegen.

Das gängigste Format für Web und E-Mail ist JPEG. Wenn Sie JPEG als Dateityp wählen, können Sie auch die Komprimierungsqualität einstellen. Optionen wie „Maximal“, „Hoch“, „Mittel“ und „Niedrig“ beeinflussen die Dateigröße und die Bildqualität. Eine höhere Qualität bedeutet eine größere Datei, aber weniger sichtbare Komprimierungsartefakte. Für das Web wird oft eine mittlere bis hohe Qualität gewählt, die einen guten Kompromiss zwischen Dateigröße und Qualität bietet.

Wie erstelle ich in Photoshop Stapelaktionen?
Anwenden der Aktion auf einen Stapel 1. Wählen Sie „Datei“ > „Automatisieren“ > „Stapelverarbeitung“ . 2. Wählen Sie oben im angezeigten Dialogfeld Ihre neue Aktion aus der Liste der verfügbaren Aktionen aus.

Sie können auch andere Formate wie TIFF oder PSD (Photoshop-Format) wählen, je nachdem, wofür Sie die Bilder benötigen.

Optionale Korrekturen und Etiketten hinzufügen

Das Dialogfenster „Mehrere Dateien verarbeiten“ bietet auch Optionen, um grundlegende, automatische Korrekturen auf alle Bilder anzuwenden. Im Bereich „Schnelle Korrekturen“ können Sie Funktionen wie Auto-Level, Auto-Kontrast, Auto-Farbe oder Scharfzeichnen aktivieren. Diese können hilfreich sein, um eine schnelle, einheitliche Optimierung Ihrer Bilder vorzunehmen.

Zusätzlich können Sie im Bereich „Etiketten“ ein Wasserzeichen oder eine Beschriftung zu Ihren Bildern hinzufügen. Dies ist nützlich, um Ihre Bilder zu schützen oder sie mit Informationen wie Ihrem Namen oder Copyright-Hinweisen zu versehen.

Wichtiger Tipp für die Größenänderung: Quer- und Hochformate trennen

Wie bereits erwähnt, können Sie bei der Größenänderung in Elements nur die Breite oder die Höhe festlegen. Dies führt zu einer Herausforderung, wenn Sie alle Bilder so skalieren möchten, dass ihre *längste* Kante einen bestimmten Wert hat (z. B. 800 Pixel für Web), unabhängig davon, ob es sich um ein Quer- oder ein Hochformat handelt.

Wenn Sie einfach die Breite auf 800 Pixel setzen, werden Querformate (z. B. 1200x800) korrekt auf 800 Pixel Breite skaliert, aber Hochformate (z. B. 800x1200) werden ebenfalls auf 800 Pixel Breite skaliert, was dazu führt, dass die Höhe viel größer als 800 Pixel wird (z. B. 800x1200 wird zu 800x1200, da die Breite bereits 800 ist, oder ein breiteres Bild wird auf 800 Breite skaliert, z.B. 1600x1200 wird zu 800x600). Umgekehrt, wenn Sie die Höhe auf 800 Pixel setzen, werden Hochformate korrekt skaliert, aber Querformate erhalten eine Höhe von 800 Pixeln, wodurch ihre Breite viel größer als 800 Pixel wird.

Um sicherzustellen, dass die *längste* Kante immer den gewünschten Wert hat, müssen Sie Ihre Bilder vor der Stapelverarbeitung in zwei Ordner aufteilen: einen für Querformate und einen für Hochformate.

  • Verarbeiten Sie den Ordner mit den Querformaten: Setzen Sie die Breite auf den gewünschten Wert (z. B. 800 Pixel).
  • Verarbeiten Sie den Ordner mit den Hochformaten: Setzen Sie die Höhe auf denselben gewünschten Wert (z. B. 800 Pixel).

Dieser zusätzliche Schritt des Vorsortierens mag zunächst umständlich erscheinen, ist aber notwendig, um mit der Funktion „Mehrere Dateien verarbeiten“ in Elements eine einheitliche Skalierung basierend auf der längsten Kante zu erreichen.

Zusammenfassung des Workflows

Der typische Workflow für die Stapelverarbeitung in Photoshop Elements sieht also wie folgt aus:

  1. Sammeln Sie die zu bearbeitenden Bilder in einem Quellordner (ggf. nach Quer- und Hochformaten getrennt, wenn Größenänderung nach längster Kante gewünscht ist).
  2. Erstellen Sie einen leeren Zielordner für die Ausgabedateien.
  3. Öffnen Sie Photoshop Elements Editor und wählen Sie Datei > Mehrere Dateien verarbeiten.
  4. Wählen Sie den Quellordner im Feld „Dateien verarbeiten aus“.
  5. Wählen Sie den Zielordner im Bereich „Ziel“.
  6. Konfigurieren Sie die Optionen zur Dateibenennung, falls gewünscht.
  7. Aktivieren und konfigurieren Sie die Bildergröße ändern (Breite oder Höhe festlegen, Auflösung einstellen).
  8. Wählen Sie das gewünschte Dateiformat und die Qualität (z. B. JPEG Hoch).
  9. Aktivieren Sie optional schnelle Korrekturen oder Etiketten.
  10. Klicken Sie auf OK, um den Prozess zu starten.

Elements verarbeitet nun automatisch alle ausgewählten Dateien gemäß Ihren Einstellungen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich sowohl Breite als auch Höhe gleichzeitig festlegen?
Nein, in Photoshop Elements können Sie bei der Stapelverarbeitung nur entweder die Breite oder die Höhe festlegen. Das Programm passt die andere Dimension automatisch an, um das Seitenverhältnis beizubehalten.
Welche Auflösung soll ich für Webbilder wählen?
Für die Anzeige auf Bildschirmen und im Web ist eine Auflösung von 72 dpi oder 96 dpi völlig ausreichend. Eine höhere Auflösung bringt hier keinen visuellen Vorteil, führt aber zu unnötig großen Dateigrößen.
Kann ich alle Bilder auf eine maximale Dateigröße begrenzen?
Nein, die Funktion „Mehrere Dateien verarbeiten“ in Elements erlaubt nicht die direkte Begrenzung auf eine bestimmte Dateigröße. Sie können die Dateigröße indirekt beeinflussen, indem Sie die Abmessungen reduzieren und bei Formaten wie JPEG eine niedrigere Qualitätsstufe wählen.
Kann ich komplexe Bearbeitungsschritte (z. B. einen bestimmten Filter) auf alle Bilder anwenden?
Die Stapelverarbeitung in Photoshop Elements ist im Vergleich zur Vollversion von Photoshop (die Aktionen ausführen kann) eingeschränkter. Sie können nur die im Dialogfenster angebotenen „Schnellen Korrekturen“ und das Hinzufügen von Etiketten anwenden. Für komplexere Automatisierungen benötigen Sie möglicherweise die Vollversion von Photoshop oder andere spezialisierte Software.
Warum werden meine Hochformate so breit, wenn ich die Breite für die Größenänderung einstelle?
Das liegt daran, dass Elements die von Ihnen festgelegte Breite als primäres Maß verwendet und die Höhe proportional anpasst. Wenn Sie möchten, dass die *längste* Kante (unabhängig vom Format) einen bestimmten Wert hat, müssen Sie Quer- und Hochformate trennen und die Breite für Querformate und die Höhe für Hochformate festlegen.

Die Funktion „Mehrere Dateien verarbeiten“ in Photoshop Elements ist ein mächtiges Werkzeug, das Ihnen enorm viel Zeit und Mühe ersparen kann, insbesondere bei wiederkehrenden Aufgaben wie der Größenänderung und Formatkonvertierung. Obwohl sie nicht ganz so flexibel ist wie die Stapelverarbeitung in der Vollversion von Photoshop, bietet sie für viele Anwendungsfälle eine hervorragende und einfach zu bedienende Lösung. Nehmen Sie sich die Zeit, diese Funktion zu erkunden und in Ihren fotografischen Workflow zu integrieren – Sie werden schnell feststellen, wie viel effizienter Ihre Bildbearbeitung wird.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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