Susan Sontags "Über Fotografie" (im Original: On Photography) ist zweifellos eines der einflussreichsten Bücher, die je über die Theorie und Philosophie der Fotografie geschrieben wurden. Seit seiner Erstveröffentlichung im Jahr 1977 hat es Generationen von Fotografen, Kritikern und Wissenschaftlern geprägt. Wenn Sie in Ihren eigenen Arbeiten, Essays oder wissenschaftlichen Texten auf Sontags brillante Einsichten Bezug nehmen, ist es unerlässlich, ihre Worte und Ideen korrekt zu zitieren. Dies ehrt nicht nur die Autorin, sondern stärkt auch die Glaubwürdigkeit Ihrer eigenen Arbeit und ermöglicht es Lesern, die Originalquelle zu finden. Aber wie zitiert man dieses Werk präzise und gemäß den gängigen Standards?
Das korrekte Zitieren ist ein grundlegender Bestandteil jeder wissenschaftlichen oder ernsthaften schriftlichen Arbeit. Es dient dazu, die Herkunft von Ideen, Zitaten und Informationen nachzuweisen und so Plagiat zu vermeiden. Im Falle eines Werkes von der Bedeutung wie Sontags "Über Fotografie" ist es besonders wichtig, Sorgfalt walten zu lassen, da ihre Thesen und Argumente oft diskutiert und interpretiert werden. Ein präziser Nachweis hilft Ihren Lesern, Ihre Interpretation nachzuvollziehen und bei Bedarf Sontags Originaltext selbst zu konsultieren.

Das Werk: "Über Fotografie"
Bevor wir uns den spezifischen Zitierformaten zuwenden, werfen wir einen Blick auf das Buch selbst, basierend auf den uns vorliegenden Informationen. Das Originalwerk trägt den Titel On Photography. Es wurde verfasst von Susan Sontag (1933-2004) und erstmals 1977 vom Verlag Farrar, Straus and Giroux in New York veröffentlicht.
Die uns vorliegenden Daten für die Zitation beziehen sich auf diese Originalausgabe:
Sontag, Susan, 1933-2004. On Photography. New York :Farrar, Straus and Giroux, 1977.
Es ist wichtig zu beachten, dass die vorliegenden Zitierbeispiele von Software generiert wurden und als Ausgangspunkt dienen, aber immer mit den spezifischen Richtlinien des jeweils verwendeten Zitierstils abgeglichen werden sollten.
Grundprinzipien des Zitierens
Unabhängig vom gewählten Stil gibt es einige allgemeine Prinzipien, die beim Zitieren von Sontags Werk (oder jedem anderen Werk) zu beachten sind:
- Konsistenz: Wählen Sie einen Zitierstil und wenden Sie ihn konsequent im gesamten Dokument an.
- Vollständigkeit: Geben Sie alle notwendigen Informationen an, damit der Leser die Quelle finden kann.
- Genauigkeit: Übernehmen Sie die Angaben zur Quelle (Autor, Titel, Jahr, Verlag, Ort) korrekt.
- Nachweis im Text: Jedes Mal, wenn Sie direkt zitieren, paraphrasieren oder auf eine spezifische Idee aus Sontags Buch Bezug nehmen, müssen Sie dies im Text kenntlich machen und auf den vollständigen Eintrag in der Bibliographie verweisen.
Gängige Zitierstile für "Über Fotografie"
Verschiedene akademische Disziplinen und Publikationen bevorzugen unterschiedliche Zitierstile. Die uns vorliegenden Beispiele zeigen Formate für MLA, APA und Chicago, drei der gebräuchlichsten Stile.
MLA Style (Modern Language Association)
Der MLA-Stil wird häufig in den Geisteswissenschaften verwendet, insbesondere in Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaft. Er legt Wert auf den Autor und die Seitenzahl.
Basierend auf den bereitgestellten Daten, könnte ein Eintrag in der Bibliographie (oft "Works Cited" genannt) wie folgt aussehen:
Sontag, Susan. On Photography. New York: Farrar, Straus and Giroux, 1977.
Im laufenden Text wird beim Zitieren oder Paraphrasieren typischerweise der Nachname des Autors und die Seitenzahl in Klammern angegeben:
(Sontag 54)
Wenn der Name der Autorin bereits im Satz genannt wird, reicht oft die Seitenzahl in Klammern:
Sontag argumentiert, dass Fotografien "dieser Welt den Anschein von Realität und gleichzeitig die Aura des Zerbrechlichen verleihen" (54).
APA Style (American Psychological Association)
Der APA-Stil ist in den Sozialwissenschaften weit verbreitet. Er legt großen Wert auf das Veröffentlichungsjahr, was für die Nachvollziehbarkeit der Forschung wichtig ist.
Ein Eintrag in der Referenzliste (oft "References" genannt) würde basierend auf den Daten so aussehen:
Sontag, S. (1977). On photography. New York, NY: Farrar, Straus and Giroux.
Im Text wird beim Zitieren oder Paraphrasieren der Nachname des Autors und das Veröffentlichungsjahr in Klammern angegeben. Bei direkten Zitaten wird zusätzlich die Seitenzahl genannt:
(Sontag, 1977)
oder bei einem direkten Zitat:
(Sontag, 1977, S. 54)
Wenn der Name der Autorin im Satz erwähnt wird:
Laut Sontag (1977) verändern Fotografien unser Verständnis der Welt.
oder bei einem Zitat:
Sontag (1977) schreibt, dass Fotografien die Welt "kollektionierbar machen" (S. 12).
Chicago Style (The Chicago Manual of Style)
Der Chicago-Stil wird oft in den Geschichts- und Kunstwissenschaften verwendet. Er bietet zwei Systeme: das Noten-Bibliografie-System (Notes-Bibliography) und das Autor-Datum-System (Author-Date). Für "Über Fotografie" wird häufig das Noten-Bibliografie-System genutzt.
Im Noten-Bibliografie-System wird die Quelle zuerst in einer Fußnote oder Endnote genannt. Die erste Fußnote enthält normalerweise die vollständigen Details, während nachfolgende Noten eine Kurzform verwenden.

Erste Fußnote/Endnote:
Susan Sontag, On Photography (New York: Farrar, Straus and Giroux, 1977), 54.
Nachfolgende Fußnote/Endnote:
Sontag, On Photography, 78.
Der vollständige Eintrag in der Bibliographie sieht wie folgt aus:
Sontag, Susan. On Photography. New York: Farrar, Straus and Giroux, 1977.
Das Autor-Datum-System ähnelt dem APA-Stil im Text:
(Sontag 1977, 54)
Und die Referenzliste (hier "References" genannt) ähnelt ebenfalls dem APA-Stil:
Sontag, Susan. 1977. On Photography. New York: Farrar, Straus and Giroux.
Vergleich der Stile
Um die Unterschiede zu verdeutlichen, hier eine kleine Vergleichstabelle basierend auf den uns vorliegenden Daten und den typischen Formaten:
| Stil | Beispiel Bibliographie/Referenzliste | Beispiel In-Text-Zitierung (mit Seitenzahl) | Häufig verwendet in |
|---|---|---|---|
| MLA | Sontag, Susan. On Photography. New York: Farrar, Straus and Giroux, 1977. | (Sontag 54) | Geisteswissenschaften (Literatur, Sprache) |
| APA | Sontag, S. (1977). On photography. New York, NY: Farrar, Straus and Giroux. | (Sontag, 1977, S. 54) | Sozialwissenschaften |
| Chicago (Notes-Bibliography) | Sontag, Susan. On Photography. New York: Farrar, Straus and Giroux, 1977. | Fußnote (Kurzform): Sontag, On Photography, 54. (Erste Fußnote länger) | Geschichte, Kunstwissenschaft, Geisteswissenschaften |
| Chicago (Author-Date) | Sontag, Susan. 1977. On Photography. New York: Farrar, Straus and Giroux. | (Sontag 1977, 54) | Einige Sozial-, Natur- und Geisteswissenschaften |
Wichtigkeit der Seitenzahl und des direkten Zitats
Besonders bei einem so dichten und argumentativen Text wie Sontags "Über Fotografie" ist die Angabe der Seitenzahl im In-Text-Zitat von entscheidender Bedeutung. Sie ermöglicht es dem Leser, die exakte Passage zu finden, auf die Sie sich beziehen. Dies ist unerlässlich, egal ob Sie direkt zitieren oder Sontags Gedanken paraphrasieren. Ein direktes Zitat sollte immer in Anführungszeichen stehen und exakt dem Original entsprechen.
Auch beim Paraphrasieren – dem Umschreiben von Sontags Ideen in Ihren eigenen Worten – müssen Sie die Quelle angeben. Sie verwenden zwar nicht ihre genauen Worte, aber die Idee stammt von ihr. Das Nichtzitieren einer Paraphrase ist ebenfalls eine Form des Plagiats. Geben Sie auch hier Autor, Jahr (bei APA/Chicago Author-Date) und idealerweise die Seitenzahl an, damit der Leser die Originalstelle finden kann, die Ihre Paraphrase inspiriert hat.
Häufige Fehler vermeiden
Beim Zitieren von "Über Fotografie" gibt es einige Stolpersteine:
- Inkonsistenz: Den Zitierstil innerhalb eines Dokuments wechseln.
- Fehlende Informationen: Wichtige Angaben wie Verlag, Ort oder Jahr weglassen.
- Keine Seitenzahl: Insbesondere bei direkten Zitaten oder spezifischen Argumenten die Seitenzahl vergessen.
- Plagiat bei Paraphrasen: Sontags Ideen übernehmen, ohne die Quelle anzugeben.
- Verwechslung von Stilen: Elemente aus verschiedenen Zitierstilen mischen.
- Nutzung sekundärer Quellen: Sontag zitieren, aber eigentlich nur eine Interpretation ihrer Arbeit durch einen anderen Autor gelesen haben. Versuchen Sie immer, die Originalquelle zu konsultieren und zu zitieren.
Warum präzises Zitieren bei Sontag besonders zählt
Sontags "Über Fotografie" ist kein leichter Text. Ihre Argumente sind nuanciert und ihre Prosa ist anspruchsvoll. Wenn Sie sich auf spezifische Punkte in ihrem Buch beziehen, müssen Sie präzise sein, um Missverständnisse zu vermeiden. Ein genaues Zitat mit Seitenzahl zeigt, dass Sie sich mit dem Originaltext auseinandergesetzt haben und Ihre Interpretationen oder Argumente auf konkrete Passagen stützen. Dies ist ein Zeichen akademischer Präzision und Respekt vor der Komplexität von Sontags Denken.
Häufig gestellte Fragen zum Zitieren von Sontag
Muss ich Sontag zitieren, wenn ich nur ihren Namen nenne?
Wenn Sie nur ihren Namen in einem allgemeinen Kontext erwähnen ("Susan Sontag war eine bedeutende Kritikerin"), ist kein Zitat nötig. Wenn Sie aber auf eine spezifische Idee, ein Argument oder eine Passage aus "Über Fotografie" Bezug nehmen, müssen Sie zitieren.
Was, wenn ich eine deutsche Übersetzung verwende?
Die hier gezeigten Beispiele beziehen sich auf die englische Originalausgabe von 1977, wie uns die Daten vorlagen. Wenn Sie eine deutsche Übersetzung nutzen, müssen Sie diese spezifische Übersetzung zitieren. Die Details (Titel der Übersetzung, Übersetzer, Verlag der deutschen Ausgabe, Erscheinungsjahr der deutschen Ausgabe) würden anstelle der Originaldaten verwendet. Geben Sie im Zweifelsfall an, dass es sich um eine Übersetzung handelt.
Ist eine Seitenzahl immer nötig?
Für direkte Zitate oder spezifische Argumente/Informationen ist eine Seitenzahl unerlässlich. Wenn Sie sich auf das Gesamtwerk oder eine sehr allgemeine These beziehen, ist die Seitenzahl manchmal optional (abhängig vom Stil und den Vorgaben), aber meistens ratsam.
Was mache ich, wenn ich ein Zitat von Sontag online gefunden habe?
Versuchen Sie immer, die Originalquelle zu finden. Verlassen Sie sich nicht auf Zitate, die Sie nur auf Websites oder in Foren finden, da diese fehlerhaft sein können oder aus dem Kontext gerissen sind. Finden Sie die Passage in Ihrem Exemplar von "Über Fotografie" und zitieren Sie von dort.
Das korrekte Zitieren von Susan Sontags "Über Fotografie" mag anfangs mühsam erscheinen, ist aber ein wesentlicher Schritt, um Ihre eigenen Arbeiten auf eine solide Grundlage zu stellen und Sontags intellektuellem Erbe gerecht zu werden. Indem Sie Sorgfalt bei der Quellenangabe walten lassen, zeigen Sie Respekt vor der Arbeit anderer und stärken die Autorität Ihrer eigenen Stimme in der Diskussion über die Fotografie.
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