Wem gehörte Alaska vor den USA?

Warum Russland Alaska verkaufte

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Die Geschichte Alaskas ist reich und komplex, geprägt von indigenen Völkern, europäischen Entdeckern und dem Aufeinandertreffen großer Mächte. Einer der bemerkenswertesten Momente in dieser Geschichte ist zweifellos der sogenannte Alaska Purchase, der Verkauf des riesigen Territoriums durch das Russische Kaiserreich an die Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 1867. Dieser Akt, der vielen Zeitgenossen als „Seward’s Folly“ oder „Seward’s Kühlschrank“ erschien, stellte die Weichen für Alaskas Zukunft als Teil der USA und legte den Grundstein für die spätere Entdeckung immenser Reichtümer.

Wie kamen die USA zu Alaska?
Die USA erwarben das Gebiet 1867 vom Russischen Kaiserreich; am 3. Januar 1959 wurde es der 49. Bundesstaat der USA. Alaska hat aufgrund seiner kaum beeinflussten Wildnisregionen den Beinamen Last Frontier („Letzte Grenze“ im Sinne von „letztes Grenzgebiet der Zivilisation“).

Die frühe Geschichte und indigene Völker

Die Besiedlung des Gebiets reicht bis in die Altsteinzeit, etwa 12.000 vor Christus, zurück. Die frühesten Bewohner waren asiatische Gruppen, die über Beringia in das heutige West-Alaska einwanderten. Diese Landbrücke war der Weg, über den viele präkolumbische Völker den amerikanischen Kontinent erreichten. Vor der Ankunft der russischen Siedler lebten hier die Eskimos und eine Vielzahl anderer indigener Völker. Man teilt die frühen Bewohner Alaskas in mehrere Hauptgruppen: die Indianer der Südostküste (die Tlingit, Haida und Tsimshian), die Athapasken, die Aleuten sowie die Inupiat und Yupik.

Diese Völker hatten reiche Kulturen und Gesellschaftsstrukturen. Die Tlingit, Haida und Athapasken praktizierten den Potlatch, ein Fest, bei dem Besitz verschenkt oder zerstört wurde. Die Gesellschaft der Aleuten war in drei Kategorien geteilt: Ehrenleute, gewöhnliche Menschen und Sklaven. Sie jagten mit Schlingen, Keulen, Speeren sowie Pfeil und Bogen und litten später schwer unter der Vernichtung der Pelzrobben und Seeotter durch die Amerikaner, die sie zum Überleben benötigten.

Europäische Entdeckung und russische Präsenz

Der größte Teil der dokumentierten Geschichte Alaskas begann mit der europäischen Besiedlung. Dem dänischen Navigator Vitus Bering, der für die russische Marine segelte, wird oft die westliche Entdeckung Amerikas zugeschrieben. Er erreichte die nordamerikanische Küste 1741. Bereits am 15. Juli 1741 landete Alexei Iljitsch Tschirikow, Kommandant der St. Paul, im heutigen Sitka. Möglicherweise hatte aber schon Semjon Iwanowitsch Deschnjow 1648 Alaska gesichtet, als er die Beringstraße durchquerte.

Nach der Entdeckung begannen russische Pelztierjäger, die westlichen Aleuten zu erreichen. Ab 1783 begann die von Grigori Iwanowitsch Schelikow ins Leben gerufene russisch-amerikanische Gesellschaft, die Otter zu jagen und bei der Kolonisation der Küstengebiete Alaskas zu helfen. Schelichow gründete 1784 die erste feste russische Siedlung in Alaska in der Three Saints Bay auf Kodiak Island, nachdem er die dortigen Einwohner bekämpft hatte. Später wurde die Siedlung an die Stelle der heutigen Stadt Kodiak verlegt.

Die Pelzjagdgesellschaften wurden 1799 zur Russisch-Amerikanischen Kompagnie zusammengeführt, die ein Handelsmonopol in Nordamerika erhielt. Unter der Führung von Alexander Andrejewitsch Baranow, dem Manager der Firma, wurden weitere Niederlassungen gegründet, darunter 1795 Mikhailovsk und 1804 Nowo-Archangelsk (das heutige Sitka), das zum Hauptverwaltungsort wurde. Unter Baranow wurden Schulen gebaut und die Ureinwohner gerechter behandelt, doch die intensive Jagd und die Abhängigkeit von amerikanischen Versorgungsschiffen ließen die Profite sinken.

Andere europäische Ansprüche

Auch andere europäische Mächte zeigten Interesse an der Region. Aus Angst vor einer russischen Expansion sandte der spanische König Karl III. zwischen 1774 und 1791 einige Expeditionen von Mexiko aus, um den Pazifischen Nordwesten zu erkunden. Spanische Schiffe erreichten die Küste Alaskas, benannten Orte und führten „Herrschaftsakte“ aus. Alessandro Malaspina suchte 1791 im Auftrag der Spanier nach der Nordwestpassage und erkundete die Küste bis zum Prince William Sound. Die Spanier gaben ihre Ansprüche auf die Region schließlich 1819 mit dem Adams-Onís-Vertrag auf.

Die britische Besiedlung in Alaska beschränkte sich auf einige verstreute Handelsposten. Kapitän James Cook kartierte 1778 die Küste von Kalifornien bis zur Beringstraße und entdeckte das Cook Inlet. Die Beringstraße erwies sich für ihn als unpassierbar. Drei von der Hudson’s Bay Company geförderte Posten gab es im frühen 19. Jahrhundert in Fort Yukon und in Wrangell.

Die Gründe für den Verkauf

Am Ende erwies sich die Kolonie für Russland als kostspielig und wenig profitabel. Mehrere Faktoren trugen zum russischen Vorhaben bei, die Besitztümer in Nordamerika zu verkaufen:

  • Finanzielle Schwierigkeiten in Russland, insbesondere nach dem verlorenen Krimkrieg (1853-1856).
  • Der Wunsch, Alaska nicht den Briten in die Hände fallen zu lassen, die als Konkurrenten im Nordpazifik angesehen wurden.
  • Die geringen Profite des Handels mit Siedlern in Alaska und die sinkende Zahl der Pelztiere.
  • Die Schwierigkeiten, das weit abgelegene Territorium zu unterhalten und zu versorgen.
  • Wiederkehrende Schwierigkeiten mit einheimischen Indianern, vornehmlich den Tlingit.

Alaska war für Russland die einzige Überseekolonie und der Weg dorthin von Sankt Petersburg aus sehr lang und beschwerlich. Das Territorium war unerschlossen und abgelegen.

Der Alaska Purchase

Der US-Außenminister William H. Seward leitete den Kauf Alaskas am 9. April 1867 ein. Die Verhandlungen mit dem russischen Botschafter in den USA, Eduard von Stoeckl, führten am 30. März 1867 zur Unterzeichnung des Vertrags. Russland verkaufte Alaska für 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten. Dies entsprach inflationsbereinigt im Jahr 2016 etwa 140 Millionen Dollar. Am 18. Oktober 1867 hissten die Vereinigten Staaten in Alaska ihre Fahne, ein Tag, der heute als Alaska Day gefeiert wird. Durch den Besitzerwechsel verschob sich die Datumsgrenze de facto nach Westen, und Alaska stellte seine Zeitrechnung vom julianischen auf den gregorianischen Kalender um. Für die Einwohner folgte so auf Freitag, 6. Oktober, gleich der 18. Oktober 1867, ebenfalls ein Freitag.

Der Kauf war zunächst unbeliebt und wurde spöttisch als „Seward’s Folly“ oder „Seward’s Kühlschrank“ bezeichnet. Viele Amerikaner sahen keinen Wert in dem eisigen, abgelegenen Land. Erst später, durch die Entdeckung von Bodenschätzen, erwies sich der Kauf als äußerst wertvoll.

Die Ära des Department of Alaska (1867-1884)

Nach dem Kauf befand sich Alaska unter der Rechtsprechung verschiedener US-Behörden: der US Army (bis 1877), des US-Finanzministeriums (1877–1879) und der US Navy (1879–1884). Der größte Teil Alaskas blieb zunächst unerforscht. 1865 legte die Western Union eine Telegrafenleitung durch Alaska bis zur Beringstraße, was auch die ersten wissenschaftlichen Studien der Region ermöglichte. Die Alaska Commercial Company und das Militär trugen ebenfalls zur Erforschung bei, indem sie Handelsposten im Landesinneren errichteten.

Der Weg zur Eigenstaatlichkeit

1884 wurde die Region organisiert und der Name in „District of Alaska“ geändert. Die Gesetzgeber in Washington D.C. hatten jedoch zunächst wenig Zeit für Alaska. 1896 lockte die Entdeckung des Goldes im Yukon-Territorium Tausende von Bergbauleuten nach Alaska, und das Land profitierte als Transportroute. Später wurden auch in Alaska selbst Goldvorkommen gefunden, zunächst 1899 in Nome, was zur Entstehung von Städten wie Fairbanks führte.

Wie lange war Alaska russisch?
Als Russisch-Amerika (Русская Америка, Russkaja Amerika) wurden das heutige Alaska sowie die russischen Besitzungen in Kalifornien bis zum Jahr 1841 bzw. 1867 bezeichnet.

Im frühen 20. Jahrhundert entwickelten sich Kupfer-Bergbau, Fischerei und Konservenfabrikation zu beliebten Industriezweigen. 1902 begann der Bau der Alaska Railroad, die Seward mit Fairbanks verband. Allerdings gibt es bis heute keinen Schienenweg, der Alaska mit den südlich gelegenen Bundesstaaten verbindet.

1912 wurde Alaska durch den „Second Organic Act“ neu organisiert und in „Territory of Alaska“ umbenannt. Die Einwohnerzahl wuchs, und es regte sich eine Bewegung, die die Anerkennung Alaskas als Bundesstaat forderte. Anfänglich gab es in den zusammenhängenden 48 Bundesstaaten Zweifel, ob Alaska aufgrund seiner geringen, verstreuten Bevölkerung und instabilen Wirtschaft eine wertvolle Ergänzung wäre.

Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen

Der Zweite Weltkrieg betonte Alaskas strategische Bedeutung. Die Invasion der Japaner auf den Aleuten (Attu, Agattu, Kiska) war der einzige besetzte Teil der Vereinigten Staaten während des Krieges. Japan griff Dutch Harbor an und besetzte die Inseln Attu und Kiska. Die Schlacht um die Aleuten dauerte über zwei Wochen und forderte hohe Verluste auf beiden Seiten. Die indigenen Einwohner der Pribilof Islands und Attus wurden evakuiert oder interniert.

Ein wichtiges Ergebnis des Zweiten Weltkrieges war die Fertigstellung des Alaska-Canada Military Highway (Alcan Highway), der ersten stabilen Landverbindung zwischen Alaska und dem Rest Amerikas. Der Bau von Militärbasen trug ebenfalls zum Bevölkerungswachstum bei, zum Beispiel in Anchorage.

Nach dem Krieg wurde die Frage der Bundesstaatlichkeit ernster diskutiert. Die Entdeckung von Öl am Swanson River auf der Kenai-Halbinsel beseitigte das Image Alaskas als schwache, abhängige Region. US-Präsident Dwight D. Eisenhower unterzeichnete am 7. Juli 1958 den Alaska Statehood Act. Am 3. Januar 1959 wurde Alaska als 49. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufgenommen. Juneau blieb die Hauptstadt, und William Egan wurde erster Gouverneur.

Wichtige Ereignisse nach der Eigenstaatlichkeit

Verwaltungsstruktur

Alaska hat im Gegensatz zu den anderen Bundesstaaten keine Countys, sondern ist in 29 Census Areas und Boroughs eingeteilt. Boroughs besitzen eine organisierte Verwaltung, während Census Areas nur künstliche Einteilungen für statistische Zwecke sind. Gebiete ohne organisierten Borough bilden den Unorganized Borough, dessen Verwaltungsaufgaben direkt vom Bundesstaat übernommen werden.

Das Karfreitagsbeben 1964

Am 27. März 1964 traf das „Karfreitagsbeben“ mit einer Stärke von 9,2 den Süden und die Mitte Alaskas. Es war eines der stärksten Erdbeben aller Zeiten, tötete 131 Menschen und zerstörte mehrere Städte und Häfen, vor allem durch Tsunamis. Landhebungen schufen Barrieren für Lachse, und die Infrastruktur wurde schwer beschädigt. Trotz der Katastrophe baute Alaska viele Gemeinden wieder auf.

Alaska Native Claims Settlement Act (ANCSA)

Seit Mitte der 60er Jahre beteiligten sich die indigenen Völker Alaskas stärker an der Regierung und vereinigten sich, um ihren Anspruch auf Land zu erheben. Die Entdeckung von Öl in der Prudhoe Bay 1968 brachte die Landbesitzfrage in die Schlagzeilen. Um den Bau einer Pipeline zu ermöglichen, die durch die umstrittenen Gebiete laufen sollte, mussten die Ansprüche der Urbevölkerung geregelt werden. Der Druck der Ölindustrie führte 1971 zur Unterzeichnung des „Alaska Native Claims Settlement Act“. Die indigenen Vertreter verzichteten auf ihre ursprünglichen Ansprüche und erhielten dafür Zugang zu 44 Millionen Acre Land und 963 Millionen US-Dollar. Das Land und das Geld wurden unter regionalen, städtischen und örtlichen Verbänden aufgeteilt. Die Einigung entschädigte die Urbevölkerung und eröffnete allen Alaskanern die Möglichkeit, vom Öl zu profitieren.

Die Trans-Alaska-Pipeline

Um das in Prudhoe Bay gefundene Öl zu transportieren, wurde die Trans-Alaska-Pipeline gebaut. Die rund 1300 km lange Pipeline überwindet Gebirgszüge, Verwerfungen und Dauerfrostboden. Die Hälfte der Pipeline ist erhöht gebaut, um den Permafrostboden nicht aufzutauen. Zum Schutz vor Erdbeben verläuft sie in einer Zickzacklinie. Am 28. Juli 1977 kam das erste Öl in Valdez an. Die Gesamtkosten betrugen 8 Milliarden Dollar.

Der Alaska Permanent Fund

Mit dem Erlös aus dem Erdöl stieg das Pro-Kopf-Einkommen. Um eine ökonomische Pleite nach dem Versiegen der Ressourcen zu verhindern, änderte die Regierung 1976 die Staatsverfassung und führte den Permanent Fund ein. Dieser Fonds investiert einen Teil der staatlichen Erlöse aus Bodenschätzen „zum Nutzen aller Generationen von Alaskern“. 25 % der Rohstoff-Pachteinkünfte gehen in den Fonds, der jährliche Dividenden an die Einwohner zahlt. Der Fonds ist das größte Geldreservoir der Vereinigten Staaten und hat seit 1993 mehr Geld erwirtschaftet als die Ölfelder in Prudhoe Bay.

Tourismus und Umweltschutz

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Tourismus zu einer wichtigen Einnahmequelle, begünstigt durch den Alcan Highway und das Alaska Marine Highway System. Heute besuchen Millionen Menschen jährlich die Nationalparks und Wildnisgebiete Alaskas. Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus wurde die Umweltpolitik wichtiger. Der ANILCA (Alaska National Interest Lands Conservation Act) von 1980 erweiterte das System der nationalen Wildschutzgebiete und Nationalparks erheblich. Alaska umfasst nun zwei Drittel der gesamten Fläche aller amerikanischen Nationalparks.

Die Ölkatastrophe der Exxon Valdez

Am 24. März 1989 lief der Tanker Exxon Valdez im Prince William Sound auf Grund und verlor 11 Millionen Gallonen Rohöl, das sich auf 1.800 km Küste ausbreitete. Die Ölpest tötete Tausende von Seevögeln, Ottern und anderen Meerestieren. Die Reinigung war immens kostspielig und aufwendig. Die Katastrophe erregte internationale Aufmerksamkeit und führte zu Debatten über die Sicherheit des Öltransports und die Umweltpolitik. In einem Zivilverfahren stimmte Exxon der Zahlung von 900 Millionen Dollar zu. Als Reaktion auf die Katastrophe wurde angeordnet, dass Tanker von Valdez durch den Prince William Sound von Schleppern begleitet werden müssen, und der Kongress beschloss, dass Tanker doppelwandig sein müssen.

Warum wurde Alaska an die USA verkauft?
Finanzielle Schwierigkeiten in Russland, der Wunsch, Alaska nicht den Briten in die Hände fallen zu lassen, und die geringen Profite des Handels mit Siedlern in Alaska trugen zum russischen Vorhaben bei, die Besitztümer in Nordamerika zu verkaufen. Der US-Außenminister William H. Seward leitete den Kauf Alaskas am 9.

Kontroverse um Bohrungen im Arctic Refuge

Die Debatte um potenzielle Ölbohrungen im Arctic National Wildlife Refuge (ANWR), einem großen Naturschutzgebiet, ist ein aktuelles Thema. Seit den 1990er Jahren gab es immer wieder politische Auseinandersetzungen und Versuche, Bohrungen zu erlauben, die jedoch auf starken Widerstand stießen. Die Schätzungen der dort lagernden Ölreserven variieren stark, und die Debatte wird kontrovers geführt, wobei Umweltschutzinteressen und wirtschaftliche Interessen (insbesondere der Ölindustrie) aufeinanderprallen.

Die Todesstrafe

Alaska ist einer der wenigen Bundesstaaten, die nie eine Todesstrafe hatten, seitdem das Territorium sie 1957 abschaffte. Zuvor wurden zwischen 1869 und 1957 nach vorhandenen Aufzeichnungen fünfzehn Menschen hingerichtet.

Häufig gestellte Fragen

Warum wurde Alaska an die USA verkauft?
Russland verkaufte Alaska aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nach dem Krimkrieg, der hohen Kosten für die Verwaltung und Versorgung des abgelegenen Territoriums, sinkender Profite aus dem Pelzhandel und der Angst, dass Alaska stattdessen den Briten in die Hände fallen könnte.

Wem gehörte Alaska vor den USA?
Vor dem Verkauf an die USA gehörte Alaska dem Russischen Kaiserreich. Zuvor war das Gebiet über Jahrtausende von verschiedenen indigenen Völkern besiedelt.

Wie lange war Alaska russisch?
Russland erhob ab der Entdeckung und ersten Landungen durch russische Expeditionen um 1741 Anspruch auf das Gebiet. Mit der Gründung der ersten permanenten Siedlung 1784 und der Russisch-Amerikanischen Kompagnie 1799 festigte sich die russische Kontrolle. Russisch-Amerika bestand als russischer Besitz bis zum Verkauf an die USA im Jahr 1867, also etwa 126 Jahre ab der Entdeckung oder 83 Jahre ab der ersten permanenten Siedlung.

Wie viel zahlten die USA für Alaska?
Die Vereinigten Staaten zahlten 7,2 Millionen Dollar für den Kauf Alaskas.

Wann wurde Alaska ein US-Bundesstaat?
Alaska wurde am 3. Januar 1959 als 49. Bundesstaat in die USA aufgenommen.

Welche wichtigen Bodenschätze wurden in Alaska gefunden?
Neben Pelztieren, die die russische Ära prägten, wurden in Alaska vor allem Gold und später immense Vorkommen an Erdöl entdeckt. Auch Kupfer und Fischerei sind wichtige Ressourcen.

Was war „Seward’s Folly“?
„Seward’s Folly“ (Sewards Torheit) war eine spöttische Bezeichnung, die Kritiker des Kaufs Alaskas in den USA verwendeten, da sie den Erwerb des riesigen, scheinbar wertlosen Territoriums für einen Fehler hielten.

Der Wert Alaskas im Wandel der Zeit

Was einst als „Seward’s Torheit“ belächelt wurde, entpuppte sich im Laufe der Zeit als ein strategisch und wirtschaftlich unschätzbar wertvolles Gebiet. Die Goldfunde lösten einen Rausch aus, der das Bevölkerungswachstum und die Infrastrukturentwicklung vorantrieb. Die Fischerei wurde zu einer Schlüsselindustrie. Der Zweite Weltkrieg offenbarte die strategische Bedeutung Alaskas im Pazifik. Und die Entdeckung der riesigen Ölreserven und der Bau der Trans-Alaska-Pipeline revolutionierten die Wirtschaft des Bundesstaates und sicherten seinen Bewohnern durch den Permanent Fund auch in Zukunft Wohlstand. Gleichzeitig stellen die reichen natürlichen Ressourcen und die unberührte Wildnis Alaskas die Menschen immer wieder vor die Herausforderung, wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz in Einklang zu bringen, wie die Debatte um Bohrungen im ANWR zeigt.

Die Geschichte Alaskas ist somit eine faszinierende Erzählung von Entdeckung, Kolonisation, Verkauf, Entwicklung und dem ständigen Ringen um die Balance zwischen Mensch und Natur in einem der extremsten und schönsten Gebiete der Erde.

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Andenmatten Soltermann

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