Die Welt der Videospiele blickt gespannt in die Zukunft, und nach der kürzlichen Vorstellung der PlayStation 5 Pro rückt bereits die nächste Konsolengeneration in den Fokus: die PlayStation 6. Auch wenn offizielle Details noch rar gesät sind, gibt es bereits erste vielversprechende Informationen und Gerüchte, die einen Blick auf das werfen lassen, was uns erwartet. Sony arbeitet selbstverständlich bereits hinter verschlossenen Türen an der PS6, denn die Entwicklung eines Nachfolgers beginnt meist direkt nach dem Release der aktuellen Konsole. Bestätigt wurde unter anderem bereits, dass Sony erneut auf einen Chip von AMD setzen wird, wie PS-Chefentwickler Mark Cerny verlauten ließ. Doch was wissen wir noch über die kommende PlayStation?
Wann können wir mit der PlayStation 6 rechnen?
Die Frage, die viele Fans am meisten beschäftigt, ist natürlich die nach dem Erscheinungsdatum. Nach dem üblichen Konsolenzyklus und unter Berücksichtigung der Entwicklungszeiten wird die PlayStation 6 voraussichtlich frühestens im Winter 2027 auf den Markt kommen. Einige Branchenkenner und auch ehemalige Manager wie Shuhei Yoshida (bis Januar 2025 bei Sony) gehen eher von einem Release im Jahr 2028 aus. Diese Einschätzung basiert zum Teil darauf, dass der aktuelle Konsolenzyklus der PS5 anfangs stark unter massiven Lieferschwierigkeiten litt, was den Zyklus potenziell etwas verlängern könnte. Es ist auch interessant zu sehen, dass die PS6 nicht die erste Konsole der zehnten Konsolengeneration sein wird; Nintendo wird diese voraussichtlich bereits früher, mit der Nintendo Switch 2, einläuten.

Wie viel wird die PlayStation 6 kosten?
Der Preis der PlayStation 6 zum Start ist derzeit noch Gegenstand von Spekulationen. Angesichts der Preisentwicklung bei der aktuellen Generation, wo die neue PS5 Pro bereits für happige 800 Euro angeboten wird, ist eine genaue Vorhersage schwierig. Es wird jedoch vermutet, dass die PS6 bei rund 599 Euro liegen könnte. Dies würde einem Preisanstieg von etwa 50 Euro im Vergleich zur erhöhten unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) der PlayStation 5 entsprechen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die globalen Wirtschaftsbedingungen und Produktionskosten auf den finalen Verkaufspreis auswirken werden.
Hardware: Sony setzt weiter auf AMD-Power
Obwohl konkrete technische Spezifikationen noch unter Verschluss gehalten werden, ist klar: Sony bleibt seiner Linie treu und wird auch bei der PlayStation 6 auf Hardware von AMD setzen. Diese Partnerschaft hat sich bereits bei der PlayStation 4, der PlayStation 5 und der PS5 Pro bewährt und lieferte die zentralen Prozessoren und Grafikeinheiten. Laut PS-Chefentwickler Mark Cerny läuft die interne Zusammenarbeit für die PS6 unter dem Codenamen „Project Amethyst“, eine nette Anspielung auf die Farben der beiden Unternehmen (Rot und Blau). Die technische Basis dürfte eine Weiterentwicklung der aktuellen Architekturen sein, voraussichtlich eine Ryzen CPU (Zen 5 oder neuer) und eine Radeon GPU (RDNA 4 oder neuer).
KI im Fokus: Mehr als nur Upscaling
Ein zentrales Thema bei der PlayStation 6 soll die Künstliche Intelligenz (KI) sein. Dabei geht es nicht nur um verbesserte Upscaling-Techniken wie FSR (FidelityFX Super Resolution), um Spiele in höheren Auflösungen darzustellen, sondern auch um den Einsatz von KI direkt in Gameplay-Elementen. Man stellt sich vor, dass KI-gesteuerte Gegner oder Begleiter sich dadurch realistischer und menschlicher verhalten könnten, was die Immersion in Spielwelten deutlich steigern würde. Die technische Grundlage hierfür könnte eine Next Gen XDNA NPU (Neural Processing Unit) von AMD bilden, ähnlich der Technologie, die bereits in aktuellen Ryzen AI Prozessoren zum Einsatz kommt.
Potenzieller 3D-Cache für mehr Leistung
Erste Gerüchte deuten zudem darauf hin, dass der System-on-a-Chip (SoC) der PlayStation 6 über einen 3D-Cache verfügen könnte. Diese Technologie, die beispielsweise beim Ryzen 7 9800X3D von AMD zum Einsatz kommt, stapelt den L3-Cache, wodurch dessen Kapazität deutlich erhöht wird. Ein größerer und schnellerer Cache kann in Spielen, die auf schnelle Datenzugriffe angewiesen sind, zu einer spürbaren Leistungssteigerung führen und die Gesamtperformance der Konsole verbessern.
Wird die PlayStation 6 noch ein Laufwerk haben?
Eine weitere wichtige Frage betrifft das Vorhandensein eines optischen Laufwerks. Angesichts des Trends zu digitalen Spielen wird oft spekuliert, ob Sony bei der PS6 einen reinen „Digital-only“-Ansatz verfolgen könnte. Glaubt man jedoch den Aussagen von Ex-PlayStation-Manager Shawn Layden, wird Sony auch weiterhin eine Variante mit Blu-Ray-Laufwerk anbieten. Dies begründet er unter anderem mit der aktuellen Marktlage bei der PS5, wo rund 80 % der verkauften Konsolen über ein Laufwerk verfügten. Ein Hauptgrund hierfür ist, dass die Internetverbindung in vielen Regionen der Welt, auch in Teilen Deutschlands, noch nicht ausreichend ausgebaut ist, um sich vollständig auf digitale Distribution zu verlassen.

Ein Blick zurück: Die PlayStation 5 und ihre Entwicklung
Um die Entwicklung der PlayStation 6 besser einordnen zu können, lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Stand der Technik und die Geschichte der PlayStation 5. Die PS5 kam am 19. November 2020 in Europa auf den Markt und ist der Nachfolger der erfolgreichen PlayStation 4. Sie steht in direkter Konkurrenz zur Xbox Series von Microsoft und der Nintendo Switch. Bis heute wurden weltweit über 75 Millionen Exemplare der PS5 verkauft, was ihren großen Erfolg unterstreicht.
Hardware der PS5 im Detail
Die PlayStation 5 setzt wie ihre Konkurrentin auf AMD-Hardware: einen Ryzen-Hauptprozessor mit Zen-2-Mikroarchitektur und eine Radeon-Grafikeinheit mit RDNA-2-Architektur, die hardwarebeschleunigtes Raytracing ermöglicht. Ein wesentlicher Fortschritt gegenüber der PS4 ist die Verwendung einer schnellen Solid-State-Drive (SSD) als Datenspeicher, was Ladezeiten drastisch reduziert. Die Standard-PS5 verfügt über ein 4K-fähiges Blu-ray-Laufwerk mit 100 GB Kapazität, während Spiele auch digital heruntergeladen werden können. Sony hob bei der Markteinführung auch den geringeren Stromverbrauch und die leisere Arbeitsweise im Vergleich zur PS4 hervor, sowie ein verbessertes 3D-Soundsystem.
PS5 Modell- und Revisionsübersicht
Die PS5 wurde ursprünglich in zwei Modellen eingeführt: der Standard-Version mit Laufwerk und der Digital Edition ohne Laufwerk. Seitdem gab es mehrere Revisionen und neue Modelle. Hier eine Übersicht:
| Modell | Revision | Erstveröffentlichung | Festplattengröße | maximale elektr. Leistungsaufnahme | Gewicht | Blu-ray-Laufwerk |
|---|---|---|---|---|---|---|
| PlayStation 5 | CFI-10xxA, CFI-11xxA, CFI-12xxA | 12. November 2020, August 2021, August 2022 | 825 GB SSD, erweiterbar | 350 W, 340 W, 390 W | 4,5 kg, 4,2 kg, 3,9 kg | Ja |
| PlayStation 5 Digital Edition | CFI-10xxB, CFI-11xxB, CFI-12xxB | 12. November 2020, August 2021, August 2022 | 825 GB SSD, erweiterbar | 350 W, 340 W, 390 W | 3,9 kg, 3,6 kg, 3,4 kg | Nein |
| PlayStation 5 Slim | CFI-20xxA | November 2023 | 1 TB SSD, erweiterbar | 225 W | 3,2 kg | Ja |
| PlayStation 5 Digital Edition Slim | CFI-20xxB | November 2023 | 1 TB SSD, erweiterbar | 225 W | 2,6 kg | Nein (optional nachrüstbar) |
| PlayStation 5 Pro | CFI-7021 | November 2024 | 2 TB SSD, erweiterbar | 390 W | 3,1 kg | Ja |
Die Revisionen CFI-1100 (ab August 2021) und CFI-1200 (ab August 2022) brachten kleinere Änderungen, hauptsächlich zur Gewichtsreduktion durch angepasste Kühlsysteme und kleinere Mainboards. Die im November 2023 veröffentlichte „Slim“-Version ist etwa 30 % kleiner, verfügt über eine 1 TB SSD und ermöglicht das nachträgliche Anbringen eines separat erhältlichen Blu-ray-Laufwerks an der Digital Edition. Die Performance blieb bei der Slim-Version identisch zu den Vorgängermodellen.
Software und DualSense Controller
Das Betriebssystem der PS5, Orbit OS, basiert auf FreeBSD 9.0 und bietet eine neu gestaltete Benutzeroberfläche. Eine praktische Funktion ist die Möglichkeit, Spiele nur abschnittsweise zu installieren, um Speicherplatz zu sparen. Der überarbeitete Controller, der DualSense, ersetzt den Namen DualShock. Er zeichnet sich durch adaptive Schultertasten und verbesserte Vibrationsmotoren aus, die ein präziseres haptisches Feedback ermöglichen – zum Beispiel das Gefühl einer gespannten Bogensehne oder unterschiedlicher Oberflächen in Rennspielen. Der DualSense verfügt über einen größeren Akku, USB-C als Ladeanschluss, ein integriertes Mikrofon, Lautsprecher und einen Klinkenanschluss. Der Share-Button wurde durch einen Create-Button ersetzt. Auch das Touchpad ist weiterhin integriert. Die PS5 unterstützt zudem die ursprüngliche PlayStation VR Brille (mit Adapter) und hat mit der im Februar 2023 erschienenen PlayStation VR2 einen eigenen VR-Nachfolger erhalten.
PS4 vs. PS5: Der technische Unterschied
Der wohl offensichtlichste Unterschied zwischen der PS4 und der PS5 liegt in der deutlich höheren Grafikleistung und dem größeren Arbeitsspeicher der neueren Konsole. Mit 10,3 Tflops liegt die Grafikleistung der PS5 weit über den 1,84 Tflops der Standard-PS4 oder den 4,2 Tflops der PS4 Pro. Die PS5 mit ihrer AMD RDNA 2 Grafikkarte und 16 GB GDDR6 Arbeitsspeicher kann Spiele in bis zu 8K-Auflösung darstellen (wenn auch meist per Upscaling), während die PS4 maximal Full-HD (PS4 Pro bis zu 4K) erreicht. Das führt zu einem sichtbar schärferen Bild auf der PS5.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Bildwiederholrate. Die PS5 unterstützt bis zu 120 FPS, während die PS4 auf 30 FPS limitiert ist (einige Spiele erreichen auf der PS4 Pro 60 FPS). Höhere Bildraten sorgen für flüssigere Bewegungen und können in schnellen Spielen einen klaren Vorteil bieten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Ausgabegerät (Monitor oder Fernseher) diese hohen Auflösungen und Bildraten ebenfalls unterstützen muss, um die Vorteile der PS5 voll auszuschöpfen.
Trotz dieser beeindruckenden technischen Daten sehen Spiele, die für beide Konsolengenerationen erscheinen, im direkten Vergleich nicht immer dramatisch unterschiedlich aus, zumindest noch nicht. Mit zunehmender Reife der PS5-Entwicklung und Spielen, die exklusiv für die neue Hardware optimiert sind, wird der Unterschied jedoch deutlicher werden.
Preisänderungen bei der PS5 ab April 2025
Interessanterweise hat Sony für April 2025 Preisanpassungen bei der PlayStation 5 angekündigt, die auch einen Hinweis auf zukünftige Preisstrategien geben könnten. Ab dem 14. April 2025 wird die PS5 Digital Edition in mehreren Regionen, darunter Europa, teurer. Gleichzeitig wird der Preis für das separat erhältliche Disk-Laufwerk gesenkt. In Europa kostet die PS5 Digital Edition dann 499,99 Euro (ein Anstieg um 50 Euro), während das Disk-Laufwerk nur noch 79,99 Euro statt 119,99 Euro kostet. Der Preis der Standard-PS5 mit integriertem Laufwerk (549,99 Euro) und der PS5 Pro (799,99 Euro) bleiben in Europa unverändert. Sony begründet diese Änderungen mit dem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, hohen Inflationsraten und schwankenden Wechselkursen. Diese Anpassungen zeigen, wie wirtschaftliche Faktoren die Preisgestaltung beeinflussen und geben einen Einblick in mögliche zukünftige Preismodelle.
Häufig gestellte Fragen zur PlayStation 6
Wann wird die PS6 voraussichtlich veröffentlicht?
Die PlayStation 6 wird frühestens im Winter 2027 erwartet, viele Branchenexperten gehen eher von einem Release im Jahr 2028 aus, auch bedingt durch die anfänglichen Lieferschwierigkeiten der PS5.
Welche Hardware wird in der PS6 stecken?
Sony wird weiterhin auf Hardware von AMD setzen, voraussichtlich mit einer Ryzen CPU (Zen 5 oder neuer) und einer Radeon GPU (RDNA 4 oder neuer). Ein Fokus liegt auf KI mit einer NPU und möglicherweise einem 3D-Cache.

Wird die PS6 ein Blu-ray-Laufwerk haben?
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sony, ähnlich wie bei der PS5, weiterhin eine Variante der PS6 mit einem optischen Laufwerk anbieten wird, da ein Großteil der PS5-Konsolen mit Laufwerk verkauft wurde und die Internetinfrastruktur nicht überall ausreichend ist.
Wie hoch wird der Preis der PS6 sein?
Der Preis ist noch nicht offiziell, aber Schätzungen gehen von etwa 599 Euro aus, was leicht über der erhöhten UVP der PS5 liegen würde.
Welche Rolle spielt KI in der PS6?
KI soll nicht nur für Upscaling-Techniken (FSR) genutzt werden, sondern auch für Gameplay-Elemente, um beispielsweise das Verhalten von Nicht-Spieler-Charakteren realistischer zu gestalten.
Wurde eine andere Chip-Architektur für die PS6 in Betracht gezogen?
Ja, Sony hat Berichten zufolge auch intensive Gespräche mit Intel geführt, entschied sich aber letztendlich gegen einen Wechsel, hauptsächlich wegen höherer Kosten und des erhöhten Entwicklungsaufwands, insbesondere im Hinblick auf die Abwärtskompatibilität.
Die PlayStation 6 nimmt langsam Form an, zumindest in den Gerüchten und ersten bestätigten Details. Mit einem erwarteten Release in den Jahren 2027 oder 2028, der Fortsetzung der bewährten Partnerschaft mit AMD, einem klaren Fokus auf KI und potenziell leistungssteigernden Technologien wie dem 3D-Cache, sowie der wahrscheinlichen Beibehaltung einer Variante mit Laufwerk, zeichnet sich das Bild einer leistungsstarken und zukunftsorientierten Konsole ab. Fans dürfen gespannt sein, welche weiteren Innovationen Sony in den kommenden Jahren enthüllen wird.
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