Wie bekommen Tiere ihre Farben?

Wie Tiere ihre faszinierenden Farben erhalten

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Die Farben des Tierreichs sind ein faszinierendes Schauspiel. Sie dienen der Tarnung, der Kommunikation, der Wärmeregulierung und vielen anderen wichtigen Funktionen. Doch wie entstehen diese Farben überhaupt? Und welche Tiere besitzen die erstaunliche Fähigkeit, ihre Farbe blitzschnell zu ändern? Die Antworten liegen in spezialisierten Zellen, Pigmenten und der komplexen Wechselwirkung mit Licht.

Welche Farben werden aus Tieren gewonnen?
Wichtige Naturfarbstoffe tierischen Ursprungs für färberische Anwendungen sind das Purpur aus der Purpurschnecke, sowie verschiedene rote Farbstoffe aus Schildläusen – beispielsweise echtes Karmin aus der Cochenilleschildlaus, Kermes (unechtes Karmin) aus verschiedenen europäischen und asiatischen Schildläusen und Lac ...

Grundsätzlich entsteht Farbe bei Tieren auf zwei Arten: durch die Absorption von Licht mittels chemischer Pigmente in den Hautzellen oder durch die Reflexion und Streuung von Licht durch bestimmte Zellstrukturen und Gewebe.

Die Rolle der Chromatophoren bei wechselwarmen Tieren

Die Fähigkeit zum schnellen Farbwechsel ist erstaunlich weit verbreitet, aber nicht universell. Sie findet sich hauptsächlich bei wechselwarmen Tieren (Ektothermen), also Tieren, die ihre Körperwärme nicht selbst erzeugen können, wie Säugetiere und Vögel. Zu diesen farbwechselnden Ektothermen gehören viele Arten von Krebstieren, Insekten, Kopffüßern (wie Tintenfische, Sepien, Kraken), Fröschen, Eidechsen und Fischen.

Diese Tiere besitzen spezialisierte Zellen, die Pigmente enthalten und maßgeblich für die Haut- und Augenfarbe verantwortlich sind: die Chromatophoren. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Struktur und der Mechanismus dieser Zellen je nach Tiergruppe variieren können.

Farbwechsel bei wirbellosen Tieren: Die Besonderheit der Kopffüßer

Bei Kopffüßern sind die Chromatophoren ganz anders aufgebaut als bei Wirbeltieren. Sie bestehen aus einem Pigment-gefüllten Sack, der von radialen Muskelfasern umgeben ist. Wenn sich diese Muskelfasern zusammenziehen, dehnen sie den Pigmentsack zu einer dünnen, flachen Scheibe. Dies führt zu einem nahezu augenblicklichen und dramatischen Farbwechsel, da die Pigmente nun über eine größere Fläche verteilt sind und somit sichtbarer werden. Wenn die Muskeln entspannen, zieht sich der Pigmentsack wieder zu einer kleinen Kugel zusammen, und die Farbe verblasst oder verschwindet fast ganz.

Unter den Chromatophoren der Kopffüßer liegen oft zwei weitere Zelltypen: Iridophoren, die Licht reflektieren und streuen (ähnlich wie bei Wirbeltieren), und Leucophoren, die weiß erscheinen. Wenn die Pigmentsäcke der Chromatophoren kontrahiert sind, werden diese darunterliegenden Zellen sichtbar, was zu den komplexen und schnell wechselnden Mustern der Kopffüßer beiträgt. Der Farbwechsel der Kopffüßer ist ein Paradebeispiel für einen schnellen, nerval gesteuerten physiologischen Farbwechsel.

Warum sind Tiere farbig?
Sie dient als Tarnung sowohl des Beutegreifers als auch der Beute. Die Anpassung der Färbung der Tiere an die Umgebung stellt im Rahmen der Evolution ein entscheidendes natürliches Selektionskriterium dar. In seiner natürlichen Umgebung ist das Dikdik fast unsichtbar. Die Fellfarbe dient auch der Kommunikation.

Farbwechsel bei Wirbeltieren: Das Spiel der Pigmente und Lichtstrukturen

Auch bei wechselwarmen Wirbeltieren (wie Fröschen, Eidechsen und Fischen) gibt es verschiedene Arten von Chromatophoren, die zusammenarbeiten, um die Farbpalette zu erzeugen:

  • Xanthophoren: Enthalten gelbe bis rote Pigmente.
  • Iridophoren: Enthalten farblose Stapel von Kristallen oder Plättchen, die Licht reflektieren und streuen. Sie erzeugen Farbtöne wie Blau, Weiß und Ultraviolett. Die Farbe hängt vom Abstand der Kristalle ab.
  • Melanophoren: Enthalten das schwarze Pigment Melanin. Diese Zellen sind groß und sternförmig, mit langen Ausläufern (Dendriten), die sich zur Hautoberfläche erstrecken.

Bei Wirbeltieren spielt die Bewegung der Pigmentpakete (Melanosomen) innerhalb der Chromatophoren eine entscheidende Rolle für den schnellen Farbwechsel. Besonders wichtig ist hierbei die Aktivität der Melanophoren.

Wenn das Melanin in der Mitte der Melanophoren konzentriert ist, erscheint die Haut sehr hell. Wenn das Melanin jedoch durch die Ausläufer der Zelle zur Hautoberfläche hin verteilt wird, erscheint das Tier dunkel. Da sich die Ausläufer der Melanophoren über und zwischen den anderen Chromatophoren (Xanthophoren und Iridophoren) erstrecken, kann das Tier durch die Streuung oder Konzentration des Melanins diese anderen Farben entweder verdecken oder sichtbar machen. So entsteht die Fähigkeit, die Gesamtfarbe zu variieren.

Zusätzlich kann der Farbwechsel bei Wirbeltieren auch durch Veränderungen des Abstands der Kristallstapel in den Iridophoren erfolgen. Dies verändert die Art und Weise, wie Licht reflektiert und gestreut wird, und somit die resultierende Farbe, oft Blau oder Grün in Kombination mit gelben Pigmenten.

Physiologischer versus Morphologischer Farbwechsel

Die Wissenschaft unterscheidet zwei Hauptformen des Farbwechsels bei Tieren:

  • Physiologischer Farbwechsel: Dies ist der schnelle Farbwechsel, der innerhalb von Sekunden, Minuten oder Stunden stattfinden kann. Er beruht auf der Änderung der Verteilung der Pigmente innerhalb der vorhandenen Chromatophoren. Wie beschrieben, geschieht dies bei Wirbeltieren meist durch die Bewegung von Pigmentgranula in den Zellen und bei Kopffüßern durch die Formänderung der Chromatophoren selbst. Dieser Farbwechsel ist reversibel und wird oft nerval und/oder hormonal gesteuert als Reaktion auf äußere Reize oder innere Zustände.
  • Morphologischer Farbwechsel: Dieser Farbwechsel ist langsam und dauert Tage bis Wochen. Er beruht auf einer langfristigen Vermehrung oder Verminderung der Anzahl der Chromatophoren oder einer Änderung des Pigmentgehalts in den Zellen. Ein bekanntes Beispiel ist der saisonale Fellwechsel bei Säugetieren wie Hasen oder Hermelinen, bei dem die Fellfarbe von Sommer (braun/grau) zu Winter (weiß) wechselt. Dieser Farbwechsel kann reversibel (saisonal) oder irreversibel sein (z.B. altersbedingte Färbung). Morphologischer Farbwechsel dient ebenfalls der Tarnung (Anpassung an die Umgebung) oder der Signalwirkung (z.B. Balzkleid).

Vögel und Säugetiere besitzen im Allgemeinen nicht die Fähigkeit zum physiologischen Farbwechsel, wie er bei Eidechsen, Fröschen oder Tintenfischen vorkommt. Ihre Farbänderungen sind meist morphologischer Natur (Fell-/Federwechsel) oder auf die genetisch festgelegte Pigmentierung zurückzuführen.

Auslöser und Funktionen des Farbwechsels

Der schnelle physiologische Farbwechsel wird durch verschiedene Reize ausgelöst:

  • Umgebung: Die Anpassung an die Farbe des Untergrunds ist eine der wichtigsten Funktionen des Farbwechsels und dient der Tarnung. Tiere müssen ihre Umgebung wahrnehmen, um die passende Farbe anzunehmen.
  • Licht und Temperatur: Licht kann über lichtempfindliche Rezeptoren in der Haut einen reflektorischen Farbwechsel auslösen. Chameleons sind nachts oft hell und werden dunkler, sobald sie Licht ausgesetzt sind. Temperatur kann ebenfalls eine Rolle spielen, insbesondere bei wechselwarmen Tieren zur Thermoregulation. Dunkle Farben absorbieren mehr Wärme, helle reflektieren sie. Eine Eidechse kann sich bei Kälte dunkel färben, um Wärme aufzunehmen, und bei Hitze hell werden, um Wärme abzugeben.
  • Soziale Interaktionen: Die Anwesenheit von Artgenossen, Konkurrenten oder potenziellen Partnern kann ebenfalls einen Farbwechsel auslösen. Tiere nutzen Farben zur Kommunikation, zum Beispiel, um Aggression zu signalisieren, Balzrituale durchzuführen oder Fressfeinde zu warnen. Männliche Riesensepien zeigen bei Balz und Aggression beeindruckende, wellenförmige Muster aus schwarzen und weißen Streifen.

Die Informationen über die Umgebung oder den sozialen Kontext werden über die Sinnesorgane aufgenommen, im Gehirn verarbeitet, und das Gehirn sendet Signale (direkt oder über Hormone) an die Chromatophoren, um den Farbwechsel zu initiieren.

Die genetische Steuerung der Tierfarben

Auch permanente oder langsam wechselnde Farben haben eine biologische Grundlage – sie sind genetisch bestimmt. Die Hauptpigmente, die für die Fell-, Feder- oder Hautfarbe bei vielen Tieren verantwortlich sind, sind die Melanine. Es gibt zwei Haupttypen:

  • Eumelanin: Sorgt für schwarzbraune Farbtöne.
  • Phäomelanin: Sorgt für rotgelbe Farbtöne.

Beide Melanine werden in spezialisierten Zellen, den Melanozyten (eine Form von Chromatophoren), aus der Aminosäure Tyrosin synthetisiert. Die Melanozyten stammen embryonal aus der Neuralleiste und wandern während der Entwicklung in die Haut und andere Gewebe aus. Eine Störung dieser Wanderung kann zu Scheckungen oder Leuzismus (fehlende Pigmentierung in bestimmten Bereichen) führen.

Wie bekommen Tiere ihre Farben?
Die Färbung bei Tieren entsteht durch Reflexion und Streuung von Licht durch Zellen und Gewebe sowie durch Absorption von Licht durch chemische Pigmente in den Hautzellen . Bei Ektothermen werden pigmenthaltige Zellen als Chromatophoren bezeichnet und sind maßgeblich für die Entstehung der Haut- und Augenfarbe verantwortlich.

Zahlreiche Gene sind an der Pigmentbildung und -verteilung beteiligt. Mutationen in diesen Genen können zu einer Vielzahl von Fell- oder Hautfarben führen, von Albinismus (komplettes Fehlen von Melaninproduktion) über Braun- oder Gelbtöne bis hin zu komplexen Mustern. Gene steuern nicht nur, welche Art von Melanin produziert wird, sondern auch, wann und wo die Melaninproduktion stattfindet, und ob Melanozyten überhaupt in bestimmten Bereichen vorhanden sind.

Die Musterung des Fells oder der Haut (z.B. Streifen, Flecken) wird ebenfalls genetisch gesteuert. Verschiedene Gene schalten die Melaninproduktion in den Melanozyten bestimmter Bereiche ein oder aus oder bestimmen, wann die Melanozyten zwischen der Produktion von Eumelanin und Phäomelanin wechseln.

Einfluss der Haarstruktur auf die Farbe

Neben der Pigmentierung selbst spielt bei Säugetieren auch die Struktur der Haare eine wichtige Rolle für die wahrgenommene Farbe. Die Dicke, Länge, der innere Aufbau (z.B. das Vorhandensein einer Medulla, des Haarmarks) und die Wachstumsgeschwindigkeit der Haare beeinflussen, wie Licht reflektiert oder absorbiert wird und wie dicht die Pigmentgranula im Haar eingelagert sind.

Haare mit viel eingeschlossener Luft (z.B. durch eine stark ausgeprägte Medulla oder Schwierigkeiten bei der Pigmenteinlagerung) erscheinen oft heller oder sogar weiß, da Luft das Licht streut. Dickere Haare können dunkler erscheinen, da die Pigmente dichter gepackt sind. Die Wachstumsgeschwindigkeit kann beeinflussen, wie viele Pigmente während der Haarbildung eingelagert werden.

Die Kombination aus Pigmenttyp, Pigmentmenge, Pigmentverteilung und Haarstruktur erzeugt die erstaunliche Vielfalt an Fellfarben und -mustern, die wir bei Säugetieren beobachten.

Vergleich: Schneller Farbwechsel

MerkmalWirbeltiere (z.B. Chamäleon, Fisch)Kopffüßer (Tintenfisch, Sepie)
Zelltyp für schnellen WechselMelanophoren (Bewegung von Pigmenten) & Iridophoren (Kristallabstand)Chromatophoren (Formänderung des Pigmentsacks)
MechanismusAktive Bewegung von Pigmentgranula (Melanosomen) innerhalb der Zelle; Änderung des Abstands von KristallstrukturenKontraktion/Entspannung radialer Muskeln um den Pigmentsack
GeschwindigkeitMinuten bis Stunden (oft schneller bei Melanophoren als bei Iridophoren)Sekunden bis Millisekunden (nahezu augenblicklich)
Beteiligte Pigmente/StrukturenMelanin, Carotinoide (in Xanthophoren), reflektierende Kristalle (in Iridophoren)Pigmente (in Pigmentsack), reflektierende Kristalle (in Iridophoren), weiße Zellen (Leucophoren)
SteuerungNerval und/oder hormonalHauptsächlich nerval

Häufig gestellte Fragen

Was sind Chromatophoren?
Chromatophoren sind spezialisierte Zellen in der Haut und im Auge von Tieren, die Pigmente enthalten oder Licht reflektierende Strukturen besitzen. Sie sind für die Farbe und oft auch für den Farbwechsel verantwortlich.

Wie können Tiere ihre Farbe ändern?
Die Steuerung erfolgt nerval (z.B. Kopffüßer, Chamäleon) und/oder hormonal (einige Fische). Der physiologische F. dient der Tarnung durch farbliche Anpassung oder der Signalwirkung für den Artgenossen, Konkurrenten oder Fressfeind. Vögeln und Säugetieren fehlt die Fähigkeit zum physiologischen Farbwechsel.

Welche Tiere können ihre Farbe schnell ändern?
Die Fähigkeit zum schnellen (physiologischen) Farbwechsel ist hauptsächlich bei wechselwarmen Tieren (Ektothermen) wie vielen Fischen, Amphibien (Fröschen), Reptilien (Eidechsen, Chamäleons), Krebstieren, Insekten und besonders ausgeprägt bei Kopffüßern (Tintenfischen, Sepien, Kraken) zu finden.

Warum ändern Tiere ihre Farbe?
Tiere ändern ihre Farbe aus verschiedenen Gründen, darunter Tarnung (Anpassung an die Umgebung), Kommunikation (Signalisierung von Stimmung, Warnung von Feinden, Anlocken von Partnern), und bei wechselwarmen Tieren auch zur Wärmeregulation (dunkler zur Wärmeaufnahme, heller zur Wärmeabgabe).

Wie schnell können Tiere ihre Farbe ändern?
Die Geschwindigkeit des Farbwechsels variiert stark je nach Tier und Mechanismus. Kopffüßer können ihre Farbe nahezu augenblicklich in Sekundenbruchteilen ändern. Chamäleons und andere Wirbeltiere benötigen in der Regel einige Sekunden bis Minuten.

Ist die Farbe von Tieren immer genetisch bestimmt?
Die grundlegende Fähigkeit zur Pigmentproduktion und die Art der Pigmente sind genetisch bestimmt. Auch permanente Muster und langsamere Farbwechsel (morphologisch) basieren auf genetischen Programmen. Die Auslösung des schnellen (physiologischen) Farbwechsels wird jedoch durch äußere Reize oder innere Zustände gesteuert, auch wenn die zugrunde liegenden Mechanismen genetisch angelegt sind.

Fazit

Die Farbenvielfalt im Tierreich ist das Ergebnis komplexer biologischer Prozesse, die von der molekularen Ebene (Pigmentsynthese, Genetik) bis zur zellulären Organisation (Chromatophoren) und der Interaktion mit der Umwelt (Licht, Temperatur, soziale Signale) reichen. Ob durch die blitzschnelle Neuordnung von Pigmenten und Lichtstrukturen oder die langsame Veränderung der Zellzahlen – die Fähigkeit, Farbe zu erzeugen und zu verändern, ist ein entscheidender Faktor für das Überleben und die Interaktion vieler Tierarten in ihren Lebensräumen.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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