Als Hochzeitsfotografen, die Paare in ganz Europa begleiten, haben wir im Laufe der Jahre viel Erfahrung gesammelt, was ein Brautkleid auf Fotos wirklich zum Strahlen bringt. Die Wahl des Hochzeitskleides ist eine der aufregendsten Entscheidungen bei der Hochzeitsplanung, und es lohnt sich definitiv, dabei auch die fotografische Wirkung im Auge zu behalten. Ein Kleid, das vor der Kamera gut funktioniert, erleichtert es uns enorm, am Hochzeitstag wirklich atemberaubende Bilder von dir zu kreieren. Wir möchten unser Wissen gerne mit dir teilen, damit du das perfekte Kleid findest, das die Kamera lieben wird.

Die Wahl des Kleides: Anlass und Umgebung
Zuerst einmal: Wähle das richtige Kleid für die Art der Hochzeit, die du feierst. Es ist immer ratsam, viele verschiedene Kleider anzuprobieren, um herauszufinden, was dir wirklich gefällt. Oft entdeckt man Silhouetten und Stoffe, die man vorher vielleicht nicht in Betracht gezogen hätte. Doch lass dich nicht dazu verleiten, ein Kleid zu kaufen, bevor du Datum und Ort deiner Hochzeit festgelegt hast. Für die besten Fotos muss dein Kleid zur Jahreszeit und vor allem zur Umgebung passen.
Für eine Herbst- oder Winterhochzeit in einem großen Schloss mit weitläufigen Treppen und Marmorböden wäre ein Ballkleid eine ausgezeichnete Wahl. Ein solches Kleid am Strand zu tragen, würde jedoch den Stil deiner Hochzeit nicht optimal hervorheben. Eine Strandhochzeit ist stilistisch das genaue Gegenteil. Hier empfiehlt sich ein Kleid, das so leicht wie möglich ist und in dem du problemlos im Sand laufen kannst. Das Ergebnis sind luftige, ungezwungene Fotos deiner Zeremonie am Wasser. Bei warmem Wetter sollte dein Kleid eine gewisse Leichtigkeit haben – der Stoff sollte die Umgebung widerspiegeln.
Ein Auge für die Details
Ein Kleid mit auffälligen Details wie Stickereien, Perlen oder Spitze zu wählen, ist eine wunderbare Möglichkeit, sicherzustellen, dass es vor der Kamera großartig aussieht. Kleine, aber markante Details bieten uns als Fotografen einen Fokuspunkt für Nahaufnahmen, die die Einzigartigkeit deines Kleides hervorheben. Denk auch an die Rückseite deines Kleides – Details in diesem Bereich ergeben oft fantastische Bilder. Ähnlich verhält es sich mit Ausschnitten, Säumen und Ärmeln; auch hier können Details einen zusätzlichen Wow-Faktor schaffen. Zeige deinem Fotografen am Hochzeitstag unbedingt deine Lieblingsdetails am Kleid, damit er sie gezielt einfangen kann.
Die Bedeutung des Stoffes
Bestimmte Stoffe fotografieren sich besser als andere. Wusstest du, dass Brautkleider aus Satin aufgrund ihrer glatten, leicht glänzenden Oberfläche, die unter jedem Licht fantastisch aussieht, oft zu den fotogensten gehören?
Manche Kleider mögen für die Zeremonie ideal sein, aber für die Feier weniger geeignet. Kleider aus Satin eignen sich dank ihrer seidigen Beschaffenheit oft für beides und für die meisten Körpertypen, wodurch sich die Braut nicht nur großartig fühlt, sondern auch selbstbewusst und wohl. Leichte, fließende Stoffe verleihen sofortigen Glamour und können für wunderschöne, dynamische Bilder genutzt werden. Leichte Schleier, lange Schleppen oder luftige Ärmel sind weitere Elemente, um diesen magischen Effekt zu erzielen. Ein zusätzlicher Vorteil: Etwas zum Festhalten und Spielen zu haben, kann wunderbar helfen, das Eis beim Posen zu brechen.
Bei der Farbe gibt es kein Richtig oder Falsch. Champagner, Ivory, strahlendes Weiß, zartes Weiß oder Hellrosa, Mauve oder Grau – die Farbe setzt der Hochzeitsfotografie keine Grenzen. Die Farbwahl hängt mehr von deinem persönlichen Stil ab und wie sie in das Gesamtkonzept deiner Hochzeit passt.
Die perfekte Passform und deine Silhouette
Es kommt auf die Passform an. Die Suche nach dem Brautkleid ist ein aufregendes und emotionales Erlebnis. Während du vielleicht mit Fragen an die Beraterin, Pinterest-Inspirationen und favorisierten Kleidern vorbereitet bist, fragst du dich vielleicht immer noch: „Was wird an meiner Körperform am besten aussehen?“ Ein perfekt sitzendes Kleid, das deine Körperform schmeichelt, wird am besten fotografiert. Das Gute daran ist, dass dies im Vorfeld geregelt wird, sodass du am Hochzeitstag weniger Stress hast.
Höre auf andere, deine besten Freundinnen, und nimm jemanden mit, dem du vertraust und der dich beim Anprobieren aus allen Blickwinkeln fotografiert. Das ist der beste Weg, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie etwas wirklich an dir aussieht. Eine gut sitzende Passform, die schmeichelt, stärkt einen wichtigen Aspekt der Fotogenität: dein Vertrauen. Verbringe also Zeit damit, ein Kleid zu wählen, das du liebst und das deine besten Eigenschaften hervorhebt.
Finde die Silhouette, die zu dir passt
Die Wahl der richtigen Silhouette kann Wunder wirken. Hier sind einige Empfehlungen basierend auf verschiedenen Körpertypen:
| Körperform | Merkmale | Empfohlene Silhouetten |
|---|---|---|
| Rechteck | Brust, Taille, Hüfte sind relativ gleich; wenig Kurven | Scheide (Sheath), A-Linie mit Gürtel oder betonter Taille zur Schaffung von Kurven |
| Sanduhr | Hüften und Brust sind fast gleich groß; betonte Taille | Meerjungfrau (Mermaid), Fit-to-Flare, um die Proportionen hervorzuheben |
| Umgekehrtes Dreieck (Apfel) | Schultern und Brust sind breiter als schmale Hüften und Beine | A-Linie, Ballkleid, um die untere Hälfte auszugleichen |
| Athletisch | Schultern und Hüften ähnlich; etwas schmalere Taille; definierte Schultern | Scheide (Sheath), Fit-to-Flare, Neckholder, Racerback, Trägerlos, um Schultern/Dekolleté zu zeigen |
| Dreieck (Birne) | Schultern und Brust sind schmaler als die Hüften | A-Linie, Ballkleid, um die Taille zu betonen und die Hüften zu umschmeicheln; Details im Oberteil für mehr Volumen |
Sei gewissenhaft bei den Anproben, je näher die Hochzeit rückt, und stelle sicher, dass du mit dem Sitz des Kleides zufrieden bist. Denk daran – an deinem Hochzeitstag wirst du aus allen Blickwinkeln gesehen. Lass eine Freundin, der du vertraust, dich bei jeder Anprobe aus jedem Winkel fotografieren und sieh dir die Fotos danach an. In einem Brautkleid steckt immer viel Emotion, was dein Urteilsvermögen leicht trüben könnte. Du solltest dir am Tag selbst keine Sorgen machen müssen, ständig am Stoff zu ziehen oder das Kleid zurechtzurücken. Das gilt besonders für trägerlose Kleider – die richtige Passform ist entscheidend, um nicht ständig daran ziehen zu müssen.
Der Zauber des Schleiers
Die Tradition des Brautschleiers reicht Jahrhunderte zurück. Einer der ursprünglichen Gründe war, das Gesicht der Braut vor dem Bräutigam zu verbergen, da es als Unglück galt, wenn er die Braut vor der Zeremonie sah. Heutzutage wird der Schleier meist aus Stilgründen getragen – er ist ein modisches Statement.
Es gibt unterschiedliche Ansichten zu Schleiern und Haarschmuck, aber wenn dein Ziel ein unglaubliches Brautporträt oder ein Bild mit visuellem Drama ist, solltest du einen auffälligen Schleier in Betracht ziehen. Er kann dem Braut-Look das gewisse Etwas verleihen oder ein schlichtes Kleid aufwerten. Er hilft auch, die richtige Stimmung zu setzen. Er ist ein universelles Symbol der Braut in ihrem Element, und wir finden, dass einige der besten und authentischsten Momente den Brautschleier beinhalten.
Häufig gestellte Fragen zum Brautkleid (FAQ)
Viele Bräute haben ähnliche Fragen rund um die Wahl und Anpassung ihres Kleides. Hier sind einige der häufigsten:
Q: Wie eng sollte ein Brautkleid sitzen?
A: Ein perfekt angepasstes Kleid sollte nach dem Anziehen stramm sitzen, da sich der Stoff durch Körperwärme noch leicht dehnt. Es sollte auf der Hüfte aufsitzen, um nicht zu rutschen. Mache bei der Anprobe Testbewegungen (Bücken, Arme heben), um dich wohlzufühlen.
Q: Welche Länge sollte mein Brautkleid nach der Änderung haben?
A: Vorne sollte das Kleid etwa einen Zentimeter über dem Boden schweben. Hinten darf es ruhig etwas länger sein (Schleppe). Wenn du beim aufrechten Stehen vorne auf das Kleid trittst, ist es zu lang.
Q: Sind alle Brautkleider weiß?
A: Nein, es gibt viele Cremetöne (Ivory, Vanille), aber auch moderne Farben wie Champagner, Hellrosa, Mauve oder Grau. Die Farbbezeichnung kann bei verschiedenen Herstellern variieren, verlasse dich daher nicht nur auf die Bezeichnung oder Bilder.
Q: Ist ein langes Brautkleid im Sommer nicht zu heiß?
A: Bei warmem Wetter oder Hochzeiten im Süden ist die Wahl des Materials entscheidend. Leichte Naturfasern wie Seide sind hier besonders geeignet.
Q: Wie rutscht ein trägerloses Kleid nicht?
A: Ein perfekt geändertes und geschnürtes Kleid rutscht nicht. Es muss so angepasst werden, dass es auf der Hüfte Halt findet. Eine sehr gute Schneiderin ist hier Gold wert. Manchmal kann ein breites Gummiband unter der Korsage zusätzlichen Halt geben.

Q: Kann ich ein weißes Brautkleid auch noch mit 40 tragen?
A: Selbstverständlich. Die Farbe hängt von den persönlichen Vorlieben ab, nicht vom Alter.
Q: Gibt es Alternativen zum Langarm-Brautkleid, wenn ich meine Oberarme kaschieren möchte?
A: Ja, ein Carmen-Ausschnitt mit breitem „Kragen“, der auf den Oberarmen sitzt, kann kräftige Oberarme charmant kaschieren. Achte darauf, dass der Kragen nicht zu eng sitzt.
Q: Was sollte man bei großer Oberweite beachten?
A: Ein Carmen-Ausschnitt oder ein Herzausschnitt betonen die Oberweite vorteilhaft. Ein tiefer V-Ausschnitt kann dagegen ungünstig sein.
Q: Wie kann man mit dem Kleid optisch ein paar Kilo wegmogeln?
A: Viele Brautkleid-Silhouetten schmeicheln der Figur von Natur aus. Betone deine Vorzüge wie Taille und Dekolleté. Eine A-Linie, ein leicht abgesetztes Kleid oder ein asymmetrischer Schnitt mit tief angesetzter Hüfte können die Silhouette strecken und eine gute Figur zaubern.
Q: Sollte ich mein Kleid kleiner kaufen, wenn ich noch abnehmen möchte?
A: Nein, dein Liebster liebt dich so, wie du bist. Kaufe das Kleid in deiner aktuellen Größe. Ein größeres Kleid lässt sich leichter verkleinern als ein zu kleines erweitern. Plane aber genügend Zeit für Änderungen ein, falls sich deine Figur doch noch verändert.
Q: Wann sollte man zum Brautkleidkauf gehen?
A: Spätestens sechs Monate vor der Hochzeit sollte man mit der Suche beginnen, da Kleider oft bestellt und noch geändert werden müssen.
Q: Wann sollte ich den Änderungstermin vereinbaren?
A: Nicht zu früh! Etwa vier bis sechs Wochen vor der Hochzeit ist ein guter Zeitpunkt. Eine letzte Anprobe ein bis zwei Wochen vorher gibt Sicherheit. Bei schwangeren Bräuten sollten die Termine noch kurzfristiger sein.
Q: Was kostet ein Brautkleid?
A: Gute Qualität gibt es ab ca. 800 Euro. Der Durchschnitt liegt oft zwischen 1.500 und 1.800 Euro, zzgl. Accessoires.
Q: Warum muss ich zusätzlich Änderungskosten bezahlen?
A: Auch wenn das Kleid nach deinen Maßen bestellt wird, muss es für den perfekten Sitz immer individuell angepasst werden. Der Aufwand variiert je nach Kleid und Figur, daher ist eine separate Berechnung oft transparenter als eine Pauschale.
Q: Kann ich ein Brautkleid online oder gebraucht kaufen?
A: Ja, das ist möglich, aber es gibt einiges zu beachten. Das Wichtigste ist, dass du das Kleid vor dem Kauf anprobieren kannst und eine Möglichkeit hast, es professionell ändern zu lassen. Ein Second-Hand-Laden bietet hier oft die Vorteile der Anprobe und einer Schneiderin vor Ort.
Q: Brauche ich unbedingt eine Korsage zum Brautkleid?
A: Nicht unbedingt, besonders bei kleinerer Oberweite. Eine Korsage kann jedoch den Sitz perfektionieren und alles an Ort und Stelle halten. Achte darauf, dass sie unter dem Stoff nicht sichtbar ist und zum Ausschnitt passt. Eine gute Korsage ist bequem und gibt Vertrauen.
Q: Was muss ich beim Schuhkauf beachten?
A: Kaufe die Schuhe nach dem Kleid, um die Farbe anzupassen. Satinschuhe lassen sich gut einfärben. Wähle eine Absatzhöhe, in der du den ganzen Tag und die Nacht tanzen kannst. Kaufe die Schuhe am Nachmittag (Füße sind dann etwas größer) und laufe sie gut ein.
Q: Was ist beim Reifrock zu beachten?
A: Ein Reifrock ist meist nur bei klassischen Prinzessinnenkleidern mit viel Volumen nötig. Er sorgt für die gewünschte Silhouette und verhindert, dass der Stoff zwischen den Beinen hängenbleibt. Achte darauf, dass sich die Reifen nicht durch den Stoff abzeichnen.
Q: Wie finde ich passenden Haarschmuck?
A: Lass dich am besten zuerst von deinem Friseur beraten und wähle dann passenden Schmuck, der zu deiner Frisur und deinem Kleid passt.
Q: Wie setze ich mich mit einem Reifrock hin oder gehe zur Toilette?
A: Hinsetzen geht ganz normal. Für die Toilette hebst du den Reifrock nach hinten hoch oder nutzt den Trick, das Kleid in den Reifrock zu legen und ihn praktisch nach außen überzustülpen.
Fazit: Dein Kleid, deine Fotos
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein fotogenes Brautkleid ist ein Kleid, in dem du dich Vertrauensvoll fühlst, das deinem Körper schmeichelt, dir Bewegungsfreiheit lässt und deine Persönlichkeit ausdrückt. Ein gut sitzendes, maßgeschneidertes Kleid mit genau den richtigen Details zieht das Auge an. Jetzt, da du die wichtigsten Tipps hast, um das fotogenste Brautkleid auszuwählen, bleibt nur eins zu tun: Shopping! Denk daran, du kannst es schlicht halten – oder auch nicht – denn dies ist dein Tag! Nimm dir Zeit, alle Optionen zu erkunden, bleibe deinem Stil treu und finde ein Kleid, das in deinen Hochzeitsfotos perfekt aussehen wird. Vertraue deiner Intuition und genieße den Prozess!
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