Hat Xiaomi eine bessere Kamera als Samsung?

Kamera-Duell: Samsung Galaxy vs Xiaomi

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In der Welt der Smartphone-Fotografie stehen sich zwei Giganten gegenüber: Samsung und Xiaomi. Beide Marken haben sich in den letzten Jahren an die Spitze gekämpft und bieten Kamerasysteme, die selbst anspruchsvolle Fotografen beeindrucken. Doch stellt sich unweigerlich die Frage: Wer hat die Nase vorn? Ist die etablierte Qualität von Samsung unübertroffen, oder kann Xiaomi, oft mit der Expertise von Leica im Rücken, überraschen? Dieser Artikel nimmt die Kameras dieser beiden Hersteller unter die Lupe und vergleicht ihre Stärken und Schwächen anhand verschiedener Modelle, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen.

Die Wahl des richtigen Kamera-Smartphones hängt stark von individuellen Bedürfnissen ab. Manche legen Wert auf höchste Auflösung, andere auf exzellente Leistung bei wenig Licht oder flexible Zoom-Optionen. Sowohl Samsung als auch Xiaomi bedienen diese Anforderungen mit einer breiten Palette von Geräten, vom Flaggschiff bis zum Budget-Modell. Wir konzentrieren uns auf die Kameras der Spitzenmodelle, werfen aber auch einen Blick auf wichtige Vergleiche in anderen Preisklassen, um ein umfassendes Bild zu zeichnen.

Wer hat die bessere Kamera, Samsung oder Xiaomi?
Auch Verarbeitung, Displays und Kameras sind top. Trotzdem geht der Sieg knapp ans Xiaomi 13 Ultra. Dessen Ladeleistung übertrifft das Samsung Galaxy S23 Ultra um Längen. Der Bildschirm löst noch schärfer auf und alle Kameras besitzen einen 50 MP-Sensor.

Das Spitzen-Duell: Galaxy S24 Ultra gegen Xiaomi 14 Ultra

Beginnen wir mit den Schwergewichten, den aktuellen Flaggschiffen, die oft die technologischen Grenzen der mobilen Fotografie ausloten: das Samsung Galaxy S24 Ultra und das Xiaomi 14 Ultra. Beide Modelle stehen ganz oben auf der Liste der besten Smartphones für Fotografen und bieten umfangreiche Kamera-Setups.

Kamera-Spezifikationen im Detail

Sowohl das Samsung Galaxy S24 Ultra als auch das Xiaomi 14 Ultra beeindrucken mit einem Quad-Kamera-Setup auf der Rückseite – etwas, das man nicht bei vielen Smartphones findet. Die Spezifikationen auf dem Papier zeigen jedoch unterschiedliche Ansätze.

Das Xiaomi 14 Ultra trumpft mit vier 50-Megapixel-Sensoren auf, die jeweils von einem Leica-gebrandeten Summilux-Objektiv flankiert werden. Besonders hervorzuheben ist die Hauptkamera (1x, ca. 23mm äquivalent) mit ihrer variablen Blende von f/1.6 bis f/4 – eine Seltenheit im Smartphone-Bereich. Zudem verfügt sie über einen großen 1-Zoll-Sensor, ebenfalls eine Besonderheit, die mehr Licht einfängt und zu besserer Bildqualität führt. Die anderen Linsen umfassen ein Ultraweitwinkel (12mm, f/1.8) und zwei Teleobjektive (75mm, f/1.8 und 120mm, f/2.5). Die Sensoren der Zusatzkameras sind vom Typ 1/2.5 Zoll.

Das Samsung S24 Ultra verfolgt eine andere Strategie bei den Megapixeln. Es bietet nicht vier 50MP-Sensoren, sondern setzt auf einen Mix: einen 200MP-Sensor (Hauptkamera), einen 50MP-Sensor (eines der Teleobjektive) und zwei mit geringerer Auflösung (12MP für Ultraweitwinkel, 10MP für das andere Teleobjektiv). Die Hauptkamera (1x, ca. 24mm äquivalent) hat eine feste Blende von f/1.7 und sitzt vor einem 1/1.3-Zoll-Sensor, der kleiner ist als beim Xiaomi. Die anderen Linsen sind ein Ultraweitwinkel (13mm, f/2, 12MP Sensor), ein Teleobjektiv (67mm, f/2.4, 10MP Sensor) und ein weiteres Teleobjektiv (111mm, f/3.4, 50MP Sensor).

Beide Smartphones verfügen über eine Frontkamera. Beide bieten Autofokus, aber das Xiaomi hat hier mit 32MP ebenfalls die höhere Auflösung im Vergleich zu den 12MP des Samsung S24 Ultra.

Rein von den technischen Daten her scheint das Xiaomi 14 Ultra mit seinen durchweg hochauflösenden Sensoren und Besonderheiten wie der variablen Blende und dem 1-Zoll-Sensor die Nase vorn zu haben. Doch wie schlägt sich das in der Praxis?

Kamera-Apps und Aufnahmemodi

Als Android-Telefone bieten sowohl das Xiaomi 14 Ultra als auch das Samsung Galaxy S24 Ultra umfangreiche native Kamera-Apps. Beide verfügen über Standardmodi wie „Nacht“ für schlechte Lichtverhältnisse und „Porträt“.

Beim Xiaomi gibt es eine Besonderheit im Porträt-Modus, die darauf abzielt, den Look von Leica-Objektiven zu simulieren. Der „Pro“-Modus erlaubt die manuelle Einstellung von Weißabgleich, ISO, Fokus und – interessant – der Blende (wenn die Hauptkamera verwendet wird). Dieser Modus ist auch erforderlich, um im RAW-Format zu fotografieren.

Das Samsung Galaxy S24 Ultra bietet ebenfalls einen Nacht- und einen Porträt-Modus (einen eher standardmäßigen). Für fortgeschrittene Nutzer, die Einstellungen steuern und in RAW fotografieren möchten, gibt es sogar zwei erweiterte Modi.

In puncto App-Funktionalität sind beide sehr ähnlich. Die Wahl könnte hier zugunsten des Xiaomi ausfallen, wenn die Nachbildung des Leica-Looks reizvoll ist.

Bildqualität im Alltag

Beide Modelle liefern unter den meisten Bedingungen hervorragende Bilder. Die besten Ergebnisse erzielt man typischerweise bei gutem Licht, insbesondere mit der Hauptkamera.

In direkten Vergleichen zeigen beide Telefone eine sehr gute Bildqualität. Oft hat das Xiaomi etwas gefälligere und farbtreuere Ergebnisse geliefert, während das Samsung manchmal leicht zu grünlichen Tönen neigte. Die Detailwiedergabe ist bei beiden exzellent, wobei das Samsung manchmal einen Hauch mehr Details erkennen lässt. Betrachtet man die Bilder isoliert, sehen beide großartig aus. Die Farbabstimmung zwischen den verschiedenen Linsen ist bei beiden Telefonen generell gut gelungen.

Auch bei künstlichem Licht zeigen beide eine starke Leistung. Das Xiaomi scheint die tatsächlichen Gelbtöne des Lichts oft „korrigiert“ zu haben, um ein gefälligeres Bild zu erzeugen, während das Samsung der Realität etwas treuer blieb. Die Unterschiede sind aber oft gering.

Insgesamt sind die Fähigkeiten bei der allgemeinen Bildqualität sehr eng beieinander. Die feinen Unterschiede werden deutlicher, wenn man spezifische Szenarien betrachtet.

Zoom-Fähigkeiten

Mit jeweils zwei Teleobjektiven sind beide Geräte bestens ausgestattet, um auch weiter entfernte Motive einzufangen. Beide bieten optische Zoom-Fähigkeiten, die typischerweise bei 3x oder 5x liegen.

Auf dem Papier hat das Xiaomi mit seinen beiden 50MP-Teleobjektiven (75mm f/1.8 und 120mm f/2.5) einen Vorteil gegenüber den Samsung-Linsen (67mm f/2.4 mit 10MP und 111mm f/3.4 mit 50MP).

In der Praxis liefern beide Teleobjektive eine gute Leistung. Bei 100%-Ansicht zeigt das Xiaomi tendenziell leicht detailliertere Ergebnisse von seinen Teleobjektiven und oft eine bessere Farbwiedergabe. Das Samsung ist immer noch sehr gut, aber der feine Vorsprung liegt beim Xiaomi.

Es ist erwähnenswert, dass beide Modelle einen extrem hohen digitalen Zoom bieten – 100x beim Samsung und 120x beim Xiaomi. Diese Extreme sind meistens nur für Schlagzeilen gut und liefern selten wirklich nutzbare Bilder. Der optische Zoom ist hier entscheidend.

Die Zoom-Leistung ist bei gutem Licht insgesamt recht ähnlich, aber das Xiaomi hat einen kleinen, aber spürbaren Vorteil.

Fotografie bei wenig Licht

Beide Telefone verfügen über spezielle Nachtmodi, die sich oft automatisch aktivieren oder manuell ausgewählt werden können.

Hat Xiaomi eine bessere Kamera als Samsung?
Dadurch sind die Bilder des Xiaomi deutlich besser. Bei 5x verwendet das Samsung zwar das 5x-Objektiv, daher liegen die Ergebnisse der beiden 5x-Objektive etwas näher beieinander, aber ich würde dem Xiaomi trotzdem den Vorzug geben.

In Szenarien mit sehr wenig Licht ist es beeindruckend, was beide Telefone einfangen können. Es gab jedoch deutliche Unterschiede. Das Samsung-Bild wirkte heller und lebendiger, während das Xiaomi wahrscheinlich näher an der tatsächlichen Lichtstimmung war. Details in dunklen Bereichen waren beim Xiaomi manchmal etwas besser erkennbar.

Mit dem Ultraweitwinkel lieferte das Xiaomi eine bessere Leistung als das Samsung in Bezug auf die Detailwiedergabe, mit ähnlichen Unterschieden bei den Farben.

In sehr schlechten Lichtverhältnissen scheint das Samsung manchmal die Hauptkamera zu verwenden und das Bild zu beschneiden, anstatt das tatsächliche 3x-Teleobjektiv zu nutzen. Infolgedessen sind die Bilder des Xiaomi hier oft deutlich besser. Beim 5x-Zoom verwendet das Samsung die 5x-Linse, sodass die Ergebnisse der beiden 5x-Objektive näher beieinander liegen, aber das Xiaomi hatte auch hier tendenziell einen leichten Vorteil.

Makrofotografie

Für Nahaufnahmen sind sowohl das Xiaomi als auch das Samsung ausgezeichnet. Beide aktivieren automatisch einen Makro-Modus, wenn man sich einem Motiv nähert. Das Xiaomi verfügt jedoch über eine speziell für diesen Zweck konzipierte „schwebende“ Telelinse.

Im Vergleich nutzte das Samsung oft die Hauptkamera und beschnitt das Bild, während das Xiaomi seine schwebende Telelinse einsetzte. Beide Ergebnisse waren sehr gut, aber das Xiaomi zeigte tendenziell etwas mehr Details und hatte eine gefälligere Hintergrundunschärfe (Bokeh). Die Makro-Leistung ist bei beiden stark, aber das Xiaomi hat hier erneut einen leichten Vorteil.

Porträt-Aufnahmen

Beide Flaggschiff-Smartphones eignen sich hervorragend für Porträts. Obwohl beide großartige Ergebnisse liefern, neigt das Samsung im Standardmodus dazu, etwas weichere Bilder zu erzeugen, was oft als schmeichelhafter empfunden wird. Die Detailwiedergabe des Xiaomi ist jedoch beeindruckend, und die Randerkennung um Haare herum wirkte beim Xiaomi oft etwas natürlicher.

Es ist schwierig, hier einen klaren Sieger zu küren, da die Präferenz stark subjektiv ist. Das Xiaomi ist genauer, das Samsung potenziell schmeichelhafter mit wärmeren Tönen und dem weicheren Look.

Bei Selfies lieferte die 32MP-Kamera des Xiaomi ein schärferes Ergebnis als die 12MP des Samsung. Beide waren jedoch recht schmeichelhaft, wobei das Samsung wieder wärmere Töne zeigte. Die Randerkennung war auch bei Selfies beim Xiaomi tendenziell etwas besser.

Bei beiden Modellen kann man den Fokuspunkt nach der Aufnahme ändern, was sehr nützlich ist. Insgesamt sind beide sehr gut für Porträts, sodass es hier weitgehend unentschieden ist, es sei denn, man hat eine klare Präferenz für Accurates (Xiaomi) oder schmeichelhafte Töne (Samsung).

Videoaufnahme

Auch für Videografen bieten beide Telefone exzellente Optionen. Beide unterstützen 8K-Videoaufnahme sowie die gängigeren 4K-Optionen. Das Xiaomi 14 Ultra kann sogar 4K-Videos mit 120 Bildern pro Sekunde aufnehmen, während das Samsung bei 4K auf 60 Bilder pro Sekunde begrenzt ist.

Beide bieten Standard-Videoaufnahmemodi sowie erweiterte Optionen für mehr Kontrolle. Beide eignen sich hervorragend für Content Creator und Gelegenheitsnutzer. In puncto Video sind beide Android-Modelle sehr ebenbürtig, mit einem leichten Vorteil beim Xiaomi für höhere Bildraten in 4K.

Display und Design (Relevant für die Kamera-Nutzung)

Obwohl nicht direkt die Kamera, beeinflussen Display und Design die Fotografie-Erfahrung. Beide Telefone sind groß, das S24 Ultra mit 6,8 Zoll sogar eines der größten. Das Xiaomi ist mit 6,73 Zoll nur unwesentlich kleiner.

Die Auflösungen sind ähnlich hoch, beide bieten 120Hz Bildwiederholrate und sind AMOLED-Geräte mit hoher Spitzenhelligkeit (Xiaomi 3000 Nits, Samsung 2572 Nits).

Ein bemerkenswerter Vorteil des Samsung S24 Ultra ist die hervorragende Anti-Glare-Beschichtung des Displays. Diese reduziert Spiegelungen drastisch und macht das Betrachten und Komponieren von Bildern bei hellem Umgebungslicht deutlich angenehmer. Das Xiaomi-Display ist spürbar spiegelnder.

Das Design ist subjektiv. Das Xiaomi 14 Ultra hat ein markantes, rundes Kameramodul, das an eine traditionelle Kamera erinnert. Samsung setzt auf ein vertrauteres Design. Beide sind robust (IP68-Wasserdichtigkeit, robustes Glas).

In Bezug auf das Display, das für die Fotografie so wichtig ist, hat das Samsung S24 Ultra mit seiner Anti-Glare-Beschichtung einen klaren Vorteil.

Vergleiche in anderen Preisklassen

Die Konkurrenz zwischen Samsung und Xiaomi beschränkt sich nicht nur auf die Flaggschiffe. Auch in anderen Segmenten treten sie direkt gegeneinander an.

Samsung Galaxy S23 Ultra vs Xiaomi 13 Ultra

Eine Generation älter, aber immer noch sehr relevant, ist der Vergleich zwischen dem Samsung Galaxy S23 Ultra und dem Xiaomi 13 Ultra. Beide waren ebenfalls Top-Kamera-Smartphones ihrer Zeit.

Samsung setzte beim S23 Ultra stark auf die Hauptkamera mit beeindruckenden 200MP. Das Xiaomi 13 Ultra verfolgte einen anderen Ansatz und stattete *alle* seine Hauptkameras (Weitwinkel, Ultraweitwinkel, zwei Tele) mit 50MP Sensoren aus. Dies führte zu einer durchweg hohen Qualität über alle Brennweiten hinweg.

Welche Kameras haben einen 1-Zoll-Sensor?
Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI. digitale Kompaktkamera, Sensorgröße 1", 20,1 Megapixel. ...Panasonic Lumix DC-TZ202 schwarz. digitale Kompaktkamera, Sensorgröße 1", 20,1 Megapixel. ...Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI Kompaktkamera. ...Panasonic Lumix DMC-LX15. ...Canon PowerShot G5 X Mark II Kompaktkamera.

Beim Zoom bot das S23 Ultra eine längere optische Reichweite mit seinem 10x optischen Teleobjektiv (10MP), während das Xiaomi 13 Ultra „nur“ 3x optischen Zoom (mit 50MP) sowie ein 5x optisches Periskop-Teleobjektiv (mit 50MP) hatte. Wer weit entfernte Motive fotografieren möchte, hatte mit dem S23 Ultra oft die Nase vorn, während das Xiaomi 13 Ultra auf mittleren Distanzen durch seine hohe MP-Zahl beim Tele überzeugte.

Bei wenig Licht zeigten beide gute Leistungen, das S23 Ultra hellte Szenen stärker auf, während das Xiaomi 13 Ultra oft einen natürlicheren Look bewahrte und Details in dunklen Bereichen besser herausarbeitete.

Samsung Galaxy S23 vs Xiaomi 13

Im oberen Mittelklasse-Segment waren das Galaxy S23 und das Xiaomi 13 starke Konkurrenten. Beide verfügten über ein Triple-Kamera-Setup (Weitwinkel, Ultraweitwinkel, Tele). Das Xiaomi 13 bot etwas mehr optischen Zoom, während das S23 8K-Videos mit 30fps aufnehmen konnte (Xiaomi 13: 24fps). Die Selfie-Kamera des Xiaomi 13 war mit 32MP schärfer als die 12MP des S23, aber das S23 konnte Selfie-Videos in 4K aufnehmen.

Mittelklasse: Galaxy A34 vs Xiaomi Redmi Note 12 Pro

Auch in der preislich attraktiveren Mittelklasse liefern sich Samsung und Xiaomi ein Rennen. Das Galaxy A34 trat gegen das Redmi Note 12 Pro an.

Das Redmi Note 12 Pro hatte eine 50MP Hauptkamera mit größeren, lichtempfindlicheren Pixeln, was bei wenig Licht einen Vorteil bot. Die Ultraweitwinkel-Linse des A34 deckte mit 123° einen etwas größeren Bildausschnitt ab. Bei Makroaufnahmen hatte das A34 mit einer 5MP-Kamera die Nase vorn gegenüber der 2MP-Kamera des Redmi Note 12 Pro. Das A34 ermöglichte zudem 4K-Videoaufnahmen mit der Frontkamera.

Budget-Segment: Galaxy A14 vs Xiaomi Redmi Note 12

Selbst im Einsteigerbereich unter 200 Euro gibt es spannende Kamera-Vergleiche. Das Galaxy A14 und das Redmi Note 12 bieten beide Triple-Kamera-Setups für Schnappschüsse. Das A14 hatte eine 50MP Hauptkamera gegenüber 48MP beim Redmi Note 12. Dafür bot das Redmi Note 12 eine höhere Auflösung bei der Ultraweitwinkel-Linse (8MP vs 5MP). Die Makro-Kameras waren bei beiden mit 2MP ähnlich. Für einfache Alltagsfotos sind beide geeignet, aber man sollte keine Spitzenqualität erwarten.

Mehr als nur Megapixel: Was zählt wirklich?

Oft wird die Qualität einer Smartphone-Kamera an der Megapixelzahl gemessen. Mittlerweile gibt es Sensoren mit 108 MP, 200 MP oder sogar mehr. Doch eine hohe Megapixelzahl allein ist kein Garant für bessere Fotos.

Hersteller setzen bei hohen Auflösungen oft auf das sogenannte Pixel-Binning. Dabei werden mehrere benachbarte Pixel auf dem Sensor zu einem größeren, virtuellen Pixel zusammengefasst. Zum Beispiel können vier Pixel zu einem Block verschmelzen. Aus einem 48MP-Sensor können so Bilder mit 12MP erzeugt werden, bei einem 200MP-Sensor ebenfalls Bilder mit 12.5MP. Der Vorteil des Pixel-Binnings ist, dass der größere virtuelle Pixel mehr Licht einfangen kann. Dies ist besonders bei schlechten Lichtverhältnissen von Vorteil, da es zu helleren, detailreicheren und rauschärmeren Bildern führt.

Entscheidend für die Bildqualität sind neben der Megapixelzahl auch die Sensorgröße (größere Sensoren fangen mehr Licht ein), die Blende (kleinere f-Zahl bedeutet größere Blendenöffnung und mehr Licht), die Qualität der Objektive und die Bildverarbeitungssoftware. Eine Kamera mit weniger Megapixeln, aber einem größeren Sensor, einer besseren Blende und ausgefeilter Software kann oft bessere Bilder liefern als eine Kamera mit vielen Megapixeln, aber schwächeren Komponenten.

Kamera-Vergleichstabelle (Ausgewählte Modelle)

FeatureSamsung Galaxy S24 UltraXiaomi 14 UltraSamsung Galaxy S23 UltraXiaomi 13 Ultra
Hauptkamera200MP, f/1.7, 1/1.3" Sensor50MP, f/1.6-4 (variabel), 1" Sensor200MP, f/1.750MP, f/1.9-4.0 (variabel)
Ultraweitwinkel12MP, f/2.250MP, f/1.812MP, f/2.250MP, f/1.8
Tele 110MP, f/2.4 (3x optisch)50MP, f/1.8 (3.2x optisch ~75mm)10MP, f/2.4 (3x optisch)50MP, f/1.8 (3x optisch ~75mm)
Tele 2 (Periskop)50MP, f/3.4 (5x optisch ~111mm)50MP, f/2.5 (5x optisch ~120mm)10MP, f/4.9 (10x optisch)50MP, f/3.0 (5x optisch ~120mm)
Selfie-Kamera12MP, f/2.232MP, f/2.012MP, f/2.232MP, f/2.0
Video (Max)8K@30fps8K@30fps, 4K@120fps8K@30fps8K@24fps, 4K@120fps
BesonderheitenAnti-Glare Display, S-Pen (beim S23U)Leica Linsen, variable Blende, 1" Sensor, Floating Tele (Makro)10x optischer ZoomLeica Linsen, variable Blende, 1" Sensor (Haupt), Floating Tele (Makro)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welches Handy hat den besten Zoom?

Das hängt vom Modell ab. Das Samsung Galaxy S23 Ultra bot mit seinem 10x optischen Teleobjektiv die längste reine optische Reichweite. Die neueren Modelle (S24 Ultra, Xiaomi 14 Ultra) haben 5x optischen Zoom. Bei diesen Modellen liefert das Xiaomi 14 Ultra oft etwas detailliertere Ergebnisse bei den Tele-Brennweiten, auch wenn der Unterschied gering ist. Für Makro-Zoom hat das Xiaomi 14 Ultra aufgrund seiner speziellen Linse die Nase vorn.

Welches ist besser bei wenig Licht?

Beide Marken bieten in ihren Top-Modellen eine sehr gute Leistung bei wenig Licht. Samsung neigt dazu, Szenen stärker aufzuhellen und lebendigere Farben zu erzeugen. Xiaomi ist oft näher an der Realität und kann in dunklen Bereichen mehr Details erhalten, insbesondere mit dem Ultraweitwinkel und den Teleobjektiven in sehr dunklen Situationen (beim Vergleich S24 Ultra vs 14 Ultra). Dank des 1-Zoll-Sensors und der variablen Blende hat das Xiaomi 14 Ultra theoretische und oft auch praktische Vorteile bei schlechten Lichtverhältnissen.

Ist eine höhere Megapixelzahl immer besser?

Nein. Wie beim Pixel-Binning erklärt, werden hohe Megapixelzahlen oft genutzt, um durch das Zusammenfassen von Pixeln die Lichtempfindlichkeit zu erhöhen. Wichtiger als die reine MP-Zahl sind die Sensorgröße, die Blende, die Objektivqualität und die Bildverarbeitungssoftware.

Welche Rolle spielt Leica bei Xiaomi?

Xiaomi arbeitet mit Leica zusammen, um Objektive zu entwickeln und eine bestimmte Bildästhetik zu erzielen. Dies umfasst oft spezielle Farbmodi (wie den „Leica Authentic“ oder „Leica Vibrant“ Look) und Porträtmodi, die den Charakter klassischer Leica-Objektive nachbilden sollen. Diese Kooperation verleiht den Xiaomi-Flaggschiffen eine zusätzliche Dimension für Fotografie-Enthusiasten.

Fazit: Wer gewinnt das Kamera-Duell?

Die Frage, ob Samsung oder Xiaomi die bessere Kamera hat, lässt sich nicht pauschal mit einem Namen beantworten. Beide Hersteller bieten exzellente Kamera-Smartphones, die in der Lage sind, fantastische Fotos und Videos zu produzieren.

Betrachtet man die aktuellen Spitzenmodelle, das Samsung Galaxy S24 Ultra und das Xiaomi 14 Ultra, so zeigt sich ein sehr enges Rennen. Das Xiaomi 14 Ultra hat auf dem Papier beeindruckende Spezifikationen wie die variable Blende, den großen 1-Zoll-Sensor und die Leica-Expertise. In der Praxis liefert es oft leicht detailliertere Ergebnisse beim Zoom, eine herausragende Makro-Leistung und eine starke Performance bei wenig Licht, die näher an der Realität liegt. Für den engagierten Fotografen, der das Maximum aus der Hardware herausholen möchte, hat das Xiaomi 14 Ultra oft einen kleinen Vorsprung.

Das Samsung Galaxy S24 Ultra ist jedoch ebenfalls ein brillantes Kamera-Smartphone. Es liefert konstant hervorragende Ergebnisse, hat den Vorteil des Anti-Glare-Displays für besseres Arbeiten im Freien und bietet mit dem S-Pen (beim S23 Ultra, relevant für die Serie) zusätzliche kreative Möglichkeiten. Auch in puncto Verfügbarkeit und potenziellen Wiederverkaufswert hat Samsung oft die Nase vorn.

In den anderen Preisklassen zeigen sich unterschiedliche Stärken. Manchmal punktet Xiaomi mit schnellerem Laden oder höherer MP-Zahl bei bestimmten Linsen (z.B. Redmi Note 12 Pro Hauptkamera bei wenig Licht, Redmi Note 12 Ultra bei allen Linsen), manchmal Samsung mit Features wie Wasserdichtigkeit (A34) oder besserem Zoom (S23 Ultra) oder 4K-Selfie-Video (S23, A34).

Letztendlich hängt die Wahl stark von den persönlichen Präferenzen und dem Budget ab. Beide Marken gehören zur absoluten Spitze der Smartphone-Fotografie. Für technikbegeisterte Fotografen, die bereit sind, sich mit den Feinheiten auseinanderzusetzen und Wert auf die neuesten Sensortechnologien und Features wie die variable Blende legen, könnte das Xiaomi 14 Ultra (oder 13 Ultra) besonders reizvoll sein. Wer eine zuverlässige, erstklassige Kamera mit einem ausgereiften Ökosystem und bestimmten Komfortfunktionen (wie dem Anti-Glare-Display des S24 Ultra) sucht, ist mit einem Samsung Galaxy Ultra bestens bedient. Einen klaren, alleinigen Sieger gibt es nicht – es sind zwei exzellente Optionen, jede mit ihren eigenen Stärken.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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