Fotografie besitzt eine einzigartige Fähigkeit: Sie kann uns Momente aus fernen Welten näherbringen, uns mit der Schönheit der Natur verbinden und gleichzeitig auf dringende Probleme aufmerksam machen. Im Jahr 2017 wurden zwei der renommiertesten Auszeichnungen im Bereich der Natur- und Tierfotografie vergeben, die nicht nur außergewöhnliches Talent würdigten, sondern auch Geschichten erzählten, die berühren und zum Nachdenken anregen. Diese Wettbewerbe ziehen jedes Jahr Tausende von Einsendungen aus aller Welt an und präsentieren die Crème de la Crème der Naturfotografie.

Die prämierte Fotografie im Jahr 2017 spiegelte die Vielfalt der Natur wider – von friedlichen Szenen unberührter Wildnis bis hin zu erschütternden Darstellungen menschlicher Eingriffe und ihrer Folgen. Die Gewinnerbilder zeigten die Bandbreite des menschlichen Blicks auf die Natur und die unterschiedlichen Botschaften, die Fotografen mit ihren Kameras vermitteln können. Beide Hauptgewinner des Jahres 2017 lieferten Aufnahmen, die technisch brillant und emotional wirkungsvoll waren, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise.
National Geographic Nature Photographer of the Year 2017
Der jährliche Wettbewerb des National Geographic ist ein fester Bestandteil im Kalender der Naturfotografie-Szene. Er feiert die Schönheit und Vielfalt unseres Planeten und zieht Fotografen an, die ein tiefes Verständnis für die Natur und die Fähigkeit besitzen, ihre Wunder in einem einzigen Bild festzuhalten. Im Jahr 2017 war die Konkurrenz wieder einmal stark, aber ein Bild stach besonders hervor und wurde mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.
Der Hauptpreis und der Titel „National Geographic Nature Photographer of the Year 2017“ gingen an den Fotografen Jayaprakash Joghee Bojan. Seine beeindruckende Aufnahme eines Orang-Utans in Borneo überzeugte die Jury durch ihre Komposition, das Licht und die emotionale Tiefe. Das Bild zeigt den Orang-Utan in seiner natürlichen Umgebung und fängt dessen Anmut und Intelligenz ein. Solche Fotos sind nicht nur visuell ansprechend, sondern dienen auch als wichtige Erinnerung an die Bedeutung des Schutzes der Lebensräume dieser bedrohten Tiere.
Jayaprakash Joghee Bojan erhielt für seinen Sieg ein Preisgeld von 7.500 US-Dollar. Das Preisgeld ist eine Anerkennung für die harte Arbeit, das Engagement und oft auch die Risiken, die Naturfotografen eingehen, um diese einzigartigen Momente einzufangen. Die Fotografie von Wildtieren erfordert immense Geduld, Kenntnisse über das Verhalten der Tiere und die Fähigkeit, sich unauffällig in ihrer Nähe zu bewegen, ohne sie zu stören.
Der Wettbewerb gliederte sich in vier Hauptkategorien, die die Vielfalt der Naturfotografie abdeckten: Wildlife (Tierwelt), Landscapes (Landschaften), Aerials (Luftaufnahmen) und Underwater (Unterwasserwelt). Jede Kategorie präsentierte eine Fülle von beeindruckenden Bildern, von majestätischen Bergpanoramen über faszinierende Luftaufnahmen bis hin zu den geheimnisvollen Tiefen der Ozeane. Die Gewinner und lobenden Erwähnungen in diesen Kategorien zeigten die Bandbreite des Talents und die unterschiedlichen Perspektiven, mit denen Fotografen die natürliche Welt dokumentieren. National Geographic stellte freundlicherweise die preisgekrönten Bilder zur Verfügung, um der Öffentlichkeit einen Einblick in die Spitzenleistungen der Naturfotografie des Jahres zu geben.
Ein Bild in der Kategorie Wildlife einzufangen, das sowohl ästhetisch ansprechend als auch aussagekräftig ist, ist eine große Herausforderung. Es erfordert oft stundenlanges oder sogar tagelanges Warten auf den perfekten Moment. Das Gewinnerbild von Bojan ist ein Paradebeispiel dafür, wie Geduld und ein tiefes Verständnis für das Motiv zu einem wirklich außergewöhnlichen Ergebnis führen können. Es ist mehr als nur ein Foto; es ist ein Porträt eines Individuums in seiner Heimat und ein Appell, diese Heimat zu schützen.
Wildlife Photographer of the Year 2017
Der Wettbewerb „Wildlife Photographer of the Year“, organisiert vom Natural History Museum in London und BBC Wildlife Magazine, gilt als einer der prestigeträchtigsten Preise in der Tierfotografie weltweit. Dieser Wettbewerb konzentriert sich oft stärker auf Bilder, die eine Geschichte erzählen oder auf wichtige Naturschutzthemen aufmerksam machen, zusätzlich zur fotografischen Exzellenz. Im Jahr 2017 ging der Haupttitel an ein Bild, das eine schmerzhafte Wahrheit über den Zustand unserer Tierwelt enthüllte.
Der Titel „Wildlife Photographer of the Year 2017“ wurde an Brent Stirton verliehen. Sein preisgekröntes Bild trug den eindringlichen Titel „Memorial to a Species“ (Mahnmal für eine Art). Es ist eine erschütternde und zugleich wichtige Aufnahme eines toten Spitzmaulnashorns, das brutal von Wilderern getötet wurde. Das Bild ist ein starkes Statement gegen die Wilderei und den illegalen Handel mit Wildtierteilen.
Stirtons Foto dokumentiert die grausame Realität der Wilderei. Das Nashorn wurde im Hluhluwe Imfolozi Wildreservat in Südafrika getötet. Die Täter, von denen angenommen wird, dass sie aus der lokalen Gemeinschaft stammten, drangen nachts in das Reservat ein. Sie benutzten einen Schalldämpfer, um das Tier zu erschießen, und gingen dann mit brutaler Schnelligkeit vor, um die beiden Hörner abzutrennen. Diese Hörner sind auf dem Schwarzmarkt Tausende von Dollar wert und werden hauptsächlich nach China oder Vietnam geschmuggelt, wo ihnen in der traditionellen Medizin oder als Statussymbol eine unbegründete Wirkung zugeschrieben wird.
Das Bild „Memorial to a Species“ ist nicht nur ein Zeugnis der Zerstörung, sondern auch ein Symbol für den verzweifelten Kampf um den Erhalt bedrohter Arten. Es ist schwer anzusehen, aber notwendig, um die brutale Realität der Wilderei zu verstehen und die Dringlichkeit des Naturschutzes zu betonen. Stirtons Arbeit wurde nicht nur in diesem Wettbewerb gewürdigt; das Bild gewann auch den Wildlife Photojournalist Award in der Kategorie „Story“ und den ersten Preis in der Kategorie „Nature Stories“ bei den renommierten World Press Photo Awards. Diese zusätzlichen Auszeichnungen unterstreichen die dokumentarische und journalistische Bedeutung des Bildes und seine Fähigkeit, eine wichtige globale Geschichte zu erzählen.
Die Fotografie von Brent Stirton zeigt die dunkle Seite der Mensch-Natur-Interaktion. Sie ist ein schockierendes, aber notwendiges Dokument, das uns zwingt, über unsere Verantwortung nachzudenken. Solche Bilder spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufklärung der Öffentlichkeit und der Mobilisierung von Unterstützung für Anti-Wilderei-Bemühungen weltweit.
Vergleich der Wettbewerbe und ihrer Botschaften
Die Hauptgewinner des Jahres 2017 aus diesen beiden führenden Wettbewerben veranschaulichen die Bandbreite und den Zweck der Natur- und Tierfotografie. Während Jayaprakash Joghee Bojans Bild die Schönheit und den Lebensraum eines ikonischen Tieres feiert, ist Brent Stirtons Bild eine Mahnung an die Bedrohungen, denen viele Arten ausgesetzt sind. Beide Perspektiven sind unerlässlich, um ein vollständiges Bild der Natur und ihrer Herausforderungen zu zeichnen.
| Wettbewerb | Gewinner 2017 | Preisgekröntes Bild | Hauptthema des Bildes | Fokus des Wettbewerbs |
|---|---|---|---|---|
| National Geographic Nature Photographer of the Year | Jayaprakash Joghee Bojan | Orang-Utan in Borneo | Anmut und Lebensraum einer Art | Ästhetik, Vielfalt und Wunder der Natur |
| Wildlife Photographer of the Year | Brent Stirton | "Memorial to a Species" (Totes Nashorn) | Wilderei und deren Folgen | Dokumentation, Naturschutzthemen und Storytelling |
Diese Gegenüberstellung zeigt, dass Naturfotografie mehr ist als nur das Einfangen schöner Bilder. Sie dient als Werkzeug für die Bildung, die Inspiration und den Naturschutz. Die preisgekrönten Fotografen sind oft nicht nur Künstler, sondern auch Beobachter, Geschichtenerzähler und manchmal sogar Aktivisten, die ihre Arbeit nutzen, um auf den Zustand unseres Planeten aufmerksam zu machen.
Das Jahr 2017 lieferte mit diesen beiden Hauptgewinnern Beispiele für beide Seiten der Medaille der Naturfotografie: die Feier des Lebens und die Dokumentation seines Verlusts. Beide sind notwendig, um das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzes der natürlichen Welt zu schärfen.

Die Bedeutung der Naturfotografie für den Naturschutz
Die Bilder aus Wettbewerben wie denen von National Geographic und Wildlife Photographer of the Year haben eine immense Wirkung, die weit über die Fotografie-Gemeinschaft hinausgeht. Sie erreichen Millionen von Menschen weltweit durch Veröffentlichungen, Ausstellungen und Online-Plattformen. Diese globale Reichweite ermöglicht es den Fotografen, wichtige Botschaften über die Schönheit, aber auch die Fragilität der Natur zu verbreiten.
Bilder, die die Majestät und den Lebensraum von Tieren wie dem Orang-Utan zeigen, können Empathie wecken und die Menschen dazu inspirieren, sich für den Schutz dieser Arten und ihrer Habitate einzusetzen. Sie visualisieren, was wir verlieren, wenn die Zerstörung der Umwelt fortschreitet.
Gleichzeitig sind Bilder wie das von Brent Stirton, das die brutale Realität der Wilderei dokumentiert, unerlässlich, um die Öffentlichkeit für die dringenden Bedrohungen zu sensibilisieren. Sie machen das Problem greifbar und schockierend und können politischen Druck erzeugen und die Unterstützung für Anti-Wilderei-Initiativen stärken. Solche Aufnahmen sind oft schwierig zu machen, da sie in gefährlichen Situationen entstehen und die Fotografen selbst Risiken eingehen müssen, um die Wahrheit zu dokumentieren. Ihre Arbeit ist ein mutiger Akt des Journalismus und des Aktivismus.
Die Auszeichnungen im Jahr 2017 erinnerten uns daran, dass Naturfotografie ein mächtiges Werkzeug ist – ein Fenster zur Welt, das sowohl Wunder als auch Warnungen zeigt. Sie ehren nicht nur das Können der Fotografen, sondern auch ihre Hingabe an die Dokumentation und den Schutz des Lebens auf der Erde. Die Fotografie spielt eine unverzichtbare Rolle im globalen Dialog über den Naturschutz.
Die Gewinnerbilder von 2017 bleiben wichtige Zeugnisse für den Zustand der Natur in jenem Jahr und darüber hinaus. Sie erinnern uns an die Verantwortung, die wir für die Bewahrung dieser Schönheit und die Bekämpfung ihrer Bedrohungen tragen. Die Geschichten hinter den Bildern sind ebenso wichtig wie die Bilder selbst, und Wettbewerbe wie diese bieten eine Plattform, um diese Geschichten zu erzählen und ein globales Publikum zu erreichen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wer war der Hauptgewinner des National Geographic Nature Photographer of the Year 2017?
Der Hauptgewinner war Jayaprakash Joghee Bojan mit seinem Bild eines Orang-Utans in Borneo.
Wie hoch war das Preisgeld für den Hauptgewinner des National Geographic Wettbewerbs 2017?
Das Preisgeld für den Hauptgewinner Jayaprakash Joghee Bojan betrug 7.500 US-Dollar.
Wer wurde 2017 zum Wildlife Photographer of the Year gekürt?
Dieser Titel ging an Brent Stirton.
Was zeigte das preisgekrönte Bild von Brent Stirton?
Sein Bild „Memorial to a Species“ zeigte ein totes Spitzmaulnashorn, das von Wilderern getötet wurde.
Welche Kategorien gab es beim National Geographic Nature Photographer of the Year 2017?
Die Kategorien waren Wildlife, Landscapes, Aerials und Underwater.
Welche Botschaft vermittelt das Bild von Brent Stirton?
Das Bild thematisiert die Brutalität der Wilderei und die dringende Notwendigkeit des Artenschutzes für bedrohte Arten wie Nashörner.
Warum ist die Fotografie im Naturschutz wichtig?
Fotografie kann die Öffentlichkeit über die Schönheit der Natur informieren, aber auch auf Bedrohungen wie Wilderei und Zerstörung von Lebensräumen aufmerksam machen und so zum Handeln inspirieren. Sie ist ein mächtiges Werkzeug für Aufklärung und Bewusstseinsbildung.
Die Bilder der Gewinner des Jahres 2017 sind mehr als nur schöne oder schockierende Aufnahmen; sie sind Dokumente unserer Zeit und ein Aufruf zum Handeln für den Schutz der Natur, die wir so sehr brauchen und lieben.
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