Ding, dong! Ist es der nervige Vertreter oder doch der ersehnte Paketbote? Mit einer smarten Türklingel samt Kamera lässt sich das ganz einfach auf dem Smartphone nachsehen. So erkennt man sofort, wer vor der Tür steht – selbst wenn man nicht zu Hause ist. Dank der integrierten Sprechanlage kann man sogar mit dem Besucher sprechen. Damit nimmt der Postbote das lang erwartete Paket nicht wieder mit.

Video-Türklingeln sind eine praktische Ergänzung für jedes Zuhause. Sie erhöhen nicht nur die Sicherheit, indem sie Ihnen ermöglichen, Ihre Türschwelle jederzeit im Blick zu behalten, sondern bieten auch einen erheblichen Komfortgewinn. Die Preise für diese Geräte liegen typischerweise zwischen 60 und 250 Euro, was sie zu einer erschwinglichen Option für viele Haushalte macht. Die gute Nachricht ist: Die meisten Modelle sind einfach nachzurüsten und ersetzen oft die vorhandene Klingel.
COMPUTERBILD hat beliebte Video-Türklingeln getestet, um herauszufinden, welches Modell die beste Leistung für Ihr Geld bietet. Dabei wurden verschiedene Kriterien berücksichtigt, von der Installation über die Bildqualität bis hin zu den Funktionen und Speichermöglichkeiten. Basierend auf diesen Tests gibt es klare Empfehlungen für den Testsieger und einen attraktiven Preistipp.
Der Testsieger: Eufy Video Doorbell Dual
Eine der Herausforderungen bei smarten Türklingeln ist oft der begrenzte Blickwinkel der Kamera. Entweder wird nur ein kleiner Ausschnitt des Flurs oder Vorgartens erfasst, oder es kommt zu verzerrten Bildern durch den sogenannten "Fischaugen-Effekt". Eufy hat sich dieser Herausforderung gestellt und spendiert seiner neuen Video Doorbell Dual gleich zwei Linsen. Dieses innovative Design soll alles einfangen, was sich vor Ihrer Tür abspielt, einschließlich des Bodens, wo Pakete abgestellt werden.
Die Eufy Video Doorbell Dual überzeugte im Test durch ihre sehr gute Videoqualität und die Fähigkeit, sowohl Besucher als auch abgestellte Pakete zuverlässig zu erfassen. Dank der zwei Kameras erhalten Sie einen umfassenden Überblick über den Bereich vor Ihrer Haustür.
Mit einem Preis von etwa 220 Euro (zum Testzeitpunkt) gehört die Eufy Video Doorbell Dual nicht zu den günstigsten Modellen auf dem Markt. Allerdings sind bei diesem Modell alle wichtigen Funktionen inklusive. Ein großer Vorteil ist der lokale Videospeicher über einen Smart Hub, der monatliche Abogebühren für die Speicherung erspart. Dies ist ein entscheidendes Kriterium für viele Nutzer, die keine laufenden Kosten wünschen.
Wer etwas Geld sparen möchte und auch mit einer einzelnen Kamera auskommt, kann auf den Vorgänger, die Eufy Video-Türklingel, zurückgreifen, die etwa halb so teuer ist. Eine weitere Option im günstigeren Segment, insbesondere für Nutzer des Apple HomeKit-Systems, ist die Aqara Smart Video Doorbell G4.
Die Eufy Video Doorbell Dual ist damit der klare Testsieger für Nutzer, die Wert auf umfassende Überwachung, hohe Bildqualität und lokale Speicherung ohne Abonnement legen.
Der Preistipp: Ring Video Doorbell Wired
Für preisbewusste Käufer bietet sich die Ring Video Doorbell Wired an. Sie erhielt im Test die Note 3,0 (befriedigend), was angesichts ihres sehr günstigen Preises eine solide Leistung darstellt.
Die Ring Video Doorbell Wired zeichnet sich durch folgende Punkte aus:
- Günstiger Preis
- Kompakte Abmessungen
- Viele Funktionen
Allerdings gab es auch einige Kritikpunkte:
- Bilder sind etwas unscharf und dunkel
- Keine Diebstahlsicherung
- Speichert Videos nur in der Cloud (kostenpflichtig)
Als Preistipp ist die Ring Video Doorbell Wired eine attraktive Option für Einsteiger oder Nutzer mit einem kleineren Budget, die die grundlegenden Smart-Türklingel-Funktionen nutzen möchten, auch wenn bei Bildqualität und Speicher Abstriche gemacht werden müssen und ein kostenpflichtiges Abonnement für die Cloud-Speicherung notwendig ist.
So testet COMPUTER BILD Video Doorbells
Um eine fundierte Bewertung der verschiedenen Modelle zu gewährleisten, hat COMPUTER BILD die Video-Türklingeln anhand mehrerer wichtiger Kriterien geprüft:
Montage und Einrichten
Hier wurde bewertet, wie einfach und reibungslos die Installation der Türklingel gelingt. Kann sie die vorhandene Klingel ersetzen? Wie gut lässt sich das Gerät an der Haustür anbringen und so ausrichten, dass der gewünschte Bereich erfasst wird? Ein wichtiger Punkt ist auch die Verbindung zum Smartphone und zum heimischen WLAN. Viele Modelle nutzen die vorhandene Verkabelung der alten Klingel, was die Installation erleichtern kann, aber die richtige Spannung (oft 8 bis 24 Volt) und Leistung der Verkabelung voraussetzt. Ist die vorhandene Verkabelung nicht passend, kann ein Elektriker nötig werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Akkubetriebene Modelle ersparen diesen Aufwand, erfordern aber das regelmäßige Aufladen des Akkus.
Video- und Tonqualität
Die Qualität der Aufnahmen ist entscheidend. Die Kamera soll möglichst scharfe Bilder liefern, auch bei Nacht für helle Aufnahmen sorgen (Nachtsicht), und die Stimmen beim Gegensprechen klar und verständlich übertragen. Die Doorbells wurden einem Sicht- und Hörtest unterzogen. Generell gilt: Teurere Modelle liefern oft bessere Aufnahmequalität. Der Blickwinkel der Kamera ist ebenfalls wichtig, um den gesamten Bereich vor der Tür zu erfassen.
Bedienung und Funktionen
Die zentrale Steuereinheit für die meisten smarten Türklingeln ist die zugehörige Handy-App. Der Test bewertete den Bedienkomfort der App: Sind alle wichtigen Funktionen vorhanden? Lassen sich Einstellungen wie Aktivitätszonen oder Benachrichtigungen schnell finden und anpassen?
Bewegungserkennung und Benachrichtigungen
Smarte Türklingeln senden Benachrichtigungen an Smartphone, Smart Speaker oder Smart Display, sobald jemand klingelt oder Bewegung registriert wird. Die Geschwindigkeit, mit der diese Meldungen ankommen, wurde geprüft. Wichtig ist auch, ob die Geräte verschiedene Arten von Bewegung unterscheiden können (Personen, Pakete, sonstige Bewegungen), um Fehlalarme zu minimieren.
Beweissicherung und Videospeicher
Im Falle eines Vorfalls sind aufgezeichnete Videoclips wichtig. Der Test untersuchte, wo die Videos gespeichert werden: Direkt auf der Klingel/Handy, auf einem Hub im Haus, oder in der Cloud. Ein entscheidendes Kriterium ist, ob für die Speicherung oder bestimmte Funktionen ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich ist.

Weitere Modelle und Smart Home-Integration
Neben Testsieger und Preistipp gibt es weitere interessante Modelle, die sich oft nahtlos in bestehende Smart Home-Systeme integrieren lassen:
HomeKit-Spezialisten: Netatmo und Arlo
Netatmo bietet mit seiner smarten Video-Türklingel (Preis zum Testzeitpunkt unbekannt) eine der ersten HomeKit-fähigen Doorbells. Dies ermöglicht die Steuerung und den Zugriff über Apples sicheres Smart-Home-System. Auch die Arlo Video Doorbell (ca. 90 Euro) versteht sich auf HomeKit. Sie liefert Bilder im Quadratformat und bietet Extras wie Personen- und Paketerkennung sowie Aktivitätszonen. Allerdings fallen hier monatliche Abokosten für die Videoaufzeichnungen in der Cloud an. Der Vorteil der HomeKit-Integration liegt darin, dass die Türklingel mit anderen HomeKit-Geräten zusammenarbeiten kann, z.B. kann die Außenbeleuchtung automatisch eingeschaltet werden, wenn die Türklingel Bewegung erkennt.
Für Google Assistant-Nutzer: Google Nest Doorbell
Wer sein Smart Home auf den Google Assistant ausrichtet, findet in der Google Nest Doorbell (ca. 180 Euro) die passende Kamera-Klingel. Sie integriert sich gut in das Google-Ökosystem und bietet intelligente Funktionen.
Der smarte Türspion: Ring Door View Cam
Die Ring Door View Cam (ca. 110 Euro) ist ein spezielles Modell, das den vorhandenen Türspion ersetzt. Sie ermöglicht es, den Besucher auf dem Smartphone zu sehen und mit ihm per Gegensprechanlage zu sprechen. Die Bildqualität war insgesamt gut, zeigte aber einen Rotstich und ruckelige Bewegungen. Die Klangqualität war eher mittelmäßig. Die Kamera ist stark von einer guten WLAN-Verbindung abhängig. Die Speicherung der Aufnahmen ist nur gegen Aufpreis in der Cloud möglich.
Preiswert und Kabellos: Blink
Die Amazon-Tochter Blink bietet preiswerte und kabellose Video-Türklingeln an. Diese sind einfach zu installieren, da sie per Akku betrieben werden und keine Verkabelung benötigen. Blink bietet zudem die Möglichkeit, Videos sowohl in der Cloud als auch lokal zu speichern.
Stromversorgung: Kabel oder Akku?
Die Stromversorgung ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl einer smarten Türklingel und beeinflusst die Installation. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten:
Kabelgebunden
Viele Modelle, z.B. von Ring, Arlo und Blink, können die vorhandene Türklingel ersetzen und deren Verkabelung nutzen. Dies sorgt für eine zuverlässige Stromversorgung, erfordert aber, dass die bestehende Verkabelung die richtige Spannung (oft 8 bis 24 Volt) und Leistung liefert. Passt die Verkabelung nicht, ist unter Umständen ein Elektriker nötig, was zusätzliche Kosten von 100 Euro oder mehr verursachen kann.
Akkubetrieben
Modelle mit Akku, z.B. von Eufy, Google, Ring, Blink und Arlo, bieten eine unkomplizierte Installation ohne Verkabelung. Das spart Aufwand und potenzielle Elektrikerkosten. Der Nachteil ist, dass der Akku regelmäßig aufgeladen werden muss. Laut Hersteller sollen die Akkus mindestens ein halbes Jahr halten, bevor sie wieder an die Steckdose müssen. Bei manchen Modellen ist der Akku wechselbar, bei anderen fest verbaut, was bedeutet, dass die gesamte Klingel zum Laden abgenommen werden muss.
Unabhängig von der Stromversorgung benötigen alle smarten Türklingeln eine stabile Internetverbindung per WLAN. Zwar funktionieren sie oft auch offline (sie klingeln dann nur), aber Benachrichtigungen und Live-Video aufs Handy gibt es nur mit Internet. Die meisten Klingeln nutzen das oft überlastete 2,4-GHz-WLAN; das schnellere 5-GHz-Band beherrschen nur wenige Modelle.
Wird die Türklingel draußen an der Haustür angebracht, muss sie zudem wetterfest und wasserdicht sein. Dies trifft auf alle getesteten Modelle zu.
Wichtige Funktionen: Gucken, Hören, Sprechen
Wenn jemand an der Tür klingelt, senden alle smarten Türklingeln eine Benachrichtigung ans Smartphone und ermöglichen die Anzeige eines Live-Videos. Ein Lichtring am Klingelknopf signalisiert dem Besucher oft, dass er gerade gefilmt wird.
Wichtige Funktionen umfassen:
- Live-Video: Jederzeit sehen, wer vor der Tür steht.
- Benachrichtigungen: Schnelle Info bei Klingeln oder Bewegung.
- Nachtsicht: Klare Bilder auch bei Dunkelheit.
- Zwei-Wege-Audio (Gegensprechen): Kommunikation mit dem Besucher über das Smartphone. Die Stimmen können manchmal dumpf klingen, sind aber meist verständlich.
Videospeicher: Lokal oder in der Cloud?
Die Art und Weise, wie Videoaufnahmen gespeichert werden, ist ein wichtiges Kriterium. Es gibt grundsätzlich zwei Optionen:
Lokaler Speicher
Modelle wie die Eufy-Türklingeln und Netatmo speichern die Videos lokal auf einem Smart Hub, der meist per Kabel mit dem Router verbunden ist und im Haus steht. Blink bietet ebenfalls lokalen Speicher an. Der Vorteil des lokalen Speichers ist, dass die Videos in den eigenen vier Wänden bleiben und keine laufenden Kosten für ein Cloud-Abonnement anfallen.
Cloud-Speicher
Arlo, Ring und Google speichern die Videos in der Cloud. Dies ermöglicht den Zugriff von überall und erfordert keine zusätzliche Hardware im Haus. Allerdings sind hierfür häufig monatliche Abogebühren fällig. Bei einigen Herstellern, wie Arlo und Ring, sind sogar wichtige Funktionen wie die Unterscheidung von Personen oder Paketen oder Aktivitätszonen hinter der Bezahlschranke des Abos versteckt.
In Bezug auf Diebstahlsicherheit sind viele Doorbells nur mäßig gesichert. Oft lassen sie sich relativ leicht abmontieren. In diesem Fall sind die aufgezeichneten Videos das einzige Beweismittel. Die Videos können nachträglich angesehen, heruntergeladen und geteilt werden, was nicht nur bei Diebstahl hilfreich ist, sondern auch, wenn man Besucher knapp verpasst hat.
Rechtliches und Ring in der Kritik
Die Nutzung von Video-Türklingeln berührt auch rechtliche Aspekte, insbesondere die Privatsphäre. In Deutschland gilt, dass die Kamera nur den unmittelbaren Bereich vor der eigenen Haustür erfassen darf. Das Filmen von öffentlichem Raum (Gehweg, Straße) oder dem Privatgrundstück von Nachbarn ist in der Regel nicht erlaubt. Im Mehrfamilienhaus ist die Zustimmung von Vermieter und allen Mietern erforderlich.
Kritisch sind auch Aufnahmen per Bewegungsmelder, die nicht durch ein aktives Klingeln ausgelöst werden, sowie die Speicherung in der Cloud. Nutzer sind verpflichtet, Besucher per Warnaufkleber darüber zu informieren, dass der Bereich videoüberwacht wird. Andernfalls sollten Funktionen wie Bewegungserkennung oder Cloud-Speicherung deaktiviert werden, wenn sie rechtlich problematisch sind.

Besonders das Unternehmen Ring, eine Tochter von Amazon, steht immer wieder in der Kritik bezüglich Datenschutz und Privatsphäre.
- Sicherheitslücke: Mozilla deckte eine Schwachstelle auf, die es Angreifern mit einfachen Tools ermöglicht, die Ring Doorbell per Wi-Fi-Deauthentifizierungsangriff vom Internet zu trennen, sodass keine Aufnahmen gemacht werden. Ring hat auf diese Meldung laut Mozilla lange nicht reagiert.
- Datenskandale: Ring musste eine hohe Summe zahlen, um Rechtsstreitigkeiten beizulegen, nachdem ein Mitarbeiter Kundinnen in privaten Räumen beobachtet hatte.
- Zusammenarbeit mit Polizei: Ring arbeitet in den USA eng mit der Polizei zusammen und gibt oft Aufnahmen an Ermittlungsbehörden weiter, teilweise auch ohne richterliche Anordnung. Dies wird als Beitrag zur Ausweitung staatlicher Überwachung gesehen. Auch in Deutschland ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Herausgabe von Material möglich.
- Audioaufnahmen: Die Aufnahmefunktion einer Ring-Türkamera, wenn sie auch Ton umfasst, ist laut IT-Rechtlern in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt.
Die Nutzung von Ring-Produkten bewegt sich in Deutschland in einer juristischen Grauzone. Nutzer sollten sich der rechtlichen Bestimmungen bewusst sein und Funktionen, die den öffentlichen Raum oder Nachbargrundstücke erfassen oder Ton aufnehmen, deaktivieren, um die Privatsphäre anderer zu schützen und rechtliche Probleme zu vermeiden.
Fazit
Smarte Türklingeln mit Kamera bieten eine praktische Möglichkeit, Sicherheit und Komfort an der Haustür zu erhöhen. Im Test konnten insbesondere die Modelle von Eufy überzeugen. Die Eufy Video Doorbell Dual ist dank ihrer Doppelkamera, sehr guten Videoqualität und der lokalen Speicherung ohne Abo der verdiente Testsieger. Sie ist ideal für Nutzer, die eine umfassende Überwachung und keine laufenden Kosten wünschen.
Die größte Auswahl an Modellen bietet die Amazon-Tochter Ring. Die Ring Video Doorbell Wired ist als Preistipp das günstigste und kompakteste Modell, ideal für preisbewusste Käufer mit grundlegenden Anforderungen. Wer eine preiswerte und kabellose Lösung sucht, wird bei Blink fündig, die sowohl Cloud- als auch lokalen Speicher anbieten.
Für Nutzer, die bereits ein Smart Home-System etabliert haben, gibt es passende Modelle: Die Google Nest Doorbell integriert sich nahtlos in das Google Assistant-Ökosystem, während Arlo, Netatmo und Aqara gute Optionen für HomeKit-Fans darstellen.
Bei der Auswahl sollten Sie Ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigen: Bevorzugen Sie kabelgebundenen oder Akku-Betrieb (Installation)? Ist Ihnen lokale Speicherung wichtig, oder akzeptieren Sie ein Cloud-Abo? Welche Smart Home-Integration benötigen Sie? Und nicht zuletzt: Informieren Sie sich über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, insbesondere in Bezug auf Privatsphäre und Aufnahmen.
Wie funktioniert eine Video Türklingelkamera?
Sie haben sich jemals gefragt: Wie funktioniert Video Türklingel? Diese innovativen Geräte verändern die Heimsicherheit und kombinieren die klassische Türklingel mit moderner Technologie, um Ihr Zuhause sicher und vernetzt zu halten.
Im Wesentlichen kombinieren diese Geräte herkömmliche Türklingelfunktionen mit einer eingebauten Kamera, die oft Funktionen wie Zwei-Wege-Audio und Bewegungserkennung enthält. Die Funktionsweise einer Türklingelkamera besteht darin, dass die Kamera bei der Erkennung von Bewegungen oder beim Drücken der Türklingel aktiviert wird und eine Live-Übertragung an Ihr Smartphone oder andere verbundene Geräte sendet. Diese Technologie ermöglicht es Hausbesitzern, Besucher aus der Ferne zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren, was eine zusätzliche Ebene der Sicherheit und des Komforts darstellt.
Vorteile von Video Türklingeln
Die Vorteile der Integration von Türklingeln mit Kameras in Ihr Haussicherheitssystem sind vielfältig:
- Erhöhte Sicherheit: Echtzeit-Überwachung Ihres Haustürbereichs, hilfreich zur Verhinderung von Paketdiebstahl.
- Komfort: Kommunikation mit Besuchern oder Kurieren aus der Ferne, Überwachung der Türschwelle von überall.
- Fortschrittliche Technologien: Einige Modelle bieten Gesichtserkennung und Bewegungsalarme zur besseren Identifizierung von Besuchern und Alarmierung bei ungewöhnlichen Aktivitäten.
- Beweismittel: Aufnahmen können im Falle von Sicherheitsvorfällen als wichtiges Beweismittel dienen.
Was sollte man beachten, wenn man eine Videotürklingel kaufen?
Wenn Sie eine Videotürklingel kaufen möchten, sollten Sie mehrere wichtige Faktoren berücksichtigen:
- Verkabelt oder drahtlos: Passt eine kabelgebundene (zuverlässig, ggf. professionelle Installation) oder eine kabellose (flexibel, einfachere Installation) Lösung besser zu Ihrem Haus?
- Preis: Legen Sie ein Budget fest, aber investieren Sie in ein Qualitätsprodukt mit robusten Funktionen.
- Video-/Bildqualität: Achten Sie auf eine hohe Auflösung (mindestens 1080p) und gute Bildqualität, auch bei Nacht (Nachtsicht).
- Zwei-Wege-Audio: Klare Tonübertragung für die Kommunikation mit Besuchern.
- Speicheroptionen: Bevorzugen Sie Cloud-basierten Speicher (mehr Platz, Fernzugriff, oft Abo) oder lokalen Speicher (kostengünstig, privat)?
- Smart Home-Integration: Lässt sich die Türklingel nahtlos in Ihr bestehendes Smart Home-System (HomeKit, Google Assistant etc.) integrieren?
- KI-Erkennungsfunktionen: Funktionen wie Personen- oder Paketerkennung können Fehlalarme reduzieren.
- Konnektivität: Eine zuverlässige WLAN-Verbindung (oft 2,4 GHz) ist für den Betrieb unerlässlich.
- Haltbarkeit und Wetterbeständigkeit: Wichtig für die Außenmontage.
- Einfache Installation: Ist das Modell für Heimwerker geeignet oder benötigt es professionelle Hilfe?
- Kundenrezensionen: Lesen Sie Erfahrungen anderer Nutzer zur tatsächlichen Leistung.
Durch die Berücksichtigung dieser Faktoren finden Sie eine Videotürklingel, die Ihre Sicherheit erhöht und zu Ihrem Lebensstil passt.
Installation einer Video Türklingelkamera
Die Installation umfasst in der Regel folgende Schritte:
- Den Standort auswählen: Wählen Sie einen Ort mit freier Sicht auf die Tür und den Zugangsweg.
- Türklingel montieren: Kabelgebundene Modelle werden an die vorhandene Verkabelung angeschlossen. Drahtlose Modelle benötigen einen sicheren Montageort.
- Mit WLAN verbinden: Verbinden Sie die Türklingel mit Ihrem Heimnetzwerk für Fernzugriff und Benachrichtigungen.
- Die App konfigurieren: Richten Sie die Hersteller-App ein, passen Sie Einstellungen an und überprüfen Sie das Live-Bild.
- Testen: Prüfen Sie nach der Installation, ob alle Funktionen (Kamera, Bewegungserkennung, Zwei-Wege-Audio) ordnungsgemäß arbeiten.
Einige Modelle sind für den einfachen Selbsteinbau konzipiert, während andere, insbesondere bei Integration in bestehende Sicherheitssysteme oder komplexer Verkabelung, professionelle Hilfe erfordern können.
Vergleich ausgewählter Modelle
| Modell | Testnote | Preis ca. | Stromversorgung | Speicher | Besonderheiten | Pro | Kontra |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eufy Video Doorbell Dual | Testsieger | 220 € | Akku/Kabel | Lokal (Hub) | Doppelkamera (Besucher & Paket) | Sehr gute Qualität, lokaler Speicher, keine Abos, umfassender Blick | Nicht ganz günstig |
| Ring Video Doorbell Wired | 3,0 (befriedigend) | Günstig (60-250 € Bereich) | Kabel | Cloud (Abo) | Kompaktes Design | Günstiger Preis, kompakte Abmessungen, viele Funktionen | Bilder unscharf/dunkel, keine Diebstahlsicherung, Cloud nur im Abo |
| Arlo AVD2001 | 2,7 (befriedigend) | 90 € | Akku/Kabel | Cloud (Abo) | HomeKit-fähig, breiter Blickwinkel | Einfaches Einrichten, drahtlos/verkabelt, großer Blickwinkel, gute Tonqualität | Videobilder etwas unscharf, kaum Diebstahlsicherung, Cloud/Funktionen nur im Abo |
| Ring Door View Cam | 2,9 (befriedigend) | 110 € | Akku | Cloud (Abo) | Ersetzt Türspion | Detailreiche Aufnahmen, mit analogem Türspion, einfache Einrichtung | Von WLAN abhängig, Gesichter etwas rosig, Speicherung nur in kostenpflichtiger Cloud |
Häufig gestellte Fragen
Hat eine Türklingelkamera die ganze Zeit aufgezeichnet?
Nein, nicht alle Türklingelkameras zeichnen kontinuierlich auf. Viele starten die Aufzeichnung nur, wenn sie eine Bewegung erkennen oder wenn jemand klingelt. Einige Modelle bieten jedoch eine 24/7-Aufzeichnung, dies hängt vom Modell und den Einstellungen ab.
Brauchen Türklingelkameras Wi-Fi?
Ja, Türklingelkameras benötigen in der Regel WLAN, um für Live-Streaming, Fernzugriff über das Smartphone und das Versenden von Warnmeldungen ordnungsgemäß zu funktionieren.
Was ist der Unterschied zwischen einer Videotürklingel und einer Überwachungskamera?
Eine Videotürklingel ist speziell für Ihre Türschwelle gedacht und ermöglicht es Ihnen, Besucher zu sehen und mit ihnen zu sprechen (Zwei-Wege-Audio). Eine Sicherheitskamera bietet eine breitere Überwachung eines Bereichs und verfügt möglicherweise nicht über eine Zwei-Wege-Audio- oder Türklingelfunktion.
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