In der reichen und vielfältigen japanischen Mythologie und Religion, insbesondere im Shintoismus, spielen die Kami eine zentrale Rolle. Das Wort „Kami“ wird oft als „Gott“ oder „Gottheit“ übersetzt, aber es umfasst ein viel breiteres Spektrum. Kami können Gottheiten im klassischen Sinne sein, aber auch Geister von Orten wie Bergen oder Flüssen, Naturphänomene, wichtige Objekte oder sogar die Geister verstorbener Menschen, die verehrt werden. Sie sind keine allmächtigen, transzendenten Wesen im westlichen Sinne, sondern haben oft spezifische Zuständigkeitsbereiche und eine enge Verbindung zur Welt der Menschen. Die Verehrung der Kami ist tief in der japanischen Kultur verwurzelt und manifestiert sich in Schreinen, Festivals und täglichen Ritualen.

Die Welt der Kami ist enorm und komplex, aber einige Gottheiten sind besonders bekannt oder haben spezifische Rollen, die für das Verständnis des Shintoismus von Bedeutung sind. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf einige dieser faszinierenden Kami, basierend auf den uns vorliegenden Informationen, und erkunden ihre Bedeutung und die Geschichten, die sich um sie ranken.
Yama-no-kami: Die Götter der Berge
Die Berge haben in Japan seit jeher eine tiefe spirituelle Bedeutung. Sie sind nicht nur imposante Naturformationen, sondern auch Wohnstätten mächtiger Kami. Die Yama-no-kami, die Götter der Berge, sind eine vielfältige Gruppe von Gottheiten, die eng mit der Natur und den Menschen verbunden sind, die in und von den Bergen leben. Interessanterweise werden diese Kami im japanischen Volksglauben oft in zwei Haupttypen unterteilt, die unterschiedliche Aspekte des Lebens in den Bergen und ihrer Umgebung repräsentieren.
Zwei Arten von Berggöttern
Der erste Typ der Yama-no-kami sind jene Götter, die direkt über die Berge herrschen. Diese Gottheiten werden traditionell von Menschen verehrt, deren Leben eng mit den Ressourcen der Berge verbunden ist. Dazu gehören Jäger, die in den Wäldern nach Wild suchen, Holzfäller, die Bäume fällen, und Köhler, die Holzkohle herstellen. Für diese Menschen sind die Berge ihr Arbeitsplatz und ihre Lebensgrundlage, und die Gunst der Berggötter ist entscheidend für ihren Erfolg und ihre Sicherheit. Sie beten zu den Yama-no-kami für eine gute Jagd, sichere Arbeit und Schutz vor Gefahren in der Wildnis.
Der zweite Typ der Yama-no-kami sind Götter, die mit der Landwirtschaft in Verbindung gebracht werden. Dies mag auf den ersten Blick überraschend erscheinen, da Landwirtschaft typischerweise mit Feldern und Ebenen assoziiert wird. Es gibt jedoch eine alte Tradition, die besagt, dass die Berggötter im Frühling von den Bergen in die Reisfelder herabsteigen, um dort als Tanokami (Feldgötter) die Ernte zu schützen und zu fördern, und im Herbst wieder in die Berge zurückkehren. Diese Yama-no-kami werden daher von Bauern verehrt, die auf eine reiche Ernte hoffen. Dieser Glaube unterstreicht die enge Verbindung zwischen den Bergen, die oft die Quellen von Wasser und anderen Ressourcen sind, und der Landwirtschaft in den darunter liegenden Ebenen.
Prominente Berggötter
Unter den zahlreichen Yama-no-kami gibt es einige besonders wichtige und bekannte Figuren. Einer der prominentesten ist Ō-yama-tsumi-no-mikoto. Sein Name bedeutet etwa „Großer Berg-Inhaber-Ehrwürdiger“. Er wird oft als der Urvater der Berggötter angesehen. Einer mythologischen Erzählung zufolge wurde er aus dem Feuergott Ho-musubi geboren, nachdem dieser von seinem zornigen Vater Izanagi zerstückelt worden war. Ō-yama-tsumi-no-mikoto ist ein mächtiger Gott, der mit den Bergen selbst und ihren Kräften assoziiert wird.
Eine weitere bedeutende Berggottheit ist Ko-no-hana-saku-ya-hime. Ihr Name bedeutet „Prinzessin, die die Blüten der Bäume zum Blühen bringt“, was ihre Verbindung zur Schönheit und Fruchtbarkeit der Natur, insbesondere der Kirschblüten, hervorhebt. Sie ist eine Tochter von Ō-yama-tsumi-no-mikoto. In der Mythologie ist sie die Frau des göttlichen Enkels Ninigi, der von Amaterasu auf die Erde gesandt wurde, um Japan zu regieren, und die Mutter der mythischen Prinzen Fireshade und Fireshine. Sie residiert der Überlieferung nach auf dem Berg Fuji, Japans heiligstem und bekanntestem Berg. Ihre Präsenz auf dem Fuji unterstreicht die Bedeutung dieses Berges als Wohnsitz einer mächtigen Kami.
Verehrung und Opfergaben
Die Verehrung der Yama-no-kami umfasst verschiedene Praktiken. Eine weit verbreitete Tradition im Zusammenhang mit der Verehrung der Yama-no-kami ist das Darbringen eines Salzwasserfisches namens okoze. Dieser Fisch, der oft ein ungewöhnliches Aussehen hat, wird als Opfergabe dargebracht, um die Götter gnädig zu stimmen und ihren Segen zu erhalten. Die spezifischen Rituale und Opfergaben können je nach Region und Art des verehrten Yama-no-kami variieren, aber das Prinzip, den Göttern Dankbarkeit zu zeigen und um ihre Gunst zu bitten, ist universell.

Naobi no Kami: Götter der Wiederherstellung
Neben Gottheiten, die bestimmte Naturphänomene oder Orte repräsentieren, gibt es im Shintoismus auch Kami, deren Rolle eher konzeptioneller Natur ist. Die Naobi no Kami gehören zu dieser Kategorie. Ihr Name leitet sich vom Wort „naobi“ ab, was „Wiederherstellung“ oder „Korrektur“ bedeutet. Diese Gottheiten sind dafür zuständig, Zustände wieder normal zu machen und die Harmonie wiederherzustellen.
Die Hauptaufgabe der Naobi no Kami besteht darin, Sünde (tsumi), Verschmutzung (kegare) und Katastrophen zu beseitigen. Im Shintoismus sind Sünde und Verschmutzung nicht nur moralische oder physische Zustände, sondern auch spirituelle Unreinheiten, die die Verbindung zwischen Menschen und Kami stören können und Unglück anziehen. Die Naobi no Kami wirken diesen negativen Kräften entgegen. Sie reinigen die Welt von diesen Unreinheiten und stellen den reinen, hellen, korrekten und geradlinigen Zustand wieder her, der dem idealen Zustand der Welt der Götter (Takama no Hara) entspricht.
Es gibt verschiedene Bezeichnungen für diese wiederherstellenden Gottheiten, die oft ihre Macht oder ihren spezifischen Aspekt betonen. Ô-naobi-no-kami bedeutet „Großer Naobi-Gott“, was die umfassende und mächtige Natur seiner wiederherstellenden Kraft hervorhebt. Kan-naobi-no-kami bedeutet „Heiliger Naobi-Gott“, was auf die sakrale und göttliche Qualität seiner Funktion hinweist.
Das Konzept der Naobi no Kami ist eng mit dem Ritual der Reinigung, bekannt als Harae, verbunden. Harae-Rituale werden durchgeführt, um spirituelle Unreinheiten zu beseitigen, und es ist anzunehmen, dass die Naobi no Kami die Kräfte sind, die bei diesen Ritualen angerufen werden oder wirken, um die Reinigung zu vollziehen und den reinen Zustand wiederherzustellen. Sie repräsentieren somit eine fundamentale Kraft im Shintoismus, die darauf abzielt, die Welt und die Menschen von negativen Einflüssen zu befreien und die kosmische Ordnung aufrechtzuerhalten.
Ukemochi no Kami: Die Göttin der Nahrung
Die Ernährung ist eine grundlegende Notwendigkeit des menschlichen Lebens, und es ist daher nicht verwunderlich, dass es im Shintoismus eine spezielle Kami gibt, die für die Nahrung zuständig ist. Ukemochi no Kami, deren Name „Göttin, die Nahrung besitzt“ bedeutet, ist die Göttin der Nahrung. Ihre Rolle ist von entscheidender Bedeutung für das Wohlergehen der Menschen, da sie für die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln sorgt.
Ukemochi no Kami wird manchmal auch als Wakaukanome bezeichnet, was „Junge Frau mit Nahrung“ bedeutet. Sie ist auch eng mit Toyuke Ōkami verbunden, dem Gott der Nahrung, Kleidung und Behausung, der im Äußeren Schrein (Geku) des Großen Schreins von Ise verehrt wird, einem der heiligsten Orte im Shintoismus. Diese Verbindung unterstreicht die zentrale Bedeutung von Ukemochi no Kami im Pantheon der Nahrungsgottheiten.
Der Mythos von Ukemochi no Kami
Die bekannteste Erzählung über Ukemochi no Kami findet sich im Nihon shoki, den „Chroniken Japans“, einem klassischen historischen Werk aus dem Jahr 720 n. Chr., das auch viele Mythen und Legenden enthält und neben dem Kojiki eine wichtige Quelle für die Shinto-Theologie ist. Laut der Version im Nihon shoki wurde der Mondgott Tsukiyomi, der Bruder der Sonnengöttin Amaterasu, von seiner Schwester auf die Erde gesandt, um Ukemochi no Kami zu besuchen. (Im Kojiki ist es Susanoo, ein anderer Bruder, der diese Mission erhält).
Ukemochi no Kami empfing Tsukiyomi gastfreundlich und bereitete ihm ein Bankett. Die Art und Weise, wie sie die Nahrung hervorbrachte, war jedoch ungewöhnlich. Sie wandte sich dem Land zu und spuckte gekochten Reis aus ihrem Mund. Dann wandte sie sich dem Meer zu und spuckte alle Arten von Fischen aus. Schließlich wandte sie sich wieder dem Land zu und spuckte Wild aus. Sie präsentierte diese Speisen Tsukiyomi.

Tsukiyomi war jedoch zutiefst angewidert und verärgert darüber, dass ihm Nahrung aus dem Mund der Göttin angeboten wurde. In seinem Zorn zog er sein Schwert und tötete Ukemochi no Kami. Als er in den Himmel zurückkehrte und seiner Schwester Amaterasu von seiner Tat berichtete, wurde diese wütend und sagte: „Von nun an werde ich dich nicht mehr von Angesicht zu Angesicht treffen.“ Dies soll erklären, warum die Sonne und der Mond niemals gleichzeitig am Himmel zu sehen sind.
Doch die Geschichte von Ukemochi no Kami endet nicht mit ihrem Tod. Ein anderer Bote, der von Amaterasu zu der toten Göttin gesandt wurde, fand, dass verschiedene Stoffe aus ihrem Körper entstanden waren. Aus ihrem Kopf kamen Ochse und Pferd; aus ihrer Stirn Hirse; aus ihren Augenbrauen Seidenraupen; aus ihren Augen Rispenhirse (eine Getreidesorte); aus ihrem Bauch Reis; und aus ihren Genitalien Weizen und Bohnen.
Amaterasu erkannte den Wert dieser Gaben. Sie ließ die Getreidekörner für die zukünftige Nutzung durch die Menschheit aussäen. Die Seidenraupen nahm sie in ihren Mund und sponn daraus Faden, womit sie die Kunst der Seidenraupenzucht (Serikultur) begründete. So wurde Ukemochi no Kami auch im Tod zur Quelle der wichtigsten Nahrungsmittel und Materialien für die Menschen. Diese Mythologie unterstreicht die Heiligkeit der Nahrung und die Vorstellung, dass das Leben aus dem Tod entstehen kann.
Hitogami: Menschliche Kami
Eine besondere Kategorie von Kami im Shintoismus sind die Hitogami, die menschlichen Kami. Dies sind keine Gottheiten, die von Anfang an göttlicher Natur waren, sondern die Geister (tama) von menschlichen Wesen, die nach ihrem Tod als Kami verehrt werden. Dieses Konzept zeigt, dass im Shintoismus die Verehrung nicht auf übernatürliche Wesen beschränkt ist, sondern auch herausragende Persönlichkeiten oder solche, die eine besondere Bedeutung für eine Gemeinschaft hatten, umfassen kann.
Es ist wichtig zu betonen, dass bei der Verehrung von Hitogami nicht die Person selbst im Vordergrund steht, sondern ihr Geist (tama). Es ist dieser Geist, der als Kami verehrt wird und als fähig angesehen wird, Einfluss auf die Welt der Lebenden zu nehmen, sei es zum Guten oder zum Schlechten.
Es gibt zahlreiche Beispiele für Hitogami. Der Geist von Sugawara Michizane, einem Gelehrten und Politiker der Heian-Zeit, der nach seinem Tod mit Unglücken in Verbindung gebracht wurde und zur Beruhigung als Kami verehrt wurde, ist ein prominentes Beispiel. Er wird als Tenjin verehrt, der Kami der Gelehrsamkeit. Ein weiteres Beispiel ist der Geist von Tokugawa Ieyasu, dem Gründer des Tokugawa-Shogunats, der nach seinem Tod als Tôshôgu verehrt wird. Auch die Geister der im Krieg gefallenen Soldaten werden in Schreinen wie dem Yasukuni Jinja als Götter verehrt.
Diese Beispiele zeigen, dass Hitogami oft Personen sind, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte gespielt haben, oder die durch ihren Tod eine besondere spirituelle Kraft erlangt haben sollen. Ihre Verehrung dient oft dazu, ihren Einfluss zu ehren, um Segen zu bitten oder Unglück abzuwenden, das mit ihnen in Verbindung gebracht wird.

Weitere relevante Konzepte
Das Verständnis der Kami ist eng mit anderen Konzepten und Praktiken im Shintoismus verbunden:
- Matsuri: Dies sind Festivals, die oft zu Ehren spezifischer Kami abgehalten werden. Sie sind eine Gelegenheit für die Gemeinschaft, zusammenzukommen, den Kami Opfer darzubringen und um Segen zu bitten. Sommerfeste (Natsu matsuri) haben oft den Zweck, Schutz vor Seuchen und Katastrophen zu erbitten, die im Sommer häufiger auftreten.
- Norito: Dies sind Gebete oder Anrufungen, die in einem alten japanischen Stil an die Gottheiten gerichtet werden. Der Hauptpriester spricht das Norito im Namen der Gläubigen. Es wurde geglaubt, dass schöne und korrekte Worte Gutes bewirken, während das Gegenteil Böses verursacht – ein Glaube, der aus dem Konzept des Kotodama stammt, der spirituellen Kraft, die in Worten wohnt. Norito loben die Götter, listen Opfergaben auf und identifizieren die Betenden, enthalten aber keine belehrenden Elemente.
- Nihon shoki: Wie bereits erwähnt, ist dieses Werk eine wichtige Quelle für die Shinto-Mythologie und liefert Details über die Abstammung und Taten vieler Kami, einschließlich Ukemochi no Kami.
Vergleich der Kami
| Kami-Typ | Zuständigkeitsbereich(e) | Schlüsselmerkmale | Beispiele (falls genannt) |
|---|---|---|---|
| Yama-no-kami | Berge, Jagd, Holzfällerei, Köhlerei; Landwirtschaft (saisonal) | Eng verbunden mit der Natur der Berge; können in zwei Typen unterteilt werden. | Ō-yama-tsumi-no-mikoto, Ko-no-hana-saku-ya-hime |
| Naobi no Kami | Wiederherstellung, Beseitigung von Sünde/Verschmutzung/Katastrophen | Stellen den reinen, idealen Zustand wieder her; konzeptionelle Gottheiten. | Ô-naobi-no-kami, Kan-naobi-no-kami |
| Ukemochi no Kami | Nahrung | Göttin der Nahrung; aus ihrem Körper entstanden wichtige Nahrungsmittel und Seidenraupen. | Ukemochi no Kami (auch Wakaukanome genannt) |
| Hitogami | Menschen, die nach dem Tod als Kami verehrt werden | Verehrung des Geistes (tama); oft historische Persönlichkeiten. | Sugawara Michizane (als Tenjin), Tokugawa Ieyasu (als Tôshôgu), Kriegsgefallene |
Diese Tabelle bietet einen schnellen Überblick über die Hauptfunktionen der hier besprochenen Kami-Typen. Es ist wichtig zu bedenken, dass die Grenzen zwischen den Kami oft fließend sind und ihre Zuständigkeiten sich überschneiden können.
Häufig gestellte Fragen zu Kami
Sind alle Kami wohlwollend?
Nicht unbedingt. Während viele Kami als wohlwollend angesehen werden und um Segen gebeten werden, können einige auch Zorn zeigen oder Unglück bringen, insbesondere wenn sie nicht richtig geehrt werden oder wenn ihre Zuständigkeiten verletzt werden. Die Verehrung dient oft dazu, ihre positive Seite zu fördern und negative Einflüsse abzuwenden. Hitogami können zum Beispiel verehrt werden, um Katastrophen zu vermeiden, die mit ihrem ungeklärten Geist in Verbindung gebracht werden.
Wie werden Kami verehrt?
Kami werden hauptsächlich in Shinto-Schreinen (Jinja) verehrt. Die Verehrung umfasst Rituale, Gebete (Norito) und das Darbringen von Opfergaben (Shinsen). Opfergaben können Reiswein (Sake), Reis, Salz, Wasser, aber auch spezifische Gegenstände wie der okoze-Fisch für die Yama-no-kami sein. Festivals (Matsuri) sind ebenfalls wichtige Gelegenheiten, um die Kami zu ehren und mit ihnen in Verbindung zu treten. Auch im häuslichen Bereich gibt es kleine Altäre (Kamidana) zur Verehrung.
Was ist der Unterschied zwischen Kami und Buddhas?
Kami sind Gottheiten des Shintoismus, Japans indigener Religion. Buddhas (Hotoke) stammen aus dem Buddhismus, der aus Indien über China und Korea nach Japan kam. Obwohl Shinto und Buddhismus in Japan über Jahrhunderte koexistierten und sich gegenseitig beeinflussten (Konzept des Shinbutsu-Shūgō, der Synkretismus von Kami und Buddhas), bleiben sie separate Glaubenssysteme mit unterschiedlichen Ursprüngen, Philosophien und Pantheons.
Können neue Kami entstehen?
Ja, das Konzept der Hitogami zeigt, dass neue Kami entstehen können, nämlich die Geister bedeutender oder verehrungswürdiger Menschen. Auch neue Schreine können etabliert werden, um lokale Kami oder neue Manifestationen alter Kami zu verehren.
Fazit
Die Welt der japanischen Kami ist reich, komplex und tief mit der Natur, der Geschichte und dem täglichen Leben der Menschen verbunden. Von den Göttern der majestätischen Berge (Yama-no-kami), die Jäger und Bauern gleichermaßen beeinflussen, über die wiederherstellenden Kräfte der Naobi no Kami, die Ordnung und Reinheit gewährleisten, bis hin zur lebensspendenden Göttin der Nahrung (Ukemochi no Kami) und dem faszinierenden Konzept menschlicher Geister, die zu Kami werden (Hitogami) – jede Gottheit hat ihre eigene Geschichte und Bedeutung.
Diese Vielfalt spiegelt die japanische Weltsicht wider, in der das Göttliche überall zu finden ist – in der Natur, in wichtigen Ereignissen, in herausragenden Persönlichkeiten und sogar in alltäglichen Dingen. Das Studium der Kami bietet einen tiefen Einblick in die spirituellen Grundlagen Japans und die Art und Weise, wie die Menschen seit Jahrhunderten versuchen, Harmonie mit den Kräften der Welt um sie herum herzustellen.
Hat dich der Artikel Kami: Götter der Berge, Nahrung & mehr interessiert? Schau auch in die Kategorie Ogólny rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!
