Seit der Rückkehr der Marke Nokia auf den Smartphone-Markt unter der Führung von HMD Global hat sich das Unternehmen darauf konzentriert, Geräte anzubieten, die für ihre Solidität, ein sauberes Android-Erlebnis und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt sind. Ein Bereich, der für Smartphone-Nutzer von entscheidender Bedeutung ist, ist die Kamera. Die Fähigkeit, gute Fotos und Videos aufzunehmen, ist oft ein Hauptkriterium beim Kauf eines neuen Telefons. In diesem Artikel nehmen wir die Kamerafähigkeiten zweier wichtiger Modelle aus dem Nokia-Portfolio unter die Lupe: das ursprüngliche Nokia 6 und seinen Nachfolger, das Nokia 6.1 Plus. Wir analysieren die technischen Daten, bewerten die Leistung basierend auf den verfügbaren Informationen und vergleichen, wie sich die Kameraentwicklung von einem Modell zum nächsten gestaltet hat.

Die Kameraausstattung des Nokia 6
Das Nokia 6, das 2017 als eines der ersten Android-Smartphones der neuen Nokia-Ära auf den Markt kam, positionierte sich in der Mittelklasse und bot eine Kameraausstattung, die für seinen Preis als angemessen galt. Auf der Rückseite des Geräts war eine Hauptkamera mit 16 Megapixeln verbaut. Diese Kamera war der primäre Sensor für die Aufnahme von Fotos und Videos.

Für die Aufnahme von Selfies und die Durchführung von Videoanrufen verfügte das Nokia 6 über eine Frontkamera mit 8 Megapixeln. Eine bemerkenswerte Ergänzung für eine Frontkamera zu dieser Zeit war der integrierte Autofokus, der helfen sollte, schärfere Selbstporträts zu erzielen.
Die Reaktionen auf die Kamera des Nokia 6 waren, wie oft bei Mittelklasse-Geräten, gemischt. Einige Berichte lobten die Kamera für ihre Leistung im Verhältnis zum Kaufpreis des Telefons. Andere Kritiken wiesen jedoch auf deutliche Einschränkungen hin, insbesondere wenn die Lichtverhältnisse nicht ideal waren. Aufnahmen bei schwachem Licht oder in Szenarien mit stark wechselnden Lichtbedingungen wurden als Herausforderung für die Kamera beschrieben.
Verbesserungen beim Nokia 6.1 Plus
Mit dem Nokia 6.1 Plus, das im Jahr 2018 folgte, brachte HMD Global eine modernisierte Version auf den Markt, die auch im Bereich der Kamera signifikante Änderungen mit sich brachte. Dieses Modell setzte auf ein Trend zur Dual-Kamera auf der Rückseite.
Die Hauptkamera blieb nominell bei 16 Megapixeln mit einer Blende von f/2.0, wurde aber durch eine sekundäre 5-Megapixel-Monochromkamera mit einer Blende von f/2.4 ergänzt. Obwohl die genaue Funktion der Monochromkamera nicht detailliert beschrieben wird, dient ein solches Setup typischerweise dazu, zusätzliche Informationen (z.B. über Tiefenschärfe oder Kontrast) zu erfassen, die bei der Nachbearbeitung oder für spezielle Effekte wie Porträtmodi nützlich sein können. Ein Dual-LED-Blitz war ebenfalls vorhanden, um bei Dunkelheit auszuhelfen.
Auch die Frontkamera erfuhr ein Upgrade. Das Nokia 6.1 Plus war mit einer 16 Megapixel-Frontkamera ausgestattet. Im Gegensatz zur Frontkamera des Nokia 6 hatte diese jedoch einen festen Fokus, nicht Autofokus. Die Blende betrug f/2.0.
Interessanterweise war die Platzierung der Kamera auf der Rückseite des Nokia 6.1 Plus Teil des Designs. Das Dual-Kamera-Modul war in einem pillenförmigen Gehäuse untergebracht, direkt darüber der kreisförmige Fingerabdrucksensor. Dies ist zwar primär ein Designmerkmal, beeinflusst aber die Ergonomie bei der Bedienung des Telefons und der Kamera.
Kamera-Performance in der Praxis
Die tatsächliche Leistung der Kameras ist oft wichtiger als die reinen Megapixel-Zahlen. Die bereitgestellten Informationen geben Einblicke, wie sich die Kameras des Nokia 6.1 Plus in verschiedenen Situationen schlagen, und erlauben einen indirekten Vergleich zum Vorgängermodell.
Aufnahmen bei Tageslicht
Die Hauptkamera des Nokia 6.1 Plus lieferte bei ausreichend Licht, sowohl im Freien als auch in Innenräumen, eine gute Leistung. Die Bilder wiesen einen anständigen Detailgrad auf, und der Dynamikbereich des Sensors wurde als überdurchschnittlich beschrieben. Innenaufnahmen bei günstigen Lichtverhältnissen waren scharf und detailliert. Ein Kritikpunkt war jedoch, dass die Farben unabhängig von den Lichtbedingungen tendenziell als leicht ausgewaschen erschienen.
Für das Nokia 6 liegen keine spezifischen Details zur Tageslicht-Performance vor, aber die allgemeine positive Erwähnung durch einige Tester deutet darauf hin, dass es bei guten Bedingungen akzeptable Ergebnisse liefern konnte, wenn auch wahrscheinlich nicht mit der Detailtreue oder dem Dynamikbereich des neueren Modells.

Leistung bei schwachem Licht (Low Light)
Dies war ein Bereich, in dem das Nokia 6 laut den bereitgestellten Informationen deutliche Schwächen zeigte. Kritiker bemängelten die Leistung der Kamera bei schlechten oder gemischten Lichtverhältnissen.
Das Nokia 6.1 Plus zeigte hier eine Verbesserung im Detailgrad im Vergleich zum direkten Vorgänger (dem Nokia 6.1, nicht dem originalen 6, aber die Aussage ist relevant für die Entwicklung). Dennoch hatte auch die Kamera des 6.1 Plus bei Low Light zu kämpfen, insbesondere wurde erwähnt, dass sie Schwierigkeiten mit dem Autofokus hatte.
Porträts und Frontkamera
Dank des Dual-Kamera-Setups konnte das Nokia 6.1 Plus einen Live-Bokeh-Modus anbieten, der als beeindruckend beschrieben wurde. Dieser Modus ermöglichte Porträts mit guter Kantenerkennung zwischen Motiv und Hintergrund sowie sanften Übergängen im Unschärfebereich.
Die Frontkamera des Nokia 6.1 Plus (16 MP) lieferte bei günstigen Lichtverhältnissen passable Ergebnisse für Selfies. Allerdings hatte sie Probleme mit der korrekten Belichtungsmessung. Bei wenig Licht kämpfte die Frontkamera, um genügend Licht einzufangen. Sie unterstützte auch Software-Bokeh-Effekte für Selfies, die als passabel bewertet wurden. Die Face-Recognition-Funktion, die die Frontkamera nutzt, wurde als langsam und unzuverlässig bei schwierigen Lichtverhältnissen beschrieben.
Die Frontkamera des originalen Nokia 6 (8 MP mit Autofokus) wurde in den bereitgestellten Texten nicht so detailliert in Bezug auf Porträts oder Low-Light-Performance bewertet.
Spezielle Kamera-Features des Nokia 6.1 Plus
Neben der reinen Hardware bot das Nokia 6.1 Plus auch einige zusätzliche Software-Features in der Kamera-App:
Live-Bokeh-Modus: Ermöglicht das Aufnehmen von Porträts mit künstlicher Hintergrundunschärfe. Die Qualität wurde als beeindruckend mit guter Kantenerkennung beschrieben.
AR-Sticker: Augmented-Reality-Sticker, die den Aufnahmen hinzugefügt werden können. Sie funktionierten sowohl mit der Front- als auch mit der Rückkamera gut.
Dual-Sight-Modus: Ein Feature, das zuerst beim Nokia 8 eingeführt wurde. Es ermöglicht die gleichzeitige Aufnahme von Fotos oder Videos mit der Front- und der Rückkamera. Obwohl dies ein nettes Feature ist, wurde erwähnt, dass die Qualität beider Kameras in diesem Modus abnimmt.
KI-unterstützte Porträtbeleuchtung: Ein Feature, das versuchen sollte, die Beleuchtung bei Porträts zu verbessern. Es wurde jedoch als verbesserungsbedürftig beschrieben, da die Kantenerkennung oft schlecht war und einige Optionen den Hintergrund überbelichteten.

Vergleich der Kamera-Spezifikationen
| Merkmal | Nokia 6 | Nokia 6.1 Plus |
|---|---|---|
| Hauptkamera (Rückseite) | 16 MP | 16 MP (Primär) + 5 MP (Monochrom) |
| Frontkamera | 8 MP mit Autofokus | 16 MP mit festem Fokus |
| Video (Rückseite) | Nicht spezifiziert | Bis zu 4K |
| Video (Front) | Nicht spezifiziert | Bis zu 1080p |
| Blitz | Nicht spezifiziert | Dual-LED-Blitz (Rückseite) |
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Hier beantworten wir einige gängige Fragen zu den Kameras des Nokia 6 und Nokia 6.1 Plus:
Wie viele Megapixel hat die Kamera des Nokia 6?
Die Hauptkamera auf der Rückseite des Nokia 6 hat 16 Megapixel. Die Frontkamera für Selfies hat 8 Megapixel.
Wie ist die Kameraqualität des Nokia 6.1 Plus?
Die Kameraqualität des Nokia 6.1 Plus wird allgemein als verbessert gegenüber früheren Modellen (wie dem 6.1) angesehen. Bei Tageslicht liefert sie gute, detailreiche Bilder. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann sie jedoch Schwierigkeiten haben, insbesondere beim Autofokus. Die Frontkamera ist bei gutem Licht passabel, kämpft aber bei wenig Licht. Die Dual-Kamera-Einrichtung ermöglicht Features wie Porträts mit Bokeh-Effekt, die als beeindruckend beschrieben werden.
Unterstützt das Nokia 6.1 Plus 4K-Videoaufnahmen?
Ja, die Hauptkamera auf der Rückseite des Nokia 6.1 Plus ist in der Lage, Videos in 4K-Auflösung aufzunehmen.
Hat das Nokia 6.1 Plus eine Dual-Kamera?
Ja, das Nokia 6.1 Plus verfügt über eine Dual-Kamera auf der Rückseite, bestehend aus einer 16-MP-Primärkamera und einer 5-MP-Monochromkamera.
Ist die Frontkamera des Nokia 6.1 Plus gut für Selfies?
Die 16-MP-Frontkamera liefert bei guten Lichtverhältnissen passable Selfies, hat aber bei schlechtem Licht oder schwierigen Belichtungssituationen ihre Grenzen. Sie unterstützt Software-Bokeh-Effekte.
Fazit zur Nokia Kameraentwicklung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nokia mit dem Nokia 6 einen soliden Start im Bereich der Smartphone-Kameras in der Mittelklasse hinlegte. Die 16 Megapixeln-Hauptkamera und die 8 Megapixeln-Frontkamera boten grundlegende Fähigkeiten, stießen aber bei schwierigen Lichtverhältnissen an ihre Grenzen.
Das Nokia 6.1 Plus stellte eine signifikante Weiterentwicklung dar. Die Einführung der Dual-Kamera auf der Rückseite und die verbesserte 16-MP-Frontkamera mit zusätzlichen Software-Features wie dem Bokeh-Modus hoben die Kamerafähigkeiten deutlich an. Die Leistung bei Tageslicht war gut, und Features wie Porträts überzeugten. Dennoch zeigten auch die Kameras des 6.1 Plus, insbesondere bei Low Light und in Bezug auf die Frontkamera-Belichtung, Einschränkungen. Im Vergleich zur Konkurrenz in seiner Preisklasse wurde die Kamera des 6.1 Plus als verbessert, aber nicht führend beschrieben.
Für Nutzer, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Geräte ein Nokia-Smartphone mit einer besseren Kamera suchten, war das Nokia 6.1 Plus eindeutig die überlegenere Wahl im Vergleich zum Nokia 6, auch wenn es in bestimmten Bereichen noch Raum für Verbesserungen gab.
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