Wann gab es Strom in der Schweiz?

Die Geschichte des Stroms in der Schweiz

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Elektrische Energie ist heute eine Selbstverständlichkeit. Sie treibt unsere Industrie an, versorgt Gewerbebetriebe und fliesst in jeden Schweizer Haushalt. Doch der Weg dorthin war lang und gepflastert mit bahnbrechenden Erfindungen, mutigen Projekten und auch einigen Rückschlägen. Die Geschichte des Stroms in der Schweiz ist eng verbunden mit der Nutzung der Wasserkraft und dem technischen Fortschritt, der unser Land nachhaltig prägte.

Woher kommt der Strom in der Schweiz?
Der Schweizer Strommix variiert von Jahr zu Jahr, abhängig von der Verfügbarkeit verschiedener Produktionsformen. Grundsätzlich stammen rund 60 Prozent aus Wasserkraft, rund 30 Prozent aus Kernkraft und rund 10 Prozent aus neuen erneuerbaren Energien .

Die Schweizer Elektrizitätswirtschaft ist heute ein komplexes System mit einer Nettoerzeugung von jährlich rund 60 Terawattstunden. Sie erwirtschaftet Milliardenumsätze und beschäftigt Zehntausende von Menschen. Doch wann begann diese Entwicklung? Seit wann nutzen die Menschen in der Schweiz den elektrischen Strom?

Die Anfänge: Gleichstrom setzt erste Zeichen

Lange bevor Strom in grossem Massstab verfügbar war, experimentierten Wissenschaftler und Ingenieure mit den faszinierenden Phänomenen der Elektrizität. Bereits im 17. Jahrhundert wurden Maschinen zur Erzeugung statischer Ladungen entwickelt. Wichtige Schritte wie die Erfindung der Batterie im Jahr 1772 ebneten den Weg. Der deutsche Physiker Otto von Guericke schuf 1672 eine Maschine, die als erster Generator gelten kann. Später, 1866, meldete Werner von Siemens seine Dynamomaschine zum Patent an, eine Grundlage für den Elektromotor, der viele andere Antriebsformen ablösen sollte.

In der Schweiz gab es die ersten praktischen Anwendungen des elektrischen Stroms relativ früh. Schon 1875 konstruierte Emil Bürgin den ersten serienmässig hergestellten Gleichstromdynamo für den Maschinenbetrieb. Ein entscheidender Moment war der Sommer 1879 in St. Moritz: Hier wurde die erste Gleichstrom-Lichtbogen-Beleuchtungsanlage der Schweiz in Betrieb genommen. Sie versorgte den Speisesaal des Kulm Hotels St. Moritz und wurde von einem kleinen Wasserkraftwerk mit 7 kW Leistung gespeist. Dies war ein früher Vorbote für die spätere Dominanz der Wasserkraft.

Die Elektrifizierung schritt voran. Lausanne erhielt 1882 die erste Stadtbeleuchtung, gespeist von einem Kraftwerk mit 180 PS. 1883 nutzte die Zürcher Telephongesellschaft eine Bogenlichtanlage am Zürcher Hauptbahnhof. Bemerkenswert dabei war die Verwendung des ersten Stromkabels in der Schweiz: Die Turbine wurde mit städtischem Hochdruckwasser angetrieben, und die Rückleitung des Stroms erfolgte durch die Erde.

Die erste permanente Gleichstromübertragung über eine längere Distanz fand ab 1884 statt. Sie führte vom Kraftwerk in der Taubenlochschlucht zur Drahtzieherei der Vereinigten Drahtwerke Biel in Bözingen. Ein wichtiger Schritt für die Industrie. 1885 wurde das erste eidgenössische Elektrizitätswerk auf dem Waffenplatz in Thun errichtet. Es war mit zwei Francis-Turbinen von Rieter und zwei Gleichstrom-Generatoren von der Maschinenfabrik Oerlikon ausgestattet.

Die Ära des Gleichstroms: Eine Tabelle der Entwicklung

Die Zahl der Gleichstrom-Elektrizitätswerke wuchs in den späten 1880er und 1890er Jahren deutlich an, wie die folgende Übersicht zeigt:

JahrAnzahl ElektrizitätswerkeGesamtleistung (MW)Leistung pro Werk (kW)
1890254160
18958820360
189810855510
190011271710

Interessanterweise wurden nach 1898 keine neuen Gleichstromkraftwerke mehr gebaut. Die Zukunft gehörte einer anderen Technologie.

Der Durchbruch des Wechselstroms und die Expansion des Netzes

Parallel zur Entwicklung des Gleichstroms wurde auch mit Wechselstrom experimentiert. Die Erfindung des Transformators im Jahr 1881 revolutionierte die Elektrizitätsübertragung, da er es ermöglichte, Spannungen für den Ferntransport zu erhöhen und am Zielort wieder zu reduzieren. Dies war ein entscheidender Vorteil gegenüber dem Gleichstrom, der nur über kurze Distanzen effizient übertragen werden konnte.

Das erste schweizerische Kraftwerk, das Wechselstrom lieferte – und zwar das erste weltweit, das Strom über ein Netz an Dritte abgab – war das Kraftwerk Thorenberg in Littau. Es wurde im Mai 1886 in Betrieb genommen. Gebaut von der von Schweizern gegründeten Firma Ganz in Budapest für die Gebrüder Troller, nutzte es Transformatoren mit Ringkern, die von Károly Zipernowsky und Miksa Déri erfunden wurden. Drei Wechselstromgeneratoren mit einer Gesamtleistung von 200 PS lieferten 2000 Volt Wechselspannung, die bei jedem Empfänger auf 100 Volt heruntertransformiert wurden.

Der Vorteil des Wechselstroms für die Fernübertragung wurde eindrucksvoll auf der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt am Main 1891 demonstriert. Eine 15 kV Drehstromübertragung bei 40 Hz überbrückte 175 km von Lauffen am Neckar nach Frankfurt mit nur 25% Leitungsverlust. Grosse Teile dieser Anlage wurden vom Schweizer Ingenieur Charles Eugene Lancelot Brown entworfen. Dieser Erfolg zeigte das Potenzial des Wechselstroms für die grossflächige Versorgung.

Die Zahl der Wechselstromkraftwerke in der Schweiz stieg zwischen 1890 und 1900 rapide von 5 auf 60 an. Um die Interessen der wachsenden Elektrizitätsbranche zu vertreten, wurde 1895 der Verband der Schweizer Elektrizitätswerke (VSE) gegründet. Im selben Jahr entstand in Zürich die Bank für elektrische Unternehmungen, kurz Elektrobank.

Ende 1900 umfassten die Hochspannungsleitungen für Regionalnetze bereits gegen 2000 km, unterstützt von rund 40'000 Stangen. Der Aufschwung der Industrie vor dem Ersten Weltkrieg steigerte die Stromnachfrage enorm. Dies trieb den Bau leistungsfähiger Grosskraftwerke mit höherem Wassergefälle voran. Übertragungsspannungen, Fernübertragungsleitungen und Hochleistungstransformatoren mussten ständig angepasst und verbessert werden.

Wann wurde die Schweiz elektrifiziert?
Seit 2004 ist das Netz des grössten Infrastrukturbetreibers, der Schweizerischen Bundesbahnen, vollständig elektrifiziert; die meisten Strecken anderer Betreiber sind ebenfalls elektrifiziert.

1901 gründete der Kanton Waadt mit der Compagnie Vaudoise des Forces Motrices das erste kantonale Elektrizitätswerk der Schweiz. Um die Versorgung auch in wasserarmen Wintern sicherzustellen, wurden thermische Ergänzungswerke gebaut, die zunächst mit Kohlendampfmaschinen und später mit Dampfturbinen betrieben wurden.

Um 1910 gab es in der Schweiz rund 7000 Kleinwasserkraftwerke bis 10 MW. Viele dieser Anlagen, die oft Mühlen oder kleine Turbinen nutzten, wurden später aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt, als die grossen Zentralen die Versorgung übernahmen.

Pioniere und Grossprojekte: Stauseen, Pumpspeicher und Höchstspannung

Die Schweiz, reich an Wasserressourcen, setzte stark auf die Wasserkraft. 1904 wurde das Kraftwerk Ruppoldingen zum ersten schweizerischen Pumpspeicherkraftwerk erweitert. 1908 wurde die erste Hochspannungsleitung im Hochgebirge mit einer Spannung von 23 kV über den Berninapass geführt – ein Meilenstein für die Erschliessung entlegener Gebiete.

Unter der Leitung von Fritz Ringwald entwickelte sich die Elektrizitätswerk Rathausen AG zur Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW), die ein bedeutendes Versorgungsnetz in der Innerschweiz aufbaute und am Bau wichtiger Kraftwerke wie Wassen, Mauvoisin und Göschenen beteiligt war.

Die knappen Treibstoffe nach dem Ersten Weltkrieg führten zu einem Durchbruch bei den Elektrowärmeanwendungen. Elektroherde, Warmwasserboiler, Speicherheizungen, Brotbacköfen, Geschirrspülmaschinen und Waschmaschinen hielten Einzug in Haushalt, Gewerbe und Industrie. Dies steigerte den Stromverbrauch und trieb den weiteren Ausbau der Netze und Kraftwerke voran.

1925 wurde das Kraftwerke Oberhasli gegründet, das erste Gemeinschaftswerk zum Bau grosser Alpenkraftwerke. Verschiedene Partnerwerke beteiligten sich hier an der Energieproduktion und den Kosten. Im selben Jahr entstand die schweizerische Genossenschaft zur Förderung der elektrischen Energie (heute Infel), die sich für die Elektrowirtschaft einsetzte.

Die Übertragungsnetze wurden immer leistungsfähiger. 1933 wurde die erste 150-kV-Leitung von Lavorgo nach Amsteg mit einer Länge von 55 km gebaut. Ab 1953 kamen die ersten Überlandleitungen mit der Normspannung 220 kV hinzu, gefolgt von 380 kV ab 1965. Die Schweiz spielte auch eine wichtige Rolle bei der europäischen Netzintegration: 1951 war sie Gründungsmitglied der UCPTE. 1958 wurden in Laufenburg die 220-kV-Stromnetze von Frankreich, Deutschland und der Schweiz zusammengeschlossen. 1967 folgte der Zusammenschluss auf der 380-kV-Ebene, und die Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL) entwickelte sich zu einem zentralen Handelsort für europäischen Strom.

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg wurden grosse Kraftwerksprojekte angeregt, um insbesondere den Mangel an Winterenergie zu beheben. Einige dieser ehrgeizigen Vorhaben stiessen jedoch auf erheblichen Widerstand in der Bevölkerung und mussten aufgegeben werden, wie das Urserenkraftwerk oder das Projekt im Hinterrhein, bei dem Dörfer überstaut worden wären. Anstelle des Urserenkraftwerks wurde das Kraftwerk Göschenen gebaut. Statt des Stausees Rheinwald entstand auf italienischem Boden der Lago di Lei als Kopfspeicher für die Kraftwerke Hinterrhein. Ein drittes Projekt zur Überflutung der Greina wurde erst 1986 endgültig zurückgezogen.

In den 1950er und 1960er Jahren bauten die Maggia Kraftwerke ein umfassendes Wasserkraftsystem mit Wasserstollen, das vom Griessee, einem der höchstgelegenen Speicherseen, bis zum Lago Maggiore reichte.

Ein Höhepunkt des Wasserkraftausbaus war die Fertigstellung von Grande Dixence im Jahr 1965, dem grössten Wasserkraftwerk der Schweiz mit einer 285 m hohen Staumauer, die damals zu den höchsten der Welt gehörte. 1968 folgte das zweitgrösste, Linth-Limmern, das später durch ein unterirdisches Pumpspeicherwerk erweitert wurde.

Wann gab es Strom im Haushalt?
Durch die Erfindung der ersten Glühbirnen Anfang der 1880er Jahre hielt die Elektrizität ihren Einzug in Haushalte. Den ersten Stromstecker in den USA ließ der Unternehmer Harvey Hubbell II 1904 patentieren. In Deutschland kamen Steckdosen in den mit Strom versorgten Haushalten anfangs kaum zum Einsatz.

Kernkraft und die moderne Stromversorgung

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam eine neue Energiequelle hinzu: die Kernkraft. Die Nordostschweizerischen Kraftwerke AG (NOK) nahm 1969 Beznau 1 und 1971 Beznau 2 in Betrieb. Es folgten Mühleberg (1972), Gösgen (1979) und Leibstadt (1984). Ein geplantes sechstes Kernkraftwerk in Kaiseraugst scheiterte jedoch am Widerstand der Bevölkerung und von Umweltschutzkreisen.

In den 1980er Jahren gab es rund 1200 Elektrizitätswerke für die allgemeine Landesversorgung und weitere 80, die speziell Industrie und Bahnen belieferten und etwa 11% der Stromproduktion ausmachten. Die Netzinfrastruktur wuchs stetig. Im Jahr 2000 umfasste das Mittel- und Niederspannungsnetz in der Schweiz bereits 250'000 km.

Die Zusammensetzung des Schweizer Strommix hat sich im Laufe der Zeit verändert. Im Jahr 2007 stammten 53% des Strombedarfs aus Wasserkraftwerken, 42% aus Kernkraftwerken, 3% aus konventionell-thermischen Kraftwerken und 2% aus erneuerbaren Energien.

Seit dem 3. Januar 2013 ist die nationale Netzgesellschaft Swissgrid aufgrund des Stromversorgungsgesetzes allein für den Betrieb, den Unterhalt und den Ausbau des Schweizer Übertragungsnetzes verantwortlich. Sie übernahm das Netz von den 18 Elektrizitätsversorgungsunternehmen.

Strom im Haushalt und die Elektrifizierung des Alltags

Während die grossen Kraftwerke und Netze für die Industrie und öffentliche Beleuchtung entstanden, hielt der Strom auch langsam Einzug in die Privathaushalte. Mit der Erfindung der ersten Glühbirnen Ende der 1870er Jahre (wie der Kohlefadenlampe von Joseph Wilson Swan oder den Entwicklungen von Thomas Edison) wurde elektrisches Licht erstmals auch für Wohnhäuser zugänglich.

Anfangs wurde Strom in den Haushalten hauptsächlich zur Beleuchtung genutzt. Steckdosen, wie wir sie heute kennen (der erste Stromstecker in den USA wurde 1904 patentiert), waren zunächst selten. Elektrische Haushaltsgeräte waren Pioniere: Ein frühes elektrisches Bügeleisen konnte beispielsweise direkt an die Lampenfassung angeschlossen werden, indem die Glühbirne herausgenommen und der Stecker des Bügeleisens eingesetzt wurde.

Der flächendeckende Anschluss von Wohnhäusern an das Stromnetz erfolgte schrittweise. Während in Deutschland beispielsweise 1910 nur ein geringer Prozentsatz der Haushalte Strom hatte, trug der Bedarf an elektrischer Energie nach dem Ersten Weltkrieg, insbesondere durch die Verbreitung von Haushaltsgeräten, massgeblich zur Beschleunigung des Netzausbaus bei. Der Komfort von elektrischem Licht und elektrischen Geräten machte den Strom für immer mehr Menschen attraktiv und notwendig.

Bahnstrom: Die Elektrifizierung der Schweizer Eisenbahnen

Ein weiterer wichtiger Abnehmer von Strom war und ist die Eisenbahn. Die erste elektrifizierte Eisenbahnstrecke in der Schweiz war 1888 die Tramway Vevey-Montreux-Chillon. Sie wurde vom Taulan-Kraftwerk bei Montreux versorgt, das mit seiner Fallhöhe von 250 m als erstes Hochdruckkraftwerk für elektrische Generatoren in der Schweiz gilt.

Ebenfalls 1888 wurde die erste mit Gleichstrom angetriebene Drahtseilbahn der Schweiz auf der Strecke Kehrsiten-Bürgenstock eingeweiht, die über eine 3 km lange 1800-Volt-Leitung gespeist wurde.

Wichtige Bahnstrecken wie die Lötschbergbahn und die Rhätische Bahn im Engadin wurden ab 1913 elektrisch betrieben. Der Kohlemangel während des Ersten Weltkriegs gab der Elektrifizierung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) starken Auftrieb. Eine 1912 gegründete Elektrifizierungskommission trieb die Umstellung voran, die in sechs Etappen von 1919 bis 1960 erfolgte. Die SBB baute eigene Kraftwerke oder beteiligte sich daran, wie am Etzelwerk, das Wasser aus dem Sihlsee nutzt. Der Bau des Sihlsees ab 1932 erforderte die Umsiedlung von 500 Personen, was damals kaum auf Widerstand stiess.

Wann gab es Strom in der Schweiz?
1886 wurde das 2000-PS-Kraftwerk Taulan bei Montreux eingeweiht, um die erste elektrische, 1888 eingeweihte, Strassenbahn der Schweiz und die zweite Europas von Vevey nach Chillon mit Strom zu versorgen und ab 1889 die Städte Vevey und Montreux öffentlich zu beleuchten.

Seit 2004 ist das Netz des grössten Infrastrukturbetreibers, der SBB, vollständig elektrifiziert. Auch die meisten Strecken anderer Betreiber nutzen elektrischen Strom.

Woher kommt der Strom heute? Ein Blick auf die Quellen und den Markt

Wie bereits erwähnt, basierte der Schweizer Strommix im Jahr 2007 hauptsächlich auf Wasserkraft (53%) und Kernkraft (42%). Thermische Kraftwerke und erneuerbare Energien (ohne Wasserkraft) machten kleinere Anteile aus. Die Wasserkraft spielt seit den Anfängen eine zentrale Rolle und ist bis heute die wichtigste heimische Energiequelle.

Die Frage der vollständigen Liberalisierung des Schweizer Strommarktes ist politisch umstritten. Insbesondere der starke Anstieg der Strompreise in jüngerer Zeit hat die Bemühungen zur Marktöffnung gebremst. Befürworter wie das Unternehmen Axpo argumentieren, dass nur ein offener Markt zu mehr Wettbewerb, Innovation und einer besseren Integration in den europäischen Strommarkt führt und Marktverzerrungen beseitigt.

Die Schweiz ist über das Hochspannungsnetz eng mit den Nachbarländern verbunden, was Import und Export von Strom ermöglicht und zur Stabilität des Netzes beiträgt.

Häufig gestellte Fragen zur Elektrifizierung der Schweiz

Wann gab es den ersten Strom in der Schweiz?

Die erste bekannte Nutzung elektrischen Stroms in der Schweiz für praktische Zwecke war im Sommer 1879 in St. Moritz mit einer Lichtbogen-Beleuchtungsanlage im Kulm Hotel, gespeist von einem kleinen Wasserkraftwerk.

Wann gab es Wechselstrom in der Schweiz?

Das erste Kraftwerk, das Wechselstrom lieferte und diesen über ein Netz an Dritte abgab, war das Kraftwerk Thorenberg in Littau, das im Mai 1886 in Betrieb ging.

Wann gab es Strom in Schweizer Haushalten?

Elektrisches Licht erreichte die ersten Haushalte in den frühen 1880er Jahren durch die Einführung von Glühlampen. Die flächendeckende Versorgung und Nutzung elektrischer Haushaltsgeräte setzte jedoch erst später, insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg, ein.

Wann wurde die SBB elektrifiziert?

Die Elektrifizierung der Hauptstrecken der SBB erfolgte in Etappen von 1919 bis 1960. Das gesamte Netz des grössten Infrastrukturbetreibers war 2004 vollständig elektrifiziert.

Woher bezieht die Schweiz ihren Strom?

Traditionell stammte der Grossteil des Schweizer Stroms aus Wasserkraft und Kernkraft. Im Jahr 2007 beispielsweise waren die Hauptquellen Wasserkraft (53%) und Kernkraft (42%). Kleinere Anteile lieferten thermische Anlagen und andere erneuerbare Energien.

Die Reise des Stroms in der Schweiz war eine beeindruckende Entwicklung von lokalen Pionieranlagen hin zu einem modernen, komplexen Energiesystem. Geprägt durch die Nutzung der Wasserkraft, den Übergang vom Gleich- zum Wechselstrom, den Ausbau des Hochspannungsnetzes und die spätere Einführung der Kernkraft, hat die Elektrifizierung das Land und das Leben seiner Bewohner grundlegend verändert. Heute sorgt die Swissgrid für den stabilen Betrieb des nationalen Übertragungsnetzes und gewährleistet, dass der Strom jederzeit verfügbar ist, auch wenn die Diskussionen über die zukünftige Energieversorgung und Marktgestaltung weitergehen.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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