Was ist mit HORNBACH passiert?

Hornbach Baumarkt: Abschied von der Börse

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Die Börsengeschichte der Hornbach Baumarkt AG neigt sich dem Ende zu. Nach fast zwei Jahrzehnten als eigenständige, börsennotierte Gesellschaft plant die Muttergesellschaft, die SDax-notierte Hornbach Holding AG & Co. KGaA, die Aktien der Tochtergesellschaft zurückzukaufen und ein sogenanntes Delisting einzuleiten. Dieser Schritt markiert eine signifikante Veränderung in der Struktur des bekannten Baumarktkonzerns und wirft Fragen nach den Beweggründen und den Folgen auf.

Welcher HORNBACH ist der größte in Deutschland?
17.000 Quadratmeter: Leipzigs größter Baumarkt öffnet noch diesen Monat. Über dem historischen Säulenportal wird der Hornbach-Schriftzug angebracht. Leipzigs größter Baumarkt umfasst auch Teile der 1920 eröffneten Messehalle 17.

Das Angebot an die Aktionäre

Die Holding hat den freien Aktionären der Hornbach Baumarkt AG ein öffentliches Erwerbsangebot unterbreitet. Der angebotene Preis liegt bei 47,50 Euro pro Aktie. Für viele Anleger ist dieses Angebot durchaus lukrativ. Es kratzt am All-Time-High der Aktie, das etwas über 48 Euro lag, und bedeutet eine Prämie von fast 30 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen sechs Monate vor Bekanntgabe des Angebots Mitte Dezember.

Aktionäre haben bis zum 22. Februar Zeit, ihre Aktien zu diesem Preis anzudienen. Die Finanzchefin von Hornbach, Karin Dohm, äußerte sich zuversichtlich, dass der Großteil der Investoren das Angebot annehmen wird. Sie erwartet, dass der strategische Rückzug vom Kapitalmarkt auf breite Zustimmung stößt.

Warum zieht sich Hornbach zurück? Die Gründe für das Delisting

Die Entscheidung zum Delisting ist strategischer Natur und wurde von der Unternehmensführung gut durchdacht. Ein wesentlicher Grund, den CFO Karin Dohm anführt, ist die Ineffizienz der bisherigen Struktur. Mit zwei börsennotierten Gesellschaften – der Holding und der Baumarkt-Tochter – die im Wesentlichen dasselbe Geschäftsmodell verfolgen, sah man eine gegenseitige Beeinträchtigung der Bewertung. Dohm beschrieb es bildlich: „Die Aktien graben sich also gegenseitig das Wasser ab, und das belastet die Bewertung.“

Ein weiterer Faktor ist der geringe Streubesitz der Baumarkt-Aktie. Nur knapp 26 Prozent der Aktien befinden sich im sogenannten Freefloat am Markt, der Rest gehört bereits der Familienholding. Diese geringe Liquidität machte die Aktie für manche größere Investoren unattraktiv, da es schwierig war, größere Positionen aufzubauen oder zu veräußern. Durch das Delisting wird diese Struktur vereinfacht und die Kapitalmarktpräsenz auf die Holding als Einheit konzentriert.

Zudem habe der anfängliche Mehrwert der doppelten Börsennotierung – die internationale Expansion mit Kapitalmarktmitteln zu fördern – heute nicht mehr dasselbe Gewicht wie vor 20 Jahren. Hornbach zählt inzwischen zu den führenden europäischen Baumärkten, und die Notwendigkeit, über die Baumarkt-Tochter separates Kapital aufzunehmen, hat abgenommen.

Der Ablauf und die Folgen für Investoren

Das Delisting ist fest geplant und wird voraussichtlich Ende Februar abgeschlossen sein. Da die Hornbach Holding bereits die Kontrollmehrheit an der Baumarkt AG besitzt, wird das Delisting in jedem Fall stattfinden, unabhängig davon, wie viele freie Aktionäre das Angebot annehmen.

Ist HORNBACH holländisch?
Die niederländische Landesgesellschaft des deutschen Baumarktkonzerns geht mit einem neuen Vertriebskonzept an den Start: „Hornbach Vloeren“ in Kerkrade bietet demnächst eine große Auswahl an Bodenbelägen.

Was passiert mit Anlegern, die ihre Aktien nicht zum Angebotspreis verkaufen? Sie bleiben Miteigentümer der Hornbach Baumarkt AG. Ihre Aktien können nach dem Delisting jedoch nicht mehr öffentlich an einer Börse gehandelt werden. Die Handelbarkeit ist damit stark eingeschränkt. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die oft auch Aktionäre sind, plant das Unternehmen, entsprechende Aktienprogramme auf Holding-Ebene anzubieten.

Ein sogenannter Squeeze-out, bei dem die Holding 95 Prozent der Anteile halten müsste, um die verbleibenden Minderheitsaktionäre zwangsweise abzufinden, ist derzeit nicht geplant. Anleger, die ihre Aktien behalten, bleiben also Teilhaber, verlieren aber die Möglichkeit des einfachen Börsenhandels.

Finanzierung und Ausblick

Die Kosten für den Rückkauf der Aktien sind beträchtlich. Hornbach muss rund 400 Millionen Euro aufbringen, was auch Beraterkosten und Gebühren einschließt. Die Finanzierung des Kaufpreises soll zunächst über eine Brückenfinanzierung durch die Deutsche Bank und die Commerzbank erfolgen. Langfristig plant das Unternehmen, diese Brückenfinanzierung durch Fremd- oder Eigenkapitalinstrumente abzulösen.

Dabei hat das Unternehmen ein klares Ziel vor Augen: die Beibehaltung des Investment Grade Ratings von BB+ bei Standard & Poor’s. Dies ist wichtig, um auch zukünftig Zugang zu günstigen Finanzierungskonditionen zu haben.

Trotz der strukturellen Änderung an der Börse soll sich an der Management-Struktur nichts ändern. Karin Dohm bleibt weiterhin Doppel-CFO sowohl für die Holding als auch für die Baumarkt-Tochter, was sie als „schöne Tradition“ bezeichnet, da sie die einzige Person im Vorstand beider Unternehmen ist.

Wer ist der Besitzer von HORNBACH?
Das Ergebnis war die Gründung der Hornbach Familien-Treuhandgesellschaft mbH, in die ab August 2002 alle Stammaktien von Otmar und Albert Wilhelm Hornbach eingebracht wurden. Heute vereint die Familientreuhand rund 60 Familienmitglieder aus drei Generationen und bündelt deren Aktienanteile.

Historischer Kontext und Verzögerungen

Die Idee, die Struktur zu vereinfachen und eine der beiden Börsennotierungen zu beenden, ist nicht neu. Sie reifte bereits vor der Zeit von CFO Karin Dohm. Schon im Jahr 2015, als die Hornbach-Holding in eine KGaA umgewandelt wurde und der Familie Hornbach als Komplementären das alleinige Sagen in der Obergesellschaft zugeschrieben wurde, war der Gedanke eines Rückzugs der zweiten Aktie präsent.

Warum der Schritt erst jetzt erfolgt, ist nicht abschließend geklärt. Sicher ist jedoch, dass die Corona-Pandemie die Pläne zunächst auf Eis legte. Obwohl Baumärkte letztlich zu den Profiteuren der Krise zählten, gab es zeitweise Schließungen und allgemeine Sorgen in der Handelsbranche. In diesem Umfeld schien es nicht ratsam, große Umstrukturierungen anzugehen, Mitarbeiter zu verunsichern und Finanzierungsgespräche zu führen.

Aus Käufersicht wäre das Börsenumfeld während der Pandemie sogar deutlich günstiger gewesen. Die Hornbach-Baumarkt-Aktie, für die die Holding nun 47,50 Euro zahlt, war im Frühjahr 2020 kurzzeitig für lediglich knapp 14 Euro zu haben.

Vergleich: Das Angebot im Kontext

Um die Attraktivität des Angebots besser zu verstehen, betrachten wir einige Zeitpunkte und Kurse:

ZeitpunktEreignis/KursAnmerkung
Frühjahr 2020Kurs kurzzeitig ca. 14 EuroTiefpunkt während der frühen Pandemiephase
Mitte Dezember (vor Angebot)Durchschnittskurs (6 Monate)Basis für die Prämie des Angebots
Öffentliches Erwerbsangebot47,50 Euro pro AktiePreis der Holding für den Rückkauf
All-Time-High der AktieEtwas über 48 EuroDas Angebot liegt nahe am historischen Höchststand

Häufig gestellte Fragen zum Hornbach Delisting

Was bedeutet Delisting?

Delisting bezeichnet den Prozess, bei dem die Aktien eines Unternehmens von der Börse genommen werden. Nach dem Delisting können die Aktien nicht mehr öffentlich an einer Börse gehandelt werden.

Was passiert, wenn ich meine Hornbach Baumarkt Aktien nicht verkaufe?

Wenn Sie Ihre Aktien nicht zum Angebotspreis an die Holding verkaufen, bleiben Sie Miteigentümer der Hornbach Baumarkt AG. Ihre Aktien können jedoch nach dem Delisting nicht mehr öffentlich an der Börse gehandelt werden. Sie bleiben im Besitz der Anteile, aber die Handelbarkeit ist stark eingeschränkt.

Wann schloss Max Bahr?
Max Bahr war ein Baumarkt in Cuxhaven. Der Baumarkt an der Grodener Chaussee wurde am 21. März 2007 eröffnet. Nach Insolvenz der Baumarktkette schloss die Cuxhavener Filiale im Februar 2014.

Wer ist der Besitzer von Hornbach?

Die Mehrheit der Anteile an der Hornbach Baumarkt AG sowie die Obergesellschaft, die Hornbach Holding AG & Co. KGaA, werden von der Familie Hornbach kontrolliert. Die Holding ist der wesentliche Besitzer.

Welcher Hornbach ist der größte in Deutschland?

Laut vorliegenden Informationen wird der Hornbach-Baumarkt auf der Alten Messe in Leipzig als ein sehr großer Standort beschrieben, der als Publikumsmagnet gilt und aus drei Teilen besteht.

Ist Hornbach holländisch?

Nein, Hornbach ist ein deutsches Unternehmen mit Hauptsitz in Bornheim in der Pfalz. Es ist in mehreren europäischen Ländern tätig, aber der Ursprung liegt in Deutschland.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Delisting der Hornbach Baumarkt AG ein strategischer Schritt zur Vereinfachung der Konzernstruktur und zur Konzentration der Kapitalmarktaktivitäten auf die Holding ist. Das Angebot bietet den freien Aktionären eine attraktive Ausstiegsmöglichkeit nahe des historischen Höchstkurses, während das Unternehmen seine Finanzierung neu ordnet und die Weichen für die Zukunft stellt.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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