Wie formuliere ich meine Motivation in einem Motivationsschreiben?

Die perfekte Initiativbewerbung schreiben

Rating: 4.37 (1189 votes)

Eine Initiativbewerbung ist eine fantastische Möglichkeit, Eigeninitiative zu zeigen und sich bei einem Unternehmen zu bewerben, auch wenn gerade keine passende Stelle ausgeschrieben ist. Im Gegensatz zur klassischen Bewerbung, die eine Reaktion auf eine konkrete Stellenausschreibung ist, gehen Sie hier proaktiv vor und zeigen, dass Sie wirklich an diesem Unternehmen und einer bestimmten Position interessiert sind. Doch wie formuliert man eine solche Bewerbung richtig, damit sie nicht im Stapel der ungelesenen Schreiben landet, sondern Neugier weckt und Türen öffnet?

Was genau ist eine Initiativbewerbung?

Die Initiativbewerbung, oft auch Blindbewerbung oder Spontanbewerbung genannt, unterscheidet sich grundlegend von der Standardbewerbung. Während Sie bei einer ausgeschriebenen Stelle auf konkrete Anforderungen reagieren und Ihre Eignung Punkt für Punkt belegen, bewerben Sie sich initiativ, ohne dass das Unternehmen öffentlich nach Personal sucht. Sie vermuten oder wissen, dass in diesem Unternehmen Potenzial für Ihre Fähigkeiten und Ihre Wunschposition besteht, und machen aktiv auf sich aufmerksam. Das Ziel ist es, auf eine möglicherweise unbesetzte oder sogar erst noch zu schaffende Stelle aufmerksam zu machen oder zumindest im Gedächtnis zu bleiben und in einen Talent-Pool aufgenommen zu werden.

Wie gibt man einen Fotografen in einen Lebenslauf ein?
Heben Sie in Ihrem Lebenslauf Ihre Erfahrung mit verschiedenen Fotografiestilen, Ihre Kenntnisse im Umgang mit Bearbeitungssoftware und alle relevanten Zertifizierungen hervor . Erwähnen Sie außerdem Fähigkeiten wie Detailgenauigkeit, Kreativität und technisches Know-how im Umgang mit Kameraausrüstung.

Unterschied zur Standardbewerbung

Der Hauptunterschied liegt im Zeitpunkt und der Grundlage der Bewerbung. Eine Standardbewerbung ist die Antwort auf eine veröffentlichte Stellenanzeige mit klarem Anforderungsprofil und oft auch einem festen Bewerbungsschluss. Die Initiativbewerbung hingegen geht von Ihnen aus, zu einem Zeitpunkt Ihrer Wahl und ohne ein öffentliches Stellenangebot. Das bedeutet, dass Sie das Anforderungsprofil der gewünschten Position selbst definieren müssen, basierend auf Ihrer Recherche und Ihren Vorstellungen.

MerkmalInitiativbewerbungStandardbewerbung
AusgangspunktEigene Initiative, keine ausgeschriebene StelleReaktion auf eine konkrete Stellenanzeige
AnforderungsprofilSelbst definiert, basiert auf Recherche und eigenen FähigkeitenKlar in der Stellenanzeige vorgegeben
WettbewerbOft geringer oder nicht existent zum Zeitpunkt der BewerbungDirekte Konkurrenz mit anderen Bewerbern
Anschreiben FokusProaktiv, zeigt Interesse, definiert Mehrwert für das UnternehmenReaktiv, belegt Eignung anhand vorgegebener Kriterien
ErfolgsaussichtenNicht garantiert, aber Möglichkeit auf „versteckte“ StellenDirekter Bezug zur Vakanz, klare Auswahlkriterien

Bestandteile einer überzeugenden Initiativbewerbung

Auch wenn es keine feste Stellenausschreibung gibt, folgt die Initiativbewerbung den gängigen Standards einer professionellen Bewerbung. Sie besteht typischerweise aus mehreren Dokumenten:

  • Anschreiben (das Herzstück der Initiativbewerbung)
  • Lebenslauf
  • Qualifikationsnachweise (Zeugnisse, Zertifikate)
  • Ggf. Arbeitsproben

Das Anschreiben ist bei der Initiativbewerbung besonders wichtig, da es den ersten und oft entscheidenden Eindruck vermittelt und Ihre Motivation sowie Ihr Potenzial hervorheben muss, ohne sich auf konkrete Anforderungen beziehen zu können. Es sollte prägnant und überzeugend formuliert sein und die Neugier des Lesers wecken.

Das Anschreiben – Schritt für Schritt zum Erfolg

Das Anschreiben einer Initiativbewerbung erfordert besondere Sorgfalt. Es muss sofort das Interesse des Personalverantwortlichen wecken. Hier ist eine detaillierte Struktur und Tipps für jeden Abschnitt:

Briefkopf und Kontaktdaten

Beginnen Sie mit Ihren vollständigen Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse) und der vollständigen Firmenanschrift. Dazu gehören der Name des Unternehmens und idealerweise auch der Name des zuständigen Personalverantwortlichen. Eine persönliche Adressierung ist bei Initiativbewerbungen entscheidend.

Ort und Datum

Platzieren Sie Ort und aktuelles Datum korrekt.

Betreffzeile – Klar und präzise

Die Betreffzeile muss sofort erkennen lassen, worum es geht. Verwenden Sie die Schlüsselwörter „Initiativbewerbung“ oder „Bewerbung“ und nennen Sie möglichst die angestrebte Position. Wenn Sie sich auf eine bestimmte Abteilung oder einen Standort beziehen, kann dies ebenfalls hilfreich sein. Beispiele:

  • Initiativbewerbung für die Position als Softwareentwickler
  • Initiativbewerbung als Mitarbeiter/in im IT-Support
  • Bewerbung als IT-Projektleiter

Hatten Sie bereits telefonischen Kontakt, erwähnen Sie dies im Betreff oder zu Beginn des Schreibens, z.B. „Initiativbewerbung als [Position], bezüglich unseres Telefonats vom [Datum]“.

Wie schreibe ich ein gutes Motivationsschreiben?
MOTIVATIONSSCHREIBEN1Nehmen Sie sich zum Verfassen des Motivationsschreibens Zeit.2Schicken Sie keine standardisierten Motivationsschreiben. ...3Verwenden Sie präzise und klar verständliche Formulierungen.4Vermeiden Sie nichtssagende Floskeln.5Verwenden Sie aktive und positive Formulierungen.6Keine Rechtschreibefehler!

Persönliche Anrede – Der erste Pluspunkt

Vermeiden Sie allgemeine Floskeln wie „Sehr geehrte Damen und Herren“. Recherchieren Sie den Namen des zuständigen Ansprechpartners. Oft finden Sie diesen auf der Unternehmenswebseite (Karriereseite, Impressum, Abteilungsseiten) oder durch einen Anruf in der Personalabteilung. Eine persönliche Anrede wie „Sehr geehrte/r Frau/Herr [Nachname des Ansprechpartners],“ zeigt, dass Sie sich Mühe gegeben und das Unternehmen ernsthaft recherchiert haben. Dies ist ein wichtiger Schritt, um nicht austauschbar zu wirken.

Einleitung – Der Haken, der fesselt

Die Einleitung ist oft der wichtigste Teil. Sie muss sofort das Interesse wecken und den Leser neugierig machen. Vermeiden Sie Standardformulierungen wie „Hiermit bewerbe ich mich initiativ...“. Seien Sie kreativ! Nennen Sie zu Beginn die wichtigsten Fakten: Ihre aktuelle Position oder Qualifikation und den Grund für Ihre Bewerbung bei *diesem* Unternehmen. Stellen Sie einen direkten Bezug zum Unternehmen her. Was begeistert Sie an dessen Produkten, Werten oder Kultur? Warum genau dieses Unternehmen und nicht ein beliebiges anderes? Heben Sie Ihre zentralen Stärken hervor, die für die von Ihnen angestrebte Position relevant sind. Zeigen Sie, dass Sie sich intensiv mit dem Unternehmen beschäftigt haben.

Hauptteil – Ihr Mehrwert für das Unternehmen

Im Hauptteil geht es darum, sich selbst zu „verkaufen“. Hier verknüpfen Sie Ihre Qualifikationen, Berufserfahrung und Fähigkeiten mit den potenziellen Anforderungen der von Ihnen angestrebten Position. Statt den Lebenslauf nachzuerzählen, wählen Sie gezielt Aspekte aus Ihrem Werdegang aus, die Sie besonders für diese Rolle qualifizieren. Beantworten Sie die Fragen:

  • Was unterscheidet mich von anderen potenziellen Kandidaten?
  • Welchen konkreten Mehrwert kann ich dem Unternehmen bieten?
  • Warum sollte das Unternehmen genau *mich* zu einem Gespräch einladen?

Seien Sie spezifisch. Nennen Sie Beispiele für Erfolge oder Projekte, die Ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Auch wenn Sie Berufseinsteiger sind, können Sie relevante Erfahrungen aus Praktika, Nebenjobs, Studienprojekten oder ehrenamtlicher Tätigkeit hervorheben.

Neben den fachlichen Qualifikationen (Hard Skills) sollten Sie im Hauptteil auch auf relevante Soft Skills eingehen, wie z.B. Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke oder Problemlösungskompetenz. Untermauern Sie diese mit kurzen Beispielen aus Ihrem beruflichen oder akademischen Alltag, um glaubwürdig zu sein. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten ein bis drei Soft Skills, die für die angestrebte Rolle relevant erscheinen.

Achten Sie auf eine aktive Sprache und vermeiden Sie zu viel Eigenlob, das schnell arrogant wirken kann. Gleichzeitig sollten Sie nicht zu zurückhaltend sein, um nicht unsicher zu wirken. Finden Sie ein gesundes Mittelmaß, das Authentizität und Selbstbewusstsein ausstrahlt.

Schlussteil – Blick nach vorn

Der Schlussteil sollte prägnant und zukunftsorientiert sein. Wiederholen Sie nicht einfach nur Floskeln. Bekräftigen Sie Ihr Interesse und äußern Sie Ihre Vorfreude auf ein persönliches Gespräch. Nennen Sie Ihren frühestmöglichen Eintrittstermin. Vermeiden Sie den Konjunktiv („Ich würde mich freuen...“). Formulieren Sie selbstbewusst und aktiv, z.B. „Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Eignung.“ oder „Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Unternehmen näher kennenzulernen.“

Die Gehaltsvorstellung wird in der Initiativbewerbung in der Regel nicht genannt, da es keine konkrete Vakanz mit festem Budget gibt. Dies wird meist erst im weiteren Prozess geklärt.

Was ist ein Beispiel für ein Anschreiben für einen freiberuflichen Fotografen?
Beispiel für ein Anschreiben als freiberuflicher Fotograf Als leidenschaftlicher und erfahrener Fotograf freue ich mich über die Möglichkeit, meine Fähigkeiten und meine Kreativität in Ihr Team einzubringen. Mit meiner langjährigen Erfahrung im Einfangen faszinierender Momente und meinem ausgeprägten Auge für Details bin ich für diese Rolle bestens geeignet.

Grußformel und Unterschrift

Beenden Sie das Schreiben mit einer professionellen Grußformel wie „Mit freundlichen Grüßen“ und Ihrer handschriftlichen Unterschrift (bei postalischen Bewerbungen) oder Ihrem Namen (bei Online-Bewerbungen).

Anlagen

Listen Sie die beigefügten Dokumente auf (Lebenslauf, Zeugnisse etc.).

Wo schickt man eine Initiativbewerbung hin?

Das Versenden einer Initiativbewerbung erfordert im Vorfeld Recherche. Ideal ist es, die Bewerbung direkt an den zuständigen Personalverantwortlichen oder den Leiter der Fachabteilung zu senden, in der Sie arbeiten möchten. Unternehmenswebseiten, Business-Netzwerke wie LinkedIn oder Xing, aber auch ein gezielter Anruf in der Personalabteilung helfen dabei, den richtigen Ansprechpartner zu finden.

Es ist ratsam, vorab telefonisch Kontakt aufzunehmen. So können Sie nicht nur den Namen des Ansprechpartners erfragen, sondern auch kurz klären, ob das Unternehmen überhaupt offen für Initiativbewerbungen ist und an wen diese gerichtet werden sollen. Ein positives kurzes Telefonat kann bereits einen guten ersten Eindruck hinterlassen und Ihrer Bewerbung einen kleinen Vorsprung verschaffen.

Wann ist eine Initiativbewerbung sinnvoll?

Eine Initiativbewerbung ist dann besonders sinnvoll, wenn Sie ein klares Wunschunternehmen haben, bei dem Sie unbedingt arbeiten möchten, aber keine passende Stelle ausgeschrieben ist. Sie eignet sich auch, wenn Sie wissen oder vermuten, dass das Unternehmen Stellen oft intern besetzt oder nicht öffentlich ausschreibt. In solchen Fällen können Sie über eine Initiativbewerbung Zugang zu diesen „versteckten“ Stellen erhalten.

Was gehört in eine Portfolio-Bewerbung?
In ein Portfolio für eine Bewerbung gehören ein professioneller Lebenslauf, relevante Zeugnisse und Zertifikate, ein Anschreiben, Arbeitsproben oder Projekte (wenn zutreffend), sowie manchmal auch persönliche Empfehlungsschreiben.

Sie können sich initiativ für Praktika, Ausbildungen oder reguläre Anstellungen in nahezu allen Branchen und für alle Joblevel bewerben. Es gibt keine Branche, in der Initiativbewerbungen grundsätzlich ausgeschlossen sind, auch wenn die Erfolgsaussichten je nach Unternehmensgröße und -struktur variieren können.

Wann sollte man besser keine Initiativbewerbung schreiben?

Es gibt Situationen, in denen eine Initiativbewerbung weniger ratsam ist:

  • Wenn Sie keine klare Vorstellung davon haben, welche Position Sie in einem Unternehmen anstreben und welchen Mehrwert Sie bieten können. Eine Initiativbewerbung erfordert ein klares Profil.
  • Wenn das Unternehmen auf seiner Karriereseite ausdrücklich darauf hinweist, dass es keine Initiativbewerbungen akzeptiert und nur Bewerbungen auf konkrete Ausschreibungen bearbeitet. Respektieren Sie diese Vorgabe.

Häufig gestellte Fragen zur Initiativbewerbung

Bringt eine Initiativbewerbung wirklich etwas?

Ja, absolut! Auch wenn es keine Erfolgsgarantie gibt, zeigen Sie damit hohe Motivation und Eigeninitiative. Sie können auf diesem Weg Stellen besetzen, die nie öffentlich ausgeschrieben wurden. Selbst wenn es aktuell nicht passt, bleiben Sie im Gedächtnis oder werden in den Talent-Pool aufgenommen.

Welche Vorteile hat eine Initiativbewerbung?

Der größte Vorteil ist die oft geringere Konkurrenz. Sie bewerben sich nicht gegen eine Masse anderer Kandidaten, die auf die gleiche Ausschreibung reagieren. Zudem signalisieren Sie dem Unternehmen starkes Interesse und Engagement, was sehr positiv wahrgenommen wird.

Muss ich vor der Initiativbewerbung anrufen?

Es ist nicht zwingend notwendig, aber oft sehr hilfreich. Ein Anruf kann klären, ob Initiativbewerbungen willkommen sind, wer der richtige Ansprechpartner ist und kann einen ersten persönlichen Kontakt herstellen.

Was gehört alles in die Anlagen einer Initiativbewerbung?

Typischerweise gehören dazu Ihr aktueller Lebenslauf, relevante Arbeits- und Ausbildungszeugnisse sowie Zertifikate über Fortbildungen. Falls relevant, können auch Arbeitsproben beigefügt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine gut durchdachte und persönliche Initiativbewerbung ist ein mächtiges Werkzeug in Ihrer Jobsuche. Sie erfordert zwar mehr Recherche und Vorarbeit als eine Standardbewerbung, bietet aber die Chance, sich abseits ausgetretener Pfade zu präsentieren und Türen zu öffnen, die sonst verschlossen blieben. Investieren Sie Zeit in die Recherche über Ihr Wunschunternehmen und formulieren Sie Ihr Anschreiben sorgfältig. Heben Sie Ihren einzigartigen Mehrwert hervor. Viel Erfolg!

Hat dich der Artikel Die perfekte Initiativbewerbung schreiben interessiert? Schau auch in die Kategorie Ogólny rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!

Avatar photo

Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

Go up