Die DJI Phantom 3 Serie markierte im April 2015 einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung von Consumer-Drohnen. Als Nachfolger der beliebten Phantom 2 Modelle brachte sie zahlreiche Neuerungen mit sich, die das Fliegen und Filmen aus der Luft für Hobbyisten und ambitionierte Piloten revolutionierten. Eines der zentralen Merkmale, das die Phantom 3 von ihren Vorgängern abhob, war die Integration einer fest verbauten Kamera und eines hochentwickelten Stabilisierungssystems. In diesem Artikel beleuchten wir die Kameras der verschiedenen Phantom 3 Modelle, ihre technischen Fähigkeiten, weitere wichtige Features und den aktuellen Status bezüglich Support und Wartung.

Welche Kamera hat der DJI Phantom 3? Modellunterschiede im Detail
Die DJI Phantom 3 Serie wurde in mehreren Varianten angeboten, die sich primär durch ihre Kamera und einige technologische Merkmale unterschieden. Die Kameras waren im Gegensatz zu früheren Modellen oder der Möglichkeit, eine GoPro anzubringen, fest integriert.
DJI Phantom 3 Standard
Das Einstiegsmodell, der Phantom 3 Standard, war mit einer Kamera ausgestattet, die Videos in 2,7K-Auflösung (2704x1520 Pixel) mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen konnte. Full HD (1080p) war mit 30 fps möglich, und 720p sogar mit 60 fps. Die Kamera verfügte über einen 1/2,3 Zoll Sensor und lieferte eine gute Bildqualität für den Freizeitgebrauch. Fotos konnten mit 12 Megapixeln aufgenommen werden.
DJI Phantom 3 Advanced
Der Phantom 3 Advanced bot eine verbesserte Kamera im Vergleich zum Standardmodell. Sie konnte Videos in Full HD (1920 x 1080 Pixel) mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen, was flüssigere Aufnahmen von sich schnell bewegenden Objekten ermöglichte. Die Videoauflösung von 2,7K war ebenfalls mit bis zu 30 fps verfügbar, ebenso 720p mit 60 fps. Wie die Professional-Variante nutzte die Advanced einen 1/2,3 Zoll EXMOR-Sensor von Sony und bot einen Bildwinkel von 94 Grad. Die Fotoauflösung betrug ebenfalls 12 Megapixel.
DJI Phantom 3 Professional
Das Topmodell der Serie, der Phantom 3 Professional, richtete sich an anspruchsvollere Nutzer und Profis. Seine Kamera war das Highlight, da sie Videoaufnahmen in 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde ermöglichte. Auch hier kam der hochwertige 1/2,3 Zoll EXMOR-Sensor von Sony zum Einsatz, der für seine Lichtempfindlichkeit bekannt ist. Full HD (1080p) konnte mit bis zu 60 fps aufgenommen werden. Die Fotoauflösung betrug ebenfalls 12 Megapixel mit einem 94-Grad-Sichtfeld und einer verzerrungsfreien Linse. Die Kameraqualität des Professional-Modells war vergleichbar mit der der damaligen Highend-Drohne DJI Inspire 1.
Spätere Modelle: Phantom 3 4K und Phantom 3 SE
Später kamen noch der Phantom 3 4K und der Phantom 3 SE hinzu. Der Phantom 3 4K kombinierte die 4K-Kamera des Professional mit dem WLAN-Übertragungssystem des Standard, fügte aber das Vision Positioning System hinzu. Der Phantom 3 SE verbesserte das WLAN-System und die Reichweite, behielt aber ebenfalls die 4K-Kamera bei.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kamera je nach Modell variierte, wobei die Professional-Version die höchste Videoauflösung bot. Alle Kameras waren jedoch an einem fortschrittlichen Gimbal montiert.
Der 3-Achsen-Gimbal: Für butterweiche Aufnahmen
Ein entscheidendes Merkmal aller DJI Phantom 3 Modelle ist der integrierte 3-Achsen-Gimbal. Dieses Stabilisierungssystem, das von DJI selbst entwickelt wurde und vergleichbar mit den Zenmuse Gimbals H3-3D oder H4-3D war, sorgte dafür, dass die Kamera auch bei turbulenten Flugmanövern ruhig und stabil ausgerichtet blieb. Der Gimbal gleicht Bewegungen auf drei Achsen (Nicken, Rollen, Gieren) aus und ermöglichte so beeindruckend verwacklungsfreie Videoaufnahmen und gestochen scharfe Fotos aus der Luft. Während die Stabilisierung hervorragend funktionierte, erlaubte der Gimbal aufgrund des festen Landegestells keine vollständigen 360-Grad-Schwenks ohne das Gestell im Bild zu haben.
Technologische Highlights der Phantom 3 Serie
Neben den Kameras und dem Gimbal brachten die Phantom 3 Modelle weitere wichtige technologische Neuerungen mit:
DJI GO App
Die Einführung der DJI GO App war ein großer Fortschritt. Sie ermöglichte die Steuerung der Drohne und der Kamera über ein Smartphone oder Tablet. Sämtliche Einstellungen wie Verschlusszeit, ISO-Wert, Helligkeit und Weißabgleich konnten direkt während des Fluges angepasst werden. Die App lieferte zudem ein Live-Bild der Kamera (FPV - First Person View) auf das mobile Gerät, verwandelte es in einen Flugmonitor und zeigte wichtige Flugdaten wie Geschwindigkeit, Höhe, Entfernung und Akkustand per OSD (On Screen Display) an. Auch die Flugroute wurde dokumentiert. Die App ermöglichte sogar das Livestreaming der Luftaufnahmen auf Plattformen wie YouTube.
DJI Lightbridge System
Die Modelle Phantom 3 Advanced und Professional verfügten über das fortschrittliche DJI Lightbridge System. Dieses System ermöglichte eine hochqualitative Live-Videoübertragung in 720p mit geringer Verzögerung über eine größere Distanz (bis zu 1,6 km laut Herstellerangaben, Reichweite in Deutschland gesetzlich begrenzt durch Sichtflugregeln) als herkömmliches WLAN. Der Phantom 3 Standard nutzte für die Live-Übertragung ein verbessertes WLAN-System mit Range Extender, das eine Reichweite von 500-1000 Metern bot, aber nicht die gleiche Stabilität und Qualität wie Lightbridge erreichte.
Vision Positioning System (VPS)
Das Vision Positioning System, ebenfalls aus der DJI Inspire 1 übernommen und in den Advanced, Professional und 4K Modellen verbaut (nicht im Standard), nutzte Ultraschallsensoren und eine Kamera an der Unterseite der Drohne. Dieses System half der Drohne, ihre Position präzise zu halten, insbesondere bei schlechtem GPS-Signal oder in Innenräumen. Es erhöhte die Flugstabilität und die Benutzerfreundlichkeit erheblich.
Vergleich der Phantom 3 Modellvarianten
Um die Unterschiede der Hauptmodelle (Standard, Advanced, Professional) bezüglich Kamera und wichtiger Features zu verdeutlichen, hier eine vergleichende Tabelle:
| Merkmal | DJI Phantom 3 Standard | DJI Phantom 3 Advanced | DJI Phantom 3 Professional |
|---|---|---|---|
| Maximale Videoauflösung | 2.7K (2704x1520) @ 30fps | 2.7K (2704x1520) @ 30fps 1080p @ 60fps | 4K (3840x2160) @ 30fps 1080p @ 60fps |
| Fotoauflösung | 12 MP | 12 MP | 12 MP |
| Kamera Sensor | 1/2.3" | 1/2.3" Sony EXMOR | 1/2.3" Sony EXMOR |
| Gimbal | 3-Achsen | 3-Achsen | 3-Achsen |
| Videoübertragung | WLAN (bis zu 1km) | Lightbridge (bis zu 1.6km) | Lightbridge (bis zu 1.6km) |
| Vision Positioning System (VPS) | Nein | Ja | Ja |
| GPS & GLONASS | GPS | GPS & GLONASS | GPS & GLONASS |
| Akku | LiPo 4S 4480mAh | LiPo 4S 4480mAh | LiPo 4S 4480mAh |
| Ladegerät | 57W | 57W | 100W (schnelleres Laden) |
Wird der DJI Phantom 3 Standard noch unterstützt?
Leider nein. DJI hat im Jahr 2022 bekannt gegeben, dass für die Drohnen der Phantom 3 Serie und das dazugehörige Zubehör keine Wartung und kein technischer Support mehr angeboten werden. Dies ist üblich für Elektronikprodukte nach einer gewissen Zeit auf dem Markt, insbesondere angesichts der rasanten Entwicklung in der Drohnentechnologie. Die Phantom 3 wurde erstmals im April 2015 vorgestellt, was bedeutet, dass sie zum Zeitpunkt der Ankündigung des Endes des Supports bereits sieben Jahre alt war. Dies betrifft alle Varianten der Phantom 3 Serie. Software-Updates, Reparaturen durch den Hersteller oder offizieller technischer Kundendienst sind somit nicht mehr verfügbar. Nutzer, die heute noch eine Phantom 3 betreiben, müssen sich bewusst sein, dass sie im Falle eines Defekts oder bei Softwareproblemen auf inoffizielle Kanäle oder eigene Reparaturversuche angewiesen sind.

Wie hoch kann die DJI Phantom 3 fliegen?
Technisch gesehen war die maximale Flughöhe des DJI Phantom 3, wie in den Spezifikationen oft angegeben, sehr hoch, teilweise bis zu 6000 Meter über dem Meeresspiegel. Allerdings gibt es hier wichtige Einschränkungen zu beachten. Erstens ist die tatsächliche Flughöhe, die eine Drohne erreichen kann, von Umweltfaktoren wie Wind, Temperatur und Luftdruck abhängig. Zweitens und weitaus wichtiger sind die gesetzlichen Bestimmungen zur Flughöhe für Drohnen. In Deutschland und vielen anderen Ländern ist die maximale Flughöhe für Drohnen, auch für Hobby-Drohnen wie die Phantom 3, auf 100 Meter über Grund begrenzt, oft sogar weniger in der Nähe von Flughäfen oder anderen sensiblen Bereichen. Einige Quellen erwähnen auch eine softwareseitige Begrenzung der maximalen Flughöhe auf 500 Meter in neueren Firmware-Versionen, unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben. Daher ist die theoretische maximale Flughöhe von 6000 Metern in der Praxis irrelevant. Die entscheidende Begrenzung ist die gesetzlich zulässige Flughöhe von in der Regel 100 Metern über Grund.
Zubehör und Ausstattung
Die Phantom 3 Modelle wurden standardmäßig mit allem Notwendigen geliefert: Drohne, Fernsteuerung, Akku, Ladegerät, Propeller (inkl. Ersatz), Gimbal und Kamera. DJI bot aber auch sinnvolles Zubehör an, wie zusätzliche Akkus für längere Flugzeiten, Transportrucksäcke oder -koffer und optimierte Halterungen für Tablets (z.B. iPad mini) zur Nutzung der DJI GO App.
Technische Daten (DJI Phantom 3 Professional als Beispiel)
Die technischen Daten variieren leicht zwischen den Modellen, aber hier sind die Kerndaten des Phantom 3 Professional als Beispiel, die die Leistungsfähigkeit der Serie illustrieren:
- Maße (ohne Propeller): ca. 29 x 29 x 18 cm
- Gewicht: ca. 1280 g (inkl. Akku und Propeller)
- Maximale horizontale Geschwindigkeit: ca. 16 m/s (58 km/h)
- Maximale Steiggeschwindigkeit: ca. 5 m/s (18 km/h)
- Maximale Sinkgeschwindigkeit: ca. 3 m/s (10,8 km/h)
- Maximale Flughöhe über NN: 6000 Meter (theoretisch, gesetzliche Grenzen beachten!)
- Akku-Typ: LiPo 4S
- Akku-Kapazität: 4480 mAh
- Maximale Flugzeit: ca. 23 Minuten
- Ladezeit (Professional): ca. 56 Minuten
- GPS: GPS und GLONASS Unterstützung (außer Standard: nur GPS)
Fazit
Die DJI Phantom 3 Serie war zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung eine absolute Spitzenklasse im Hobby-Drohnenbereich und bot Technologien, die zuvor nur in deutlich teureren professionellen Systemen zu finden waren. Insbesondere die Integration einer hochwertigen Kamera (bis zu 4K beim Professional), der stabilisierende 3-Achsen-Gimbal, das Lightbridge-System und die intuitiven Funktionen der DJI GO App machten sie zu einer beliebten Wahl für Luftbildfotografen und -filmer. Auch wenn die Drohne heute nicht mehr vom Hersteller unterstützt wird und neuere Modelle wie die Mavic-Serie in vielen Punkten überlegen sind (z.B. Portabilität, Hinderniserkennung, längere Flugzeiten), bleibt die Phantom 3 ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Drohnenfotografie. Für Einsteiger war sie dank der Flugassistenzsysteme relativ einfach zu fliegen. Die Kameraqualität war für die damalige Zeit herausragend, besonders die 4K-Fähigkeit des Professional-Modells. Wer heute eine Phantom 3 in gutem Zustand besitzt, hat immer noch eine fähige Plattform für Luftaufnahmen, muss sich aber des fehlenden Supports bewusst sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Kameraauflösung hat der DJI Phantom 3?
Die Auflösung variiert je nach Modell: Der Phantom 3 Standard nimmt Videos in 2,7K auf, der Phantom 3 Advanced in 2,7K und Full HD (1080p mit 60fps), und der Phantom 3 Professional sowie der Phantom 3 4K nehmen Videos in 4K auf. Fotos haben bei allen Modellen 12 Megapixel.
Hat der DJI Phantom 3 einen Gimbal?
Ja, alle Modelle der DJI Phantom 3 Serie verfügen über einen integrierten 3-Achsen-Gimbal, der für eine sehr effektive Bildstabilisierung sorgt.
Wie stabilisiert der DJI Phantom 3 die Kamera?
Die Kamera wird durch einen 3-Achsen-Gimbal stabilisiert. Dieser mechanische Aufhänger nutzt Motoren, um die Kamera unabhängig von den Bewegungen der Drohne ruhig zu halten.

Wird die DJI Phantom 3 Serie noch von DJI unterstützt?
Nein, DJI hat im Jahr 2022 das Ende des Supports (EoS) für die Phantom 3 Drohnen angekündigt. Es gibt keine offizielle Wartung, Reparaturen oder technischen Support mehr.
Wie hoch darf ich mit einer DJI Phantom 3 fliegen?
Die theoretische maximale Flughöhe ist sehr hoch (bis zu 6000m), aber die gesetzliche maximale Flughöhe in Deutschland und vielen anderen Ländern ist in der Regel auf 100 Meter über Grund begrenzt. Diese gesetzliche Grenze ist maßgeblich.
Was ist der Unterschied zwischen DJI Phantom 3 Standard, Advanced und Professional?
Die Hauptunterschiede liegen in der maximalen Videoauflösung (Standard: 2.7K, Advanced: 2.7K/1080p60, Professional/4K: 4K), dem Videoübertragungssystem (Standard: WLAN, Advanced/Professional: Lightbridge), dem Vision Positioning System (nur Advanced/Professional/4K), der GPS/GLONASS-Unterstützung und dem mitgelieferten Ladegerät.
Kann ich eine GoPro an den DJI Phantom 3 anbringen?
Nein, die Phantom 3 Serie wurde ausschließlich mit fest integrierten Kameras produziert. Es ist nicht vorgesehen, eine GoPro oder andere Kameras anzubringen oder die integrierte Kamera zu ersetzen.
Wie lange kann ein DJI Phantom 3 fliegen?
Die maximale Flugzeit beträgt typischerweise etwa 23 Minuten pro Akkuladung, abhängig von Flugstil, Windbedingungen und Temperatur.
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