Wo beginnt das Höllloch?

Das Höllloch im Muotatal: Ein Höhlenabenteuer

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Eng vereint mit Märchen und Sagen sind fast immer die von der Natur geschaffenen, für fast alle Menschenkinder so unheimlichen Höhlen. Wohl nur wenige derselben sind nicht in Lokalsagen gekennzeichnet als ehemalige Aufenthaltsorte von grimmen Drachen oder von irgend einem Zwergenvolke. Letztere, fast immer gutmütigen Charakters, unterstützten die Menschen bei ihren Arbeiten, bis es einem neugierigen oder boshaften „Erdenwurm“ gelang, die kleinen, fleißigen Wesen zu vertreiben, zur Mühe und Qual der Umwohner, die von dem Momente an alle Arbeit selbst verrichten mussten. Von den Höhlenbewohnern dieser Art erzählt heute nur noch die Sage, nichts zeugt mehr von ihrem stillen Wirken und Schaffen, nichts ist übrig geblieben als die unheimlichen, gruseligen Eingänge zu ihren ehemaligen Wohnstätten, die auch von der heutigen Menschheit noch ängstlich gemieden werden.

Wo beginnt das Höllloch?
Die Höhle beginnt am obern Ende der Höllbachschlucht Das Höll-Loch im Muotatal.

Wohl die meisten der heute bekannten Höhlen sind vor Jahrtausenden bewohnt gewesen, viele davon sind wichtige Fundstätten geworden für den Forscher, der darin wie in einem Buche lesen kann über die Entwicklung des Menschengeschlechtes, über die Entstehung und Bildung der heutigen Erdoberfläche. Die Schweiz ist verhältnismäßig reich an kleineren und größeren Höhlen, speziell das durch den Zug Suworows geschichtlich bekannt gewordene Muotatal im Kanton Schwyz weist eine ganze Anzahl auf. Doch wohl die größte, die vor wenig Jahren fast unbekannte, schaurig schöne Höhle befindet sich beim Weiler Stalden, zwischen Starzlenbach und Pragelweg. Die «Hölle» ist eine so schöne, tief unter die karren-zerrissene Bödmerenalp reichende Höhle, dass es sich wohl verlohnt, ihren endlosen Gängen zu folgen und die Schritt für Schritt sich zeigende Riesenarbeit der Natur zu bewundern.

Die Geschichte der Erforschung

Die Geschichte der Erforschung des Höllloch reicht nicht weit zurück. Aus frühern Zeiten fehlen alle Nachrichten; aus naturwissenschaftlichem Interesse ging niemand hinein, noch viel weniger aus Freude an der auch bei künstlicher Beleuchtung so schönen Natur. Von Expeditionen zur Hebung allfällig vorhandener Schätze, wie sie vor Jahrhunderten im Geldloch im Ötscher offiziell angeordnet wurden, weiss im Muotatale auch niemand etwas. Die ersten Gefahren in der gewaltigen Höhle haben wohl Männer des Tales bestanden, doch ist über das Resultat einzelner Vorstösse wenig oder nichts bekannt geworden. Immerhin sind die Namen derjenigen bekannt, die Bahn gebrochen haben: Franz Betschard und Melchior Bürglei-, Melchior Sutter und Jos. Leonh. Betschard und dessen beide Söhne. Diese mutigen Männer sind wohl nach mehreren Versuchen bis über die «Böse Wand» hinaus vorgedrungen.

Da das Vordringen in der Höhle, wenn der Versuch zum erstenmal und ohne gut bekannten Führer gemacht wird, ein äußerst langsames ist, kamen die übertriebensten Anschauungen über die Ausdehnung der Gänge und Hallen zum Vorschein. So hat Herr Widmer-Osterwalder in Zürich, der sich jetzt der Höhle speziell angenommen hat, steif und fest behauptet, mindestens 20 km. weit vorgedrungen zu sein, auch hätte er solch riesige Hallen angetroffen, dass eine Rakete, ohne in ihrem Laufe die Decke zu berühren, wieder hinuntergefallen sei. In Wirklichkeit war Herr Widmer nicht einmal 1 km. weit gekommen, d.h. höchstens bis zur «Bösen Wand», und auf dieser ganzen Strecke gibt es keinen Hohlraum von auch nur 20 bis 30 Meter Höhe. Es geht daraus, wie aus spätem Höhlenberichten, deutlich hervor, welch gewaltigen Eindruck die Höhle auf die Phantasie der Besucher zu machen im Stände ist.

Genaueres über das Höll-Loch und dessen Ausdehnung ergaben erst die Forschungen, die in den Wintern 1898—1902 von Herrn Sekundarlehrer Paul Egli in Zürich (Uto), sowie einigen andern höhlenfreundlichen Zürchern vorgenommen wurden. Das Hauptverdienst der Erforschung gehört aber ganz unzweifelhaft dem Herrn Egli, er hat nebst ungefähr 50 Photographien auch einen genauen Plan der Höhle während seinen zahlreichen Expeditionen an Ort und Stelle aufgenommen und diese Arbeit nicht im «Theoriesaal» ausgeführt. Der Schreiber dies ist durch Herrn Widmer-Osterwalder in Zürich auf die Höhle aufmerksam gemacht worden, der sie im Sommer 1899 zum erstenmal besucht hatte. Die Beschreibungen des Herrn Widmer waren, wie oben angedeutet, so phantasievoll, dass ein paar Unternehmungslustige ein wahres Höhlenfieber bekamen und kaum den Winter abwarten konnten. Ich erinnere mich nun noch genau der sechs langen Gesichter, als wir 1901 im «Hirschen» in Muotatal die dort aufliegenden Photographien nebst einer Beschreibung der Höhle von P. Egli vorfanden und daraus ersehen mussten, wie verhältnismäßig gering noch die erreichten Distanzen im Höll-Loch waren: 1600 Meter waren als vorläufig erreichter Endpunkt angegeben! Etwas stark herabgestimmt in unsern Erwartungen krochen wir am 30. November 1901 hinein und — kamen in 24 Stunden auch nicht weiter als bis zur «Bösen Wand»!

Weitere Expeditionen fanden statt am 3. Januar 1902, wobei wegen Wasseransammlung bei der «Bösen Ecke» im Hauptgange nicht weiter als 130 Meter vorgedrungen werden konnte. Dafür wurde die tiefe Spalte südlich vom Kreuzweg (50 Meter) von Egli und Hartmann etwas untersucht. Am 15. Januar 1902 wurde in 27 Stunden von derselben Gesellschaft der «Riesensaal» erreicht, 2000 Meter vom Eingang. Am 15. Februar erreichten Egli, Otter und Lüssi (Zürich) mit dem Träger Gwerder in 30 Stunden in verschiedenen Gängen 2100, 2200, 2300 und 2560 Meter; total also 3160 Meter. Am 20. Februar 1902 sind Saxer, Widmer, Zimmermann und Wehrli (Zürich) ebenfalls weit in die Höhle eingedrungen, nach Angaben verschiedener Zeitungen 2500 bis 2750 Meter. Doch sind die Angaben über diese Höhlenfahrt so wenig klar, dass nicht bestimmt werden kann, wie weit und in welcher Richtung vom «Riesensaal» aus eigentlich vorgedrungen worden ist.

Die Reise in die Unterwelt

Der Weiler Stalden liegt 668 Meter über Meer, der Höhleneingang 740 Meter. Die Höhle beginnt am obern Ende der Höllbachschlucht und zieht sich zirka 1600 Meter weit in der Richtung Ostnordost; bei 1400 Meter biegt der Hauptgang direkt nach Süden um bis zum «Riesensaal» 2000 Meter, der ungefähr unter der mittelsten Weid liegt; vom «Riesensaal» aus verzweigt sich die Höhle in fünf Arme nach allen Richtungen. Bis jetzt sind nur die Enden zweier Arme bestimmt: 2300 und 2560 Meter. Über dem «Riesensaal» türmt sich der Berg noch etwa 400 Meter hoch auf.

Der Eingangsbereich

Der gewöhnliche Eingang des Höll-Loches liegt tief verborgen in einer Felsenschlucht. Wildromantisch ist dieser Eingang! Eine gewaltige Naturbrücke wölbt sich über die Schlucht, das meistens trockene Bett des Höllbaches tief unter sich lassend, dann geht's unter einer zweiten, kleineren Naturbrücke durch, und nun leuchtet dem Wanderer das am 1. Dezember 1901 ans Tor der Unterwelt gemalte Wort «Hölle» entgegen. Gewaltige Eiszapfen hängen vor dem Eingang, denselben beinahe verdeckend, das Tageslicht dringt schon nicht mehr so kräftig hinunter, etwas Düsteres birgt dieser verborgene Felsenwinkel.

Gerade vielversprechend ist die Einfahrt nicht, auf «allen vieren», oft mit dem Rucksack an der Felsendecke anstoßend, geht's vorwärts. Der Felsboden ist leicht gewellt. Hände, Ellenbogen und Knie fangen an zu schmerzen, und wer zum erstenmal in die Höhle eindringt, dem verleidet die Geschichte, bevor er 30 Meter zurückgelegt hat. Doch nur Geduld, es kommt bald besser. Nach einigen Minuten wird der «Kreuzweg» 50 Meter vom Eingang erreicht, und von dort an hört auch fast für die ganze Reise das «Marschieren auf vier Beinen» auf.

Es gibt noch einen zweiten Eingang, der etwa 10 Meter vom oben beschriebenen entfernt ist. Dieser Eingang ist nicht zu empfehlen, da er schwierig und ohne Seil zum Teil sogar gefährlich zu passieren ist; die beiden Eingänge stoßen etwa 30 Meter im Innern zusammen. Im gewöhnlichen Eingange trifft man schon nach etwa 15 Meter die erste der weiter hinten stellenweise so zahlreichen «Gletschermühlen», einen prächtigen Kessel von zirka 40 cm. Durchmesser bei etwa 1 Meter Tiefe. Kurz vor dem «Kreuzweg» finden sich auch kleine Ansätze zu Stalaktiten.

Vom Kreuzweg aus, in welchen man über einen etwa mannshohen Felsabsatz eintritt, führen zwei Gänge: der eine nach Süden, er verliert sich nach kurzer Zeit in die ungeheure Spalte («Teufelswand»), die in das zweite Stockwerk führt. Der Hauptgang geht in der Richtung Nordost scharf in die Tiefe; gleich beginnt die erste, prächtige Kletterei hinunter in die «Dolomitenhalle». Ein steiler Felsabsturz, der aber die vorzüglichsten Griffe aufweist, bringt uns auf eine angenehme Kieshalde.

Die Böse Ecke und der Rittersaal

Nach 130 Meter vom Eingang passieren wir die «Böse Ecke» oder den «Siphon». Hier wendet sich der Gang stark ansteigend rechtwinklig nach Südost; diese Ecke wird bei starkem Regenwetter oder Schneeschmelze zuerst vom Wasser angefüllt, so dass der Rückweg hier unter Umständen verlegt wird. Das meiste Wasser, das sich hier sammelt, kommt wohl von einem nur bei Regenwetter fließenden Bächlein her, das im Innern der Höhle in der Nähe des oberen Einganges über eine steile Wand hinunterstürzt. Läuft nun dieses Bächlein nicht, und trifft man an der «Bösen Ecke» kein Wasser, so darf die Exkursion im Winter ruhig auf 20 bis 30 Stunden und mehr ausgedehnt werden.

Von 130 bis 150 Meter hat der Gang eine Steigung von zirka 36°, dann geht's leicht abwärts und wieder aufwärts, zuletzt steil über eine kurze glatte Wand in die erste grosse Halle, den «Rittersaal». Auch hier hat der führerlose Wanderer genau auf die Wegmarken zu achten, sonst gerät er in eine unangenehme Situation, wo der Gang eng und niedrig wird. Der «Rittersaal» ist 280 Meter vom Eingange entfernt und mag einen Durchmesser von zirka 15 und eine Höhe von zirka 10 Meter haben. Einen herrlichen Anblick bieten der «Rittersaal» und der abwärtsführende Gang bei bengalischer Beleuchtung.

Kamin, Kapelle und Doppelgang

Vom «Rittersaal» aus, um gewaltige Felsblöcke herum und über solche hinweg zuerst ein kurzes Stück ungefähr horizontal fort, dann steil abwärts und wir stehen, bei 350 Meter, vor einer hohen, 70 bis 80° geneigten Wand, die jedes Weiterdringen zu verhindern scheint. Hier hat es schwere Mühe gekostet, zum erstenmal durchzukommen! Doch der Durchgang ist schliesslich nicht allzu schwierig: Einige vorzügliche Griffe bringen uns ein paar Meter in die Höhe und in einen Kamin hinein, der uns mit Umgehung der Wand auf die Höhe führt. Stark übertrieben worden ist die Schwierigkeit des Kamines durch eine Expedition vom 20. Februar 1902. Etwa in halber Höhe des Kamines zweigt ein Gang nach halbrechts ab, durch den die schwierigste Kletterei im Kamin umgangen werden kann. In dem Verbindungsgange, den Egli und Otter am 24. August 1902 festgelegt haben, öffnet sich im Boden plötzlich ein schwarzes, schauriges Tor, ein Abgrund, dessen Boden das helle Laternenlicht nicht zu erreichen vermag. Dieser zirka 30 Meter tiefe, fast senkrechte Schacht führt hinunter in die zweite Etage.

Vom Kamin 350 Meter bis zur Kapelle 500 Meter passiert man einen prächtigen, ungefähr horizontalen Gang, 3 bis 5 Meter breit und 2 bis 3 Meter hoch. Der Boden ist gewellt und reichlich mit Mühlen versehen; die Decke ist hier etwas unheimlich. Gewaltige, von derselben fast losgelöste, scheinbar nur leicht an den Seitenwänden haltende Steinplatten hängen nur so in der Luft. Bei 500 Meter hört der schöne Gang plötzlich auf. Wir sind in der «Kapelle», die eine Höhe von 10 bis 15 Meter hat. Zwischen 500 und 600 Meter ungefähr bekommt der Besucher zum erstenmal so recht einen Begriff davon, wie sehr zerklüftet das ganze Gebirge sein muss. Schrunde, Spalten und Gänge führen nach allen Richtungen, die Expedition vom 24. August 1902 (Egli und Otter) hat aber ergeben, dass alle nach kurzer Zeit sich wieder mit dem Hauptgange vereinigen. Gleich oberhalb der Kapelle liegt ein kleiner See zur Rechten still in einem Schrunde.

Die Partie nach der Kapelle, 500 bis 700 Meter, darf wohl als eine der schönsten der ganzen Höhle bezeichnet werden, wenigstens vom Eingang bis zur «Bösen Wand». Zirka 100 Meter weit ist der Gang ziemlich horizontal, etwa bei 580 Meter teilt er sich zu einem gewaltigen Doppelgange, dessen Decke an einer Stelle durch einen imposanten Felsenpfeiler getragen wird. Etwa von 620 Meter an haben wir nur noch einen hohen und breiten Gang, der sich steil in die Tiefe senkt. Über eine Sandhalde gleiten wir rasch hinunter. Eine Bengalflamme übergiesst mit magischem Licht die herrlichen Felsenpartien. Aber nicht nur dieser Hauptgang ist bewundernswert, gehen wir noch einmal zum grossen Pfeiler zurück und wenden uns dort rechts in einem anderen Gange in die Tiefe: keine 10 Meter, und wir stehen vor der wahrscheinlich grössten Mühle der an solchen so reichen Höhle, einer Mühle von geradezu kolossalen Dimensionen; sie hat einen Durchmesser in der Länge von 4 bis 5 und in der Breite von 3 bis 4 Meter bei einer Tiefe von zirka 3 Meter.

Die Böse Wand und was danach kommt

Von 700 Meter steigt der Hauptgang mit einer Neigung bis zu 50 ° wieder an, der Felsboden ist zerfressen, tiefe Wasserrinnen sind überall eingegraben. Die oberste Partie ist, wenn auch nicht gefährlich, so doch eine etwas kitzlige Stelle: wir haben sie «Zimmermannsangst» getauft. Bald geht's wieder steil abwärts in ein hübsches Felsental, 800 Meter vom Eingang, in unser Biwak vom 30. November 1901. Ein kleiner Halt ist hier immer angezeigt, eine Stärkung ist notwendig, denn bald geht's hinter die «Böse Wand». Einige prächtige Mühlen versehen den Wanderer mit kristallklarem Wasser.

Nach kurzem Halt einen kleinen Felsenhang hinauf und dann steil hinunter über einen Kletterfels und vor uns ragt hinauf in purpurner Finsternis die Böse Wand, den Gang vollständig abschliessend und keinen andern Weg lassend als direkt hinauf. Wenn man die bei Bengalbeleuchtung ins Riesenhafte sich ausdehnende Wand vor sich sieht, so überschleicht den Mutigsten doch ein leises Grauen, wohl begreift man, dass fast alle Expeditionen hier umgekehrt sind, ohne auch nur den Versuch gemacht zu haben, die Wand zu bezwingen. Bei Tageslicht wäre es wohl eine Kleinigkeit, hinaufzukommen, eine ganz andere Sorte von Kletterei aber ist es, wenn man immer nur eine Hand richtig gebrauchen kann, weil mit der andern die Laterne zu halten ist. Die Wand ist mehr als doppelt so hoch wie ein vierstöckiges Gebäude und hat eine durchschnittliche Neigung von zirka 57 °. Die oberste Partie, etwa 10 Meter, ist am wenigsten steil, am schwierigsten ist der Anfang und der Teil oberhalb des Nagels. Letztere Stelle mag etwa 80 ° geneigt sein. Von zu oberst bis zu unterst durchfurcht die Wand eine oft 1 bis 2 Meter tiefe Wasserrinne, die aber leider nicht überall so breit ist, dass man sich darin hinaufarbeiten kann. In der obern Hälfte ist diese Wasserrinne drei- bis vierfach, die stehen gebliebenen Rippen erlauben, dass man sich rittlings darauf setzt, Ellenbogen, Knie und Füsse links und rechts anstemmt und sich so langsam, aber sicher hinaufwindet. Das Seil muss unbedingt zur Anwendung kommen.

Vergleich der Zeiten zur Überwindung der Bösen Wand
Expedition DatumTeilnehmerzahlBenötigte Zeit
15. Januar 19026über 3 Stunden
15. Februar 190241 Stunde 10 Minuten
20. Februar 190241 Stunde 40 Minuten

Auf der Höhe der Wand angekommen, heisst es flink die Schuhe wieder angezogen, denn ein heftiger Luftzug zwingt, den Platz so rasch wie möglich zu verlassen. Vorbei geht's an einem zwischen Boden und Decke eingeklemmten, riesenhaften, schwarzen Felsblocke, in einen der grössten und schönsten Gänge der Höhle. Dieser sehr gut passierbare Gang erstreckt sich bei einer Breite von 7 bis 8 Meter und ebensolcher Höhe von der «Bösen Wand» bis 1200 Meter. In einem tiefen Tälchen bei 1050 Meter machen wir gerne einen längern Halt, da wir hier für einige Hundert Meter das letzte Wasser finden. Bei 1100 Meter erleidet der grosse Gang einen jähen Unterbruch, ein senkrechter, glatter Felsabbruch von 6 Meter Höhe zieht sich quer durch den Gang, ungeheure Mühlen und tief eingefressene Wasserrinnen führen bis an den Rand. Hier leistet die Leiter vorzügliche Dienste, rasch sind wir unten im grossen, prächtig gewölbten «Keller». Leicht ist jetzt die Wanderung bis 1200 Meter, bis zum Beginn der grossartigsten Partie der «Hölle», der «Alligatorenschlucht».

Die Alligatorenschlucht und der Weg zum Riesensaal

Diese Schlucht steigt sehr steil an, ist jedoch verhältnismässig leicht zu passieren, da an den Stellen, wo geklettert werden muss, ganz ordentliche Griffe vorhanden sind. Äusserst schwierig ist jedoch das obere Ende, hier ist ein Vorwärtskommen ohne eine zirka 5 Meter lange Leiter wohl unmöglich. Die Schlucht wird abgeschlossen durch eine 10 Meter hohe Felswand, die in ihrer untern Hälfte vollständig senkrecht, in der obern Hälfte immer noch gegen 80 ° geneigt ist. Bei dieser Wand haben ohne Leiter alle umkehren müssen, die verwegen die «Böse Wand» überwunden hatten. Wenige Sterbliche mögen noch den Fuss jenseits der obern Wand der Alligatorenschlucht niedergesetzt haben! Immerhin ist's schon eine gute Leistung, bis hierher vorgedrungen zu sein. Die Alligatorenschlucht ist auch wie gemacht zu einem würdigen Abschluss einer Höhlenwanderung; etwas Schöneres, Wildromantischeres als diese Schlucht bietet die ganze Höhle, soweit sie bekannt ist, nicht.

Den richtigen Höhlenmenschen freilich schreckt nicht die hohe Wand: es treibt und reisst ihn fort, rastlos fort in blindem Wagen, an des Berges finstern Ort! Die Leiter reicht bis zu halber Höhe, bis zu einem etwa handbreiten Gesimse. Die obere Hälfte der Wand weist einige Griffe auf, die jedoch vorsichtig auf ihre Solidität geprüft werden müssen. Langsam arbeitet sich der erste hinauf, mit Hülfe des Seiles ist dann im Nu alles oben, 1260 Meter vom Eingang. Die Leiter kann hier zurückbleiben.

Bei 1430 Meter geht der Hauptgang rechts aufwärts nach Süden, an einem langgestreckten kleinen See vorbei, ein Nebengang geht gradaus und abwärts. Dieser Nebengang endigt bei 1600 Meter mit einer feuchten Nische, der «Nordischen Kammer», von welcher aus ein sehr enges Loch in der Nordwand ein Durchschlüpfen in einen Kamin gestattet. Der Rückweg in dieser Sackgasse ist der starken Neigung und der geringen Höhe des Ganges wegen äußerst mühsam.

Im Hauptgange treffen wir bald ein murmelndes Bächlein, das gegen uns herunterfliesst, bald auch treffen wir den kleinen See, der wirklich nicht so schlimm aussieht. Das Seelein füllt den ganzen Boden des Ganges aus, nur am linken Ufer ist ein kleiner Streifen Fels vom Wasser frei, auf welchem wir uns glücklich vorbeibalancieren. Ohne einige Schuhe voll Wasser geht's freilich selten ab, denn dasselbe ist so klar, dass es fast unmöglich ist, zu erkennen, ob ein Stein frei liege oder nicht. Nach Passieren des Seeleins geht's dem Bächlein entlang in einem schönen Gange fast mühelos aufwärts bis 1600 Meter, wo der Quell aus der Stirnwand des Ganges bricht. Der Gang selbst geht in scharfem Winkel nach links ab, um bald in grossem Bogen wieder nach rechts, nach Süden umzubiegen. Immer leicht ansteigend erreichen wir bald die Tropfsteingrotte bei 1800 Meter. Bis hierher haben wir, mit geringen Ausnahmen beim «Kreuzweg», keine Tropfsteinbildungen beobachtet, bei 1800 Meter aber treffen wir eine wunderhübsche Gruppe von «Riesenspargeln». In der Dicke von 6 bis 8 cm. und in Form und Farbe schier den Spargeln gleich, sind da einige Prachtsexemplare auf dem Felsen aufgesetzt.

Erst geht's leicht abwärts und dann in dem bei einer Biegung plötzlich bedeutend enger gewordenen Gang ziemlich steil aufwärts. Eine kleine Felsbarriere ist noch zu überklettern und dann stehen wir bei 2000 Meter im Riesensaal. Dieser Saal hat eine ganz gewaltige Ausdehnung; der Boden ist ziemlich stark geneigt, die Decke durchschnittlich kaum 2 bis 3 Meter hoch, aber von einer Spannweite, wie sie die ganze Höhle bis hierher nirgends aufweist, wohl so zirka 30 bis 70 Meter.

Vergleich der Zeiten zum Erreichen des Riesensaals
Expedition DatumTeilnehmerzahlBenötigte Zeit
15. Januar 19026zirka 18 Stunden
15. Februar 19024nur 6 Stunden

Im «Riesensaal» sind wir aber noch nicht an den Endpunkten der Höhle, wenn von solchen überhaupt gesprochen werden kann, das beweist ein ordentlich starker Luftzug. Am obern Ende des «Riesensaales» gehen gleich drei Gänge auseinander; die zwei nach Südwest führenden werden bald so niedrig und schmutzig, dass kaum darin vorwärts zu kommen ist, diese Gänge sind noch nicht erforscht. Der dritte Gang geht südwärts in die Höhe. Derselbe ist ganz hübsch und trocken, wird aber bald stellenweise so niedrig, dass das Vordringen äußerst mühsam wird. Zuletzt kriechen wir ohne Rucksack nur noch auf dem Bauche vorwärts und landen schliesslich in einer kleinen Nische, von der aus der Gang in einer so niedrigen Spalte seine Fortsetzung findet, dass kaum der Kopf hineinzubringen ist. In diesem Gange also bis hierher und nicht weiter! Der Wind heult und pfeift hier durch die Spalte, dass es nur so eine Art hat! In diesem Gange treffen wir überall prächtige Tropfsteinbildungen, teils 50 bis 80 cm. hohe auf dem Boden stehende, teils 20 bis 30 cm. lange von der Decke herunter hängende Zapfen, mit welch letztern unsere Köpfe hie und da ganz unerwünschte Bekanntschaft machen. Auch Blätter und Bänder, oft fast vollständig durchsichtig, zieren ziemlich zahlreich die Decke des Ganges.

Der Gang zum Ende der Höhle (bis 2560m)

Vom «Riesensaal» aus geht der grösste Gang nach Nordost, bei 2100 Meter teilt er sich wieder, der Gang nach rechts ist schmutzig und noch nicht erforscht. Schon bei der Höhlenfahrt vom 15. Januar 1902 haben wir bis zum «Riesensaal» Spuren von der Anwesenheit von «Höhlenbären» gefunden, am 15. Februar 1902 haben wir sie beim Abwärtsschreiten (Nordost) wieder entdeckt. Der Felsboden ist feucht, vom «Riesensaal» aus ziemlich stark abfallend und erheischt grosse Vorsicht. Etwa bei 2050 Meter, kurz nach der steilsten Stelle — der Gang ist hier sehr breit und hoch — finden wir einen Steinmann. Immer sanft abwärts geht's in dem schönen Gang, von 2100 Meter an folgen wir dem nach Nordost führenden Arme. Ein kleines Trümmerfeld wird überklettert, und dann betreten wir die regelmässigste Partie der Höhle: einen Gang von 4 bis 5 Meter Breite und etwa 4 Meter Höhe, sauber und glatt wie von Menschenhand geschaffen. Der prächtige Gang erstreckt sich von 2150 bis 2300 Meter; ein wahres Vergnügen ist's, darin ruhig und bequem weiterbummeln zu können wie auf einer Strasse. Bei 2300 Meter verändert sich der Gang, er wird für kurze Zeit wieder wilder, ein angeschwemmter grosser Sandhaufen zeigte am 15. Februar 1902 ganz deutliche Fussspuren, wir stossen auch hier auf einen zweiten Steinmann.

Der Gang nimmt von 2350 Meter an geradezu riesenhafte Dimensionen an, er hat eine Breite von 10 bis 12 und eine Höhe von gegen 15 Meter. Wer diesen Gang nicht mit eigenen Augen gesehen hat, begreift nicht, welch überwältigenden Eindruck er hinterlässt; wie winzig klein kommen wir Zwerge uns darin vor! Langsam nur, bewundernd rücken wir vor bis etwas über 2400 Meter, wo uns die starke Neigung des Ganges Halt gebietet. Der Boden ist schon seit einiger Zeit fast spiegelglatt, nur hie und da von einer dünnen Schicht nassen Sandes bedeckt; unsere Laternen leuchten vereint in die schauerliche Tiefe, soweit wir sehen können, der gleiche ungeheure Gang mit einer Neigung von 45 bis 50°, der Boden wie poliert, so dass der Fuss absolut keinen Halt mehr findet. Aber hinunter müssen wir doch! Wir binden drei Seile von zusammen etwa 90 Meter Länge aneinander, befestigen das Ganze an einem Felszacken, und dann geht's per Rutschbahn sanft und leicht in die unterste Unterwelt. Ein senkrechter Felsabbruch kann an der linken Seite des Ganges leicht passiert werden, das Seil reicht, bis der Fuss wieder sichern Halt findet. Leider bringt uns aber die Rutschpartie viel zu rasch an ein ganz unerwartetes Ende, ein ungeheurer Kieshaufen füllt den Gang allmählich an, der Boden nähert sich immer mehr der Decke, und bei 2560 Meter ist absoluter Schluss dieses grössten Ganges, Decke und Boden berühren sich, in der Ecke ruht wohlverborgen ein klares, winziges Seelein. Auch hier haben wir am 15. Februar 1902 als erste unsere Firma hingemalt.

Die Zweite Etage

Wir wollen nun noch kurz die zweite Etage ansehen, soweit sie bekannt ist; vollständig erforscht ist sie noch lange nicht, denn die zwei vorhandenen Zugänge sind so schwierig und zeitraubend, dass vielleicht noch Jahre bis zu ihrer vollständigen Erforschung vergehen werden. Der leichtere Zugang zur zweiten Etage befindet sich beim Kreuzweg. Der von letzterem Punkte aus leicht ansteigende Gang wird immer enger, zuletzt hat man sich mit Mühe und Not zwischen den Felsen durchzuzwängen. Etwa 100 Meter vom Eingang hört der Gang auf, dafür öffnet sich im Boden eine kolossale Spalte, die mit einer Neigung von durchschnittlich 60° in die Tiefe geht. Die Spalte ist in ihrem oberen Teile eng, nur 50 bis 100 cm. weit, dann erweitert sie sich beträchtlich, wird aber auch steiler. Ab- und Aufstieg können nur mit Hülfe des Seiles ausgeführt werden, das 30 Meter weit hinunterreichen muss. Vom Endpunkte des Seiles aus gehen mehrere Gänge auseinander. Der riesige Schacht beim Kamin, der am 24. August von Egli und Otter zum erstenmal passiert wurde, mündet in den von der Spalte beim Kreuzweg herkommenden Gang. Der Abstieg durch diesen Schacht ist nicht sehr empfehlenswert und darf nur mit Hülfe starker Seile gewagt werden.

Der Besuch von Professor Martel

Im August 1902 hat der bekannte französische Höhlenforscher, Herr Professor Martel, dem Höll-Loch einen Besuch abgestattet und soll dabei den Ausspruch getan haben, das Höll-Loch müsse drei Etagen besitzen, wovon die unterste das Bachbett des sogenannten «Schleichenden Brunnens» sei. Diese Behauptung war verhältnismässig leicht aufzustellen, denn bei seinem Besuche waren längst die «Wanderungen im Höll-Loch» erschienen, laut welchen eine ähnliche Tatsache bereits am 3. Januar 1902 von sechs Zürchern praktisch nachgewiesen worden war! Herr Professor Martel, der übrigens nur bis zum Kamin, d.h. 350 Meter vorgedrungen ist, soll bei dem Anlass auch gesagt haben, nach seinen «Berechnungen» müssen in den untern Etagen Stalaktiten bis zu 30 und 40 Meter Höhe vorkommen. Eine solche «Berechnung» erscheint mir nun von äußerst zweifelhaftem Wert, denn in der ganzen bis jetzt bekannten Höhle hat es verhältnismässig wenig Tropfsteine, einigermaßen zahlreiche erst in der Gegend des «Riesensaales». Zudem weist die ganze bis jetzt bekannte Höhle keinen Raum auf von einer direkten Höhe von 30 Meter, den Schacht beim Kamin ausgenommen, es kann also mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden, dass auch die untern Etagen keine Räume besitzen, die Platz bieten für solche Riesenstalaktiten.

Die Gefahren im Höllloch

Die Erforschung des Höll-Loches, die Begehung seiner langen Gänge erfordert viel Zeit und Geduld. Eine Forschungsreise mit dem schwer bepackten Rucksack auf dem Rücken verlangt ausdauernde, gesunde Leute, die sicher auf den Füßen sind und gut klettern können. Der Besuch des Höll-Loches ist nicht ungefährlich, und hat jede Expedition sich auf alle Eventualitäten gehörig vorzusehen. Der Gefahren bei einer Höhlenwanderung sind verschiedene: Einsturz eines Ganges, Verirren, Knochenbrüche oder Verstauchungen und die schlimmste: Rascher, nicht vorauszusehender Einbruch von Wasser und damit Verlegen des Rückweges.

Der Einsturz eines Teiles der Höhle erscheint mir von geringer Bedeutung, die Decke besteht überall aus hartem Fels. Auch das Verirren erscheint mir jetzt fast unmöglich, sofern sich der Wanderer nach den von uns von 50 zu 50 Meter angemalten Distanzmarken und bei Verzweigungen nach den roten Pfeilen umsieht. Der gewöhnlich starke Luftzug, im Winter nach innen, im Sommer nach aussen, dürfte schliesslich als sicherer Wegweiser dienen. Weit schlimmer schon als Einsturz und Verirren wären eventuell vorkommende Unglücksfälle durch Absturz an einer der zahlreichen dazu «geeigneten» Stellen. Der Transport eines Mannes mit gebrochenem Bein müsste außerordentlich schwierig sein. Es ist deshalb dringend anzuraten, auch bei scheinbar harmlosen Stellen größte Vorsicht walten zu lassen.

Die weitaus grösste Gefahr aber besteht in dem Eindringen von Wasser. Dieser Gefahr ist man zu jeder Jahreszeit ausgesetzt, man kann sie aber leicht vermeiden, wenn man bei regnerischer Witterung den Besuch unterlässt. Im Winter ist die Wassersgefahr naturgemäss bedeutend kleiner als im Sommer; bei grosser Kälte kann eine Expedition unbedenklich auf 30 und mehr Stunden ausgedehnt werden. Ganz unverantwortlich aber ist es, bei Tauwetter, wie z.B. am 2. Januar 1903, die Höhle zu besuchen. Die Folge dieses Besuches war denn auch die, dass die Teilnehmer bei der «Bösen Ecke» den Ausgang vom Wasser verschlossen fanden, zu ihrem Glücke nicht vollständig, so dass sie, immerhin erst nach vielen Stunden Hangens und Bangens, von der Bevölkerung des Muotatals herausgefischt werden konnten. Im Sommer sollte auch bei gutem Wetter keine Wanderung länger als 10 bis 15 Stunden ausgedehnt werden, denn noch sind die Geheimnisse der Höhle nicht alle bekannt, noch weiss kein Mensch, wie es im Innern aussieht, wenn der Höllbach läuft! Ich bin überzeugt, dass zeitweise der grösste Teil des Höll-Loches überschwemmt wird, denn der Zustand der Höhle im Sommer, z.B. am 24. August, war ein derartiger, dass ein anderer Schluss gar nicht gezogen werden konnte. Der dicke Schlamm, den wir an verschiedenen Stellen gefunden haben, kann von nichts anderem herrühren, als von einer langsam ablaufenden grossen Wassermasse. Die «Alligatorenschlucht», 1200 bis 1260 Meter vom Eingang, konnte seit dem 20. Februar 1902 nicht mehr passiert werden, weil bei Keller (1100 Meter) und «Alligatorenschlucht» angesammelte Wassermassen ein Vordringen verhinderten.

Ich bin nun allerdings der Ansicht, dass man nicht alle Jahre die gleich ungünstigen Verhältnisse antrifft, in trockenen Sommern mögen wohl alle diese Wasseransammlungen verschwinden; trotzdem aber glaube ich, davor warnen zu müssen, im Sommer eine Exkursion länger als 10 bis 15 Stunden auszudehnen, d.h. bis über die «Alligatorenschlucht» hinaus vorzudringen. Es wird noch viele Jahre gehen, bis das Höll-Loch vollständig bekannt ist und bis man sich ganz ruhig seinem finstern Schösse anvertrauen darf.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wo beginnt das Höllloch?
Das Höllloch beginnt beim Weiler Stalden im Muotatal, Kanton Schwyz. Der Eingang liegt in einer Felsenschlucht auf 740 Metern über Meer.

Wie weit wurde das Höllloch erforscht?
In der oberen Etage wurde bis zu 2560 Meter vom Eingang vorgedrungen. Die zweite Etage ist teilweise bekannt, aber noch lange nicht vollständig erforscht. Die dritte Etage (Bachbett des «Schleichenden Brunnens») war zum Zeitpunkt der Niederschrift noch nicht erreicht.

Was sind die grössten Herausforderungen im Höllloch?
Zu den grössten Herausforderungen gehören das Passieren der «Bösen Ecke» bei Wasseransammlung, das Erklettern des «Kamin» und insbesondere die Überwindung der «Bösen Wand» und der Wand am Ende der «Alligatorenschlucht». Auch der polierte Boden in Gängen jenseits des «Riesensaales» erfordert Seilsicherung.

Was ist die grösste Gefahr bei einem Besuch?
Die weitaus grösste Gefahr ist der rasche und unvorhersehbare Wassereinbruch, der den Rückweg blockieren kann, insbesondere an Engstellen wie der «Bösen Ecke» oder der «Alligatorenschlucht».

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Ein Besuch ist im Winter bei grosser Kälte am günstigsten, da Boden und Wände trockener sind und die Wassersgefahr geringer ist. Im Sommer wird von langen Exkursionen abgeraten.

Gibt es im Höllloch Tropfsteine?
Ja, es gibt Tropfsteine, aber verhältnismässig wenige bis in die Gegend des «Riesensaales». Bei 1800 Metern gibt es eine Tropfsteingrotte mit «Riesenspargeln». Gänge jenseits des «Riesensaales» weisen ebenfalls Tropfsteinbildungen auf.

Immerhin verdient die prächtige Höhle, dass sie auch von Alpenclubisten während der «gipfellosen» Winterszeit regen Besuch erhält; das in dieser Unterwelt notwendige Turnen und Klettern wird Kraft und Gewandtheit vor dem Einrosten schützen. Ein Glückauf! den Wanderern im Höll-Loch!

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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