Verfügt GoPro über KI-Bearbeitung?

GoPro Quik: Videobearbeitung für Einsteiger?

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Die GoPro Quik App positioniert sich als die offizielle Begleit-App für GoPro-Kameras und ist für viele Nutzer der erste Berührungspunkt mit der Bearbeitung ihrer Action-Aufnahmen. Aber ist sie wirklich „gut“ für die Videobearbeitung im Allgemeinen, oder hat sie spezifische Stärken und Schwächen, die sie für bestimmte Anwendungsfälle besser geeignet machen als für andere?

Für Besitzer einer GoPro-Kamera ist es zweifellos ratsam, sich mit der zugehörigen offiziellen App vertraut zu machen. Zum einen ist sie oft unerlässlich, um Clips von der Kamera auf das Smartphone zu übertragen. Zum anderen bietet sie – auch wenn Dritthersteller-Apps wie CapCut mehr Optionen haben mögen – Anfängern oft alles, was sie für den Einstieg in die Videobearbeitung benötigen.

Was bietet GoPro Quik?

GoPro Quik ist für Mac, iOS und Android verfügbar (eine Windows-Version soll später im Jahr 2024 erscheinen). Die App ermöglicht nicht nur die Fernsteuerung von GoPro-Kameras, sondern enthält auch eine solide Bearbeitungssuite. Im Vergleich zu robusteren Editoren wie CapCut ist Quik am besten geeignet für Anfänger, die beim Erlernen der Grundlagen der Videobearbeitung ein wenig „an die Hand genommen“ werden möchten. Sie ist intuitiv gestaltet und versucht, den Bearbeitungsprozess so einfach wie möglich zu gestalten.

Welche GoPro macht Fotos?
Die beste GoPro Hero ist die Hero13 Black. Sie macht wie ihre Vorgängerin Fotos mit 23 Megapixeln, Videoaufnahmen sind bis zur 5,3K-Auflösung (5312x2988 Pixel) mit bis zu 60 fps (frames per second, Bilder pro Sekunde) möglich. Kurzum: Die technischen Daten sind auf dem Stand der Technik.

Das Herzstück: Die automatische Bearbeitung

Die nützlichste Funktion von Quik ist wahrscheinlich die Möglichkeit, Videos automatisch in die GoPro Cloud hochzuladen. Dort werden sie dann zu einem einzigen Highlight-Video zusammengefügt, komplett mit Musik und Übergängen, und fertig zur Veröffentlichung an Sie zurückgeliefert. Diese Funktion erfordert ein Jahresabonnement. Das Abonnement bietet jedoch auch einen erheblichen Vorteil: unbegrenzter Speicherplatz für alle Aufnahmen, die Sie mit Ihrer GoPro-Kamera machen.

GoPro Quik produziert im Allgemeinen ansprechend aussehende automatisch bearbeitete Videos. In unseren Tests kam es jedoch häufig vor, dass Clips in der falschen Ausrichtung eingefügt wurden oder dass langweilige Aufnahmen unerklärlich lange hervorgehoben wurden. Diese automatische Bearbeitung funktioniert zwar wie erwartet – man erhält ein einziges Video, das alle Aufnahmen eines Tages enthält, praktisch ohne manuellen Aufwand – aber das Ergebnis ist meist eher ein Ausgangspunkt für den eigenen Bearbeitungsprozess als ein poliertes, fertiges Produkt.

Glücklicherweise können Sie das automatisch erstellte Video einfach öffnen und die einzelnen Clips, die Gesamtlänge des Videos, die Musik und so weiter manuell anpassen. Dies bietet eine gute Grundlage, die Sie dann nach Ihren Wünschen verfeinern können.

Manuelle Bearbeitung und zusätzliche Tipps

Neben der automatischen Funktion bietet Quik auch Werkzeuge für die manuelle Bearbeitung. Sie können Clips schneiden, die Reihenfolge ändern, Text hinzufügen, Filter anwenden und die Geschwindigkeit anpassen. Obwohl die Optionen nicht so umfangreich sind wie bei professionellen Editoren, sind sie für die meisten grundlegenden Bearbeitungsaufgaben ausreichend.

Ein wichtiger Tipp: Nachdem Sie das Material von Ihrer Kamera in die App heruntergeladen haben, müssen Sie es, egal was Sie tun, erneut in der Bildergalerie Ihres Telefons speichern, um es dort zu finden und mit anderen Apps oder Diensten zu teilen. Andernfalls bleibt es sozusagen „in der App stecken“.

Manchmal dauert es eine Weile, bis das automatische Video aus der Cloud zurückkommt. Wenn Sie nicht warten möchten, können Sie Clips manuell auswählen und die App ein Video daraus erstellen lassen. Bei dieser Methode kann Ihr Telefon jedoch während der Verarbeitung nicht für andere Aufgaben verwendet werden.

Bei der manuellen Bearbeitung können Sie auch andere Bilder oder Videos von Ihrem Telefon hinzufügen, die nicht mit der GoPro-Kamera aufgenommen wurden. Dies ermöglicht die Integration von Material aus verschiedenen Quellen in Ihr Projekt.

GoPro Quik im Vergleich zu Alternativen

Der Markt für mobile Videobearbeitung ist groß, und es gibt leistungsfähige Alternativen. Wie schlägt sich Quik im Vergleich?

GoPro Quik vs. Insta360 App

Die App von Insta360 (iOS, Android) bietet optisch mehr als GoPro Quik, aber die Kernfunktionen, einschließlich der Fernsteuerung der Kamera und der Videobearbeitung mit optionaler automatischer Videogenerierung, sind sehr ähnlich. Die Bearbeitungswerkzeuge der Insta360 App sind robuster als die von Quik und bieten mehr Kontrolle über Ihre Videos mit einem Layout, das CapCut ähnelt.

Wenn Quik für Anfänger gedacht ist, die ein wenig Hilfe beim Lernen suchen, ist die Insta360 App ein großartiger Mittelweg zwischen Quik und CapCut. Wenn Sie bereits mit der mobilen Videobearbeitung vertraut sind, finden Sie hier fast jede Funktion, die Sie sich wünschen, abgesehen von einigen fortgeschritteneren KI-Funktionen und der TikTok-Integration von CapCut. Die Insta360 App bietet aber auch einige kostenlose Funktionen, wie z. B. eine Vielzahl von Übergängen zwischen Videoclips, die CapCut nur in seiner kostenpflichtigen Pro-Version anbietet.

Wenn Sie 360-Grad-Material bearbeiten, müssen Sie die Insta360 App verwenden, um teilbare Clips zu erstellen, selbst wenn Sie das Material später an CapCut senden möchten. Die Bearbeitung von 360-Grad-Videos erfordert ein paar zusätzliche Schritte im Vergleich zu „normalen“ Videos, aber die App macht den Prozess recht unkompliziert.

Die Insta360 App kann „KI“-generierte Auto-Schnitte erstellen, die Clips mit einem stimmungsvollen Soundtrack zusammenfügen. Im Allgemeinen stellten wir fest, dass diese etwas besser ausfielen als die vergleichbaren automatischen Bearbeitungen von GoPro Quik.

Kann man mit GoPro gute Fotos machen?
Bildqualität der Actioncam von GoPro Was diese Kamera noch besonderer macht, ist die Möglichkeit, Fotos mit einer Auflösung von 27 Megapixeln zu schießen. Aber hier kommt das Beste: Du kannst mit der GoPro Quik App sogar 24,7-Megapixel-Fotos aus deinen Lieblingsvideos extrahieren.

Der größte Vorteil der Insta360 App gegenüber GoPro Quik ist die Verwendung von Proxy-Dateien. Dabei handelt es sich um Duplikate der Videos in niedrigerer Auflösung, die eine schnelle Bearbeitung selbst auf älteren, langsameren Telefonen ermöglichen. Insta360 verwendet dann die Dateien in voller Auflösung, um das endgültige Video zu erstellen. Dieser Prozess ist im Allgemeinen reibungslos – und er ist notwendig, da Videos von Kameras wie der Insta360 X4 und AcePro eine Auflösung von bis zu 8K haben können, was selbst die schnellsten Telefone ausbremsen kann.

GoPro Quik vs. CapCut

CapCut ist eine äußerst beliebte und leistungsfähige mobile Bearbeitungs-App, die oft als Branchenstandard für Smartphone-Videobearbeitung angesehen wird. Sie bietet eine viel größere Vielfalt an Werkzeugen, Effekten, Übergängen und KI-gestützten Funktionen als Quik. Für komplexe Projekte, detaillierte Anpassungen oder die Nutzung der neuesten Bearbeitungstrends ist CapCut oft die überlegene Wahl.

Allerdings kann die Fülle an Optionen in CapCut für absolute Anfänger überwältigend sein. Hier punktet Quik mit seiner Einfachheit und der „Hand-holding“-Mentalität. Zudem erfordern viele der fortgeschrittenen Funktionen in CapCut ein kostenpflichtiges Abonnement, während Quik (abgesehen von der Cloud-Funktion und unbegrenztem Speicher) grundlegende Bearbeitungswerkzeuge kostenlos anbietet.

Für wen ist GoPro Quik geeignet?

Basierend auf den verfügbaren Informationen ist GoPro Quik gut geeignet für:

  • GoPro-Besitzer: Es ist die offizielle App und oft der einfachste Weg, Material von der Kamera zu übertragen.
  • Absolute Anfänger in der Videobearbeitung: Die App ist darauf ausgelegt, den Einstieg so einfach wie möglich zu gestalten.
  • Nutzer, die schnelle Ergebnisse wünschen: Die automatische Bearbeitung ist ideal, um schnell ein erstes Video zu erhalten, auch wenn es Nacharbeit erfordert.
  • Abonnenten des GoPro-Abos: Sie profitieren vom unbegrenzten Cloud-Speicher und der vollen Funktionalität der automatischen Bearbeitung.
  • Nutzer, die hauptsächlich einfache Schnitte und Anpassungen vornehmen: Für grundlegende Aufgaben reichen die manuellen Werkzeuge völlig aus.

Wann stößt GoPro Quik an seine Grenzen?

GoPro Quik ist weniger geeignet für:

  • Fortgeschrittene Videobearbeiter: Ihnen fehlen wahrscheinlich die detaillierten Kontrollmöglichkeiten und Effekte, die leistungsfähigere Apps oder Desktop-Software bieten.
  • Nutzer, die komplexe Projekte realisieren möchten: Für aufwendige Bearbeitungen mit vielen Spuren, Effekten und feinen Anpassungen ist Quik nicht ausgelegt.
  • Nutzer, die eine perfekte automatische Bearbeitung erwarten: Die automatischen Ergebnisse sind oft ein guter Anfang, aber selten ein fertiges Meisterwerk.
  • Nutzer, die primär Videos von anderen Kameras bearbeiten: Obwohl das Hinzufügen möglich ist, liegt der Fokus klar auf GoPro-Material.
  • Nutzer, die erweiterte Funktionen ohne Abonnement wünschen: Einige der attraktivsten Features sind nur mit Abo verfügbar.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu GoPro Quik

Ist die GoPro Quik App kostenlos?

Die grundlegende Nutzung der App zum Übertragen und manuellen Bearbeiten von Clips ist kostenlos. Die automatische Cloud-Bearbeitung und der unbegrenzte Cloud-Speicher erfordern jedoch ein kostenpflichtiges GoPro-Abonnement.

Kann ich mit Quik auch Videos bearbeiten, die nicht mit einer GoPro aufgenommen wurden?

Ja, Sie können bei der manuellen Bearbeitung auch Bilder und Videos aus der Galerie Ihres Telefons hinzufügen, die nicht mit einer GoPro aufgenommen wurden.

Warum sehe ich meine heruntergeladenen Videos nicht in der Galerie meines Telefons?

Nachdem Sie Videos von der Kamera in die Quik App heruntergeladen haben, müssen Sie diese explizit aus der App heraus in der Galerie Ihres Telefons speichern, damit sie dort erscheinen.

Funktioniert die automatische Bearbeitung immer perfekt?

Nein, die automatische Bearbeitung ist oft ein guter Ausgangspunkt, kann aber Fehler machen, wie z. B. Clips falsch ausrichten oder langweilige Szenen zu lange zeigen. Meist ist eine manuelle Nachbearbeitung nötig.

Gibt es Quik auch für den Desktop?

Aktuell gibt es Quik für Mac. Eine Version für Windows ist laut Informationen für später im Jahr 2024 geplant.

Fazit

GoPro Quik ist eine solide Videobearbeitungs-App, insbesondere für GoPro-Besitzer und Videobearbeitungs-Anfänger. Ihre Stärken liegen in der einfachen Bedienung, der nahtlosen Integration mit GoPro-Kameras und der praktischen automatischen Bearbeitungsfunktion (für Abonnenten). Für grundlegende Schnitte und das schnelle Erstellen von Highlight-Videos ist sie absolut ausreichend und gut geeignet.

Wer jedoch fortgeschrittene Bearbeitungsfunktionen, maximale Kontrolle über jeden Aspekt des Videos oder die Bearbeitung von sehr hochauflösendem Material auf weniger leistungsstarken Geräten benötigt, wird möglicherweise feststellen, dass Apps wie Insta360 (insbesondere wegen der Proxy-Dateien und der robusteren Bearbeitung) oder CapCut (wegen der Fülle an Funktionen) besser geeignet sind. Quik ist nicht die leistungsfähigste Bearbeitungssoftware auf dem Markt, aber sie erfüllt ihren Zweck als benutzerfreundliches Tool im GoPro-Ökosystem sehr gut.

FunktionGoPro QuikInsta360 AppCapCut
ZielgruppeAnfänger, GoPro-BesitzerMittelstufe, Insta360-BesitzerAlle Stufen, fortgeschrittene Nutzer
Automatische BearbeitungJa (Cloud, Abo nötig)Ja (Gerät/KI)Ja (oft KI-basiert)
Manuelle Bearbeitung TiefeGrundlegendMittel-FortgeschrittenFortgeschritten
Proxy-DateienNeinJa (Vorteil bei 8K)Nein (Performance kann leiden)
Abonnement für volle FunktionenJa (Cloud, Speicher)Nein (viele Features kostenlos)Ja (Pro-Version)
Integration mit KameraGoPro (Fernsteuerung, Transfer)Insta360 (Fernsteuerung, Transfer, 360-Reframing)Keine direkte Kamerasteuerung

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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