Der Grand-Prix von Bern ist weit mehr als nur ein Rennen; er ist ein fester Bestandteil des Schweizer Laufkalenders und zieht jedes Jahr tausende Läuferinnen und Läufer sowie Zuschauer in die Bundesstadt. Bekannt als die «schönsten 10 Meilen der Welt», führt die anspruchsvolle Strecke durch die historische Berner Altstadt und entlang der Aare, vorbei an den berühmtesten Sehenswürdigkeiten. Ob ambitionierter Leistungssportler oder Breitensportler, der GP Bern bietet für jeden eine unvergessliche Erfahrung. Doch was kostet die Teilnahme, wer waren die strahlenden Sieger der letzten Austragung, und wann fällt der Startschuss für das nächste Rennen? In diesem Artikel beleuchten wir alle wichtigen Details rund um dieses prestigeträchtige Event.

Das Startgeld für den Grand-Prix Bern: Eine Übersicht
Die Teilnahme am Grand-Prix Bern ist in verschiedenen Alters- und Geschlechtskategorien möglich. Die Startgebühren variieren dabei leicht, insbesondere für jüngere Teilnehmende und je nachdem, ob eine Finisher-Medaille gewünscht wird oder nicht. Die Organisation des GP Bern bietet hier eine klare Struktur, die den Zugang für verschiedene Altersgruppen ermöglicht und gleichzeitig Optionen für persönliche Erinnerungsstücke bereithält.

Die Kosten setzen sich primär aus der Altersklasse und der Option für eine Medaille zusammen. Jüngere Läuferinnen und Läufer profitieren von einem reduzierten Tarif, was den Nachwuchs fördern soll. Die Wahl, ob man eine Medaille erhält, liegt beim Teilnehmenden und beeinflusst den finalen Preis. Dies gibt den Läufern die Flexibilität, je nach persönlicher Präferenz und Budget zu entscheiden.
Startgelder nach Kategorie und Medaillenoption:
| Kategorie | Jahrgang | Startgeld ohne Medaille | Startgeld mit Medaille |
|---|---|---|---|
| U16 W / U16 M | 2010 + jünger | CHF 47.- | CHF 53.- |
| U18 W / U18 M | 2008-2009 | CHF 47.- | CHF 53.- |
| U20 W / U20 M | 2006-2007 | CHF 47.- | CHF 53.- |
| W20 / M20 | 1996-2005 | CHF 55.- | CHF 61.- |
| W30 / M30 | 1986-1995 | CHF 55.- | CHF 61.- |
| W40 / M40 | 1981-1985 | CHF 55.- | CHF 61.- |
| W45 / M45 | 1976-1980 | CHF 55.- | CHF 61.- |
| W50 / M50 | 1971-1975 | CHF 55.- | CHF 61.- |
| W55 / M55 | 1966-1970 | CHF 55.- | CHF 61.- |
| W60 / M60 | 1961-1965 | CHF 55.- | CHF 61.- |
| W65 / M65 | 1956-1960 | CHF 55.- | CHF 61.- |
| W70 / M70 | 1951-1955 | CHF 55.- | CHF 61.- |
| W75 / M75 | 1946-1950 | CHF 55.- | CHF 61.- |
| W80 / M80 | 1945 + älter | CHF 55.- | CHF 61.- |
Neben den traditionellen Kategorien für Frauen (W) und Männer (M) bietet der Grand-Prix Bern auch eine Gesamtbewertung in der Kategorie Divers an. Teilnehmende haben bei der Anmeldung die Möglichkeit, diese Geschlechtskategorie zu wählen. Dies unterstreicht den inklusiven Charakter des Events und ermöglicht eine breitere Teilnahmevielfalt. Die Siegerehrung in der Kategorie Divers (Overall) findet ebenfalls statt.
Die Sieger des Grand-Prix Bern: Spitzenleistungen in der Bundesstadt
Der Grand-Prix Bern zieht regelmässig nationale und internationale Spitzenläufer an, die sich der Herausforderung der anspruchsvollen Strecke stellen. Die jüngste Ausgabe war dabei besonders hochkarätig besetzt und lieferte spannende Rennen und beeindruckende Leistungen. Die Namen der Sieger gehen in die Geschichte dieses Traditionslaufes ein und inspirieren zugleich den Breitensport.
Dominic Lobalu und Fabienne Schlumpf triumphieren
Bei den Männern konnte sich der Vorjahressieger Dominic Lobalu (LC Brühl) erneut durchsetzen und seinen Titel verteidigen. Er gewann das Rennen vor seinem Nationalmannschaftskollegen Matthias Kyburz (LC Basel). Lobalu zeigte eine beeindruckende Form und bewies einmal mehr seine Stärke auf dieser Strecke. Die Schweizer Flagge auf seiner Startnummer schien ihm zusätzlichen Auftrieb zu geben.
In einem der wohl bestbesetzten GP-Felder der Geschichte setzte sich Lobalu nach etwa acht Kilometern von der dreiköpfigen Spitzengruppe ab. Sein Lauf durch den Dählhölzliwald war der Beginn eines ungefährdeten Solosiegs. Mit einer Zeit von 47:05 Minuten war er sogar über eine halbe Minute schneller als bei seinem Sieg im Vorjahr (47:41). Trotz dieser Top-Leistung nahm sich der Publikumsliebling Zeit, um vor dem Ziel mit seinen Fans abzuklatschen – eine Geste, die seine Verbundenheit zur Running Community in Bern zeigt. Dominic Lobalu hat kürzlich von World Athletics die Freigabe erhalten, die Schweiz auch bei kontinentalen und globalen Meisterschaften zu vertreten. Dies bringt ihn seinem Traum von internationalen Medaillen einen grossen Schritt näher. Er hat bereits angekündigt, den GP Bern gerne auch ein drittes Mal gewinnen zu wollen.

Bei den Frauen feierte Fabienne Schlumpf (TG Hütten) einen viel umjubelten Premierensieg. Bei ihrem ersten Start über die «schönsten 10 Meilen der Welt» lief sie in 54:31 Minuten zum Sieg. Die Schweizer Marathon-Rekordhalterin setzte sich nach vier Kilometern entlang der Aare von ihren kenianischen Konkurrentinnen ab und lief ein einsames, aber starkes Rennen. Unterstützt von zahlreichen «Hopp Fabienne»-Rufen am Streckenrand, genoss sie die Atmosphäre und hofft, dass die Stimmung bei den Olympischen Spielen in Paris ähnlich grandios sein wird. Schlumpf ist bereits von Swiss Athletics für den Olympiamarathon im August selektioniert.
Starke Leistungen auch dahinter
Auch Matthias Kyburz zeigte als vielfacher OL-Weltmeister und Marathon-Neuling eine bemerkenswerte Leistung. Obwohl er zwischenzeitlich fast 30 Sekunden Rückstand auf das Podest hatte, drehte der GP-Sieger von 2022 in der Berner Altstadt nochmals auf. Auf dem Weg zum Bärengraben überholte er den amtierenden Marathon-Weltmeister Victor Kiplangat aus Uganda und am Aargauerstalden den zweitplatzierten Kenianer Kevin Kibet. Mit einer persönlichen GP-Bestzeit von 48:25 Minuten krönte Kyburz eine umfangreiche Trainingswoche und war überrascht, wie gut seine Beine am Schluss noch funktionierten.
Sowohl Fabienne Schlumpf als auch Matthias Kyburz sowie der dreifache GP-Sieger Tadesse Abraham (LC Uster), der den 7. Platz belegte, bereiten sich in den kommenden Wochen intensiv auf den Grossanlass in Paris vor.
Lobalus Blick auf den Schweizer Rekord
Dominic Lobalu hat neben dem Erfolg beim GP Bern auch höhere Ziele im Visier. Er möchte den Schweizer Rekord über 5000 m unterbieten, der bei 13:07,54 Minuten liegt und seit fast 40 Jahren von Markus Ryffel gehalten wird. Ryffel, der Olympiasilbermedaillengewinner von Los Angeles 1984, kommentierte das Rennen live und ist überzeugt, dass Lobalu seinen Rekord beim erstmöglichen Versuch brechen wird. Lobalu hat sich vorsorglich bereits beim Eliteverantwortlichen dafür entschuldigt – ein Zeichen für seinen Ehrgeiz und Respekt vor der Leistung Ryffels.
Die Strecke: Die schönsten 10 Meilen der Welt
Der Grand-Prix Bern ist berühmt für seine einzigartige und landschaftlich reizvolle Strecke. Die Strecke ist 10 Meilen lang, was umgerechnet 16,093 Kilometer entspricht. Sie führt die Läuferinnen und Läufer auf einem Rundkurs durch die Stadt Bern und präsentiert dabei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Dies macht den Lauf nicht nur zu einer sportlichen Herausforderung, sondern auch zu einem kulturellen Erlebnis.
Der Kurs beginnt und endet in der Nähe des Zentrums und führt unter anderem vorbei am Bärengraben, über die Nydeggbrücke, durch die historische Altstadt mit dem Zytglogge (Zeitglockenturm) und dem Rathaus. Ein Abschnitt führt entlang der Aare und durch den Dählhölzliwald, wo sich auch der Berner Zoo befindet. Das Bundeshaus und das Münster sind weitere markante Punkte auf dem Weg. Die Strecke ist bekannt für ihre «coupierte» Topografie, das heisst, sie ist nicht flach, sondern weist einige Steigungen und Gefälle auf, was sie technisch und physisch anspruchsvoll macht. Dies erfordert von den Läufern eine gute Tempoplanung und Kraftausdauer.

Die Kombination aus sportlicher Herausforderung und dem Lauf durch die UNESCO-Welterbe-Stadt Bern macht den GP Bern für viele zum Höhepunkt der Laufsaison. Die Atmosphäre entlang der Strecke, mit zahlreichen Zuschauern, die die Läufer anfeuern, trägt massgeblich zum besonderen Flair dieses Events bei. Es ist diese Mischung, die den GP Bern zu Recht den Titel der «schönsten 10 Meilen der Welt» eingebracht hat.
Der nächste Termin: Grand-Prix Bern 2025
Laufveranstaltungen erfordern langfristige Planung, sowohl für die Organisatoren als auch für die Teilnehmenden. Der Termin für den nächsten Grand-Prix Bern steht bereits fest, was Läuferinnen und Läufern ermöglicht, sich frühzeitig vorzubereiten und die Teilnahme einzuplanen.
Der Grand-Prix Bern 2025 wird am Samstag, 10. Mai 2025 stattfinden. Dieses Datum liegt traditionell im Frühling, was oft ideale Laufbedingungen verspricht, bevor die ganz heissen Sommertemperaturen einsetzen. Der Samstag als Renntag ermöglicht zudem vielen Teilnehmenden eine entspannte Anreise und Abreise über das Wochenende.
Die frühzeitige Bekanntgabe des Termins ist auch wichtig für alle, die eine längere Anreise haben oder eine Unterkunft in Bern buchen müssen. Die Beliebtheit des Events führt dazu, dass Hotels und andere Unterkünfte schnell ausgebucht sein können.
Die Anmeldung für den GP Bern 2025 wird zu gegebener Zeit über die offiziellen Kanäle der Veranstaltung geöffnet. Interessierte sollten die Website des Grand-Prix Bern im Auge behalten, um den Start der Anmeldephase nicht zu verpassen, da die Startplätze in einigen Kategorien schnell vergeben sein können.
Häufig gestellte Fragen zum Grand-Prix Bern
Viele potenzielle Teilnehmende und Interessierte haben ähnliche Fragen rund um den Grand-Prix Bern. Hier beantworten wir einige der am häufigsten gestellten Fragen basierend auf den verfügbaren Informationen:
Wie viel kostet die Teilnahme am Grand-Prix Bern?
Das Startgeld hängt von Ihrer Altersklasse und der Option für eine Medaille ab. Für jüngere Kategorien (U16-U20) beträgt es CHF 47.- ohne Medaille und CHF 53.- mit Medaille. Für alle älteren Kategorien (W20/M20 und älter) beträgt das Startgeld CHF 55.- ohne Medaille und CHF 61.- mit Medaille.

Wer hat den letzten Grand-Prix Bern gewonnen?
Bei den Männern siegte Dominic Lobalu (LC Brühl). Bei den Frauen gewann Fabienne Schlumpf (TG Hütten).
Wann findet der nächste Grand-Prix Bern statt?
Der Grand-Prix Bern 2025 findet am Samstag, 10. Mai 2025 statt.
Wie lang ist die Strecke des Grand-Prix Bern?
Die klassische Strecke des Grand-Prix Bern ist 10 Meilen lang, was genau 16,093 Kilometern entspricht.
Gibt es neben Frauen und Männern weitere Kategorien?
Ja, zusätzlich zu den Altersklassen für Frauen und Männer gibt es eine Gesamtbewertung in der Kategorie «Divers» (Overall), an der Teilnehmende bei der Anmeldung teilnehmen können.
Fazit
Der Grand-Prix Bern ist ein Laufereignis der Extraklasse, das sportliche Herausforderung mit dem Erlebnis einer der schönsten Städte Europas verbindet. Die klaren Strukturen bei den Startgeldern, die inspirierenden Leistungen der Spitzensportler wie Dominic Lobalu und Fabienne Schlumpf sowie die einzigartige Strecke machen ihn zu einem Muss für viele Läufer. Mit dem feststehenden Termin für 2025 können sich Interessierte bereits jetzt auf dieses Highlight im Laufkalender freuen. Egal ob als Teilnehmer oder Zuschauer, der GP Bern bietet ein unvergessliches Erlebnis.
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