Wie schreibt man kam kommen?

Das Verb 'kommen': Verwendung & Konjugation

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Das Verb „kommen“ ist im Deutschen eines der am häufigsten verwendeten Verben und daher absolut essenziell für jeden Deutschlerner. Obwohl es auf den ersten Blick einfach erscheint – die Grundbedeutung ist „to come“ im Englischen – birgt die deutsche Sprache durch ihre vielfältigeren Konjugationsmöglichkeiten einige Herausforderungen. Das Beherrschen von „kommen“ in all seinen Formen ermöglicht es Ihnen, sich in einer Vielzahl von Kontexten präzise auszudrücken.

Wann verwendet man „kommen“?
„Kommen“-Konjugationen in ALLEN Zeitformen und Modi Wir verwenden „kommen“ , um über „Kommen“ in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu sprechen (z. B. ich komme, ich kam, ich werde kommen). „Kommen“ wird auch verwendet, um zu sagen „ich würde kommen“ (Konjunktiv) oder um einen Befehl zu geben, wie z. B. „komm her!“7. Juli 2023

Wann verwendet man 'kommen'?

'Kommen' wird in erster Linie verwendet, um eine Bewegung auf ein Ziel hin zu beschreiben. Im Gegensatz zum Verb „gehen“ (to go), das die Bewegung vom Sprecher weg betont, liegt bei „kommen“ der Fokus auf dem Erreichen des Zielortes oder der Bewegung hin zum Sprecher oder einem Bezugspunkt.

Sie verwenden 'kommen', um über das Kommen oder Ankommen von Personen oder Dingen zu sprechen, sei es in der Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft oder in hypothetischen Situationen:

  • Über das Ankommen an Orten sprechen (z.B. Ich komme nach Hause.)
  • Den Zielort gegenüber dem Ausgangspunkt betonen.
  • Aussagen wie „Ich komme“, „du kamst“, „er ist gekommen“, „wir werden kommen“ usw. formulieren.

Die Konjugation von 'kommen' im Präsens

Die Konjugation von Verben im Deutschen ist umfangreicher als im Englischen. Beginnen wir mit dem Präsens, der einfachsten und wichtigsten Zeitform. Im Präsens hat 'kommen' sechs verschiedene Formen, die den sechs Subjektpronomen entsprechen:

Die sechs Formen im Präsens sind:

  • ich komme
  • du kommst
  • er / sie / es kommt
  • wir kommen
  • ihr kommt
  • sie kommen

Im Englischen gibt es im Präsens nur zwei Formen ('come', 'comes'), wobei 'comes' nur für die 3. Person Singular verwendet wird (he/she/it comes). Im Deutschen gibt es spezifischere Endungen für fast jedes Pronomen.

Subjektpronomen im Deutschen und Englischen

Um die Konjugationen vollständig zu verstehen, ist es wichtig, die deutschen Subjektpronomen zu kennen. Sie entsprechen den englischen Subjektpronomen, mit einer wichtigen Besonderheit im Deutschen bezüglich der Anrede ('Sie').

PersonSingular (Englisch)Plural (Englisch)Singular (Deutsch)Plural (Deutsch)
1. PersonIweichwir
2. Personyouyoudu (informell)ihr (informell)
3. Personhe/she/ittheyer/sie/essie

Formelle und informelle Anrede ('Sie')

Die Besonderheit im Deutschen ist die formelle Anrede 'Sie'. Diese wird verwendet, um Personen anzusprechen, die man nicht gut kennt, denen man besonderen Respekt zeigen möchte oder die eine Autoritätsposition innehaben. Das formelle 'Sie' wird immer großgeschrieben und ist sowohl für die Singular- als auch für die Pluralform dasselbe:

  • Sie (formell Singular)
  • Sie (formell Plural)

Das formelle 'Sie' verwendet immer die gleiche Verbform wie die 3. Person Plural ('sie').

'Kommen' im Präsens: Tabelle mit formeller Anrede

PersonNumerusPronomenKonjugation (Präsens)
1. PersonSingularichkomme
1. PersonPluralwirkommen
2. Person (informell)Singulardukommst
2. Person (informell)Pluralihrkommt
2. Person (formell)SingularSiekommen
2. Person (formell)PluralSiekommen
3. PersonSingularer/sie/eskommt
3. PersonPluralsiekommen

Beispiele für die Verwendung im Präsens

  • Ich komme morgen zur Party. (1. Person Singular)
  • Kommst du mit ins Kino? (2. Person informell Singular)
  • Das Kind kommt gerade nach Hause. (3. Person Singular)
  • Wir kommen aus Deutschland. (1. Person Plural)
  • Ihr kommt zu spät! (2. Person informell Plural)
  • Kommen Sie gut nach Hause! (2. Person formell Singular/Plural)
  • Die Gäste kommen um acht Uhr an. (3. Person Plural)

'Kommen' in anderen Zeiten

'Kommen' wird in allen deutschen Zeitformen verwendet. Da es sich um ein starkes Verb handelt, ändert sich der Stammvokal in bestimmten Formen (Präteritum und Partizip II). Das Hilfsverb für die Perfektzeiten ist „sein“.

Präteritum (Einfache Vergangenheit)

Das Präteritum wird oft für erzählte Ereignisse in der Vergangenheit verwendet, insbesondere in der Schriftsprache.

PersonSingularPlural
ichkamkamen
dukamstkamt
er/sie/eskamkamen
wirkamenkamen
ihrkamtkamt
sie/Siekamenkamen

Perfekt (Zusammengesetzte Vergangenheit)

Das Perfekt wird häufig in der gesprochenen Sprache verwendet, um über abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit zu sprechen. Es wird mit dem Hilfsverb „sein“ und dem Partizip II („gekommen“) gebildet.

PersonSingularPlural
ichbin gekommensind gekommen
dubist gekommenseid gekommen
er/sie/esist gekommensind gekommen
wirsind gekommensind gekommen
ihrseid gekommenseid gekommen
sie/Siesind gekommensind gekommen

Plusquamperfekt (Vorvergangenheit)

Das Plusquamperfekt beschreibt Handlungen, die vor einem Zeitpunkt in der Vergangenheit abgeschlossen waren. Es wird mit dem Präteritum von „sein“ („war“) und dem Partizip II („gekommen“) gebildet.

PersonSingularPlural
ichwar gekommenwaren gekommen
duwarst gekommenwart gekommen
er/sie/eswar gekommenwaren gekommen
wirwaren gekommenwaren gekommen
ihrwart gekommenwart gekommen
sie/Siewaren gekommenwaren gekommen

Futur I (Zukunft)

Das Futur I drückt zukünftige Handlungen aus. Es wird mit dem Hilfsverb „werden“ und dem Infinitiv („kommen“) gebildet. Oft wird stattdessen auch das Präsens mit einer Zeitangabe verwendet.

PersonSingularPlural
ichwerde kommenwerden kommen
duwirst kommenwerdet kommen
er/sie/eswird kommenwerden kommen
wirwerden kommenwerden kommen
ihrwerdet kommenwerdet kommen
sie/Siewerden kommenwerden kommen

Futur II (Vorzukunft)

Das Futur II drückt eine Handlung aus, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft abgeschlossen sein wird. Es wird mit dem Hilfsverb „werden“, dem Partizip II („gekommen“) und dem Infinitiv von „sein“ („sein“) gebildet.

PersonSingularPlural
ichwerde gekommen seinwerden gekommen sein
duwirst gekommen seinwerdet gekommen sein
er/sie/eswird gekommen seinwerden gekommen sein
wirwerden gekommen seinwerden gekommen sein
ihrwerdet gekommen seinwerdet gekommen sein
sie/Siewerden gekommen seinwerden gekommen sein

Wichtiger Hinweis zum Zeitgebrauch im Deutschen: Das Präsens kann zukünftige Ereignisse mit Zeitangabe ausdrücken (Ich komme morgen.). Das Perfekt wird oft anstelle des Präteritums in der Umgangssprache verwendet. Das Futur I wird oft durch das Präsens ersetzt, besonders wenn der Zeitpunkt klar ist.

'Kommen' in anderen Modi

Neben dem Indikativ, der Fakten beschreibt, gibt es im Deutschen auch den Imperativ (Befehlsform) und den Konjunktiv (Möglichkeitsform).

Imperativ (Befehlsform)

Der Imperativ wird verwendet, um Befehle, Bitten oder Aufforderungen auszudrücken. Für „du“ und „ihr“ wird das Pronomen meist weggelassen, für „wir“ und „Sie“ muss es stehen.

PersonForm
du (informell Singular)Komm(e)!
ihr (informell Plural)Kommt!
wirKommen wir!
Sie (formell Singular & Plural)Kommen Sie!

Konjunktiv I (Möglichkeitsform Gegenwartsbezogen)

Der Konjunktiv I wird hauptsächlich für die indirekte Rede verwendet.

Was ist kamen für eine Zeitform?
Präteritumichkamerkamwirkamenihrkamtsiekamen
PersonSingularPlural
ichkommekommen
dukommestkommet
er/sie/eskommekommen
wirkommenkommen
ihrkommetkommet
sie/Siekommenkommen

Konjunktiv II (Möglichkeitsform Vergangenheitsbezogen/Irrealis)

Der Konjunktiv II wird für irreale Bedingungen, höfliche Bitten oder Wünsche verwendet.

PersonSingularPlural
ichkämekämen
dukämestkämet
er/sie/eskämekämen
wirkämenkämen
ihrkämetkämet
sie/Siekämenkämen

Perfekt Konjunktiv I

Wird für indirekte Rede in der Vergangenheit verwendet.

PersonSingularPlural
ichsei gekommenseien gekommen
duseiest gekommenseiet gekommen
er/sie/essei gekommenseien gekommen
wirseien gekommenseien gekommen
ihrseiet gekommenseiet gekommen
sie/Sieseien gekommenseien gekommen

Plusquamperfekt Konjunktiv II

Wird für irreale Bedingungen in der Vergangenheit verwendet.

PersonSingularPlural
ichwäre gekommenwären gekommen
duwärest gekommenwäret gekommen
er/sie/eswäre gekommenwären gekommen
wirwären gekommenwären gekommen
ihrwäret gekommenwäret gekommen
sie/Siewären gekommenwären gekommen

Futur I Konjunktiv I

Wird selten verwendet, kann aber zukünftige indirekte Rede ausdrücken.

PersonSingularPlural
ichwerde kommenwerden kommen
duwerdest kommenwerdet kommen
er/sie/eswerde kommenwerden kommen
wirwerden kommenwerden kommen
ihrwerdet kommenwerdet kommen
sie/Siewerden kommenwerden kommen

Futur II Konjunktiv I

Wird selten verwendet, kann aber zukünftige abgeschlossene indirekte Rede ausdrücken.

PersonSingularPlural
ichwerde gekommen seinwerden gekommen sein
duwerdest gekommen seinwerdet gekommen sein
er/sie/eswerde gekommen seinwerden gekommen sein
wirwerden gekommen seinwerden gekommen sein
ihrwerdet gekommen seinwerdet gekommen sein
sie/Siewerden gekommen seinwerden gekommen sein

Häufige Verwendungen und Ausdrücke mit 'kommen'

'Kommen' ist Teil vieler wichtiger Verben mit trennbaren Präfixen und fester Wendungen.

Trennbare Verben mit 'kommen'

Viele Verben werden gebildet, indem ein Präfix vor 'kommen' gesetzt wird. Diese Verben haben oft eigene Bedeutungen und sind trennbar, d.h., das Präfix steht im Präsens und Präteritum am Satzende.

  • mitkommen: mit jemandem zusammen an einen Ort gehen/kommen (z.B. Kommst du mit ins Kino?)
  • vorkommen: passieren, geschehen, existieren (z.B. So etwas kommt öfter vor.)
  • auskommen: sich verstehen (mit jemandem), mit etwas zurechtkommen (z.B. Ich komme gut mit ihm aus. Wir müssen mit wenig Geld auskommen.)
  • ankommen: ein Ziel erreichen (z.B. Wann kommt der Zug an?)
  • bekommen: erhalten (Dies ist ein untrennbares Verb und hat eine andere Bedeutung!)

Feste Wendungen und Idiome

  • zur Sache kommen: direkt zum wichtigen Punkt kommen.
  • jemandem zugute kommen: jemandem nützen, von Vorteil sein.
  • in Frage kommen: relevant sein, in Betracht gezogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen 'komme' und 'kommen'?

'Kommen' ist der Infinitiv des Verbs. 'Komme' ist die konjugierte Form für die 1. Person Singular im Präsens (ich komme).

Ist 'kommen' ein starkes oder schwaches Verb?

'Kommen' ist ein starkes Verb. Das erkennt man an der Änderung des Stammvokals im Präteritum (kam) und im Partizip II (gekommen). Es hat jedoch keinen Vokalwechsel in der 2. und 3. Person Singular Präsens (du kommst, er kommt).

Was ist der Unterschied zwischen 'kommt' und 'kommen'?

'Kommen' ist der Infinitiv. 'Kommt' ist die konjugierte Form für die 3. Person Singular im Präsens (er/sie/es kommt) und für die 2. Person Plural im Präsens (ihr kommt).

Wann benutzt man 'kommen Sie' und wann 'kommst du'?

'Kommen Sie' ist die formelle Anrede (Singular und Plural). Sie wird bei Personen verwendet, die man siezt (Fremde, Ältere, Vorgesetzte etc.). 'Kommst du' ist die informelle Anrede (Singular) für Personen, mit denen man per Du ist (Freunde, Familie, Kinder).

Ist 'kommen' singular oder plural?

'Kommen' ist der Infinitiv und wird auch als konjugierte Form für die 1. Person Plural (wir kommen), die 3. Person Plural (sie kommen) und die formelle Anrede (Sie kommen) verwendet. Es ist also eine Form, die sowohl im Singular (formell Sie) als auch im Plural (wir, sie, formell Sie) vorkommt.

Was bedeutet 'jemandem zugute kommen'?

Diese feste Wendung bedeutet, dass etwas für jemanden von Vorteil ist oder ihm nützt. Beispiel: „Deine Vorbereitung wird dir zugute kommen.“

Was sind die 3 Formen von 'kommen'?

Wenn nach den drei Formen gefragt wird, sind meist der Infinitiv, das Präteritum (1. Person Singular) und das Partizip II gemeint: kommen - kam - gekommen.

Das Erlernen und Üben der verschiedenen Formen von 'kommen' mag anfangs viel erscheinen, aber durch regelmäßige Anwendung, insbesondere der Formen im Präsens und Perfekt, werden Sie schnell sicherer. Nutzen Sie die Tabellen als Referenz und versuchen Sie, eigene Sätze zu bilden. Viel Erfolg!

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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