Adobe Lightroom ist zweifellos ein leistungsstarkes Werkzeug für Fotografen weltweit und gilt nicht umsonst als Marktführer im Bereich der Bildbearbeitung und -verwaltung. Doch seit Adobe im Jahr 2017 endgültig auf ein reines Abo-Modell umgestiegen ist, das untrennbar mit der Creative Cloud verbunden ist, sind viele Nutzer auf der Suche nach Alternativen. Die monatlich anfallenden Kosten summieren sich über die Jahre und das Gefühl, die Software am Ende nicht wirklich zu besitzen, stößt nicht bei allen auf Gegenliebe. Selbst die letzte kaufbare Einzelversion, Lightroom 6, ist inzwischen veraltet und unterstützt viele moderne Kameras nicht mehr. Ein Blick über den Tellerrand auf andere Entwickler und ihre Angebote lohnt sich daher mehr denn je.

Warum eine Lightroom Alternative suchen?
Die Entscheidung von Adobe, Lightroom nur noch im Abo-Modell anzubieten, war für viele ein entscheidender Faktor. Während das Creative Cloud Foto-Abo für manche Anwender durchaus Vorteile bietet, bedeutet es für andere eine langfristige finanzielle Belastung, die sie gerne vermeiden würden. Man zahlt fortlaufend, erhält dafür zwar immer die aktuellste Version und Updates, erwirbt aber kein dauerhaftes Nutzungsrecht an der Software. Dieses Modell unterscheidet sich grundlegend vom früheren Kauf einer Lizenz, bei der man die Software nach dem Erwerb unbegrenzt nutzen konnte.
Hinzu kommt das Problem für Nutzer von älteren Versionen wie Lightroom 6. Diese Software mag zwar noch funktionieren, aber sie wird nicht mehr aktualisiert. Das bedeutet, dass neue Kameramodelle und ihre spezifischen RAW-Formate unter Umständen nicht oder nur eingeschränkt unterstützt werden. Für Fotografen, die mit aktueller Ausrüstung arbeiten, ist dies ein erheblicher Nachtteil. Sie sind quasi gezwungen, auf eine neuere Software umzusteigen, und das bedeutet bei Adobe den Wechsel ins Abo. Dies hat den Markt für Lightroom Alternativen belebt und es gibt heute eine beeindruckende Vielfalt an Programmen, die leistungsstarke Funktionen zur Bildbearbeitung und -verwaltung bieten, oft ohne die Notwendigkeit eines Abonnements.
Unsere Top-Empfehlungen für Lightroom Alternativen
Der Markt für Bildbearbeitungssoftware ist groß, und die Suche nach der passenden Alternative kann schnell unübersichtlich werden. Wir haben uns auf die Programme konzentriert, die unserer Meinung nach die besten Alternativen zu Lightroom darstellen und gleichzeitig eine Kaufoption ohne Abo anbieten (auch wenn einige parallel ein Abo-Modell führen). Diese Programme sind in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt worden und bieten eine Fülle von nützlichen Werkzeugen, darunter auch immer mehr Funktionen, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren.
Es ist wichtig zu betonen, dass die beste Software immer diejenige ist, die am besten zu Ihren individuellen Bedürfnissen und Ihrem Workflow passt. Deshalb stellen wir verschiedene Optionen vor, die sich in Preis, Funktionsumfang und Zielgruppe unterscheiden. Glücklicherweise bieten die meisten kostenpflichtigen Programme kostenlose Testversionen an, sodass Sie die Software ausgiebig prüfen können, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
Kostenpflichtige Lightroom Alternativen
Die meisten professionellen oder sehr umfangreichen Bildbearbeitungsprogramme sind kostenpflichtig. Sie bieten in der Regel einen größeren Funktionsumfang, eine bessere Performance und einen zuverlässigeren Support als kostenlose Alternativen. Hier sind einige der führenden Programme, die als Alternative zu Lightroom in Betracht gezogen werden können:
Luminar Neo
Luminar Neo aus dem Hause Skylum hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Lightroom Alternativen entwickelt. Umfragen in der Community bestätigen die hohe Akzeptanz, direkt nach Lightroom selbst. Luminar wird oft als ausgezeichnete Wahl für Einsteiger, Hobbyfotografen und Gelegenheits-Bearbeiter gesehen. Das liegt vor allem an zwei entscheidenden Vorteilen: einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, das durch regelmäßige Rabattaktionen oft günstiger ist als das Abo von Lightroom oder die Kaufversionen von Capture One und DxO PhotoLab, sowie einer sehr einsteigerfreundlichen Bedienung. Luminar setzt stark auf KI-Werkzeuge, die viele zeitraubende Aufgaben automatisieren und so die Bearbeitung erleichtern.
Die Software bietet sowohl Funktionen zur Bildverwaltung als auch umfangreiche Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. Während Luminar vielleicht nicht die allerprofessionellste Software auf dem Markt ist – diesen Titel beanspruchen eher Programme wie Capture One oder DxO PhotoLab – macht es seine Zugänglichkeit und die KI-gestützten Werkzeuge für viele Anwender attraktiv. Ein kleiner Kritikpunkt ist manchmal die Performance, die bei sehr großen Katalogen oder komplexen Bearbeitungen hinter der Konkurrenz zurückbleiben kann.
Die aktuelle Version ist Luminar Neo, die im Februar 2022 eingeführt wurde und seitdem kontinuierlich mit Updates und neuen Funktionen versorgt wird. Skylum hat den jährlichen Release-Zyklus eingestellt und konzentriert sich stattdessen auf die fortlaufende Verbesserung von Neo. Um Zugriff auf die neuesten Funktionen zu behalten, ist eine Lizenzverlängerung oder der Erwerb eines Upgrade-Passes erforderlich, was bei vielen Entwicklern üblich ist. Zuletzt gab es im Frühjahr und Herbst 2024 größere Updates. Luminar bietet auch eine mobile Version für iOS an.
Der Preis für eine Einzellizenz von Luminar Neo liegt bei etwa 120 Euro. Es gibt eine Testversion sowie eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie, um die Software risikofrei auszuprobieren.
Capture One
Capture One Pro wird von vielen professionellen Fotografen als die ultimative Lightroom Alternative angesehen. Es ist eine extrem leistungsstarke Software, die alle Anwendungsbereiche abdeckt – von der Tethered-Aufnahme im Studio bis zur komplexen RAW-Entwicklung und Bildverwaltung. Viele Profis nutzten Capture One bereits, bevor Adobe das Abo-Modell einführte, was für die Qualität und den Funktionsumfang der Software spricht.
Allerdings ist Capture One auch für seine Komplexität und Detailtiefe bekannt. Für absolute Einsteiger kann die schiere Menge an Optionen und Einstellungsmöglichkeiten zunächst etwas überwältigend sein. Zudem hat Capture One in den letzten Jahren seine Preise deutlich erhöht. Bezogen auf die monatlichen Kosten im Abo kann Capture One sogar teurer sein als Adobe Lightroom. Der große Vorteil gegenüber Adobe bleibt jedoch die Möglichkeit, eine kaufbare Einzelversion zu erwerben, auch wenn der Fokus des Herstellers seit Februar 2023 stärker auf dem Abo-Modell liegt.
Der Preis für die unbefristete Lizenz liegt bei etwa 350 Euro, was eine erhebliche Investition darstellt. Angesichts des umfangreichen Gesamtpakets und der professionellen Ausrichtung sehen wir Capture One vor allem als Alternative für erfahrene Anwender mit hohen Ambitionen in der Bildbearbeitung. Eine kostenlose Testversion ist verfügbar, um die Software auf Herz und Nieren zu prüfen. Auch eine mobile Version für iPhone und iPad existiert, diese ist jedoch separat kostenpflichtig.
DxO PhotoLab
DxO PhotoLab hat sich von einem reinen Entwicklungstool zu einer vollwertigen Lightroom Alternative entwickelt. Ursprünglich lag die Stärke von DxO PhotoLab vor allem in der herausragenden RAW-Entwicklung, der automatischen Korrektur von Objektivfehlern basierend auf umfangreichen Labortests und der erstklassigen Rauschreduzierung. Bildverwaltungsfunktionen fehlten lange, wurden aber in den letzten Jahren integriert. Heute ist DxO PhotoLab eine der interessantesten Alternativen, auch bedingt durch die Preisentwicklung bei Capture One und Luminar Neo.
Ein besonderes Highlight ist die Entrauschungs-Technologie von DxO, bekannt als DeepPRIME und in der neuesten Version als DeepPRIME XD2s weiter verbessert. Diese KI-gestützte Rauschminderung liefert oft beeindruckende Ergebnisse, selbst bei sehr hohen ISO-Werten. Zudem profitierte DxO PhotoLab von der Übernahme der Nik Collection von Google. Teile dieser beliebten Plugins, wie die U-Point-Technologie für lokale Anpassungen, sind in PhotoLab integriert.
Die neueste Generation, PhotoLab 8, wurde im September 2024 vorgestellt. Sie bringt weitere Verbesserungen bei der Rauschminderung (DeepPRIME XD2s), eine praktische Lupenfunktion, optimierte Korrekturen von Objektivunschärfen und verbesserte Tonwertkurven mit sich. Preislich bewegt sich DxO PhotoLab ähnlich wie Luminar Neo und ist somit auch für Hobbyfotografen eine gute Option, insbesondere wenn die KI-Ansätze von Luminar nicht zusagen oder die Rauschreduzierung oberste Priorität hat.
DxO PhotoLab wird in zwei Varianten angeboten: der Essential-Edition und der Elite-Edition. Die Essential-Edition kostet 139 Euro und bietet einen geringeren Funktionsumfang, während die Elite-Edition für 229 Euro alle Funktionen enthält. Eine kostenlose Testversion ist verfügbar.
DxO PhotoLab 8 Essential vs. Elite
Hier ein kurzer Überblick über die Unterschiede der beiden Versionen, basierend auf den uns vorliegenden Informationen:
| Version | Preis | Funktionsumfang |
|---|---|---|
| DxO PhotoLab 8 Essential | 139 Euro | Geringerer Funktionsumfang |
| DxO PhotoLab 8 Elite | 229 Euro | Alle Funktionen enthalten |
ON1 Photo RAW
ON1 Photo RAW wurde lange Zeit unterschätzt, hat sich aber durch stetige Entwicklung zu einer ausgereiften und empfehlenswerten Lightroom Alternative gemausert. Mit einem Preis von etwa 110 Euro für die Einzellizenz ist es eine vergleichsweise günstige Option, die sowohl für Hobbyfotografen als auch für ambitionierte Anwender interessant sein dürfte.
ON1 Photo RAW bietet alles, was man von einer vollwertigen Alternative erwartet: umfangreiche Bildverwaltung und ausgefeilte Möglichkeiten zur RAW-Entwicklung und Bildbearbeitung. Die Software punktet mit einigen praktischen Funktionen, die nicht alle Konkurrenten bieten, wie beispielsweise eine simple, aber effektive Vergleichsansicht von Bildern, sehr gute Objektivkorrekturen und eine leistungsstarke Ebenen-Funktion. Letzteres macht ON1 Photo RAW auch zu einer potenziellen Photoshop Alternative.
Der Funktionsumfang ist beachtlich und kann bei Bedarf durch kostenpflichtige Plugins erweitert werden. Besonders das Entrauschungstool NoNoise AI ist hier hervorzuheben, das mit den Top-Werkzeugen von DxO und Topaz Labs mithalten kann. Im Oktober 2024 wurde die 2025er Version angekündigt, die weitere Verbesserungen bei der Farbbearbeitung und der Organisation verspricht. Eine Testversion ist verfügbar.
Affinity Photo
Affinity Photo sticht aus der Liste hervor, da es preislich mit nur rund 75 Euro sehr attraktiv ist und der Hersteller explizit auf ein Abo-Modell verzichtet – es wird nur einmalig gekauft. Wer großen Wert auf den Verzicht auf Abos legt, findet hier eine sichere Option.
Affinity Photo ist eigentlich eher als Photoshop Alternative bekannt und positioniert sich auch so. Es bietet aber ebenfalls die Möglichkeit, RAW-Bilder zu entwickeln und zu bearbeiten. Daher kann es für Nutzer interessant sein, die sowohl mit Lightroom als auch mit Photoshop gearbeitet haben und eine Software suchen, die beide Welten abdeckt. Ein wesentlicher Unterschied zu Lightroom ist jedoch das Fehlen einer umfangreichen, integrierten Bildverwaltung. Dieses Manko kann man aber durch die Nutzung einer separaten Verwaltungssoftware (wie z.B. Excire, auch wenn dies hier nicht im Detail betrachtet wird) ausgleichen.
Die Beliebtheit von Affinity Photo ist hoch; in einer großen Umfrage belegte es Platz 3 der meistgenutzten Bildbearbeitungsprogramme nach Lightroom und Photoshop. Im November 2022 wurde Affinity Photo 2 eingeführt, gefolgt von kostenlosen Updates auf Version 2.1, 2.2 (2023) und zuletzt Version 2.5 (Ende 2024). Auch die iPad-Version erfreut sich großer Beliebtheit, da sie ebenfalls nur einmalig rund 20 Euro kostet. Eine Testversion ist erhältlich.
Kostenlose Lightroom Alternativen
Nicht jeder benötigt oder möchte Geld für Bildbearbeitungssoftware ausgeben. Glücklicherweise gibt es auch im Bereich der kostenlosen Programme leistungsfähige Alternativen, die einen Blick wert sind, auch wenn sie naturgemäß nicht den vollen Funktionsumfang oder Komfort kostenpflichtiger Lösungen bieten.

Darktable
Darktable ist eine kostenlose und Open-Source-Alternative zu Lightroom, die sich optisch stark am früheren Lightroom orientiert. Ehemalige Lightroom-Nutzer finden sich daher oft schnell in der Benutzeroberfläche zurecht. Die Software ist erstaunlich leistungsfähig für ein kostenloses Programm und bietet eine Vielzahl von Werkzeugen zur RAW-Entwicklung und Bildbearbeitung. Zudem verfügt Darktable über grundlegende Bildverwaltungsmöglichkeiten.
Ursprünglich vor allem für Linux und Mac OS X verfügbar, gibt es seit einigen Jahren auch eine stabile Version für Windows. Schwächen zeigt Darktable unter anderem bei der Performance, die auf älterer Hardware oder bei sehr großen Katalogen spürbar sein kann. Im Gegensatz zu vielen kostenpflichtigen Alternativen integriert Darktable derzeit keine Funktionen, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, um Aufgaben zu automatisieren. Wenn Sie eine leistungsfähige und kostenlose Alternative suchen und bereit sind, sich einzuarbeiten, ist Darktable definitiv ein guter erster Anlaufpunkt.
RawTherapee
RawTherapee ist eine weitere kostenlose und Open-Source-Alternative, die sich auf die RAW-Entwicklung spezialisiert. Ähnlich wie Darktable ist es für verschiedene Betriebssysteme verfügbar, darunter Windows, Mac und Linux. Nach einer längeren Phase ohne Updates wurde Ende 2022 eine neue Version veröffentlicht, und die Entwicklung wird fortgesetzt; die aktuelle Version 5.11 erschien im August 2024.
RawTherapee bietet solide Werkzeuge zur Entwicklung und Bearbeitung von Bildern und verfügt auch über gute Verwaltungs- und Katalogisierungsmöglichkeiten, wenn auch nicht so umfangreich wie bei Lightroom. Sie können Bilder mit Tags, Bewertungen oder Farben markieren. Die Software punktet zudem mit vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten, einer guten Farbkorrektur und einer ordentlichen Performance auf weniger leistungsstarken Computern. Wenn Ihr Rechner an seine Grenzen stößt oder Sie eine kostenlose Alternative mit guter Farbkontrolle suchen, könnte RawTherapee die richtige Wahl sein.
Eher unbekannte Lightroom Alternativen
Neben den genannten, bekannteren Programmen gibt es noch weitere Alternativen auf dem Markt. Wenn Sie bei Ihrer Recherche bereits auf Luminar, Capture One oder DxO PhotoLab gestoßen sind und diese Programme nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, gibt es auch einige weniger verbreitete Optionen, die einen Blick wert sein könnten. Ohne hier ins Detail zu gehen, gibt es Programme, die ebenfalls Funktionen zur RAW-Entwicklung und Bildbearbeitung bieten. In den meisten Fällen würden wir jedoch zunächst zu den etablierten Lösungen wie Luminar Neo, DxO PhotoLab, Capture One, ON1 Photo RAW oder Affinity Photo raten, da diese in der Regel einen ausgereifteren Funktionsumfang und eine größere Community bieten.
Die beste Ergänzung zu Lightroom & Co.
Manchmal sucht man gar keine vollständige Alternative zu Lightroom, sondern lediglich eine Ergänzung, die bestimmte spezifische Aufgaben besser oder einfacher löst als die vorhandene Software. Besonders im Bereich der Rauschreduzierung, des Schärfens oder des Hochskalierens von Bildern hat sich in den letzten Jahren viel durch den Einsatz von KI getan.
Topaz Photo AI
Wenn Sie gezielt Werkzeuge in diesen Bereichen suchen, ist Topaz Photo AI eine hervorragende Option. Es handelt sich nicht um eine vollwertige Lightroom Alternative mit Bildverwaltung, sondern um eine spezialisierte Software, die als Ergänzung zu Ihrem bestehenden Workflow gedacht ist. Topaz Photo AI konzentriert sich auf die drei Hauptaufgaben: Rauschentfernung, Schärfen und Hochskalieren (Upscaling). Die Ergebnisse, die mit den KI-Modellen von Topaz erzielt werden können, sind oft beeindruckend, insbesondere bei der Rauschreduzierung.
Die Software zeichnet sich durch leistungsstarke KI-Funktionen, eine intuitive Bedienung und eine hohe Einsteigerfreundlichkeit aus. Die Entwickler setzen nicht auf ein Abo-Modell, sondern bieten die Software zum Kauf an (Preis liegt bei 199 US-Dollar). Zudem wird die Software sehr aktiv gepflegt und durch wöchentliche Updates verbessert. Größere Updates wie Topaz Photo AI 2 (September 2023) und Topaz Photo AI 3 (April 2024) haben zusätzliche Funktionen wie Presets, Beleuchtungsanpassungen und Farbabgleich hinzugefügt. Eine Testversion ist verfügbar, um die Leistungsfähigkeit selbst zu testen.
Fazit und Zusammenfassung
Die Suche nach einer Alternative zu Adobe Lightroom ist für viele Fotografen eine Notwendigkeit oder zumindest eine attraktive Option geworden, seit Adobe auf das reine Abo-Modell umgestiegen ist. Es gibt erfreulicherweise eine Vielzahl von interessanten und leistungsfähigen Programmen auf dem Markt, sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose.
Kostenlose Programme wie Darktable und RawTherapee sind beeindruckend leistungsfähig für ihren Preis (null) und bieten grundlegende Funktionen zur RAW-Entwicklung und Bildverwaltung. Sie können eine gute Wahl für Hobbyfotografen sein oder als Teil einer Kombination aus verschiedenen kostenlosen Tools (z.B. mit Gimp als Photoshop Alternative oder einem kamerainternen RAW-Konverter). Allerdings muss man hier oft Abstriche bei Komfort, Performance (je nach System) und automatisierten KI-Funktionen machen.
Wer eine professionellere, umfangreiche All-in-One-Lösung ohne Abo sucht, findet im kostenpflichtigen Bereich eine breite Auswahl. Luminar Neo ist derzeit die wohl beliebteste Alternative, besonders attraktiv durch sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, die einsteigerfreundliche Oberfläche und die starke Nutzung von KI. Für viele Hobbyfotografen ist es der ideale erste Blick.
Anwender mit höheren Ansprüchen oder spezifischen Bedürfnissen sollten sich DxO PhotoLab oder Capture One genauer ansehen. DxO PhotoLab glänzt mit seiner überragenden RAW-Entwicklung und Rauschreduzierung (DeepPRIME), während Capture One als extrem leistungsfähiges und umfassendes Tool für professionelle Workflows gilt, allerdings auch preislich im oberen Segment angesiedelt ist. ON1 Photo RAW bietet eine ebenfalls sehr umfangreiche Suite zu einem attraktiveren Preis und punktet mit Funktionen wie Ebenen, die es auch zu einer gewissen Photoshop Alternative machen.
Affinity Photo ist primär eine Photoshop Alternative, bietet aber auch RAW-Funktionen zu einem sehr günstigen Einmalpreis und ist eine gute Option für Nutzer, die sich von jeglichem Abo-Zwang befreien möchten und auf eine integrierte Bildverwaltung verzichten können oder eine separate Lösung nutzen.
Letztendlich führt kein Weg am Ausprobieren vorbei. Nutzen Sie die kostenlosen Testversionen der Programme, die Sie interessieren. Vergleichen Sie die Benutzeroberfläche, den Workflow und die Ergebnisse bei der Bearbeitung Ihrer eigenen Bilder. Nur so finden Sie die Software, die wirklich am besten zu Ihnen und Ihrer Arbeitsweise passt. Dieser Vergleich mag einige Zeit in Anspruch nehmen, aber er lohnt sich, um die optimale Lightroom Alternative für sich zu entdecken.
Dieser Artikel wurde erstmals im Jahr 2017 veröffentlicht und zuletzt im November 2024 überarbeitet und auf den neusten Stand gebracht.
Häufig gestellte Fragen
Hier beantworten wir einige häufige Fragen zum Thema Lightroom Alternativen:
Warum suchen so viele Fotografen eine Alternative zu Lightroom?
Der Hauptgrund ist das Abo-Modell von Adobe Creative Cloud, das monatliche Kosten verursacht, anstatt die Software einmalig zu kaufen. Zudem ist die letzte kaufbare Version (Lightroom 6) inzwischen veraltet und unterstützt moderne Kameras oft nicht mehr.
Gibt es kostenlose Alternativen zu Lightroom?
Ja, es gibt leistungsfähige kostenlose Optionen wie Darktable und RawTherapee. Diese bieten grundlegende RAW-Entwicklung und Bildverwaltung, auch wenn sie im Funktionsumfang und Komfort oft nicht mit kostenpflichtigen Programmen mithalten können.
Welche kostenpflichtige Alternative ist am besten für Einsteiger und Hobbyfotografen geeignet?
Luminar Neo wird aufgrund seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses, der einsteigerfreundlichen Oberfläche und der starken Nutzung von KI-Werkzeugen oft als sehr gute Wahl für Einsteiger und Hobbyfotografen empfohlen.
Welche Alternative eignet sich am besten für professionelle Fotografen?
Capture One Pro gilt als extrem leistungsfähige Software, die alle Bedürfnisse von Profis abdeckt. Auch DxO PhotoLab mit seinen Stärken in RAW-Entwicklung und Rauschreduzierung ist eine erstklassige Wahl für professionelle Anwender.
Muss ich bei diesen Alternativen ebenfalls ein Abo abschließen?
Nein, das ist der Vorteil. Alle in diesem Artikel vorgestellten kostenpflichtigen Alternativen (Luminar Neo, Capture One, DxO PhotoLab, ON1 Photo RAW, Affinity Photo) bieten eine Kaufoption ohne Abo an. Einige bieten parallel auch ein Abo als Option an, aber keines *erfordert* ein Abo für die Nutzung der Basissoftware (mit Ausnahme von neuen Funktionen, die bei einigen nach einem Jahr Updates einen Upgrade-Pass erfordern können). Affinity Photo und die kostenlosen Optionen erfordern definitiv kein Abo.
Ich benötige nur bessere Werkzeuge für Rauschreduzierung oder Schärfen. Gibt es dafür spezielle Programme?
Ja, Topaz Photo AI ist ein Beispiel für eine spezialisierte Software, die sich auf diese Aufgaben (Rauschentfernung, Schärfen, Hochskalieren) konzentriert und als Ergänzung zu Ihrer bestehenden Software genutzt werden kann. Es ist keine vollwertige Lightroom Alternative, aber sehr leistungsfähig in seinen Kernbereichen.
Kann ich die Programme vor dem Kauf testen?
Ja, fast alle kostenpflichtigen Lightroom Alternativen, die wir vorgestellt haben, bieten kostenlose Testversionen an. Wir empfehlen dringend, diese zu nutzen, um die Software ausgiebig zu prüfen und die beste Wahl für Ihren Workflow zu treffen.
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