Das Samsung Galaxy Note 3 war bei seiner Einführung im Herbst 2013 ein echtes Statement im Smartphone-Markt. Als Nachfolger des beliebten Note II setzte es neue Maßstäbe, insbesondere in Bezug auf Leistung, Displayqualität und die Integration des S-Pen. Es war ein Gerät, das die Grenzen zwischen Smartphone und Tablet verschwimmen ließ und eine treue Fangemeinde anzog, die die Produktivität und die kreativen Möglichkeiten des großen Bildschirms und des Stifts zu schätzen wusste.

Fast ein Jahrzehnt nach seiner Veröffentlichung bleibt das Galaxy Note 3 ein interessantes Stück Technikgeschichte. Es war das erste Smartphone mit 3 GB RAM und brachte Innovationen wie USB 3.0 mit sich. Auch heute noch werfen viele einen Blick zurück auf dieses Modell, sei es aus Nostalgie, technischem Interesse oder weil sie vielleicht noch ein funktionierendes Gerät besitzen. Lassen Sie uns eintauchen und die Details dieses bemerkenswerten Geräts beleuchten.

Vorstellung und Alter des Samsung Galaxy Note 3
Das Samsung Galaxy Note 3 wurde im September 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt. Gemessen am aktuellen Datum ist das Gerät also bereits über elf Jahre alt. Es kam kurz nach dem ebenfalls innovativen Galaxy S4 auf den Markt und teilte einige dessen neuen Funktionen und Sensoren, erweiterte diese jedoch mit den charakteristischen Merkmalen der Note-Serie.
Die Markteinführung war ein großer Erfolg. Samsung verkaufte innerhalb des ersten Monats 5 Millionen Einheiten und erreichte in nur zwei Monaten bereits die Marke von 10 Millionen verkauften Geräten. Dies unterstreicht die Popularität und die Nachfrage nach leistungsstarken Smartphones mit großem Display zu dieser Zeit.
Design und Haptik: Ein Schritt Richtung "Premium"
Beim Design orientierte sich das Galaxy Note 3 zwar am Vorgänger, dem Galaxy Note II, doch Samsung verfolgte hier klar das Ziel, dem Gerät ein hochwertigeres, "Premium"-Gefühl zu verleihen. Obwohl das Gehäuse weiterhin überwiegend aus Polycarbonat gefertigt war, unterschied es sich durch einige entscheidende Details.
Das Note 3 war mit einer Dicke von 8,3 mm und einem Gewicht von 168 g geringfügig dünner und leichter als sein Vorgänger. Auffällig war der metallisch anmutende Kunststoff-Rand, der dem Gerät eine edlere Optik verlieh. Besonders charakteristisch war jedoch die Rückseite: Sie bestand aus einem Kunststoff, der eine Lederstruktur mit einer angedeuteten Naht aufwies. Dies gab dem Telefon eine angenehmere Haptik und unterscheidete es von den glatten, glänzenden Rückseiten früherer Samsung-Modelle.
Eine durchdachte Designwahl war auch der leicht hervorstehende Metallrahmen um das Display. Dieser ragte etwa einen Millimeter über das Glas hinaus und sollte so das Risiko von Glasbrüchen beim Herunterfallen reduzieren, indem er den Aufprall absorbierte.
Der Lautsprecher wanderte beim Note 3 von der Rückseite (wie noch beim Note 1, 2 und 4) an die Unterseite des Geräts, was für eine bessere Klangabstrahlung beim Betrachten von Videos oder Spielen sorgte.
Bei der Einführung war das Galaxy Note 3 in Schwarz, Weiß und Pink erhältlich. Später, im Dezember 2013, wurden für ausgewählte Märkte weitere Farbvarianten vorgestellt: Schwarz mit goldfarbenem Rahmen, Weiß mit roségoldfarbenem Rahmen und Rot mit silberfarbenem Rahmen.
Hardware und Leistung: Ein Kraftpaket seiner Zeit
Das Galaxy Note 3 war für seine Zeit technologisch führend ausgestattet. Es gab zwei Hauptvarianten des Geräts, die sich im verwendeten Chipsatz unterschieden:
- Die LTE-Version (Modellnummer N9005), die vor allem in Europa und Nordamerika verkauft wurde, nutzte den Qualcomm Snapdragon 800 SoC. Dieser verfügte über einen mit 2,3 GHz getakteten Quad-Core-Prozessor und eine Adreno 330 GPU.
- Die GSM-Version (Modellnummern N9000/N9006) für Märkte ohne oder mit anderer LTE-Infrastruktur wurde von Samsungs eigenem Exynos 5 Octa (5420) angetrieben. Dieser war ein Octa-Core-Prozessor im big.LITTLE-Design, bestehend aus vier 1,9 GHz schnellen Cortex-A15-Kernen für anspruchsvolle Aufgaben und vier 1,3 GHz schnellen Cortex-A7-Kernen für effizientere Prozesse. Die GPU dieser Variante war die Mali T628.
Obwohl die Chipsätze unterschiedlich waren, zeigten Tests damals eine vergleichbare Leistung beider Modelle im Alltag.
Eine absolute Neuheit im Smartphone-Bereich war die Ausstattung mit 3 GB RAM. Dies ermöglichte besseres Multitasking und flüssigere Bedienung, besonders bei anspruchsvollen Anwendungen.
Beim internen Speicher gab es Varianten mit 32 GB und 64 GB, wobei der Speicher über einen MicroSD-Kartensteckplatz erweitert werden konnte, was für viele Nutzer ein wichtiges Kriterium war und ist.

Das Display war ein weiteres Highlight: Ein 5,7 Zoll großes Super AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln (Full HD). Dies war nicht nur größer als das 5,5-Zoll-Display des Vorgängers, sondern bot auch eine deutlich höhere Auflösung im Vergleich zum 720p-Display des Note II.
Der Akku hatte eine Kapazität von 3200 mAh, eine leichte Steigerung gegenüber den 3100 mAh des Note II. Samsung bewarb eine verbesserte Laufzeit, unter anderem vier zusätzliche Stunden Videowiedergabe.
Eine weitere technische Besonderheit war die Unterstützung von USB 3.0. Das Galaxy Note 3 war das erste Smartphone mit diesem Standard, was schnellere Datenübertragungen und ein zügigeres Aufladen beim Anschluss an kompatible Ports ermöglichte.
Sensoren und der verbesserte S-Pen
Das Galaxy Note 3 war reichlich mit Sensoren ausgestattet, die eine Vielzahl von Interaktionen ermöglichten. Neben den üblichen Sensoren wie Gyroskop, Beschleunigungssensor, Barometer, Magnetsensor (Kompass), Annäherungssensor und Helligkeitssensor, die für Funktionen wie automatische Bildschirmdrehung, Navigation oder automatische Helligkeitsanpassung zuständig waren, verfügte das Note 3 über einige bemerkenswerte zusätzliche Sensoren.
Einzigartig in der Note-Serie (und ansonsten nur im Galaxy S4 desselben Jahres zu finden) waren der Thermometersensor zur Messung der Umgebungstemperatur und das Hygrometer zur Messung der Luftfeuchtigkeit. Diese Daten konnten unter anderem von der Samsung S Health App genutzt werden.
Zusätzlich verfügte das Display über eine Schicht, die schwebende Finger erkennen konnte. Dies ermöglichte die "Air View"-Funktion nicht nur mit dem S-Pen, sondern auch mit dem Finger – ein Feature, das das Note 3 als einziges Gerät der Note-Serie besaß.
Der namensgebende S-Pen, der digitale Eingabestift, wurde beim Note 3 nochmals verbessert. Er nutzte weiterhin einen Wacom-Digitizer, der 1024 Druckempfindlichkeitsstufen unterscheiden konnte, was präzises Zeichnen und Schreiben ermöglichte.
Das Entfernen des Stifts oder das Drücken des Knopfes bei schwebendem S-Pen aktivierte das neue "Air Command"-Menü. Dieses radiale Menü bot schnellen Zugriff auf Stift-zentrierte Funktionen:
- Action Memos: Digitale Notizen, deren Inhalt (z.B. Telefonnummern, Adressen) erkannt und in Aktionen umgewandelt werden konnte.
- Screen Write: Zum Kommentieren und Beschriften von Bildschirmfotos.
- Pen Window: Ermöglichte das Zeichnen eines Fensters, in dem bestimmte Apps als schwebendes Pop-up geöffnet wurden.
- S Finder: Eine geräteweite Suchfunktion.
- Scrapbook: Zum Sammeln und Organisieren von Inhalten (Bilder, Text) aus verschiedenen Apps.
Die "Air View"-Funktion zeigte Vorschauen von Inhalten an, wenn der Stift (oder der Finger) über sie schwebte – beispielsweise Alben in der Galerie, Nachrichten, Kontaktdetails oder Videovorschauen auf der Zeitachse.
Kamerafunktionen: Fortschrittliche Fotografie und Video
Das Samsung Galaxy Note 3 war mit einer fortschrittlichen Kamera für seine Zeit ausgestattet, die einige beeindruckende Fähigkeiten bot, insbesondere im Videobereich.
Die Hauptkamera auf der Rückseite hatte eine Auflösung von 13 Megapixeln (4128×3096 Pixel) und nutzte den Sony Exmor RS IMX135 Bildsensor, denselben Sensor wie das bereits erwähnte Galaxy S4. Die Kamera-Software und die Benutzeroberfläche ähnelten ebenfalls stark denen des S4.

Besonders hervorzuheben sind die Videofunktionen des Note 3. Es war eines der ersten Smartphones, das 4K-Videoaufnahmen (2160p) mit 30 Bildern pro Sekunde unterstützte, allerdings begrenzt auf eine maximale Länge von 5 Minuten pro Video. Diese Fähigkeit war jedoch auf die Variante mit dem Snapdragon-Chipsatz (N9005) beschränkt. Die Exynos-Variante (N9000) konnte Videos maximal in Full HD (1080p) aufnehmen.
Darüber hinaus konnte das Note 3 Videos in 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde und Zeitlupenvideos in 720p mit 120 Bildern pro Sekunde aufnehmen (letztere ohne Tonspur). Der vorinstallierte Videoplayer konnte die höhere Auflösung nutzen und ermöglichte unter anderem das Zoomen während der Wiedergabe, Bild-für-Bild-Navigation und das Extrahieren von Einzelbildern.
Die Frontkamera hatte eine Auflösung von 2,1 Megapixeln und konnte ebenfalls Videos in Full HD (1080p) mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen.
Die Kamera-Software bot verschiedene Aufnahmemodi, darunter auch Features, die mit Software-Updates hinzukamen, wie das Sphärische Panorama (auch "Photo Sphere" genannt), ein "Golf-Modus" zur Analyse von Golfschwüngen und später die "Virtuelle Tour" vom Galaxy S5 zur Erstellung von 3D-Raumansichten.
Software und Bedienung: TouchWiz und Multitasking
Das Galaxy Note 3 wurde ursprünglich mit Android 4.3 "Jelly Bean" ausgeliefert, überzogen mit Samsungs eigener Benutzeroberfläche TouchWiz NatureUX 2.5. Im Laufe der Zeit erhielt das Gerät offizielle Updates auf Android 4.4.2 "KitKat" (2014) und Android 5.0 "Lollipop" (2015), was die Lebensdauer des Geräts softwareseitig verlängerte.
Mit den Updates wurden nicht nur neue Android-Funktionen integriert, sondern auch Features von neueren Galaxy-Modellen übernommen, wie beispielsweise der Download Booster oder der Kids Mode mit dem KitKat-Update, sowie eine überarbeitete TouchWiz-Version (4.0) mit dem Lollipop-Update.
Über die offiziellen Updates hinaus existieren für Technik-Enthusiasten auch inoffizielle Custom-ROMs, die es ermöglichen, das Note 3 mit neueren Android-Versionen bis hin zu Android 11 zu betreiben.
Die Software des Note 3 war stark auf die Nutzung des S-Pen und die Vorteile des großen Displays ausgelegt. Die Multitasking-Funktion, bekannt als Multi Window, wurde verbessert. Sie unterstützte nun nicht nur mehr Apps, sondern ermöglichte es auch, zwei Instanzen derselben App nebeneinander laufen zu lassen und Inhalte per Drag-and-Drop zwischen ihnen zu verschieben. Die "Pen Window"-Funktion bot eine weitere Ebene des Multitaskings durch schwebende App-Fenster.
Weitere Funktionen, die vom Galaxy S4 übernommen wurden, waren "Air Gestures" (Steuerung durch Handbewegungen über dem Sensor), "Smart Screen" (z.B. intelligentes Scrollen durch Blickverfolgung) und Gestensteuerung.
Für die Einhandbedienung auf dem großen Display gab es eine Funktion, die das Interface auf eine kleinere, in einer Ecke platzierte Bildschirmfläche skalierte.

In Bezug auf Kritik geriet das Note 3 bei seiner Einführung durch den sogenannten Region Lock in die Schlagzeilen. Dies war eine neue Form des SIM-Locks, bei der das Gerät zunächst mit einer SIM-Karte aus der Zielregion aktiviert werden musste, bevor SIM-Karten aus anderen Regionen genutzt werden konnten. Diese Maßnahme sollte den Grauhandel eindämmen, führte aber zu Bedenken bei Nutzern und wurde später etwas gelockert.
Varianten und das Note 3 Neo
Das Samsung Galaxy Note 3 erschien in verschiedenen Modellvarianten, die sich hauptsächlich durch den Chipsatz und die Mobilfunkunterstützung unterschieden:
- N900: Internationale GSM-Variante (Exynos)
- N9005: Internationale LTE-Variante (Snapdragon)
- N9002 und N9006: Chinesische Dual-SIM-Varianten (Snapdragon)
- N9009: Internationale CDMA-Variante
- N900X: Internationale Demo-Version
Neben dem Hauptmodell gab es auch eine etwas abgespeckte Variante, das Samsung Galaxy Note 3 Neo. Dieses Modell hatte einen Bildschirm mit geringerer Auflösung (720p statt 1080p) und eine Kamera, die maximal in 1080p mit 30 Bildern pro Sekunde filmen konnte. Es war eine preisgünstigere Alternative für diejenigen, die das Note-Erlebnis wünschten, aber nicht die volle Leistung und Ausstattung des Flaggschiffs benötigten.
Vergleich: Note 3 vs. Note 2
| Merkmal | Samsung Galaxy Note 3 | Samsung Galaxy Note II |
|---|---|---|
| Displaygröße | 5,7 Zoll | 5,5 Zoll |
| Displayauflösung | 1920 x 1080 Pixel (Full HD) | 1280 x 720 Pixel (HD) |
| Displaytyp | Super AMOLED | Super AMOLED |
| Dicke | 8,3 mm | 8,9 mm |
| Gewicht | 168 g | 183 g |
| RAM | 3 GB | 2 GB |
| Akkukapazität | 3200 mAh | 3100 mAh |
| USB-Anschluss | USB 3.0 | USB 2.0 |
Dieser Vergleich zeigt deutlich die Evolution zwischen den beiden Generationen, mit Verbesserungen bei Display, Größe/Gewicht, RAM, Akku und Konnektivität.
Häufig gestellte Fragen zum Samsung Galaxy Note 3
Wie alt ist das Samsung Galaxy Note 3?
Das Samsung Galaxy Note 3 wurde im September 2013 vorgestellt und ist somit im Jahr 2024 etwa 11 Jahre alt.
Was waren die besonderen Merkmale des Galaxy Note 3?
Besondere Merkmale waren das 5,7 Zoll Full HD Super AMOLED Display, 3 GB RAM (als erstes Smartphone), USB 3.0, die lederartige Rückseite, einzigartige Sensoren wie Thermometer und Hygrometer, die Fähigkeit des Displays, schwebende Finger zu erkennen, und der verbesserte S-Pen mit Funktionen wie Air Command und Pen Window.
Unterstützt das Galaxy Note 3 4K-Videoaufnahmen?
Ja, die Variante mit dem Qualcomm Snapdragon 800 Chipsatz (Modell N9005) unterstützt 4K-Videoaufnahmen (2160p) mit 30 Bildern pro Sekunde, begrenzt auf 5 Minuten pro Video. Die Variante mit dem Exynos-Chipsatz (N9000) unterstützt maximal Full HD (1080p).
Welche Android-Versionen wurden offiziell für das Note 3 veröffentlicht?
Das Gerät wurde mit Android 4.3 Jelly Bean ausgeliefert und erhielt offizielle Updates auf Android 4.4.2 KitKat und Android 5.0 Lollipop.
Was war der "Region Lock" beim Galaxy Note 3?
Der Region Lock war eine Form des SIM-Locks, bei der das Gerät zuerst mit einer SIM-Karte aus der vorgesehenen Verkaufsregion aktiviert werden musste, bevor SIM-Karten aus anderen Regionen verwendet werden konnten. Dies führte bei der Einführung zu Kritik.
Wurde die Galaxy Note-Serie eingestellt?
Samsung hat die Galaxy Note-Serie nicht offiziell dauerhaft eingestellt, aber im Jahr 2021 wurde aufgrund von globalen Chip-Engpässen und der Priorisierung anderer Modelle (wie der S21-Serie mit S-Pen-Unterstützung und der Foldables) kein neues Modell vorgestellt. Das letzte Modell war das Galaxy Note 20, das im August 2020 vorgestellt wurde. Samsung hat angedeutet, dass zukünftige S-Ultra Modelle oder Foldables die Lücke füllen oder die Note-Reihe in anderer Form fortgeführt werden könnte.
Fazit
Das Samsung Galaxy Note 3 war seinerzeit ein absolutes Spitzen-Smartphone und ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Note-Serie. Es kombinierte ein großes, hochauflösendes Display mit leistungsstarker Hardware, innovativen Sensoren und einem stark verbesserten S-Pen-Erlebnis. Features wie 3 GB RAM, USB 3.0 und 4K-Videoaufnahme in der Snapdragon-Variante waren wegweisend. Trotz anfänglicher Kontroversen wie dem Region Lock bleibt das Note 3 in Erinnerung als ein Gerät, das Produktivität und Kreativität im mobilen Format neu definierte und die Position der Note-Serie als Flaggschiff-Linie für anspruchsvolle Nutzer festigte.
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