Die Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) ist untrennbar mit zwei Namen verbunden: Wladimir Iljitsch Lenin und Josef Stalin. Oft stellt sich die Frage, wer von diesen beiden revolutionären Führern zuerst an der Spitze der Partei stand. Die Antwort ist klar: Wladimir Iljitsch Lenin führte die Partei lange bevor Josef Stalin die absolute Macht erlangte.

Die Wurzeln der KPdSU reichen bis ins Jahr 1898 zurück, als in Russland die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (SDAPR) gegründet wurde. Diese Partei, die marxistische Gruppen vereinte, wurde schnell verboten und ihre Mitglieder verfolgt oder ins Exil gezwungen. Die eigentliche Formierung fand 1903 auf einem Parteitag in London statt. Schon hier zeigten sich die fundamentalen Unterschiede, die später zur Spaltung führen sollten. Während Lenin eine Partei von engagierten Berufsrevolutionären unter den Bedingungen zaristischer Unterdrückung forderte, plädierten die gemäßigteren Kräfte, die später als Menschewiki bekannt wurden, für eine breitere, offenere Mitgliedschaft. Nach einer kurzen Wiedervereinigung kam es 1912 zur endgültigen Trennung zwischen den revolutionären Bolschewiki unter Lenin und den reformorientierten Menschewiki. Dies spiegelte die Auseinandersetzung wider, die auch viele andere sozialistische Parteien weltweit prägte: der Konflikt zwischen einem revolutionären und einem reformistischen Kurs.
Die Oktoberrevolution und Lenins Führung
Russland war bis zum späten 19. Jahrhundert ein überwiegend agrarisch geprägtes Land mit vorherrschenden Feudalstrukturen. Die schnelle Industrialisierung unter Zar Nikolaus II. (ab 1894) schuf ein wachsendes Proletariat, das unter miserablen sozialen Bedingungen litt. Linke Opposition existierte, war aber zunächst stärker von anarchistischen und sozialrevolutionären Strömungen geprägt. Die marxistische Sozialdemokratie steckte noch in den Anfängen. Ereignisse wie der Petersburger Blutsonntag 1905 führten zu landesweiten Aufständen, die jedoch noch nicht von einer einzelnen Partei geführt wurden.
Das Jahr 1917 brachte mit dem Ersten Weltkrieg und der sich verschärfenden Versorgungskrise den wirtschaftlichen Ruin und wachsende Unzufriedenheit. Die Februarrevolution stürzte den Zaren. Eine Provisorische Regierung wurde gebildet, die jedoch den Krieg fortsetzte. In dieser Zeit kehrten führende Bolschewiki aus dem Exil zurück. Mit Unterstützung des Deutschen Reiches, das sich ein Ende des Krieges an der Ostfront erhoffte, gelangte auch Lenin im April 1917 aus seinem Schweizer Exil nach Petrograd. Unter seiner und Trotzkis Führung übernahmen die Bolschewiki im Oktober 1917 mit dem Sturm auf das Winterpalais die Macht. Sie stürzten die Provisorische Regierung und gründeten die Russische SFSR. Nach dem Bürgerkrieg entstand daraus 1922 die UdSSR. Die Bolschewiki beendeten den Krieg Anfang 1918 mit dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk.
Aus den Bolschewiki ging 1918 die Kommunistische Partei Russlands (Bolschewiki) (KPR(B)) hervor. Ihre theoretische Grundlage bildeten Lenins Schriften, die den Marxismus für die russischen Verhältnisse erweiterten und als Leninismus bekannt wurden. Während des Bürgerkriegs (1918-1921) setzte sich die Rote Armee der Bolschewiki gegen unterschiedliche oppositionelle Gruppen durch. In dieser Zeit wurden auch andere linke Bewegungen, die die Bolschewiki zunächst unterstützt hatten, niedergeschlagen, wie der Kronstädter Matrosenaufstand oder die anarchistische Bewegung der Machnowschtschina in der Ukraine. Der Bürgerkrieg und eine Hungersnot forderten Millionen Opfer, aber die KPR(B) festigte ihre Vorherrschaft.
Stalins Aufstieg und der Machtkampf
Nach den Zerstörungen des Bürgerkriegs führte die Partei unter Lenin eine Politik der wirtschaftlichen Liberalisierung ein: die Neue Ökonomische Politik (NEP). Befürworter waren unter anderem Lenin und Trotzki.
Während Lenins fortschreitender Krankheit wurde die Frage seiner Nachfolge virulent. Die Hauptkontrahenten waren Leo Trotzki, eine Schlüsselfigur der Revolution und des Bürgerkriegs, und Josef Stalin. Stalin hatte 1922 das neu geschaffene Amt des Generalsekretärs der Partei übernommen. Dieses Amt klang zunächst nach einer administrativen Rolle, doch Stalin nutzte es geschickt, um die Parteiorganisation zu kontrollieren und seine Anhänger auf wichtige Posten zu setzen. Kurz vor seinem Tod im Januar 1924 äußerte Lenin in seinem sogenannten Testament Vorbehalte gegenüber Stalin und empfahl, ihn von diesem Amt zu entfernen. Doch das Politbüro und das Zentralkomitee folgten Lenins Empfehlung nicht.
Der Übergang: Lenins Tod und Stalins Konsolidierung
Nach Lenins Tod im Jahr 1924 begann ein intensiver Machtkampf innerhalb der Parteiführung. Stalin gelang es, sich durch innerparteiliche Intrigen und geschickte Allianzen durchzusetzen. Zuerst nutzte er die Vorbehalte der übrigen Politbüromitglieder gegen Trotzki aus, um diesen zu isolieren und zu entmachten. Anschließend wandte er sich gegen seine Verbündeten. Zuerst schaltete er den linken Flügel unter Sinowjew und Kamenew aus (sie wurden 1927 ausgeschlossen), die sich inzwischen mit Trotzki verbündet hatten. Danach ging er gegen den rechten Flügel unter Bucharin und Rykow vor, die ihm zunächst geholfen hatten, die Linke zu besiegen (sie wurden um 1930 entmachtet). Die meisten dieser tatsächlichen und potenziellen Gegner, darunter Sinowjew, Kamenew, Bucharin und Rykow, wurden in den 1930er Jahren im Zuge der stalinschen Säuberungen hingerichtet. Trotzki wurde verbannt, 1929 des Landes verwiesen und schließlich 1940 in Mexiko von einem stalinistischen Agenten ermordet.
Die Ära des Stalinismus (1927–1953)
Ab etwa 1927 hatte Stalin die volle Kontrolle über die Partei und den Staat erlangt. Er baute das Amt des Generalsekretärs zu einer Position mit uneingeschränkter Macht aus. Die Zeit von 1927 bis zu seinem Tod 1953 wird als Ära des Stalinismus bezeichnet, einer totalitären Ausprägung des Marxismus-Leninismus. Stalin passte Lenins Konzept des Demokratischen Zentralismus in der Praxis seinen Vorstellungen an und festigte die unangefochtene Führungsrolle der KPdSU als Staatspartei im Einparteiensystem der Sowjetunion.
Unter Stalin wurde der Marxismus-Leninismus zur offiziellen Doktrin erklärt, die eine Neuinterpretation des Leninismus durch Stalin darstellte. Ein zentrales Dogma wurde dabei aufgegeben: die Idee der sozialistischen Weltrevolution. An ihre Stelle trat Stalins Doktrin vom „Sozialismus in einem Land“, die 1927 zur Partei- und Staatsdoktrin erhoben wurde. Dies bedeutete, dass der Aufbau des Sozialismus in der Sowjetunion Vorrang vor der Förderung von Revolutionen in anderen Ländern hatte, obwohl die KPdSU über die Dritte Internationale (Komintern, später Kominform) weiterhin erheblichen Einfluss auf kommunistische Parteien weltweit ausübte.

Die Stalinschen Säuberungen und der Große Terror
Ein prägendes Merkmal der Stalinzeit waren die sogenannten Stalinschen Säuberungen (russisch: Tschistka) und der Große Terror, die vor allem zwischen 1935 und 1939 stattfanden. Auslöser war unter anderem die Ermordung des Parteisekretärs Sergei Kirow im Dezember 1934. Stalin nutzte dies als Vorwand, um tatsächliche und vermeintliche Gegner in Partei, Armee und Gesellschaft auszuschalten. Viele führende Persönlichkeiten der Partei, die noch aus der Leninzeit stammten oder im Machtkampf gegen Stalin gestanden hatten, wurden in spektakulären Schauprozessen, den Moskauer Prozessen, zum Tode verurteilt und hingerichtet. Auch Millionen einfache Bürger wurden Opfer von Verhaftungen, Verurteilungen wegen antisowjetischer Aktivitäten oder angeblicher Verschwörungen und in Arbeitslager verbracht oder erschossen. Die Zahl der Opfer dieser Repressionen wird auf mehrere Millionen geschätzt.
Zwangskollektivierung und Industrialisierung
Wirtschaftlich verfolgte Stalin das Ziel, die Sowjetunion durch eine radikale Industrialisierung zu modernisieren. Ab 1928 wurde die Landwirtschaft mit brutalen Mitteln zwangskollektiviert. Private Bauernhöfe wurden aufgelöst und in kollektive Landwirtschaftsbetriebe (Kolchosen und Sowchosen) überführt. Gegen den Widerstand der Bauern, insbesondere der wohlhabenderen Kulaken, ging der Staat mit äußerster Härte vor, was zu Enteignungen, Verhaftungen, Deportationen und Hinrichtungen führte. Die Kollektivierung führte zu einem dramatischen Einbruch der landwirtschaftlichen Produktion und verursachte Anfang der 1930er Jahre eine verheerende Hungersnot, insbesondere in der Ukraine (Holodomor), die Millionen Menschen das Leben kostete.
Parallel dazu trieb Stalin die Schwerindustrie und den Ausbau des Schienennetzes massiv voran, oft unter Einsatz von Zwangsarbeitern. Das System der Straf- und Arbeitslager, der Gulag, das bereits unter Lenin existierte, wurde unter Stalin systematisch ausgebaut und zu einem riesigen Archipel von Lagern, in denen Millionen Menschen unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten. Dissidenten wie Alexander Solschenizyn machten dieses System später der Weltöffentlichkeit bekannt. Die Zahl der Todesopfer im Gulag ist ebenfalls Gegenstand historischer Debatten und Schätzungen reichen von Hunderttausenden bis zu mehreren Millionen.
Personenkult und Zweiter Weltkrieg
Stalin baute einen beispiellosen Personenkult um sich auf, der fast religiöse Züge annahm. Er ließ sich offiziell den Ehrentitel „Führer“ verleihen und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Generalissimus. Städte, Straßen und Betriebe wurden nach ihm benannt, Denkmäler errichtet. Dieser Kult diente dazu, seine absolute Macht ideologisch zu untermauern und die Loyalität der Bevölkerung zu sichern.
Außenpolitisch schloss Stalin 1939 den Nichtangriffspakt mit Hitler-Deutschland (Hitler-Stalin-Pakt), der ein geheimes Zusatzprotokoll zur Aufteilung Osteuropas enthielt. Dies verschaffte der Sowjetunion zunächst Zeit, aber der deutsche Überfall im Juni 1941 (Unternehmen Barbarossa) traf das Land unvorbereitet. Unter Stalins Führung mobilisierte die Sowjetunion im „Großen Vaterländischen Krieg“ enorme Kräfte. Der Sieg über Nazi-Deutschland 1945 festigte Stalins Position und die der Sowjetunion als Weltmacht. Nach dem Krieg dehnte die UdSSR ihren Einfluss auf Osteuropa aus, wo nach sowjetischem Vorbild Einparteiendiktaturen unter Führung kommunistischer Parteien errichtet wurden, die den Ostblock bildeten. Die KPdSU dominierte diese Parteien über das Kominform.
Die KPdSU nach Stalin: Entstalinisierung und Stagnation
Nach Stalins Tod im März 1953 folgte Georgi Malenkow kurzzeitig als Parteiführer, wurde aber schnell von Nikita Chruschtschow verdrängt, der am 14. März 1953 Erster Sekretär des ZK der KPdSU wurde. Chruschtschow leitete eine Phase der Entstalinisierung ein. Auf dem XX. Parteitag der KPdSU im Februar 1956 hielt er eine Geheimrede, in der er die Verbrechen und den Personenkult Stalins scharf kritisierte. Dies führte zu einer gewissen Liberalisierung: Der Massenterror wurde gestoppt, viele Gulag-Häftlinge wurden freigelassen und rehabilitiert, die Macht des Geheimdienstes wurde eingedämmt und die kollektive Führung in der Partei wieder gestärkt. Allerdings rüttelte die Entstalinisierung nicht am Alleinherrschaftsanspruch der KPdSU, und Aufstände in Ostblockstaaten (Ungarn 1956, Tschechoslowakei 1968) wurden militärisch niedergeschlagen.
1964 wurde Chruschtschow gestürzt und Leonid Breschnew sein Nachfolger. Unter Breschnew trat eine Phase der Stagnation ein. Die Reformen Chruschtschows wurden gestoppt oder zurückgenommen. Es kam zu einer gewissen Restalinisierung, bei der die Meinungsfreiheit wieder stärker eingeschränkt und Stalins Rolle im Zweiten Weltkrieg positiv hervorgehoben wurde. Das Amt des Ersten Sekretärs wurde 1966 wieder in Generalsekretär umbenannt, ein Titel, den zuvor nur Stalin getragen hatte. Breschnew baute seine eigene Macht aus, war aber kein Alleinherrscher wie Stalin; die Führung lag beim kollektiven Politbüro. Die Wirtschaft stagnierte, und die politische Führung veraltete zusehends. Nach Breschnews Tod 1982 folgten die kurzen Amtszeiten von Juri Andropow (1982-1984) und Konstantin Tschernenko (1984-1985), die kaum nennenswerte Veränderungen brachten.
Der Zerfall der Sowjetunion und das Ende der KPdSU
1985 übernahm Michail Gorbatschow das Amt des Generalsekretärs. Angesichts der tiefen Krise des sowjetischen Systems versuchte er, das Land durch tiefgreifende Reformen zu modernisieren. Seine Politik basierte auf zwei Säulen: Glasnost (Offenheit und Transparenz) und Perestroika (Umstrukturierung). Diese Reformen sollten die Wirtschaft beleben und die Gesellschaft liberalisieren, stießen aber auf Widerstand sowohl bei konservativen Kräften in der Partei als auch bei Teilen der Bevölkerung, die schnellere Veränderungen oder sogar die Unabhängigkeit ihrer Republiken forderten.
Die neuen Freiheiten führten zu einem Aufbrechen der politischen Kontrolle der KPdSU. 1990 wurde das in der Verfassung verankerte Machtmonopol der Partei aufgehoben. Interne Spannungen in der Partei nahmen zu. Im August 1991 versuchten orthodox-kommunistische Hardliner, Gorbatschow durch einen Putsch zu entmachten und die alte Ordnung wiederherzustellen. Der Putsch scheiterte jedoch am Widerstand der Bevölkerung und des russischen Präsidenten Boris Jelzin. Nach dem Scheitern des Putsches trat Gorbatschow am 24. August 1991 als Generalsekretär zurück. Am 29. August 1991 wurde die KPdSU vom Obersten Sowjet der UdSSR landesweit verboten.

Dieser Schritt ebnete den Weg für den schnellen Zerfall der Sowjetunion. Am 31. Dezember 1991 löste sich die UdSSR offiziell auf, und die KPdSU verschwand von der politischen Bühne. In Russland kann die Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF) als Nachfolgepartei der KPdSU angesehen werden, ist aber eine von vielen politischen Kräften.
Tabellarischer Vergleich: Lenin vs. Stalin
| Aspekt | Wladimir Iljitsch Lenin | Josef Stalin |
|---|---|---|
| Führungsrolle in der KPdSU | Gründer der Bolschewiki, Führer der Oktoberrevolution, Parteiführer (1912-1924) | Generalsekretär (ab 1922), alleiniger Machthaber (ca. 1927-1953) |
| Ideologische Ausrichtung | Leninismus (Erweiterung des Marxismus für Russland) | Marxismus-Leninismus / Stalinismus (Neuinterpretation, Fokus auf "Sozialismus in einem Land") |
| Wirtschaftspolitik | NEP (Neue Ökonomische Politik - begrenzte Marktmechanismen nach Bürgerkrieg) | Zwangskollektivierung, massive Industrialisierung (Planwirtschaft) |
| Umgang mit Opposition/Terror | Etablierung des Einparteiensystems, politischer Terror im Bürgerkrieg, Gründung des Gulag-Systems | Systematischer Terror (Großer Terror), Säuberungen, Ausbau des Gulag zu riesigem Lagersystem, Vernichtung innerparteilicher Gegner |
| Personenkult | Verehrung als Revolutionsführer, aber kein vergleichbarer, staatlich inszenierter Kult zu Lebzeiten | Massiver, allgegenwärtiger, staatlich inszenierter Personenkult |
Häufig gestellte Fragen
Wer war zuerst, Lenin oder Stalin?
Wladimir Iljitsch Lenin war der Gründer und Führer der Bolschewiki und stand der Partei von 1912 bis zu seinem Tod 1924 vor. Josef Stalin übernahm das Amt des Generalsekretärs 1922 und konsolidierte seine Macht nach Lenins Tod, sodass er ab etwa 1927 der unangefochtene Führer war. Lenin war also zuerst in der führenden Rolle.
Wann begann der Stalinismus?
Der Stalinismus als totalitäre Ausprägung des Marxismus-Leninismus und die Diktatur Josef Stalins in der Sowjetunion prägte die Zeit von etwa 1927 bis zu Stalins Tod 1953 ideologisch und praktisch. Stalins Machtkonsolidierung nach Lenins Tod war bis 1927 abgeschlossen.
Wie lange war Stalin Präsident Russlands?
Josef Stalin war nie Präsident Russlands im Sinne eines modernen Staatsoberhauptes der Russischen Föderation. Er war Führer der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und bekleidete verschiedene höchste Ämter im Staat der Sowjetunion, wie Generalsekretär der KPdSU und Vorsitzender des Rates der Volkskommissare. Das Amt des Präsidenten der UdSSR wurde erst 1990 von Michail Gorbatschow übernommen.
Was war die Jugendorganisation Komsomol?
Die Komsomol war die Nachwuchsorganisation der KPdSU. Sie diente dazu, die sowjetische Jugend im Sinne der Parteiideologie zu erziehen und auf eine spätere Mitgliedschaft in der Partei vorzubereiten.
Was war die Beziehung zwischen KPdSU und KPRF?
Die Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF) wird als Nachfolgepartei der KPdSU für Russland angesehen. Sie wurde nach dem Verbot der KPdSU und dem Zerfall der Sowjetunion gegründet.
Was bedeuten Glasnost und Perestroika?
Glasnost (Offenheit und Transparenz) und Perestroika (Umstrukturierung) waren Reformprogramme, die Michail Gorbatschow ab 1985 einführte, um das sowjetische System zu modernisieren und die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stagnation zu überwinden.
Was war der Gulag?
Der Gulag war das System von Straf- und Arbeitslagern in der Sowjetunion, das bereits unter Lenin eingerichtet und unter Stalin massiv ausgebaut wurde. Millionen von Menschen, darunter politische Gefangene und Kriminelle, wurden dort unter grausamen Bedingungen zur Zwangsarbeit gezwungen.
Was war der Holodomor?
Der Holodomor bezeichnet eine verheerende Hungersnot, die Anfang der 1930er Jahre, insbesondere in der Ukraine, infolge der von Stalin vorangetriebenen Zwangskollektivierung der Landwirtschaft auftrat und Millionen Todesopfer forderte.
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