Sind Macs gut für die Fotobearbeitung geeignet?

Macs für Fotobearbeitung: Eine lohnende Wahl?

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Die Welt der Fotografie entwickelt sich ständig weiter, und mit ihr die Anforderungen an die Hardware, die wir für die Bearbeitung unserer Bilder nutzen. Lange Zeit galten Macs, insbesondere das MacBook Pro, als der unangefochtene Standard in kreativen Bereichen. Doch halten sie diesem Ruf auch heute noch stand, insbesondere im Vergleich zu leistungsstarken Windows-Laptops? Dieser Frage gehen wir anhand des neuesten Apple MacBook Pro (16 Zoll, M4 Pro, 2024) nach und untersuchen, ob es die ideale Maschine für Fotografen ist, die professionelle Ergebnisse erzielen möchten.

Welcher Computer ist der beste für Fotografen?
Der iMac 24" (2021) ist der beste PC für Fotografen, der all dies vereint. Als All-in-One-Gerät verfügt er über ein Apple M1 System on a Chip, das Haupt- und Grafikprozessor, Arbeitsspeicher und die anderen besten Optionen umfasst. Und alles ist kompakt hinter einem 11,5 dicken Bildschirm untergebracht.

Das MacBook Pro hat sich historisch als Branchenstandard für Medienschaffende etabliert, dank seiner schnellen Leistung, dem hochwertigen Display und dem schlanken Design. Die neueste Version mit dem M4 Pro Chip setzt diese Tradition fort, doch es ist unbestreitbar, dass sowohl Windows-Laptops als auch Macs mit den „konsumentenorientierten“ Apple-Prozessoren in Bezug auf die Leistung aufgeholt haben. Trotzdem bleibt das MacBook Pro eine fantastische Bearbeitungsmaschine mit einem beeindruckend präzisen Display, der längsten Akkulaufzeit für ein so leistungsstarkes Notebook, energieeffizienter Performance, nahezu geräuschlosen Lüftern und der nahtlosen Integration in das Mac-Ökosystem. Es ist jedoch nicht mehr die einzige Option auf dem Markt.

Leistung im Fokus: M4 Pro Chip

Der M4 Pro Chip im neuesten MacBook Pro ist zweifellos leistungsstark. Das 16-Zoll MacBook Pro mit diesem Chip wird als die beste Mac-Option für professionelle Anwender angesehen, die eine mobile Bearbeitungsstation benötigen. Für diejenigen, die mit außergewöhnlich großen Dateien arbeiten oder in zeitkritischen Umgebungen tätig sind, in denen jede gesparte Minute beim Export Tausende wert sein kann, wird ein Upgrade auf den M4 Max Chip empfohlen. Der M4 Pro Chip zeigte in den meisten Benchmarks eine gute Leistung, schnitt jedoch beim Export von 4K-Videos im Vergleich zu einigen Windows-Konkurrenten etwas schlechter ab.

In einem standardisierten Test mit Adobe Premiere Pro, der auf mehreren MacBooks mit macOS Sequoia durchgeführt wurde, war das Notebook mit M4 Pro Chip nur wenige Sekunden schneller beim Videoexport als ein Modell mit dem M4 Chip. Interessanterweise benötigte es fast doppelt so lange wie das Asus ProArt P16. Dies deutet darauf hin, dass die Leistung je nach spezifischer Anwendung variieren kann. In anderen Tests, wie der Videokodierung in Handbrake, war das MacBook mit M4 Pro Chip dagegen mit Abstand am schnellsten: Es verarbeitete das 4K-Video mit 99 Bildern pro Sekunde, im Gegensatz zu 70 fps beim P16 und 58 fps beim M4-basierten MacBook.

Diese Testergebnisse zeigen, dass der M4 Pro Chip zwar sehr leistungsfähig ist, aber in bestimmten Szenarien, wie dem 4K-Videoexport in Premiere Pro, von der Windows-Konkurrenz übertroffen werden kann. In anderen Bereichen, wie der Videokodierung, kann er wiederum glänzen. Die Performance des M4 Pro Chips schmälert die Wettbewerbsfähigkeit des Laptops insgesamt jedoch nicht wesentlich.

Export-Test (Minuten:Sekunden)4K, 2 Minuten4K, 5 Minuten4K, 10 Minuten
Asus ProArt P16, AMD HX 370, Radeon 890M0:592:284:56
Apple MacBook Pro 16 Zoll, M4 Pro, 48 GB1:554:479:35
Apple MacBook Pro 14 Zoll, M4, 24 GB2:004:599:57

Das Display: Farben und Helligkeit

Eines der herausragendsten Merkmale des MacBook Pro für Fotografen ist zweifellos sein Display. Das 16-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 3456×2234 Pixeln, was knapp unter der Standard-4K-Auflösung von 3840×2160 liegt. Was Apple-Displays jedoch besonders macht, ist ihre beeindruckende Farbgenauigkeit direkt ab Werk. Die Genauigkeit ist so hoch, dass die meisten Menschen den Unterschied zwischen der beabsichtigten Farbe und der angezeigten Farbe nicht erkennen könnten, selbst wenn sie ein Referenzbild zum Vergleich hätten.

Apple bietet auch ein Werkzeug zur Kalibrierung des XDR-Displays des MacBook Pro an, falls höchste Farbpräzision erforderlich ist. Testergebnisse zur Farbgenauigkeit, gemessen mit der Delta E 2000 Methode, bestätigen die Qualität. Niedrigere Delta E Werte sind besser. Werte unter 2,0 deuten darauf hin, dass Ungenauigkeiten beim genauen Vergleich mit dem Original erkennbar sind, während Werte unter 1,0 bedeuten, dass Ungenauigkeiten für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar sind.

Hat Mac ein Bildbearbeitungsprogramm?
Hier sind unsere sechs besten Bildbearbeitungsprogramme für Mac: PhotoDirector - Das beste kostenlose All-in-one Bildbearbeitungsprogramm für Mac. MyEdit - Bestes Online-Bildbearbeitungsprogramm für Mac. Photoshop - Mac-Bildbearbeitungsprogramm für Profis.27. Dez. 2024
Farbgenauigkeitstest (Delta E 2000)GraustufenColorCheckerSättigung
Apple MacBook Pro (16 Zoll, M4 Pro, 2024)0.830.900.66
Apple MacBook Air (15 Zoll, M3, 2024)1.681.381.25
Asus ProArt P161.001.822.06

Das MacBook Pro mit M4 Pro erreicht hier Werte deutlich unter 1,0, was eine nahezu perfekte Farbgenauigkeit signalisiert. Dies ist ein entscheidender Vorteil für die professionelle Fotobearbeitung.

Auch die Helligkeit des Bildschirms ist beeindruckend. Die Hintergrundbeleuchtung erreicht etwa 400 Nits, was für die meisten Innenräume ausreichend ist. Darüber hinaus nutzt das Gerät einen Umgebungslichtsensor, um die Helligkeit auf bis zu 1.000 Nits zu erhöhen. Es ist ratsam, die automatische Helligkeitsanpassung eingeschaltet zu lassen, es sei denn, Sie arbeiten immer in geschlossenen Räumen. Diese hohe Helligkeit ermöglicht das Arbeiten unter sonnigeren Bedingungen als mit jedem anderen getesteten Laptop. Wer häufig im Freien arbeitet, für den empfiehlt sich die optionale Nanotextur-Glasoberfläche. Diese Textur ist in das Glas selbst eingearbeitet und streut das Licht, anstatt es zu reflektieren. Obwohl die Nanotextur einen leicht ausgewaschenen, diffusen Glanz verursachen kann, war die Hintergrundbeleuchtung des MacBook Pro in den Tests hell genug, um diesen Glanz zu überwinden. Für zusätzliche 150 US-Dollar macht die Nanotextur das MacBook Pro im Freien deutlich besser nutzbar.

Konnektivität und Anschlüsse

Ein moderner Laptop für Kreative benötigt die richtigen Anschlüsse. Das MacBook Pro mit Apple M4 Chip verfügt über einen MagSafe-Ladeanschluss, einen SD-Kartenleser, einen HDMI-Anschluss und drei USB-C-Anschlüsse. Der Kopfhöreranschluss ist ebenfalls weiterhin vorhanden. Besonders praktisch ist, dass sich USB-C-Anschlüsse auf beiden Seiten des Laptops befinden, was verhindert, dass ein klobiges Kabel wertvollen Platz blockiert. Alle USB-C-Anschlüsse am MacBook Pro unterstützen Thunderbolt 5. Das bedeutet, Sie können Ihren Laptop laden, ihn an externe Displays anschließen und Daten mit der schnellsten verfügbaren Geschwindigkeit übertragen. Allerdings gibt es derzeit noch nicht viele Thunderbolt 5-Geräte oder -Zubehörteile.

Ein Nachteil für viele Fotografen und Kreative könnte das Fehlen eines klassischen USB-A-Anschlusses sein. Ältere Peripheriegeräte funktionieren daher nicht ohne einen Adapter (Dongle). Da USB-C jedoch schon seit einiger Zeit verbreitet ist, benötigen immer weniger Zubehörteile das ältere Kabel, auch wenn das Hantieren mit einem Dongle manchmal lästig sein kann.

Akku und Mobilität

Die Akkulaufzeit ist ein entscheidender Faktor für mobile Fotografen. In Tests, die Webbrowsing und Videowiedergabe bei standardisierter Helligkeit simulierten, war das 16-Zoll MacBook Pro erneut der Spitzenreiter. Es hielt etwa 17,5 Stunden durch, was etwa sieben Stunden länger ist als beim Asus ProArt P16. Diese beeindruckende Akkulaufzeit ermöglicht es, den ganzen Tag über zu arbeiten, ohne ständig nach einer Steckdose suchen zu müssen.

Das MacBook Pro ist zwar groß, passt aber dennoch problemlos in die meisten Rucksäcke. Die Größe ermöglichte es Apple, ein 16,2-Zoll-Display sowie einen 100-Wattstunden-Akku unterzubringen, den größten, der auf Inlandsflügen in den USA zugelassen ist. Die 14-Zoll-Version verfügt über einen kleineren Akku mit 70 Wattstunden, was hauptsächlich für ihre etwas kürzere Akkulaufzeit verantwortlich ist. Mit einem Gewicht von 4,7 Pfund (ca. 2,1 kg) ohne Ladegerät ist das 16-Zoll-Modell nicht das leichteste Notebook auf dem Markt und kann im Rucksack spürbar sein. Wenn Gewicht ein Hauptanliegen ist, sollte man das kleinere 14-Zoll-Modell in Betracht ziehen, auch wenn das 16-Zoll-Display mehr Platz für die Videobearbeitung bietet.

Hat Apple ein eigenes Bildbearbeitungsprogramm?
Du kannst die Bearbeitungswerkzeuge in der App „Fotos“ verwenden, um einfache Änderungen an deinen Fotos und Videos vorzunehmen, wie Drehen oder Zuschneiden, um einen idealen Ausschnitt zu erhalten.

Kühlung und Geräuschentwicklung

Während intensiver Bearbeitungssessions können Laptops schnell heiß werden und die Lüfter laut aufdrehen. Das MacBook Pro zeichnet sich hier positiv aus. Selbst während der Exporttests, bei denen das System stark beansprucht wurde, blieb es kühl und leise. Es konnte problemlos auf dem Schoß gehalten werden. In dieser Hinsicht hatte das MacBook Pro einen klaren Vorteil gegenüber allen getesteten Windows-Laptops, die bei hoher Bearbeitungslast warm wurden und hörbare Lüftergeräusche entwickelten. Die effiziente Kühlung sorgt für ein angenehmes Arbeitsumfeld.

Weitere Merkmale und Nachteile

Das MacBook Pro verfügt über eine verbesserte Webcam. Die neue 12-Megapixel-Webcam ist scharf und liefert auch bei schlechten Lichtverhältnissen bessere Ergebnisse als frühere MacBook-Webcams. Sie liefert 1080p-Video und eignet sich gut für Videokonferenzen. Apple hat auch die Funktion „Schreibtischansicht“ hinzugefügt, die versucht, eine Top-Down-Ansicht eines Objekts direkt vor dem Laptop zu erzeugen, wie z. B. ein Diagramm auf einem Notizblock. Die Auflösung wurde dabei als etwas niedrig empfunden und das Bild sah aus einem seltsamen Winkel kommend aus, kreative Anwender werden aber vielleicht bessere Einsatzmöglichkeiten dafür finden.

Trotz all seiner Stärken gibt es auch einige Nachteile, die bedacht werden sollten.

  • Reparatur und Austausch: Komponenten wie Prozessor, RAM und Speicher sind fest mit dem Motherboard verlötet. Dies macht Reparaturen oder den Austausch einzelner Teile praktisch unmöglich und kann die Lebensdauer des Geräts verkürzen.
  • Die Kamera-Notch: Die Aussparung für die Kamera am oberen Bildschirmrand kann stören, wenn eine Anwendung viele Menüpunkte hat. Apple bietet eine einfache Umgehung an, bei der bestimmte Apps ihre Menüpunkte unterhalb der Menüleiste anzeigen.
  • Keine USB-A-Anschlüsse: Wie bereits erwähnt, erfordert älteres Zubehör ohne USB-C einen Adapter. Obwohl dies mit der Zeit weniger relevant wird, kann es im Alltag immer noch zu kleinen Unannehmlichkeiten führen.
  • Gewicht: Das 16-Zoll-Modell ist mit 4,7 Pfund recht schwer, insbesondere wenn es zusammen mit anderer Ausrüstung transportiert wird.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Computer ist der beste für Fotografen?

Basierend auf den vorliegenden Informationen ist das Apple MacBook Pro, insbesondere die 16-Zoll-Variante mit M4 Pro Chip, eine hervorragende Option für professionelle Fotografen, die ein leistungsstarkes und mobiles Gerät für die Bildbearbeitung benötigen. Seine Stärken liegen im herausragenden Display, der langen Akkulaufzeit und der effizienten Kühlung. Allerdings gibt es auch leistungsstarke Windows-Alternativen, die in bestimmten Performance-Tests mithalten oder sogar übertreffen können.

Welcher Mac für Grafiker?

Der Text konzentriert sich primär auf die Eignung für die Fotobearbeitung und erwähnt kurz Grafikbearbeitungsprogramme wie Adobe Photoshop und Illustrator im Zusammenhang mit der allgemeinen Frage nach dem besten Computer für Fotografen/Freiberufler, die mobil arbeiten. Für anspruchsvolle Grafikprojekte wird das MacBook Pro mit M4 Pro Chip als gute Wahl für professionelle Anwender auf Reisen dargestellt. Für extrem große Dateien oder zeitkritische Arbeiten wird ein Upgrade auf den M4 Max Chip empfohlen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Apple MacBook Pro (16 Zoll, M4 Pro, 2024) nach wie vor eine ausgezeichnete Wahl für die Fotobearbeitung ist. Sein Display setzt Maßstäbe in Sachen Farbgenauigkeit und Helligkeit, die Akkulaufzeit ist für ein so leistungsstarkes Gerät unübertroffen, und das System bleibt auch unter Last angenehm kühl und leise. Die Integration in das Mac-Ökosystem wird von vielen Nutzern geschätzt. Allerdings ist es wichtig zu erkennen, dass der Wettbewerb, insbesondere durch leistungsstarke Windows-Laptops wie das Asus ProArt P16, zugenommen hat. In bestimmten Leistungsbereichen können diese Alternativen gleichziehen oder sogar vorbeiziehen. Nachteile wie die eingeschränkte Reparierbarkeit, das Fehlen von USB-A-Anschlüssen und das Gewicht des 16-Zoll-Modells sollten ebenfalls in die Entscheidung einfließen. Für professionelle Fotografen, die Wert auf ein mobiles Kraftpaket mit herausragendem Display und langer Ausdauer legen, bleibt das MacBook Pro eine Top-Option, aber es lohnt sich, auch die Konkurrenz in Betracht zu ziehen.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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