Wie kam Kepler auf die Fassregel?

Keplers Fassregel: Ursprung & Herleitung

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Die Geschichte der mathematischen Entdeckungen ist oft eng mit praktischen Problemen des Alltags verknüpft. So auch im Falle einer der genialsten Näherungsformeln zur Bestimmung von Volumina und Flächen: der Keplerschen Fassregel. Ihre Entstehung verdankt sie einem sehr weltlichen Anlass – der zweiten Hochzeit des berühmten Astronomen Johannes Kepler und der damit verbundenen Notwendigkeit, Weinfässer zu bezahlen und ihr Volumen korrekt zu bestimmen.

Wie kam Kepler auf das dritte Gesetz?
Das dritte KEPLERsche Gesetz lässt sich aus der Drehimpulserhaltung bei der Bewegung von Trabanten um Zentralkörper unter dem Einfluss der Gravitationskraft und einfachen Eigenschaften der Ellipsenbahnen der Trabanten herleiten.

Als Kepler einige Fässer Wein für die Feierlichkeiten erwarb, bemerkte er, dass der Preis nach einer gängigen Methode zur Volumenbestimmung festgelegt wurde, die ihm ungenau erschien. Diese Methode, bekannt als die Visiermethode, berücksichtigte nicht die spezifische Form des Fasses. Kepler erkannte schnell, dass Fässer unterschiedlicher Proportionen – zum Beispiel ein hohes, schmales Fass und ein niedrigeres, breiteres Fass – bei Anwendung der Visiermethode denselben Rauminhalt zugewiesen bekommen konnten, obwohl ihr tatsächliches Volumen deutlich voneinander abwich. Dieses Problem, das ihn finanziell betraf, motivierte Kepler, sich intensiv mit der Geometrie von Rotationskörpern, insbesondere Fässern, zu beschäftigen. Hinzu kam im Jahr 1615 ein offizieller Auftrag des Magistrats der Stadt Ulm, neue Maßeinheiten festzulegen, was seine Arbeit in diesem Bereich weiter vorantrieb.

Kepler selbst beschrieb seine Motivation eindrücklich: „Als einige Fässer eingekellert waren, kam am 4.Tag der Verkäufer mit der Messrute, mit der er alle Fässer, ohne Rücksicht auf ihre Form, ohne jede weitere Überlegung oder Rechnung ihrem Inhalte nach bestimmte. Die Visierrute wurde mit ihrer metallenen Spitze durch das Spundloch quer bis zu den Rändern der beiden Böden geführt, und als die beiden Längen gleich gefunden worden waren, ergab die Marke am Spundloch die Zahl der Eimer im Fasse. Ich wunderte mich, dass die Querlinie durch die Fasshälfte ein Maß für den Inhalt abgeben könne, und bezweifelte die Richtigkeit der Methode, denn ein sehr niedriges Fass mit etwas breiteren Böden und daher sehr viel kleinerem Inhalt könnte dieselbe Visierlänge besitzen. Es schien mir als Neuvermähltem nicht unzweckmäßig, ein neues Prinzip mathematischer Arbeiten, nämlich die Genauigkeit dieser bequemen und allgemein wichtigen Bestimmung nach geometrischen Grundsätzen zu erforschen und die etwa vorhandenen Gesetze ans Licht zu bringen.“

Wozu dient die Keplersche Fassregel heute noch?

Die Keplersche Fassregel ist weit mehr als nur ein historisches Werkzeug zur Weinmessung. Ihre Bedeutung liegt in ihrer Fähigkeit, eine sehr gute Annäherung an die Fläche unter einer krummlinigen Kurve zu liefern, ohne auf die komplexere Integralrechnung zurückgreifen zu müssen. Dies macht sie zu einem wertvollen Werkzeug in vielen Bereichen der Mathematik und Ingenieurwissenschaften, wo krummlinige Begrenzungen auftreten.

Für die ursprüngliche Anwendung, die Bestimmung des Fassvolumens, benötigt die Keplersche Fassregel nur wenige, relativ leicht zu messende Größen: die Gesamthöhe des Fasses (h), den Radius des Deckels (oft als f(r) bezeichnet), den Radius des Bodens (f(s)) und den Radius des Fasses genau auf halber Höhe (f(m)). Die Benennung f(r), f(m), f(s) mag zunächst ungewöhnlich erscheinen, ergibt sich aber logisch aus der mathematischen Herleitung, bei der das Fass als Rotationskörper einer Funktion betrachtet wird.

Mit diesen Werten ermöglicht die Regel eine relativ einfache und erstaunlich genaue Schätzung des Volumens eines Fasses oder, in allgemeinerer Form, der Querschnittsfläche eines solchen Körpers.

Die Herleitung der Keplerschen Fassregel

Um zu verstehen, wie Kepler zu seiner berühmten Regel gelangte, müssen wir uns in die mathematische Denkweise seiner Zeit versetzen. Er bediente sich geschickt der ihm bekannten Geometrie und entwickelte eine Methode der Annäherung, die sowohl praktikabel als auch präzise war.

Stellen wir uns zunächst einen sehr einfachen Körper vor: eine gerade zylindrische Tonne. Ihr Volumen ist leicht zu berechnen als Produkt der kreisförmigen Grundfläche (A) und der Höhe (h). Die Grundfläche ist A = π * r², also ist das Volumen V = π * r² * h.

Ein Fass hat jedoch keinen geraden Rand, sondern einen „Bauch“. Um dieses Problem anzugehen, stellte sich Kepler das Fass nicht stehend, sondern liegend vor, so dass die Symmetrieachse des Fasses entlang der x-Achse eines Koordinatensystems liegt. Der Radius des Fasses variiert nun entlang dieser Achse und kann durch eine Funktion f(x) beschrieben werden. Das Volumen eines solchen Rotationskörpers lässt sich grundsätzlich durch Integration berechnen, aber Kepler suchte einen Weg ohne die damals noch nicht vollständig entwickelte Integralrechnung.

Sein genialer Schachzug war die Annäherung der krummlinigen Fassform durch einfachere geometrische Figuren. Er unterteilte den Bogen, der den Fassrand beschreibt (wenn das Fass auf der Seite liegt), in zwei Abschnitte, idealerweise an der halben Höhe des stehenden Fasses. Diese Teilungspunkte auf dem Bogen wurden mit den Endpunkten (Deckel und Boden) durch gerade Strecken verbunden. Dadurch entstanden auf jeder Seite der Symmetrieachse zwei Trapeze.

Diese Methode stellt eine erste Annäherung an die tatsächliche Fläche unter der Kurve dar. Der Flächeninhalt eines Trapezes ist das Produkt aus der Höhe (in diesem Fall die halbe Höhe des Fasses, h/2) und dem Durchschnitt der parallelen Seiten. Für die beiden Trapeze, die den oberen bzw. unteren Teil des Fassrandes auf einer Seite approximieren, ergeben sich die Flächeninhalte:

Fläche 1 (oben): A₁ ≈ (h/2) * ((f(r) + f(m))/2)

Fläche 2 (unten): A₂ ≈ (h/2) * ((f(m) + f(s))/2)

Die Summe dieser Flächen (A₁ + A₂) approximiert die halbe Querschnittsfläche des Fasses. Da die geraden Verbindungslinien (RM und MS) unterhalb des tatsächlichen Fassbogens verlaufen, ist diese Annäherung etwas zu klein.

Auf welche Idee kam Kepler?
Kurzinfo: Johannes Kepler war ein deutscher Mathematiker und Astronom, der entdeckte, dass sich die Erde und die Planeten auf elliptischen Bahnen um die Sonne bewegen . Er stellte drei grundlegende Gesetze der Planetenbewegung auf. Er leistete auch wichtige Arbeit in Optik und Geometrie.

Um diesen Fehler auszugleichen, betrachtete Kepler eine zweite, einfachere Annäherung. Er approximierte die gesamte Fläche unter dem Bogen durch ein einziges Rechteck, dessen Höhe dem Radius auf halber Fasshöhe (f(m)) entspricht und dessen Breite die Gesamthöhe des Fasses (h) ist. Der Flächeninhalt dieses Rechtecks ist:

Fläche Rechteck: A₃ = h * f(m)

Diese zweite Annäherung ist einfacher, aber in der Regel ungenauer als die erste.

Keplers geniale Idee bestand nun darin, diese beiden Annäherungen zu kombinieren. Er stellte fest, dass die erste Methode (mit den zwei Trapezen) in gewisser Weise doppelt so „gut“ war wie die zweite (mit dem einen Rechteck), da sie die Form des Fasses an mehr Punkten berücksichtigte. Daher verrechnete er die beiden Annäherungen im Verhältnis 2 zu 1.

Die halbe Querschnittsfläche (A) wurde so angenähert durch:

A ≈ (2 * (A₁ + A₂ ) + A₃) / 3

Setzt man die Formeln für A₁, A₂, und A₃ ein:

A ≈ (2 * [(h/2) * ((f(r) + f(m))/2) + (h/2) * ((f(m) + f(s))/2)] + h * f(m)) / 3

A ≈ (2 * [(h/4) * (f(r) + f(m) + f(m) + f(s))] + h * f(m)) / 3

A ≈ (2 * [(h/4) * (f(r) + 2*f(m) + f(s))] + h * f(m)) / 3

A ≈ ((h/2) * (f(r) + 2*f(m) + f(s)) + h * f(m)) / 3

A ≈ (h/2 * f(r) + h * f(m) + h/2 * f(s) + h * f(m)) / 3

A ≈ (h/2 * f(r) + 2h * f(m) + h/2 * f(s)) / 3

A ≈ (h/6) * (f(r) + 4*f(m) + f(s))

Dies ist die allgemeine Form der Keplerschen Fassregel zur Bestimmung der Fläche unter einer Kurve oder der halben Querschnittsfläche eines Rotationskörpers.

Um nun das Volumen des Fasses zu erhalten, musste Kepler die Rotationskörper betrachten, die durch das Rotieren der Annäherungsflächen um die x-Achse entstehen. Das Rotieren der Trapeze ergibt Kegelstümpfe, das Rotieren des Rechtecks ergibt einen Zylinder.

Das Volumen eines Kegelstumpfes mit Radien R und r und Höhe h ist gegeben durch V = (h/3) * π * (R² + Rr + r²). Für die zwei Kegelstümpfe der ersten Annäherung (wenn das Fass aufrecht steht, ist die Höhe h/2):

Volumen 1 (oben): V₁ ≈ (h/6) * π * (f(r)² + f(r)*f(m) + f(m)²)

Volumen 2 (unten): V₂ ≈ (h/6) * π * (f(m)² + f(m)*f(s) + f(s)²)

Die Summe V₁ + V₂ ist die erste Annäherung an das Volumen.

Das Rotieren des Rechtecks (Höhe f(m), Breite h) ergibt einen Zylinder mit Volumen:

Volumen 3 (Zylinder): V₃ = π * f(m)² * h

Wendet man die 2:1 Gewichtung auf die Volumen an, erhält man die Keplersche Fassregel für das Volumen V:

V ≈ (2 * (V₁ + V₂) + V₃) / 3

Nach Einsetzen und Vereinfachen (was einiges an algebraischem Aufwand bedeutet und Keplers Geschick zeigt) gelangte Kepler zur Formel:

V = (h/6) * π * (f(r)² + 4*f(m)² + f(s)²)

Dies ist die berühmte Keplersche Fassregel zur näherungsweisen Berechnung des Fassvolumens. Für den Spezialfall, dass der Deckel- und Bodenradius gleich sind (f(r) = f(s)), vereinfacht sich die Formel zu:

V = (h/6) * π * (f(r)² + 4*f(m)² + f(r)²) = (h/6) * π * (2*f(r)² + 4*f(m)²)

Diese Herleitung zeigt Keplers Fähigkeit, komplexe Probleme durch geschickte Annäherung mit bekannten geometrischen Körpern zu lösen.

Mängel und Vergleich: Kepler vs. Visiermethode

Auch wenn die Keplersche Fassregel eine erhebliche Verbesserung gegenüber der damaligen Praxis darstellte, ist sie, wie die Herleitung zeigt, eine Annäherungsformel. Ihre Genauigkeit hängt von der tatsächlichen Form des Fasses ab. Für Fässer, die einer Parabel, Ellipse oder einem Kreisabschnitt ähneln, liefert die Regel sehr genaue Ergebnisse. Bei stark abweichenden Formen kann die Abweichung größer sein.

Verglichen mit der Genauigkeit der Integralrechnung, die theoretisch exakte Ergebnisse liefern könnte, ist die Keplersche Fassregel weniger präzise. Allerdings war die Integralrechnung zu Keplers Zeiten noch nicht voll entwickelt, und selbst heute ist die praktische Anwendung der Integralrechnung zur Volumenbestimmung eines realen Fasses, dessen genaue Formfunktion f(x) unbekannt ist, aufwendig. Hier liegt die Stärke der Keplerschen Fassregel: Sie benötigt nur vier leicht messbare Werte (h, f(r), f(m), f(s)) und liefert dafür eine erstaunliche Genauigkeit, die oft im Promille-Bereich liegt – eine Abweichung, die meist geringer ist als die Unterschiede, die durch das exakte oder ungenaue Befüllen des Fasses entstehen!

Die Visiermethode, die Kepler kritisierte, war zwar denkbar einfach anzuwenden – man maß lediglich den Abstand vom Spundloch zur tiefsten Bodenecke mit einer Messrute (der sogenannten Visierrute). Diese Einfachheit war ihr großer Vorteil. Ihre Genauigkeit war jedoch, insbesondere im Vergleich zu Keplers Regel, unzureichend.

Der Hauptmangel der Visiermethode liegt in ihrer Herleitung und den zugrundeliegenden Annahmen. Sie geht von einer sehr spezifischen, idealisierten Fassform aus. Die Herleitung, wie sie im Text beschrieben wird, ersetzt das Fass durch einen Zylinder, bei dem der Durchmesser halb so groß wie seine Höhe ist. Dabei wird der gemessene Visierabstand 's' in Beziehung zum Radius 'a/2' und zur Höhe '2a' dieses Zylinders gesetzt, wobei die Beziehung s² = 2a² angenommen wird (was mathematisch nicht korrekt ist für das beschriebene Zylindermodell, aber so im Quelltext steht). Das resultierende Volumen wird dann angenähert als V ≈ 0,6 s³. Diese Formel beinhaltet nicht nur die Ungenauigkeit durch die Annahme einer bestimmten Form, sondern auch Rundungsfehler, da 0,5555...s³ zu 0,6s³ gerundet wird. Ob sich die Form- und Rundungsfehler gegenseitig aufheben oder verstärken, hängt stark vom individuellen Fass ab.

Wie hat Newton Keplers Gesetze bewiesen?
Newtons Beweis für Keplers zweites Gesetz. Newton stellte sich die Bewegung eines Objekts, auf das eine Gravitationskraft einwirkt, als eine Abfolge kleiner Stöße oder Impulse vor, die im Grenzfall zu einer kontinuierlichen Einwirkung werden .

Die folgende Tabelle vergleicht die beiden Methoden basierend auf den im Text gegebenen Informationen:

MerkmalKeplersche FassregelVisiermethode
ArtNäherungsformelNäherungsmethode
Benötigte Größen4 (Höhe, Deckel-, Boden-, Mittelradius)1 (Visierlänge vom Spundloch)
Mathematischer AufwandMäßig (Formel anwenden)Gering (Messung ablesen)
Zugrundeliegende AnnahmeApproximation der Form durch einfache KurvenAnnahme einer spezifischen, idealisierten Fassform
Genauigkeit (für Fassformen)Hoch (oft im Promillebereich)Geringer, formabhängig
FehlerquellenNäherung der FormFormannahme, Rundungsfehler

Anwendungsmöglichkeiten über das Fass hinaus

Die allgemeine Form der Keplerschen Fassregel zur Flächenberechnung, A = (h/6) * (f(r) + 4*f(m) + f(s)), ist äußerst vielseitig. Man kann sie nutzen, um die Fläche unter dem Graphen einer beliebigen Funktion f(x) in einem Intervall [a, b] näherungsweise zu bestimmen.

Dabei wird der Funktionsgraph über dem Intervall [a, b] durch eine Parabel angenähert, die durch die Punkte (a, f(a)), ((a+b)/2, f((a+b)/2)) und (b, f(b)) verläuft. Setzt man in der Fassregel h = b-a, f(r) = f(a), f(m) = f((a+b)/2) und f(s) = f(b), erhält man eine effektive Methode zur numerischen Integration, die auch als Simpsonregel bekannt ist.

Diese Methode findet Anwendung bei der Berechnung von:

  • ...Kreisflächen
  • ...Flächen unter der Sinuskurve
  • ...Flächen unter der Parabel
  • ...Volumina von Kegeln und Kegelstümpfen
  • ...Volumina von Kugeln
  • ...Volumina von Rotationsparaboloiden (Körper, die durch Rotation einer Parabel um eine Achse entstehen)

Für viele dieser Körper liefert die Keplersche Fassregel sogar exakte Ergebnisse, da ihre Form perfekt durch eine quadratische Funktion (Parabel) oder eine andere Funktion beschrieben wird, für die die Simpsonregel exakt ist.

Ein Beispielproblem

Wie eingangs erwähnt, stand am Anfang von Keplers Überlegungen zur Fassregel ein sehr praktisches Problem. Passend dazu betrachten wir ein Beispiel, das direkt aus dem Kontext der Fassvolumenbestimmung stammt.

Aufgabe:

Die Innenwand eines Holzfasses wird durch die Funktion f(x) = -(2/5)x² + 0,5 beschrieben (wobei x die Entfernung von der Mitte des Fasses ist und 1 LE 1 Meter entspricht). Das Fass hat eine Höhe von einem Meter, und der Radius des Deckels und des Bodens sind gleich.

Die Außenwand wird durch die Funktion f(x) = -(2/5)x² + 0,55 beschrieben.

Die Dichte des verwendeten Holzes beträgt 1070 kg/m³.

a) Bestimmen Sie die notwendigen Radien (Deckel, Boden, halbe Höhe) für die Innen- und Außenwand. Überprüfen Sie durch Berechnung des entsprechenden Rotationskörpers (der inneren und äußeren Form) mithilfe der Keplerschen Fassregel, ob das Volumen des Fasses näherungsweise berechnet werden kann.

b) Bestimmen Sie die Masse des leeren Holzfasses.

Wie kam Kepler auf die Fassregel?
Wie kam es zur Fassregel? Auf die Idee, sich mit der Berechnung von Flächeninhalten unter einer Fasskurve und dem entsprechenden Fassvolumen zu befassen, kam Johannes Kepler, als er einige Fässer Wein, die er für seine zweite Hochzeit brauchte, bezahlen musste.

Hinweis: Der Vergleich des errechneten Volumens mit dem Ergebnis der Visiermethode wird im Quelltext ebenfalls erwähnt, jedoch ohne die genauen Rechenschritte oder Ergebnisse darzulegen.

(Anmerkung des Autors: Die Lösung zu dieser Beispielaufgabe sowie die genauen Rechenergebnisse für Teil a) und b) sind im vorliegenden Quellmaterial nicht enthalten und können daher hier nicht präsentiert werden.)

Häufig gestellte Fragen zur Keplerschen Fassregel

Q: Warum hat Kepler die Fassregel entwickelt?

A: Kepler benötigte eine genaue Methode zur Berechnung des Volumens von Weinfässern für seine zweite Hochzeit, da er die damals übliche Visiermethode als ungenau empfand. Dies motivierte ihn, eine bessere mathematische Lösung zu finden.

Q: Was ist der Unterschied zwischen der Keplerschen Fassregel und der Visiermethode?

A: Die Keplersche Fassregel ist eine Näherungsformel, die vier Messungen des Fasses (Höhe, Deckel-, Boden-, Mittelradius) verwendet und eine hohe Genauigkeit für Fassformen bietet. Die Visiermethode nutzt nur eine einzige Messung (Visierlänge vom Spundloch) und ist einfacher, aber deutlich ungenauer und basiert auf Annahmen über die Fassform.

Q: Ist die Keplersche Fassregel exakt?

A: Nein, es ist eine Annäherungsformel. Ihre Genauigkeit ist aber sehr hoch, insbesondere für Körper, deren Form durch eine quadratische Funktion beschrieben werden kann.

Q: Welche Größen muss ich messen, um die Keplersche Fassregel anzuwenden?

A: Sie benötigen die Höhe des Fasses (h), den Radius des Deckels (f(r)), den Radius des Bodens (f(s)) und den Radius des Fasses auf halber Höhe (f(m)).

Q: Kann die Keplersche Fassregel nur für Fässer verwendet werden?

A: Nein, die allgemeine Form der Regel kann zur näherungsweisen Berechnung der Fläche unter jeder Kurve und des Volumens vieler verschiedener Rotationskörper (wie Kugeln, Kegelstümpfe, Paraboloiden) verwendet werden.

Q: Wie genau ist die Keplersche Fassregel typischerweise?

A: Für typische Fassformen liegt die Abweichung von der tatsächlichen Genauigkeit oft im Promille-Bereich, was für praktische Zwecke meist mehr als ausreichend ist.

Die Keplersche Fassregel ist somit ein wunderbares Beispiel dafür, wie mathematische Prinzipien aus sehr konkreten, alltäglichen Problemen entstehen und weit darüber hinaus Anwendung finden können. Sie zeugt von Keplers Scharfsinn und seinem Bestreben nach Genauigkeit, selbst bei der Bestimmung des Volumens von Weinfässern für eine Hochzeitsfeier.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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