M&M's sind mehr als nur bunte Schokolinsen. Sie sind ein globales Phänomen, das Generationen begeistert und mit ihrem knackigen Äußeren und schmelzenden Inneren einen einzigartigen Genuss bieten. Doch hinter der einfachen Süßigkeit verbirgt sich eine reiche Geschichte, die von Innovation, Anpassung und der Vision eines Mannes geprägt ist.
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Ihre leuchtenden Farben und das ikonische 'm' auf jeder Linse machen sie nicht nur zu einem Geschmackserlebnis, sondern auch zu einem optischen Highlight – perfekt für jeden, der Freude an visuellen Details hat. Doch wer steht hinter dieser weltbekannten Marke und wie hat alles begonnen?
Wem gehören M&M's eigentlich?
Die Frage nach dem Eigentümer von M&M's führt uns zu einem der größten Namen in der Süßwarenindustrie: Mars Wrigley. Seit über einem Jahrhundert prägt Mars Wrigley die Welt der Süßigkeiten und Snacks mit einer Vielzahl beliebter Marken.

M&M's sind nur eine der vielen Kronjuwelen im Portfolio von Mars Wrigley. Das Unternehmen steht für die kleinen Momente des Glücks und bringt Lächeln auf Gesichter weltweit. Neben den berühmten Schokolinsen gehören auch andere bekannte Marken wie SNICKERS®, TWIX® und CELEBRATIONS® im Bereich Schokolade dazu. Im Kaugummi-Segment sind WRIGLEY'S EXTRA®, AIRWAVES® und 5GUM® feste Größen. Diese breite Palette zeigt die Dominanz von Mars Wrigley auf dem globalen Süßwarenmarkt.
Die Zugehörigkeit zu einem so großen und erfahrenen Unternehmen wie Mars Wrigley hat zweifellos zur globalen Verbreitung und anhaltenden Beliebtheit von M&M's beigetragen. Es ermöglichte Investitionen in Marketing, Forschung und Entwicklung, die nötig waren, um M&M's zu dem zu machen, was sie heute sind.
Die faszinierende Geschichte der M&M's
Die Entstehungsgeschichte von M&M's ist eng mit einer cleveren Lösung für ein alltägliches Problem verbunden: schmelzende Schokolade. In den 1930er Jahren litten weite Teile der USA unter extremen Hitzewellen, was den Verkauf von Schokolade zu einer Herausforderung machte. Der Visionär hinter M&M's, Forest Mars Sr., suchte nach einer Möglichkeit, Schokolade anzubieten, die auch bei hohen Temperaturen ihre Form behielt.
Die entscheidende Inspiration fand er Berichten zufolge bei Soldaten im spanischen Bürgerkrieg. Diese trugen Schokolinsen bei sich, die von einer harten Zuckerschicht umgeben waren. Diese Schicht schützte die Schokolade vor dem Schmelzen und machte sie ideal für den Transport und Verzehr unter schwierigen Bedingungen.
Basierend auf diesem Prinzip entwickelte Forest Mars Sr. seine eigene Version. Die ersten M&M's, manchmal auch MDM oder MnM's genannt, wurden 1941 in den USA eingeführt. Anfänglich wurden sie hauptsächlich an Soldaten im Zweiten Weltkrieg verteilt. Genau wie im spanischen Bürgerkrieg erwiesen sie sich als äußerst praktisch, da sie ihr Versprechen hielten und nicht in der Hand schmolzen. Dies machte sie zu einer idealen Ration für die Truppen.
Nach dem Ende des Krieges stieg die Popularität von M&M's rapide an. Was als praktische Lösung für Soldaten begann, entwickelte sich schnell zu einer beliebten Süßigkeit für die breite Öffentlichkeit. Ihre einzigartige Textur – Schokolade, umhüllt von einer knackigen Zuckerhülle – und die farbenfrohe Optik trugen maßgeblich zu ihrem Erfolg bei.
Der Schritt nach Europa erfolgte später. Seit 1975 sind M&M's auch in Europa erhältlich und eroberten schnell den Markt. Ihre globale Expansion setzte sich fort und machte sie zu einem festen Bestandteil des Süßigkeitenregals in vielen Ländern.

Die Evolution der Farben
Die Farben sind ein ikonisches Merkmal von M&M's. Anfangs gab es eine bestimmte Farbmischung, die sich jedoch im Laufe der Zeit änderte. Jede Tüte enthielt traditionell immer mindestens fünf verschiedene Farben.
Eine bemerkenswerte Änderung fand 1976 statt, als die roten M&M's vorübergehend vom Markt genommen wurden. Der Grund war eine öffentliche Diskussion über einen bestimmten roten Farbstoff (Amaranth), der zu dieser Zeit in anderen Produkten verwendet wurde, obwohl er damals gar nicht in M&M's enthalten war. Um jegliche Bedenken auszuräumen, entschied sich Mars, die roten Linsen zu entfernen. Sie wurden durch orangefarbene M&M's ersetzt, die neu in den Farbmix aufgenommen wurden.
Aufgrund der hohen Nachfrage und der Beliebtheit der roten Farbe wurden die roten M&M's 1987 schließlich wieder eingeführt. Seitdem besteht der Standard-Farbmix aus sechs verschiedenen Farben. Interessanterweise enthalten die roten M&M's heute den Farbstoff E120, der aus Läusen gewonnen wird – ein Detail, das viele Verbraucher überrascht.
Eine weitere Farbänderung gab es 1995, als die lohfarbenen (bräunlich-gelben) M&M's durch blaue ersetzt wurden. Diese Änderung wurde durch eine öffentliche Abstimmung initiiert und sorgte für viel Aufsehen.
Auch bei den Farbstoffen gab es Anpassungen. Mars hatte sich zum Ziel gesetzt, Titandioxid (E171) aus seinem Süßwarenportfolio in ganz Europa bis Januar 2020 zu entfernen. Dies geschah vor dem Hintergrund eines Verbots von Titandioxid in Lebensmitteln in Frankreich und dem späteren allgemeinen EU-Verbot durch die Verordnung (EU) 2022/63, die per Januar 2022 in Kraft trat.
M&M's Variationen: Eine Welt voller Geschmack
Neben den klassischen Milchschokoladen-M&M's gibt es eine beeindruckende Vielfalt an Geschmacksrichtungen und Texturen, die je nach Markt variieren. Diese Variationen tragen dazu bei, dass M&M's für jeden Geschmack etwas bieten.
Auf dem deutschen Markt sind hauptsächlich folgende Variationen erhältlich:
- Choco: Die klassische Variante mit Milchschokolade im Inneren (braune Verpackung).
- Peanut: Schokoladeumschlossene Erdnüsse (gelbe Verpackung). Eine der beliebtesten Sorten weltweit.
- Crispy: Süße Knusperreis-Kügelchen, umhüllt von Schokolade (blaue Verpackung). Bieten ein besonders knuspriges Erlebnis.
- Salted Caramel: M&M's mit gesalzenem Karamell im Inneren (türkise Verpackung). Eine moderne und beliebte Geschmackskombination.
In den USA und Kanada ist die Vielfalt noch größer. Dort sind unter anderem M&M’s mit Mandeln, Erdnussbutterkügelchen, Salzbrezel sowie aus Zartbitter- oder Minzschokolade erhältlich. Diese regionalen Unterschiede zeigen, wie Mars Wrigley versucht, die Produkte an lokale Vorlieben anzupassen.

Zusätzlich zu den Standardvarianten gibt es immer wieder Sondereditionen zu besonderen Anlässen. Beispiele hierfür sind M&M’s aus weißer Schokolade mit Minze zu Weihnachten oder limitierte Geschmacksrichtungen wie Honig, Kaffee oder Chili, die anlässlich des 75. Jubiläums von M&M's in den USA im Jahr 2016 angeboten wurden. In Frankreich gibt es zudem eine bohnenförmige Variante mit höherem Kakaoanteil in der Schokolade.
Auch bei den Farben gibt es neben dem Standardmix (rot, orange, blau, grün, gelb und dunkelbraun) eine riesige Auswahl. In Sonderauflagen existieren M&M’s in über 20 verschiedenen Farben, darunter Schwarz, Dunkelgrün, Purpur, Gold und viele mehr. In den USA können Kunden sogar einzelfarbige oder spezielle Farbmischungen bestellen, was M&M's zu einem beliebten Element bei Veranstaltungen macht.
Die Geschichte von Treets: Ein Vorgänger mit eigener Identität
Ein interessantes Kapitel in der Geschichte von Mars Incorporated in Europa ist die Marke Treets. Treets war eine andere Marke desselben Unternehmens und eng mit der Entwicklung von M&M's Peanut verbunden.
Die mit Erdnüssen gefüllte Variante der Schokolinsen kam 1954 in den USA unter dem Namen M&M's Peanut auf den Markt. In Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien wurde diese Erdnuss-Variante jedoch unter dem Namen Treets vertrieben.
Treets unterschieden sich in einigen Punkten von den späteren M&M's. Die Schokoladenglasur der Treets war dünner und schmelzender als die heutige Hülle der M&M's Peanut. Zudem war sie ungefärbt. Später gesellten sich zu den Treets auch Bonitos, die gefärbt waren und sogar mit einem aufgedruckten Smiley versehen waren.
Um die Produktnamen für Schokolinsenprodukte weltweit zu vereinheitlichen und die Marke M&M's global zu stärken, wurden die Marken Treets und Bonitos 1987 vom Markt genommen. Die Treets wurden durch die Erdnuss-M&M’s (gelbe Packung) und die Bonitos durch die Schokoladen-M&M’s (braune Packung) ersetzt. Dies war ein strategischer Schritt zur Markenpositionierung.
Als Marketingaktion gab es 2009, zum 30. Geburtstag von Mars Deutschland, nochmals eine kurzzeitige Rückkehr von Treets in den Handel, die bei vielen Nostalgie auslöste.

Die Marke Treets verschwand danach erneut, wurde aber später von einem anderen Süßwarenhersteller, Katjes, neu registriert. Ende 2018 brachte Katjes Treets in einer anderen, nun orangefarbenen Verpackung und mit einer eigenen Rezeptur wieder in den deutschen Einzelhandel. Dies zeigt, wie Markennamen eine eigene Geschichte entwickeln können, unabhängig vom ursprünglichen Produkt.
M&M's vs. Smarties: Ein Vergleich
Im deutschsprachigen Raum sind M&M's nicht die einzigen bunten Schokolinsen. Ein direkter Konkurrent sind Smarties, die vom europäischen Mars-Wettbewerber Nestlé vermarktet werden. Obwohl beide Produkte auf dem gleichen Grundprinzip basieren – Schokolade, umhüllt von einer bunten Zuckerglasur – gibt es doch Unterschiede in Geschmack, Textur und der spezifischen Zusammensetzung.
Während M&M's ihre Wurzeln in den USA haben und mit der "schmilzt im Mund, nicht in der Hand"-Philosophie berühmt wurden, haben Smarties eine längere europäische Tradition.
Hier ein kleiner Vergleich basierend auf den uns vorliegenden Informationen über M&M's:
| Merkmal | M&M's | Smarties (Informationen aus Text nicht verfügbar, nur als Wettbewerber genannt) |
|---|---|---|
| Hersteller | Mars Wrigley (Teil von Mars Incorporated) | Nestlé |
| Ursprung | USA | Europa |
| Markteinführung (USA/Europa) | 1941 (USA), 1975 (Europa) | Deutlich früher in Europa (Information nicht im Text) |
| Hauptvarianten (Deutschland lt. Text) | Choco, Peanut, Crispy, Salted Caramel | Milchschokolade (oft der Standard) |
| Beschriftung | Kleines weißes 'm' | Keine Beschriftung (typischerweise) |
| Besonderheit laut Ursprungsgeschichte | Zuckerhülle gegen Schmelzen | (Information nicht im Text) |
| Ehemaliger Vorgänger (Erdnuss) | Treets (Mars Marke, später von Katjes übernommen) | (Information nicht im Text) |
| Farbvielfalt | Standard 6 Farben, viele Sonderfarben möglich (bes. USA) | Standardfarben |
Dieser Vergleich zeigt, dass M&M's und Smarties zwar ähnliche Produkte sind, aber unterschiedliche Markengeschichten und Produktentwicklungen hinter sich haben. M&M's hat sich stark auf die Vielfalt der Füllungen und die globale Markenvereinheitlichung konzentriert.
Häufig gestellte Fragen zu M&M's
Im Laufe ihrer langen Geschichte haben sich viele Fragen rund um M&M's angesammelt. Hier beantworten wir einige der häufigsten:
- Wer ist der Eigentümer von M&M's?
M&M's gehören zum globalen Süßwarenkonzern Mars Wrigley, einem Teil von Mars Incorporated. - Wann wurden M&M's erfunden?
Die ersten M&M's wurden 1941 in den USA verkauft. - Warum schmelzen M&M's nicht in der Hand?
Der ursprüngliche Gedanke war, dass die äußere Zuckerglasur die Schokolade vor dem Schmelzen schützt. Das berühmte Motto „schmilzt im Mund, nicht in der Hand“ basiert auf dieser Eigenschaft, die durch die Inspiration von Soldaten im spanischen Bürgerkrieg entstand. - Welche M&M's Variationen gibt es in Deutschland?
Laut der uns vorliegenden Information sind in Deutschland hauptsächlich Choco, Peanut, Crispy und Salted Caramel erhältlich. Weltweit gibt es jedoch viele weitere Sorten. - Was war Treets und was ist damit passiert?
Treets war eine Marke von Mars in Europa, die die Erdnuss-Schokolinsen vertrieb. 1987 wurde Treets durch Erdnuss-M&M's ersetzt, um die Markennamen weltweit zu vereinheitlichen. Die Marke Treets wurde später von Katjes übernommen und 2018 mit einem neuen Produkt wieder auf den Markt gebracht. - Wurden rote M&M's schon immer verkauft?
Nein, rote M&M's wurden 1976 aufgrund von Bedenken bezüglich eines Farbstoffs (Amaranth) vorübergehend vom Markt genommen, obwohl dieser Farbstoff nicht in M&M's verwendet wurde. Sie wurden 1987 aufgrund der Nachfrage wieder eingeführt. - Welche Farben haben M&M's?
Der Standardmix besteht aus Rot, Orange, Blau, Grün, Gelb und Dunkelbraun. Es gab historische Änderungen (Lohfarben wurde durch Blau ersetzt). In Sonderauflagen und regional (besonders in den USA) gibt es über 20 verschiedene Farben, die auch einzeln erworben werden können. - Warum wurde E171 (Titandioxid) aus M&M's entfernt?
Titandioxid wurde aufgrund von EU-Regulierungen, die dessen Verwendung in Lebensmitteln einschränken oder verbieten, aus dem Süßwarenportfolio von Mars in Europa entfernt.
Fazit
Von einer cleveren Idee zur Vermeidung schmelzender Schokolade während einer Hitzewelle und als praktische Soldatenration hat sich M&M's zu einem globalen Süßwaren-Giganten entwickelt. Die Geschichte von M&M's ist eine Geschichte der Innovation, der Anpassung an Märkte und Verbraucherwünsche (sei es bei Geschmacksrichtungen, Farben oder Farbstoffen) und der erfolgreichen globalen Markenführung durch Mars Wrigley.
Die Vielfalt der Varianten, die bunte Erscheinung und die beständige Qualität haben M&M's zu einem zeitlosen Klassiker gemacht, der weiterhin Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Die Reise von den ersten Linsen im Jahr 1941 bis zu den vielfältigen Angeboten von heute zeigt die dynamische Entwicklung einer Marke, die es versteht, relevant und beliebt zu bleiben.
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