Adobe Photoshop ist seit Jahrzehnten der unangefochtene Standard in der professionellen Bildbearbeitung und im Grafikdesign. Seine Funktionsvielfalt ist legendär und deckt nahezu jeden erdenklichen Anwendungsfall ab. Doch diese Professionalität hat ihren Preis. Das Abo-Modell von Adobe ist für viele Hobbyfotografen, Studenten, Gelegenheitsnutzer oder kleine Unternehmen schlichtweg zu teuer oder nicht rentabel. Glücklicherweise gibt es eine Fülle an Alternativen, die nicht nur kostenlos sind, sondern auch eine beeindruckende Palette an Werkzeugen für grundlegende Retusche, kreative Bildbearbeitung und sogar komplexeres Grafikdesign bieten. Im Jahr 2025 stehen uns mehr leistungsfähige Gratis-Optionen zur Verfügung als je zuvor. Dieser Artikel stellt dir 17 der besten kostenlosen Photoshop-Alternativen vor, die beweisen, dass Top-Software nicht zwangsläufig teuer sein muss.

Warum nach kostenlosen Alternativen suchen?
Die Gründe, sich nach kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen umzusehen, sind vielfältig und überzeugend:
- Kostenersparnis: Der offensichtlichste Grund. Ein Adobe Creative Cloud Abo kann monatlich oder jährlich zu Buche schlagen. Kostenlose Software entstehen oft aus Open-Source-Projekten oder werden durch andere Modelle finanziert, was sie für den Nutzer gratis macht.
- Gelegentliche Nutzung: Wer nur hin und wieder ein Foto bearbeiten oder ein einfaches Grafikprojekt umsetzen möchte, braucht oft nicht den vollen Funktionsumfang von Photoshop und möchte dafür erst recht kein teures Abo abschließen.
- Lernzwecke: Für Anfänger, die die Grundlagen der Bildbearbeitung erlernen wollen, bieten kostenlose Programme einen hervorragenden Einstieg, ohne finanzielle Hürden aufzubauen.
- Spezialisierung: Manche kostenlose Tools haben sich auf bestimmte Bereiche spezialisiert, wie z.B. digitale Malerei oder RAW-Entwicklung, und bieten dort unter Umständen sogar spezifische Vorteile gegenüber Photoshop.
- Unabhängigkeit: Open-Source-Software gibt der Community oft mehr Kontrolle über Entwicklung und Funktionen.
Diese Alternativen sind nicht nur „ganz nett“, sondern viele von ihnen sind ausgewachsene Programme, die in den Händen des richtigen Nutzers erstaunliche Ergebnisse liefern können. Sie decken eine breite Palette ab, von einfacher Fotoretusche bis hin zu komplexen Composings und digitaler Kunst.

Unsere Auswahl der 17 besten kostenlosen Photoshop-Alternativen 2025
Die Auswahl an kostenloser Software für Bildbearbeitung und Grafikdesign ist groß. Wir haben für dich 17 der vielversprechendsten Optionen für das Jahr 2025 zusammengestellt. Jede hat ihre Stärken und Schwächen und richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen und Anwendungsfälle.
1. GIMP (GNU Image Manipulation Program)
GIMP ist wohl die bekannteste kostenlose Alternative zu Photoshop. Als robustes Open-Source-Programm bietet GIMP eine beeindruckende Funktionsvielfalt für Rastergrafikbearbeitung. Es unterstützt Ebenen, Masken, Filter, Pinsel und eine Vielzahl von Dateiformaten, einschließlich der Möglichkeit, PSD-Dateien zu öffnen (wenn auch manchmal mit Einschränkungen bei komplexen Features). GIMP ist für Windows, macOS und Linux verfügbar und wird ständig von einer engagierten Community weiterentwickelt. Die Benutzeroberfläche kann für Photoshop-Umsteiger zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber die Lernkurve lohnt sich.
2. Krita
Während GIMP ein Allrounder ist, hat sich Krita stärker auf digitale Malerei und Illustration konzentriert. Es bietet eine herausragende Auswahl an Pinseln, Texturen, Mischmodi und Werkzeugen, die speziell für Künstler entwickelt wurden. Krita ist ebenfalls Open Source und für alle gängigen Betriebssysteme erhältlich. Obwohl es primär für Illustrationen gedacht ist, verfügt es auch über grundlegende Bildbearbeitungsfunktionen und ist eine exzellente Wahl für digitale Künstler.
3. Photopea
Photopea ist eine webbasierte Anwendung, die im Browser läuft und verblüffend ähnlich wie Photoshop aussieht und sich anfühlt. Das Besondere: Photopea bietet eine hervorragende Kompatibilität mit PSD-, XCF- (GIMP) und Sketch-Dateien. Es unterstützt Ebenen, Masken, Smart Objects (grundlegend) und eine Vielzahl von Filtern und Anpassungsoptionen. Da es online läuft, ist keine Installation nötig, und es funktioniert auf jedem Gerät mit einem modernen Browser. Es ist werbefinanziert, aber die Anzeigen sind in der Regel nicht aufdringlich.
4. Paint.NET
Ursprünglich als einfacherer Nachfolger von Microsoft Paint gedacht, hat sich Paint.NET zu einem leistungsfähigen, aber dennoch benutzerfreundlichen Bildeditor für Windows entwickelt. Es ist schneller und einfacher zu bedienen als GIMP und bietet Unterstützung für Ebenen, Effekte und Plugins. Für grundlegende Fotoretusche und einfache Composings ist Paint.NET eine ausgezeichnete Wahl, allerdings ist es exklusiv für Windows-Nutzer.
5. Pixlr (Editor & X)
Pixlr bietet eine Suite von Online-Editoren. Pixlr E (Editor) ist ein fortschrittlicher Web-Editor, der Photoshop ähnelt und Ebenen sowie komplexe Anpassungen unterstützt. Pixlr X ist ein einfacherer, moderner Editor, der auf schnelle Bearbeitungen und Design-Vorlagen ausgerichtet ist. Beide sind kostenlos im Browser verfügbar und bieten eine gute Balance zwischen Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit. Es gibt auch mobile Apps.
6. Darktable
Darktable ist eine Open-Source-Alternative zu Adobe Lightroom, die aber auch Funktionen zur Bearbeitung einzelner Bilder bietet. Es ist primär ein RAW-Konverter und digitaler Leuchttisch, der einen nicht-destruktiven Workflow ermöglicht. Für Fotografen, die ihre RAW-Dateien entwickeln und verwalten möchten, ist Darktable eine extrem mächtige und kostenlose Option für Windows, macOS und Linux.
7. RawTherapee
Ähnlich wie Darktable ist RawTherapee ein weiteres leistungsstarkes Open-Source-Programm zur RAW-Bildverarbeitung. Es bietet detaillierte Kontrolle über Belichtung, Farben, Schärfe und Rauschreduzierung. Auch RawTherapee arbeitet nicht-destruktiv und ist für alle wichtigen Betriebssysteme verfügbar. Für Fotografen, die das Maximum aus ihren RAW-Dateien herausholen möchten, ist dies eine Top-Wahl.
8. Inkscape
Obwohl Inkscape ein Vektor-Editor ist (vergleichbar mit Adobe Illustrator), ist es für viele Grafikdesign-Aufgaben, die oft Hand in Hand mit Bildbearbeitung gehen, unverzichtbar. Wenn du Logos, Illustrationen oder skalierbare Grafiken erstellen musst, ist Inkscape die beste kostenlose Open-Source-Software dafür. Es unterstützt SVG als natives Format, kann aber auch andere Vektor- und Rasterformate importieren und exportieren.
Weitere nennenswerte kostenlose Alternativen (um die 17 voll zu machen):
Die Welt der kostenlosen Bildbearbeitung ist reichhaltig. Hier sind weitere Optionen, die je nach Bedarf interessant sein können:
9. Glimpse
Eine Abspaltung von GIMP, die versucht, die Benutzeroberfläche und Benutzerfreundlichkeit zu verbessern, während der mächtige Funktionsumfang erhalten bleibt.
10. Pinta
Ein einfacherer, aber leistungsfähiger Editor, der von Paint.NET inspiriert ist, aber für Linux, macOS und Windows verfügbar ist. Gut für grundlegende Aufgaben und eine schnellere Alternative zu GIMP.
11. Fotor (Free Version)
Ein beliebter Online-Editor und mobile App, der viele Vorlagen, Filter und einfache Bearbeitungswerkzeuge bietet. Gut für schnelle Bearbeitungen und Social-Media-Grafiken.
12. Canva (Free Version)
Primär ein Design-Tool mit Drag-and-Drop-Funktionalität und riesiger Vorlagenbibliothek, das aber auch grundlegende Bildbearbeitungsfunktionen integriert hat. Ideal für Social Media, Präsentationen und Marketingmaterialien.
13. Photo Pos Pro (Free Version)
Ein vollwertiger Editor für Windows mit einer kostenlosen Version, die sich gut für fortgeschrittene Bildbearbeitung eignet, aber einige erweiterte Funktionen der Premium-Version fehlen.
14. InPixio Free Photo Editor
Eine Windows-Software, die sich auf einfache Fotoverbesserungen, Effekte und das Entfernen von Objekten konzentriert. Sehr benutzerfreundlich.
15. Kizoa (Free Version)
Eher ein Online-Video-Editor und Collage-Maker, der aber auch grundlegende Bildbearbeitungswerkzeuge und Effekte für einzelne Fotos bietet.
16. Polarr Photo Editor (Free Version)
Verfügbar als Web-App, Desktop-App und mobil. Bietet eine Vielzahl von Filtern und Anpassungswerkzeugen, oft mit Fokus auf Stil und Effekte.
17. BeFunky (Free Version)
Ein weiterer beliebter Online-Foto-Editor mit vielen kreativen Werkzeugen, Effekten, Texturen und einem Collage Maker. Einfach zu bedienen für schnelle, stilvolle Bearbeitungen.
Vergleich: Die wichtigsten Alternativen im Überblick
Um dir bei der Auswahl zu helfen, hier ein Vergleich der populärsten kostenlosen Alternativen:
| Tool | Plattform | Fokus / Stärken | PSD-Kompatibilität (Basis) | Eignung für Anfänger |
|---|---|---|---|---|
| GIMP | Win, Mac, Linux | Mächtiger Allrounder, Open Source | Ja (gut) | Mittel (steile Lernkurve) |
| Krita | Win, Mac, Linux | Digitale Malerei & Illustration | Begrenzt | Mittel (spezialisiert) |
| Photopea | Webbrowser | Photoshop-ähnliche UI, PSD-Kompatibilität | Sehr gut | Gut |
| Paint.NET | Windows | Schnell, benutzerfreundlich, Plugins | Nein (via Plugin möglich) | Sehr gut |
| Pixlr E | Webbrowser | Fortgeschrittene Online-Bearbeitung, Ebenen | Ja (gut) | Gut |
| Darktable | Win, Mac, Linux | RAW-Entwicklung, nicht-destruktiv | N/A (kein Raster-Editor) | Hoch (spezialisiert) |
| RawTherapee | Win, Mac, Linux | RAW-Entwicklung, detaillierte Kontrolle | N/A (kein Raster-Editor) | Hoch (spezialisiert) |
| Inkscape | Win, Mac, Linux | Vektorgrafik, Illustration, Logos | N/A (Vektor-Editor) | Mittel (Vektor-spezifisch) |
Welche Alternative ist die Richtige für dich?
Die „beste“ kostenlose Alternative gibt es nicht – es hängt ganz von deinen individuellen Bedürfnissen ab:
- Für einen mächtigen Allrounder, der Photoshop am nächsten kommt und auf dem Desktop installiert wird: GIMP ist die erste Wahl für viele.
- Wenn du hauptsächlich digitale Kunst malen oder illustrieren möchtest: Krita bietet die besten Werkzeuge dafür.
- Für schnelle Bearbeitungen im Browser mit hoher PSD-Kompatibilität: Photopea oder Pixlr E sind unschlagbar.
- Als einfacher, aber leistungsfähiger Editor für Windows: Paint.NET ist eine ausgezeichnete Option.
- Wenn du hauptsächlich RAW-Dateien bearbeitest und einen nicht-destruktiven Workflow suchst: Darktable oder RawTherapee sind die Experten.
- Für Vektorgrafiken und Design-Elemente: Inkscape ist das Tool der Wahl.
- Für einfache Fotoverbesserungen, Filter und Effekte, oft online: Fotor, BeFunky oder Polarr sind sehr zugänglich.
- Für Design mit Vorlagen (Social Media etc.): Canva ist führend.
Überlege, welches Betriebssystem du nutzt, welche Art von Aufgaben du am häufigsten erledigst (Fotoretusche, Malerei, Design, RAW) und wie steil die Lernkurve sein darf. Viele der Programme sind portabel oder webbasiert, sodass du sie einfach ausprobieren kannst.
Grenzen kostenloser Software
Es ist wichtig zu verstehen, dass kostenlose Software, so leistungsfähig sie auch sein mag, in bestimmten Bereichen an ihre Grenzen stoßen kann, besonders im Vergleich zu einem ausgereiften, professionellen Werkzeug wie Photoshop, das über Jahrzehnte entwickelt wurde und über ein riesiges Ökosystem verfügt:
- Performance: Bei sehr großen Dateien oder komplexen Projekten kann die Leistung variieren.
- Spezifische Profi-Features: Einige sehr spezialisierte Werkzeuge, erweiterte 3D-Funktionen, bestimmte Automatisierungs-Workflows oder die Integration mit anderen Adobe-Produkten fehlen natürlich.
- Plugins & Ökosystem: Photoshop hat ein riesiges Ökosystem an kommerziellen Plugins und Erweiterungen. Kostenlose Alternativen haben oft eine kleinere Plugin-Auswahl, meist Open Source.
- Farbmanagement: Professionelles Farbmanagement für den Druck kann in einigen kostenlosen Tools weniger ausgereift sein.
- Benutzerfreundlichkeit/Workflow: Die Benutzeroberfläche und der Workflow können sich stark von Photoshop unterscheiden und erfordern eine gewisse Umgewöhnung.
Diese Grenzen bedeuten jedoch nicht, dass die Software schlecht ist. Für die meisten Anwender, die nicht im High-End-Profibereich arbeiten, sind die kostenlosen Alternativen mehr als ausreichend und bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis (nämlich keins!).
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sind diese Programme wirklich kostenlos?
Ja, die in diesem Artikel genannten Programme sind in ihrer Basisversion oder als Open-Source-Software dauerhaft und legal kostenlos nutzbar. Einige webbasierte Tools wie Photopea oder Pixlr finanzieren sich über Werbung in der kostenlosen Version. Andere wie Fotor oder Canva bieten kostenpflichtige Premium-Versionen mit erweiterten Features, aber die kostenlose Version ist voll funktionsfähig für viele Aufgaben.
Können sie PSD-Dateien öffnen?
Viele der Raster-Editoren wie GIMP und Photopea können PSD-Dateien öffnen und bearbeiten. Die Kompatibilität ist jedoch nicht immer 100% perfekt, besonders bei komplexen Ebenenstrukturen, Smart Objects oder spezifischen Photoshop-Effekten. Photopea bietet hier oft die beste Kompatibilität, da es speziell darauf ausgelegt ist.
Sind sie für Profis geeignet?
Absolut. Viele Profis nutzen Open-Source-Software wie GIMP, Krita, Darktable oder Inkscape, oft ergänzend zu kommerziellen Programmen oder für spezifische Workflows. Es kommt immer auf die Art der Arbeit und die benötigten spezifischen Funktionen an. Für viele professionelle Aufgaben in den Bereichen Webdesign, digitale Malerei, Fotomanagement und bestimmte Arten der Bildbearbeitung sind diese Tools mehr als geeignet.
Wie steht es um Updates und Support?
Open-Source-Projekte wie GIMP, Krita, Darktable oder Inkscape werden von einer globalen Community entwickelt und erhalten regelmäßige Updates, die neue Features und Bugfixes bringen. Support findest du in Foren, auf Websites der Projekte und über Community-Wikis und Tutorials. Kommerzielle kostenlose Tools wie Pixlr oder Fotor werden vom jeweiligen Unternehmen gepflegt und erhalten ebenfalls Updates, der Support erfolgt oft über deren Websites oder Foren.
Die Welt der kostenlosen Photoshop-Alternativen im Jahr 2025 ist riesig und bietet für jeden Bedarf das passende Werkzeug. Egal, ob du Fotos bearbeiten, digitale Kunst erschaffen oder Grafiken entwerfen möchtest, es gibt leistungsstarke, kostenfreie Optionen, die es wert sind, ausprobiert zu werden. Nimm dir Zeit, verschiedene Programme zu testen und finde die Software, die am besten zu deinem Workflow und deinen kreativen Zielen passt. Du wirst überrascht sein, wie viel du erreichen kannst, ohne einen Cent auszugeben.
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