Was braucht man für die Cyanotypie?

Cyanotypie: Die Magie des Sonnendrucks

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Die Cyanotypie, oft auch als Sonnendruck, Blaudruck oder Blaupause bezeichnet, ist eines der ältesten und faszinierendsten fotografischen Druckverfahren. Sie zeichnet sich durch ihre charakteristischen, tiefblauen Farbtöne aus, die an Indigo erinnern. Im Gegensatz zu den frühen silberbasierten Verfahren wie der Daguerreotypie oder Kalotypie nutzt die Cyanotypie Eisenverbindungen, was sie zu einer vergleichsweise einfachen und kostengünstigen Technik macht. Für viele ist der Einstieg in die Cyanotypie eine bewusste Entschleunigung der fotografischen Praxis, ein Schritt zurück zu handwerklichen Prozessen, bei denen jedes Bild ein einzigartiges Unikat ist.

Wie lange sollte man eine Cyanotypie belichten?
Belichten Bringe dein Sandwich-Paket nach draußen und lass es dort eine Zeitlang in der Sonne liegen (=Belichtung). Abhängig von der Intensität der Sonne, kann es zwischen 2 – 5 Minuten und 30 Minuten oder länger dauern.7. Juli 2022

Erfunden wurde dieses Verfahren 1841 von dem britischen Naturwissenschaftler Sir John Herschel. Seine Popularität verdankt es jedoch maßgeblich der Fotografin und Botanikerin Anna Atkins. Sie nutzte die Cyanotypie ab 1843, um Farne, Algen und andere Pflanzen für ihre bahnbrechenden Bücher zu dokumentieren. Ihr Werk „Photographs of British Algae: Cyanotype Impressions“ gilt als das erste Buch, das jemals mit fotografischen Bildern illustriert wurde. Heute erlebt die Cyanotypie ein regelrechtes Comeback und begeistert Künstler und Kreative weltweit durch ihre Einfachheit, die Möglichkeit zur Experimentation und die ästhetik der blauen Farbtöne.

Was genau ist Cyanotypie und wie funktioniert sie?

Im Kern basiert die Cyanotypie auf der Lichtempfindlichkeit einer Mischung aus zwei Eisenverbindungen: Ammoniumeisencitrat (grün) und Kaliumhexacyanoferrat(III) (rot). Wenn diese beiden Substanzen in Wasser gemischt werden, entsteht eine lichtempfindliche Emulsion. Wird diese Emulsion auf einen Untergrund wie Papier oder Stoff aufgetragen und trocknen gelassen, ist sie bereit für die Belichtung.

Das Besondere an der Cyanotypie ist, dass sie kein Dunkelkammerverfahren im klassischen Sinne ist. Die Belichtung erfolgt durch ultraviolettes Licht – traditionell durch die Sonne, aber auch UV-Lampen sind geeignet. Bereiche der beschichteten Oberfläche, die dem UV-Licht ausgesetzt sind, reagieren chemisch. Wenn der belichtete Druck anschließend in Wasser gewaschen wird, oxidieren die belichteten Eisenverbindungen und bilden das unlösliche Berliner Blau (oder Preußisch Blau), das fest im Material verankert ist. Die Bereiche, die während der Belichtung abgedeckt waren und somit kein oder nur wenig UV-Licht erhielten, bleiben wasserlöslich und werden einfach ausgewaschen. Dies führt dazu, dass das Motiv als negatives Bild erscheint: Die Bereiche, die auf dem Negativ oder Objekt transparent waren und Licht durchließen, werden blau; die Bereiche, die lichtundurchlässig waren, behalten die ursprüngliche Farbe des Untergrunds.

Es findet also keine chemische Entwicklung im herkömmlichen Sinne statt, sondern eine Auswaschung der unbelichteten, wasserlöslichen Chemikalien. Das Ergebnis ist ein Bild in verschiedenen Nuancen von Blau auf dem gewählten Untergrund.

Benötigte Materialien für den Einstieg

Einer der großen Vorteile der Cyanotypie sind die überschaubaren Kosten und die relativ einfachen Materialien, die benötigt werden. Man muss keine teure Dunkelkammerausrüstung anschaffen. Hier ist eine Liste der grundlegenden Dinge:

  • Chemikalien: Ammoniumeisencitrat (grün) und Kaliumhexacyanoferrat(III) (rot). Diese sind oft als Set erhältlich.
  • Wasser: Destilliertes Wasser wird empfohlen, aber für die ersten Versuche kann auch normales Leitungswasser funktionieren, je nach Härtegrad.
  • Papier oder Stoff: Geeignete Untergründe, auf die die Emulsion aufgetragen wird.
  • Pinsel: Ein breiter Pinsel, oft aus Ziegenhaar oder ein Schwammpinsel, zum Auftragen der Emulsion.
  • Messbecher/Messzylinder: Zum Abmessen der Chemikalienlösungen.
  • Waage: Wenn Sie die Chemikalien aus Pulver selbst anmischen möchten, benötigen Sie eine präzise Waage.
  • Behälter: Mehrere Behälter zum Anmischen der Lösungen und zum Wässern der Drucke.
  • Handschuhe: Zum Schutz der Haut beim Umgang mit Chemikalien.
  • Schutzbrille: Besonders wichtig beim Anmischen der Pulver.
  • Optional: UV-Lichtquelle (oder einfach die Sonne!), Glasplatte (von einem Bilderrahmen) zum Fixieren des Negativs/Objekts, Wasserstoffperoxid (3%) zur Kontraststeigerung, Fotogelatine zur Versiegelung.

Für den Anfang ist es oft am einfachsten und sichersten, ein Cyanotypie-Starter-Set zu kaufen. Diese enthalten die fertig angerührten Lösungen in der richtigen Konzentration, oft auch Papier, Pinsel und Handschuhe. Dies erspart das potenziell gefährliche Anmischen der Pulver, das besondere Vorsichtsmaßnahmen (Atemschutzmaske, sehr gute Belüftung) erfordert.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Cyanotypie

Das Erstellen eines Cyanotypie-Drucks lässt sich in mehrere Phasen unterteilen:

1. Vorbereitung der Chemikalien

Wenn Sie ein Starter-Set mit gebrauchsfertigen Lösungen haben, können Sie diesen Schritt überspringen. Andernfalls müssen Sie die beiden Stammlösungen (Ammoniumeisencitrat und Kaliumhexacyanoferrat) gemäß Anleitung mit Wasser ansetzen. Verwenden Sie hierfür destilliertes Wasser und halten Sie sich genau an die Mengenangaben. Arbeiten Sie in einem gut belüfteten Bereich, tragen Sie Handschuhe und Schutzbrille. Lagern Sie die Stammlösungen dunkel und kühl.

Was ist das Cyanotypie-Druckverfahren?
Beim Cyanotypie-Verfahren wird eine Mischung aus Eisenverbindungen verwendet, die unter UV-Licht oxidieren und in Wasser gewaschen werden. Dabei entstehen Bilder in der Farbe Preußischblau . Die Technik wurde 1841 von Sir John Herschel erfunden und von der Fotografin und Botanikerin Anna Atkins populär gemacht.

Für einen einzelnen Druck mischen Sie kurz vor der Verwendung gleiche Teile von Lösung A und Lösung B. Die benötigte Menge hängt von der Größe des Drucks ab (z.B. 1,5 ml pro Lösung für DIN A4). Die gemischte Emulsion ist nun lichtempfindlich. Obwohl Sie keine extreme Eile haben, sollten Sie die gemischte Lösung nicht unnötig lange stehen lassen.

2. Vorbereitung des Untergrunds (Papier oder Stoff)

Wählen Sie Ihr Material aus. Bei Papier eignen sich glatte, saugfähige Papiere am besten, die nicht zu offenporig sind, um scharfe Konturen zu erhalten. Büttenpapier ist möglich, aber Passepartoutkarton wird oft für seine Stabilität und den gewünschten Weißton bevorzugt. Bei Stoffen funktionieren leichte, helle Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen gut. Dickere Stoffe benötigen mehr Emulsion und das Blau wird eventuell nicht so dunkel.

Legen Sie das Papier oder den Stoff auf eine ebene Unterlage. Gießen Sie die gemischte Emulsion in einen flachen Behälter. Tauchen Sie den Pinsel ein und streichen Sie die Emulsion zügig und möglichst gleichmäßig auf die Oberfläche. Achten Sie darauf, den Bereich, der später das Bild tragen soll, vollständig abzudecken. Für experimentelle Effekte können Sie bewusst dicker auftragen oder Tropfen setzen.

3. Trocknen des beschichteten Materials

Das beschichtete Material muss vollständig trocknen, bevor es belichtet werden kann. Dies muss in einem dunklen oder zumindest stark abgedunkelten Raum erfolgen, da die Emulsion lichtempfindlich ist. Das Trocknen an der Luft kann je nach Material und Luftfeuchtigkeit bis zu einer Stunde dauern. Eine schnellere Methode ist die Verwendung eines Föhns auf kalter oder lauwarmer Stufe.

4. Erstellen des Negativs oder Anordnen der Objekte

Sie können Cyanotypien auf zwei Arten erstellen:

  • Fotogramm: Legen Sie Objekte (Pflanzen, Federn, Spitze, Büroklammern etc.) direkt auf das getrocknete, beschichtete Material. Die Bereiche unter den Objekten werden vom Licht abgeschirmt und bleiben nach dem Wässern hell.
  • Mit digitalem Negativ: Wenn Sie ein digitales Foto verwenden möchten, müssen Sie dieses in einem Bildbearbeitungsprogramm (wie Photoshop oder Affinity Photo) invertieren, sodass die hellsten Stellen des Originalbildes die dunkelsten auf dem Negativ sind und umgekehrt. Passen Sie Kontrast und Struktur an, um optimale Druckergebnisse zu erzielen. Drucken Sie dieses Negativ auf eine transparente Folie (Overhead-Folien funktionieren gut) in höchster Qualität und Graustufen. Lassen Sie die Folie gut trocknen (ca. 30 Minuten oder länger), um Verschmieren zu vermeiden. Legen Sie diese Folie dann auf das beschichtete Material.

Legen Sie, falls vorhanden, eine Glasplatte über das Negativ oder die Objekte und das beschichtete Material. Die Glasplatte sorgt für guten Kontakt und verhindert, dass Licht unter die Kanten der Objekte kriecht (was zu unscharfen Konturen führen würde). Ein normaler Bilderrahmen mit Glas eignet sich gut. Plexiglas ist aufgrund seines geringeren Gewichts weniger ideal.

5. Belichtung unter UV-Licht

Bringen Sie den vorbereiteten Druck nun nach draußen in die Sonne oder unter eine UV-Lampe. Die Belichtungszeit hängt stark von der Intensität des UV-Lichts ab. In praller Sommersonne kann dies nur 10-15 Minuten dauern, während es an bewölkten Tagen oder im Winter deutlich länger (bis zu 75 Minuten oder mehr) dauern kann. Unter einer UV-Lampe können die Zeiten konstanter sein, müssen aber durch Tests ermittelt werden.

Beobachten Sie die Farbänderung der Emulsion während der Belichtung. Die gelblich-grüne Schicht verfärbt sich allmählich ins Blaugrüne und schließlich zu einem dunklen, oft bräunlich-grauen oder moosgrünen Ton. Dies ist ein Indikator dafür, dass die Belichtung ausreichend war. Wenn die Emulsion nach der empfohlenen Zeit noch gelblich ist, belichten Sie länger. Eine Wolke kann die Belichtungszeit erheblich verlängern.

Wie funktioniert die Cyanotypie?
Bei der Cyanotypie wird Papier fotosensibilisiert und getrocknet. Anschließend erfolgt die Belichtung als Fotogramm durch UV-Licht. Die unbelichteten Teile werden ausgewaschen, es findet also keine Entwicklung wie bei fotografischem Film statt.3. Juli 2020

6. Wässern des Drucks

Sobald die Belichtung abgeschlossen ist, nehmen Sie die Glasplatte und das Negativ/die Objekte ab. Spülen Sie den Druck sofort gründlich unter fließendem Wasser ab oder tauchen Sie ihn in ein Wasserbecken. Sie werden sehen, wie die wasserlöslichen, unbelichteten Chemikalien ausgewaschen werden und das Wasser sich blau färbt. Bewegen Sie den Druck im Wasser hin und her, bis kein gelb-grünlicher Schleier mehr ausgewaschen wird und das Wasser klar bleibt. Dieser Vorgang dauert normalerweise einige Minuten. Die blauen Bereiche des Bildes werden während des Wässerns intensiver.

7. Kontraststeigerung mit Wasserstoffperoxid (Optional)

Um das Blau des Drucks zu intensivieren und ihm den charakteristischen tiefen Ton zu verleihen, können Sie eine 3%ige Wasserstoffperoxidlösung verwenden. Nehmen Sie den Druck kurz aus dem Wasser. Geben Sie einen Schuss Wasserstoffperoxid in das Wasserbecken und rühren Sie es um. Tauchen Sie den Druck wieder ein und schwenken Sie ihn kurz. Sie werden sehen, wie das Blau sofort kräftiger wird. Dies ist eine schnelle chemische Reaktion. Danach spülen Sie den Druck nochmals kurz mit klarem Wasser ab.

8. Trocknen des fertigen Drucks

Legen Sie den gewässerten Druck auf ein Handtuch und tupfen Sie ihn vorsichtig mit einem weiteren Handtuch ab, um überschüssiges Wasser zu entfernen und Flecken zu vermeiden. Lassen Sie den Druck dann liegend trocknen, z.B. auf einem Wäscheständer oder einem sauberen Tuch. Das vollständige Trocknen kann je nach Dicke des Materials 12 bis 24 Stunden dauern. Bei dickem Papier kann es zu leichter Wellenbildung kommen.

9. Versiegeln des Drucks (Optional, aber empfohlen)

Um die Langlebigkeit Ihres Cyanotypie-Drucks zu gewährleisten und ihn vor Umwelteinflüssen und Verblassen zu schützen, können Sie ihn nach dem vollständigen Trocknen mit Fotogelatine versiegeln. Mischen Sie Gelatinegranulat gemäß Anleitung (oft ca. 8g pro Liter Wasser) mit kaltem Wasser, lassen Sie es quellen und lösen Sie es dann in heißem Wasser auf. Tragen Sie die flüssige Gelatine mit einem sauberen Pinsel dünn und gleichmäßig auf den Druck auf. Dies verleiht dem Druck auch einen leichten Glanz. Lassen Sie die Gelatineschicht vollständig trocknen (ca. 1 Stunde).

Sollte sich das Papier nach dem Trocknen stark wellen, können Sie es zwischen schweren Büchern lagern oder in einen Bilderrahmen spannen, um es zu glätten.

Vergleich: Chemikalien selbst mischen vs. Starter-Kit

Die Entscheidung, ob man die Chemikalien selbst anmischt oder ein fertiges Kit kauft, hängt von mehreren Faktoren ab:

MerkmalChemikalien selbst mischenCyanotypie Starter-Kit
Kosten pro DruckGeringer (Chemikalien sind in größeren Mengen günstiger)Höher (bequemer, aber teurer pro Einheit)
SicherheitErfordert Vorsichtsmaßnahmen (Maske, Brille, Handschuhe, Belüftung), potenziell gefährlich bei FehlernGeringeres Risiko, Lösungen sind gebrauchsfertig, aber Handschuhe/Brille weiterhin empfohlen
AufwandMessen, Wiegen, Ansetzen der Stammlösungen erforderlichDirekt startklar, nur Lösungen für den Druck mischen
Benötigte AusrüstungPräzise Waage, Messzylinder, Schutzbrille, Handschuhe, AtemschutzmaskeMesszylinder (oft enthalten), Handschuhe (oft enthalten), Pinsel
Qualität/KonsistenzAbhängig von der Genauigkeit beim Mischen, kann variierenOft sehr konsistent und auf gute Ergebnisse abgestimmt
Empfehlung für AnfängerWeniger geeignet, Risiko zu hochSehr empfohlen

Für den Einstieg ist ein Starter-Kit die klar bessere und sicherere Wahl. Sobald Sie Erfahrung gesammelt haben und größere Mengen verarbeiten möchten, kann das Selbstanmischen eine Option sein, aber nur unter Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen.

Was ist das Cyanotypie-Druckverfahren?
Beim Cyanotypie-Verfahren wird eine Mischung aus Eisenverbindungen verwendet, die unter UV-Licht oxidieren und in Wasser gewaschen werden. Dabei entstehen Bilder in der Farbe Preußischblau . Die Technik wurde 1841 von Sir John Herschel erfunden und von der Fotografin und Botanikerin Anna Atkins populär gemacht.

Häufig gestellte Fragen zur Cyanotypie

Was ist der Unterschied zwischen Cyanotypie und normaler Fotografie?

Normale Schwarz-Weiß-Fotografie basiert meist auf Silberhalogeniden und erfordert eine Dunkelkammer sowie mehrere chemische Entwicklungs-, Stopp- und Fixierbäder. Cyanotypie nutzt Eisenverbindungen, wird mit UV-Licht (Sonne) belichtet und benötigt nur Wasser zum Auswaschen der unbelichteten Chemie.

Wie lange muss eine Cyanotypie belichtet werden?

Die Belichtungszeit hängt stark von der Intensität der UV-Quelle ab. In praller Sommersonne können 10-15 Minuten ausreichen. An bewölkten Wintertagen können es 75 Minuten oder länger sein. Unter einer UV-Lampe müssen die Zeiten durch Tests ermittelt werden. Die Emulsion sollte sich von Gelb/Grün zu einem dunklen Blaugrün/Grau verfärben.

Ist die Cyanotypie-Chemie gefährlich?

Die gebrauchsfertigen Lösungen in Starter-Sets gelten als relativ ungefährlich, können aber Haut und Augen reizen. Das Einatmen der Pulver beim Selbstanmischen oder die unbeabsichtigte Bildung von Blausäure bei falscher Handhabung der Pulver sind potenziell lebensbedrohlich. Daher sind Vorsichtsmaßnahmen (Handschuhe, Brille, gute Belüftung) immer notwendig, und Starter-Sets sind für Anfänger am sichersten. Die ausgewaschenen Chemikalien sind ungiftig, müssen aber dennoch fachgerecht entsorgt werden.

Welches Papier oder welcher Stoff eignet sich am besten?

Für Papier eignen sich glatte, saugfähige Papiere, die nicht zu viel Emulsion aufsaugen, um scharfe Konturen zu ermöglichen. Passepartoutkarton oder glattes Zeichenpapier funktionieren gut. Offenporige Aquarellpapiere ergeben weichere Konturen. Bei Stoffen sind leichte, helle Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen ideal. Experimentieren Sie, um Ihren Favoriten zu finden!

Warum wird mein Druck blass oder hat gelbliche Stellen?

Blässe kann mehrere Ursachen haben: zu kurze Belichtungszeit, zu schwaches UV-Licht, unzureichendes Auswaschen der unbelichteten Chemie oder die Verwendung von hartem Wasser. Gelbliche Stellen können darauf hindeuten, dass die unbelichtete Chemie nicht vollständig ausgewaschen wurde. Gründliches Wässern und eventuell die Verwendung von destilliertem Wasser können helfen. Die Kontraststeigerung mit Wasserstoffperoxid hilft, das Blau zu intensivieren.

Entsorgung der Chemikalien

Obwohl die bei der Cyanotypie verwendeten Chemikalien in den geringen Konzentrationen nach dem Wässern als ungiftig gelten, sollten sie nicht einfach in den Abfluss gegossen werden. Informieren Sie sich bei Ihrer lokalen Gemeinde, dem Rathaus oder dem zuständigen Entsorgungsunternehmen über die richtige Entsorgung. In haushaltsüblichen Mengen werden Chemikalien aus Fotoprozessen oft kostenfrei bei Wertstoffhöfen angenommen. Handeln Sie verantwortungsbewusst.

Ideen für die Weiterverarbeitung

Ein fertiger Cyanotypie-Druck ist bereits ein Kunstwerk für sich, aber es gibt viele Möglichkeiten, ihn weiterzuverwenden:

  • Gerahmt als Wandbild
  • Als Grundlage für Malerei oder Stickerei
  • Verwendung in Collagen oder Art Journals
  • Erstellung von Postkarten oder Grußkarten
  • Bedruckte Stoffe können zu Taschen, Kissen oder anderen Nähprojekten verarbeitet werden

Die einzigartigen blauen Bilder bieten eine wunderbare Basis für weitere kreative Projekte.

Die Cyanotypie ist ein faszinierendes Verfahren, das eine Brücke zwischen historischer Fotografie und modernem künstlerischen Ausdruck schlägt. Mit etwas Übung und Experimentierfreude lassen sich wunderschöne und einzigartige blaue Bilder erschaffen. Es ist ein Prozess, der zum Entschleunigen einlädt und die Freude am handwerklichen Schaffen in den Vordergrund stellt. Probieren Sie es aus und machen Sie mal „Blau“!

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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