Was hat Gunter Sachs gemacht?

Gunter Sachs: Ein Leben voller Facetten

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Gunter Sachs war eine Persönlichkeit, die viele Rollen verkörperte und die öffentliche Vorstellungskraft wie kaum ein Zweiter prägte. Aus einer bedeutenden Industriellenfamilie stammend, wurde er zum Synonym für den internationalen Jetset, einen Lebemann, der die freie Liebe propagierte und mit seiner Liaison zur Filmikone Brigitte Bardot Schlagzeilen machte. Doch hinter der Fassade des Playboys verbarg sich ein vielschichtiger Mensch: ein erfolgreicher Fotograf, ein leidenschaftlicher Kunstsammler, ein Dokumentarfilmer, ein engagierter Sportler und sogar ein umstrittener Astrologieforscher. Sein Leben endete auf tragische Weise, ein Schritt, den er laut seinem Abschiedsbrief mit einer vermuteten, unheilbaren Krankheit begründete. Wie es in dem zugewiesenen Zitat heißt, ein guter Mensch hinterlässt eine leuchtende Spur. Gunter Sachs hinterließ zweifellos eine solche Spur, gezeichnet von Kreativität, Unternehmungsgeist und einem tiefen Sinn für die schönen Dinge des Lebens, aber auch von inneren Kämpfen.

Was für eine Krankheit hat Halifax Sachs?
In seinem Abschiedsbrief begründete er seinen Suizid mit dem Hinweis auf die vermutete Erkrankung an Alzheimer: „In den letzten Monaten habe ich durch die Lektüre einschlägiger Publikationen erkannt, an der ausweglosen Krankheit A. zu erkranken.

Ein Leben im Rampenlicht: Jetset und berühmte Beziehungen

In den 1960er Jahren avancierte Gunter Sachs zu einer zentralen Figur des internationalen Jetsets. Sein Name wurde untrennbar mit Orten wie Saint-Tropez verbunden, einem kleinen Fischerdorf, das er maßgeblich mitbekannt machte. Sein Lebensstil war exzessiv, seine Begleiterinnen waren Models und Schauspielerinnen, und die Medien verfolgten ihn auf Schritt und Tritt. Er galt als Inbegriff des Playboys, ein Titel, den er später mit einem Augenzwinkern kommentierte, da es doch schön sei, auch mit über 70 noch als 'boy' bezeichnet zu werden. Besonders seine Beziehung zur persischen Exkaiserin Soraya und die spektakuläre Werbung um die französische Schauspielerin Brigitte Bardot – inklusive des legendären Rosenregens auf ihr Anwesen – festigten sein Image als ewiger Casanova. Die Ehe mit Bardot dauerte von 1966 bis 1969. Nach der Scheidung heiratete er 1969 das schwedische Model Mirja Larsson, eine Ehe, die bis zu seinem Tod Bestand hatte und aus der zwei Söhne hervorgingen. Aus seiner ersten Ehe mit Anne-Marie Faure, die tragisch durch einen Narkosefehler ums Leben kam, stammte sein Sohn Rolf Sachs.

Der Künstler Sachs: Fotografie und Film

Neben seinem Jetset-Leben entwickelte Gunter Sachs eine ernsthafte künstlerische Karriere. Ab 1972 arbeitete er professionell als Fotograf. Seine Arbeit sorgte schnell für Aufsehen, etwa mit der ersten Aktaufnahme in der französischen Vogue im Jahr 1973. Internationale Anerkennung folgte 1974 mit einer Sonderschau auf der renommierten Fachmesse Photokina, für die er auch das offizielle Ausstellungsplakat gestaltete. Seine fotografischen Arbeiten, oft surreale Akt- und Landschaftsaufnahmen, wurden in zahlreichen Ausstellungen weltweit gezeigt und in mehreren Bildbänden veröffentlicht. Sachs war auch ein früher Verfechter der digitalen Fotografie und präsentierte bereits 1995 digitale Werke in Ausstellungen. Die Erlöse aus dem Verkauf seiner Fotografien und Bildbände flossen in die von ihm gegründete Mirja-Sachs-Stiftung für Kinder in Not, was sein philanthropisches Engagement unterstrich. Auch im Bereich Film war Sachs aktiv. Bereits Ende der 1950er Jahre begann er zu filmen, zunächst als Ablenkung in einer schweren persönlichen Zeit. Später drehte er mehrere Kurzfilme, die Auszeichnungen erhielten und als 'Wertvoll' prädikatisiert wurden. Sein Dokumentar- und Sportfilm 'Happening in White' über den Skisport wurde 1972 vom Internationalen Olympischen Komitee ausgezeichnet. Besonders bemerkenswert war hier der innovative Einsatz der Superzeitlupe, ein Stilmittel, das später weite Verbreitung fand.

Mehr als der Playboy: Unternehmer, Sportler und Förderer

Gunter Sachs war weit mehr als die öffentliche Figur des Playboys. Er studierte Mathematik und Wirtschaftswissenschaften, absolvierte eine Feinmechaniker- und eine Banklehre und erwarb ein Dolmetscherdiplom. Obwohl er sich nach dem Suizid seines Vaters zeitweise im Familienunternehmen, der Sachs-Gruppe, engagierte und dem Aufsichtsrat angehörte, machte er sich auch als eigenständiger Unternehmer einen Namen. Mitte der 1960er Jahre baute er mit Micmac eine internationale Kette von Modeboutiquen auf, die er später erfolgreich verkaufte. Er war auch Mitbegründer und Präsident des Dracula’s Ghostriders Clubs in St. Moritz, einem exklusiven Treffpunkt. Sportlich zeigte Sachs Talent als Bobpilot und gewann einen Junioren-Europameistertitel. Über vierzig Jahre lang war er Präsident des St. Moritz Bobsleigh Clubs, eine außergewöhnliche Leistung, die zu seinen Ehren mit der Benennung eines Platzes oberhalb der Bobbahn gewürdigt wurde. Sein Engagement ging auch in die wissenschaftliche und medizinische Forschung. Er unterstützte das Salk Institute und war Mitglied im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie, dessen Forschung er finanziell förderte. Ein Großteil seiner Einnahmen floss, wie erwähnt, in die Mirja-Sachs-Stiftung, was seine soziale Verantwortung unterstreicht.

Was ist aus Sachs geworden?
Seit 2001 gehört die in ZF Sachs AG umbenannte Firma zum ZF-Konzern und wurde 2011 zur ZF Friedrichshafen AG verschmolzen. Die Marke SACHS wird heute neben den Marken LEMFÖRDER, TRW, WABCO und BOGE erfolgreich international durch ZF Aftermarket vertrieben.

Der Kunstsammler und seine Leidenschaft

Die Kunstsammlung von Gunter Sachs war ein weiterer zentraler Aspekt seines Lebens. Schon früh begann er, zeitgenössische Kunst zu sammeln, begünstigt durch persönliche Freundschaften und Kontakte zu Künstlern wie Andy Warhol, Yves Klein, Salvador Dalí und Roy Lichtenstein. Seine berühmte Pop-Art-Wohnung im Palace-Hotel in St. Moritz, gestaltet mit Beteiligung vieler dieser Künstler, war legendär und fand in der Kunstwelt große Beachtung. Sachs war auch Mitbegründer und Präsident des Vereins Modern Art Museum München (MAM), der sich für den Bau eines Museums für zeitgenössische Kunst in München einsetzte und zahlreiche Ausstellungen in der Villa Stuck organisierte. Seine eigene Galerie in Hamburg war ein wichtiger Ort für die Präsentation moderner Kunst, wie die Eröffnungsausstellung mit Andy Warhol zeigte, bei der Sachs aus Freundschaft heimlich eigene Werke kaufte, um den Künstler nicht zu enttäuschen. Nach seinem Tod erzielte seine Kunstsammlung bei einer Versteigerung unerwartet hohe Preise, was die Qualität und Bedeutung seiner Zusammenstellung unterstrich.

Gunter Sachs und die Astrologie

Ein weniger bekannter, aber für ihn selbst wichtiger Teil seines Schaffens war seine Beschäftigung mit der Astrologie. Mitte der 1990er Jahre gründete er das Institut zur empirischen und mathematischen Untersuchung des möglichen Wahrheitsgehaltes der Astrologie (IMWA). Gemeinsam mit einem Team von Wissenschaftlern analysierte er riesige Datenmengen von über 20 Millionen Personen aus verschiedenen Ländern, um Zusammenhänge zwischen den sogenannten Sonnenzeichen und menschlichem Verhalten statistisch zu überprüfen. Die Ergebnisse dieser Forschung veröffentlichte er 1997 in seinem Bestseller 'Die Akte Astrologie'. Darin behauptete er, signifikante Korrelationen in Bereichen wie Eheschließung, Berufswahl, Verkehrsverhalten oder der Neigung zum Suizid gefunden zu haben. Das Buch stieß auf großes Interesse und kontroverse Diskussionen in wissenschaftlichen Kreisen, wurde aber zum Spiegel-Bestseller. Postum wurde sein zweites astrologisches Buch veröffentlicht, 'Mein astrologisches Vermächtnis'.

Die letzten Jahre und der tragische Abschied

Gunter Sachs verbrachte seine letzten Jahre an verschiedenen Orten weltweit, pendelnd zwischen seinen Wohnsitzen. Am 6. oder 7. Mai 2011 nahm sein Leben ein tragisches Ende. Er starb im Alter von 78 Jahren durch Suizid in seinem Haus in Gstaad in der Schweiz. Die Nachricht löste weltweit Betroffenheit aus. In seinem Abschiedsbrief erläuterte Gunter Sachs seine Beweggründe für diesen Schritt. Er schrieb, dass er in den Monaten zuvor durch die Lektüre einschlägiger Publikationen erkannt habe, an der „ausweglosen Krankheit A.“ zu erkranken. Damit meinte er die Alzheimer-Krankheit. Er habe bei sich entsprechende Symptome festgestellt und sei zu dem Schluss gekommen, dass der Verlust der geistigen Kontrolle über sein Leben ein würdeloser Zustand wäre, dem er entschlossen entgegenwirken wolle. Vertraute bestätigten zudem, dass er unter Depressionen litt. Die Trauerfeier fand im engsten Kreis der Familie und Freunde in der evangelischen Kirche Saanen statt, seine Urne wurde später auf dem dortigen Friedhof beigesetzt. Auch seine Ex-Frau Brigitte Bardot zeigte sich tief betroffen, ihre Stiftung bestätigte die Nachricht und ihre langjährige enge Verbindung zu Sachs, der ihre Tierschutz-Stiftung unterstützte.

Was für eine Krankheit hat Halifax Sachs?
In seinem Abschiedsbrief begründete er seinen Suizid mit dem Hinweis auf die vermutete Erkrankung an Alzheimer: „In den letzten Monaten habe ich durch die Lektüre einschlägiger Publikationen erkannt, an der ausweglosen Krankheit A. zu erkranken.

Sein Vermächtnis

Gunter Sachs war eine der schillerndsten Figuren seiner Zeit, ein Mann, der das Privileg seiner Herkunft nutzte, um nicht nur ein Leben im Luxus zu führen, sondern auch eigene Wege als Künstler, Unternehmer und Forscher zu gehen. Sein Beitrag zur Fotografie und zur Kunstwelt ist anerkannt, sein Unternehmergeist zeigte sich in Micmac und dem Dracula Club, und seine astrologischen Studien blieben ein faszinierendes, wenn auch umstrittenes Kapitel. Sein plötzlicher Tod, begründet mit der Angst vor dem geistigen Verfall durch Alzheimer, war ein schockierendes Ende für ein Leben, das so sehr von Vitalität und Vielseitigkeit geprägt war. Er hinterließ eine Familie und eine leuchtende Spur, die zeigt, dass hinter dem Image des Playboys eine komplexe und facettenreiche Persönlichkeit stand.

Häufig gestellte Fragen

Was für eine Krankheit hatte Gunter Sachs?
Laut seinem Abschiedsbrief vermutete Gunter Sachs, an der unheilbaren Krankheit Alzheimer zu leiden ('ausweglosen Krankheit A.'). Er gab an, entsprechende Symptome bei sich festgestellt zu haben. Vertraute berichteten zudem, dass er unter Depressionen litt.

Was ist aus Sachs geworden?
Gunter Sachs verstarb in der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 2011 im Alter von 78 Jahren durch Suizid in seinem Haus in Gstaad. Er begründete diesen Schritt mit der Angst vor dem geistigen Verfall durch eine vermutete Alzheimer-Erkrankung. Die Sachs-Gruppe, das Familienunternehmen, zu dessen Aufsichtsrat er zeitweise gehörte, wurde in mehreren Schritten veräußert und gehört seit 2001 vollständig zur ZF Friedrichshafen AG. Die Marke SACHS besteht weiterhin als Teil von ZF.

Welche Firma hatte Gunter Sachs?
Schnell könnte man Sachs verurteilen – aber man täte ihm Unrecht damit. Schließlich studierte er Mathematik und Wirtschaft – und beendete die Studien. In Stuttgart wiederum lernte er bei der Firma Bosch Feinmechaniker. Ach ja – Bobpilot war er in seiner Jugend auch.

Welche Firma hatte Gunter Sachs?
Gunter Sachs entstammte der Industriellenfamilie Sachs, die die Sachs-Gruppe (später Teil von ZF Friedrichshafen) besaß. Er selbst gründete und baute die internationale Modeboutiquen-Kette Micmac auf. Zudem gründete er das Institut zur empirischen und mathematischen Untersuchung des möglichen Wahrheitsgehaltes der Astrologie (IMWA).

Was hat Gunter Sachs gemacht?
Gunter Sachs war eine äußerst vielseitige Persönlichkeit. Er war bekannt als internationaler Playboy und Jetset-Figur, aber auch als erfolgreicher Fotograf, Kunstsammler und Förderer moderner Kunst, Dokumentarfilmer, Sportler (Bobpilot und Club-Präsident), Unternehmer (Micmac) und Forscher (Astrologie). Er engagierte sich zudem philanthropisch und unterstützte wissenschaftliche und medizinische Forschung sowie seine eigene Stiftung für Kinder in Not.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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