IFM verstehen: Facility Management & ifm electronic

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Das Akronym IFM taucht im Unternehmenskontext immer häufiger auf, kann aber je nach Zusammenhang unterschiedliche Bedeutungen haben. Am häufigsten wird es im Zusammenhang mit dem Integrierten Facility Management verwendet, einem strategischen Ansatz zur Optimierung von Liegenschaften und Anlagen. Es bezeichnet aber auch die weltweit bekannte ifm-Unternehmensgruppe, einen führenden Anbieter im Bereich der industriellen Automatisierung. Beide Bereiche sind für Unternehmen von großer Bedeutung, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Dieser Artikel beleuchtet beide Aspekte, um Klarheit zu schaffen und die Relevanz der jeweiligen Bedeutung von IFM hervorzuheben.

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Beginnen wir mit der Bedeutung, die sich auf die Verwaltung und Optimierung von Gebäuden und Anlagen bezieht: das Integrierte Facility Management.

Was ist ein IFM?
Integriertes Facility Management (IFM) ist mehr als ein Trend – es ist der nächste Entwicklungsschritt, damit das Facility Management in Unternehmen optimiert wird und einen echten Beitrag zur Wertschöpfung leistet.

Was ist Integriertes Facility Management (IFM)?

Integriertes Facility Management (IFM) stellt den nächsten konsequenten Schritt in der Entwicklung des klassischen Facility Managements dar. Es geht über die reine Verwaltung und Instandhaltung hinaus und zielt darauf ab, das Facility Management so zu optimieren, dass es einen echten und messbaren Beitrag zur Wertschöpfung eines Unternehmens leistet. Es ist mehr als nur ein vorübergehender Trend; es ist eine strategische Neuausrichtung.

Der Kern des IFM-Modells liegt in der Bündelung einer Vielzahl von Dienstleistungen. Statt zahlreiche Einzelverträge für Reinigung, Wartung, Sicherheit, Energie management und andere Services zu unterhalten, werden diese Leistungen aus einer Hand koordiniert. Dies bietet Unternehmen einen zentralen Ansprechpartner für alle Belange des Facility Managements, unabhängig davon, ob es sich um einen einzelnen Standort, eine Region oder gar mehrere Länder handelt. Diese Zentralisierung ermöglicht die Etablierung und Durchsetzung von einheitlichen Prozessen und Standards über alle Standorte hinweg. Das Ergebnis ist eine signifikante Reduzierung der Komplexität im Management dieser Dienstleistungen.

Durch die Übergabe der Verantwortung für das Facility Management an einen spezialisierten IFM-Dienstleister können sich Unternehmen stärker auf ihre eigentlichen Kernkompetenzen konzentrieren. Dies führt in der Regel zu einer effizienteren Nutzung interner Ressourcen. Darüber hinaus trägt IFM dazu bei, die Verfügbarkeit technischer Anlagen zu erhöhen, indem Wartung und Instandhaltung proaktiv und koordiniert erfolgen. Auch die Verbesserung der Workplace-Experience für Mitarbeiter ist ein wichtiges Ziel von IFM, da eine gut funktionierende und angenehme Arbeitsumgebung die Produktivität und Zufriedenheit steigert.

IFM in der Produktionsumgebung: Besondere Anforderungen

Während klassisches Facility Management oft einen starken Fokus auf die Gebäudeinfrastruktur legt (Licht, Klima, sanitäre Anlagen etc.), stellt IFM in einer Produktionsumgebung oder Fabrik ganz andere, spezifische Anforderungen. Hier geht es nicht primär um Büroräume, sondern um hochkomplexe Produktionsanlagen, Maschinen und Prozesse. Die Ziele sind klar definiert: Ressourcenoptimierung, Produktivitätssteigerung und die drastische Reduzierung von Verlusten, die durch Stillstandszeiten verursacht werden.

Ein IFM-Dienstleister, der in der Produktion tätig ist, benötigt daher ein tiefgreifendes technisches Verständnis. Er muss jede einzelne Komponente der Anlagen kennen, die spezifischen Gegebenheiten vor Ort verstehen und die besonderen Herausforderungen, die der Produktionsbetrieb mit sich bringt, genau erfassen. Es reicht nicht aus, ein Gebäude instand zu halten; es geht darum, den reibungslosen und effizienten Betrieb hochsensibler und teurer Produktionsmittel sicherzustellen.

Ein weiterer kritischer Punkt, der IFM in der Produktion relevant macht, ist der aktuelle Fachkräftemangel. Viele Industrieunternehmen haben große Schwierigkeiten, qualifizierte technische Fachkräfte zu finden und langfristig zu binden. Das Outsourcing des technischen Facility Managements an einen spezialisierten Dienstleister, der über das notwendige Know-how und Personal verfügt, ist ein strategischer Weg, um diesem Mangel zu begegnen und gleichzeitig die Verfügbarkeit und Leistung der Anlagen sicherzustellen.

Wem gehört Ifm Electronic?
Ein Familienunternehmen in zweiter Generation ifm wird 1969 von Robert Buck und Gerd Marhofer gegründet. Im Jahr 2001 haben sie die Leitung an ihre Söhne Martin Buck und Michael Marhofer übertragen.

Strategie, Technik und Prozesse im IFM

Um das Facility Management wirklich auf die nächste Ebene zu heben, ist die Implementierung eines IFM-Modells unerlässlich. Dies bedeutet eine stärkere strategische Ausrichtung der gewünschten Dienstleistungen und der damit verbundenen Ergebnisse. Es geht darum, nicht nur einzelne Aufgaben zu vergeben, sondern maßgeschneiderte IFM-Konzepte zu entwickeln, die sowohl technische als auch administrative Prozesse steuern und optimieren.

Die Basis für ein erfolgreiches IFM bildet fundiertes technisches Know-how, insbesondere in der Produktion. Entscheidend ist dabei die Betrachtung des gesamten Standorts als Einheit und nicht nur einzelner Aufträge oder Gewerke. Die Produktion wird als ganzheitlicher End-to-End-Prozess gesehen. In diesem Prozess muss das Ausfallrisiko für Anlagen und Maschinen minimiert und gleichzeitig deren Gesamtlebensdauer maximiert werden. Nur durch diese umfassende Perspektive entsteht ein optimales und integriertes IFM-Paket, das alle notwendigen technischen und infrastrukturellen FM-Dienstleistungen nahtlos miteinander verbindet.

Der Weg zur IFM-Implementierung: Ein stufenweiser Prozess

Die Einführung von Integriertem Facility Management ist in den seltensten Fällen ein Prozess, der von heute auf morgen abgeschlossen ist. Die Spezifikationen und Anforderungen an den einzelnen Standorten eines Unternehmens können sehr unterschiedlich sein, was eine schrittweise Implementierung oft sinnvoller macht.

Viele Unternehmen beginnen damit, zunächst einzelne Dienstleistungspakete zu bündeln und an einen Dienstleister zu vergeben. Erst in einem späteren Schritt erfolgt die vollständige Integration und Vergabe aller FM-Aktivitäten an einen einzigen IFM-Partner. Eine andere gängige Strategie ist die Einführung von IFM zunächst an einem Pilotstandort. Nach erfolgreicher Implementierung und Optimierung wird das Modell dann Schritt für Schritt auf weitere Standorte, Regionen, national und schließlich international ausgeweitet.

Die Umstellung auf ein IFM-Modell erfordert Investitionen und eine sorgfältige Planung, bietet aber auch signifikante wirtschaftliche Potenziale. Unternehmen, die IFM erfolgreich implementieren, können Einsparungen von bis zu 25 % über die Vertragslaufzeit erzielen. Diese Einsparungen ergeben sich aus Synergien, optimierten Prozessen, besserer Planbarkeit und reduzierten Ausfallzeiten.

Der Reifegrad der IFM-Implementierung variiert nicht nur zwischen einzelnen Unternehmen, sondern auch zwischen verschiedenen Branchen. In Industrien wie der Konsumgüter- oder Pharmaindustrie ist die Vergabe von IFM-Leistungen bereits seit Längerem verbreitet und die Modelle sind sehr ausgereift. In anderen Sektoren, wie beispielsweise im Automobilbereich, gewinnt IFM erst jetzt richtig an Fahrt. Dennoch sind sich Experten einig: Dem Integrierten Facility Management gehört die Zukunft, da es einen entscheidenden Beitrag zur Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen leistet.

Nachdem wir das Integrierte Facility Management detailliert betrachtet haben, wenden wir uns nun der zweiten häufigen Bedeutung des Akronyms IFM zu, die eine spezifische Unternehmensgruppe bezeichnet.

Wie viele Mitarbeiter hat IFM?
ifm hat über 7400 Mitarbeiter in mehr als 70 Ländern weltweit (Stand 2021). An der Konzernspitze steht die ifm stiftung & co. kg.

Die ifm-Unternehmensgruppe: Ein führender Partner für Automatisierung

Wenn es um wegweisende Automatisierungstechnik geht, ist die ifm-Unternehmensgruppe ein weltweit anerkannter und führender Partner. Gegründet im Jahr 1969, hat sich ifm auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Sensoren, Steuerungen und Systemen für die industrielle Automatisierung spezialisiert. Der Fokus liegt auf dem Grundsatz: Messen, steuern, regeln.

Die ifm-Unternehmensgruppe ist ein in zweiter Generation familiengeführtes Unternehmen. Mit über 8.750 Beschäftigten in 95 Ländern zählt sie heute zu den weltweiten Branchenführern in ihrem Segment. Als Mittelstandskonzern vereint ifm die globale Präsenz und die Innovationskraft einer großen, wachsenden Unternehmensgruppe mit der Flexibilität und der Kundennähe eines klassischen Mittelständlers.

Die Geschichte der ifm electronic ist geprägt von Innovation und stetigem Wachstum. Sie begann 1967 als Ingenieurbüro und führte 1969 zur Gründung der ifm electronic geräte gmbh + co kg. Frühe Erfolge wie der induktive Näherungsschalter unter der Marke efector legten den Grundstein. Das Unternehmen expandierte schnell, sowohl national mit Vertriebsgesellschaften in Deutschland als auch international mit Niederlassungen in Frankreich, Japan und den USA. Wichtige technologische Beiträge leistete ifm unter anderem bei der Entwicklung des Feldbus-Standards AS-Interface und des Kommunikationssystems IO-Link.

Über die Jahre hat ifm sein Produktportfolio kontinuierlich erweitert, beispielsweise um optische Sensoren, Fluidsensorik, Sicherheitstechnik und Schwingungssensorik, teilweise durch strategische Übernahmen wie die von i-for-T oder pmdtechnologies im Bereich 3D-Technologie. Auch die Bereiche Software und IT-Infrastruktur wurden durch Beteiligungen und Umfirmierungen, wie bei ifm datalink oder ifm solutions, gestärkt.

Die Unternehmensleitung wurde im Jahr 2001 von den Gründern Robert Buck und Gerd Marhofer an ihre Söhne Martin Buck und Michael Marhofer übergeben, was den Charakter des Familienunternehmens unterstreicht. Die ifm-Unternehmensgruppe hat sich zu einem globalen Akteur in der industriellen Automatisierung entwickelt, der auf eine lange Geschichte der Innovation und des Wachstums zurückblickt.

IFM: Zwei Bedeutungen im Überblick

Um die Unterscheidung zwischen den beiden Bedeutungen von IFM nochmals deutlich hervorzuheben, fassen wir die wichtigsten Punkte in einer Übersicht zusammen:

BegriffBedeutungFokus
IFMIntegriertes Facility ManagementStrategisches Konzept zur Optimierung von Gebäuden, Anlagen und Prozessen durch Bündelung von Dienstleistungen
ifm electronicUnternehmensgruppeUnternehmen, das Sensoren, Steuerungen und Systeme für die industrielle Automatisierung entwickelt, produziert und vertreibt

Obwohl die ifm-Unternehmensgruppe als Anbieter von Automatisierungstechnik eine wichtige Rolle in der industriellen Produktion spielt, die wiederum von einem effizienten Facility Management profitiert, handelt es sich bei "IFM" als Konzept und "ifm electronic" als Unternehmen um zwei unterschiedliche Dinge.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Was ist Integriertes Facility Management (IFM)?

IFM ist ein strategischer Ansatz zur Bündelung und Optimierung von Facility Management Dienstleistungen aus einer Hand. Ziel ist es, die Effizienz zu steigern, die Verfügbarkeit von Anlagen zu erhöhen, die Workplace-Experience zu verbessern und so direkt zur Wertschöpfung eines Unternehmens beizutragen.

Was ist ein IFM?
Integriertes Facility Management (IFM) ist mehr als ein Trend – es ist der nächste Entwicklungsschritt, damit das Facility Management in Unternehmen optimiert wird und einen echten Beitrag zur Wertschöpfung leistet.

Was sind die Hauptvorteile von IFM?

Zu den wesentlichen Vorteilen zählen ein zentraler Ansprechpartner, die Anwendung standardisierter Prozesse über alle Standorte hinweg, eine reduzierte Komplexität im Management, die Möglichkeit für Unternehmen, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren, eine verbesserte Anlagenverfügbarkeit und die Möglichkeit signifikanter Kosteneinsparungen.

Wie unterscheidet sich IFM in der Fabrik von IFM in einem Bürogebäude?

In der Fabrik liegt der Fokus von IFM stark auf technischen Anlagen und Produktionsprozessen. Es erfordert tiefes technisches Know-how, zielt auf Ressourcenoptimierung, Produktivitätssteigerung und die Minimierung von Stillstandszeiten ab, während im Bürogebäude eher infrastrukturelle Services und die Schaffung einer guten Arbeitsumgebung im Vordergrund stehen.

Wem gehört die ifm-Unternehmensgruppe?

Die ifm-Unternehmensgruppe ist ein Familienunternehmen, das heute in zweiter Generation geführt wird.

Wie viele Mitarbeiter hat die ifm-Unternehmensgruppe?

Weltweit beschäftigt die ifm-Unternehmensgruppe über 8.750 Mitarbeiter in 95 Ländern.

Bietet die ifm-Unternehmensgruppe Integriertes Facility Management an?

Die ifm-Unternehmensgruppe ist spezialisiert auf Produkte und Systeme für die industrielle Automatisierung. Während ihre Technologien für ein effizientes Facility Management in Produktionsumgebungen relevant sind, ist ihr Kerngeschäft nicht das Angebot von IFM-Dienstleistungen im Sinne der strategischen Bündelung und Koordination aller FM-Services.

Fazit

Das Akronym IFM steht für zwei wichtige, wenn auch unterschiedliche Konzepte bzw. Entitäten. Das Integrierte Facility Management (IFM) ist ein strategischer Ansatz, der Unternehmen hilft, ihre Gebäude, Anlagen und Prozesse zu optimieren und effizienter zu gestalten, insbesondere in komplexen Produktionsumgebungen. Die ifm-Unternehmensgruppe ist ein weltweit führender Anbieter von Technologie für die industrielle Automatisierung. Beide spielen eine entscheidende Rolle in der modernen Unternehmenswelt, und das Verständnis ihrer jeweiligen Bedeutung ist für eine klare Kommunikation und strategische Entscheidungsfindung unerlässlich.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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