Ist nicht zustande gekommen.?

Nichtzustandekommen: Schreibweise & Deklination

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Die deutsche Sprache ist reich an Nuancen und manchmal auch an kniffligen Fällen, besonders wenn es um die Rechtschreibung komplexer Wörter oder nominalisierter Ausdrücke geht. Ein solches Beispiel, das immer wieder Fragen aufwirft, ist das Wort „Nichtzustandekommen“. Wie wird es richtig geschrieben? Gibt es nur eine Möglichkeit oder mehrere? Und wie verhält es sich in den verschiedenen grammatischen Fällen? Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe und gibt klare Antworten basierend auf den aktuellen Regeln der deutschen Rechtschreibung.

Wie schreibt man nichtzustandekommen?
das Nichtzustandekommen / Nicht-zustande-Kommen Alle Schreibweisen sind konform zum Regelwerk der deutschen Rechtschreibung.

Oft begegnet uns der Ausdruck „nicht zustande kommen“ im alltäglichen Sprachgebrauch, um auszudrücken, dass etwas misslungen ist, nicht erreicht wurde oder nicht stattgefunden hat. Wenn dieser Ausdruck jedoch als Nomen verwendet wird, also nominalisiert wird, entsteht das Wort „Nichtzustandekommen“. Die Nominalisierung von Verben oder Verbphrasen ist ein gängiges Phänomen im Deutschen, bei dem aus einer Handlung oder einem Zustand ein Dingwort, ein Substantiv, gebildet wird. Aus „laufen“ wird „das Laufen“, aus „schreiben“ wird „das Schreiben“. Bei komplexeren Ausdrücken wie „zustande kommen“ oder eben „nicht zustande kommen“ wird die Nominalisierung und insbesondere deren Schreibweise komplizierter.

Die Herkunft und Bedeutung: Vom Verb zur Nominalisierung

Der Ausdruck „zustande kommen“ ist eine feste Wendung, eine Redensart, die bedeutet, dass etwas gelingt, erreicht wird oder Wirklichkeit wird. Wenn wir das Gegenteil ausdrücken wollen, fügen wir die Verneinung „nicht“ hinzu: „etwas kommt nicht zustande“. Diese verbale Konstruktion beschreibt einen Prozess oder dessen Ausbleiben. Wenn wir nun über den Zustand oder das Ereignis des Ausbleibens selbst sprechen wollen, nominalisieren wir diese Phrase. Wir sprechen dann vom Nichtzustandekommen eines Projekts, einer Vereinbarung oder eines Treffens.

Diese Umwandlung von einer verbalen Phrase in ein Nomen erfordert eine Anpassung der Schreibweise. Während die verbale Form „nicht zustande kommen“ getrennt geschrieben wird, wird die nominalisierte Form als ein einziges Wort oder eine Wortgruppe mit Bindestrichen betrachtet. Hier setzt die Unsicherheit bei vielen Sprechern ein, da die Regeln für solche komplexen Nominalisationen nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich sind und sich mit der Rechtschreibreform teilweise geändert haben.

Schreibweisen nach der deutschen Rechtschreibung

Die deutsche Rechtschreibung unterscheidet zwischen der alten und der neuen Rechtschreibung, wobei die neue Rechtschreibung seit 1996 in Kraft ist und 2006 reformiert wurde. Bei vielen Wörtern und Fällen gibt es Übergangsregelungen oder mehrere parallel gültige Schreibweisen. Das Substantiv „Nichtzustandekommen“ ist ein Paradebeispiel dafür, wo sowohl eine traditionelle als auch eine modernere, klarere Schreibweise existieren und anerkannt sind.

Die traditionelle und weiterhin gültige Schreibweise: Nichtzustandekommen

Vor der Rechtschreibreform und auch danach blieb die Schreibweise „Nichtzustandekommen“ als eine gültige Variante bestehen. Hier wird der gesamte Ausdruck – die Verneinung „Nicht“ und die nominalisierte Verbphrase „zustande kommen“ – zu einem einzigen Wort zusammengezogen. Diese Schreibweise spiegelt die Einheitlichkeit des Begriffs wider, kann aber auf den ersten Blick etwas unübersichtlich wirken, da die einzelnen Bestandteile „zu“ und „Stande“ mitten im Wort verschwinden.

Die empfohlene neue Schreibweise: Nicht-zu-Stande-Kommen

Die Rechtschreibreform hatte unter anderem das Ziel, die Lesbarkeit und Eindeutigkeit komplexer Zusammensetzungen und Ableitungen zu verbessern. Bei der Nominalisierung von mehrteiligen Ausdrücken, insbesondere solchen mit Präpositionen wie „zu“, wird nun die Verwendung von Bindestrichen empfohlen. Daher gilt die Schreibweise „Nicht-zu-Stande-Kommen“ als die empfohlene Variante nach den aktuellen Regeln. Die Bindestriche gliedern das Wort in seine Bestandteile und machen die Struktur des nominalisierten Ausdrucks – die Verneinung „Nicht“, die Präpositionalphrase „zu Stande“ und das nominalisierte Verb „Kommen“ – deutlich.

Es ist wichtig zu betonen, dass beide Schreibweisen – „Nichtzustandekommen“ und „Nicht-zu-Stande-Kommen“ – korrekt sind und verwendet werden dürfen. Die Variante mit Bindestrichen wird jedoch von Wörterbüchern wie Duden und Wahrig sowie von der amtlichen Regelung als die bevorzugte und empfohlene Form aufgeführt. Dies liegt an der verbesserten Lesbarkeit und der klareren Darstellung der Wortstruktur.

Deklination: Das Nichtzustandekommen in den Fällen

Als Nomen wird „Nichtzustandekommen“ (oder „Nicht-zu-Stande-Kommen“) dekliniert, das heißt, seine Form passt sich dem Fall (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) an, in dem es im Satz steht. Das Wort ist sächlich, hat also das Geschlecht Neutrum („das“). Die Deklination folgt den Regeln für sächliche Substantive.

Ist nicht zustande gekommen.?
nicht zustande kommen - Synonyme bei OpenThesaurus. fehlschlagen (Hauptform) · fehlgehen · kläglich scheitern · missglücken · misslingen · missraten · nicht zu Stande kommen · nicht zustande kommen · scheitern · fallieren (geh., schweiz.)

Betrachten wir die Deklination in einer Tabelle:

FallSingular (Nichtzustandekommen)Singular (Nicht-zu-Stande-Kommen)Plural
Nominativdas Nichtzustandekommendas Nicht-zu-Stande-Kommen-
Genitivdes Nichtzustandekommensdes Nicht-zu-Stande-Kommens-
Dativdem Nichtzustandekommendem Nicht-zu-Stande-Kommen-
Akkusativdas Nichtzustandekommendas Nicht-zu-Stande-Kommen-

Wie die Tabelle zeigt, ändert sich in der traditionellen Schreibweise im Genitiv Singular die Endung zu „-s“: „des Nichtzustandekommens“. Bei der empfohlenen Schreibweise mit Bindestrichen wird das Genitiv-s ebenfalls an den letzten Bestandteil angefügt: „des Nicht-zu-Stande-Kommens“. In allen anderen Fällen des Singulars bleibt die Form unverändert.

Ein bemerkenswertes Detail ist, dass das Substantiv „Nichtzustandekommen“ in der Regel keinen Plural bildet. Es handelt sich um ein abstraktes Nomen, das einen Zustand oder ein einmaliges Ereignis beschreibt. Zwar gibt es theoretisch die Möglichkeit, von mehreren Fällen des Nichtzustandekommens zu sprechen, grammatisch üblich und in der Praxis gebräuchlich ist jedoch nur die Singularform. Die Tabelle spiegelt dies wider, indem sie keinen Plural aufführt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist die Schreibweise „Nichtzustandekommen“ falsch?

Nein, die Schreibweise „Nichtzustandekommen“ ohne Bindestriche ist nach wie vor korrekt und gültig. Sie entspricht der traditionellen Schreibweise und wird weiterhin verwendet und anerkannt.

Welche Schreibweise wird empfohlen?

Die von den maßgeblichen Wörterbüchern (wie Duden und Wahrig) sowie der amtlichen Regelung empfohlene Schreibweise ist „Nicht-zu-Stande-Kommen“ mit Bindestrichen. Diese Variante wird als übersichtlicher und klarer angesehen.

Warum gibt es zwei gültige Schreibweisen?

Die Koexistenz beider Schreibweisen ist eine Folge der Rechtschreibreform von 1996 und ihrer Überarbeitung. In vielen Fällen wurden alternative Schreibweisen zugelassen, um den Übergang zu erleichtern und sowohl traditionelle als auch reformorientierte Formen zu berücksichtigen. Bei komplexen Nominalisationen wie dieser sollte die Bindestrich-Variante die Lesbarkeit verbessern.

Gibt es einen Plural von „Nichtzustandekommen“?

Nein, das Substantiv „Nichtzustandekommen“ wird in der Regel nur im Singular verwendet. Es handelt sich um ein abstraktes Nomen, das keinen gebräuchlichen Plural hat.

Warum ist das Wort sächlich („das“)?

Nominalisierte Verben oder Verbphrasen sind im Deutschen fast immer sächlich. Die Nominalisierung von „kommen“ ist „das Kommen“, die Nominalisierung von „zustande kommen“ ist „das Zustandekommen“, und entsprechend ist die Verneinung davon „das Nichtzustandekommen“. Das Genus Neutrum ist hier die Standardform für nominalisierte Infinite.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie bei der Verwendung des Substantivs, das das Ausbleiben von etwas beschreibt, zwischen zwei korrekten Schreibweisen wählen können: „Nichtzustandekommen“ und „Nicht-zu-Stande-Kommen“. Die empfohlene und oft als klarer empfundene Form ist die mit den Bindestrichen. Unabhängig von der gewählten Schreibweise bleibt die Deklination im Singular gleich, und ein Plural wird normalerweise nicht gebildet. Wer Wert auf präzise und aktuelle Rechtschreibung legt, wird wahrscheinlich zur empfohlenen Bindestrich-Variante greifen, doch auch die Zusammenschreibung ist keineswegs falsch. So haben Sie die Wahl und können sicher sein, das Wort korrekt zu verwenden.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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