Die Nikon Coolpix B500 wurde im Frühjahr 2016 auf den Markt gebracht und positionierte sich schnell als attraktive Option im Segment der preisgünstigen Superzoom-Kameras. Mit einem 16-Megapixel-Sensor und einem beeindruckenden 40-fach optischen Zoom, der stabilisiert ist, verspricht sie Vielseitigkeit für unterschiedlichste Aufnahmesituationen. Obwohl ihr manuelle Belichtungsmodi (PASM) fehlen, bietet sie weit mehr als eine einfache Point-and-Shoot-Kamera. Zahlreiche Szenen- und Feature-Modi, darunter spezielle Optionen für die Nutzung des langen Zooms, machen sie zu einem fähigen Werkzeug für Fotografen, die Wert auf Reichweite und Benutzerfreundlichkeit legen.
Was ist die Nikon Coolpix B500 für eine Kamera?
Die Nikon Coolpix B500 ist eine Bridgekamera mit Ultrazoom. Sie schlägt eine Brücke zwischen kompakten Digitalkameras und Spiegelreflexkameras, indem sie ein leistungsstarkes Zoomobjektiv in einem relativ handlichen Gehäuse vereint. Ihr Hauptmerkmal ist der beeindruckende 40-fache optische Zoom. Sie ist mit einem 16-Megapixel-CMOS-Sensor ausgestattet, der auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Ergebnisse liefern soll. Ein neigbarer 3-Zoll-Bildschirm mit hoher Auflösung ermöglicht komfortable Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln. Darüber hinaus bietet die Kamera moderne Konnektivitätsoptionen wie Wi-Fi, NFC und Bluetooth, letzteres für die Nutzung von Nikons SnapBridge-Funktion. Die Stromversorgung erfolgt über vier AA-Batterien, was sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. Die B500 ist in verschiedenen Farben erhältlich, darunter Schwarz, Rot und Plum.
Design und Handhabung: Komfort trifft Funktionalität
Das Design der Coolpix B500 ähnelt stark dem Vorgängermodell L840, bringt aber eine entscheidende Verbesserung mit sich: ein Moduswahlrad. Dieses Rad vereinfacht die Auswahl der verschiedenen Szenen- und Feature-Modi erheblich, da man nicht mehr durch Bildschirmmenüs navigieren muss. Dies trägt maßgeblich zur verbesserten Benutzerfreundlichkeit bei. Die Kamera liegt gut in der Hand. Der Griff ist großzügig dimensioniert und verfügt über eine griffige Textur, die in Kombination mit der Daumenauflage auf der Rückseite einen sicheren Halt gewährleistet. Sie ist weder zu groß und klobig wie manche DSLRs oder andere Superzooms, noch zu klein, was die Bedienung der Tasten erschweren würde. Zur Steuerung des Zooms gibt es zwei Schalter: einen klassischen um den Auslöser herum auf der Oberseite des Griffs und einen weiteren am linken Tubus des Objektivs. Direkt davor befindet sich die praktische „Snap-back zoom“-Taste. Diese Funktion, die bereits beim Vorgänger L840 eingeführt wurde, zoomt das Objektiv vorübergehend heraus, um ein verlorenes Motiv im extremen Telebereich schnell wiederzufinden, und zoomt beim Loslassen der Taste sofort wieder hinein. Eine sehr nützliche Funktion, auch wenn sie nicht ganz so ausgeklügelt ist wie vergleichbare Systeme bei Canon. Die Rückseite der Kamera ist konventionell gestaltet. Der Vier-Wege-Controller dient zur Navigation in den Menüs und bietet Direktzugriff auf wichtige Funktionen wie Blitz, Belichtungskorrektur, Makro-Modus und Selbstauslöser. Flankiert wird er von vier Tasten für Display-Overlays, Wiedergabe, Menü und Löschen. Der Bildschirm ist zweifach gelagert und kann nach oben und unten gekippt werden. Er lässt sich nach oben über 90 Grad und nach unten fast bis 90 Grad neigen. Dies ist ideal für Aufnahmen aus der Frosch- oder Vogelperspektive und hilft auch bei hellem Sonnenlicht, indem man den Winkel so anpasst, dass die Sonne nicht direkt darauf scheint. Ein Nachteil dieser Konstruktion ist, dass der Bildschirm nicht nach vorne gedreht werden kann, was Selfie-Aufnahmen erschwert – hier bietet das teurere Modell B700 mit seinem seitlich schwenkbaren Bildschirm mehr Flexibilität. Trotzdem ist der neigbare Bildschirm der B500 vielseitiger als fest verbaute Displays anderer Kameras dieser Klasse. Der Bildschirm selbst ist ein hochauflösendes 921.000-Punkt-LCD, das bereits in früheren Modellen zum Einsatz kam, aber immer noch zu den besten in diesem Preissegment gehört und detaillierter wirkt als viele Konkurrenzmodelle. An der rechten Seite der Kamera befindet sich eine weiche Klappe, die die Anschlüsse für USB / A/V und HDMI verdeckt. Hier ist auch eine Buchse für ein optionales Netzteil vorhanden, um die Kamera über das Stromnetz zu betreiben. Das gemeinsame Fach für Batterien und Speicherkarte wird über eine große, aufklappbare Tür an der gesamten rechten Seite unterhalb des Handgriffs erreicht.
Stromversorgung per AA-Batterien
Die COOLPIX B500 verwendet vier AA-Batterien als Energiequelle. Ein Satz Alkaline-Batterien ist im Lieferumfang enthalten und reicht für etwa 600 Aufnahmen. Mit NiMH-Akkus erhöht sich die Zahl auf ca. 750 Aufnahmen, und mit Lithium-AA-Batterien erreicht die B500 eine beeindruckende Akkulaufzeit von bis zu 1240 Aufnahmen. Der Nachteil von AA-Batterien ist der zusätzliche Kostenaufwand und das Gewicht. Wenn man noch keine passenden Akkus und ein Ladegerät besitzt, muss man diese extra kaufen. Der Vorteil ist jedoch, dass AA-Batterien weltweit leicht erhältlich sind und Ersatz im Vergleich zu proprietären Lithium-Ionen-Akkus relativ günstig ist. Die lange Akkulaufzeit, insbesondere mit Lithium-Batterien, ist ein deutliches Plus. Der eingebaute Pop-up-Blitz der COOLPIX B500 wird durch Drücken einer Taste links am Gehäuse aktiviert. Er bietet vier Modi: Auto, Auto mit Rote-Augen-Reduzierung, Aufhellblitz und Langzeitsynchronisation. Nikon gibt eine Reichweite von 6,9 Metern an, was für die meisten Situationen ausreichend ist, aber die Kamera unterstützt keine externen Blitzgeräte.
Objektiv und Bildstabilisierung: Reichweite im Fokus
Das Objektiv der COOLPIX B500 bietet einen 40-fach optischen Zoom, der einen Brennweitenbereich von superweiten 22,5 mm bis hin zu 900 mm (im Kleinbildäquivalent) abdeckt. Dies ist etwas länger als der 38-fache Zoom des Vorgängers L840, aber im Vergleich zu den neuesten Superzoom-Modellen, die oft 50x, 60x oder sogar mehr Zoom bieten, eher im mittleren Bereich angesiedelt. Dennoch ist ein 40-facher Zoom äußerst vielseitig und ermöglicht Aufnahmen vom Innenraum über Gruppenfotos bis hin zu Sport und Tierwelt. Die COOLPIX B700 bietet im Vergleich dazu einen 60-fachen Zoom (24-1440 mm), der bei entfernten Motiven deutlich mehr Reichweite bietet, aber am Weitwinkelende nicht ganz so weitwinklig ist wie die B500. Die 50-fache Canon PowerShot SX540 HS beginnt ebenfalls bei 24 mm und reicht bis 1200 mm. Die maximale Blendenöffnung des B500-Objektivs beträgt f/3 am Weitwinkelende und schließt sich auf f/6.5 bei voller Telebrennweite. Dies ist vergleichbar mit den meisten anderen Superzoom-Kameras, auch teureren Modellen wie der COOLPIX B700 (f/3.3-6.5) oder der PowerShot SX540 HS (f/3.4-6.5). Eine größere maximale Blendenöffnung wäre besonders im Telebereich wünschenswert, da sie schnellere Verschlusszeiten ermöglicht, um Verwacklungen zu vermeiden. Hier hilft der größere ISO-Bereich der B500 (bis ISO 6400) im Vergleich zur B700 (bis ISO 3200), auch wenn die Bildqualität bei sehr hohen ISO-Werten leidet. Die Kamera verfügt über eine optische Bildstabilisierung, von Nikon als Vibration Reduction (VR) bezeichnet. Diese Technologie verschiebt Linsenelemente, um Kamerabewegungen auszugleichen und so Verwacklungsunschärfe zu reduzieren. VR ist im Setup-Menü aktivierbar und hat die Optionen Ein und Aus. Die Stabilisierung ist nicht nur für scharfe Fotos wichtig, sondern hilft auch enorm bei der Bildkomposition im Telebereich, da sie das Sucherbild beruhigt. Tests zeigen, dass die B500 dank VR bei maximaler Telebrennweite (900 mm) scharfe Aufnahmen bei Verschlusszeiten von bis zu 1/60 Sekunde ermöglicht, was einer Verbesserung von vier Blendenstufen gegenüber der Faustregel (1/Brennweite) entspricht.
Videofunktionen: Bewegte Bilder in Full HD
Die COOLPIX B500 übernimmt die Videomodi des Vorgängers L840, einschließlich eines Full HD 1080p Modus mit wahlweise 25 oder 30 Bildern pro Sekunde. Zusätzlich stehen 1080i (50i/60i), 720p (25p/30p) und 480p (25p/30p) zur Verfügung. Für spezielle Effekte gibt es HS-Optionen (High Speed) für Zeitlupen- oder Zeitrafferaufnahmen. Der Modus „HS 480/4x“ nimmt 640x480 Videos mit vierfacher Normalgeschwindigkeit (100 oder 120 fps) auf, die dann mit Viertelgeschwindigkeit wiedergegeben werden. „HS 1080/0.5x“ nimmt Full HD Videos mit halber Normalgeschwindigkeit auf, was zu einer doppelten Wiedergabegeschwindigkeit führt. Die Belichtungssteuerung bei Videos ist begrenzt; abgesehen von der Belichtungskorrektur gibt es keine manuellen Optionen. Das Zoomen während der Aufnahme ist möglich. Wenn der digitale Zoom im Setup-Menü deaktiviert ist, gilt dies sowohl für Fotos als auch für Videos. Eine interessante Funktion ist der „Short Movie Show“-Modus, ähnlich dem „Hybrid Auto“-Modus bei Canon. Er nimmt eine festgelegte Anzahl kurzer Clips (2, 6 oder 10 Sekunden) in 1080p auf und fügt sie automatisch in der Kamera zu einem längeren Film (insgesamt 30 Sekunden) zusammen. Man kann währenddessen auch Fotos aufnehmen und danach zum Movie-Modus zurückkehren. Es ist eine nette Funktion, wenn auch nicht ganz so nahtlos integriert wie bei Canon, wo ein kurzer Clip mit jedem Foto aufgenommen wird.
Das Aufnahmeerlebnis: Mehr als nur Automatik
Obwohl viele Nutzer die B500 wahrscheinlich hauptsächlich im Automatikmodus verwenden werden, bietet sie dank des neuen Moduswahlrads eine Fülle weiterer Möglichkeiten. Das Rad macht den Zugriff auf die Szenen- und Feature-Modi im Vergleich zum Vorgänger L840, bei dem man dafür in Menüs navigieren musste, deutlich einfacher und schneller. Dreht man das Rad im Uhrzeigersinn, gelangt man zur „Scene Auto Selector“-Position. Dies ist ein intelligenterer Automatikmodus, der automatisch die passende Szene erkennt und die Kameraeinstellungen entsprechend optimiert. Ein weiterer Klick führt zum Szenenmodus, bei dem man manuell aus einer Liste wählen kann. Neben den üblichen Szenen wie Porträt, Landschaft, Party, Strand, Schnee, Essen und Feuerwerk gibt es auch spezielle Modi wie „Einfaches Panorama“, „Mond“ und „Vogelbeobachtung“. Die Modi „Mond“ und „Vogelbeobachtung“ wurden mit dem L840 eingeführt und sind besonders für die Nutzung des langen Zooms gedacht. Der Mond-Modus bietet verschiedene Farbtonoptionen und zeigt ein kleines Quadrat in der Mitte des Bildschirms, das den Bereich bei voller Telebrennweite simuliert. Mit der Kamera auf einem Stativ kann man den Mond im Quadrat positionieren und dann die OK-Taste drücken, um automatisch auf volle Brennweite zu zoomen. Der Vogelbeobachtungsmodus bietet Einzel- und Serienaufnahmen (7 Bilder pro Sekunde) und zoomt automatisch auf 440 mm. Auch hier gibt es eine Rahmenführung. Die feste Brennweiteneinstellung im Vogelmodus kann jedoch einschränkend sein; viele Vogelbeobachter werden wahrscheinlich lieber den Programmautomatikmodus mit Serienbildfunktion nutzen. Weitere Positionen auf dem Modusrad sind für anspruchsvolle Lichtverhältnisse: „Nachtlandschaft“ und „Nachtporträt“ sind selbsterklärend. Der „Gegenlicht“-Modus bietet zwei Optionen: Aufhellung per Blitz oder einen HDR-Modus, der eine schnelle Serie von Aufnahmen macht und diese in der Kamera kombiniert, um bessere Zeichnung in Lichtern und Schatten zu erzielen. Nach einer eigenen Position für den Sportmodus folgt der „Creative“-Modus. Dieser nimmt eine Serie von fünf Bildern auf: ein „normales“ und vier mit verschiedenen Effekten. Die Effekte bieten Variationen wie Noir (Schwarz-Weiß), Classic (farbige Monochrome), Memory (verwaschener Look) und einige selektive Farbeffekte. Die Effekte sind vordefiniert und bieten wenig Anpassungsmöglichkeiten. Positiv ist, dass immer eine ungefilterte Originalaufnahme gespeichert wird. Die letzten Positionen auf dem Modusrad sind der „Smart Portrait“-Modus mit verschiedenen Effekten und Funktionen zur Verbesserung von Porträts (Hautglättung, Weichzeichner, Lächelerkennung, Selbst-Collage) und der bereits erwähnte „Short Movie Show“-Modus. Bei den Autofokus-Modi bietet die COOLPIX B500 eine für ihre Klasse ungewöhnlich große Auswahl von fünf Optionen. Eine manuelle Fokusoption fehlt jedoch, im Gegensatz zur B700 oder PowerShot SX540 HS. „Gesichtspriorität“ funktioniert gut, wenn Personen in Reichweite und bei gutem Licht sind. Ohne Gesichter schaltet die Kamera auf das Neun-Feld-AF-System um, das auf das nächstgelegene Motiv fokussiert. Alternativ kann man den Fokusbereich manuell aus 99 Positionen auf einem 9x11-Raster auswählen – eine Funktion, die man bei Canon-Modellen dieser Klasse nicht findet und die in bestimmten Situationen (Stativ, Makro) sehr nützlich sein kann. Der „Zielerkennungs-AF“ identifiziert Motive (Objekte und Personen) im Bild und verfolgt sie mit grünen Rechtecken. Für Personen ist die Gesichtserkennung oft besser, aber die Zielerkennung ist gut darin, das Hauptmotiv einer Szene zu erkennen, was eine Verbesserung gegenüber dem Neun-Feld-AF sein kann. Schließlich gibt es einen „Motivverfolgungs“-Modus, bei dem man ein Motiv mit einem AF-Punkt identifiziert und die Kamera es dann verfolgt. Dies funktioniert gut, wenn das Motiv sich vom Hintergrund abhebt, man nicht zu stark gezoomt hat und das Motiv sich nicht zu schnell oder unvorhersehbar bewegt. Bei voller Telebrennweite kann die B500 langsam fokussieren und manchmal mehrere Versuche benötigen. Der 40-fach optische Zoom ist zwar nicht der längste am Markt, aber bei 900 mm Brennweite ist es immer noch eine Herausforderung, das Motiv im Bild zu halten. Hier kommt die „Snap-back zoom“-Taste am Objektivtubus sehr gelegen. Sie zoomt temporär heraus, um das Motiv wiederzufinden, und zoomt beim Loslassen sofort wieder hine.
Konnektivität mit SnapBridge
Die COOLPIX B500 ist eine der ersten Nikon-Kameras, die mit der neuen SnapBridge-Technologie ausgestattet ist. Diese nutzt Wi-Fi, NFC und insbesondere Bluetooth Low Energy (BLE), um eine ständige Verbindung zwischen Kamera und Smartphone zu ermöglichen. Neben den bekannten Funktionen wie Fernsteuerung per App und manuellem Bildtransfer per Wi-Fi ermöglicht SnapBridge den automatischen Hintergrund-Transfer von Bildern auf das Smartphone über die stromsparende Bluetooth-Verbindung. Bluetooth ermöglicht eine dauerhafte, energiesparende Verbindung, sodass die Kamera GPS-Daten vom Smartphone in die Bilder einbetten oder Wasserzeichen hinzufügen kann. Vor allem aber können Bilder automatisch im Hintergrund übertragen werden, sogar wenn die Kamera ausgeschaltet ist. Obwohl Bluetooth technisch langsamer ist als Wi-Fi, ist der Prozess oft schneller erledigt, da er ohne manuelle Intervention abläuft. Bei Bedarf kann man weiterhin Wi-Fi für schnellere manuelle Übertragungen oder die Fernsteuerung nutzen. Die Einrichtung mit der SnapBridge-App (für Android und iOS) ist relativ einfach, erfordert aber bei einigen Geräten, insbesondere unter iOS, Geduld. Nach der anfänglichen Kopplung per Bluetooth, eventuell unterstützt durch NFC bei Android, soll die Verbindung dauerhaft bestehen bleiben. Es gab jedoch Berichte über Verbindungsprobleme, die manchmal ein erneutes Koppeln notwendig machten. Die automatische Übertragung von Bildern kann auf eine reduzierte Größe (2 Megapixel) eingestellt werden, um Speicherplatz auf dem Smartphone zu sparen und den Prozess zu beschleunigen. Man kann auch festlegen, ob alle Bilder oder nur ausgewählte übertragen werden sollen. Der Transfer dauert je nach Anzahl und Größe der Bilder einige Sekunden bis zu einer Minute. Die Möglichkeit, Bilder sofort auf dem Smartphone zu haben, vereinfacht das Teilen in sozialen Netzwerken enorm. Manuell ausgewählte Bilder lassen sich ebenfalls übertragen, wobei die App für schnellere Übertragungen oft zum Wechsel auf Wi-Fi rät. Die Fernsteuerung per App ist eher rudimentär: Man sieht das Livebild, kann zoomen und den Selbstauslöser aktivieren, aber kein Fokuspunkt per Touch auswählen. Für einfache Zwecke wie Gruppenporträts oder Tierbeobachtung aus der Distanz ist es jedoch ausreichend.
Leistung in der Praxis: Bildqualität und Geschwindigkeit
Die Belichtungssteuerung der B500 ist zuverlässig und die Kamera liefert Bilder mit guter Farbwiedergabe. Die D-Lighting-Funktion hilft, den Dynamikumfang zu erweitern, kann aber auch zu unnatürlich wirkenden Bildern führen; viele bevorzugen die kontrastreicheren Ergebnisse ohne D-Lighting. Für die Weitergabe in sozialen Medien sind die Bilder gut geeignet. Bei der Betrachtung in 100%-Ansicht zeigt sich jedoch, dass die Detailwiedergabe nicht herausragend ist. Insbesondere bei einem Zoomfaktor von über etwa 30x lässt die Bildqualität merklich nach. Streulicht kann ein Problem sein, wenn sich eine helle Lichtquelle im Bild befindet. Die Makro-Leistung ist recht gut, man kann nah an das Motiv herangehen, und die Kamera zeigt auf dem Bildschirm die optimale Zoom-Einstellung an. Beim Rauschverhalten liefert die Kamera bis einschließlich ISO 800 gute Ergebnisse. Bei ISO 1600 und darüber nimmt die Detailwiedergabe ab, und ISO 3200 sowie ISO 6400 sind am besten zu vermeiden, wenn man Wert auf Bildqualität legt. Der automatische Weißabgleich (AWB) funktioniert sowohl unter Kunst- als auch unter Leuchtstofflicht gut. Es gibt auch spezielle Voreinstellungen, die jedoch kaum einen Unterschied machen. Neben dem Creative-Modus mit seinen vordefinierten Effekten gibt es auch einen HDR-Modus im Gegenlicht-Szenenmodus, der mehrere Aufnahmen kombiniert. Der Panorama-Modus liefert zwar gut zusammengesetzte Bilder, die Auflösung ist mit nur 920 Pixeln Höhe jedoch sehr niedrig. Bei der Geschwindigkeit ist die Kamera beim Einschalten und Aufnehmen recht flott. Die Fokusgeschwindigkeit ist bei Weitwinkel oder geringem Zoom gut. Bei voller Telebrennweite kann der Fokus jedoch länger brauchen, und manchmal sind mehrere Versuche nötig. Die Serienbildfunktion ist mit 9 Bildern pro Sekunde für 7 Aufnahmen beeindruckend. Die Akkulaufzeit ist, wie bereits erwähnt, ein großer Pluspunkt, insbesondere mit Lithium-AA-Batterien.
Vergleich mit der Nikon Coolpix B700
Es ist hilfreich, die B500 kurz mit der gleichzeitig eingeführten Nikon Coolpix B700 zu vergleichen, um die Positionierung der B500 besser zu verstehen. | Merkmal | Nikon Coolpix B500 | Nikon Coolpix B700 | | :------------------ | :------------------------------------- | :--------------------------------------- | | Sensor | 16 Megapixel CMOS | 20 Megapixel CMOS | | Optischer Zoom | 40x (22.5-900mm) | 60x (24-1440mm) | | Video | Full HD 1080p | 4K UHD | | Sucher | Kein elektronischer Sucher | Elektronischer Sucher | | Bildschirm | 3 Zoll, neigbar (hoch/runter) | 3 Zoll, dreh- und schwenkbar (Vari-Angle)| | Manuelle Modi | Nein (nur Szenen/Automatik) | Ja (PASM) | | Stromversorgung | 4x AA-Batterien | Proprietärer Li-Ion Akku | | Preis | Günstiger (Budget-Segment) | Teurer (fast doppelt so teuer) | | Externer Blitz | Nein | Ja (über Zubehörschuh) | Die Tabelle zeigt deutlich, dass die B700 das leistungsstärkere Modell ist, insbesondere bei Zoom, Sensorauflösung, Videoqualität, Sucher und Flexibilität des Bildschirms sowie manuellen Steuerungsmöglichkeiten. Die B500 positioniert sich als erschwinglichere Alternative, die dennoch einen beachtlichen Zoom und moderne Konnektivität bietet, aber auf einige fortgeschrittene Funktionen verzichtet.
Häufig gestellte Fragen zur Nikon Coolpix B500
Wie alt ist eine Nikon Coolpix B500? Die Nikon Coolpix B500 wurde im Frühjahr 2016 auf den Markt gebracht. Was für eine Kamera ist die Nikon Coolpix B500? Die Nikon Coolpix B500 ist eine Ultrazoom-Bridgekamera. Sie kombiniert ein leistungsstarkes 40-fach optisches Zoomobjektiv mit einem 16-Megapixel-Sensor und bietet Funktionen, die über eine einfache Kompaktkamera hinausgehen, ohne die Komplexität einer DSLR zu erreichen. Wie viel kostet die Nikon B500? Die uns vorliegende Information gibt keinen spezifischen Preis für die Nikon Coolpix B500 an. Sie wird jedoch als preisgünstige Option im Vergleich zum teureren Modell B700 positioniert. Der Preis kann je nach Händler, Zustand (neu/gebraucht) und Verfügbarkeit variieren. Welche Art von Batterien benötigt die B500 und wie lange halten sie? Die Nikon Coolpix B500 wird mit vier AA-Batterien betrieben. Die Akkulaufzeit variiert je nach Batterietyp: ca. 600 Aufnahmen mit Alkaline-Batterien, ca. 750 Aufnahmen mit NiMH-Akkus und beeindruckende ca. 1240 Aufnahmen mit Lithium-AA-Batterien. Verfügt die B500 über Wi-Fi oder Bluetooth? Ja, die Nikon Coolpix B500 verfügt über integriertes Wi-Fi, NFC und Bluetooth (Low Energy). Dies ermöglicht die Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet über die SnapBridge-App für automatische Bildübertragung, Geotagging und Fernsteuerung. Kann man mit der B500 Videos aufnehmen? Ja, die Kamera kann Videos in Full HD (1080p) mit Stereoton aufnehmen. Das optische Zoomen ist während der Videoaufnahme möglich, wobei jedoch Zoomgeräusche hörbar sein können. Es gibt auch spezielle Videomodi wie Superlapse und Short Movie Show. Wie gut ist der Zoom der Nikon Coolpix B500? Die Kamera verfügt über einen 40-fach optischen Zoom, der einen Brennweitenbereich von 22,5 mm (Weitwinkel) bis 900 mm (Tele) abdeckt. Zusätzlich gibt es einen 80-fach Dynamic Fine Zoom, der den digitalen Zoom verbessert. Der optische Zoom ist sehr vielseitig, aber die Bildqualität kann bei den längsten Brennweiten abnehmen. Hat die Kamera einen Sucher oder einen beweglichen Bildschirm? Die B500 hat keinen elektronischen oder optischen Sucher. Sie verfügt über einen neigbaren 3-Zoll-LCD-Bildschirm mit 921.000 Punkten, der nach oben und unten gekippt werden kann, um Aufnahmen aus ungewöhnlichen Winkeln zu erleichtern.
Fazit: Ein solider Superzoom für preisbewusste Fotografen
Die Nikon Coolpix B500 ist eine attraktive Option für Fotografen, die einen großen Zoombereich suchen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen oder sich mit komplexen manuellen Einstellungen auseinandersetzen wollen. Ihr 40-fach optischer Zoom deckt einen weiten Bereich ab, und die optische Bildstabilisierung ist effektiv. Das überarbeitete Design mit dem Moduswahlrad verbessert die Benutzerfreundlichkeit gegenüber dem Vorgänger deutlich. Die SnapBridge-Konnektivität ist ein modernes Feature, das den Workflow des Bildtransfers vereinfacht, auch wenn die Verbindung manchmal Tücken haben kann. Die lange Akkulaufzeit mit AA-Batterien ist ein praktischer Vorteil, auch wenn die anfänglichen Kosten für Akkus und Ladegerät hinzukommen können. Schwächen zeigt die Kamera bei der Bildqualität im extremen Telebereich und bei hohen ISO-Werten. Auch die Videofunktionen sind solide, aber nicht herausragend, insbesondere durch hörbare Zoomgeräusche und langsame Fokussierung im Telebereich. Das Fehlen manueller Belichtungsmodi und eines Suchers sind weitere Einschränkungen für ambitioniertere Nutzer. Insgesamt ist die Nikon Coolpix B500 ein fähiger und erschwinglicher Superzoom mit nützlichen Funktionen wie dem neigbaren Bildschirm und dem Snap-back Zoom. Sie eignet sich hervorragend für Reisefotografie, Familienereignisse und alle Situationen, in denen ein vielseitiger Zoom und einfache Bedienung gefragt sind. Wer jedoch maximale Bildqualität, volle manuelle Kontrolle oder 4K-Video benötigt, sollte sich eher nach dem teureren Modell B700 oder Kameras anderer Hersteller umsehen. Für ihren Preis bietet die B500 jedoch ein gutes Gesamtpaket für Einsteiger und Gelegenheitsfotografen.

Hat dich der Artikel Nikon Coolpix B500: Der Budget-Superzoom im Detail interessiert? Schau auch in die Kategorie Fotografie rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!
