Wie formuliere ich meine Motivation in einem Motivationsschreiben?

Schülerpraktikum: Deine erfolgreiche Bewerbung

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Das erste Schülerpraktikum ist oft der erste Kontakt mit der Arbeitswelt. Es bietet eine spannende Gelegenheit, verschiedene Berufe kennenzulernen, praktische Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, welche Richtung dich wirklich interessiert. Doch bevor du in den Arbeitsalltag eintauchen kannst, steht meist der Bewerbungsprozess an. Auch wenn es sich um ein Praktikum für Schüler handelt, ist eine formelle Bewerbung in der Regel notwendig. Das mag zunächst einschüchternd wirken, ist aber eine hervorragende Übung für spätere Bewerbungen auf Ausbildungsplätze oder Jobs. Grundsätzlich läuft die Bewerbung ähnlich ab wie bei einer Ausbildung oder einem dualen Studium: Du benötigst einen überzeugenden Lebenslauf und ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben, und oft folgt ein Vorstellungsgespräch. Indem du diesen Prozess jetzt durchläufst, sammelst du wertvolle Erfahrungen für deine gesamte berufliche Laufbahn.

Wie bewirbt man sich bei einem Schülerpraktikum?
Auch für ein Schülerpraktikum musst du dich in der Regel formal bewerben. Die Bewerbung funktioniert dabei grundsätzlich genauso wie bei einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Du brauchst du einen Lebenslauf und ein Bewerbungsschreiben und führst häufig vor dem Praktikum ein Vorstellungsgespräch.22. Sept. 2021

Schritt 1: Den passenden Praktikumsplatz finden

Bevor du dich bewerben kannst, musst du natürlich wissen, wo du dein Praktikum machen möchtest. Die Suche nach dem richtigen Praktikumsplatz ist der erste und vielleicht wichtigste Schritt. Hier hast du verschiedene Möglichkeiten und Herangehensweisen.

Wenn du bereits eine klare Vorstellung davon hast, welcher Beruf dich interessiert, ist ein Praktikum die ideale Gelegenheit, diese Vorstellung auf die Probe zu stellen. Entspricht die Realität wirklich deinen Erwartungen? Passt der Arbeitsalltag zu dir? Du kannst herausfinden, ob deine bisherigen Annahmen stimmen oder ob du vielleicht doch eine andere Richtung einschlagen möchtest.

Aber auch wenn du noch gar keine konkreten Berufswünsche hast, ist das Schülerpraktikum eine riesige Chance. Es ist eine Erkundungsreise, bei der du Berufe und Branchen entdecken kannst, mit denen du dich vorher vielleicht noch nie beschäftigt hast. Vielleicht verbirgt sich in dir eine soziale Ader, die im Schulalltag unentdeckt blieb, oder du hast handwerkliche oder technische Begabungen, die sich erst zeigen, wenn du sie praktisch anwenden kannst. Nutze diese Zeit, um neugierig zu sein und über den Tellerrand hinauszublicken. Sprich mit Lehrern, Eltern, Freunden und Bekannten über mögliche Praktikumsstellen. Viele Unternehmen, Handwerksbetriebe oder soziale Einrichtungen bieten Schülerpraktika an, auch wenn sie diese nicht immer öffentlich ausschreiben.

Überlege dir, welche Fächer dir in der Schule besonders liegen oder welche Hobbys du hast. Das kann ein guter Ausgangspunkt sein, um passende Berufsfelder zu identifizieren. Interessierst du dich für Naturwissenschaften? Dann könnte ein Praktikum in einem Labor oder einem technischen Betrieb spannend sein. Bist du kreativ? Agenturen oder Medienhäuser könnten eine Option sein. Arbeitest du gerne mit Menschen? Soziale Einrichtungen oder der Einzelhandel könnten passen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Schritt 2: Die Bewerbungsunterlagen zusammenstellen

Sobald du einen oder mehrere interessante Praktikumsplätze gefunden hast, geht es an die eigentliche Bewerbung. Sofern du das Praktikum nicht über persönliche Kontakte erhältst, musst du dem Unternehmen in der Regel schriftliche Bewerbungsunterlagen zukommen lassen. Heutzutage geschieht das meist per E-Mail. Deine Bewerbung sollte aus zwei Hauptteilen bestehen: dem Lebenslauf und dem Anschreiben.

Als Schülerin oder Schüler gehst du dabei im Grunde genauso vor wie erwachsene Bewerber, die eine feste Stelle suchen. Du erstellst einen sogenannten tabellarischen Lebenslauf.

Der tabellarische Lebenslauf für Schüler

Der Lebenslauf ist eine strukturierte Darstellung deines bisherigen Werdegangs. Er gibt dem Unternehmen einen schnellen Überblick über deine wichtigsten Daten, deine schulische Laufbahn und deine Interessen. Ein tabellarischer Lebenslauf ist übersichtlich und leicht lesbar.

Was gehört in eine Portfolio-Bewerbung?
In ein Portfolio für eine Bewerbung gehören ein professioneller Lebenslauf, relevante Zeugnisse und Zertifikate, ein Anschreiben, Arbeitsproben oder Projekte (wenn zutreffend), sowie manchmal auch persönliche Empfehlungsschreiben.

Dein Lebenslauf sollte folgende Abschnitte enthalten:

  • Persönliche Daten: Dein vollständiger Name, deine Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Achte darauf, dass deine E-Mail-Adresse seriös klingt (idealerweise Vorname.Nachname@...).
  • Schulbildung: Hier listest du deine bisher besuchten Schulen auf. Beginne mit der Schule, die du aktuell besuchst (oder zuletzt besucht hast). Gib den Namen der Schule, den Ort und den Zeitraum an (z.B. "09/2018 – heute: Gymnasium Musterstadt, Musterstadt").
  • Kenntnisse und Fähigkeiten: Dieser Abschnitt ist optional, kann aber sehr hilfreich sein, um deine Qualifikationen hervorzuheben. Hier kannst du zum Beispiel Sprachkenntnisse (z.B. Englisch Grundkenntnisse, Französisch Schulkenntnisse) oder EDV-Kenntnisse (z.B. Grundkenntnisse in Word, Excel, Powerpoint) angeben.
  • Ehrenamtliches Engagement / Hobbys und Interessen: Dieser Punkt ist besonders wichtig, da er viel über deine Persönlichkeit verrät und Soft Skills zeigt. Listet hier Tätigkeiten auf, die du außerhalb der Schule machst, wie z.B. Mitgliedschaft im Sportverein (zeigt Teamfähigkeit), Musik spielen (zeigt Disziplin), Lesen (zeigt Wissbegierde) oder ehrenamtliche Arbeit (zeigt soziales Engagement). Wähle Hobbys, die relevant sein könnten oder positive Eigenschaften unterstreichen.

Der Lebenslauf sollte klar strukturiert, fehlerfrei und auf einer DIN A4 Seite Platz finden. Achte auf ein einheitliches Layout und eine gut lesbare Schriftart.

Das Bewerbungsfoto: Ja oder Nein?

Die Frage, ob du deiner Bewerbung ein Foto beifügen sollst, kannst du frei entscheiden. Für ein Schülerpraktikum wird ein Foto meist nicht zwingend erwartet. Bei Bewerbungen für Ausbildungen oder feste Stellen sind Bewerbungsfotos zwar keine Pflicht mehr, aber immer noch weit verbreitet. Wenn du dich entscheidest, ein Foto mitzuschicken, gibt es ein paar wichtige Regeln zu beachten:

  • Verwende ausschließlich professionelle Bewerbungsfotos. Private Schnappschüsse oder Selfies sind absolut ungeeignet. Gehe zu einem Fotografen, der Erfahrung mit Bewerbungsbildern hat.
  • Denke bereits beim Fototermin an dein Outfit und Styling. Wähle Kleidung, die ordentlich und angemessen ist, ähnlich wie du dich für ein Vorstellungsgespräch kleiden würdest.
  • Das Foto wird traditionell oben rechts auf dem Lebenslauf platziert.

Ein gutes Bewerbungsfoto kann einen positiven ersten Eindruck vermitteln, ist aber, wie gesagt, für ein Schülerpraktikum oft optional.

Das Anschreiben: Deine Motivation zählt

Das Anschreiben ist deine persönliche Botschaft an das Unternehmen. Hier hast du die Möglichkeit, dich vorzustellen, dein Interesse zu bekunden und zu erklären, warum du genau dieses Praktikum in diesem Unternehmen machen möchtest. Oft wird das Anschreiben auch als Motivationsschreiben bezeichnet, denn genau darum geht es: Deine Motivation zu zeigen.

Das Anschreiben sollte in der Regel drei bis fünf Absätze umfassen und folgende Punkte beinhalten:

  • Einleitung: Nenne, auf welche Praktikumsstelle du dich bewirbst und woher du von der Stelle erfahren hast (falls zutreffend). Formuliere klar, warum du dich gerade bei diesem Unternehmen bewirbst. Was fasziniert dich an der Branche, den Produkten oder der Arbeit des Unternehmens?
  • Hauptteil: Hier erklärst du, warum du für das Praktikum geeignet bist und was dich motiviert. Nimm Bezug auf deine Interessen, Stärken, Lieblingsfächer in der Schule oder Hobbys. Stelle eine Verbindung zwischen deinen Interessen und den möglichen Aufgaben im Praktikum her. Zum Beispiel: „Da ich in der Schule sehr an naturwissenschaftlichen Fächern interessiert bin und gerne experimentiere, würde ich im Bereich XY gerne praktische Erfahrungen sammeln.“ Oder: „Mein Hobby, die Arbeit mit Kindern, hat mich motiviert, mich um ein Praktikum in Ihrer Kindertagesstätte zu bewerben.“ Zeige Begeisterung und Lernbereitschaft.
  • Schluss: Bekräftige dein Interesse und drücke deine Hoffnung auf ein persönliches Kennenlernen aus. Eine Formulierung wie „Ich freue mich auf die Möglichkeit, mich Ihnen in einem persönlichen Gespräch vorzustellen“ ist passend.

Achte auf eine formell korrekte Gestaltung des Anschreibens: Adressfeld von dir und dem Unternehmen, Datum, Betreffzeile ("Bewerbung um ein Schülerpraktikum als..."), die richtige Anrede (versuche, den Namen des Ansprechpartners herauszufinden, ansonsten "Sehr geehrte Damen und Herren"), Grußformel ("Mit freundlichen Grüßen") und deine Unterschrift (bei schriftlicher Bewerbung) bzw. dein getippter Name (bei E-Mail-Bewerbung). Achte auch hier unbedingt auf Rechtschreibung und Grammatik.

Schritt 3: Das Vorstellungsgespräch meistern

Wenn deine Bewerbung überzeugt hat, wirst du möglicherweise zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Auch wenn das im ersten Moment nervös machen kann, ist es eine tolle Gelegenheit, das Unternehmen und die Menschen kennenzulernen, mit denen du möglicherweise zusammenarbeiten wirst. Für die Vorbereitung gilt im Grunde das Gleiche wie bei einem Gespräch für eine Ausbildung:

  • Informiere dich über das Unternehmen: Besuche die Website, lies, was das Unternehmen macht, welche Werte es hat. Das zeigt Interesse und hilft dir, im Gespräch Fragen zu stellen.
  • Wähle ein passendes Outfit: Kleide dich ordentlich und sauber. Ein gepflegtes Äußeres ist wichtig. Jeans und T-Shirt sind oft in Ordnung, aber achte darauf, dass sie sauber und ordentlich sind. Ein Hemd oder eine Bluse machen immer einen guten Eindruck. Vermeide zu legere oder aufreizende Kleidung.
  • Überlege dir Fragen: Bereite ein paar Fragen vor, die du dem Unternehmen stellen möchtest. Das zeigt, dass du dir Gedanken gemacht hast und wirklich interessiert bist. Fragen könnten sein: Wie sieht ein typischer Tagesablauf während des Praktikums aus? Welche konkreten Aufgaben werde ich übernehmen? Wer wird mein Ansprechpartner sein?

Das Gespräch selbst dient in erster Linie dazu, dir einen Einblick in die späteren Aufgaben während des Praktikums zu geben und die Mitarbeiter kennenzulernen, die dich betreuen werden. Du musst beim Praktikumsgespräch in der Regel keine Angst vor Fangfragen oder intensiven Tests deiner Kompetenzen haben. Unternehmen wissen, dass Praktikantinnen und Praktikanten da sind, um zu lernen. Es wird nicht erwartet, dass du schon alles kannst. Da Schülerpraktika meist unbezahlt sind, entfällt auch das Gespräch über das Gehalt.

Sei pünktlich, freundlich und offen. Höre gut zu und stelle deine vorbereiteten Fragen. Zeige echtes Interesse an der Tätigkeit und dem Unternehmen.

Wo finde ich Angebote für Schülerpraktika?

Die Suche nach Praktikumsplätzen kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:

  • Schule: Oft hat die Schule Kontakte zu Unternehmen in der Umgebung oder eine Liste mit Betrieben, die Praktika anbieten.
  • Online-Jobbörsen: Viele große und kleine Unternehmen schreiben Praktikumsplätze online aus. Suche gezielt nach "Schülerpraktikum" in deiner Region.
  • Unternehmenswebsites: Schau direkt auf den Karriereseiten der Unternehmen, die dich interessieren. Manchmal gibt es dort einen Bereich für Schüler oder Praktika.
  • Messen und Veranstaltungen: Berufsorientierungsmessen können eine gute Gelegenheit sein, direkt mit Unternehmen in Kontakt zu treten und sich über Praktikumsmöglichkeiten zu informieren.
  • Initiativbewerbung: Wenn du ein Unternehmen besonders interessant findest, aber keine ausgeschriebene Stelle findest, kannst du dich auch initiativ bewerben. Das bedeutet, du schickst deine Bewerbung einfach so hin und fragst, ob ein Praktikum möglich ist.

Vergleich: Wichtige Elemente deiner Bewerbung

Um den Überblick zu behalten, hier ein kurzer Vergleich der Hauptbestandteile deiner Bewerbung:

ElementWichtige InhalteZweck
LebenslaufPersönliche Daten, Schulbildung, Kenntnisse, Hobbys/EngagementStrukturierter Überblick über Person und bisherigen Werdegang
AnschreibenEinleitung (Warum diese Firma/Praktikum?), Hauptteil (Deine Motivation, Bezug zum Praktikum), Schluss (Ausblick auf Gespräch)Persönliche Vorstellung, Motivation und Eignung hervorheben
Bewerbungsfoto (optional)Professionelles PorträtPositiver erster visueller Eindruck

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Schülerpraktikum

Wie lang sollte der Lebenslauf sein?
Ein Lebenslauf für ein Schülerpraktikum sollte idealerweise nicht länger als eine DIN A4 Seite sein.
Welche Informationen sind im Lebenslauf am wichtigsten?
Neben den persönlichen Daten sind die Angaben zu deiner aktuellen Schule und deinen Interessen/Hobbys/Engagement besonders relevant, da sie einen Einblick in deine Person geben.
Muss ich meiner Bewerbung ein Foto beifügen?
Nein, für ein Schülerpraktikum ist ein Foto meist nicht verpflichtend. Wenn du eines beifügst, sollte es aber professionell sein.
Was soll ich ins Anschreiben schreiben?
Erkläre, warum du dich für das Praktikum interessierst und warum du denkst, dass du gut geeignet bist. Zeige deine Motivation und stelle einen Bezug zwischen deinen Interessen und dem Praktikum her.
Was passiert im Vorstellungsgespräch?
Das Unternehmen möchte dich kennenlernen und dir das Praktikum vorstellen. Du hast die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mehr über die Aufgaben zu erfahren.
Wird das Schülerpraktikum bezahlt?
Schülerpraktika sind in der Regel unbezahlt, da sie primär der Berufsorientierung und dem Sammeln erster Erfahrungen dienen.

Die Bewerbung für ein Schülerpraktikum ist dein erster offizieller Schritt in die Welt der Arbeit. Nimm dir Zeit für die Erstellung deiner Unterlagen, sei ehrlich und zeige deine Persönlichkeit und deine Motivation. Auch wenn nicht jede Bewerbung erfolgreich ist, jeder Schritt im Bewerbungsprozess ist eine wertvolle Lernerfahrung. Mit sorgfältiger Vorbereitung erhöhst du deine Chancen auf einen spannenden Praktikumsplatz, der dir wertvolle Einblicke und Erfahrungen für deine zukünftige Berufswahl ermöglicht.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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