Wie viel Kokain wurde in Hamburg gefunden?

Kokain: Die Geschichte einer umstrittenen Droge

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Die Frage, wann Kokain „auf den Markt kam“, lässt sich nicht mit einem einzigen Datum beantworten, da die Substanz eine lange und komplexe Geschichte durchlaufen hat. Von der traditionellen Nutzung der Cocablätter in Südamerika über die wissenschaftliche Isolation des reinen Wirkstoffs bis hin zur legalen Verwendung in Medizin und Konsumgütern und schließlich zur weltweiten Illegalität – der Weg des Kokains ist geprägt von Entdeckung, Euphorie, Missbrauch und tragischen Folgen. Um zu verstehen, wann Kokain im modernen Sinne auf den Markt trat, müssen wir uns die einzelnen Schritte seiner Erforschung und Verbreitung im 19. Jahrhundert genauer ansehen.

Die Wurzeln in Südamerika: Die Cocapflanze

Lange bevor Kokain als isolierter Wirkstoff bekannt war, nutzten indigene Völker in Südamerika die Blätter des Cocastrauches (Erythroxylum coca) traditionell. Der Cocastrauch, der hauptsächlich in Bolivien, Peru und Kolumbien in Höhenlagen angebaut wird, enthält zwischen 0,5 und 1 % Alkaloide, deren Hauptbestandteil das (-)-Kokain ist. Das Kauen der Blätter diente über Jahrhunderte hinweg zur Linderung von Hunger, Durst und Müdigkeit sowie zur Steigerung der Ausdauer. Die ersten Cocasträucher gelangten im Jahr 1750 nach Europa, wo sie zunächst vor allem für botanische Studien von Interesse waren.

Wann kam Kokain auf den Markt?
Geschichte. Die ersten Cocasträucher kamen 1750 aus Südamerika nach Europa. Im Winter 1859/60 isolierte Albert Niemann im Friedrich Wöhler Laboratorium in Göttingen die aktiven Komponenten des Cocastrauches. Er gab dem Alkaloid den Namen Kokain.

Die Isolation des Wirkstoffs: Ein Meilenstein im 19. Jahrhundert

Der entscheidende Schritt, der Kokain in seiner reinen Form für die Wissenschaft und später für den „Markt“ verfügbar machte, war die Isolation des aktiven Alkaloids aus den Cocablättern. Dies war das Ergebnis der Arbeit mehrerer Chemiker Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Winter 1859/60 isolierte Albert Niemann im Labor von Friedrich Wöhler in Göttingen die aktive Komponente und gab ihr den Namen Kokain. Niemanns Arbeit, veröffentlicht im Jahr 1860, gilt oft als die erste gesicherte Isolation des reinen Wirkstoffs.

Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass auch andere Forscher unabhängig voneinander ähnliche Entdeckungen machten. Der deutsche Chemiker Friedrich Gädcke soll bereits 1855 einen Stoff, den er „Erythroxylin“ nannte, isoliert haben. Ebenso wird dem italienischen Neurologen und Pathologen Paolo Mantegazza zugeschrieben, dies bereits 1858 oder 1859 gelungen zu sein. Unabhängig davon, wer genau der Erste war, markieren diese Isolationen den Beginn der Verfügbarkeit von Kokain als chemische Substanz, die weiter erforscht und angewendet werden konnte. Die Methode zur Gewinnung aus den Cocablättern umfasst die Zerkleinerung, Einweichung und Extraktion der Alkaloide mit Lösungsmitteln. Durch weitere chemische Schritte, wie die Verseifung und anschließende Veresterung, werden auch andere enthaltene Alkaloide in Kokain umgewandelt, was die Ausbeute erhöht und zur Entstehung von Cocapaste führt, einem Zwischenprodukt mit 60 bis 80 % Wirkstoffgehalt.

Struktur und Synthese: Die chemische Klärung

Nach der Isolation folgten weitere Schritte zur vollständigen Charakterisierung der Substanz. Im Jahr 1898 beschrieb der spätere Nobelpreisträger Richard Willstätter während seiner Doktorarbeit an der Universität München erstmalig die Molekularstruktur von Kokain. Dies war ein wichtiger Fortschritt im chemischen Verständnis. Die vollständige Synthese der Reinsubstanz Kokain gelang schließlich 1923 durch R. Willstätter, D. Wolfes und H. Mäder. Interessanterweise kam die Synthese erst lange nach dem Zeitpunkt, an dem Kokain bereits weit verbreitet war, was zeigt, dass die anfängliche Verfügbarkeit auf der Extraktion aus der Pflanze basierte und die Synthese eine spätere, chemische Errungenschaft war.

Die „goldene Ära“: Frühe medizinische Anwendungen

Ein wesentlicher Faktor für das frühe „Auf den Markt kommen“ von Kokain im breiteren Sinne war sein Einsatz in der Medizin, der ab den späten 1870er Jahren begann. Ab 1879 wurde Kokain versuchsweise zur Behandlung von Morphinabhängigkeit eingesetzt – eine Ironie der Geschichte, da es selbst ein hohes Abhängigkeitspotenzial besitzt. Im selben Jahr, 1879, entdeckte Vassili von Anrep an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg die schmerzstillende Wirkung des Kokains. Diese Entdeckung war bahnbrechend für die Anästhesie.

Um 1884 fand Kokain als Lokalanästhetikum breite Anwendung in der klinischen Medizin in Deutschland. Es wurde beispielsweise in der Augenheilkunde eingesetzt (eine Anwendung, die nach der deutschen Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung für Eingriffe am Auge als Lösung bis zu 20 % oder Salbe bis zu 2 % immer noch zulässig ist) und um 1885 auch gegen Zahnschmerzen verwendet. Kokain war das älteste bekannte Lokalanästhetikum und diente als Vorbild für viele synthetische Anästhetika wie Lidocain, Benzocain oder Scandicain. Wegen seines Abhängigkeitspotenzials, der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Toxizität wird es heute in der Medizin jedoch so gut wie nicht mehr eingesetzt, abgesehen von sehr spezifischen Ausnahmen.

Wie ist der Kiez entstanden?
Der „Kiez“ entsteht Im Nordosten Deutschlands wurden mittelalterliche Dienstsiedlungen als „Kiez“ bezeichnet. Mit den Veränderungen der Viertel bis heute wandelte sich auch der Begriff. Heute wird „Kiez“ in Hamburg synonym für das Rotlichtviertel rund um die Reeperbahn verwendet.

In dieser Zeit, um 1884, beschäftigte sich auch der berühmte Neurologe Sigmund Freud intensiv mit Kokain und beschrieb dessen Wirkungen in seinem Werk „Über Coca“. Er notierte eine „Aufheiterung und anhaltende Euphorie“, die sich von der normalen Euphorie gesunder Menschen nicht unterscheide. Er fühlte eine Zunahme der „Selbstbeherrschung“ und fühlte sich „lebenskräftiger und arbeitsfähiger“, vermisste aber die durch andere Stimulanzien hervorgerufene „edle Excitation“. Freuds positive, wenn auch anfänglich kritische, Beschreibung trug ebenfalls zur öffentlichen Wahrnehmung und Verbreitung bei.

Der Weg zur Massenverbreitung: Mehr als nur Medizin

Die Verfügbarkeit von Kokain beschränkte sich nicht nur auf den medizinischen Bereich. Im späten 19. Jahrhundert wurde Kokain zu einem Bestandteil verschiedener Konsumgüter, da seine stimulierende Wirkung als positiv und leistungssteigernd angesehen wurde. Das wohl bekannteste Beispiel ist das Erfrischungsgetränk Coca-Cola. Die erste Rezeptur enthielt bis 1906 einen Extrakt aus Cocablättern (und erhielt so seinen Namen). Schätzungen zufolge enthielt ein Liter Coca-Cola rund 250 Milligramm Kokain. Auch wenn dies heute vom Konzern nicht thematisiert wird und die Rezeptur geändert wurde (heute nur noch nicht-alkaloide Bestandteile der Blätter), trug es zur damaligen Verbreitung bei. Auch in anderen Tonika, Weinen und Patentarzneimitteln war Kokain enthalten.

Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war der Kokaingebrauch in Europa weit verbreitet und legal. Die Substanz wurde als Wundermittel beworben, das gegen eine Vielzahl von Beschwerden helfen und die Leistungsfähigkeit steigern sollte. Die Gefährlichkeit des Kokains wurde nur allmählich erkannt, während sich die Abhängigkeit und die negativen gesundheitlichen Folgen zeigten.

Erkannte Gefahren und die Wende zur Illegalität

Die anfängliche Euphorie über Kokain verflog, als die Schattenseiten immer deutlicher wurden. Das hohe Abhängigkeitspotenzial, die schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Erhöhung von Atem- und Pulsfrequenz, Verengung der Blutgefäße, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzinfarkt, sowie psychische Störungen (bis hin zur Kokainpsychose mit paranoid wahnhaften Wahrnehmungsstörungen wie dem Dermatozoenwahn) und die soziale Verelendung bei chronischem Konsum führten zu einem Umdenken. Die pharmakologische Wirkung als starker Wiederaufnahmehemmer von Dopamin, Noradrenalin und Serotonin erklärt die stimulierenden Effekte, aber auch die drastischen Folgen bei Überdosierung und chronischem Gebrauch. Auch für Schwangere und den Fötus birgt Kokainkonsum erhebliche Risiken wie Plazentaablösung, Früh- oder Fehlgeburt und Fehlbildungen des Kindes.

Die Erkenntnis der Gefahren führte Anfang des 20. Jahrhunderts schrittweise zu einer Regulierung und schließlich zur weltweiten Kriminalisierung von Kokain. Heute ist Kokain in den meisten Ländern, einschließlich Deutschland, dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt und der Umgang damit ohne Erlaubnis grundsätzlich strafbar. Die legale medizinische Anwendung ist auf sehr spezielle, eng begrenzte Bereiche beschränkt.

Der Schwarzmarkt: Die Schattenseite der Prohibition

Mit der Illegalisierung entstand ein Schwarzmarkt, der eigene, erhebliche Gefahren birgt. Das Kokain auf dem illegalen Markt ist selten rein. Es wird mit verschiedenen Substanzen gestreckt, um den Gewinn zu erhöhen. Dies können harmlose Stoffe wie Milchzucker (Lactose, häufigstes Streckmittel) sein, aber auch pharmakologisch wirksame und potenziell tödliche Substanzen wie Lidocain (oft beigemischt, um die lokalanästhetische Wirkung des Kokains zu imitieren) oder Tetracain, Phenacetin oder Koffein. Besonders gefährlich wird dies beim intravenösen Konsum, da Streckmittel zu schweren Vergiftungen, Lähmung des zentralen Nervensystems oder Blockade des Herz-Erregungsleitungssystems führen und tödlich sein können. Auch allergische Reaktionen auf Beimischungen sind bekannt. Die unbekannte Reinheit birgt zudem das Risiko einer versehentlichen Überdosierung, insbesondere wenn Konsumenten an einen niedrigeren Reinheitsgehalt gewöhnt sind und plötzlich eine deutlich potentere Substanz konsumieren. Reinheitsgehalte auf dem deutschen Schwarzmarkt schwanken stark (z. B. 35 % bei kleinen Mengen, 60 % bei mittleren Mengen, 85 % bei Kilomengen).

Wer herrscht auf dem Kiez?
Fast zwei Jahrzehnte gilt der als uneingeschränkter Herrscher auf dem Kiez. Benannt ist die "GMBH" nach den Vornamen ihrer Mitglieder: Gerd Glissmann, Michael Luchting, Walter "Beatle" Vogeler und Harry Voerthmann. Die Vierer-Gruppe gilt als das erste große Zuhälterkartell auf St. Pauli.26. März 2025

Auch die Art des Konsums beeinflusst Wirkung und Risiko erheblich. Hier ein Vergleich der gängigen Konsumformen:

KonsumformWirkungseintrittWirkungsdauerBioverfügbarkeit (ca.)Risikoprofil
Cocablätter (Kauen)10-30 Minuten30-45 Minuten25%Langsamster Eintritt, geringeres Risiko (traditionell)
Kokain-Hydrochlorid (Schnupfen)2-3 Minuten30-45 Minuten19-26%Schneller Eintritt, Schädigung Nasenschleimhaut (bis zur Perforation der Nasenscheidewand bei chronischem Konsum), Infektionsgefahr (bei geteilten Röhrchen, Safer Sniffing beachten)
Kokain-Hydrochlorid (Oral)10-30 Minuten30-45 Minuten33%Langsamer Eintritt, Wirkung schwächer
Kokain-Hydrochlorid (Intravenös)30-45 Sekunden10-20 Minuten100%Schnellstes High („ultimate emotion“), höchstes Suchtpotenzial, Infektionsrisiko (HIV, Hepatitis C), Überdosierungsgefahr, Vernachlässigung
Cocapaste, Freebase, Crack (Rauchen)8-10 Sekunden5-10 Minuten6-32%Sehr schneller, intensiver Rausch, hoher Suchtdruck (Crash), Schädigung Atemwege, sehr hohes Überdosierungsrisiko (schwer kontrollierbar), Risiko für ischämischen Hirninfarkt erhöht

Neben dem gängigen Kokain-Hydrochlorid existieren weitere Formen wie Kokainsulfat (Cocapaste), Kokainbase (Freebase) und Crack. Crack, hergestellt durch Aufkochen von Kokain-Hydrochlorid mit Natriumhydrogencarbonat, verdampft bei niedrigerer Temperatur und ist daher leichter rauchbar als das Hydrochlorid. Eine spezielle Form, das „schwarze Kokain“, wurde zum Schmuggel verwendet, da es von üblichen Tests nicht erkannt wurde und erst im Zielland reextrahiert werden musste.

Der Mischkonsum, insbesondere mit Alkohol (führt zur Bildung von Cocaethylen im Körper, das schädlicher fürs Herz sein kann als Kokain allein), oder anderen Drogen wie Cannabis, stellt eine zusätzliche erhebliche Gefahr dar und kann die Wirkung unvorhersehbar verändern oder verstärken.

Sucht und Abhängigkeit: Ein Teufelskreis

Kokain hat ein extrem hohes psychisches Abhängigkeitspotenzial. Das schnelle Abklingen der intensiven Euphorie führt oft zu einem tiefen „Crash“ – depressionsartigen Zuständen und starkem Verlangen nach erneutem Konsum. Dieser Mechanismus kann sehr schnell zu Abhängigkeit führen. Das Verlangen, auch „Craving“ genannt, kann durch verschiedene Reize (Gerüche, Musik, Orte, Stress, Stimmungen) ausgelöst werden und selbst nach Jahren der Abstinenz auftreten, da es nur bedingt willentlich beeinflussbar ist. Entgegen einem weit verbreiteten Irrtum kann schon einmaliger Konsum zu psychischer, wenn auch nicht körperlicher, Abhängigkeit führen. Die „episodische Gier“ bei abklingender Wirkung kann zu exzessivem Konsum über Stunden oder Tage führen („Binges“). Langfristiger Missbrauch kann zum Dermatozoenwahn und einem Verfall des Gewissens führen, weshalb Kokain manchmal als „Egodroge“ bezeichnet wird.

Der Kokainismus, also der regelmäßige Konsum, ist mit erheblichen Risiken verbunden. Intravenöser Konsum birgt durch das intensive Hochgefühl ein besonders hohes Abhängigkeitspotenzial und führt oft zu körperlicher und sozialer Verwahrlosung. Auch wenn das Risiko, an einer Überdosis Kokain allein zu sterben, geringer ist als bei Heroin, ist das Risiko bei Mischintoxikationen erheblich höher. Weniger als 2 % der Drogentoten in Deutschland sterben an reiner Kokain-Überdosis, aber etwa 9 % an Mischintoxikationen unter Beteiligung von Kokain, oft in Verbindung mit Heroin oder tödlichen Streckmitteln wie Lidocain oder Tetracain.

Verbreitung und Konsumentengruppen

Seit den 1990er Jahren ist, oft einhergehend mit einem Preisverfall, ein Anstieg des Kokainkonsums in europäischen Großstädten über alle Schichten und Altersgruppen festzustellen. Kokain gilt als eine der beliebtesten „Szenedrogen“ und hat nach Cannabis vermutlich die höchste „Lebenszeitprävalenz“. Es gibt viele Gelegenheitskonsumenten, aber die Grenzen zur Abhängigkeit sind fließend. Hauptkonsumentengruppen umfassen Partygänger und Menschen in Stressberufen (oft beruflich und sozial integriert, Konsum häufig durch Alkohol ausgelöst), Jugendliche (Neugier- und Risikokonsum) sowie Mischkonsumenten (oft Kokain und Opiate, beruflich und sozial schlecht integriert). Der Jahresverbrauch in Deutschland wird auf rund 20 Tonnen geschätzt.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wann wurde Kokain erstmals isoliert?
Die Isolation des aktiven Wirkstoffs aus dem Cocastrauch gelang mehreren Chemikern Mitte des 19. Jahrhunderts, darunter Friedrich Gädcke (1855), Paolo Mantegazza (1858/59) und vor allem Albert Niemann (1859/60), der dem Alkaloid den Namen Kokain gab. Niemanns Arbeit gilt als die erste gesicherte Isolation.

Wann kam Kokain auf den Markt?
Geschichte. Die ersten Cocasträucher kamen 1750 aus Südamerika nach Europa. Im Winter 1859/60 isolierte Albert Niemann im Friedrich Wöhler Laboratorium in Göttingen die aktiven Komponenten des Cocastrauches. Er gab dem Alkaloid den Namen Kokain.

Wofür wurde Kokain früher verwendet?
In der traditionellen südamerikanischen Medizin wurden Cocablätter gekaut. Im späten 19. Jahrhundert wurde isoliertes Kokain medizinisch als Lokalanästhetikum (z. B. in der Augenheilkunde, gegen Zahnschmerzen) und zur Behandlung von Morphinabhängigkeit eingesetzt. Es war auch Bestandteil vieler frei verkäuflicher Produkte und Getränke wie Coca-Cola.

Warum ist Kokain heute illegal?
Die anfänglich positiven Einschätzungen wichen der Erkenntnis des hohen Suchtpotenzials und schwerwiegender gesundheitlicher Folgen, darunter Herz-Kreislauf-Probleme, psychische Erkrankungen und soziale Verelendung. Die Gefahren führten zur weltweiten Regulierung und Kriminalisierung im 20. Jahrhundert.

Was sind die Hauptgefahren des Kokainkonsums?
Neben dem hohen Suchtpotenzial gehören dazu schwerwiegende körperliche Risiken wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen, Atemprobleme und Schädigungen von Organen (Nase, Atemwege). Psychische Risiken umfassen Angstzustände, Paranoia, Halluzinationen und die Kokainpsychose. Auf dem Schwarzmarkt kommen die Gefahren durch unbekannte Streckmittel (oft giftig oder tödlich) und unvorhersehbare Reinheit hinzu. Mischkonsum erhöht die Risiken zusätzlich.

Gibt es verschiedene Formen von Kokain?
Ja, die bekanntesten Formen sind Kokain-Hydrochlorid (das weiße Pulver zum Schnupfen, Essen oder Spritzen), Kokainbase oder Freebase (zum Rauchen) und Crack (eine vereinfachte, rauchbare Form der Base). Auch Cocapaste (ein Zwischenprodukt) wird geraucht. Die traditionelle Form ist das Kauen der getrockneten Cocablätter.

Fazit

Kokain kam nicht über Nacht auf den Markt, sondern etablierte sich schrittweise nach seiner Isolation im 19. Jahrhundert. Zuerst in der wissenschaftlichen Forschung, dann als vielversprechendes medizinisches Werkzeug und schließlich als Bestandteil populärer Konsumgüter. Die anfängliche Begeisterung wich jedoch der bitteren Erkenntnis seiner zerstörerischen Kraft, die zu schwerer Abhängigkeit, gesundheitlichen Schäden und sozialen Problemen führt. Heute ist Kokain eine weltweit gehandelte illegale Droge, deren Konsum mit erheblichen gesundheitlichen, psychischen und sozialen Risiken verbunden ist, die durch den unregulierten Schwarzmarkt und die Beimischung gefährlicher Stoffe noch verschärft werden.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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