Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, liebevoll als «Nati» bekannt, hat sich mit einer beeindruckenden Leistung direkt für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar qualifiziert. In den European Qualifiers setzte sich die Schweiz in einer anspruchsvollen Gruppe unter anderem gegen den amtierenden Europameister Italien durch. Der entscheidende Schritt zum Gruppensieg gelang am letzten Spieltag, als die Schweiz Bulgarien mit 4:0 besiegte und gleichzeitig Italien in Nordirland nicht über ein 0:0 hinauskam. Während Italien den Umweg über die Barrage nehmen musste – und scheiterte – sicherten sich die Eidgenossen ihr Ticket für die Endrunde auf direktem Weg.

Die Qualifikation wurde als grosser Erfolg gefeiert, insbesondere der 4:0 Sieg gegen Bulgarien am letzten Spieltag, der den Weg nach Katar ebnete. Die Schweiz zeigte über die gesamte Qualifikationskampagne hinweg eine bemerkenswerte Konstanz und Defensivstärke, kassierte nur sehr wenige Gegentore.
Der Weg der Nati bei der WM 2022
Bei der Endrunde in Katar wurde die Schweiz in die Gruppe G gelost. Dort traf sie auf namhafte Gegner: den Rekordweltmeister Brasilien, die physisch starke Mannschaft aus Serbien und das Team aus Kamerun. Die Gruppe versprach von Beginn an spannende Duelle und galt als anspruchsvoll für die Nati.
Die Schweiz startete mit einem wichtigen Sieg ins Turnier und konnte auch in den folgenden Gruppenspielen überzeugen, um sich für die K.o.-Phase zu qualifizieren. Als Gruppenzweiter hinter Brasilien erreichte die Schweiz das Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2022. Dort traf das Team von Nationaltrainer Murat Yakin auf Portugal. Im Achtelfinalspiel musste sich die Nati schliesslich Portugal geschlagen geben und schied aus dem Turnier aus. Damit war das Achtelfinale die Endstation für die Schweiz bei der Weltmeisterschaft 2022.
Die WM-Geschichte der Schweiz – Höhen und Tiefen
Die Teilnahme an der WM 2022 war die zwölfte Endrunden-Teilnahme für die Schweizer Nationalmannschaft. Damit gehört die Schweiz zu den Teams mit einer soliden WM-Historie. Besonders bemerkenswert ist, dass die Nati zum fünften Mal in Folge bei einer Weltmeisterschaft dabei war, was die Beständigkeit der Mannschaft in den letzten Jahren unterstreicht.
Der grösste Erfolg in der Geschichte der Schweizer WM-Teilnahmen war das Erreichen des Viertelfinales. Dies gelang der Nati dreimal: bei den Weltmeisterschaften 1934 in Italien, 1938 in Frankreich und bei der Heim-WM 1954. Seit 1954 konnte die Schweiz diese Runde nicht mehr erreichen. Stattdessen war viermal das Achtelfinale die Endstation: 1994 in den USA, 2006 in Deutschland, 2014 in Brasilien und 2018 in Russland, sowie nun auch 2022 in Katar.

Bei den Turnieren 1950, 1962, 1966 und 2010 schied die Schweiz bereits in der Vorrunde aus. Für die WM 2002 konnte sich die Nati nicht qualifizieren.
Rückblick auf jüngere WM-Teilnahmen
Die jüngere Vergangenheit der Nati bei Weltmeisterschaften zeichnet sich durch das regelmässige Erreichen der K.o.-Phase, aber das Scheitern im ersten Spiel derselben aus:
- WM 2018 in Russland: Die Schweiz spielte in Gruppe E gegen Brasilien, Serbien und Costa Rica. Nach Unentschieden gegen Brasilien und Costa Rica sowie einem Sieg gegen Serbien wurde die Nati Gruppenzweiter. Im Achtelfinale traf man auf Schweden und verlor mit 0:1.
- WM 2014 in Brasilien: In Gruppe E ging es gegen Frankreich, Ecuador und Honduras. Die Schweiz wurde hinter Frankreich Gruppenzweiter. Im Achtelfinale kam es zum Duell mit dem späteren Finalisten Argentinien.
- WM 2010 in Südafrika: Nach einem sensationellen Auftaktsieg gegen den späteren Weltmeister Spanien verlor die Schweiz gegen Chile und spielte Unentschieden gegen Honduras. Dies reichte nicht für das Weiterkommen, die Nati schied in der Gruppenphase aus.
- WM 2006 in Deutschland: Die Schweiz gewann überraschend ihre Gruppe G vor Frankreich, Südkorea und Togo, ohne ein einziges Gegentor in der Gruppenphase zu kassieren. Im Achtelfinale gegen die Ukraine stand es nach Verlängerung 0:0. Im Elfmeterschiessen scheiterte die Schweiz und verlor mit 0:3, ohne einen einzigen Elfmeter zu verwandeln – ein Novum in der WM-Geschichte.
Das dramatische Achtelfinale 2014 gegen Argentinien
Das Ausscheiden im Achtelfinale der WM 2014 gegen Argentinien war besonders dramatisch und bleibt vielen Fans in Erinnerung. Die Schweiz traf auf Lionel Messi und Co. und bot dem Favoriten einen leidenschaftlichen Kampf. Das Spiel in São Paulo blieb über 90 Minuten torlos, und auch in der Verlängerung fiel lange kein Treffer.
Die Schweiz verteidigte diszipliniert und hatte ihrerseits Möglichkeiten. Torhüter Diego Benaglio zeigte eine herausragende Leistung und vereitelte mehrere argentinische Torchancen. Xherdan Shaqiri sorgte in der Offensive immer wieder für gefährliche Momente. Die Nati hielt dem Druck stand und schien einem Elfmeterschiessen entgegenzusteuern, was gegen den Favoriten eine gute Chance bedeutet hätte.
Doch in der 118. Minute, nur wenige Augenblicke vor dem Ende der Verlängerung, schlug Argentinien zu. Nach einem Pass von Lionel Messi erzielte Ángel Di María den entscheidenden Treffer zum 1:0 für Argentinien. Die Schweizer hatten danach noch eine letzte grosse Chance durch einen Kopfball von Blerim Dzemaili, der jedoch nur am Pfosten landete. Anschliessend scheiterte auch ein Freistoss von Shaqiri an der argentinischen Mauer. Das bittere Aus für die Schweiz war besiegelt.
Die Mannschaft der Nati – Spieler und Potenzial
Die Schweizer Mannschaft bei der WM 2022 setzte sich aus einer Mischung erfahrener Kräfte und jüngerer Talente zusammen. Nationaltrainer Murat Yakin übernahm das Team im Jahr 2021 und führte es erfolgreich durch die Qualifikation.
Zu den bekanntesten und wichtigsten Spielern gehörten Kapitän Granit Xhaka, der im Mittelfeld das Spiel lenkte und als Leader auftrat. Auch Xherdan Shaqiri, bekannt für seine Dribbelkünste und wichtigen Tore, war ein Schlüsselspieler. In der Defensive war Manuel Akanji eine wichtige Stütze. Weitere bekannte Namen aus europäischen Top-Ligen wie Yann Sommer im Tor, Nico Elvedi, Ricardo Rodríguez, Remo Freuler, Denis Zakaria oder Breel Embolo ergänzten das Team.

Die Nati galt vor dem Turnier als ein Team mit grossem Potenzial. Die Stärken wurden insbesondere in der gut organisierten Defensive und einem kreativen Mittelfeld gesehen. Die Integration von jüngeren Spielern und die Erfahrung der U17-Weltmeister von 2009, die nun im besten Fussballeralter sind, wurde als positiver Trend hervorgehoben. Die Mannschaft zeigte in den Jahren vor der WM einen Aufwärtstrend, unter anderem mit dem Erreichen des EM-Viertelfinals 2021 und dem Quali-Sieg gegen Italien. In der FIFA-Weltrangliste belegte die Schweiz im Oktober 2022 Platz 15.
Als potenzielle Schwäche wurde manchmal die Besetzung im Sturmzentrum genannt, wo die Torgefahr als ausbaufähig galt. Auch das Thema Teamzusammenhalt, das aufgrund der multikulturellen Zusammensetzung der Mannschaft manchmal diskutiert wurde, konnte je nach Situation eine Stärke oder eine Schwäche sein.
Statistik zur Nati bei Weltmeisterschaften (inkl. Qualifikation)
| Spiele | Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore Plus | Tore Minus | Tordifferenz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 98 | 44 | 23 | 31 | 165 | 123 | +42 |
Diese Statistik zeigt eine insgesamt positive Bilanz der Schweiz auf dem Weg zu und bei Weltmeisterschaften.
Fragen und Antworten zur Schweizer Nationalmannschaft bei der WM
Hat die Schweiz an der Weltmeisterschaft 2022 teilgenommen?
Ja, die Schweizer Fussballnationalmannschaft, die Nati, hat sich für die WM 2022 in Katar qualifiziert.
Wie hat sich die Schweiz für die WM 2022 qualifiziert?
Die Schweiz qualifizierte sich direkt als Gruppensieger in der WM-Qualifikationsgruppe C. Sie liess dabei unter anderem Europameister Italien hinter sich.

Wie weit kam die Schweiz bei der WM 2022?
Die Schweiz erreichte bei der Weltmeisterschaft 2022 das Achtelfinale. Dort schied das Team gegen Portugal aus.
Wann war die Schweiz zuletzt bei einer WM?
Die Schweiz hat seit 2006 an jeder Weltmeisterschaft teilgenommen (2006, 2010, 2014, 2018, 2022). Die Teilnahme 2022 war die fünfte in Folge.
Wann war die Schweiz Weltmeister?
Die Schweizer Fussballnationalmannschaft war noch nie Weltmeister. Der grösste Erfolg war dreimal das Erreichen des Viertelfinals (1934, 1938, 1954).
Wer war der Trainer der Schweiz bei der WM 2022?
Nationaltrainer der Schweiz bei der WM 2022 war Murat Yakin.
Fazit
Die Schweizer Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar ihr Ziel, die K.o.-Phase zu erreichen, gemeistert. Das Ausscheiden im Achtelfinale gegen Portugal entsprach dem Abschneiden bei den meisten jüngeren WM-Teilnahmen. Die Qualifikation als Gruppensieger vor Italien war ein herausragender Erfolg und zeigte das Potenzial des Teams. Die Nati bestätigte ihren Platz unter den besseren Mannschaften der Welt, auch wenn der Traum vom ersten Viertelfinale seit 1954 auch 2022 nicht in Erfüllung ging. Die Mannschaft verfügt über talentierte Spieler und eine solide Struktur, was Hoffnung für zukünftige Turniere gibt.
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