Welcher Laptop ist am besten für Bildbearbeitung?

Laptop für Bildbearbeitung: Was braucht er?

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In der digitalen Fotografie nimmt die Bildbearbeitung einen großen Anteil ein. Sobald du im RAW-Format fotografierst, ist mindestens die RAW-Konvertierung erforderlich, beispielsweise mit Programmen wie Lightroom. Auch die weitere Bearbeitung mit Photoshop fordert mehr Rechenleistung, als ein klassischer Office-Rechner bieten kann. Um diese doch recht großen Foto-Dateiformate flüssig bearbeiten zu können, benötigst du einen Rechner mit etwas Saft. Denn eines solltest du dir direkt merken: Je kürzer du nach jedem einzelnen Klick auf deinen Rechner warten musst, desto schneller bist du fertig. Und das ist nicht nur bei der Bildbearbeitung so, sondern bei jeder anderen Aufgabe auch. Zum Glück gibt es die nötige Leistung mittlerweile sogar zum Mitnehmen. Deshalb würde ich dir direkt einen mobilen Laptop für die Bildbearbeitung empfehlen.

Zu Beginn möchte ich dir gleich einige der besten Laptops für die Bildbearbeitung vorstellen. Je nachdem welches Betriebssystem du gewohnt bist, solltest du dich für Windows oder macOS entscheiden. Da ich selbst immer ein Macbook bevorzuge, teile ich unten einige meiner Erfahrungen mit macOS. Generell sind auch Windows Rechner mit entsprechender Hardware nicht mehr unbedingt günstig – weshalb die Wahl oft auch eine Frage der persönlichen Präferenz und des Budgets ist.

Welcher Laptop ist am besten für Bildbearbeitung?
Laptop für Bildbearbeitung: MacBook Pro M2 Pro-Chip.Apple MacBook Pro M2 13 Zoll.MacBook Air M2.Asus Zenbook Pro 14 OLED.Samsung Galaxy Book3 Ultra.MSI Katana 17 B13VGK-671.

Überblick: Diese 6 Dinge muss dein Rechner mitbringen

Wenn du es wirklich genau wissen möchtest, gehe ich gleich noch genauer auf jeden Punkt ein. Doch diese sechs Dinge muss dein künftiger Laptop für die Bildbearbeitung mitbringen:

  • Einen guten Prozessor und Grafikkarte für ausreichend Rechenpower.
  • Die richtige Arbeitsspeichergröße.
  • Die passende Festplatte wählen.
  • Ein solides Display muss mit.
  • Ausreichende Akkulaufzeit.
  • Weitere Ausstattung wie Anschlüsse und Ergonomie.

1. Bildbearbeitung braucht Rechenpower

Die Hauptkomponente für die Geschwindigkeit ist der Prozessor. Er ist das Herzstück jedes Notebooks und führt alle Berechnungen durch. Je schneller der Prozessor, desto zügiger arbeitet dein Notebook.

Hauptkomponente: Der richtige Prozessor für Lightroom und Photoshop

Für die Bildbearbeitung ist ein schneller Prozessor die Hauptkomponente. Bildbearbeitung ist zwar nicht so fordernd wie Videobearbeitung, aber dennoch eine prozessorintensive Aufgabe. Du brauchst auf jeden Fall einen Prozessor, der nicht nur für ein paar Office-Aufgaben und Surfen im Internet ausgelegt ist. Ich empfehle daher, dass du dich mindestens für einen Intel Core i5- oder i7-Prozessor entscheidest. Von AMD sind die Prozessoren ab dem Ryzen 5 und Ryzen 7 interessant. Im Macbook bist du ab einem M1 Pro gut gerüstet – mittlerweile gibt es aber auch die neueren Generationen mit dem M4 Pro.

Die unterschiedlichen Modelle unterscheiden sich immer durch die Anzahl der Prozessor-Kerne sowie deren Taktfrequenz. Letzteres bestimmt, wie schnell ein Prozessor beziehungsweise der jeweilige Kern Aufgaben erledigen kann. Die Anzahl der Kerne bestimmt, auf wie viele Partien die Aufgaben aufgeteilt werden können. Für eine grobe Schätzung der gesamten Rechenleistung kannst du die Anzahl der Kerne mit der Taktfrequenz multiplizieren. In der Realität gibt es hier immer einen kleinen Verlust zwischen den Kernen, da Aufgaben nicht immer reibungslos aufgeteilt werden können.

Genauer gesagt gibt es in der Bildbearbeitung Aufgaben, die ein einzelner Kern erledigen muss. Andere Aufgaben können effizient auf mehrere Kerne aufgeteilt werden. Das ist je nach Programm und tatsächlich auch noch einmal je nach ausgeführter Aufgabe innerhalb des Programms unterschiedlich. Daher solltest du immer das Verhältnis zwischen Kernen und Taktfrequenz abwägen oder dich über die Arbeitsweise deines Programms informieren: Für manche Aufgaben können weniger Kerne, die aber mit höherer Geschwindigkeit laufen, besser sein. Bei Aufgaben, bei denen nur ein einzelner Kern genutzt wird, zählt daher die reine Taktfrequenz. Dennoch werden die Programme immer besser darin, die Aufgaben entsprechend aufzuteilen.

Merke dir einfach: Der Prozessor sollte mindestens 6 Kerne und eine Taktfrequenz von mindestens 2,5 GHz haben, um die Bildbearbeitung bewältigen zu können.

Im Fotografen-Laptop immer wichtiger: Eine eigenständige Grafikkarte

Der Prozessor ist das wichtigste Bauteil für Geschwindigkeit. Doch mit jedem Creative Cloud Update werden auch der Grafikkarte immer mehr Aufgaben zugewiesen. Die Grafikkarte ist also nicht mehr nur für die Darstellung des Bildes auf dem Monitor nötig. Photoshop und Lightroom können hier direkt auf die Leistung von Grafikkarten zugreifen, wovon du in der Performance profitieren kannst.

In Lightroom kannst du zum Beispiel in den Voreinstellungen im Tab »Leistung« direkt auswählen, ob der Grafikprozessor verwendet werden soll. Manuell kannst du dort entscheiden, ob die GPU nur für die Anzeige, die Bildverarbeitung oder auch für den Export verwendet werden soll.

Wenn du dir also etwas merken solltest, dann das: In vielen Laptops werkelt nur eine sogenannte Onboard-Grafikkarte. Das bedeutet, dass eigentlich der Haupt-Prozessor für die grafischen Darstellungen verantwortlich ist. Für die Bildbearbeitung ist es aber immer von Vorteil, eine separate Grafikkarte zu haben (dediziert). Gerade seit den neuesten Creative Cloud Updates für Lightroom und Photoshop wird von einer Onboard-Grafikkarte aktiv abgeraten!

Merke: Es ist in erster Linie besser, wenn du dir mehr Rechenleistung im Hauptprozessor kaufst. Dennoch sollte auch eine dedizierte Grafikkarte vorhanden sein. Keine Sorge: Eine Einsteiger-Grafikkarte ist in der Regel ausreichend.

2. Die richtige Arbeitsspeichergröße wählen

Im Arbeitsspeicher (auch RAM genannt) werden Daten, mit denen der Prozessor gerade aktiv arbeitet, kurzzeitig abgelegt. Das bedeutet, je mehr Arbeitsspeicher das Notebook hat, desto mehr Bilder kannst du gleichzeitig bearbeiten (zum Beispiel mehrere Bilddateien parallel in Photoshop öffnen). Ein voller Arbeitsspeicher bremst den Computer dann gravierend in seinen Möglichkeiten aus.

Es kommt also auch etwas auf die Megapixelanzahl beziehungsweise Dateigröße deiner RAW-Fotos an. Je größer und mit je mehr Ebenen du arbeitest, desto mehr RAM wird benötigt. Für die Bildbearbeitung solltest du ein Notebook mit mindestens 16 GB Arbeitsspeicher anschaffen. Falls du zum Beispiel mit vielen Ebenen arbeitest, wären 32 GB sogar noch besser.

Für deine Entscheidung solltest du auch recherchieren, ob im jeweiligen Laptop-Modell ein nachträgliches RAM-Upgrade selbstständig durchführbar wäre. Bei vielen Rechnern ist der RAM mittlerweile aber auch fest auf dem Mainboard verlötet oder ist fest in der Recheneinheit verbaut. Das ist zum Beispiel bei Macbooks schon seit Langem der Fall.

3. So viel Speicher braucht dein Laptop für die Bildbearbeitung

Festplattenspeicher gibt es in zwei Ausführungen: Etwas angestaubt (aber trotzdem manchmal zu finden) ist die herkömmliche Hard Disk Drive (HDD) mit beweglichen Teilen. Diese bieten immer für relativ wenig Geld ziemlich viel Speicher. Allerdings sind die Zugriffszeiten relativ langsam. Schon beim Import der Fotos von der Speicherkarte wird dein Workflow ausgebremst. Daher eignen sich HDD-Platten nur für das externe Langzeit-Archiv.

Zum Bilder bearbeiten empfehle ich ein Notebook mit einer SSD (Solid State Drive). Das ist im Endeffekt Flashspeicher (so wie deine Speicherkarten) und hat keine mechanischen Teile mehr. Das sorgt für schnelle Zugriffszeiten bei Lesen und Schreiben. Daher solltest du aktuelle Projekte, die Programme und das Betriebssystem auf einer SSD speichern. Dadurch wird alles flüssiger laufen.

Manche Notebooks verfügen sowohl über eine SSD für Betriebssystem und Programme, als auch über eine HDD Festplatte, um mehr Speicherplatz zu bieten. Moderne Geräte bieten fast nur noch den schnellen SSD-Flashspeicher. Nein, eine SSD ist für die Bildbearbeitung nicht unbedingt notwendig. Du wirst sie aber trotzdem lieben. Meine Empfehlung wären bei einem Laptop für die Bildbearbeitung mindestens 512 GB, besser noch 1 TB interner SSD Speicher. Das sind circa 1000 GB Speicher. Ich selbst habe in meinem Fotografie-Daten-Workflow immer nur 2-3 Hochzeiten beziehungsweise Fotoshootings direkt auf dem Laptop. Sind die Projekte abgeschlossen, wandern die Daten weiter auf externe Festplatten für die Archivierung. Es kommt also immer darauf an, an wie vielen Dateien beziehungsweise Projekten du aktiv arbeitest.

4. Laptop für Grafikdesign und Bildbearbeitung mit gutem Display wählen

Egal ob bei einem Laptop für Grafikdesign oder Bildbearbeitung: Die Qualität des Displays ist wichtig. Ein hochwertiges Display macht es einfacher, feine Details und Farben in den Fotos zu erkennen. Nur so siehst du auch wirklich, was du gerade überhaupt bearbeitest.

Diese Qualitäts-Merkmale spielen beim Notebook-Display eine Rolle:

  • Auflösung: Diese gibt an, wie scharf das Bild dargestellt wird. Je mehr Pixel auf einer Fläche leuchten, desto besser. Beachte für die Pixeldichte daher immer das Verhältnis zwischen Displaygröße und Auflösung. Ich würde mindestens ein Display mit Full HD Auflösung empfehlen, was 1920 × 1080 Pixeln entspricht. Laptops wie das 14″ Macbook liefern sogar 3024 × 1964 Pixel Auflösung, was eine hervorragende Schärfe bringt.
  • Kontrast und Schwarzwert: Je dunkler das Schwarz dargestellt werden kann, desto besser. Während LCD-Displays meist bei einem Kontrast von 1.200:1 liegen, bringen OLED- und MiniLED-Displays Werte von 1.000.000:1. Das bedeutet, dass das Display schwarze Bildpunkte komplett ausschalten kann.
  • Farbraum Abdeckung: Gute Monitore für die Bildbearbeitung bieten eine Abdeckung von 99% des AdobeRGB Farbraums. Laptop Displays schaffen das nicht immer. Je größer dieser ist, desto besser. Wenn du deine Fotos eher im Web zeigst, reicht auch schon eine Abdeckung des kleineren sRGB-Farbraums.
  • Helligkeit: Sobald du in sonniger oder sehr heller Umgebung arbeitest, muss das Display möglichst hell leuchten. Ansonsten wirst du nichts erkennen. Gute Displays bieten eine Helligkeit von 500 Nits. Ich empfehle mindestens 300 Nits.
  • Matte Oberfläche: Zusätzlich ist ein mattes Display etwas besser, wirkt aber oft nicht ganz so brillant und kontrastreich wie spiegelnde Displays. Für die Bildbearbeitung ist matt besser, ich finde es ist aber unterm Strich auch eine Geschmackssache.

Falls du zu 90% im Büro arbeitest, wird das Display nicht ganz so wichtig sein. Denn dann wirst du sowieso einen externen Monitor für die Lightroom-Nachbearbeitung verwenden. Das ist auch generell meine Empfehlung – denn ein solcher Monitor bietet neben höherer Farbabdeckung oft auch die Möglichkeit zur besseren Hardware-Kalibrierung. Egal wie gut dein Notebook-Display ist – eine professionelle Kalibrierung ist Pflicht. Nur so werden die Farben naturgetreu wiedergegeben.

Bei der Displaygröße scheiden sich die Geister. Dazu zwei Gedankengänge zu den Möglichkeiten: Eine kleine Displaygröße von 13″ bis 14″ lässt sich entspannt mitnehmen, aber unterwegs nicht allzu viel erkennen. Es sei denn, du hast eine wirklich gute Auflösung – dann lässt sich auf wenig Fläche relativ viel darstellen und auch Bildschärfe beurteilen. Zuhause ergänzen kleine Displays einen externen Monitor gut als Zweitdisplay. Eine große Displaygröße von 15″ bis 17″ lässt dich unterwegs mehr erkennen, braucht aber überall mehr Platz und Gewicht. Die Geräte sind daher nicht ganz so mobil. Falls du zuhause sowieso einen großen externen Monitor anschließt, erscheint das größere Laptop-Display überflüssig.

5. Auf ausreichende Akkulaufzeit achten

Ein Laptop bietet immer die Möglichkeit, dass du auch mobil Bilder bearbeiten kannst. So zumindest die Theorie. In der Praxis findest du dich dann immer irgendwo mit leerem Akku und ohne Steckdose wieder. Schlechte Kombination! Ein großer Akku ist nur ein Teil der Lösung. Denn die Laptops zur Bildbearbeitung sind mittlerweile extrem leistungsfähig. Und saugen auch große Akkus relativ schnell leer. Daher beginnen die Hersteller nun mit der Produktion möglichst stromsparender Prozessoren. Schon damals als ich von einem Lenovo Laptop auf mein erstes Intel 13″ Macbook umgestiegen bin, war ich doch etwas verblüfft wie lange dieses im Vergleich ohne Strom auskam. Mit den neuen Apple Silicon Prozessoren (M2, M3, M4 etc.) haben sie nun sehr sparsame Prozessoren auf den Markt gebracht. Falls du meistens stationär arbeitest, spielt das Thema Akkulaufzeit keine übergeordnete Rolle. Dennoch ist es für unterwegs gut, nicht direkt auf die nächste Steckdose angewiesen zu sein.

6. Weitere wichtige Faktoren

Am Ende solltest du noch checken, ob das Notebook über weitere Nice-To-Haves verfügt. Diese haben nicht direkt etwas mit der Bildbearbeitung zu tun, irgendwie aber auch schon. Denn dadurch wird das komplette Handling und auch der Office-Alltag angenehmer. Das führt hoffentlich dazu, dass du auch gerne an diesem Gerät arbeitest. Achte auf diese Dinge:

  • Größe und Gewicht: Diese sind entscheidend für die Mobilität des Laptops. Je leichter, desto lieber nimmst du das Gerät mit. Das hängt natürlich direkt mit der gewählten Displaygröße zusammen. Vor allem wenn du das Laptop direkt mit zur Foto-Produktion nimmst, wirst du genug andere große und schwere Dinge dabei haben.
  • Anschlüsse: Das Laptop für Fotografen sollte über eine Vielzahl von Anschlüssen verfügen. Von Maus bis Lightroom Midi-Controller sollte alles Platz finden. Zu diesen Anschlüssen können USB-Anschlüsse, ein HDMI-Anschluss und ein Thunderbolt 3-Anschluss gehören. In dem seltenen Fall, dass deine Kamera einen Ethernet-LAN-Anschluss besitzt, sollte dein Notebook entweder einen direkten Anschluss oder zumindest schnelle Schnittstelle für einen Ethernet Adapter besitzen.
  • Kartenleser: Wenn du auf Adapter-Krempel verzichten möchtest, sollte das Laptop mindestens einen SD-Kartenleser besitzen. Das ist bei den meisten Standard, Apple hat ihn aber dummerweise einige Zeit weggelassen. Das 14″ und 16″ Macbook Pro besitzt wieder einen SD-Kartenleser.
  • Design und Verarbeitung: Durch die Summe von guter Verarbeitung, Design, Trackpad und Tastatur kann eine gute User Experience entstehen. Während das Design Geschmackssache ist, lassen ein großes und gutes Trackpad tatsächlich effektiveres Arbeiten zu. Vor allem falls du das Laptop auch für Grafikdesign nutzen möchtest.
  • Mikrofon, Lautsprecher und Webcam: Falls du häufiger an Videokonferenzen teilnimmst, kannst du abwägen, ob du eine gute Audio- / Video-Infrastruktur benötigst.
  • Betriebssystem: Windows oder macOS – Was bist du gewohnt? Oder wo willst du hin? Sicherlich eine Geschmacks- und Glaubensfrage. Gleich möchte ich dazu noch ein paar Dinge loswerden.

Windows Laptop oder Apple Macbook Pro kaufen? Meine Erfahrungen

Ich möchte keine Windows vs. Apple Debatte entfachen, sondern einfach nur kurz meine persönlichen Eindrücke schildern. Dem ein oder anderen helfen sie vielleicht bei der Entscheidung. Die folgenden Absätze können also subjektive Aussagen enthalten. Meine persönliche Empfehlung ist immer ein Macbook Pro.

Ich selbst bin 2014 von Windows zu Mac gewechselt. Aktuell arbeite ich mit einem 2021er 14″ Macbook Pro mit M1 Max Prozessor, 64 GB Arbeitsspeicher und 1 TB SSD Festplatte. Die Ausstattung ist eigentlich etwas zu overpowered für reine Bildbearbeitung – das hat zwei Gründe: Zum einen schneide ich hin und wieder 4K Videos. Zum anderen möchte ich das Gerät einfach möglichst lange nutzen – auch falls ich mal eine Kamera mit mehr Megapixeln kaufen sollte. Deshalb konfiguriere ich immer etwas mehr, als es eigentlich für den aktuellen Moment bräuchte.

Kurzes 14″ Macbook Pro Fazit: Ich mag es wirklich sehr, an diesem Laptop zu arbeiten. Zuhause nutze ich es zusammen mit dem 27″ Studio Display mit 5K Auflösung. Alles läuft übertrieben flott. Unterwegs (und nicht nur auf dem Datenblatt) hält der Akku ewig. Das Netzteil habe ich meistens gar nicht dabei. Auch die neuen Prozessoren haben mich voll überzeugt. Zudem sei gesagt dass Apple den Lüfter beim Macbook Air wirklich getrost weglassen kann – in meinem Macbook Pro habe ich ihn nur ein paar wenige Male gehört. Die meiste Zeit ist alles komplett leise.

Das Gerät an sich ist an jeglicher Schnittstelle zum Menschen einfach nur Top: Das beste Trackpad das ich kenne, Tastatur fühlt sich gut an. Design und Verarbeitung ist makellos. Beim Sound frage ich mich immer, woher dieser ausgewogene Klang kommt. Für ein Laptop echt super, meistens steckt es aber sowieso an meiner Teufel-Anlage. Mittlerweile hat das Macbook sogar wieder einen SD-Kartenslot. Dieser wurde leider eine Zeit lang weggelassen (Achtung: beim 13″ immer noch).

Das Display ist wie angesprochen extrem hoch aufgelöst. Und nicht nur die Schärfe ist unglaublich – auch die Schwarzwerte sind einfach wie sie sein sollen: Tiefschwarz. Möglich macht’s das MiniLED Panel. Kein Vergleich zu einem LCD-Bildschirm mit durchgehender Hintergrundbeleuchtung. Gegenüber OLED-Displays neigen MiniLEDs auch nicht zum Einbrennen. Mit 500 Nits arbeite ich mit dem Macbook auch öfter auf dem Balkon in der Sonne.

Zu guter Letzt noch der Grund, der mich damals von Windows ins Apple Ökosystem geholt hat: Das Betriebssystem macOS. Man merkt einfach, dass Soft- und Hardware aus demselben Haus stammen. Mir gefällt die einfache und intuitive Bedienung, die praktischen Funktionen für den Alltag und die allgemeine User Experience.

Vorteile Apple Macbook Pro

  • Hoch aufgelöstes und helles MiniLED-Display
  • Schönes Design
  • Wertige Verarbeitung aus Alu
  • Super Trackpad und Tastatur
  • Sehr leise
  • Lange Akku Laufzeit
  • Schlankes Gehäuse
  • Gute Lautsprecher

Für Windows Laptops lassen sich die Vorteile nicht pauschal sagen, denn jeder Hersteller macht andere Dinge besser oder schlechter. Du musst je nach Modell alle Bauteile selbst prüfen: Wie gut ist das Display? Lässt es sich gut mit dem Trackpad bedienen? Ist eine wertige Verarbeitung gegeben?

Vorteile Windows Laptops (generell)

Drei Vorteile, die die meisten Windows-Laptops verbindet:

  • Günstigerer Einstiegspreis (nach oben gibt es dennoch keine Grenzen).
  • Bauteile wie RAM und Festplatte oft noch selbst aufrüstbar. Das ist beim Macbook nicht möglich, da mittlerweile alles verlötet ist beziehungsweise im System-on-a-Chip steckt.
  • Meistens noch die Standard USB-A Anschlüsse – diese vermisse ich an den neuen Macbooks trotzdem manchmal.

Das Betriebssystem ist wohl immer eine Geschmackssache – ich selbst mag die Unkompliziertheit und Oberfläche von macOS, während andere vielleicht doch mehr Einstellungsmöglichkeiten bei Windows möchten.

Diese Notebooks für Bildbearbeitung sind empfehlenswert

Hier sind einige Modelle, die basierend auf den Anforderungen für die Bildbearbeitung empfohlen werden können:

Apple Macbook Pro – Premium Laptop zur Bildbearbeitung

Design und Verarbeitung sind makellos. Die neuen Prozessoren sind nicht nur schnell, sondern auch sehr akkuschonend. Der Betrieb ist großteils leise und ohne Lüfter möglich. Trackpad, Tastatur und Lautsprecher sind optimal. Das Display ist hell, superscharf und sehr kontrastreich. Das Gerät verfügt über einen Kartenleser, HDMI-, 3,5mm Klinke- und USB-C / Thunderbolt 4 Anschlüsse. Nachteil: Leider ist die Hardware im Nachhinein nicht aufrüstbar.

Empfohlene Konfiguration für ein Macbook Pro für die Bildbearbeitung:

  • Apple Macbook Pro 14″ oder 16″ (diese Modellreihen haben wieder den SD-Slot)
  • Prozessor: M4 Pro
  • Arbeitsspeicher: ab 16 GB (besser 32GB)
  • Festplatte: mind. 512GB

Mit diesen Spezifikationen kommst du für ein 14″ Macbook Pro bei circa 2000€ raus. Das entsprechende 16″ Modell liegt bei circa 2400€.

Apple Macbook Air – Ultraklein und leistungsfähig

Lass dich vom ultradünnen Gehäuse des Macbook Air nicht täuschen: Zusammen mit dem M3 Chip ist das Gerät ebenfalls schnell genug für die Bildbearbeitung. Falls dir kompakte Maße wichtig sind, ist dieses Macbook das richtige. Ansonsten würde ich generell zum 14″ Macbook Pro raten. Dessen M4 Pro wäre dann immer noch der schnellere Prozessor.

Empfohlene Konfiguration für ein Macbook Air für die Bildbearbeitung:

  • Prozessor: M3
  • Arbeitsspeicher: ab 16 GB
  • Festplatte: mind. 512GB

Mit diesen Spezifikationen kommst du bei einem M4 Macbook Air bei circa 1699€ raus. Das entsprechende 15″ Modell liegt bei circa 1799€.

HP Spectre x360 – Faltbares 2-in-1 Kraftpaket

Das Spectre x360 ist als Laptop für die Bildbearbeitung weit verbreitet. Das leistungsstarke Notebook ist dank seines hochwertigen Displays, der langen Akkulaufzeit und des leichten Designs perfekt für die mobile Bildbearbeitung geeignet. Wahlweise mit einem 13,3- oder 15,6-Zoll-Touchscreen (inkl. Stift), Intel i7 Prozessor, 16GB RAM und massig Speicherplatz verfügt das HP Spectre x360 über alle Funktionen, die du für die Bildbearbeitung unterwegs benötigst. Dennoch fehlt dem Gerät eine dedizierte Grafikkarte, weshalb es eher für weniger ressourcenlastige Aufgaben gesehen wird. Falls du die Touch- und Tablet-Funktionen nicht benötigst und dennoch lieber eine dedizierte Grafikkarte hättest, solltest du vielleicht dennoch eine Alternative in Betracht ziehen. Preis circa 2000€.

Dell XPS 15 9520 – Viel Power für Lightroom und Photoshop

Wenn du ein solides Notebook mit ausreichend Prozessorleistung und dedizierter Grafikeinheit suchst, ist das Dell XPS 15 eine großartige Wahl. Das Dell XPS 15 ist zudem auch als XPS 13 in 13″ Bildschirmdiagonale erhältlich. Das Display leuchtet mit hellen 500 Nits. Mit 17 Stunden ist die Akkulaufzeit ebenfalls ziemlich gut angegeben. Erfreulich sind auch zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie Thunderbolt und Fingerabdruck-Scanner. Preis circa 2600€.

Lenovo Yoga Pro 7i – Kompakter Power-Laptop mit OLED-Display

Das Lenovo Yoga Pro 7i bringt alles mit, was man sich als kreativer Kopf unterwegs wünschen kann. Highlight ist ganz klar das 14,5 Zoll große 2.8K OLED-Display mit 120 Hz: gestochen scharf, kräftige Farben, perfektes Schwarz – ideal für die Bildbearbeitung. Auch die inneren Werte stimmen: Der neue Intel Core Ultra 7 Prozessor, satte 32 GB RAM und eine schnelle 1 TB SSD sorgen für eine flüssige Performance und das selbst bei aufwändigen Aufgaben. Mit der dedizierten NVIDIA GeForce RTX 4050 ist auch genug Grafikpower für Videoschnitt und Rendering-Projekte vorhanden. Ein starker Allrounder im schlanken Design. Preis circa 1500€.

Lenovo 15,6 Zoll Gaming Laptop – Der Einstiegs-Laptop in die Bildbearbeitung

Das Lenovo 15,6-Zoll-Gaming-Laptop bildet mit rund 500€ einen günstigen Einstieg in die Bildbearbeitung. Oder wenn du einfach nur ein Notebook für Hobby-Bildbearbeitung brauchst. Es verfügt über einen leistungsstarken Prozessor, ausreichend Arbeitsspeicher und eine dedizierte Grafikkarte. Dank dieser Kombination können Sie Fotos schnell und reibungslos bearbeiten, ohne dass es zu Verzögerungen oder Verlangsamungen kommt. Das schlanke Design und die lange Akkulaufzeit des Notebooks machen es außerdem zum perfekten Begleiter für unterwegs. Wenn du Einsteiger bist oder die Fotografie als Hobby betreibst, ist das Lenovo 15,6-Zoll-Gaming-Notebook eine gute Wahl!

Anforderungen an Laptop für Bildbearbeitung: Eine Zusammenfassung

KomponenteMinimum EmpfehlungBesser Empfehlung
ProzessorIntel Core i5 / AMD Ryzen 5
6 Kerne, 2.5 GHz
Intel Core i7 / AMD Ryzen 7
M1 Pro (Mac) oder neuer
Mehr Kerne / höhere Taktfrequenz
GrafikkarteDedizierte Einsteiger-GPUStärkere dedizierte GPU
Arbeitsspeicher (RAM)16 GB32 GB
FestplattentypSSDSSD
Festplattengröße512 GB SSD1 TB SSD
Display AuflösungFull HD (1920x1080)Höher (z.B. 4K, Retina)
(Abhängig von Displaygröße)
Display Helligkeit300 Nits500 Nits oder mehr
Display TechnologieLCDMiniLED oder OLED

Häufig gestellte Fragen zur Laptop-Wahl für Bildbearbeitung

Warum ist ein schneller Prozessor für die Bildbearbeitung wichtig?
Der Prozessor führt alle Berechnungen durch, die bei der Bearbeitung von Fotos anfallen, wie zum Beispiel das Anwenden von Filtern, das Rendern von Vorschauen oder das Exportieren von Dateien. Ein schnellerer Prozessor bedeutet, dass diese Aufgaben schneller erledigt werden, was zu einem flüssigeren und effizienteren Workflow führt.
Wie viel Arbeitsspeicher (RAM) brauche ich wirklich?
Der Arbeitsspeicher speichert Daten, mit denen gerade aktiv gearbeitet wird. Für grundlegende Bildbearbeitung sind 16 GB RAM ein gutes Minimum. Wenn du jedoch mit sehr großen Dateien, vielen Ebenen in Photoshop oder parallel mit mehreren Programmen arbeitest, sind 32 GB RAM deutlich besser, um Engpässe und Verlangsamungen zu vermeiden.
Ist eine SSD Festplatte für Bildbearbeitung notwendig?
Eine SSD (Solid State Drive) ist zwar nicht zwingend notwendig, aber sehr empfehlenswert. Sie bietet deutlich schnellere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten als herkömmliche HDDs. Das beschleunigt das Laden von Programmen, das Öffnen und Speichern von Dateien sowie den Import von Fotos. Dies führt insgesamt zu einem viel reaktionsfreudigeren System und Workflow.
Brauche ich eine dedizierte Grafikkarte?
Ja, für moderne Bildbearbeitungsprogramme wie die Adobe Creative Cloud ist eine dedizierte Grafikkarte von Vorteil. Sie kann bestimmte Aufgaben von der CPU übernehmen und so die Gesamtleistung verbessern. Eine Onboard-Grafikkarte, die in den Hauptprozessor integriert ist, reicht oft nicht aus und wird von den Programmen aktiv nicht empfohlen.
Welche Display-Eigenschaften sind für die Bildbearbeitung wichtig?
Ein gutes Display sollte eine hohe Auflösung für Schärfe, einen guten Kontrast und Schwarzwert für Details in Lichtern und Schatten, eine möglichst hohe Farbraumabdeckung für präzise Farben und ausreichend Helligkeit für die Arbeit in verschiedenen Umgebungen bieten.

Fazit: Das braucht ein Laptop für Fotografen zur Bildbearbeitung

Eigentlich klingt es etwas zu allgemein, wenn du gerne »irgendein« Notebook für die Bildbearbeitung kaufen willst. Denn wie du siehst, gibt es auch hier sehr viele Unterschiede. Diese hängen letztendlich auch von deinem Workflow und verwendeten Programmen ab. Wenn du aufwändige Retuschen mit 20 Ebenen in Photoshop durchführst, wirst du mehr Leistung benötigen, als bei grundlegender Lightroom RAW-Konvertierung.

Generelle Anforderungen an einen Laptop für die Bildbearbeitung sind:

  • Intel i5, Intel i7, AMD Ryzen 5 oder AMD Ryzen 7 Prozessor
  • Prozessor mit mindestens 6 Kernen und 2,5 GHz Taktfrequenz
  • Dedizierte Grafikkarte (keine Onboard-Grafik)
  • Mindestens 16 GB, besser 32 GB Arbeitsspeicher
  • Mindestens 512 GB, besser 1 TB SSD Festplatte
  • Scharfes, helles, kontrastreiches und farbabdeckendes Display
  • Gute Akku Laufzeit

Beachte zudem: Größe und Gewicht, Anschlüsse, Kartenleser und Verarbeitung. Ich habe im Artikel nun öfter von »mindestens« und »besser mehr« bei jeder Hardware geschrieben. Mir ist natürlich bewusst, dass man budget-technisch nicht immer einfach alles voll aufstocken kann (sonst wäre dieser Artikel überflüssig). Daher würde ich empfehlen, die Hardware wie folgt zu priorisieren:

  1. Prozessor
  2. Arbeitsspeicher
  3. Grafikkarte
  4. SSD Festplatte (statt HDD)
  5. Festplattengröße

Bedenke, dass du Festplattenspeicher immer in Form von externen Geräten erweitern kannst. Die anderen verbauten Komponenten lassen sich dagegen oft nicht austauschen. Bei Akkulaufzeit und Bildschirmgröße kannst du abwägen, wie oft du tatsächlich wirklich auf Reisen bist. Oder ob du dich vielleicht auch nur innerhalb deiner Wohnung oder ins nächste Café bewegst. Zuletzt kannst du dir auch noch Gedanken machen, ob du noch andere Dinge machen möchtest, wie zum Beispiel Gaming oder Videoschnitt. Dann wird mitunter noch mehr Leistung benötigt.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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