Die Canon EOS M100 ist eine beliebte spiegellose Systemkamera, die für ihre Kompaktheit und Benutzerfreundlichkeit geschätzt wird. Doch das wahre Potenzial einer Kamera entfaltet sich oft erst mit dem richtigen Objektiv. Viele Besitzer stehen vor der Frage: Welche Objektive passen eigentlich auf die Canon EOS M100 und welche sind die besten für meine Bedürfnisse?

Die gute Nachricht ist, dass Sie als Besitzer einer EOS M100 Zugang zu einer beachtlichen Auswahl an Objektiven haben. Die Kamera nutzt das Canon EF-M-Bajonett, das speziell für die spiegellosen Kameras der EOS M Serie entwickelt wurde. Diese nativen EF-M Objektive sind in der Regel leicht und kompakt, was perfekt zum Design der M100 passt.
Das native Canon EF-M System
Das native Objektivsystem für die EOS M100 sind die EF-M Objektive. Canon hat eine Reihe dieser Objektive entwickelt, die verschiedene Brennweiten und Anwendungsbereiche abdecken, von Weitwinkel-Zooms über Standard-Zooms bis hin zu Tele-Zooms und lichtstarken Festbrennweiten.

Diese Objektive sind optimal auf die EOS M Kameras abgestimmt. Sie unterstützen alle Kamerafunktionen wie den schnellen Autofokus und die elektronische Kommunikation für Belichtungssteuerung und Bildstabilisierung.
Das Canon EF-M 15-45mm f/3.5-6.3 IS STM Kit-Objektiv
Sehr oft wird die Canon EOS M100 im Set mit dem EF-M 15-45mm f/3.5-6.3 IS STM Objektiv geliefert. Dieses Kit-Objektiv ist ein vielseitiger Standard-Zoom, der sich hervorragend für den Einstieg eignet. Es deckt einen Brennweitenbereich ab, der von leichtem Weitwinkel (entspricht etwa 24mm an Vollformat) bis zu kurzem Tele (entspricht etwa 72mm an Vollformat) reicht.
Die Stärke dieses Objektivs, basierend auf den Informationen, die uns vorliegen, liegt unter anderem darin, spontane Momente einzufangen. Dies gelingt dank eines schnellen und präzisen Autofokussystems mit hoher Genauigkeit. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit, jederzeit die Fokussierung manuell anzupassen, dank der Full-Time Manual Focus Override Funktion. Es ist ein leichtes und kompaktes Objektiv, ideal für Reisen und den alltäglichen Gebrauch.
Weitere native EF-M Objektive
Neben dem Kit-Objektiv gibt es weitere EF-M Objektive, die für verschiedene Zwecke konzipiert sind:
- Festbrennweiten: Diese Objektive haben eine feste Brennweite, sind aber oft sehr lichtstark (kleine Blendenzahl). Beispiele sind das EF-M 22mm f/2 STM (ein kompaktes Pancake-Objektiv, ideal für Street Photography und Low Light) oder das EF-M 32mm f/1.4 STM (sehr lichtstark, hervorragend für Porträts und Freistellung).
- Weitwinkel-Zooms: Für Landschafts-, Architektur- oder Innenaufnahmen, wie das EF-M 11-22mm f/4-5.6 IS STM.
- Tele-Zooms: Um entfernte Motive nah heranzuholen, wie das EF-M 55-200mm f/4.5-6.3 IS STM, gut für Tierfotografie, Sport oder Porträts mit unscharfem Hintergrund aus Distanz.
- Makro-Objektive: Für Detailaufnahmen von kleinen Objekten, wie das EF-M 28mm f/3.5 Macro IS STM, das oft auch über ein integriertes LED-Licht verfügt.
Die Auswahl an nativen EF-M Objektiven ist zwar kleiner als bei den etablierten DSLR-Systemen, deckt aber die gängigsten Brennweiten und Anwendungsbereiche gut ab.
Die Welt der EF und EF-S Objektive per Adapter
Einer der großen Vorteile des Canon Systems ist die Möglichkeit, die riesige Auswahl an Objektiven für Canon DSLRs (mit EF- und EF-S-Bajonett) an spiegellosen EOS M Kameras wie der M100 zu verwenden. Dies geschieht mithilfe des Canon Objektivadapter EF-EOS M.
Dieser Adapter wird einfach zwischen das EF-M-Bajonett der Kamera und das EF- oder EF-S-Objektiv gesteckt. Die elektronische Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv wird dabei vollständig aufrechterhalten. Das bedeutet, dass Sie den Autofokus, die Blendensteuerung und die Bildstabilisierung (falls im Objektiv vorhanden) wie gewohnt nutzen können.
Die Verwendung von adaptierten Objektiven eröffnet Ihnen eine immense Vielfalt, darunter:
- Sehr lichtstarke Festbrennweiten (z.B. 50mm f/1.8, 85mm f/1.4, etc.)
- Professionelle Zoomobjektive (z.B. die L-Serie von Canon)
- Spezialobjektive (Fisheye, Tilt-Shift, etc.)
- Ältere oder gebrauchte Objektive, die möglicherweise günstiger sind
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass EF und EF-S Objektive oft größer und schwerer sind als die nativen EF-M Objektive. Eine kleine und leichte Kamera wie die EOS M100 kann mit einem großen Tele-Zoom oder einer schweren Festbrennweite kopflastig werden und das Handling beeinträchtigen.
Drittanbieter-Objektive für das EF-M-Bajonett
Neben Canon stellen auch andere Objektivhersteller Objektive mit nativem EF-M-Bajonett her. Firmen wie Sigma, Tamron, Samyang/Rokinon oder Viltrox bieten eine interessante Ergänzung zum Canon-eigenen Angebot. Diese Objektive können oft Lücken im Portfolio schließen (z.B. sehr lichtstarke manuelle Festbrennweiten) oder preislich attraktive Alternativen darstellen.
Bei der Wahl von Drittanbieter-Objektiven sollten Sie prüfen, ob sie den vollen Funktionsumfang unterstützen (z.B. Autofokus, elektronische Blendensteuerung). Viele moderne Drittanbieter-Objektive für EF-M tun dies, aber bei älteren oder sehr günstigen Modellen kann es Einschränkungen geben.

Verständnis des Crop-Faktors
Die Canon EOS M100 verfügt über einen APS-C Sensor. Dieser Sensor ist kleiner als ein Vollformatsensor. Bei Canon APS-C Kameras wie der M100 ergibt sich daraus ein Crop-Faktor von etwa 1,6x. Das bedeutet, dass die effektive oder "gefühlte" Brennweite eines Objektivs 1,6-mal länger ist als die auf dem Objektiv angegebene Brennweite.
Ein 50mm Objektiv an der M100 liefert also denselben Bildwinkel wie ein 80mm (50mm * 1,6) Objektiv an einer Vollformatkamera. Das 15-45mm Kit-Objektiv deckt somit einen Bereich von etwa 24mm bis 72mm (15mm * 1,6 = 24mm; 45mm * 1,6 = 72mm) ab. Dies ist besonders relevant, wenn Sie Brennweiten vergleichen oder überlegen, welche Perspektive Sie mit einem bestimmten Objektiv erzielen.
Wahl des richtigen Objektivs für Ihre Bedürfnisse
Die Entscheidung für ein oder mehrere Objektive hängt stark davon ab, was und wie Sie fotografieren möchten:
- Alltag und Reisen: Das 15-45mm Kit-Objektiv ist ein guter Anfang. Ein zusätzliches leichtes Tele-Zoom wie das 55-200mm erweitert den Bereich. Eine kompakte Festbrennweite wie das 22mm f/2 ist ideal für unterwegs und Low Light.
- Porträts: Lichtstarke Festbrennweiten helfen, das Motiv vom Hintergrund zu isolieren (Bokeh). Das native EF-M 32mm f/1.4 oder adaptierte EF 50mm f/1.8 oder EF 85mm sind beliebte Optionen. Auch längere Zooms bei ihrer längsten Brennweite können für Porträts genutzt werden.
- Landschaft und Architektur: Weitwinkel-Objektive sind hier die Wahl. Das native EF-M 11-22mm oder adaptierte EF/EF-S Weitwinkel-Zooms (z.B. EF-S 10-18mm) bieten einen großen Bildwinkel.
- Makrofotografie: Ein spezielles Makro-Objektiv wie das EF-M 28mm Makro ist notwendig, um sehr kleine Details in Lebensgröße oder größer abzubilden.
- Low Light: Sehr lichtstarke Objektive (kleine f-Zahl, z.B. f/1.4, f/1.8, f/2) ermöglichen kürzere Belichtungszeiten oder niedrigere ISO-Werte bei schlechtem Licht.
Vor- und Nachteile der verschiedenen Objektivoptionen
| Option | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Native EF-M Objektive | Kompakt und leicht, optimal auf EOS M abgestimmt, volle elektronische Unterstützung, oft modernes Design | Kleineres Angebot als EF/EF-S, weniger extreme Brennweiten/Lichtstärken im Vergleich |
| Adaptierte EF/EF-S Objektive | Riesige Auswahl an Brennweiten und Typen, Zugang zu professionellen L-Objektiven, oft auf dem Gebrauchtmarkt verfügbar | Größer und schwerer als native EF-M Objektive, Kamera kann kopflastig werden, zusätzlicher Adapter nötig |
| Drittanbieter EF-M Objektive | Füllen oft Nischen (z.B. sehr lichtstarke manuelle Linsen), potenziell günstiger, mehr Auswahl | Qualität und Kompatibilität können variieren, nicht immer mit vollem Funktionsumfang |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Können Canon EF und EF-S Objektive direkt an die EOS M100 angeschlossen werden?
Nein, das geht nicht direkt. Das Bajonett ist physikalisch anders. Sie benötigen den Canon Objektivadapter EF-EOS M, um EF- und EF-S-Objektive an der EOS M100 zu verwenden.
Funktioniert der Autofokus mit adaptierten EF/EF-S Objektiven?
Ja, in der Regel funktioniert der Autofokus mit dem offiziellen Canon Objektivadapter EF-EOS M einwandfrei. Auch die Bildstabilisierung wird übertragen.
Welches ist das beste Objektiv für die M100?
Es gibt nicht DAS beste Objektiv. Das beste Objektiv hängt davon ab, was Sie fotografieren möchten. Für den Anfang ist das 15-45mm Kit-Objektiv sehr vielseitig. Für Porträts wäre eine lichtstarke Festbrennweite besser, für Landschaften ein Weitwinkel.
Was bedeutet die Bezeichnung EF-M?
EF steht für Electro-Focus, das ursprüngliche Autofokus-System von Canon. Das 'M' steht für Mirrorless, also spiegellos. Es ist das spezifische Bajonett für die spiegellosen Kameras der Canon EOS M Serie.
Ist die EOS M100 für Anfänger geeignet?
Ja, die EOS M100 ist aufgrund ihrer kompakten Größe, des einfachen Bedienkonzepts und des Touchscreens sehr gut für Anfänger geeignet. Die Verfügbarkeit verschiedener Objektive ermöglicht zudem eine Weiterentwicklung der fotografischen Fähigkeiten.
Fazit
Die Canon EOS M100 mag eine kompakte und einsteigerfreundliche Kamera sein, bietet aber durch das native EF-M-Bajonett und die Möglichkeit, EF/EF-S Objektive per Objektivadapter zu nutzen, eine gute Flexibilität bei der Objektivwahl. Ob Sie beim vielseitigen 15-45mm Kit-Objektiv bleiben, in spezielle native EF-M Linsen investieren oder den riesigen Pool an Canon DSLR-Objektiven erschließen, hängt ganz von Ihren fotografischen Zielen und Ihrem Budget ab. Nehmen Sie sich die Zeit, zu überlegen, welche Motive Sie am liebsten fotografieren, und wählen Sie basierend darauf das oder die passenden Objektive für Ihre Canon EOS M100 aus.
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